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Wenn ein Herz wieder Hoffnung findet Seit dem tragischen Unfalltod seines Partners hat Maximilian jede Lebensfreude verloren und sich hinter einer Mauer aus Schweigen und Schmerz verschanzt. Weihnachten bedeutet für ihn nur Leere – bis sein attraktiver Arbeitskollege Alex und ein kleiner Hund unerwartet Licht in sein Leben bringen. Zwischen vorsichtiger Nähe, alten Wunden und neu erwachender Hoffnung steht Maximilian vor der Frage, ob er den Mut findet, sich ein zweites Mal auf die Liebe einzulassen. Eine berührende, queere Weihnachtsgeschichte über Heilung, Vertrauen und den Mut, neu zu beginnen. Umfang ca 16'000 Worte. Tropes MM Romance Healing Love Broken Hero Found Family Holiday Magic Pet Matchmaking
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Veröffentlichungsjahr: 2025
Danksagung
Silvia, Diana und Moni, ihr seid meine Weihnachtsengel. Danke, dass ihr dieses Projekt mit mir angegangen seid. Jetzt kommt nichts mehr in diesem Jahr. Vielleicht. Hihi.
Marc Weiherhof
Der Weihnachtswelpe
Gay Romance
Veröffentlichungen
Bauernliebe, ASIN B01C69B70O
Bei Besichtigung gezähmt, ASIN B019T98WHK
Bei Kontoeröffnung verführt 1, ASIN B00YBXW7HQ
Bei Kontoeröffnung verführt 2, ASIN B01G0P8JI8
Bei Kontoeröffnung verführt 3, ASIN B01JCPWQ0K
Das Vermächtnis des Unbekannten, ISBN 978-3863613884
Der Bosporus-Kurier, ISBN 978-3732330836
Der Pakt, ISBN 978-3863614676
Injection, ISBN 978-3959490337
Love Race, ISBN 978-1539633853
LoveWins, ASIN B01EQT46ZK
Nashintoba – Wolfsblau, ASIN B01BE0TKOG
Saphirprinz, ISBN 978-3739629346
Zivilschutzhorror, ASIN B010GI2FEY
© 2016 Marc Weiherhof – Autor schwuler Literatur
Behind Weiherhof, Parkallee 46, 8952 Schlieren, SCHWEIZ
Web: http://www.marc-weiherhof.ch
E-Mail: [email protected]
Cover: Marc Weiherhof
Coverfoto: http://de.123rf.com
Das Werk, einschließlich aller Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und oder des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliches zugänglich machen. Alle Figuren und Ereignisse im Buch sind freie Erfindungen des Autors. Übereinstimmungen mit realen Personen oder Ereignissen wären rein zufällig.
Inhaltsverzeichnis
Zwanzigster
Einundzwanzigster
Zweiundzwanzigster
Dreiundzwanzigster
Vierundzwanzigster
Fünfundzwanzigster (Epilog)
Inhalt
Maximilian verliert durch den tragischen Unfalltod seines Partners jegliche Lebenslust und verbarrikadiert sich hinter einer schützenden Mauer aus Unnahbarkeit. Doch dieses Jahr zur Weihnachtszeit führt ihn das Schicksal mit seinem attraktiven Arbeitskollegen Alex und einem kleinen Hund zusammen. Ist ein Neuanfang in Sicht?
Eine homoerotische Weihnachtsgeschichte mit ungefähr 16.600 Wörtern. Ein kleines Dankeschön an meine Leserinnen und Leser zum Weihnachtspreis.
Die besinnlichste Zeit des Jahres rückt unaufhaltsam näher, verzaubert die Menschen und zieht sie in ihren Bann. An den aufwändig gestalteten Weihnachtsgestecken in vielen Wohnzimmern brennen mittlerweile vier Kerzen, die mit ihrem warmen Licht ein zufriedenes Lächeln auf die Gesichter ihrer Besitzer zaubern. Wohin man blickt, sieht man leuchtende Kinderaugen voller Erwartung und leicht gehetzte Eltern, die ihre Sprösslinge um nichts in der Welt enttäuschen wollen. Die unzähligen Schaufenster der Innenstadt sind festlich geschmückt, überall duftet es nach zuckersüßen Leckereien, würzigem Glühwein und dem unverkennbaren Aroma von Mandarinen. Maronenverkäufer preisen ihre heißen, dampfenden Köstlichkeiten an, trotzen der Kälte und erfreuen Groß und Klein. Ästhetisch geschmückte Tannen und glühende Holzblöcke säumen eine Vielzahl von Orten in der Umgebung, laden zum Verweilen und Genießen ein. Sogar die Natur zeigt sich von ihrer weihnachtlichen Seite. Seit vier Tagen fallen weiße Flocken aus dem dichten, grauen Himmel und bedecken die Landschaft unter sich. Die Bäume, Straßenlaternen und Dächer der Stadt tragen ein weißes Gewand und die großzügig angebrachten Lichterketten funkeln auf den gefrorenen Kristallen.
Maximilian Vogt liegt auf seiner apfelgrünen Couch im Wohnzimmer. Für ihn hat dieses Fest nichts mit Freude, Barmherzigkeit oder Liebe zu tun. Das Gegenteil ist der Fall: Für ihn ist es die Zeit, in der ihn seine Schuldgefühle zu erdrücken drohen und er sich am liebsten vor der Welt verstecken würde. Als es an der Tür klingelt, schreckt er aus seinen trüben Gedanken hoch. Er starrt genervt auf die Uhr und schüttelt entrüstet den Kopf. Besuch, um diese Zeit?Wer kann das sein? Schließlich erwartet er niemanden. Trotzdem, er steht auf und stelzt zur Eingangstür – seine Knochen sind vom langen Liegen steif. Ein flüchtiger Blick durch den Türspion verrät ihm, dass vier Kinder vor seiner Tür warten. Mädchen mit batteriebetriebenen Kerzen, einem Plakat, Flyern und buntem Backwerk in einem Körbchen. Kurz überlegt er, einfach so zu tun, als ob niemand da ist. Wie infantil. Er schließt auf und zieht die Tür einen Spalt breit auf. „Ja?“, murrt er abweisend.
„Guten Abend. Wir kommen von der karitativen Einrichtung ‚Kinder bringen Waisen ein Licht’. Das ist eine Organisation, die das Miteinander fördert. Wir wollen die Waisenkinder, die im Heim leben, in der Weihnachtszeit besuchen und Zeit mit ihnen verbringen“, plappert das kleinste Mädchen mit ihrer Singsangstimme drauflos. Dabei blitzen ihre weißen Zähne mit dem Metall ihrer Zahnspange um die Wette. Sie deutet auf das selbst gemalte Plakat. Man spürt förmlich, dass sie diesen Text auswendig gelernt hat und ihn zum gefühlt hundertsten Mal an diesem Abend herunterleiert. Bei keinem jungen Mädchen gehört ‚karitative Einrichtung’ zum Standardvokabular, davon ist Maximilian überzeugt.
„Wir wollten Sie fragen, ob Sie uns einen selbstgemachten Kuchen abkaufen. Mit dem Geld besorgen wir den Kindern im Kinderheim Geschenke und verbringen mit ihnen den Weihnachtsnachmittag“, meldet sich das größte Mädchen zu Wort und blickt Maximilian mit einem zuckersüßen Lächeln an. Sie überragt die anderen Schülerinnen mindestens um einen Kopf.
„Wir machen das schon zum vierten Mal“, näselt die dritte im Bunde. Maximilian lässt seinen Blick über die seitlichen Zöpfe des Mädchens gleiten, die ihr zartes Gesicht umrahmen. „Es kommt sehr gut an. Wir verbringen gerne Zeit mit den Kindern vom Heim. Die sind total lieb und freuen sich, wenn wir kommen.“
„Ja und wir spenden auch einen Teil unseres Taschengelds, damit wir für die Kinder im Waisenhaus eine Überraschung kaufen können“, proklamiert die Vierte stolz. Damit ist das Verkaufsgespräch abgeschlossen – ein Verkaufstrainer wäre verdammt stolz. „Ein Stück Kuchen für Sie?“, fragt das vierte Mädchen und drängt damit zu einem erfolgreichen Abschluss. Maximilian mustert die Mädchen einen Moment lang, bevor er sich räuspert.
„Nein, danke. Ich mag keinen Kuchen“, antwortet er bedauernd und versucht augenblicklich die Tür zu schließen. Aber das große Mädchen lässt sich nicht abwimmeln.
„Es ist bald Weihnachten, das Fest der Liebe und es ist für einen guten Zweck“, wirft sie mit einer von Vorwürfen triefenden Stimme ein.
„Die Kinder im Waisenhaus haben doch niemanden mehr“, bekräftigt die Kleinste mit weinerlicher Stimme. Maximilian verdreht die Augen.
„Ich habe auch niemanden. Bringt ihr mir dann Geschenke?“ Die Mädchen schütteln einhellig den Kopf. „Na also, dacht ich’s mir doch“, damit schlägt er die Wohnungstür zu und verriegelt sie von innen. Gut, das war nicht gerade subtil und doch erreicht er damit sein Ziel. Durch den Türspion beobachtet er, wie sich die Mädchen verdutzt ansehen und schimpfend zur nächsten Tür im Haus weiterziehen. Maximilian kehrt erleichtert in sein funktionell eingerichtetes Wohnzimmer zurück. Er hat Weihnachten konsequent aus seiner Wohnung verbannt. Nirgends brennt eine Kerze, er hat nicht dekoriert und keine Kekse gekauft.
Nichts erinnert an das bevorstehende Fest der Liebe.
Ihm ist nicht nach feiern. Schon lange nicht mehr und das dürfte sich auch so schnell nicht ändern. Zu qualvoll sind die Wunden in seinem Herzen auch nach drei Jahren noch. Er hasst die Konsumsucht, die Völlerei und die gespielte Barmherzigkeit der Menschen, die besonders in dieser Jahreszeit zum Vorschein kommen. Maximilian versinkt in den Kissen seiner Couch und schaltet die Flimmerkiste ein. Ein von Explosionen und wilden Verfolgungsjagden gespickter Actionfilm fesselt ihn, bis er sich um dreiundzwanzig Uhr ins Bett schleppt.
Er sinkt in einen unruhigen Schlaf.
Mitten in der Nacht schreckt er alarmiert hoch. Seine Stirn ist schweißnass und sein Puls rast. Er versucht sich im Halbdunkel seines Schlafzimmers zu orientieren. Draußen herrscht eine bizarre Stimmung, wie er durch die halbgeschlossenen Lamellen der Jalousie ausmachen kann. Er steht auf, reibt seine müden Augen und tappt ans Fenster. Der Himmel ist in ein seltsames Rot gehüllt und die Straßenlaternen erhellen die samtig weichen Flocken, die seit Stunden ununterbrochen zu Boden fallen. Eine kaum merkliche Bewegung auf der Straße zieht Maximilians Aufmerksamkeit auf sich. Er reibt sich schlaftrunken über die müden Augen und vergewissert sich, dass da niemand ist. Für einen kurzen Moment dachte er doch tatsächlich, dass er Nevio gesehen hat.
Pure Einbildung.
Denn das ist unmöglich und höchstwahrscheinlich seiner Übermüdung und dem immer näher rückenden Jahrestag des Dramas zuzuschreiben. Mit einer kurzen Bewegung schließt er die Lamellen ganz und legt sich zurück ins Bett. Doch an Schlaf ist nicht mehr zu denken. Seine Gedanken überschlagen sich. Er findet keine Ruhe. Genervt stöhnend steht er auf, um sich in der Küche einen beruhigenden Tee zu kochen. Eine halbe Stunde später kriecht er todmüde zurück unter die Decke und gleitet kurz darauf in einen traumlosen Schlaf.
Als ihn der Wecker am nächsten Morgen viel zu früh aus seinem Schlaf reißt, überlegt sich Maximilian ernsthaft, ob er heute krank feiern soll. Er fühlt sich hundeelend und seine Arbeitsmoral scheint über Nacht verschwunden zu sein. Aber das ist nicht seine Art. Er stöhnt, streckt seine müden Knochen und steht auf. Nach einer erfrischenden Dusche steht dem Tag nichts mehr im Weg. Ein paar Minuten später ist er auf dem Weg zur Arbeit. Es ist Mittwoch und damit drei Tage vor Weihnachten. Gedankenversunken schlendert er über den eingeschneiten Gehweg in Richtung seiner Arbeitsstelle. Es ist bitterkalt, also zieht er die Mütze tiefer ins Gesicht und versteckt seine Hände in den Jackentaschen. Seine Wangen sind gerötet, seine Nase läuft und seine Hände fühlen sich selbst in den Handschuhen wie Eisklumpen an.
Das verlängerte Weihnachtswochenende rückt näher und näher.
