Christopher Queen: Blackout - Marc Weiherhof - E-Book

Christopher Queen: Blackout E-Book

Marc Weiherhof

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Beschreibung

Die Lichter gehen aus – Episode 4 Zürich im Dunkeln. Hacker legen das Stromnetz lahm, ein Atomkraftwerk sendet Alarm, Chaos breitet sich aus. Doch für Christopher Queen ist das nur die Kulisse für einen viel raffinierteren Coup. Im Schatten des Stromausfalls verfolgt Queen seine eigenen Ziele – strategisch, unerbittlich und wie immer zwei Schritte voraus. Ein Thriller zwischen Hochspannung und Hochstapelei. Dieser GAY-CRIME-Roman enthält 14 300 Worte auf 58 A5-Seiten. Über die Serie Christopher Queen ist kein gewöhnlicher Verbrecher. Er ist Dienstleister der Unterwelt, ein Gentleman-Gauner, der Schmuggel, Geldwäscherei und geheime Deals mit derselben Eleganz erledigt, mit der er seinen Bogart-Hut zurechtrückt. Doch hinter dem glamourösen Auftreten verbirgt sich ein doppeltes Spiel. Als Informant für den Schweizer Nachrichtendienst liefert er brisante Geheimnisse – nicht aus Gutmütigkeit, sondern weil er damit seine eigene Agenda verfolgt. Die Serie verbindet Gay Crime, Spionage-Thriller und queeren Humor zu einer einzigartigen Mischung aus Spannung, Sarkasmus und Intrigen. Zwischen Undercover-Einsätzen, Attentaten und raffinierten Machtspielen bleibt nur eine Frage: Spielt Queen für die Guten – oder nur für sich selbst?

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Marc Weiherhof

Christopher Queen:

Blackout

Vierte Episode

© 2025 Marc Weiherhof

Hasenbühlstrasse 7, 8910 Affoltern a. A.

(SCHWEIZ)

Wir sehen uns:

marc-weiherhof.ch

facebook.com/marc.weiherhof

Coverdesign: Marc Weiherhof mit

Bildmaterial von http://de.123rf.com und

Photo by Ricardo Gomez Angel on Unsplash

Urheberrechtlich geschützt – selbstverständlich.Buchpiraterie? Nur wenn du meinst, du wärst smarter als Queen. Spoiler: Bist du nicht.

Alle Figuren und Ereignisse in diesem Buch sind frei erfunden. Solltest du dich trotzdem wiedererkennen: Es ist bestimmt ein Kompliment.

Über das Buch

♕Die Lichter gehen aus ♕

Zürich im Dunkeln. Hacker legen das Stromnetz lahm, ein Atomkraftwerk sendet Alarm, Chaos breitet sich aus. Doch für Christopher Queen ist das nur die Kulisse für einen viel raffinierteren Coup. Im Schatten des Stromausfalls verfolgt Queen seine eigenen Ziele – strategisch, unerbittlich und wie immer zwei Schritte voraus.

Ein Thriller zwischen Hochspannung und Hochstapelei.

Dieser GAY-CRIME-Roman enthält 14 300 Worte auf 58 A5-Seiten

Über die Serie

♕ Christopher Queen – Crime mit Stil ♕

Christopher Queen ist kein gewöhnlicher Verbrecher. Er ist Dienstleister der Unterwelt, ein Gentleman-Gauner, der Schmuggel, Geldwäscherei und geheime Deals mit derselben Eleganz erledigt, mit der er seinen Bogart-Hut zurechtrückt.

Doch hinter dem glamourösen Auftreten verbirgt sich ein doppeltes Spiel. Als Informant für den Schweizer Nachrichtendienst liefert er brisante Geheimnisse – nicht aus Gutmütigkeit, sondern weil er damit seine eigene Agenda verfolgt.

Die Serie verbindet Gay Crime, Spionage-Thriller und queeren Humor zu einer einzigartigen Mischung aus Spannung, Sarkasmus und Intrigen. Zwischen Undercover-Einsätzen, Attentaten und raffinierten Machtspielen bleibt nur eine Frage: Spielt Queen für die Guten – oder nur für sich selbst?

Warnhinweise

Vereinzelte Episoden dieser Serie können schwule Sexszenen, explizite Beschreibungen von Tötungen oder Folterszenen enthalten und sind für Jugendliche unter 18 Jahren ungeeignet!

Die Lichter gingen aus.

Einen Augenblick zuvor hatte das winterliche Zürich noch im warmen Glanz der Straßenlaternen gebadet. Trams ratterten über die Gleise am Paradeplatz, Banker hasteten mit Aktentaschen Richtung Bahnhof. Dann? Nichts mehr. Dunkelheit. Elektrische Motoren erstarben, Ampeln flackerten ein letztes Mal und gaben auf.

Die aufwendig dekorierten Schaufenster der Luxusboutiquen an der Bahnhofstraße versanken in Finsternis. Eine Kakofonie aus Hupen, Schreien und splitterndem Glas erhob sich über die Stadt, als die ersten Autos ineinander krachten.

In einem der Türme in Zürich-West erstarb der Handel. Trader starrten fassungslos auf ihre Monitore, deren Bildschirme schwarz geworden waren. Die Telefonverbindungen? Tot. Es dauerte ein paar Sekunden, bis die Netzersatzanlagen einsprangen. Zeit des Stillstands für den Schweizer Börsenhandel.

Und irgendwo am Rhein, fünfzig Kilometer entfernt, warnte eine Sirene im Kontrollzentrum des Atomkraftwerks. Erst leise, dann gellend – bis sie selbst den letzten der übernächtigten Ingenieure erreichte.

Nicht nur dort blitzten Warnleuchten auf. Das Brummen der Notstromaggregate vibrierte durch die meterdicken Betonwände der Außenstelle des NDB unter der Pfingstweidstraße. Grelles Neonlicht flutete die Räume – kalt, unbarmherzig, ohne jede Spur von Gemütlichkeit.

Daniel Kaufmann stand mit verschränkten Armen im Lagezentrum und starrte auf die Monitore, die nach einem kurzen Flackern wieder zum Leben erwacht waren. Was sie zeigten, war wenig beruhigend: Zürich im Zwielicht. Straßen ohne Ampeln, Autoschlangen, vereinzelte Feuer. Menschen, die ratlos umherirrten. Immerhin waren die wichtigsten CCTV-Kameras ans Notstromsystem angeschlossen.

„Blackout. Fast die gesamte Stadt liegt im Dunkeln“, murmelte Stefan Bruggisser, der IT-Spezialist der Abteilung für Organisierte Kriminalität und Terrorismus, kurz OKT, die Augen auf die Bildschirme geheftet. „Das ist kein zufälliger Netzausfall. Jemand hat sich in die Steuerungen der Umspannwerke gehackt. So etwas öffnet auch ein Tor zu den SCADA-Systemen der Kraftwerke.“

Agentin Charu Kumar deckte die Sprechmuschel ihres Telefons mit der Hand ab. „Ich habe gerade mit dem Bundesamt für Energie gesprochen. Im AKW Leibstadt melden die Kühlsysteme Fehlalarme.“

Stille. Nur das Brummen der Notstromaggregate und das Klackern von Bruggissers Tastatur füllten den Raum.

„Verdammt“, knurrte Kaufmann, während er sich durchs ergraute Haar strich. „Wenn das echt ist, dann stehen wir am Rand einer Katastrophe.“

Spreitenbach. Ein Tag zuvor.

„Guten Morgen allerseits“, flötete Christopher Queen, als er nonchalant die Lagerhalle betrat und sich interessiert umsah. Er trug einen cremefarbenen, maßgeschneiderten Anzug, schwarze Lackschuhe und – selbstverständlich – seinen Bogart-Hut mit der breiten Krempe und der Masche. Ein lebendes Stil-Statement in einer Halle voller Schweiß und Drogen.

Ein beißender Geruch nach Benzin, Öl und Nervosität lag in der Luft. Einige Männer verluden schwere Holzkisten – gefüllt mit Waffen und Paketen voller illegaler Substanzen. Zwei Männer am Tisch zogen mit dem Finger eine feine Linie aus weißem Pulver auf einer Metallplatte, prüften die Konsistenz, dann versiegelten sie das Päckchen sorgfältig mit Folie und umwickelten es mit Klebeband. In der Ecke wurde ein Jeep zerlegt, die Sitze herausgerissen, während ein anderer mit Taschenlampe im Hohlraum des Tanks verschwand.

Der Vorarbeiter kam angerannt, zwei Männer im Schlepptau, baute sich vor Queen auf, die Hand an der Waffe im Hosenbund. „Was bist du für Vogel und was machen hier?“

„Ach du meine Güte, ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie charmant ihr Serben doch sein könnt.“ Eine Kunstpause untermalte seine Aussage. „Ich bin hier, um meinen Anteil einzukassieren. 25 Prozent des Ertrags der letzten Monate.“

„Was schwafelst du da?“ Der Vorarbeiter verschränkte die Arme. „Wenn du nicht hältst Klappe, dann prügle ich dir deine blöden Sprüche aus deiner verfickten Fresse.“

Queen ließ seinen Blick über die Knast-Tattoos auf den haarigen Armen des Mannes gleiten. Dann sagte er seelenruhig: „Ich kenne viele Männer, die wie du in der Kazneni Zavod Crna Reka waren. Gute Männer. Gebrochene Männer. Schlimm, was die dort mit euch gemacht haben.“

Eine Sekunde Pause. Dann mit zuckersüßem Ton: „Warst du auch eine kleine Bitch, die zum Vergnügen der anderen herumgereicht wurde? Oder wurdest du Edelhure vom Alphatier?“

Die Gespräche erstarben, selbst das Klappern der Werkzeuge am Jeep verstummte. Der Vorarbeiter schwoll weiter an, die Adern traten an seinem Hals hervor. Einer der Männer im Hintergrund hustete nervös, ein anderer machte unmerklich einen Schritt zurück.

Queen hingegen wirkte, als sei er in einer Hotellobby. Er klopfte sich unsichtbaren Staub vom Ärmel. „Mei-mei, so viel Hass.“ Seine Stimme war warm, fast bemitleidend. „Hol mir jetzt meine Beteiligung, sonst endet das hier sehr unangenehm … für dich. Frag am besten deinen Boss.“

Niemand traute sich, etwas zu sagen.

„Queen“, erklang eine Stimme hinter ihm.

Mit einem wissenden Lächeln drehte sich der Angesprochene um. „Da ist er ja, mein Freund Robert. Ich bin hier, um mein Geld abzuholen. Wo hast du meine Scheinchen versteckt?“

Robert unterhielt sich kurz, aber angeregt, mit dem Vorarbeiter auf Serbisch, bevor dieser mit geballten Fäusten Richtung Büro verschwand.

„Du hast Nerven, hier einfach ungefragt aufzutauchen und mich vor meinen Leuten bloßzustellen, Queen.“ Robert Baker, aka Amar Nikolić, machte eine kurze Pause. Seine angespannten Gesichtszüge verrieten seine Irritation. „Ich könnte dich jetzt und hier umlegen, und niemand würde es merken.“

Queen lächelte seufzend. „Daran habe ich nicht die geringsten Zweifel. Aber das würde meinen Bodyguard aufschrecken, die draußen im Wagen auf mich wartet. Und innerhalb von wenigen Sekunden würden meine Männer eine schöne Lagerhalle in ein blutiges Schlachtfeld verwandeln. Wer hätte etwas von dieser unnötigen Gewalteskapade? Ich schlage also vor, dass du mein Geld herausrückst, und wir uns friedlich trennen.“

Die Kiefer des Gangsterbosses mahlten.

Mit einem Fingerschnippen ließ er den Vorarbeiter wieder neben sich antreten. „Hier. Und jetzt verschwinde und besuche mich das nächste Mal in meinem Bürogebäude. Ich habe keine Lust, dass du meine Männer bloßstellst und totalen Einblick in meine Operationen bekommst.“

Queen ließ seinen Blick über den Aktenkoffer mit den feinsäuberlich gestapelten Banknoten gleiten, bevor er den Kopf schüttelte. „Falschgeld? Wirklich, Robert? Ich bin enttäuscht.“

Ein theatralisches Seufzen.

„Schade, dass dein Wort nichts bedeutet. Dann muss ich eben deinen Sohn auf dich ansetzen. Du weißt doch, wie zahm er mir aus der Hand frisst …“

„Schweig!“, zischte Baker unerwartet, die Augen geweitet. „Das muss hier niemand wissen, Queen. Hast du verstanden?“

Queen lächelte wissend. „Hol das Geld. Und denk an den zweiten Teil unserer Abmachung. Meine Mutter hat sich noch nicht gemeldet. Ich werde langsam ungeduldig.“

Baker nickte knapp. Der Vorarbeiter verschwand erneut. Diesmal kehrte er mit einer anderen Aktentasche zurück – echten Scheinen. Queen prüfte, nickte, schloss den Koffer und wandte sich zum Gehen.

„Es ist mir eine Freude, mit dir Geschäfte zu machen, Robert. Und denk an meine Mutter“, warf er über die Schulter. Dann knallte die Tür hinter ihm ins Schloss.

---ENDE DER LESEPROBE---