14,99 €
Mit Dahlienzauber zum eigenen Gartenglück: Sarah Stiller präsentiert in diesem Callwey Buch mit viel Liebe die bunt gemischte Welt der Dahlien. Dabei gibt sie nicht nur hilfreiche Tipps zur Anpflanzung und Pflege, sondern verrät ihre besten Tricks gegen Schnecken. Zahlreiche Infos zur Insektenfreundlichkeit der Blumen und wie sie im Beet kombiniert werden können lassen keine Fragen offen.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 47
Veröffentlichungsjahr: 2023
SARAH STILLER
Strawberry Cream
GROSSE DAHLIENLIEBE
ES WAR EINMAL DIE DAHLIE
UNGEHEURE DAHLIENVIELFALT
Blütenform
Blütengröße
Farben
DAHLIEN RICHTIG PFLANZEN
Vorziehen im Topf
Direkt ins Beet
Standort
Boden
Pinzieren
DIE PFLEGE DEINER DAHLIE
Durst
Hunger
Was zum Anlehnen
Körperpflege
Winterschlaf
NACHWUCHS! DAHLIEN VERMEHREN
Knollen teilen
Anzucht aus Samen
Anzucht aus Stecklingen
SCHÄDLINGE UND KRANKHEITEN
BESTE FREUNDE
Frisch und hell
Beerig und kräftig
Rosa-Liebe
Wie die Blätter im Herbst
VASENGLÜCK
ES KREUCHT & FLEUCHT
LIEBLINGS-DAHLIEN
Lavender Perfection
Café au Lait
Caitlin´s Joy
Labyrinth Twotone
Crème de Cassis
Labyrinth
Wine Eyed Jill
Emory Paul
Molly Raven
Wizard of Oz
Penhill Watermelon
Peaches
Eveline
Strawberry Cream
Porcelain
Skyfall
Mango Madness
Milena Fleur
Babylon Paars
Burlesca
Rocco
Totally Tangerine
CREDITS, QUELLEN UND WEITERE LITERATUR
IMPRESSUM
Lassen Sie sich inspirieren …
Ob Architektur, Fashion, Kochen & Backen, Wohnen oder Reisen:Callwey Bücher entführen Sie immer wieder aufs Neue in andere Welten.
Mit unserem NEWSLETTER tauchen Sie monatlich ein in unsere stilvolle Welt:köstliche Rezepte, Dekorations-Ideen und schöne Geschichten.Seien Sie als Erstes informiert über unsere Novitäten und Verlosungen!
https://www.callwey.de/newsletter/
Jetzt abonnieren
Natürlich finden Sie uns auch auf SOCIAL MEDIA.Folgen Sie uns schon?
@ Callwey
https://www.facebook.com/callwey
https://www.instagram.com/callwey
Callwey Bücher machen glücklich.Probieren Sie es doch mal aus.
Ich finde, man darf seine Meinung im Laufe des Lebens durchaus auch mal ändern.
Selbst wenn das bedeutet, dass man eine Pflanze, die man bisher schlicht ignorierte, ja eigentlich schon verschmähte, innerhalb kürzester Zeit (Ich spreche von ein paar Jahren, aber was heißt das schon in der Botanik?) zu einer seiner absoluten Lieblingsblumen erklärt.
So ist es mir mit Dahlien ergangen. Ich mochte sie einfach nicht. Spießig, konservativ, irgendwie altmodisch. Und wenn ich mir Gartenbilder aus den 1980ern oder 1990ern anschaue, dann weiß ich auch warum. Krachiges Rot, kombiniert mit Zitronengelb, dazu Weiß. Gleiches Image wie das des feuerwehrroten Rosen-Bouquets mit Schleierkraut. Oder Nelken. So gar nicht meins. Und dann ist es irgendwann passiert. Sicher mag es an sensationellen Neuzüchtungen liegen, aber auch alte Sorten tauchten plötzlich wie aus dem Nichts wieder auf. Selbst die zur Zeit so beliebte „Café au Lait“ ist eine wilde 68erin. Ihr kometenhafter Aufstieg begann vermutlich, nachdem sie vor einigen Jahren in dem Magazin „Martha Stewart Weddings“, dem amerikanischen Hochzeitsmagazin, vorgestellt wurde.
Nach und nach entwickelte ich eine, man könnte fast sagen, ungebremste Dahlien-Leidenschaft. Völlig verzaubert von diesen spätsommerlichen, farbenprächtigen Geschöpfen, mache ich mich jedes Jahr wieder auf die Suche nach neuen (oder alten!) Sorten, die einzigartig und wunderschön sind. Es gibt unzählige: gefüllt, ungefüllt, Pompons oder Seerosen, Kaktus-Dahlien und Päonien, in sämtlichen Farbnuancen. Außer in blau.
Wusstest Du, dass die Dahlia imperialis bis zu zehn Meter groß wird? Begleite mich in die Welt der Dahlien und ich zeige Dir, dass selbst gefüllte Dahlien insektenfreundlich sind, wie Du sie pflanzt und pflegst, was für eine wundervolle Schnittblume sie ist und wie Du sie im Beet kombinieren kannst. Und meine besten Schneckenstrategien werde ich Dir auch verraten. Sollten nach der Lektüre noch Fragen offen sein, lass es mich unbedingt wissen.
Also runter vom Sofa, ab in die Erde und
Totally Tangerine, Islander, Rembrandt
Totally Tangerine
Strawberry Cream
Die Erfolgsgeschichte der Dahlie in unseren Gärten beginnt vor über 500 Jahren, allerdings jenseits des Atlantiks. Erst mit der Entdeckung des amerikanischen Kontinents wurde auch die Dahlie entdeckt, die bis dahin in freier Natur zwischen den kargen Wüstenlandschaften und grünen Regenwäldern Mexikos erblühte. Sie ist auch in Guatemala, Honduras, Nicaragua, El Salvador & Costa Rica heimisch.
Für die Azteken war sie weniger Blumenschmuck als Nahrungsquelle. Sie versuchten der „Acocotli“ (auf deutsch Wasserschlund, da die hohlen Stiele sehr praktisch zum Wasserholen waren oder auch, um direkt daraus zu trinken) eher einen praktischen Nutzen als Lebensmittel abzugewinnen. Die Dahlienknollen wurden, ähnlich wie ihre sehr viel bekannteren Kolleginnen, die Kartoffelknollen, zubereitet und verspeist. Auch die Blütenblätter wurden zu Nahrung verarbeitet.
Ein Dahlienstrauß wie auf alten holländischen Gemälden.
Penhill Watermelon, Islander, Milena Fleur
Die Dahlien der Azteken waren der heutigen „Dahlia imperialis“, den Baumdahlien, die zwischen fünf und zehn Meter groß werden, am ähnlichsten. Offenbar hatte die Dahlie als Delikatesse aber nur mäßigen Erfolg, denn anders als die Kartoffel oder der Mais hat sie es nicht bis in europäische Küchen geschafft.
Dahlien mal Ton in Ton
Aber zum Glück bis in unsere Gärten. Als erster Europäer wurde der spanische Arzt Francisco Hernandez auf die Urahnin unserer heutigen Dahlie aufmerksam. Von 1570 bis 1577 verweilte er in Mexiko und hatte berufsbedingt ein großes Interesse an Heilkräutern. Ob er der Pflanze irgendwelche heilenden Wirkungen abgewinnen konnte, ist nicht bekannt, aber er erwähnte sie noch unter dem Namen „Wasserschlund“ in seinen 1651 veröffentlichten Aufzeichnungen. Diese lassen auch darauf schließen, dass es damals schon Dahlien-Hybriden, also Vorfahren unserer Gartendahlien, gab.
Richtig Fahrt in die Sache kam erst über 100 Jahre später. 1789 schickte Vincentes Cervantes, der Direktor des Botanischen Gartens von Mexiko, seinen Kollegen in Madrid einige Samen der dort bislang unbekannten Pflanze. Antonio José Cavanilles zog daraus die ersten Dahlien auf europäischem Boden. Sein Werk trug Früchte, es wurde nach Dr. Andreas Dahl, einem schwedischen Botaniker, „Dahlia pinnata“ genannt. Diese, sowie die „Dahlia rosea“ und „Dahlia coccinea“, waren die ersten, die in Europa gezüchtet wurden.
