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Die beliebtesten und bekanntesten Cocktailklassiker in Wort und Bild – ganz ohne Fachchinesisc Neuauflage des Titels »Kleine Mixschule«. Ob im Zuge der Retro-Welle oder der Rückbesinnung auf puren Geschmack - Cocktailklassiker wie Caipirinha, Pina Colada, Cosmopolitan und Co. sind wieder in aller Munde. Doch wie bereitet man sie perfekt zu? Wo liegt der kleine, feine Unterschied zwischen wässriger Happy-Hour-Massenware und gekonnt geschüttelten Classic Drinks? Die Profi-Bartender Helmut Adam, Jens Hasenbein und Bastian Heuser decken sie auf, die Geheimnisse der hohen Mixkunst: mit den ultimativen Rezepten der beliebtesten Klassiker, unterhaltsamen Geschichten zu ihrer Herkunft und Entstehung sowie jeder Menge Insidertipps für allerbesten Geschmack im Glas - und alles ganz ohne unverständliches Fachchinesisch. Das Beste: Hat man die Zubereitungs-prinzipien der Cocktailklassiker erst einmal drauf, lassen sie sich ganz einfach variieren. Darum gibt es zu jedem Classic Drink zwei trendige Varianten - zum Ausprobieren und Selbstkreieren! Das steckt im Buch: Auf drei Doppelseiten kurz und knapp alles über das nötige Bar-Equipment, die pas-senden Gläser und die Kunst des Shakens Die ultimativen Rezepte für die 20 Cocktailklassiker von Margarita über Bellini bis Caipirinha plus Hintergrundwissen zu deren Herkunft und Entstehung sowie Profi-Tipps für die perfekte Zubereitung; dazu: jeweils zwei brandneue Trendvarianten.
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Seitenzahl: 54
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Wie jeder andere Handwerker hat auch der Bartender spezielle Werkzeuge für seine Arbeit hinter der Bar. Eines der wichtigsten: der Shaker. Für Anfänger am besten geeignet ist der schön leichte, dreiteilige Edelstahl-Shaker mit »eingebautem« Barsieb. Profis schwören auf den zweiteiligen Boston Shaker, bestehend aus einem Glas- und einem Metallteil. Für dessen Gebrauch benötigen Sie allerdings ein separates Barsieb. Cocktails, die nur Spirituosen enthalten, werden im Rührglas zubereitet, da sich ihre Zutaten leicht vermischen lassen. Eine gute Alternative hierzu ist das Glasteil des Boston Shakers. Ein langstieliger Barlöffel hilft beim Rühren, darüber hinaus leistet er als Mini-Barmaß gute Dienste: Er fasst ca. 1/2 cl.
Für größere Mengen aber wesentlich bequemer: das Barmaß. Um frische Früchte und/oder Kräuter und Gewürze zu zerdrücken, muss ein »Muddler« bzw. Barstößel her. Der Hygiene wegen sollten Sie einen aus Hartplastik oder Metall wählen. Der elektrische Standmixer ist ideal zum Mixen von Fruchtpürees oder anderen schwer mischbaren Zutaten wie z. B. Sahne. Außerdem können Sie mit ihm gleich mehrere Cocktails auf einmal zubereiten. Ein Icecrusher erleichtert Ihnen die ansonsten sehr mühevolle Arbeit, in ein Handtuch eingeschlagene Eiswürfel mit dem Nudelholz zu zerkleinern.
Übrigens: Eis zählt zu den wichtigsten »Arbeitsmaterialien« im Barbetrieb – ohne gutes Eis, d. h. große Eiswürfel ohne Hohlräume, braucht man mit Cocktails gar nicht erst anzufangen! Größere Mengen entweder kaufen (z. B. an der Tankstelle) oder in Eiswürfelbehältern aus Plastik herstellen.
Weil für jeden Cocktail ein bestimmtes Glas vorgesehen ist, sollten Sie sich für Ihre Cocktailpartys einen gewissen Grundstock an Gläsern zulegen:
Die meisten Sekt- oder Champagnercocktails werden ganz stilecht im Champagnerkelch bzw. Sektglas serviert, die jeweils Platz für einen Drink mit etwa 18 cl bieten.
Die Cocktailschale mit 20 cl Fassungsvermögen wird für viele klassische Drinks benutzt, die man »straight up«, also ohne Eis, serviert und die Fruchtsäfte oder Sahne enthalten. Berühmte Beispiele sind die Margarita oder der Daiquiri.
Klassiker wie der Martini oder Manhattan, die wiederum nur aus Spirituosen bestehen, können ihre Aromen im 15-cl-Martinikelch so richtig entfalten.
Für den Genuss von puren Spirituosen auf Eis, aber auch für Cocktails mit kleinerem Volumen ist der kleine Tumbler (20 cl) das Standardglas. Und wenn Sie Ihre Margarita lieber »on the rocks« (auf Eis) wünschen, ist dieses Glas ebenfalls die richtige Wahl.
Drinks mit größerem Volumen sind besser im großen Tumbler (38 cl) oder dem großen Cocktailglas (45 cl) aufgehoben.. Der Tumbler ist gedrungener, das Cocktailglas etwas höher und größer.
Das Longdrinkglas fasst mit 30 cl weniger als das große Cocktailglas. In dem schmalen, hohen Glas serviert man Spirituosen auf Eis, die mit einem »Filler« (z. B. Limonade) aufgegossen werden. Populäre Beispiele sind Gin Tonic oder Wodka Lemon.
So schütteln Sie den Shaker wie ein Bar-Profi: Stehen Sie mit leicht versetzten Beinen in schulterbreitem Abstand. Umfassen Sie mit der einen Hand den unteren, mit der anderen Hand den oberen Teil des Shakers. Führen Sie nun den Shaker zur Schulter der oben liegenden Hand.
Dann den Shaker in rhythmischen, waagerechten Bewegungen nach vorn und wieder nach hinten bewegen. Achten Sie dabei darauf, dass Ihre Ellbogen in Schulterhöhe bleiben. Und: Holen Sie ruhig bis über die Schulter aus – Cocktails sollten »hart« geschüttelt werden!
Shaken Sie den Drink etwa 10 Sek., damit sich alle Zutaten gut vermischen und durch das Eis gekühlt werden können. Wenn der Shaker außen ganz beschlagen ist, ist der Cocktail fertig.
Wichtig: Den Shaker immer fest verschließen! Die physikalische Energie, die beim Schütteln auf den Shaker wirkt, presst die Teile auseinander, und schnell haben Sie den ganzen Cocktail auf Ihrem Hemd!
Außerdem sollte das Glasteil des Boston Shakers bzw. der kleine Teil des dreiteiligen Shakers nie zum Gast, sondern immer zu Ihnen zeigen. Denn sollte Ihnen ein Missgeschick passieren, landet das Glas hinter Ihnen – und nicht beim Gast. Die Verletzungsgefahr ist so für beide Seiten weitestgehend gebannt.
Vorsicht bei kohlensäurehaltigen Zutaten! Diese niemals mitschütteln: Der Druck der Kohlensäure treibt den Shaker auseinander und lässt ihn förmlich explodieren!
cremig-kräftiger Digestif
1. Brandy, Crème de Cacao und Sahne mit 8 Eiswürfeln in den Shaker geben. Diesen gut verschließen und ca. 15 Sek. schütteln.
2. Den Inhalt des Shakers durch das Barsieb in den Martinikelch gießen. Etwas Muskat auf den Drink reiben und sofort servieren.
KLEINE BARGESCHICHTE
Der cremige Klassiker erschien erstmals um 1910 in New York auf dem Bartresen, bevor ihn dann Harry MacElhone in Harry’s New York Bar in Paris salonfähig machte. In der ursprünglichen Version wurde er mit Gin gemixt, nach und nach setzte sich aber die Brandy-Variante durch.
Cocktails mit Sahne sind meist sehr SÜSS und gehaltvoll. Da sie also richtiggehend SATT MACHEN, eignen sie sich nicht als Aperitif, sondern gehören ans Ende eines Essens – womöglich sogar als DESSERTERSATZ.
Gin Alexander
1. Gin, Crème de Cacao und Sahne mit 8 Eiswürfeln in den Shaker geben. Diesen gut verschließen und ca. 15 Sek. schütteln.
2. Den Inhalt des Shakers durch das Barsieb in den Martinikelch gießen. Etwas Muskat auf den Drink reiben und sofort servieren.
DAS PRINZIP ALEXANDER.Der sahneweiche Brandy Alexander lässt sich gut variieren, indem Sie ihn statt mit Muskat mit WEIHNACHTLICHEN GEWÜRZEN verfeinern – z. B. mit 1 Prise Lebkuchengewürz. Oder Sie kombinieren ihn mit einem AROMA, das mit der Schokoladennote des Kakaolikörs harmoniert, wie etwa ORANGENÖL.
Orange & Dark Chocolate Alexander
1. Brandy, Zartbitterschokoladenlikör, Orangenlikör, Sahne und Orange Bitter mit 8 Eiswürfeln in den Shaker geben. Diesen fest verschließen und ca. 15 Sek. schütteln. Anschließend den Inhalt des Shakers durch das Barsieb in den Martinikelch gießen.
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