Cat-Sharing - Germar Wiehl - E-Book

Cat-Sharing E-Book

Germar Wiehl

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Beschreibung

Micky lebt mit ihrem Frauchen neben einem katzenlieben Paar, mit dem sie sich anfreundet. Die Freiheit im gemeinsamen Garten genießt sie sehr. Aus ihrer Idylle wird sie gerissen als ihr Frauchen wegzieht. Cat-Sharing ist die Lösung! Im Katzentagebuch erzählt sie ihre abwechslungsreichen Erlebnisse als Leihkatze. Sie liebt ihre Menschen über alles und schildert die gemeinsamen Rituale, je nachdem wo sie gerade zu Hause ist. Katzen mag sie gar nicht, Kater erst recht nicht, vor denen weiß sie sich gewieft zu verteidigen. Humorvolle Episoden aus dem Blickwinkel einer schnuckeligen, blitzgescheiten Katze!

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Seitenzahl: 38

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Germar Wiehl

Cat-Sharing

Aus dem Tagebuch einer Leihkatze

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Zitat

Micky Mouse, eine liebenswerte Katze

Impressum neobooks

Zitat

»Ich glaube,

dass Katzen Zauberwesen sind,

auf die Erde hinabgestiegen.

Ich bin überzeugt,

dass Katzen auf Wolken spazieren könnten,

ohne herunterzufallen.«

Jules Verne

Ähnlichkeiten mit lebenden oder leider

Micky Mouse, eine liebenswerte Katze

Car-Sharing - kennt jeder. Aber Cat-Sharing?

Ja, das funktioniert. Bestens. Zu aller Zufriedenheit.

Darf ich mich vorstellen? Ich bin Micky Mouse. Nein, nein, Gott bewahre! Maus bin ich keine, ganz im Gegenteil. Ich bin eine bildhübsche, schnuckelige kleine Katze mit ebenmäßig gezeichnetem Micky-Mouse-Gesicht, das glänzend schwarze Fell zieht sich über den Rücken bis zur Schwanzspitze, die Unterseite und meine Pfotchen sind schneeweiß, wie aus der Waschmittelwerbung. Ich bin anschmiegsam und schmuseweich. Alle die mich mal gestreichelt haben, kriegen nicht genug. Ich auch nicht! Aber von Fremden lass ich mich nicht anfassen. Das wär ja noch schöner! Da lauf ich blitzschnell davon, blitzgescheit bin ich übrigens auch. Und faustdick hab ich es hinter den Ohren. Mein rechtes Ohrle ist mehr weiß als schwarz, das linke ist schwarz mit einer winzigen weißen Spitze. Katzen mag ich gar nicht. Kater erst recht nicht. Aber meine Menschen lieb ich heiß und innig. Meine Geschichte beginnt mit einem traumatischen Ereignis. Caro, mein Frauchen, zog um. Ohne mich! Brachte mich zu einer Familie mit drei Katzen! Schrecklich! Miauuu! Ich sehnte mich nach meinem Fraule und unserem trauten Heim. Mauu! Mauu! All mein Jammern und Wehklagen half nichts. Ich musste mich in mein Schicksal fügen.

* * *

Doch eines Tages tauchte mein Fraule wieder auf und nahm mich mit. Ich saß im Transportkorb und los ging die Fahrt. Beim Autofahren wird mir immer schlecht und am Ende lande ich dann beim Tierarzt. Igitt! Die Fahrt war länger als je zuvor. Wohin nur sollte es diesmal gehen?

Endlich hielt das Auto, Fraule brachte mich in ein unbekanntes Haus und ließ mich aus der Kiste. Neugierig schaute ich mich um. Ich erkannte unsere Möbel, all meine geliebten Kissen und die himmlisch weiche Decke, Spielzeug lag da und der Fressnapf war gut gefüllt.

Mitten im Haus gab es eine Holztreppe zum Rauf und Runterflitzen, das gefiel mir! Sogleich erkundete ich unser neues Heim. Es bestand aus drei Stockwerken. Überall gab es schöne Plätze zum Schlafen und Kuscheln. Da fühlte ich mich gleich zu Hause.

Und das Schönste war die Terrassentür. Die führte in einen wunderschönen Garten, mit Bäumen zum Kraxeln und Büschen zum Verstecken. Als mein Fraule die Tür öffnete, kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Gleich gegenüber der Terrasse stand eine riesige Thuje. Langsam, vorsichtig, Pfote für Pfote näherte ich mich dem Baum. Ich hörte ganz viele Vögel piepsen, das klang verlockend. Da werd ich mich bald auf die Lauer legen.

Aber jetzt muss ich erst mal das nähere Umfeld inspizieren. Wer weiß, vielleicht treibt sich da ein Kater rum. Mit den Burschen will ich nichts zu tun haben. Vor denen bin ich auf der Hut. Und wenn einer kommt, dann lauf ich schnell davon.

Ich spitzte die Ohren, außer den Piepmätzen war nichts zu hören. Wachsam schlich ich um die Thuje, immer sprungbereit, falls Gefahr drohte. Hinter dem Baum war ein großer Komposthaufen. Ich hob mein Näschen und schnupperte. Das roch interessant. Ich witterte Mäuse. Fein! Mit denen kann man so schön spielen. Aber das hat Zeit. Jetzt muss ich mich erst weiter umschauen. 

Neben dem Baum gibt es einen Teich. Ob ich da Fischlein angeln kann? Fische sah ich keine, aber viele Molche. Na wartet, euch fang ich schon noch! Fürs erste hatte ich nun genug gesehen, hier gefällt es mir, hier will ich bleiben. Mein Fraule saß mit einem Glas Wein auf der Terrasse, ich rieb meinen Kopf an ihren Beinen, sprang ihr auf den Schoß und schnurrte so laut ich nur konnte. Jetzt wusste sie, dass ich hier glücklich war. Nach einem aufregenden Tag war ich hundemüde, zog mich ins Haus zurück und schlief selig in meinem Körbchen bis zum nächsten Morgen.

* * *

Ausgeschlafen, frisch und munter nahm ich mein neues Zuhause in Besitz. Treppab, treppauf, während Frauchen noch schlief. Schließlich wartete ich an der Terrassentür auf meine Türöffnerin. Was es da draußen alles zu sehen gab! Vögel ohne Ende tummelten sich im Garten. Endlich kam Frauchen und machte mir die Tür auf.