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Mit Tulpenglück zum eigenen Gartentraum: Sarah Stiller präsentiert in diesem Callwey Buch mit viel Liebe die bunt gemischte Welt der Tulpen. Dabei gibt sie nicht nur hilfreiche Tipps zur Anpflanzung und Pflege, sondern verrät ihre besten Tricks gegen Schnecken. Zahlreiche Infos zur Insektenfreundlichkeit der Blumen und wie sie im Beet kombiniert werden können lassen keine Fragen offen.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 51
Veröffentlichungsjahr: 2023
SARAH STILLER
La Belle Époque
GROSSE TULPENLIEBE
Was innere Schweinehunde und Tulpen miteinander zu tun haben
TULPEN VERSTEHEN
Der Zyklus der Zwiebel
Die Größe macht's
GESCHICHTE DER TULPEN
TULPENPRACHT & TULPENFÜLLE
Sorten
Tulpen im Farbenrausch
AB IN DIE ERDE
Tulpen setzen
Ins Beet
Im Topf
Treiben von Tulpen
DER KEUKENHOF
DIE PFLEGE DEINER TULPE
Durst
Hunger
Körperpflege
Nach der Blüte
NACHWUCHS!
Tulpen vermehren
Vermehren mit Tochterzwiebeln
Vermehren über Samen
DIE HÄUFIGSTEN SCHÄDLINGE & KRANKHEITEN
Wühlmäuse
Fadenwürmer
Pilzerkrankungen
Mosaik-Virus
Papierblütigkeit
BESTE FREUNDE
Wunderschöne Pflanzenkombinationen
VOM GARTEN AUF DEN TISCH
Tulpen in der Vase
So hast du länger Freude an Deiner Vasenpracht
LIEBLINGSSORTEN
CREDITS, QUELLEN & WEITERE LITERATUR
IMPRESSUM
Lassen Sie sich inspirieren …
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Pink Treasure
Was seid ihr nur für wundervolle Geschöpfe? Eure Farben, Formen und unendliche Auswahl entzücken mich jedes Jahr aufs Neue zutiefst.
Wie keine andere Blume kündigt ihr den Frühling mit einem Feuerwerk voller guter Laune an. Kräftig, zart, gefüllt, einfach, wild und ungestüm.
Aber auch vorher schon, wenn eure kleinen grünen Köpfchen im kahlen Garten aus der Erde schauen und sich gegen das Grau-in-Grau des Himmels behaupten, verstehe ich, warum Grün die Farbe der Hoffnung ist. Und das ist der Beweis dafür, dass es jede Mühe wert war, im Herbst wie besessen zu buddeln. Längst vergessen sind meine Finger, die vor Kälte brannten und die dicken Klumpen nasser Erde, die festgetreten an meinen Gummistiefeln, im Haus (natürlich!) runterfielen und eine dicke Matschspur im Flur hinterließen.
Kein Frühling ohne Tulpen. Kein Frühlingstisch ohne Tulpenstrauß.
Diese wundervolle Pflanze, die auch schon in der Vergangenheit für viel Wirbel sorgte, schenkt uns je nach Sorte – von März bis in die ersten Sommertage – geballte Frühlingsfreude.
Mit diesem Buch möchte ich Dich mitnehmen in die bunte Welt der Tulpen. Damit auch Du in den ungetrübten Hochgenuss dieser außergewöhnlichen Blume kommst.
Und ich möchte Dir zeigen, dass es mehr gibt, als die „normalen“ Tulpen, die wir vielleicht aus dem Garten unserer Großeltern oder aus formalen Parkanlagen kennen. Dicke romantische Päonien-, gefranste, freche Crispa-Tulpen oder übermütige, temperamentvolle Papageientulpen.
Ob im Garten oder auf dem Balkon, im Topf, im Beet oder in der Vase – Tulpen gehören für mich zum vollkommenen Frühlingsglück dazu.
Also runter vom Sofa, ab in die Erde und
So klingt mein inneres Zwiegespräch an einem kuscheligen Oktobertag:
Die Eine: „Endlich kann Sarah mit bestem Gewissen auf dem Sofa sitzen. Kerzen an und Buch aufschlagen.“
Die Andere: „Sollten wir Sarah nicht daran erinnern, doch nochmal in den Garten zu gehen?“
Die Eine: „Schick doch Sarah bei dem Wetter nicht raus. Sie hat für diese Saison wahrlich genug getan. Gönn’ ihr doch endlich eine wohlverdiente Pause.”
Die Andere: „Aber ihre Enttäuschung, wenn im Frühling kaum was los ist im Garten?“
Und wieder die Erste: „Aber da ist doch eine Menge los… Apfelblüte! Akeleien! …Primeln!!!“
Beim Stichwort Primeln springe ich auf und ziehe meine Gummistiefel an. Denn
1. habe ich keine Primeln
2. geben mir Primeln nicht das, was Tulpen mir jedes Jahr wieder schenken:
Pure, reinste, überschwängliche Glücksgefühle!
Zugegebenermaßen ist es schwer, seiner Zeit vorauszudenken (wir lernen doch, dass wir „im Moment“ sein sollen) und sich mit dem Frühling zu beschäftigen, wenn suboptimale Wetterbedingungen uns den direkten Weg zur Couch aufzeigen und unsere inneren Schweinehunde die Lebkuchen und Christstollen vor den Supermarktkassen aufmerksamst betrachten.
Aber genau dann, wenn der Herbst uns beharrlich ins Ohr flüstert, dass es Zeit ist, sich einzuigeln, Tee zu trinken und die schnurrende Katze auf dem Schoß zu kraulen, genau dann sollten wir nochmal raus.
Und wir werden so dankbar sein. So dankbar.
Black Hero
Amazing Grace, Copper Image, Queensland, Sensual Touch
Blue Diamond
Tulpen kommen aus Gegenden mit kalten, schneereichen Wintern und heißen, trockenen Sommern. Die Kälte und die Hitze machen ihnen nichts aus, vielmehr ist Feuchtigkeit etwas, womit sie schwer zurechtkommen. Ganz besonders während der Winterruhe, aber auch im Sommer.
Das Faszinierende an Zwiebelpflanzen ist, dass alles, was sie für den Neuaustrieb benötigen, bereits in der Zwiebel vorhanden ist. Und das ist für uns ein großes Geschenk, weil es uns das Gärtnern mit Blumenzwiebeln so einfach macht. Sie können sich (zumindest bis zum Austrieb) alleine versorgen.
Wie wir das von Speisezwiebeln kennen, besteht auch die Tulpenzwiebel aus mehreren Schichten (Schalen), die unten am Blütenboden, der sogenannten Basalplatte, zusammengehalten werden. Dort wachsen auch die Wurzeln.
Tulipa kaufmanniana
Längsschnitt der Zwiebel
Eine Zwiebel ist wie eine komprimierte Pflanze: Die Basalplatte ist der Stängel, die einzelnen Schichten sind die Blätter und in der Mitte befindet sich die Blüte. Sie ist ein Speicherorgan, das sich seine Nährstoffreserven zum Überwintern und zur Fortpflanzung aus den welkenden Blättern des Vorjahres zieht.
Die Zwiebel wird im Herbst gepflanzt und bildet daraufhin neue Wurzeln, über die sie sich versorgen kann.
Sobald die Temperaturen unter 5 Grad fallen, gehen die Zwiebeln in die Winterruhe. Diese dauert im Schnitt drei Monate.
Im Frühjahr erscheint der Trieb, daraus entstehen die Blätter und die Blüte.
Danach verwelkt die Blüte, Samen werden produziert, die Blätter werden langsam gelb. Tochterzwiebeln bilden sich. Aus den welkenden Blättern zieht die Zwiebel die Energie und geht über den Sommer in eine zweite Ruhephase.
Augen auf beim Zwiebelkauf! In der Regel gilt: je größer die Tulpenzwiebel, desto größer und imposanter wird ihre Blüte.
