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Meinungen zu Maxim Pouska BONAQA79 - - "Herr Maxim Pouska ist ein Mann, der wirklich Ahnung hat von Kanada! Ich würde mir wünschen, dass Herr Pouska ein Buch über Auswanderung nach Kanada schreibt, denn es gibt nicht wirklich viele Bücher (Vor allem Vernünftige) über dieses Thema, obwohl es zu den beliebtesten Ländern, was Auswanderung angeht, gehört." - OLIVA HOINKA - "Hey Maxim, just because... I wanted to thank you for your help and all the info you provide... I am not PR yet but I am working on that, since 2 years I am in Canada, Quebec and it was your book that helped me a lot and your support ... Merci" - AUTUMN LEAVES GOLDEN - "Hallo Maxim. Ich möchte mich auch einmal recht herzlich bei dir bedanken! Für deine gesamte Zeit, die du in deine Videos, deine zahlreichen aussagekräftigen Antworten auf Fragen, die schon zum 100. Mal gestellt werden und - halt einfach deine große Bereitschaft, die uns das Leben ein Stückchen einfacher macht." - Dieses Buch ist die "erste Karte" auf Deinem Weg vom Working Holiday zum kanadischen Staatsbürger – solltest du so weit gehen wollen. Das Programm "Internationale Experience Canada" mit den Kategorien "Working Holiday", "Young Professionals" und "Co-op Internship" ist für junge Menschen der beste Startpunkt, um Kanadier zu werden oder nur ein Jahr in Kanada zu reisen und zu arbeiten. Du beginnst den Weg mit einem Antrag auf einen "Erlaubnisschein" (Permit), im Rahmen der IEC-Initiative, um in Kanada ein Jahr Reisen und Arbeiten zu dürfen. Dabei wirst Du zum ersten Mal die kanadische Bürokratie kennenlernen. Deutschkanadier sprechen inzwischen davon, dass die kanadische Bürokratie um ein Vieles schlimmer sei als die deutsche Bürokratie. Das ist für manche ein Schock. Das muss nicht sein, wenn Du Dich rechtzeitig und gründlich vorbereitest. Die Wegbeschreibung, wie Du vom Working Holiday Permit bis zum Permanent Residence Visum kommst – für immer in Kanada leben kannst – findet Du derzeit in keinem anderen E-Book oder Buch.
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Seitenzahl: 232
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Der Weg vom Working Holiday zum Temporary Worker
zum Permanent Resident zum Kanadier
Den bürokratischen Dschungel sicher meistern
Karte zur sicheren Durchquerung des Dschungels
Auswandern kommt von Wandern und in sehr frühen Jahren lernte ich bereits die Geschichte der Völkerwanderung der Germanen kennen und später der aller Menschen. Zum Wandern gibt es Karten und heute auch das Navi. Dieses Buch ist die »erste Karte« auf Deinem Weg zum kanadischen Staatsbürger – solltest du so weit gehen wollen.
Du beginnst den Weg mit einem Antrag auf einen »Erlaubnisschein« (Permit), im Rahmen der IEC-Initiative, um in Kanada ein Jahr Reisen und Arbeiten zu dürfen. Dabei wirst Du zum ersten Mal die kanadische Bürokratie kennenlernen. Deutschkanadier sprechen inzwischen regelmäßig davon, dass die kanadische Bürokratie um ein Vieles schlimmer sei als die deutsche Bürokratie.
Das ist für manchen Antragsteller ein Schock und verursacht ihm oder ihr Stress. Das muss aber nicht sein, wenn Du Dich bereits rechtzeitig und gründlich vorbereitest – lernst die Karten zu lesen.
Das Programm »Internationale Experience Canada« mit den Kategorien »Working Holiday«, »Young Professionals« und »Co-op Internship« gibt es auch in der Zukunft. Das Programm ist für junge Menschen der beste Startpunkt, um Kanadier zu werden oder nur ein Jahr in Kanada zu reisen und zu arbeiten.
Dieses Buch richtet sich an junge Leute von 14 (früh startet oft der Wunsch nach Kanada zu ziehen) bis zum Alter von 35 Jahren und 11 Monate. Ab dem 36. Geburtstag braucht es andere Karten.
Weitere Bücher, Karten, sind von mir geplant, da sich ab Januar 2015 das Einwanderungsprogramm gravierend ändert. Das bespreche ich bereits in diesem Buch. Erste Informationen sind bereits veröffentlicht. Ende 2014 beginne ich das neue Buch zu schreiben – die neue Karte zu zeichnen.
Canada calling! Kanada ruft 1.
Der Weg vom Working Holiday zum Temporary Worker zum Permanent Resident zum Kanadier
© Maxim Pouska, Auflage 1, April 2014
published by: epubli GmbH, Berlin, www.epubli.de
ISBN 978-3-8442-9180-3
Maxim Pouska: Amazon, Facebook, YouTube und Blog
Dieses Buch enthält keine rechtlichen Ratschläge. Es ist kein Ersatz für professionellen Rechtsbeistand oder rechtlichen Rat.
Kurz etwas zu mir. Ich habe acht Jahre in Kanada gelebt, gearbeitet und mich jedes Jahr mit der Einwanderungs-Bürokratie auseinandersetzen müssen. Im ersten Internetcafé von Montreal startete ich im Mai 1995 meine Internet-Laufbahn. Seit 2000 beantworte ich in Foren zum Thema Kanada die Fragen von Auswanderern und Zeitarbeitern (Temporary Workers) zur Einwanderung nach Kanada.
Inzwischen habe ich drei Bücher über Auswandern und Einwandern nach Kanada geschrieben. Das Erste schrieb ich ab Sommer 2002 und es hatte 300 Seiten, das Zweite 208 Seiten und das Dritte 248 Seiten. Dieses E-Book hat, wegen der Spezialisierung auf das IEC-Programm, weniger Seiten. Das als Information, warum ich von der Vorbereitung auf das IEC-Programm bis zum Erhalt der Permanent Residence schreibe.
Hallo, nachdem ich mich seit einigen Wochen frage, was aus dem „guten alten Forum von Kanada News“ geworden ist (weiß jemand mehr?), habe ich gerade zufällig dieses hier gefunden - und bin dabei auch auf ein altbekanntes Mitglied gestoßen. Ist jetzt irgendwie ein blöder erster Beitrag, aber ich will schon seit einigen Wochen mal ein großes Danke schön an Maxim Pouska loswerden, und wo ich nun gerade Deinen Namen entdeckt habe ...
In unseren Pässe kleben seit letztem Monat nämlich die ersehnten PR-Visa!!! Und wir sind uns ziemlich sicher, ohne all die Infos von Maxim wäre unsere application nicht so problemlos durchgegangen. Irgendetwas hätten wir bestimmt übersehen oder einfach falsch verstanden bzw. ausgelegt. Also Maxim: ganz herzlichen Dank - für Dein sehr informatives, gut recherchiertes Buch „Auf nach Kanada“, dass uns die Angst vor dem ganzen Papierkram genommen und ganz klare Hilfestellungen geliefert hat. Und ganz herzlichen Dank auch für die vielen Ratschläge in den verschiedenen Foren, an mich persönlich, aber auch an all die anderen, die wir uns dann „ausgeliehen“ haben. Mach weiter so! Schönen Gruß Silke
Hallo Silke,
ich hoffe, ich darf mich Dir anschließen. Auch ich habe bzw. werde (hoffentlich noch - zwinkere - :-) von Maxim profitieren. Sein fundiertes Wissen hat mir in so vielen Situationen geholfen, dass ein Dank wirklich angebracht ist. Und Dir: Herzlichen Glückwunsch :-)) - LG Marion
Ich möchte mich auch anschließen! Maxim schmeißt jedes Forum. Ganz herzlichen Dank für soviel Mühe und Einsatz! Leute wie Maxim (und alle andren natürlich, die sich so stark mit Fachkenntnissen einbringen) sind einfach priceless. - Liebe Grüße, katie
Ich auch - damit hier nicht nur Frauen lobhudeln: Danke - deine fachlich fundierten Beiträge und insbesondere deine extrem große Geduld (auch beim 501sten Mal die gleiche Frage), machen solche Foren wie dieses wirklich lesenswert. - Kos
Das Forum war von 2006 bis 31. 12. 2013 aktiv und die Postings sind von 2006. Mit den Suchworten »Zeit für ein Danke schön an Maxim Pouska« findest Du den Thread im Nachfolge-Forum. Nun einige Kommentare ab 2013.
Erik Meyer - ich finde es bemerkenswert, dass sie sich so mit work and travel in ihrer freizeit beschäftigen und so detailliertes wissen sich angeeignet haben. Respekt, Leute wie sie sollten mehr Rückhalt und Resonanz bekommen :)
bonaqa79 - Herr Maxim Pouska ist ein Mann, der wirklich Ahnung hat von Kanada! Ich würde mir wünschen, dass Herr Pouska ein Buch über Auswanderung nach Kanada schreibt, denn es gibt nicht wirklich viele Bücher (Vor allem Vernünftige) über dieses Thema, obwohl es zu den beliebtesten Ländern was Auswanderung angeht gehört.
Petra Lüdemann - Hallo Maxim, vielen Dank für diese aufschlussreiche Videoreihe. Da meine Auswanderung nach Vancouver immer näher rückt, bin ich sehr an Insider-Infos (besonders) zu den bürokratischen Aspekten interessiert. Mein Freund ist Kanadier und ich habe ihn 2010 während eines Auslandssemesters kennengelernt. Du sprichst mir also aus der Seele. ;) Ich bin gespannt auf die nächsten Videos. Die neue Gesetzgebung bekomme ich nun auch langsam zu spüren ... Das wird eine große Herausforderung.Liebe Grüße!
Olivia Hoinka - Hey Maxim, just because... I wanted to thank you for your help and all the info you provide... I am not PR yet but I am working on that, since 2 years I am in Canada, Quebec and it was your book that helped me a lot and your support ...Merci
Autumn Leaves Golden - Hallo Maxim.Ich möchte mich auch einmal recht herzlich bei dir bedanken! Für deine gesamte Zeit, die du in deine Videos, deine zahlreichen aussagekräftigen Antworten auf Fragen, die schon zum 100. Mal gestellt werden und - halt einfach deine große Bereitschaft, die uns das Leben ein Stückchen einfacher macht!
Ricardo Elwood Suhr - Hallo Maxim!Ich möchte mich für die Videos bei YouTube bedanken! Auch ich habe vor, nächstes Jahr (ab April) nach Kanada für ein Jahr zu reisen und mein Work And Travel Jahr zu absolvieren!
Wie sagt man Danke? Das frage ich mich im Augenblick. Die Amerikaner und Kanadier haben dafür feste Regeln eingeführt, wer vom Autor zuerst und wer zuletzt in der oft langen Liste der Namen aufgeführt wird.
Dank gebührt besonders allen Mitgliedern der »Canadian Work Force«, die mir halfen zu verstehen, wie in Kanada gearbeitet wird. Es machte Spaß mit ihnen zu arbeiten und es brachte Profit.
Zu danken habe ich allen Mitgliedern der Foren, die Fragen stellten und Fragen beantworteten. Seit 2000 beantworte ich Fragen. Oft sind diese Fragen der Anlass, dass ich ein Thema erneut intensiv recherchiere.
Dank gebührt auch meinem Korrektoren-Team, und wenn noch Fehler gefunden werden, dann liegt das an mir. Ich fügte nach den Korrekturen immer noch Neues ein, das ich entdeckte. Da passiert so etwas schon einmal.
Die Wegbeschreibung, wie Du vom Working Holiday Permit bis zum Permanent Residence Visum kommst – für immer in Kanada leben kannst – findet Du derzeit in keinem anderen E-Book.
Für junge Deutsche und Europäer gibt es die Chance mit dem Working Holiday Permit (Visum/Visa) nach Kanada zu gehen und die »Permanent Residence« (PR) zu erhalten. Erhält man die PR, kann man für immer in Kanada bleiben und später die Staatsbürgerschaft beantragen. Damit Du diese Chance in die Praxis umsetzen kannst, habe ich dieses Buch geschrieben.
So einfach ist es aber nicht, wie mancher denkt. Das Beispiel dazu ist ein junger Mann, der 2012 bei seiner Vorstellung in einem Internet-Forum rund um Einwanderung nach Kanada schrieb: »… mit einem W&H Visum nach Canada, mit der Absicht hier zu bleiben …« Ein Jahr später, Anfang April, postete er, dass er nun den Antrag auf eine Permanent Residence (PR) stellen würde. Ende Juni kam dann von ihm die Nachricht, dass er nach Deutschland zurückkehrt. Gründe dazu gab er nicht an – auch auf Nachfrage nicht.
Die Bewerber für einen der Permits des »International Experience Class« (IEC) Programms lassen sich in drei Hauptgruppen gliedern:
Die erste Gruppe will eine »Canadian Experience« erleben, Berufserfahrung im Ausland sammeln und sich durch befristete Arbeit die Reise durch Kanada finanzieren. Das alles nur für höchstens ein Jahr. Danach will man wieder zurück nach Deutschland oder in weitere Länder reisen.
Die zweite Gruppe startet mit denselben Plänen, ändert aber im Laufe des Jahres die Meinung. Sie wollen nun unbedingt in Kanada bleiben und streben als nächstes Ziel die »Permanent Residence« (PR) an.
Die dritte Gruppe plant von Anfang an, für immer in Kanada als »Permanent Resident« (PR) zu bleiben und später die kanadische Staatsbürgerschaft anzunehmen.
Die Vorbereitungen sind für alle drei Gruppen gleich stressig. Den es gibt keine Garantie für eine geplante Einreise nach Kanada, weder, dass es auf Anhieb klappt, ein Working Holiday Permit zu bekommen noch, dass das Ziel erreicht wird, für immer in Kanada zu bleiben. Ab September wird darauf gewartet, dass das IEC-Programm für das kommende Jahr startet. Wenn es freigeschaltet wird, manchmal erst im Januar oder Februar statt im Dezember, steigt der Stress um 300 Prozent: Der Antrag muss ausgefüllt und abgesendet werden.
Die danach folgende Wartezeit ist zermürbend. Erhält man nach Wochen den positiven Bescheid des Ministeriums »Citizenship and Immigration Canada« (CIC) werden die Koffer oder Rucksäcke gepackt. Fragen über Fragen tauchen auf, werden in Internet-Foren, Facebook-Gruppen, bei Freunden oder bei den Behörden gestellt. Erste Antworten werden gefunden, und weiter geht es mit den Fragen. Nach der Landung in Kanada gibt es erneut jede Menge Fragen.
»Sag niemals nie!« Der Satz ist aus der Filmgeschichte bekannt. Der letzte Satz von Sean Connery als James Bond auf die Frage, ob er wieder zurück zum Geheimdienst kommen würde, war »Nie wieder.« Auf die Reisenden der ersten Gruppe lässt sich das symbolisch übertragen. Es gibt immer wieder Anfragen in den Foren, die lauten: »Ich war vor Jahren mit dem Work & Travel Visa (damals der Name) in Kanada, nun plane ich, als PR dorthin zu ziehen. Was habe ich zu tun?« Darum sollte bei der Planung einer jeden Kanada-Reise ebenfalls das Motto gelten: »Sag niemals nie!«
Im ersten Teil geht es um die Vorbereitung den Antrag auf einen der Permits des IEC-Programms zu stellen und das aussichtsreich. Ferner stehen in diesem Teil erste Informationen zur Reise nach Kanada.
Im zweiten Teil beschreibe ich detailliert, wie Du den Antrag erfolgreich stellst. Das ist 2014 bereits sehr komplex geworden und nicht mehr mit dem einfachen Antrag von Früher vergleichbar. Die aufwändige Form der Antragstellung wird auch in den kommenden Jahren vom CIC gefordert.
Im dritten Teil ist der Start in Kanada und die Jobsuche das Thema. Die Erfahrung vieler Arbeitsuchenden, ob WH-Traveller, Temporary Worker oder Inhaber eines PR Visums und meine Erfahrung in Kanada, stehen in diesem Teil.
Im vierten Teil schreibe ich über die Wege zur Einwanderung. Besonders die komplexen Voraussetzungen einen unbefristeten Arbeitsvertrag zu erhalten sind dargestellt. Der Weg über ein Temporary Work Permit auf der Basis einer LMO, den direkten Weg zum PR über die Programme des Ministeriums CIC oder auch über eines der Programme der Provinzen, bei denen man »Nominee« wird, sind erklärt.
Ich kann natürlich nicht alle Fragen aufgrund eigener Erfahrung in Kanada und mit dem Ministerium CIC beantworten. Ein wichtiger Teil des Buches sind darum die Quellen meiner Informationen, die ich offenlege. Jeder kann darüber weitere Recherchen starten oder in den Texten von früheren Reisenden die Antworten auf seine Fragen suchen und finden. Zweifellos kann alles im Internet selber gefunden werden – aber hast Du die Zeit dazu? Und wie findest Du Informationen, die bereits in der digitalen Hölle zu Asche verbrannt sind? Die wichtigsten Eckdaten sind seit über einem Jahrzehnt auf meinen Festplatten gespeichert, etliche noch auf Disketten.
Diese ersten und kurzen Informationen sollen Dir helfen, um in den späteren Texten die Übersicht zu behalten.
Die »International Experience Class« Initiative (IEC Initiative oder IEC-Programm) erkläre ich in diesem Buch nicht extra. Den Platz nutze ich für Informationen, die Dir helfen sollen, durch den Dschungel und seine Gefahren sicher ans Ziel, dem Land der Trapper und Fallensteller, zu kommen. Ich gehe davon aus, dass Du die Informationen auf der Website der kanadischen Botschaft in Berlin oder der Botschaft Deines Landes kennst und diese sorgfältig studiertest. Auf der Website und den folgenden Webpages der Botschaft stehen das gesamte Jahr alle Informationen in Deutsch, Englisch und Französisch. Laut dem Ministerium »Citizenship and Immigration Canada« (CIC) reichen diese aus, um komplett einen Antrag für einen IEC-Permit stellen zu können. Die Praxis hat aber gezeigt, dass diese Informationen für viele Antragsteller oft nicht ausreichend oder sogar verwirrend sind.
Insgesamt sind heute vier Ministerien beteiligt, damit Du Deinen Work Permit als WH-Traveller, danach den Temporary Work Permit und zum guten Schluss das PR-Visum erhältst.
Erstens ist für den IEC-Antrag noch das »The Department of Foreign Affairs, Trade and Development« (DFATD) verantwortlich.
Zweitens ist das Ministerium CIC für das Empfehlungsschreiben (POE IL) zuständig, damit Du den Work Permit an der Grenze nach der Landung erhältst.
Drittens ist die »Canada Border Services Agency« (CBSA) für die Erteilung des Work Permits bei der Landung autorisiert.
Viertens ist »Employment and Social Development Canada« (ESDC) zuständig, wenn Du für einen TWP- oder PR-Antrag eine LMO von einem Arbeitgeber brauchst.
Bei späteren Anträgen auf einen Temporary Work Permit (TWP) und den Antrag auf die PR ist das Ministerium »Human Resources and Skills Development Canada« (HRSDC) ebenfalls beteiligt. Das HRSDC hat die »National Occupational Classification« (NOC) erstellt. Die Klassifikation aller Berufe in Kanada in der NOC-Liste ist für Einwanderer und Zeitarbeiter bei ihren Anträgen von Bedeutung. Unter dem Oberbegriff HRSDC sind inzwischen vier Ministerien vereint und das Ministerium ESDC ist für die »Labor Market Opinion« (LMO) zuständig. Eine genehmigte LMO ist die Voraussetzung dafür, dass ein Arbeitgeber einen ausländischen Arbeitnehmer beschäftigen darf. Eine LMO ist beim IEC-Programm nicht erforderlich, aber bei einem Antrag auf einen TWP und eventuell auch beim Antrag auf die PR.
Die beiden offiziellen Landessprachen in Kanada sind Englisch und Französisch. Auf allen Websites der Bundesregierung, der Provinzregierungen, der Behörden sowie vieler Unternehmen kann man darum auf jeder Seite von Englisch auf Französisch umschalten oder vice versa. Das betrifft auch die Websites des CIC, der Botschaften und der anderen Ministerien, sowie die Serviceseiten für Einwanderer der Regierung von Québec und aller anderen Provinzen.
Da die Mehrzahl der Antragsteller in der International Experience Class (IEC) ins englischsprachige Kanada zieht, zitiere ich Texte des Ministeriums CIC und aus anderen Quellen auf Englisch. Wer die Sprache gut kann, wird damit keine Probleme haben. Wer noch Englisch lernt oder es auffrischt, kann diese Zitate zum Trainieren nutzen. Die Texte des CIC sind normalerweise in einem »Simple English« für Einwanderer geschrieben.
Zu beachten ist in der Zukunft, dass sich das Wording (die Verwendung von Worten) von simpel zu High End Business-Englisch verändern kann, wie bereits zu beobachten ist. Das liegt an der Vorgabe von Jason Kenney, als er Minister des CIC war, nur noch »the best and brightest« als Einwanderer ins Land zu lassen. Nicht nur bei Deutschen, sondern auch oft bei Irländer und Engländer führt das zu Verwirrungen, wenn sie versuchen die Texte zu lesen und interpretieren.
Der »Work & Travel Permit«, nun »Working Holiday Permit« (WH-Permit) genannt, wurde früher vom Ministerium »Department of Foreign Affairs, Trade and Development« verwaltet. Das Konzept war darauf ausgerichtet, dass alle Teilnehmer nach einem Jahr in Kanada wieder nach Deutschland oder ihre anderen Heimatländer zurückkehren. Es bestand zwar damals ebenfalls die Möglichkeit, bis zum Erhalt einer PR in Kanada zu bleiben, aber das war nicht das strategische Ziel des Programms.
Heute ist die Strategie des CIC insofern anders, da der Antragsteller die Möglichkeit erhält, während der Gültigkeit seines IEC-Permits innerhalb Kanadas den Antrag auf Permanent Residence zu stellen. Das ist durch die Verlängerung des WH-Permits auf zwei Jahre für WH-Traveller aus Australien, Frankreich und Irland bereits realisiert.
Für deutsche WH-Traveller wird das vermutlich ab 2015 oder später ebenfalls gelten. Derzeit kann man mit einem YP-Permit, nach dem ersten Jahr als WH-Traveller, die zwei Jahre erreichen. Die Planung wird in der Pressemeldung des CIC: »Canada welcomes first immigrants under new Federal Skilled Trades Program, Toronto, August 16, 2013« deutlich angesprochen.
Dazu passt auch die Entwicklung, dass nun das CIC alle Verantwortung für Visa-Angelegenheiten unter seinem Dach bündelt und damit auch das IEC-Programm vom Ministerium Department of Foreign Affairs, Trade and Development übernimmt. In einer Pressemitteilung heißt es:
The transfer of the IEC will allow the program to better align with government priorities and labour market demands in Canada by linking IEC to other immigration programs.
Das heißt, bereits 2014 sind weitere Änderungen beim IEC-Programm eingeführt worden und 2015 geht es mit der Anpassung an das neue Konzept weiter. Diese werden für junge Leute mit dem Wunsch, nach Kanada einzuwandern, von Vorteil sein.
Wie oben erläutert, wird es in den nächsten Jahren weitere Modifikationen beim IEC-Programm geben. Dies ist bereits seit 2012 vom früheren Minister Jason Kenney, damals verantwortlich für das CIC, in seinen Reden angekündigt worden. Der neue Minister des CIC, Chris Alexander, hat das inzwischen bestätigt. Beispielhaft dafür sind die derzeitigen Programme in dieser Klasse für Australier und Iren. Sie deuten an, was sich auch für Deutschland ändern könnte.
Siehe dazu die Websites der kanadischen Botschaften in diesen Ländern: The High Commission in Australia und Embassy of Canada to Ireland. Suche damit und achte darauf, dass im Link die Zeichen gc.ca sind. Nur Websites der kanadischen Regierung haben diese Zeichen in der URL.
Geändert werden soll die Laufzeit des Working Holiday Permits auf zwei Jahre. Das klingt gut, hat aber auch Nachteile. Der Unterschied ist, dass ein WH-Permit bisher ein offenes Arbeitsvisum für ein Jahr war und sich jeder damit überall bewerben konnte. Der Young Professional (YP) Permit war und ist für Kandidaten gedacht, die bereits ein konkretes Arbeitsangebot vorlegen konnten. Der YP-Permit wurde für diesen Arbeitgeber auf maximal ein Jahr ausgestellt.
Viele Bewerber, die langfristig in Kanada bleiben wollten, nutzten diese beiden IEC-Permits, um in einem ersten Schritt mit der offenen Arbeitserlaubnis auf dem Arbeitsmarkt einzusteigen und zu einem späteren Zeitpunkt den YP-Permit zu beantragen. Dazwischen konnten einige Monate oder Jahre liegen. Das heißt, wer im Alter von 20 oder direkt nach dem Abitur nach Kanada mit dem WH-Permit zog oder derzeit zieht, konnte später im Alter von 30 oder 35 Jahre mit dem YP-Permit immer noch für ein Jahr in Kanada arbeiten. Das soll durch den zwei Jahre gültigen IEC-Permit in Zukunft nicht mehr möglich sein – so die derzeitige Planung des CIC.
Das Programm IEC beruht auf bilateralen Verträgen zwischen Kanada und anderen Staaten. Zwischen Kanada und Deutschland gilt noch der Vertrag von 2002. Neue bilaterale Verträge wurden zwischen Kanada und Irland 2012 (Unterzeichnet März 2014) und zwischen Kanada und Frankreich im März 2013 abgeschlossen. Diese beinhalten bereits die oben erklärten Änderungen. Zitat aus der kanadischen Pressemeldung: »…on March 14, 2013, Prime Minister Stephen Harper and French Prime Minister Jean-Marc Ayrault signed a new Youth Mobility Agreement […] Under the new Agreement, Canadian and French youth will now be able to travel and work in the other country for a total period of up to 24 months.«
Wann zwischen Kanada und Deutschland der neue Vertrag – an dem gearbeitet wird – unterzeichnet wird, ist derzeit unbekannt. Sicher ist aber, dass es zu einem neuen bilateralen Vertrag auf Wunsch von Kanada kommen wird.
Immer wieder steht auf den Webpages von CIC, dass nur die aktuellen Vorschriften von CIC am Tag des Einsendens eines Antrags gültig sind und zum Zeitpunkt, wenn der Work Permit oder das Permanent Residence Visum ausgestellt wird.
Diese Information wird immer wieder übersehen, nicht beachtet oder ignoriert. Das kann dazu führen, dass ein Antrag abgelehnt wird, weil man beispielsweise die Formulare vom 3. Mai benutzt aber das Programm mit neuen Formularen am 4. Mai startet. Das passierte Antragstellern in der Federal Skilled Worker Class (FSW) im Jahr 2013. Bei einigen hatte dies zur Folge, dass sie nach der Korrektur des Fehlers nicht mehr innerhalb der verfügbaren Plätze für ihren Beruf den Antrag einreichten. Sie wurden für das Jahr abgelehnt und es ist nicht garantiert, dass der Beruf im nächsten Jahr wieder vom CIC akzeptiert wird.
Das betrifft auch die Informationen auf der Website der kanadischen Botschaft in Berlin. Wenn dort eine Information vom August des letzten Jahres steht, dann muss die im Dezember oder Januar des folgenden Jahres nicht mehr zwingend gültig sein. Manchmal brauchen Botschaften mehr Zeit, um ihre Informationen auf den aktuellen Stand des CIC zu bringen. Das ist unbedingt zu beachten. Im Zweifelsfall kann man die Botschaft per Email anschreiben und nachfragen.
Seit Jahren arbeiten CIC und die für Immigration zuständigen Ministerien der Provinzen daran, den gesamten Antragsprozess für alle Einwanderungsklassen und zeitbegrenzten Arbeitserlaubnisse (Temporary Work Permit) zu 100 % Online abzuwickeln. Die Antragsteller für das IEC-Programm des Jahres 2013 waren die Ersten, die diesen Rundum-Online-Service durchlaufen mussten, und fanden sich damit quasi in der Rolle von »Versuchskaninchen«. Server, Mitarbeiter und Online verfügbare Informationen waren noch nicht auf die neue Situation abgestimmt und es kam zu vielen Verwirrungen auf beiden Seiten der Antragsstellung.
Entsprechend hatten sehr viele Antragsteller große Probleme mit dem korrekten Ausfüllen der Formulare. Dank sehr qualifizierten Forenmitgliedern konnten »Hilferufenden« unterstützt werden. Besonders das Teamwork in dem »Work and Travel Forum« und die detaillierte Anleitung des Mitglieds Pinzi im Thread »Guide für den Bewerbungsprozess 2013!!« ist zu erwähnen. Wegen der Änderung zum Programm 2014/15 ist diese heute nicht mehr in allen Punkten aktuell.
Die neue Antragstellung wird im zweiten Teil detailliert erklärt, da sich bei den Anträgen für das Jahr 2014 und 2015 einiges geändert hat. Die Antragstellung über das IEC-Programm ist inzwischen »Stromlinien« mäßig optimiert worden. Die Zeit zum Stellen des Antrags hat sich von Wochen oder Monate auf Minuten reduziert. Dazu später mehr.
Als erste Provinz verfügt Manitoba über einen 100-prozentigen Antragsservice über das Internet. Dort ist auf einer versteckten Website beschrieben, was man beim Scannen und Hochladen aller Dokumente unbedingt zu beachten hat. Beispielsweise soll die gesamte Datenmenge aller Dokumente – egal ob es zehn oder 100 Seiten sind – nicht größer als 5 MB sein! Wie das zu erreichen ist, wird dort beschrieben und man sollte diese Information auch für den Antrag beim CIC nutzen. Die Information ist: »A Gold target size for PDFs is 35-50 KB per page. This means a 10-page document would be under 500 KB (which is 0.5 MB – half a megabyte). «
Hinweis: Dort steht zwar »Maximum file size is 5 MB«, aber damit ist nicht nur ein JPG-Bild oder PDF gemeint, das bezieht sich auf die Gesamtmenge aller zum Antrag einzureichenden Dokumente. Ich wiederhole dies, da ein Foto locker mal 3 MB bis 9 MB oder größer sein kann.
Zu finden ist diese Information mit den Suchworten MPNP Online guides you to upload all required supporting documents. Danach auch den weiterführenden Links folgen. Weitere Informationen liefern auch Videos auf YouTube, wie zum Beispiel »Use your iPad/iPhone camera to scan documents to PDF«; »Scan documents with your Android device« oder »Scan paper documents with your desktop PC and a scanner«.
Auf der Website des CIC ist derzeit eine solche Information nicht direkt zu finden. Erst im Verlauf des Online-Antrages wird Dir die entsprechende Information bekannt gegeben.
Achtung – seit das Ministerium CIC für das IEC-Programm zuständig ist, startete das Programm jedes Jahr zu einem anderen Datum. Vorher war es üblich, dass das Programm zum 1. Dezember für das folgende Jahr eröffnet wurde. Für das Jahr 2013 öffnete es aber für Deutsche erst im Februar 2013 und für das Jahr 2014 startete es im Dezember 2013, aber nur für die Antragsteller auf ein YP- oder Co-op-Permit. Die WH-Permits konnten erst ab 14. Januar 2014 beantragt werden.
