Christopher Queen: Bombenleger - Marc Weiherhof - E-Book

Christopher Queen: Bombenleger E-Book

Marc Weiherhof

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Beschreibung

Bühne frei – Episode 1 Der erste Fall, bei dem Christopher Queen das Ermittlerteam des NDB unterstützt, ist gleichermaßen explosiv wie gefährlich. Ein skrupelloser Bombenleger treibt in der Schweizer Bundesstadt Bern sein Unwesen und schreckt vor nichts zurück. Das Ziel? Unbekannt. Das Gefahrenpotential? Unvorstellbar. Der Kriminelle ist den Agenten stets einen Schritt voraus. Kein Wunder. Er hat den Angriff auf die Grundpfeiler der Schweizerischen Eidgenossenschaft von langer Hand geplant und setzt sein Vorhaben nun akribisch in die Tat um. Dieser rasante Wettlauf gegen die Zeit bringt alle Beteiligten an ihre Grenzen. Dieser Gay-Crime-Roman enthält 15 400 Worte auf 60 A5-Seiten Über die Serie Christopher Queen ist kein gewöhnlicher Verbrecher. Er ist Dienstleister der Unterwelt, ein Gentleman-Gauner, der Schmuggel, Geldwäscherei und geheime Deals mit derselben Eleganz erledigt, mit der er seinen Bogart-Hut zurechtrückt. Doch hinter dem glamourösen Auftreten verbirgt sich ein doppeltes Spiel. Als Informant für den Schweizer Nachrichtendienst liefert er brisante Geheimnisse – nicht aus Gutmütigkeit, sondern weil er damit seine eigene Agenda verfolgt. Die Serie verbindet Gay Crime, Spionage-Thriller und queeren Humor zu einer einzigartigen Mischung aus Spannung, Sarkasmus und Intrigen. Zwischen Undercover-Einsätzen, Attentaten und raffinierten Machtspielen bleibt nur eine Frage: Spielt Queen für die Guten – oder nur für sich selbst?

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Marc Weiherhof

Christopher Queen:

Bombenleger

Erste Episode

© 2020 Marc Weiherhof

Hasenbühlstrasse 7, 8910 Affoltern a. A.

(SCHWEIZ)

Wir sehen uns:

marc-weiherhof.ch

[email protected]

facebook.com/marc.weiherhof

Coverdesign: Marc Weiherhof mit

Bildmaterial von http://de.123rf.com und

Photo by Lisa Therese on Unsplash

Lektorat: -lichen Dank an Astrid, Franzi,

Laura, Mimi & Nadja für die Unterstützung.

Dieses Gay Crime eBook ist

Urheberrechtlich geschützt.

Buchpiraterie? Nein!

Alle Figuren und Handlungen sind freie Erfindungen

des Autors. Allfällige Models auf dem Cover

stehen in keinem Zusammenhang mit

dem Inhalt dieses Buches.

Über das Buch

Ein neues kriminelles Mastermind betritt die Bühne des internationalen Verbrechens

Der erste Fall, bei dem Christopher Queen das Ermittlerteam des NDB unterstützt, ist gleichermaßen explosiv wie gefährlich. Ein skrupelloser Bombenleger treibt in der Schweizer Bundesstadt Bern sein Unwesen und schreckt vor nichts zurück.

Das Ziel? Unbekannt. Das Gefahrenpotential? Unvorstellbar.

Der Kriminelle ist den Agenten stets einen Schritt voraus. Kein Wunder. Er hat den Angriff auf die Grundpfeiler der Schweizerischen Eidgenossenschaft von langer Hand geplant und setzt sein Vorhaben nun akribisch in die Tat um.

Dieser rasante Wettlauf gegen die Zeit bringt alle Beteiligten an ihre Grenzen.

(15 400 Worte | 60 A5-Seiten)

Über die Serie

Als Serviceprovider des Verbrechens leitet Christopher Queen ein weltumspannendes Untergrundimperium. Schmuggel, Ausrüstungsbeschaffung oder Geldwäscherei? Queen erledigt es mit Stil, Charme und stets darum bemüht, seine Macht zu vergrößern.

In dieser Funktion werden dem schwulen Gangster streng geheime Informationen anvertraut, die er dem Nachrichtendienst des Bundes zuspielt. Doch Queens Agenda geht weit über diese Zusammenarbeit hinaus.

Warnhinweise

Vereinzelte Episoden dieser Serie können schwule Sexszenen, explizite Beschreibungen von Tötungen oder Folterszenen enthalten und sind für Jugendliche unter 18 Jahren ungeeignet!

Bern.

Der Agent des schweizerischen Nachrichtendienstes NDB war dem Verdächtigen bereits zwei Häuserblocks gefolgt. Als er den Zeigefinger erneut an das drahtlose Headset in seinem Ohr hielt, um seinem Kollegen im Hauptquartier eine Nachricht zu übermitteln, musste er innerlich schmunzeln.

Ich sollte mir das abgewöhnen!

„Ich brauche endlich die Bestätigung, dass es sich um unseren Mann handelt. Je länger wir warten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir auffliegen und die Zielperson abtaucht! Und warum dauert das so lange, bis Verstärkung eintrifft?“

Hoch konzentriert, schlich er weiter. Seine 9-mm SIG Sauer P239 steckte gesichert im Holster, da er mit gezogener Pistole nur die Aufmerksamkeit von Passanten auf sich gezogen hätte, und das wollte er um jeden Preis verhindern.

Die Berner Innenstadt war gut besucht.

Obwohl die Touristen, Shopaholics und Anwohner einander aufgrund des Coronavirus mit Abstand begegneten, ließen sich vor allem junge Leute kaum davon abbringen, in Gruppen an der Aare zu sitzen oder sich auf einem der Stadtplätze eine Dose Bier zu gönnen. Eine Waffe hätte unweigerlich Panik ausgelöst.

„Ich beeile mich ja schon, Agent Baker! Verstärkung ist wie gesagt unterwegs. Das Eintreffen verzögert sich aber noch um ein paar Minuten“, erklärte IT-Spezialist und Analyst Bruggisser.

„Und die Identifikation?“

Die Ungeduld war dem Agenten im Außeneinsatz deutlich anzuhören. Kein Wunder, denn seine Handlungen würden maßgeblich zum Gelingen der Mission beitragen.

Fehler machen? Nicht Agent Bakers Art.

„Das Auswerten des spärlich vorhandenen Bildmaterials von den wenigen Überwachungskameras stellt mich vor eine ungeahnte Herausforderung und ich …“, begann der Analyst am anderen Ende der Leitung zu lamentieren, bevor ihm das Wort abgeschnitten wurde.

„Erzähl das jemandem, den es interessiert! Ich brauche die Identifikation, bevor er sich unter die Passanten mischt, also quasi vorgestern.“

„Keine große Hilfe“, zischte der sichtlich gestresste Innendienst-Agent ins Mikrofon. Wenig später erschien auf einem der sechs Monitore endlich die lang ersehnte Bestätigung, dass es sich bei dem nur unscharf auf einem der Kamerabilder zu sehenden Mann tatsächlich um den gesuchten Bombenleger handelte. „Die Gesichtserkennungssoftware bestätigt es mit einer 95-prozentigen Wahrscheinlichkeit. Es ist Armin Faust. Zugriff.“

„Verstanden“, bestätigte Agent Baker.

Doch just in diesem Moment trat der Kriminelle auf den vor Menschen wimmelnden Platz, an dessen Stirnseite sich der Schweizer Regierungssitz befand. Das aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammende Bundeshaus.

„Scheiße. Der Verdächtige geht jetzt über den Bundesplatz in Richtung Wasserspiel. Unzählige Zivilisten. Erwarte Befehle.“

Der stellvertretende Direktor und in Doppelfunktion Leiter der Abteilung OKT, Organisierte Kriminalität und Terrorismus, Daniel Kaufmann, hatte den Fortschritt der Mission bislang schweigend auf den Monitoren mitverfolgt. Doch nun lehnte er sich über den Schreibtisch, um seine Anweisungen direkt in den Telefonapparat zu brüllen. „Hier ist Kaufmann. Zugriff! Aber denken Sie daran: Wir wollen Faust lebend!“

„Verstanden“, bestätigte Baker.

Die Übertragung aus dem Hauptquartier wurde im Anschluss stummgeschaltet. Unter keinen Umständen sollte die Konzentration des Agenten durch ein zufälliges Geräusch aus der Zentrale gestört werden.

„Man könnte meinen, dass dieser Kerl eine Art Geist ist, so geschickt, wie er sich uns seit einem halben Jahr entzieht. Wenn er uns heute entwischt, ist er gewarnt, wird abtauchen und wir werden ihn niemals in die Finger kriegen.“ Kaufmann fuhr sich über die Stirn und schüttelte genervt den Kopf.

Stefan Bruggisser lächelte beschwichtigend. „Agent Baker ist der beste, den wir haben. Er wird den Verdächtigen festnehmen. Daran habe ich keine Zweifel.“

„Ihr Wort in Gottes Ohr. Erklären Sie mir bitte noch einmal, weshalb noch keine Verstärkung vor Ort ist.“

„Da wir nicht erwartet haben, dass uns der Hinweis aus der Bevölkerung tatsächlich zu Faust führen würde und wir aufgrund der außerordentlichen Ratssitzungen auf dem Messegelände aktuell mit dem Schutz der Regierung alle Hände voll zu tun haben, dauert es länger als üblich.“

„Verfluchtes Virus! Die Schweizer Regierung tagt in einer Messehalle, um die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, die der Bundesrat während der außerordentlichen Lage beschlossen hat. Wer hätte das gedacht? Aber eigentlich bin ich froh, dass die Herren und Damen Nationalräte nicht im Bundeshaus sitzen. Stellen Sie sich die Schlagzeilen vor, wenn herauskäme, dass wir mit gerade mal einem Mann gegen eine Bedrohung wie Faust vorgehen.“

Auf einem Bildschirm verfolgten die Anwesenden gespannt die Fortschritte der riskanten Operation. Übertragen wurden die Bilder von einer Miniaturkamera am Revers des in zivil gekleideten Agenten, der sich der Zielperson nun in großen Schritten näherte.

Nachdem Baker noch einmal tief durchgeatmet hatte, legte er die Hand an das Holster und umfasste den Griff seiner Pistole. Blitzschnell zog er die Waffe und zielte.

„Stehen bleiben! NDB. Sie sind …“

Noch bevor er ausgesprochen hatte, machte der Verdächtige einen Präzisionssprung zur Seite und zog ebenfalls eine Waffe. Die ahnungslose und sichtlich irritierte Frau, der Faust die Mündung seiner Schusswaffe an die Schläfe drückte, brauchte einen Moment, um sich ihrer Situation bewusst zu werden. Tränen schossen ihr in die Augen. Die Menschen in unmittelbarer Nähe der Geiselnahme brachten sich fluchtartig in Sicherheit.

Schreie ertönten.

„Keine Bewegung, Bulle, oder ich jage dieser Frau eine Kugel durch den Schädel!“, spie der elegant gekleidete Kriminelle mit einem Lächeln. Eine schlecht verheilte Narbe entstellte Fausts Hals. Auch wenn nichts an der Haltung des Mannes davon zeugte, dass er sich den Ausgang seines Nachmittagsspaziergangs anders vorgestellt hätte, verrieten seine Augen dennoch einen Anflug von Irritation.

„Ganz ruhig, Faust! Sie sitzen in der Falle. Lassen Sie die Frau gehen, werfen Sie die Waffe weg und legen Sie die Hände auf den Kopf!“

Ein kurzer Blick nach rechts und links, bevor der Geiselnehmer dem Agenten wieder in die Augen sah.

„Hättest du Verstärkung dabei, wäre ich bereits umstellt.“ Der Gesichtsausdruck des Mannes versteinerte weiter. „Meine Theorie ist, dass du allein hier bist. Darum schlage ich vor, dass du die Waffe weglegst. Dann geschieht diesem bezaubernden Geschöpf hier vielleicht nichts.“

Die Hand, mit der er die Frau an der Kehle festhielt, wanderte tiefer in Richtung ihres Dekolletees. Auf dem Gesicht der Passantin vermischte sich Ekel mit Panik.

„Das kommt nicht infrage!“ Bakers Stimme war trotz der heiklen Situation ruhig und resolut. Obwohl er im Augenwinkel mitbekam, wohin Fausts Hand glitt, ließ er sich nicht beirren und unterbrach den Augenkontakt für keine Sekunde. „Lassen Sie die Waffe fallen! Sofort.“

Faust grinste wissend. „Ihr NDB-Agenten seid ein Haufen von bürokratischen Hurensöhnen. Wenn ihr so tough wärt, wie ihr euch gebt, hättet ihr keine Probleme damit, das Leben eines Menschen zu opfern, um unzählige Tote zu verhindern. Aber so läuft das bei euch nicht. Schade, denn mir macht es nichts aus.“

Der Schuss löste sich derart unerwartet, dass nicht nur Agent Baker und die Geisel, sondern auch das gesamte Back-Office-Team im Hauptquartier zusammenzuckten. Ein Teenager, der sich bislang verängstigt hinter einer Parkbank versteckt hielt, ging stöhnend zu Boden.

Bauchschuss.

„Na? Wie lautet deine Entscheidung jetzt, Agent Schisser? Willst du deine Waffe weiterhin auf mich richten oder hilfst du lieber dem verletzten Mann? Es liegt bei dir. Aber ohne deine Hilfe dürfte er bald ausgeblutet sein. Sieht nicht gut aus.“

Die Sekunden, die Baker für die Entscheidungsfindung brauchte, kamen ihm wie Minuten vor. In seinem Kopf spielte er sämtliche Szenarien durch, doch Fausts Vorteil war unbestreitbar.

Auch wenn ich den Angeschossenen ignoriere, verhindert die Geisel freies Schussfeld. Verdammte Scheiße. Auf zwei Schwerverletzte kann ich weiß Gott verzichten.

Schließlich hob er die Hände, sicherte seine Pistole und warf sie von sich.

„So gefällt mir das, Bulle!“

---ENDE DER LESEPROBE---