22,99 €
Erwachsene möchten, dass Kinder essen, was auf den Tisch kommt. Kinder haben aber ganz eigene Vorstellungen davon, was ihnen schmeckt. Aus Frust verzichten Eltern also oft auf Gerichte, die sie selbst gut finden. Oder es wird für Klein und Groß separat gekocht. So wird das Kochen aufwendiger und der Einkauf teurer. Dieses Buch macht das Kochen für Familien endlich einfacher und abwechslungsreicher – nach dem Motto: »1x kochen – 2 Gerichte«!
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 167
Veröffentlichungsjahr: 2023
Andrea DragerSilvana Bothe-Mittag
1 x Kochen – 2 Gerichte
Das moderne Familienkochbuch mit Rezepten, die allen schmecken
Wo das Leben beginnt & die Liebe niemals endet. Der Ort, an dem Liebe & Chaos nah beieinanderliegen & das Herz ein Leben lang zu Hause ist.
nudeln & getreide
gemüse
fleisch
fisch
süßes
register
über die autorinnen
über das fotografenteam
impressum
Wir wissen noch genau, an welchem Tag die Idee zu diesem Buch entstand. Wir gingen mit einer Freundin am See spazieren und redeten über Dinge, die uns gerade beschäftigten. Wie schwer es war, alles gut miteinander zu vereinbaren; Arbeit, Familie, Kinder, Partnerschaften, Freundschaften und besonders das Thema Kochen.
Als wir an diesem Tag um den See liefen, hatten wir insgesamt acht Kinder vom Säuglingsalter bis zur 10-Jährigen. Jede von uns befand sich in einer anderen Lebenssituation: Aus dem Ausland nach Deutschland zurückgekehrt mit einem Kind, das aus gesundheitlichen Gründen einer besonderen Fürsorge bedurfte, die andere musste das möglichst stressfreie Zusammenleben einer Patchworkfamilie mit vier Kindern meistern, und die Dritte trat gerade eine neue Stelle an, die sie stark forderte.
Neben all dem fühlten wir die Verantwortung, für unsere Familien Essen auf den Tisch zu stellen, das ausgewogen war und allen schmeckte. Denn Essen hat eine enorme Bedeutung für uns alle. Es ist Geborgenheit, Tradition und Kultur. Es ist etwas Wundervolles, aber das Kochen kann manchmal anstrengend sein. Die immer gleichen Fragen beschäftigten uns Tag für Tag: Was kochen, wenn jeder in der Familie etwas anderes mag oder Kinder in bestimmten Phasen fast nichts essen wollen? Vor allem kleinere Kinder blicken auf ihr Essen anders als Erwachsene und sorgen mit ihrer Verweigerung, bestimmte Sachen zu essen, oft für Unverständnis.
Als wir an diesem Tag über das Kochen sprachen, waren wir uns recht schnell einig: Wir wollten, dass Essen und Kochen Spaß macht. Wir wollten nicht das Kinderessen mitessen oder zwei komplett unterschiedliche Gerichte kochen.
So kamen wir darauf, aus den gleichen Zutaten zwei unterschiedliche Gerichte zu kochen. Schwer vorstellbar? Hier ein Beispiel: Für die Kinder kocht man ganz klassisch Nudeln mit Tomatensauce. Aus den gleichen Zutaten bereitet man für die Erwachsenen eine Nudel-Tomaten-Pfanne zu. Alle essen also das Gleiche, aber jeder auf seine Weise.
Bekanntlich ist es oft schwierig, den Geschmack von Kindern richtig einzuschätzen. Ihre Vorlieben ändern sich in bestimmten Lebensphasen fast täglich. Und weil die Vorlieben von Erwachsenen und Kindern so unterschiedlich sind, haben wir Rezepte entwickelt und sie in diesem Kochbuch zusammengetragen, die Kinder wie Erwachsene gleichermaßen lieben werden. Deshalb findet ihr hier herzhafte Speisen, Gemüse in spannenden Variationen, wunderbar wärmende Alltagsgerichte, aber auch köstliche Kuchen und Desserts.
Unsere Rezepte sind einfach und lassen sich auch von Kindern mit zubereiten. Wir hoffen, ihr habt Spaß am Ausprobieren, gemeinsam mit euren Familien und Kindern, in der Küche und am Tisch, und wünschen euch viel Freude mit diesem Buch, mit seinen abwechslungsreichen Rezepten, praktischen Tipps und Tricks. Und wir glauben daran, dass es jetzt immer öfter heißt: »Heute hat es uns allen gut geschmeckt.«
Herzlichst,
Andrea & Silvana
Als wir uns entschieden haben, Kinder zu bekommen, war uns die Verantwortung für sie und das, was dazugehört, am Anfang gar nicht bewusst. Auf nichts waren wir schlechter vorbereitet als auf Kinder. Alles ist neu, alles wird von einem selbst und anderen bewertet. Es ist wie ein neu entstandenes Universum. Und Ernährung ist ein wichtiger Teil davon.
Die Ernährung macht‘s
Wenn wir über Essen und Kochen für Kinder sprechen, muss uns bewusst sein, WIE wichtig ihre Ernährung ist. Vor allem in den Phasen des schnellen Wachstums, also in den ersten Lebensjahren und in der Pubertät, hat der Organismus einen extrem hohen Bedarf an Energie und Nährstoffen. Gleichzeitig sind die körpereigenen Reserven im frühen Lebensalter sehr gering, sodass unzureichende und unausgewogene Ernährung schlecht kompensiert werden kann.
Auch wenn wir alle viel beschäftigt sind: Es liegt in der Verantwortung von uns Erwachsenen, sich um die richtige Ernährung unserer Kinder zu kümmern. Unser Buch gibt Antworten auf die Frage, wie es uns gelingen kann, trotz der Mühen des Alltags, Essen auf den Tisch zu bringen, das nicht nur satt macht, sondern auch allen schmeckt und ausgewogen ist.
Warum Kinder (anfangs) keinen Brokkoli mögen
Wir erinnern uns gern an die vielen ersten Mahlzeiten mit unseren Kindern. Sie waren voller Fürsorge, Geborgenheit und Liebe. Unsere Kinder aßen, was man kochte – was sich jedoch irgendwann fast schlagartig änderte und uns oft fragend zurückließ. Plötzlich wurden kein Brot, nur noch Nudeln ohne Sauce, Ei nur noch gekocht und an Gemüse eigentlich nur noch Gurke gegessen.
Es stellte sich also die Frage: Nach welchen Regeln und Informationen lernen Kinder, was sie gern essen und auch essen dürfen? Wie entwickeln sich bei Kindern Geschmacksvorlieben und wie lernen sie, dass auch Gemüse schmecken kann?
Dazu ein kleiner Exkurs: Über die Geschmacksknospen der Zunge beurteilt der Mensch seine Nahrung entsprechend der Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig, bitter und umami. Einfach erklärt bedeutet dies, dass der Geschmackssinn vor allem giftig und wenig nahrhaft (bitter, sauer) von ungiftig und kalorienhaltig (süß, salzig, umami) unterscheiden soll. Kann es also sein, dass Kinder süßem und fettigem Essen aus einem sinnvollen Grund den Vorrang geben, dass Kinder vor allem um grünes Gemüse und Kohl einen Bogen machen? Natürlich sind diese oben genannten »Schutzprogramme« heute fast überflüssig geworden. Nur sollten wir an diese denken, wenn Kinder in einem bestimmten Alter Nahrungsmittel nicht probieren oder essen wollen. Geben wir ihnen die Zeit, diese kennenzulernen, ohne Druck und Maßregelung.
Oft fangen Kinder ab dem 18. Lebensmonat an, wählerischer in Bezug auf ihr Essen zu werden, was sich bis ins Kindergartenalter fortsetzt. Kinder sind dann in den Augen ihrer Eltern »schlechte Esser« und lehnen neue Lebensmittel oft ab. Auch fangen Kinder in diesem Alter meist an, ihr Essen zu »sezieren«. Erst zwischen dem achten und zwölften Lebensjahr verändert sich bei Kindern wieder der Geschmackssinn, wenn es um das Probieren von neuen Lebensmitteln geht. Häufig fangen Kinder und Jugendliche in diesem Alter an, z. B. Salat, kräftigeren Käse und unterschiedliche Gemüsesorten auszuprobieren.
Im Hinblick auf all dies sind die Rezepte in diesem Buch für Kinder ab drei Jahren ausgerichtet, zum Mitkochen für sie geeignet und ermöglichen einen neuen Blick auf ihr tägliches Essen: Mit einer Mahlzeit stehen zwei Gerichte zum Kennenlernen und Ausprobieren auf dem Tisch.
Portioniergeschirr für Kinder wird oft belächelt. Tatsächlich hilft es Kindern in jüngeren Jahren zu erkennen, was sie essen.
Studien haben gezeigt, dass Kinder Nahrungsmittel eher annehmen, wenn ihnen diese an aufeinanderfolgenden Tagen 10-mal angeboten werden. Kinder nähern sich dem Lebensmittel so in vorsichtigen Schritten an.
gleiche Grundzutaten
1 x kochen
2 Gerichte
Dieses Kochbuch wird euch mit einer leicht verständlichen Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigen, wie man köstliche Mahlzeiten für Erwachsene und Kinder gleichzeitig zubereiten kann. Und das Beste an unserer Idee »1 x kochen – 2 Gerichte«: Es ist supersimpel und sehr abwechslungsreich.
Die Basics des Buchs – so geht’s
Ihr findet in diesem Buch immer zwei Rezepte mit den gleichen Zutaten: eines für die Großen (gekennzeichnet mit »E« für »Erwachsene«) und eines für die Kleinen (gekennzeichnet mit »K« für »Kinder«). Unsere Empfehlung, dass ein Gericht für die Kinder und das jeweils andere für die Erwachsenen sein soll, spiegelt lediglich unsere persönliche Meinung wider. Wer was und wie isst, das entscheiden eure Kinder und ihr. Probieren von den »anderen« ist aber Pflicht! So entdeckt ihr gemeinsames Neues und Gewohntes neu!
Für beide Rezepte werden wie gesagt immer die gleichen Zutaten verwendet. Das spart Zeit beim Einkaufen und jeder am Tisch isst zwar im Prinzip das Gleiche, ohne dabei jedoch auf die eigenen Vorlieben verzichten zu müssen. Denn die Gerichte unterscheiden sich darin, dass das Essen für die Kinder kindgerecht zubereitet wird. Und keine Angst, die Rezepte sind so konzipiert, dass sich die Arbeitszeiten für die zwei Gerichte nicht verdoppeln!
Da wir die Zutaten für alle Rezepte einzeln aufzählen, ist es auch kinderleicht, diese separat zu kochen. Wenn es aber doch vorkommt, dass alle das Gleiche mögen und essen wollen, wäre das natürlich wunderbar. Daher gibt es neben den Zutaten für jedes einzelne Gericht noch eine »Einkaufsliste«, in der die Mengen für beide zusammengefasst werden. Salz und Pfeffer sind darauf allerdings nicht vermerkt, weil wir davon ausgehen, dass ihr diese beiden Zutaten zu Hause habt.
Alle Rezepte sind immer für zwei Kinder und zwei Erwachsene ausgelegt. Die Mengen für kleinere oder größere Gruppen anzupassen ist also kein Problem.
Kochen und essen sollen ein Erlebnis sein. Ihr werdet beim Kochen mit diesem Kochbuch mit der Zeit eine gewisse Routine entwickeln. Lasst euch überraschen, wie spannend es auch für eure Kinder sein wird, wie unterschiedlich gleiche Lebensmittel zubereitet werden können.
Das war es auch schon. Also ran an die Töpfe und los geht’s. Viel Spaß beim Ausprobieren und Sich-inspirieren-Lassen. Kochen macht Spaß, probiert es aus!
Zwei Rezepte auf einmal – geht das wirklich?
Auch wir haben uns gefragt, ob das wirklich funktioniert. Kann man zwei Gerichte zubereiten, ohne dabei die doppelte Zeit zu brauchen? Wir sagen eindeutig JA. Denn während z. B. das eine köchelt oder im Ofen backt, kann man das andere gut vorbereiten. Diese Art des Kochens ist anders, aber gar nicht schwer.
Und zum Stichwort gute Vorbereitung sagen wir nur so viel: Sie ist in der Küche das A und O. Deswegen starten wir unsere Rezepte meist mit den Vorbereitungen für beide Gerichte.
Welches Öl zum Kochen, Backen, Braten?
Zum Braten empfehlen wir ein mildes Raps- oder Sonnenblumenöl. Die Öle sollten jedoch auf keinen Fall kalt gepresst sein, da sie so sehr kräftig schmecken. Wahlweise kann man auch zu Ghee oder einem Butterschmalz greifen.
Olivenöl eignet sich nicht in jedem Fall zum Braten. Es soll nicht zu heiß werden und hat meist einen starken Eigengeschmack, welcher den der Gerichte beeinflussen kann.
Auch Butter zum Braten ist nicht immer passend. Sie verbrennt sehr schnell. Wenn ihr sie also verwendet, zerlasst sie langsam bei niedriger Temperatur.
Zum Backen verwenden wir dagegen hauptsächlich Butter; sollten wir ein Öl benötigen, dann nehmen wir Sonnenblumenöl. Das ist so gut wie geschmacksneutral.
Lebensmittel: vor allem frisch
Beim Kochen achten wir in erster Linie auf frische und einfach zu bekommende Lebensmittel in bestmöglicher Qualität. Das gilt vor allem für Gemüse, Fleisch und Fisch, aber auch für Mehl, Eier, Kräuter und Gewürze. Wir versuchen, weitestgehend regional und biologisch einzukaufen.
Zutaten schälen oder nicht?
Die guten Nährstoffe stecken meist in der Schale. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, Lebensmittel nur dann zu schälen, wenn es absolut notwendig ist. Wenn es für das Gericht wichtig ist, weisen wir ausdrücklich im Rezept darauf hin. Wenn das Schälen nicht extra erwähnt ist, lasst die Schale möglichst dran.
So heizen wir den Backofen an
Der Ofen wird immer mit Ober-/ Unterhitze vorgeheizt, außer es ist explizit von einer anderen Methode die Rede.
Jeder Ofen ist anders, deswegen können die angegebenen Zeiten zum Backen abweichen. Unsere Temperaturangaben und Backzeiten beziehen sich auf einen Elektroherd mit Ober-/Unterhitze.
Ist mein Essen gar?
Bevor man Kuchen oder Ähnliches aus dem Ofen nimmt oder das Wasser von z. B. gekochten Kartoffeln abgießt, empfehlen wir zu testen, ob das Gericht wirklich »fertig« ist. Die folgenden Testmethoden haben sich bei uns bewährt:
Stäbchentest: Um zu testen, ob ein Kuchen oder Ähnliches durchgebacken ist, kann man ganz einfach einen Zahnstocher oder ein Holzstäbchen in die Mitte stechen und wieder herausziehen. Kleben keine Teigreste mehr am Holz, dann ist der Kuchen durchgebacken.
Messertest: Ob Kartoffeln aus dem Ofen gar sind, testet man, indem man ein kleines spitzes Messer in die Mitte der Kartoffel sticht. Stößt es nicht auf einen Widerstand, dann sind die Kartoffeln gar.
Gabeltest: Ob Kartoffeln, die gekocht werden, gar sind, testet man, indem man eine Gabel in eine größere Kartoffel sticht. Wenn die Gabel ohne Widerstand eindringt, dann sind die Kartoffeln gar.
Probieren:
Alles andere einfach kosten, aber Vorsicht, es könnte heiß sein!
Was gibt es noch zu beachten, damit das Backen auch gelingt?
Beim Backen ist es wichtig, dass alle Zutaten die gleiche Temperatur haben. Wenn nicht anders beschrieben, dann sollten die Zutaten, die im Kühlschrank gelagert werden, etwa 30 Minuten vor Verwendung herausgenommen werden. So können sie Zimmertemperatur annehmen.
Manchmal jedoch muss eine Zutat auch kalt sein. Dann weisen wir in unseren Rezepten darauf hin.
Zum Zerkleinern: Reiben
Reiben ist einfach und geht schnell, deswegen nutzen wir diese Methode oft. Es gibt verschiedene Arten, wie man Zutaten reiben kann. Jede Reibeart eignet sich für eine andere Verarbeitung des Produkts.
Vierkantreibe: Mit ihr könnt ihr alles reiben, daher ist sie die wohl gängigste Reibe. Sie hat vier verschiedene Reibegrößen. Man kann z. B. raspeln, dünne Scheiben hobeln oder sehr feine Reibeergebnisse erzielen. Diese Reibe eignet sich für alle Gemüse- und Käsesorten.
Stabreibe: Wir empfehlen die Stabreibe vor allem für das Abreiben von Zitronen-, Orangen- oder Limettenschale und Muskatnuss.
Topf offen oder Topf zu?
Diese Frage stellen wir uns auch immer, wenn wir Rezepte nachkochen. Wir haben uns dazu entschieden, in unserem Buch explizit darauf hinzuweisen, wenn etwas in einem geschlossenen Topf gekocht werden soll. Steht also nichts dabei, soll der Topf offen bleiben.
Fond vs. Brühe – eine Frage der Vorliebe
Auch wenn es nicht schwierig ist, Fond oder Brühe selbst zu machen (siehe weiter unten), verwenden wir in diesem Buch hochwertige Fonds mit möglichst wenigen Zutaten.
Wir kochen lieber mit Fond, und zwar weil der Geschmack intensiver ist und er im Allgemeinen wenig oder gar nicht gesalzen ist. Ihr könnt den Fond aber auch mit Brühe ersetzen, dann jedoch solltet ihr weniger Salz als im Rezept angegeben ist, verwenden.
Längs halbieren geht ganz einfach
Wir halbieren gerne längs: Das bedeutet, dass man eine »lange« Zutat entlang der langen Seite in zwei etwa gleich große Teile teilt.
Brühe aus Gemüseresten selbst machen
Beim Kochen bleiben oft Reste von Gemüse übrig. Das ist unvermeidbar, aber so einiges davon muss nicht in den Müll, sondern kann z. B. zu Gemüsebrühe weiterverarbeitet werden. So entstehen aus etwa 500 g Gemüseresten 250 ml Brühe, die dann wiederum für andere Gerichte verwendet werden kann.
Man kann alle Gemüsereste inklusive der Schalen, Abschnitte, dem Grünen vom Lauch oder Stiele von Kräutern zum Kochen für die Brühe verwerten. Nur Kartoffelschalen und sehr wasserhaltige Gemüsesorten wie Tomaten würden wir dafür nicht empfehlen.
So wird’s gemacht: 500 g Gemüsereste in einen mittelgroßen Topf geben, mit Wasser bedecken, 1 TL Salz hinzufügen und bei mittlerer Temperatur etwa 60 Minuten köcheln lassen. Dann das Gemüse in ein feinmaschiges Sieb abgießen und dabei die Brühe auffangen. Die Brühe in Gläser füllen, fest verschließen und entweder innerhalb von 3 Tagen verbrauchen oder portionsweise einfrieren. Die eingefrorene Brühe kann man bis zu 3 Monate aufbewahren.
Was macht man mit dem Eiweiß, wenn man fürs Rezept nur das Eigelb braucht?
Da gibt es mehrere Ideen. Eine ist, dass man das Eiweiß zu einem Eiweiß-Rührei verarbeitet.
Oder man stellt damit Baiser her. Und das geht so: Den Backofen auf 100 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Das Eigelb sauber vom Eiweiß trennen und das Eiweiß in eine mittelgroße fettfreie Schüssel geben. Das Eigelb in einer kleinen Schüssel in den Kühlschrank stellen, bis es weiterverarbeitet wird. Das Eiweiß mit 1 Prise Salz mit einem Handrührgerät oder einer Küchenmaschine steif schlagen. Sobald das Eiweiß anfängt zu schäumen, 60 g Zucker löffelweise zugeben. So lange steif schlagen, bis der Zucker sich aufgelöst hat und der Eischnee glänzt. Dann testen, ob der Eischnee die richtige Konsistenz hat: Es sollte eine Spitze Eischnee stehen bleiben, wenn man den Schneebesen in den Eischnee tunkt und wieder herauszieht. Ganz Mutige können sich auch die Schüssel über den Kopf halten; bleibt der Eischnee in der Schüssel, ist er fertig, fällt er raus, muss man von vorne anfangen.
Für bunte Baisertropfen den fertigen Eischnee entsprechend der Menge der Farben in kleine Schüsseln verteilen und etwas Lebensmittelfarbe hineingeben. Es sollten keine flüssigen Lebensmittelfarben verwendet werden, da diese den Eischnee verflüssigen. Den Eischnee in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und kleine Tropfen auf das Backblech spritzen. Die Baisertropfen im Backofen 60–90 Minuten »trocknen« lassen, dabei einen Holzstiel in die Backofentür klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Die Tropfen sind fertig, wenn sie sich gut vom Backpapier lösen lassen. Das Backblech aus dem Ofen nehmen und die Tropfen vollständig abkühlen lassen.
Was kann man mit der Fischhaut machen?
Zugegebenermaßen entfernen wir die Fischhaut bei unseren Rezepten häufig. Wer sie jedoch gerne mag, der kann sie ganz einfach mit der »fettigen« Seite nach unten in eine fettfreie Pfanne geben und bei mittlerer Temperatur 5 Minuten braten. Dann wird die Haut umgedreht und nochmals 5–6 Minuten gebraten. Das Wenden so lange wiederholen, bis die Haut schön knusprig ist. Probiert es aus!
Ist es nicht erstaunlich, wie etwas so Simples wie Mehl und Wasser in so etwas Köstliches wie Nudeln verwandelt werden kann? Und dazu haben Letztere oft noch so wundervolle Namen wie Farfalle, Caramelle und Vermicelli.Neben Nudeln haben auch Reis, Grieß und andere Getreidesorten die tolle Eigenschaft, dass Erwachsene wie Kinder sie lieben. Aus Getreide & Co. lassen sich wundervolle köstliche und gleichzeitig verblüffend einfache Gerichte kochen, die auf jeden Familientisch gehören und immer gute Laune machen.
Das braucht ihr für beide Rezepte
300 g Basmatireis
3 rote Paprikaschoten
1 ½ mittelgroße Zucchini
2 rote Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 kleine Dose Mais (ca. 140 g)
300 g kleine Champignons (braun oder weiß)
3 Zweige Thymian
3 Zweige Rosmarin
150 g Emmentaler
80 g Parmesan
4 EL Olivenöl
400 g passierte Tomaten
3 TL getrockneter Oregano
4 Stängel Basilikum
2 Handvoll frischer Rucola (optional)
35 Minuten
Zutaten
Reis mit gebratenem Gemüse in Tomatensauce
200 g Basmatireis
2 rote Paprikaschoten
1 mittelgroße Zucchini
1 ½ rote Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
½ kleine Dose Mais (ca. 70 g)
200 g kleine Champignons (braun oder weiß)
2 Zweige Thymian
2 Zweige Rosmarin
2 EL Olivenöl
250 g passierte Tomaten
2 TL getrockneter Oregano
50 g Emmentaler, gerieben
40 g Parmesan, gerieben
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Reis-Pizza
100 g Basmaitreis
1 rote Paprikaschote
½ mittelgroße Zucchini
½ rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
½ kleine Dose Mais (ca. 70 g)
100 g kleine Champignons (braun oder weiß)
1 Zweig Thymian
1 Zweig Rosmarin
2 EL Olivenöl
150 g passierte Tomaten
1 TL getrockneter Oregano
100 g Emmentaler, gerieben
40 g Parmesan, gerieben
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zum Servieren
4 Stängel Basilikum
2 Handvoll frischer Rucola
Es gibt verschiedene Methoden, Reis zu kochen. Im Allgemeinen gilt: Den Reis mit der doppelten Menge Wasser und 1 TL Salz bei niedriger Temperatur kochen, bis das Wasser verdampft ist. Dann den Topf vom Herd nehmen, den Reis im geschlossenen Topf weitergaren lassen, bis er bissfest ist. Zuletzt mit einer Gabel auflockern.
So geht‘s
Als Vorbereitung für beide Gerichte allen Reis nach Packungsanleitung kochen. Eine große Schüssel bereitstellen. Die Paprika halbieren, entkernen, waschen, die Hälften in kleine Würfel schneiden und in die Schüssel geben. Die Zucchini waschen, längs vierteln, in dünne Scheiben schneiden und zu den Paprika geben. Die Zwiebeln und Knoblauchzehen abziehen, fein hacken und beiseitestellen. Den Mais in ein Sieb abgießen, abspülen und beiseitestellen. Die Champignons putzen. Die Thymianblätter und Rosmarinnadeln abzupfen und in einer kleinen Schüssel mischen. Das Basilikum zum Servieren grob hacken und in den Kühlschrank stellen. Den Rucola waschen, trocken tupfen und beiseitestellen.
Für die Reis-Pizza zunächst eine Tomatensauce zubereiten. Dafür 1 EL Olivenöl in einem mittelgroßen Topf bei mittlerer Temperatur erwärmen und die Hälfte der Zwiebeln und des Knoblauchs darin 3 Minuten anschwitzen. Ein Drittel des anderen geschnittenen Gemüses, die passierten Tomaten, ein Drittel der Rosmarin-Thymian-Mischung, 1 TL Salz, etwas Pfeffer sowie den getrockneten Oregano in den Topf geben, umrühren und 15 Minuten köcheln lassen, dabei ab und an umrühren. Die Hälfte der Champignons in dünne Scheiben schneiden und beiseitestellen. Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
