Das 1 x 1 der Kindererziehung - Luise Otto - E-Book

Das 1 x 1 der Kindererziehung E-Book

Luise Otto

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Beschreibung

"Das 1 x 1 der Kindererziehung" ist eine Sammlung von Zitaten, bei der die wunderschönen, auf den "Punkt" gebrachten Gedanken und Beobachtungen sehr kluger Menschen so geordnet sind, dass Leser*innen wie an einem roten Faden durch das Thema gelenkt werden. Beim Lesen wird man geradezu dazu gezwungen über das eigene Aufwachsen nachzudenken, erkennt das Ineinandergreifen der Dinge und sieht Zusammenhänge, die man noch nie gesehen hat. Zum Beispiel, wie wichtig die Person des Erziehenden ist, in wievielerlei Hinsicht Liebe und Freude für unsere Seele und unsere ganze Entwicklung so wichtig sind, dass aus Freiheit Verantwortung entsteht, und dass Ehrlichkeit neben vielen Vorteilen im menschlichen Miteinander vor allem auch viel mit uns selbst macht. Betrachtet man die zunehmende Verrohung der Gesellschaft mit immer mehr Mobbing, Hetze und Gewalt, weiß man, warum diese klugen Menschen die Erziehung der Kinder und Jugendlichen für eine der allerwichtigsten Aufgaben einer jeden Familie und eines jeden Staates erklärten. Denn im Guten wie im Bösen, im Kleinen wie im Großen ist alles genauso. Das Basiswissen dieses kleinen Buches ist ganz bestimmt eine gute Hilfe beim Umgang und der Erziehung von Kindern, so dass es leichter ist, ein vertrauensvolles, fröhliches Miteinander zu erreichen. Freundlich grüßt Sie Luise Otto

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Seitenzahl: 114

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Das 1 x 1 der Kindererziehung

Gute, hilfreiche Gedanken und Erfahrungen,

gesammelt und zusammengestellt

von Luise Otto

Über Erziehung schreiben, heißt beinahe über alles auf einmal schreiben.

Jean Paul, 1763 – 1825

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Allgemeines zu Kindern

Die Seele eines Kindes

Die Liebe zu Kindern

Die Freude

Das Spielen

Wurzeln und Flügel

Warum Erziehung ?

Wie sollten Eltern, Lehrer und Erzieher sein ?

Wie funktioniert Erziehung?

-Liebe

-Vorbild

-Gewohnheit

-Ordnung

-Individualität

-Allgemeines

-Ratschläge

-Fröhlichkeit und Humor

-Kinder zum Guten beeinflussen

-Die Sprache

-Lernen und Denken

-Kinder verwöhnen

-Wünsche

-Benehmen

-Freundlichkeit, Höflichkeit, Takt

-Dankbarkeit und Verschiedenes

Ein gutes Wort

Lob und Tadel

Ehrlichkeit, wie man sie lernt und warum sie so wichtig ist

Geduld und Ungeduld

Schwierigkeiten und Probleme

Strafen

Der Wille

Selbstvertrauen

Kinder müssen lernen zu arbeiten

Die Mutter

Der Vater

Die Eltern

Gehorsam – Ungehorsam

Staat und Erziehung

Verschiedenes zu Kindern und Erziehung

Zwei Gedichte zum Abschluss

Allgemeines zu Kindern

Welch wunderbares Geheimnis ist der Eintritt eines neuen Menschen in die Welt.

Leo Tolstoi, 1828 – 1910

Jedes neu geborene Kind bringt die Botschaft, dass Gott sein Vertrauen in die Menschheit noch nicht verloren hat.

Rabindranath Tagore, 1861 - 1941

Kinder erfrischen das Leben und erfreuen das Herz.

Friedrich Ernst Daniel Schleiermacher, 1768 – 1834

Die häuslichen Freuden der Menschen sind die schönsten der Erde, und die Freude der Eltern über ihre Kinder ist die heiligste Freude der Menschheit.

Pestalozzi, 1746 – 1827

Das Haus ist wohl gegründet in dem sich ein Knab oder Mägdlein findet, das weiß mit redlichem Bemühen der Eltern Fehler zurecht zu ziehen.

Johann Wolfgang von Goethe, 1749 – 1832

Kinder sind das lieblichste Pfand in der Ehe. Sie binden und erhalten das Band der Liebe.

Martin Luther, 1483 -1546

Kinder sind Engel Gottes, gesandt, die Eltern zu heiligen, zu erheben, zu schützen und zu bewahren.

Jeremias Gotthelf, 1797 – 1831

Kinder sind das Gold jeder glücklichen, der Kitt mancher unglücklichen Ehe.

Peter Sirius, 1858 – 1913

Wenn du ein Kind siehst, hast du Gott auf frischer Tat ertappt.

Martin Luther, 1483 -1546

Kinder bleiben die Mittler zwischen Gott und den Menschen.

Jeremias Gotthelf, 1797 – 1831

Kinder sind Hoffnungen.

Philipp Friedrich von Hardenberg, Novalis, 1772 – 1801

Ein Kind ist ein Engel, dessen Flügel in gleichem Maße schrumpfen, wie die Füße wachsen.

aus Frankreich

Sparen und arbeiten muss freilich die Ordre du Jour sein, und in der Welt gibt es dazu für Menschen von Gefühl kein größeres Reizmittel als Kinder.

Georg Christoph Lichtenberg, 1742 – 1799

Kinder sind nicht nur freundliche Lichtstrahlen des Himmels und Gottesgrüße, sondern auch ernste Fragen aus der Ewigkeit und schwere Aufgaben für die Zukunft.

Friedrich Schleiermacher, 1768 – 1834

Ein Kind ist ein Buch, aus dem wir lesen und in das wir schreiben sollen.

Peter Rosegger, 1843 – 1918

Kinder sind die besten Lehrer, die man wählen kann.

Johann Wolfgang von Goethe, 1749 – 1832

Auch der Weiseste kann unermesslich viel von Kindern lernen.

Rudolf Steiner, 1861 – 1925

Wie wenig wir wissen, erkennen wir, wenn unsere Kinder anfangen zu fragen.

aus den USA

Was sogar die Frauen an uns ungebildet zurücklassen, das bilden die Kinder in uns aus, wenn wir uns mit ihnen abgegeben.

Johann Wolfgang von Goethe, 1749 – 1832

Die Kinder kennen weder Vergangenheit noch Zukunft, und was uns Erwachsenen kaum passieren kann – sie genießen die Gegenwart.

Jean de la Bruyère, 1645 – 1696

Das Leben der Kinderlein ist am allerseligsten und besten, denn sie haben keine zeitliche Sorge.

Martin Luther, 1483 – 1546

Kinderhand ist bald gefüllt, Kinderzorn ist bald gestillt.

Sprichwort

Ein Gruß aus frischer Knabenkehle, ja mehr noch eines Kindes Lallen, kann leuchtender in deine Seele als Weisheit aller Weisen fallen.

Theodor Fontane, 1819 – 1898

Durch Umgang mit Kindern gesundet die Seele.

Feodor M. Dostojewski, 1821 – 1881

Vor Gott muss man sich beugen, weil er so groß ist, vor dem Kinde, weil es so klein ist.

Peter Rosegger, 1843 – 1918

Du siehst es an den Sprösslingen, ob die Mutterpflanze gut ist.

Bantu-Weisheit.

Bei den Feldfrüchten hält man die des Nachbarn für die besten, bei den Kindern die eigenen.

aus China

Der Mensch wünscht immer besser als jeder andere zu sein, nur nicht besser als sein Sohn.

aus Jugoslawien

Kindeskinder sind noch hübscher als die eigenen Kinder.

aus Japan

In den Kindern erlebt man sein eigenes Leben noch einmal, und erst jetzt versteht man es ganz.

Sören Kierkegaard, 1813 – 1855

Die Seele eines Kindes

Das Seelische gehört überall an die Spitze. Erziehung ist zuerst und zuletzt Erziehung der Seele.

Juluis Langbehn, 1851 – 1907

Was eine Kinderseele aus jedem Blick verspricht! So reich ist doch an Hoffnungen ein ganzer Frühling nicht.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 1798 - 1874

Die Kinder sagen unzählige zarte Gefühle heraus, die wir Erwachsenen auch haben, aber nicht sagen.

Jean Paul

Der Kinder Herzen sind wie Wachs, und ein Stück Wachs lässt sich um die Finger wickeln, wenn es erwärmt wird.

Peter Rosegger, 1843 – 1918

Die Seele eines Kindes ist heilig, und was vor sie gebracht wird, muss wenigstens den Wert der Reinheit haben.

Johann Gottfried Herder, 1744 - 1803

Man darf nie vergessen, dass man der Jugend nur das in die Seele legen darf, von dem man wünscht, dass es immer darin bleibe.

François Fénelon, 1651 - 1715

Der Mensch kommt moraliter ebenso nackt auf die Welt als physisch. Daher ist seine Seele in der Jugend so empfindlich gegen die äußere Witterung.

Johann Wolfgang von Goethe, 1749 – 1832

Dieselbe Sorgfalt wie auf den Körper muss man auch auf die Seele verwenden. Meist denkt man nicht daran und verletzt sie.

Thérèse von Lisieux, 1873 – 1897

Kein Mensch soll sich einem Kinde mit einem anderen als freundlichen Angesicht nähern, denn das Kind versteht die Natursprache, ehe es die Muttersprache versteht.

Johann Michael Sailer, 1751 – 1832

Die kleinsten Kinder, die können dir, lange, ehe sie reden, die kleinste Unruhe und Verdrießlichkeit anmerken.

Pestalozzi, 1746 – 1827

Mit unendlichem Gespür vernimmt die Seele Töne, die das Ohr nicht hört, und sieht, was den Augen verborgen bleibt, durch alle Zeiten, Räume hin und über sie hinaus. Grenzenlos, ursprünglich ist ihr Wissen – ihre Erinnerung.

Ging, Chinesisches Weisheitsbuch

Das Innerste ist keine Festung, die man im Sturm oder mit Gewalt einnehmen kann, sondern ein Reich des Friedens, das nur durch Liebe gewonnen werden kann.

Madame Jeanne-Marie Guyon du Chesnoy, 1648 – 1717

Heftige Bewegungen machen alle Tiere scheu. So sollte sich auch der vollkommene Weise im Geistigen jäher Bewegung enthalten. Im Grunde ist es das Gleiche, wie du an ein Pferd herangehst und sein Zutrauen gewinnst und wie du an einen Menschen dich wendest und ihn eroberst.

Christian Morgenstern, 1871 – 1914

Zum Herzen führen nicht große Straßen, nur stille Wege.

türkisches Sprichwort

Jede gute Erziehung erfordert, dass zu Hause die Mutter von den Augen des Kindes, von seinem Munde und von seiner Stirn jeden Wechsel seines seelischen Zustandes abliest.

Johann Heinrich Pestalozzi, 1746 – 1827

Das kindliche Gemüt ist das Buch, in welchem der Erzieher fortwährend zu lesen hat.

Bernhard Gottlieb von Denzel, 1773 – 1838

Im Blick kommt die Seele ans Fenster.

August Pauly, 1850 – 1914

Der Körper spricht immer irgendwie, was die Seele ist.

Wilhelm Engelhardt, 1857 – 1935

Die Seele nährt sich von dem, woran sie sich freut.

Aurelius Augustinus, 354 – 430

Vom Schönen und Weisen und Guten nähren sich und an diesen wachsen die Flügel der Seele. Am Hässlichen und Bösen welken sie und fallen ab.

Platon, 428/427- 348/347 v. Chr.

Lob befruchtet die Seele, wie den Acker milder Regen, damit die Saat im ersten Wuchs nicht sterbe.

Johann Gottfried Herder, 1744 – 1803

Die Fähigkeit glücklich zu leben, kommt aus einer Kraft, die der Seele innewohnt.

Mark Aurel

Ich habe die Überzeugung, dass das echte Glück – und es gibt ein solches auf Erden! – nur in einem warmen Gemütsleben seinen Sitz haben kann. Nur hier, und nirgends sonst.

Peter Rosegger, 1843 – 1918

Eine gleiche Empfindung bringt näher als zehn gleiche Gedanken.

Peter Sirius, 1858 -1913

Aus der Grundstimmung der Seele erwachsen die Taten.

Ludwig Weniger, 1841 – 1926

Es sind oft kleine seelische Dinge, die für große Entwicklungen ausschlaggebend sind.

Wilhelm Vogel, 1772 – 1843

Es ist unglaublich, wie viel Kraft die Seele dem Körper zu leihen vermag.

Wilhelm von Humboldt, 1767 - 1835

Nur durch höchste seelische Tatbereitschaft kann ein großes Werk geschaffen werden.

Graf Antoine Rosmini-Serbati, 1792 – 1855

Die Ausbildung der sittlichen, geistigen und physischen Kräfte muss eine harmonische sein, denn jede Störung des Gleichgewichts der Kräfte wirkt verderblich.

Johann Heinrich Pestalozzi, 1746 – 1827

Das große Geheimnis der Erziehung besteht darin, dass die Übungen des Geistes und des Körpers einander wechselseitig entspannen.

Rousseau, 1712 - 1778

Vor allem wegen der Seele ist es nötig, den Körper zu üben, und gerade das ist es, was unsere Klugschwätzer nicht einsehen wollen.

Rousseau, 1712 - 1778

Die Leuchte des Geistes ohne Wärme des Herzens wird oft zum Irrlicht.

Peter Sirius, 1858 – 1913

Zuerst sollte man bedacht sein, den Kindern gute Sitten beizubringen, dann bilde man ihren Geist.

Friedrich II der Große, 1712 – 1786

Instinktiv stellen wir Moral höher als Bildung. Am moralischen Menschen vermissen wir kaum Bildung, Genie ohne Moral stößt uns ab. Dummheit erregt Bedauern oder Heiterkeit, Schlechtigkeit aber erregt Entrüstung.

Carl du Prel, 1839 – 1899

Die sittliche Erziehung ist umso wichtiger, weil der Mensch, je mehr er bloß intellektuell gebildet ist, ohne von Tugend etwas zu wissen, desto eher zum ungerechtesten und wildesten aller Wesen ausartet, eben weil ihm sein überlegener Verstand nun mehr Waffen in die Hand gibt, anderen zu schaden.

Aristoteles, 384 – 322 v. Chr.

Eines seelisch reichen Menschen Geräumigkeit ist von unbegrenzter Aufnahmefähigkeit.

Peter Lippert, 1879 – 1936

Eine gesunde Seele erträgt alles, eine kranke nicht einmal das Glück.

August Pauly, 1850 – 1914

Der moralisch gebildete Mensch, und nur dieser, ist ganz frei.

Friedlich von Schiller

Es ist freilich eine schwere Sache sich selbst zu vergessen und so in ein Kinderköpfchen hinein sich zu denken, da sich umzuschauen, was alles darin und nicht darin sei. Aber wer es versteht, das Kinderherz sich offen zu erhalten, sieht auch in den Kopf hinein und erkennt, was er bedarf. Und zu seiner Ausfüllung arbeitet er dann stets vorsichtig wie die Biene in ihrem Korbe, die mit bewundernswürdiger Kunst erst die Waben anzuheften, dann die Zellen aufzubauen und dann endlich mit Honig sie anzufüllen versteht.

Jeremias Gotthelf

Die Natur hat die höheren Anlagen des Menschen wie mit einer Schale umhüllt, zerschlägst du diese Schale, ehe sie sich von selbst öffnet, so enthüllst du eine unreife Perle und vernichtest den Schatz des Lebens, den du deinem Kinde hättest erhalten sollen

Johann Heinrich Pestalozzi, 1746 – 1827

Die Natur will, dass die Kinder, Kinder seien, ehe sie erwachsen werden. Wollen wir diese Ordnung umkehren, so werden wir frühreife Früchte hervorbringen, die weder Saft noch Kraft haben, jugendliche Greise und greise Jugendliche.

Rousseau

Das Kind, der Knabe, der Mensch überhaupt soll kein anderes Streben haben, als auf jeder Stufe ganz das zu sein, was diese Stufe fordert; denn nur die genügende Entwicklung des Menschen in und auf jeder vorhergehenden früheren bewirkt, eine genügende vollendete Entwicklung jeder folgenden späteren Stufe.

Friedrich Wilhelm August Fröbel, 1782 - 1852

Nur über Stufen steigt einer zur Höhe der Treppe.

Aus der Türkei

Reif werden lassen, ist der Weg der Natur und die wahre Lehrart.

Pestalozzi, 1746 – 1827

Von einem Baum, der noch in der Blüte steht, musst du nicht schon Früchte erwarten.

Carmen Sylva, 1843 – 1916

Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

afrikanisches Sprichwort

Nichts ist weniger verheißend als Frühreife. Die junge Distel sieht einem zukünftigen Baum viel ähnlicher als die junge Eiche.

Ebner-Eschenbach

Ein gut gesinntes, zur Liebe und Teilnahme geneigtes Kind, weiß dem Hohn und dem bösen Willen wenig entgegenzusetzen.

Johann Wolfgang von Goethe, 1749 – 1832

Das Kind hat von tausend Waffen, die wir Erwachsenen in Kunst, Wissenschaft, Erfahrung finden, keine einzige. Es hat nichts als sein kleines unbeschütztes nacktes Herz, das wir ebenso leicht erheben als zu Boden schlagen können.

Franz Horn, 1781 - 1837

Das, was gerade erst aufgesprießt ist, ist leicht zu zerstören.

Laotse

Die Menschen wissen nicht, wie schön es eigentlich in Kinderherzen aussieht, in denen die Liebe aufblüht. Sie wissen aber auch nicht, wie zart die Pflanze ist in ihrem Frühling und wie leicht ein Frost sie lähmt oder tötet. Mit eisiger Hand, frostig durch und durch, wühlen die meisten Menschen in den Kinderherzen, und unter ihren Händen erstarrt der schöne Frühling. Die Pflänzchen der Liebe sterben, und kühle, kalte selbstsüchtige Menschheit nistet sich ein als tausendarmiges Unkraut in der Liebe verödetem Garten.

Jeremias Gotthelf, 1797 – 1831

Jede Autorität, die geübt wird, ohne auf die von Gott jedem Wesen verliehene Freiheit und Selbstbestimmung, diesem Heiligtum der Seele, Rücksicht zu nehmen, wirkt verderblich.

Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler, 1811 – 1877

Was uns aus Kinderaugen so ahnungsvoll und wie unerschöpflich ansieht, spricht zwanzig Jahre später nur von versteinerten Träumen, verdorrten Sprösslingen, verschütteten Brunnen, und schämt sich, dass es noch zuweilen verstohlen, wie ein Karfunkel im Düsteren, aufleuchtet. Aus dem holden „Kind“ ist die Nutzpflanze „Mann“ oder das Gänseblümchen „Frau“ geworden.

Adolf von Wilbrandt, 1837 – 1911

Den meisten Menschen ist an den eigenen Seelen nichts gelegen, darum auch an den Seelen der anderen nicht. Das ist ein Grundübel unserer Zeit.

Jeremias Gotthelf, 1797 – 1831

Akkurat wie auf dem Feldacker geht es auf dem Seelenacker; die innenwohnende Kraft will gebären, treiben, schaffen. Liegt nun nichts Gutes da, welches die Kräfte anzieht und verbraucht, so schaffen die was Böses und lassen Unkraut lustig wachsen.

Jeremias Gotthelf, 1797 – 1831

Wo nichts Gutes ist, da lauert etwas Schlechtes. Leer ist kein Herz.

Jeremias Gotthelf, 1797 – 1831

Mächtiger als Dolch und Gift ist das böse Wort, das durch die Herzen fährt und in die Seele schleicht.

Jeremias Gotthelf, 1797 – 1831

Der Mittelpunkt alles Menschenverderbens ist Verhärtung des Herzens.

Pestalozzi, 1746 – 1827

Eine Seele, die in der Jugend besudelt wird, kann man nicht wieder reinwaschen.

Mark Twain, 1835 - 1910