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Crunch! Hier treffen die faszinierende Welt der Mangas und die Ideen des innovativsten Kulinarik-Team Wiens aufeinander und fusionieren zum aufregenden Abenteuer auf der Suche nach dem Super-Crunch! Wir begleiten Küchenchef Eddi bis nach Japan und auf seiner Reise lässt er es so richtig krachen. Egal ob Gemüse, Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Obst oder Desserts – eingehüllt in den richtigen Knuspermantel verwandeln sich diese Zutaten zu purem Comfort Food der japanischen Fusionsküche. Mit den richtigen Ölsorten, der optimalen Temperatur und einer professionellen Warenkunde rund ums Thema Frittieren im Topf, brutzeln Kaarage bis Tempura zu den crispy Highlights jedes Essens. Das verheißungsvolle Knistern in den Töpfen wird zur Begleitmusik für die Knusper-Erlebnisse auf unseren Gaumen. Kauen ist Silber, Knuspern ist Gold! Mit zehn illustrierten Manga-Episoden von Yona Schuh.
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Seitenzahl: 105
Veröffentlichungsjahr: 2023
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INTRO30 Seiten
Vorwort
Hommage an den Crunch
Knusperkunde
Die nötige Ausrüstung
Goldene Regeln des Crunch
Agemono für Anfänger
Backteig oder Panade
Erste Hilfe
Nach dem Frittieren
Die Suche nach dem Supercrunch
Lasst uns essen!
STARTER20 Rezepte
Crispy Calamari
Burrata & Bing Bread
Sea Bream Ceviche
Crispy Skin Gyoza
Fennel Salad
Ebi Ha Gao
Grilled Kimchi
Iwashi Karaage
Beef Tartare & Rice Crisp
Ebi Hedgehog
Deer Tataki
Nori Okra Taco
Miso Caesar Salad
Crispy Kale Salad
Crispy Enoki Salad
Softshell Crab Ceviche
Smashed Cucumber
Asparagus Tempura
Agedashi Tofu
Potato Chips
スターター
IN BETWEEN12 Rezepte
Roasted Cauliflower
Rice & Egg
Fake Calamari
Hamachi Ssam
Katsu Sando
Musroom Tan Tan
Katsu Nasu
Beetroot & Fig Tempura
Tofu Karaage Salad
Panko Onsen Egg
Sea Bass & Blood Orange
Eddi's Artichoke
小料理
SUSHIお寿司4 Rezepte
Ebi Tempura Roll
Crispy Spicy Salmon Roll
Dana Roll
Crunchy Temaki
MAIN20 Rezepte
Dirty Wings
Trout & Kinoko
Eddi's Congee
Lemongrass Chicken
Sea Bream Tempura
Sweetbread Karaage
Kabocha Korokke
Rack of Lamb
Okonomiyaki
Butterfly Sea Bass
Portobello Katsu Curry
Takoyaki Mochi Style
Red Mullet & Yuzu Fennel
Piccata alla Mochinese
Prawns in Kadaifi
Takeshi's Nanban
Topinambur & Labneh
Crunchy Chashu & Ume
Udon & Tempura
Fish 'n' Chips
メイン・ディッシュ
SWEETS6 Rezepte
Toffee Banana
Chocolate Beignets
Yuzu Curd & Kombu
Miso Peanut Cookie
Soft Ice Cream & Miso Caramel
Sticky Rice & Mango
デザート
DRINKS飲み物6 Rezepte
Sunday's Whisky Highball
Japanese Boulevardier
Ume Granit Highball
Hunter Yuzu Highball
Black Sesame Sour
Sesame Caramel Chip
OUTRO17 Seiten
Grundrezepte
Mochiversum
Die Mochis
Dank
Team
Glossar
Register
Impressum
カリカリ食べよう!
Wir lieben unser Essen crispy und crunchy.
Wir lieben es, wenn es zwischen den Zähnen verheißungsvoll knuspert und knackt, anregend knistert und kracht.
Wenn du dieses Buch in Händen hältst, stehen die Chancen gut, dass es dir genauso geht. In Japan findet man knusprig Gebackenes an jeder Ecke – von Supermärkten, Automatenrestaurants und bodenständigen Izakaya-Bars bis hin zu Kaiseki, dem kunstvollen Menü, das zur traditionellen Teezeremonie serviert wird. Auch bei zahlreichen Feierlichkeiten und saisonalen Festivals krachen Karaage, Tempura, Kushikatsu und Korokke mit dem Feuerwerk am Nachthimmel um die Wette. Ob Gemüse, Pilze, Fleisch, ganze Fische, Meeresfrüchte, Teigwaren oder Obst – in heißem Fett frittiert, in goldener Panade oder einem dünnen Teigmantel zart gegart und knusprig gebacken hat so gut wie jede Zutat das Zeug zum Comfort Food. Dass sich trotzdem kaum kreative Kochbücher zum Thema finden, liegt daran, dass Speisen aus der Fritteuse lange verpönt waren und bis heute einen schweren Stand haben. Sie galten als fetttriefend, unbekömmlich und der Gesundheit nicht gerade zuträglich. Inzwischen wissen wir, dass es beim Frittieren neben dem Was vor allem auf das Wie ankommt: Bei der optimalen Temperatur mit geeigneten Fetten, dem richtigen Know-how und genauem Timing zubereitet, lassen sich crispy und crunchy Gerichte in vollen Zügen und ohne schlechtes Gewissen genießen. Eddis ehemaliger Chef, langjähriger Mentor und Freund The Duc Ngo hat in der Küche einmal ironisch zu ihm gemeint:
„Du kannst doch nicht alles frittieren!“
Wir sagen: Challenge accepted! Frittiert, gegrillt oder mit knackigen Toppings verfeinert – die auf den nächsten Seiten versammelten Rezepte sind der köstliche Beweis: Kauen ist Silber, Knuspern ist Gold.
Let’s crunch!
Deine Mochis
Die goldbraune Kruste, die deinen Blick magisch anzieht und dir das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Das laute Krachen, das jeden Bissen effektvoll begleitet. Die knusprige Textur, durch die das Essen zum Erlebnis wird: Das ist die Macht des Crunch. Widerstand ist zwecklos – wir vier sprechen aus Erfahrung. Seit wir das Mochi 2012 eröffnet haben, lassen wir die beliebteste aller Konsistenzen mit einer ganzen Reihe an Gerichten – von knackigen Edamame bis zu gebackenen Hühnerkeulen und crispy Sushirollen – hochleben. Auch im Mochi am Markt, im o.m.k, in der Ramen Bar und der Kikko Bā gibt es garantiert immer was zu knuspern. Einige Kreationen haben sich inzwischen zu Signature Dishes und heißgeliebten Favoriten von uns und unseren Stammgästen entwickelt. Für Sandra und Tobi ist es Tori Karaage, für Nicole ist es frittierter Rosenkohl, unsere Kinder kriegen von Chicken Wings nicht genug und Eddi liebt überhaupt alles Gebackene.
カリカリ食べよう!
料理
楽しむ
料理する
会食する
飲む
美味しい
Erlaubt ist, was knuspert und schmeckt.
Die Basics fürs Frittieren
揚げ物の紹介
Außen kross, innen zart und saftig – knusprig Gebackenes ist einfach unwiderstehlich. Dazu kommt, dass beim Frittieren die Aromen und Nährstoffe der Zutaten besonders gut erhalten bleiben. Fachgerecht durchgeführt geht das Garen im heißen Fett sogar als relativ fettarme Zubereitungsmethode durch.
Ob im Topf oder in der Fritteuse, damit sich der perfekte Crunch einstellt, braucht es ein unschlagbares Duo: Hitze und Fett. Während erstere das Innere des Lebensmittels gart und dafür sorgt, dass das in den Zellen enthaltene Wasser zugunsten einer knusprigen Kruste verdampft, stellt das Fett den gleichmäßigen direkten Kontakt zwischen Hitzequelle und Lebensmitteloberfläche sicher. Wir verraten dir alles, was du über das Dreamteam wissen musst.
油
Beim Frittieren geht es richtig heiß her. Um sich dafür zu qualifizieren, müssen Fette hohen Temperaturen standhalten, ohne dabei Rauch zu bilden. Wie hitzestabil eine Fettsorte ist, lässt sich am sogenannten Rauchpunkt ablesen. Er gibt an, ab welcher Temperatur die flüchtigen Komponenten verdampfen. Wird es über den jeweiligen Rauchpunkt erhitzt, verbrennt das Fett, wobei schädliche Transfette entstehen können.
Für unsere crispy und crunchy Rezepte kommen daher ausschließlich tierische und pflanzliche Fette mit einem Rauchpunkt über 200 °C infrage. Hier einige bestens geeignete Kandidaten:
FETTSORTE
RAUCHPUNKT
Schweineschmalz
205 °C
Rinderfett
205 °C
Butterschmalz
205 °C
Rapsöl
205 °C
Helles Sesamöl
210 °C
Sonnenblumenöl
225 °C
Erdnussöl
230 °C
Reisöl / Reiskleieöl
250 °C
Für crunchy Ergebnisse darf das Fett weder zu heiß noch zu kalt sein. Bei zu hohen Temperaturen verbrennt die Hülle, bevor das Innere gar ist. Zu niedrige Temperaturen verhindern das Bilden einer Kruste, wodurch sich das Frittiergut mit Fett vollsaugt und matschig statt knusprig wird. Als Richtwert gilt beim Frittieren eine Zieltemperatur von 170 bis 190 °C. Diese lässt sich mithilfe eines elektronischen Küchenthermometers messen oder direkt an der Temperaturanzeige der Fritteuse ablesen. Hat man beides nicht zur Hand, kann man sich mit einem Holzkochlöffel behelfen (siehe Seite 13).
Auch im Laufe der Zubereitung empfiehlt es sich, die Temperatur im Auge zu behalten, denn kalte Zutaten und große Mengen Frittiergut lassen das Fett nach und nach abkühlen. Deshalb Fett unbedingt erneut auf die gewünschte Temperatur bringen, bevor die nächste Portion auf Tauchstation geht.
Die Hitzestabilität eines Öls hängt nicht zuletzt davon ab, wie dieses gewonnen und verarbeitet wurde. Bei unter 45 °C kalt gepresste bzw. native Pflanzenöle weisen zwar mehr Aroma, dafür aber einen niedrigen Rauchpunkt auf. Sie sind ideal für Marinaden und Dressings und zum abschließenden Verfeinern von Speisen, für starkes Erhitzen jedoch ungeeignet. Raffinierten Ölen werden bei der Herstellung sämtliche hitzeempfindliche Stoffe entzogen, weshalb sie beim Kochen auch hohen Temperaturen standhalten. Sie sind weitgehend geschmacksneutral und aufgrund ihrer Verarbeitung lange haltbar.
Eine weitere Kategorie bilden High-Oleic-Bratöle, die ihren hohen Rauchpunkt dem stark erhöhten Ölsäureanteil speziell gezüchteter Sonnenblumen- und Distelsorten verdanken.
Alle Rezepte in diesem Buch lassen sich zu Hause unkompliziert ohne Fritteuse zubereiten. Während wir im Mochi mit einer Gastro-Fritteuse arbeiten, wurden alle Gerichte auf den Fotos im Kochtopf zubereitet. Mit den folgenden Utensilien bist du dafür perfekt gerüstet:
Am besten eignen sich unbeschichtete Töpfe mit dickem Boden aus Gusseisen oder Edelstahl – sie speichern die Wärme besonders gut. Die Töpfe sollten breit (idealerweise 28–32 cm ø) und möglichst hoch (ca. 20 cm) sein, damit beim Frittieren nichts überschäumt und Fettspritzer abgefangen werden.
Ein elektronisches Küchenthermometer zeigt an, wann die optimale Fetttemperatur erreicht ist. Alternativ den Stiel eines Holzkochlöffels oder einen Holzspieß ins Fett halten – wenn ringsum Bläschen aufsteigen, ist das Fett heiß genug.
Ob mit einem digitalen Küchentimer mit Sekundenanzeige oder dem Timer vom Handy – Hauptsache, du behältst die Garzeit im Blick.
Frittiergut muss ausdampfen und abtropfen. Es gibt eigene Topfeinsätze für Tempura, aber ein Rost über einem Blech oder Teller genügt auch.
Sauberes Arbeiten ist Trumpf. Mit Stäbchen oder einer Pinzette ziehst du Zutaten im Handumdrehen durch den Teig und legst sie anschließend direkt ins heiße Öl.
Mithilfe eines Schaum- oder Abseihlöffels mit möglichst feinem Gitter lassen sich selbst feine Teilchen wie Pankoflocken und Tempurateig aus dem heißen Fett fischen, bevor sie verbrennen. Auch zum Umrühren und Wenden von Frittiergut eignet er sich gut.
Benutztes Öl vor dem Abfüllen in Flaschen zur Aufbewahrung unbedingt filtern. Besonders gut eignet sich ein Haarsieb, aber es klappt auch mit einem Kaffeefilter.
必要な調理器具
In hitzestabilem Fett gebacken verwandeln sich fast alle Lebensmittel in knusprige Stars – vorausgesetzt, sie enthalten Wasser. Erst indem das in einer Zutat enthaltene Wasser im heißen Fett an der Oberfläche verdampft, bildet sich eine knusprige Kruste. Staubtrockene Zutaten würden dagegen einfach verkohlen. Bei besonders wasserhaltigem Gemüse und Obst verhindert ein Teigmantel zu starkes Spritzen, ansonsten genügt es, die Schnittflächen gründlich trocken zu tupfen. Sei dennoch immer vorsichtig und lasse die Zutaten ganz sachte in das heiße Öl gleiten.
Beim Kochen mit Fett und Hitze kommt es auf das Timing an. Frittierkörbe, Siebe, Deckel, Schöpfkellen und Grillzangen oder Stäbchen deshalb am besten gleich zu Beginn bereitlegen. Dasselbe gilt für einen Rost oder ein Backblech mit Abtropfgitter und Küchenpapier zum Ablegen der Zutaten nach dem Frittieren. Um schmerz-hafte Fettspritzer zu vermeiden, sollten alle Utensilien trocken sein.
Nur bei Fetttemperaturen zwischen 170 °C und 190 °C ist die Hitze gegeben, die das Innere durchgaren und die Oberfläche kross werden lässt. Die Temperatur lässt sich am besten mit einem Thermometer überprüfen. Bei Rezepten mit Tempurateig kannst du alternativ auch ein klein wenig Teig in das Öl tropfen lassen. Der Teig sollte bis zum Boden sinken und gleich wieder auftauchen.
Das Verhältnis von Frittiergut zu Fett sollte 1:10 betragen – für 100 g Lebensmittel bist du also mit einem Liter Öl gut beraten. Dabei sollte der Topf maximal bis zur Hälfte gefüllt werden. Je mehr Stücke sich gleichzeitig im heißen Fett tummeln, desto stärker sinkt dessen Temperatur. Zutaten im Teigmantel brauchen etwas mehr Platz, damit sie sich beim Ausbacken nicht berühren und zusammenkleben. Daher bei Bedarf portionsweise arbeiten und das Frittiergut immer wieder mit einem Schaumlöffel im Fett bewegen oder wenden, damit es gleichmäßig gart.
Je nach Größe und Form des Garguts können die Garzeiten einer Zutat unterschiedlich sein. Verlasse dich auf deine Augen und die Sinne: Ist die Kruste knusprig und goldbraun, ist das Gargut meist fertig. Bereitest du große Stücke zu und bist dir nicht sicher, ob wirklich alles perfekt gar ist, lasse die frittierten Stücke zur Sicherheit noch einige Minuten bei ca. 150 °C im Backofen nachziehen. Das ist besonders bei Geflügelfleisch wichtig. Gemüse darf ruhig noch knackig sein, ganz frischer Fisch muss nicht immer vollständig durchgegart werden.
Auch ein Fleischthermometer ist hilfreich:
Kerntemperatur Geflügel: ca. 80 °C
Kerntemperatur Schweinefilet: 58–62 °C
Kerntemperatur Fisch: 50–54 °C
So essenziell Fett für den Knuspergenuss ist, so überflüssig und störend ist es am crispy Endprodukt. Darum Frittiergut nach dem Ausbacken immer gut über dem Topf oder der Fritteuse ausschütteln und auf einem Blech mit einem Abtropfgitter, in einem Sieb oder auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Frisch Gebackenes gibt auch nach dem Frittieren Dampf ab. Wird es gestapelt oder abgedeckt aufbewahrt, kondensiert dieser und macht die herrliche Knusprigkeit zunichte, dasselbe gilt auch fürs Warmhalten im Backofen. Stattdessen am besten 3–4 Minuten auf einem Abtropfgitter ausdampfen lassen. Das verhindert auch, dass die Zutaten unnötig viel Fett aufsaugen.
Unter dem Begriff „Agemono“ werden in der japanischen Küche frittierte Speisen zusammengefasst. Je nachdem, ob und womit sich das Frittiergut vor dem Bad im heißen Fett in Schale wirft, unterscheidet man folgende vier Kategorien:
揚
げ
物
Frittieren von naturbelassenen oder marinierten Zutaten mit einem Mantel aus Stärke, Mehl oder Panko – z. B. Tori Karaage (Huhn), Agedashi Dofu (Tofu), Karei Karaage (Plattfisch).
Frittieren von Zutaten in Panaden – z. B. Tonkatsu (Schweinekotelett), Menchi Katsu (Hackfleischbratling), Furai (Meeresfrüchte), Korokke (Kroketten aus Erdäpfeln und Fleisch), Kushikatsu (frittierte Spießchen).
Frittieren von Zutaten in luftigem Backteig – z. B. Tempura (diverse Gemüse, Pilze, Fische und Meeresfrüchte), Kaki-age (geschnittene Meeresfrüchte und Gemüse).
