Cook & Gravel - Henrik Orre - E-Book

Cook & Gravel E-Book

Henrik Orre

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Beschreibung

Outdoor kochen beim Bikepacking und Graveln: Schmackhafte Rezepte für Lagerfeuer und Campingkocher Ob beim Overnighter oder auf längeren Radreisen: Zum perfekten Abenteuer wird die Tour mit dem Gravelbike, wenn man sich nach dem Radfahren draußen unter freiem Himmel etwas Gutes kochen kann. Die Zutaten und das Kochzubehör können platzsparend am Fahrrad verstaut werden – der Rest kommt aus der Natur. Variantenreiche Outdoor-Rezepte für alle Jahreszeiten bringen Abwechslung in die Outdoorküche auf zwei Rädern. - 50 schnelle Rezepte für Graveltour und Radreise - Leckeres draußen kochen, über offenem Feuer oder mit dem Campingkocher - Unkompliziertes Reisekochbuch für alle, die Platz und Zeit sparen wollen - Vom langjährigen Koch des Profirennrad-Teams Ineos Henrik Orre - Das ideale Geschenk für alle Radfahrer, die Bikepacking, Camping und Gravel-Touren lieben One-Pot-Rezepte für die schnelle Urlaubsküche: Die warme Mahlzeit aus einem Topf Wer den ganzen Tag im Fahrradsattel saß, braucht Energie! Mit den leckeren Outdoor-Gerichten aus diesem Kochbuch wird jeder satt und schnell wieder fit: zum Frühstück Blaubeer-Porridge, zwischendurch ein Pfannkuchen mit Erdbeerkonfitüre und zum Abendessen das Pilzrisotto mit Fichtenspitzen – so macht Kochen draußen Spaß und schmeckt! Ob für die eigene Outdoorbibliothek, den nächsten Campingausflug oder die anspruchsvolle Gravelbike-Tour: Mit diesem praktischen Reisekochbuch wird das nächste Outdoor-Abenteuer nicht nur aufregend, sondern auch noch lecker!

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Seitenzahl: 55

Veröffentlichungsjahr: 2023

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COOK & GRAVEL

50 REZEPTE FÜR CAMPINGKOCHER UND LAGERFEUER

HENRIK ORRE

FOTOGRAFIE: PATRIK ENGSTRÖM

AUS DEM ENGLISCHEN VON GERRIT J. TEN BLOEMENDAL

DELIUS KLASING VERLAG

INHALT

VORWORT

GRAVELN & NACHHALTIGKEIT

MEIN VORRAT

50 REZEPTE

FÜR UNTERWEGS

FÜR DAS BASISLAGER

25 TIPPS FÜR ABENTEURER

KAFFEE FÜR UNTERWEGS

REGISTER

DANKSAGUNG

EINFACHES ESSEN, DAS INSPIRIERT

Die Idee für dieses Buch entstand während der abschließenden Arbeiten für mein zweites Kochbuch, Vélochef in Europe. Nachdem ich jahrelang Essen für einige der besten Radprofis der Welt zubereitet hatte, suchte ich eine neue Herausforderung. Ich wollte weg vom Straßenradsport und von seiner auf Training und Hochleistung ausgerichteten Ernährung.

Und so fuhr ich im Sommer 2017 mit einigen guten Freunden in das Land, in dem ich geboren wurde und aufgewachsen bin: Norwegen. Das Dorf Eresfjord im Südwesten, eine Autostunde von Molde entfernt, war eine Woche lang unser Basislager. Dort begannen wir unsere Touren und bereiteten das Essen zu.

Eresfjord liegt, eingebettet zwischen hohen Gipfeln, am Ende eines Tals zwischen einem Fjord, dem es seinen Namen verdankt, und einem großen See. Die steilen Hänge sind durchzogen von schmalen, kurvenreichen Straßen, die ideal zum Radfahren sind. Steil und anspruchsvoll sind sie allerdings schon! Doch auf den Gipfeln angekommen weiß man, dass sich die Schinderei gelohnt hat: die Aussicht, die Berge und die unberührte Natur – einfach unfassbar schön.

Das Essen wollte ich am Lagerfeuer oder auf einem Campingkocher zubereiten – mit einfachsten Mitteln und ohne großes Zubehör. Aber ich wollte auch gutes Essen aus frischen Zutaten kochen und nicht nur Gefriergetrocknetes mit heißem Wasser übergießen.

Ich habe mich daher ausführlich mit Zutatenkombinationen und Techniken befasst, um Zeit und auch Gepäck zu sparen. Wenn man einiges bereits zu Hause vorbereitet, macht das die Sache einfacher. Gemüse schälen, putzen und zerkleinern, Fleisch und Fisch in Stücke schneiden und alles in kleinen Gläsern oder Gefrierbeuteln verpacken – das ist vor allem dann wichtig, wenn man während einer Mehrtagestour nur einen Campingkocher, einen Kochtopf und eine Bratpfanne dabeihat.

Nach einem langen Tag auf dem Rad – oder nach einer Wanderung – fühlt sich ein gutes Outdoor-Essen wie eine Belohnung an. Der Geruch und das Knistern des Lagerfeuers schüren die Erwartungen, und das Essen schmeckt noch besser, wenn man es mit Freunden genießt.

Die Mahlzeiten in diesem Buch sind nicht immer die traditionelle Kombi »Fleisch, Sauce und Kartoffeln«. Und ebenso wenig bestehen sie stets aus Vor-, Haupt- und Nachspeise. Dafür lassen sie sich leicht nach eigenem Gusto und je nach Situation anpassen.

Das Essen, das ich hier zubereite, ist einfach. Daher kann auch jeder die Rezepte umsetzen. Mein Buch soll dir als Inspirationsquelle und als Leitfaden für deine eigenen Outdoor-Abenteuer dienen.

Gutes Gelingen!

HENRIK ORRE

GRAVELN & NACHHALTIGKEIT

Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie sich Radfahrer zu Beginn des 20. Jahrhunderts gefühlt haben müssen, als sie erstmals auf Teerstraßen fuhren. Wie ein Traum muss es gewesen sein, endlich von dem unberechenbaren, unbequemen Schotter und den ständigen Reifenpannen erlöst zu sein und schneller, sicherer, leiser und mit mehr Freude fahren zu können. Auch heute noch ist der Asphalt der Traum für alle, die gern auf diesem Belag unterwegs sind. Allerdings hat die enorme Zunahme des Verkehrs viele Straßen in einen Albtraum für Radfahrer verwandelt. Deshalb bevorzugen viele Biker heute unbefestigte Nebenstraßen, auf denen sie sich sicher fühlen und sich ganz auf das konzentrieren können, was sie am liebsten tun: die Zeit im Sattel genießen.

Wie andere Radsportarten hat auch der Straßenradsport in letzter Zeit eine enorme Entwicklung durchgemacht, sowohl, was das Material angeht, als auch, was die Technologie betrifft. Das ermöglicht es Radbegeisterten, schneller zu fahren und neue Herausforderungen zu meistern. Die Kehrseite ist, dass diese zunehmende Abhängigkeit vom wissenschaftlichen Fortschritt, vor allem in den Bereichen Digitalisierung und Vernetzung, auch Stress erzeugen kann. Denn wer Lebensqualität nur anhand von messbaren Größen bestimmt, versäumt es womöglich, die »sanftere« Art des Radfahrens zu genießen.

»Viele Biker bevorzugen heute unbefestigte Nebenstraßen, auf denen sie sich sicher fühlen und sich ganz auf das konzentrieren können, was sie am liebsten tun: die Zeit im Sattel genießen.«

Es ist nicht weiter verwunderlich, dass das zunehmende Interesse an Outdoor-Aktivitäten mit dem aktuellen Trend des Gravelbikens zusammenfällt. Viele Menschen wollen einfach mal raus aus ihrem Alltag, der alles andere als gesund für sie ist. Gerade bei Aufenthalten in der Natur lässt sich unsere Batterie wieder mit wertvoller Energie aufladen. Und seien wir mal ehrlich: Gibt es etwas Schöneres, als sich ausschließlich mit eigener Muskelkraft fortzubewegen?

Für mich bedeutet Gravelbiken Genuss pur. Natürlich dürfen auch Gravelbiker schnell fahren oder sich extrem anstrengen, aber das Wichtigste ist und bleibt, jeden gefahrenen Meter so intensiv wie möglich zu genießen. Und das, ohne sich vom Verkehr stören zu lassen oder sich in technischen Details zu verlieren.

Allein in Schweden warten über 20 000 Kilometer Schotterstraßen auf dich und dein Gravelbike. Wer sich erst einmal auf dieses große Vergnügen eingelassen hat, der wird bald mehr wollen. Dann ist die nächste Stufe eine mehrtägige Reise mit Fahrrad und Gepäck. Und wer schließlich zu einem überzeugten Bikepacker avanciert, der kann sich immer auf etwas ganz Besonderes freuen.

Alle, die der Radsportwelt intensiv verbunden sind, haben miterlebt, dass der Graveltrend viele kleine Hersteller hervorgebracht hat. Bereits länger bestehenden Marken und kleinen Garagenunternehmen wurde neues Leben eingehaucht. Als die gesamte europäische Fahrradproduktion für den Massenmarkt größtenteils nach Asien abgewandert ist, hat die Branche viel von ihrer Einzigartigkeit verloren und einige kleine Fahrradhersteller mussten aufgeben. Fortan ging es nicht mehr um Individualität und Handwerkskunst, sondern es zählten nur noch der niedrigste Preis und eine Produktion, bei der das größte Unterscheidungsmerkmal der Fahrräder die Farbe und die Aufkleber waren. Leicht zu verstehen, aber schwer zu akzeptieren.

KLEINE MARKEN schaffen es nicht, ihre Produkte als die preisgünstigsten oder die besten anzupreisen. Aufgrund der handwerklichen Fertigung und begrenzter Kapazitäten können sie kaum mit der Hochleistungsindustrie und den billigen Arbeitskräften in Asien konkurrieren.

»Natürlich dürfen auch Gravelbiker schnell fahren oder sich extrem anstrengen, aber das Wichtigste ist und bleibt, jeden gefahrenen Meter so intensiv wie möglich zu genießen, ohne sich vom Verkehr stören zu lassen oder sich in technischen Details zu verlieren.«

Dennoch haben sie bei jenen Verbrauchern einen Markt gefunden, denen handwerkliche Herstellung und Individualität wichtig sind, vielleicht sogar am wichtigsten. Bei denen es auch nicht darum geht, sich jede Saison ein neues Bike zuzulegen. Im Gegenteil: Der oder die typische Kund*in kleiner Marken hat sich schon lange nach seinem oder ihrem Traumrad gesehnt und setzt auf eine langfristige Beziehung.