Das bipolare ABC - Kirsten Stahlschmidt - E-Book

Das bipolare ABC E-Book

Kirsten Stahlschmidt

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Beschreibung

Das bipolare ABC ist ein kleiner Versuch, Betroffenen und Angehörigen zu zeigen, wie man sich fühlen kann, wenn man eine bipolare Störung hat. Es ist kein Ratgeber. Es wird gezeigt, was ein Angehöriger in verschiedenen Situationen versuchen kann. Es ist bei jedem Betroffenen anders, jeder reagiert anders, jeder braucht andere Hilfe. Vielleicht hilft es einigen Angehörigen den Betroffenen besser zu verstehen und kann reagieren. Es wurde bewusst der Betroffene und nicht der Kranke gesagt, nicht jeder, der eine bipolare Störung oder eine andere psychische Störung hat, fühlt sich krank.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 36

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Eine bipolare Störung – auch manisch – depressive Erkrankung genannt – sind nicht einfach nur starke Stimmungsschwankungen. Es ist viel mehr. Ein Mensch mit einer bipolaren Störung fühlt intensiver, tiefer, fester.

Du hast dich bestimmt schon oft gefragt, was du in der einen oder anderen Situation tun kannst. Dafür gibt es keine generelle Lösung, bei jedem ist es anders. Der eine will seine Ruhe, der andere möchte in den Arm genommen werden. Ich kann dir nur Tipps und Anregungen geben. Vielleicht hilft es zu verstehen, vielleicht hilft es dem Betroffenen. Aber es gibt kein Allgemeinrezept! Was kannst du versuchen, wenn…?

Du solltest Sätze wie „Du musst versuchen…“ oder „Du solltest mal…“ vermeiden, der Betroffene kann es nicht, genau so wenig wie du deinen eigenen Ellenbogen nicht selbst küssen kannst. Diese Sätze bringen keinen weiter, im Gegenteil. Diese Sätze, Ratschläge können den Betroffenen eher noch trauriger oder wütend machen. Also lass sie lieber weg.

Ein Mensch, der eine bipolare Störung hat, trägt keinen Gips oder einen Verband, aber er ist trotzdem krank. Auch Sätze wie „Du siehst gar nicht krank aus“ oder „Du bist doch ganz normal“ helfen dem Betroffenen nicht. Oft wird auch gesagt „Jeder hat mal gute und schlechte Tage“, auch das hilft keinem, ein bipolarer Mensch schwankt oft zwischen Manie und Depression, das hat nichts mit guten und schlechten Tagen zu tun. Es ist viel mehr.

Inhaltsverzeichnis

Angst

Ängste

Alleine / Einsam

Aggression / Wut

Beschämt

Chaotisch

Depression

Distanzlos

Eingeengt

Euphorisch

Fremd

Gelähmt / Ausgepowert

Geschwächt

Hilflos

Hygiene

Ideenflut / Gedankenrasen

Interessenlos

Isolierung

Kalt / gefühllos

Kraftlos

Leistungsstark / Tatendrang

Libidoverlust / gesteigerte Libido

Manie

Melancholisch

Nervös / Unruhig

Nutzlos

Orientierungslos

Pessimistisch

Schuldgefühle

Stress

Suizidgedanken, -handlung

Teilnahmslos

Unnahbar

Unverstanden

Verletzbar

Ziellos

Angst (alles ist neu)

Angst spielt bei einer bipolaren Störung eine große Rolle. Gerade am Anfang. Für den Betroffenen ist alles neu, genau wie für dich! Alles verändert sich, nichts ist mehr wie es war. Das ganze Leben wird auf den Kopf gestellt, oft kann der Betroffene nicht mehr arbeiten.

Er weiß selbst nicht was gerade mit ihm geschieht. In einer Manie sieht er auch nicht, dass er krank ist, er fühlt sich gut, es geht ihm blendend. Er hat große Pläne und Ziele und keinerlei Einsicht krank zu sein. Er versteht es nicht.

Was kannst du versuchen?

Es ist für Dich genau so neu wie für den Betroffenen. Er weiß auch nicht was jetzt passiert. ER hat Angst, die du ihm nicht nehmen kannst. Sei für ihn da, sei an seiner Seite, versuche mit ihm darüber zu reden was gerade passiert.

Informiere dich über die Krankheit, ignoriere es nicht. Es gibt Stellen, die einem helfen, sprich den Arzt darauf an, dieser kann dir bestimmt Adressen geben, an die du dich wenden kannst.

Ängste

Angst ist ein häufiger Begleiter einer bipolaren Störung. Angst vor großen Menschenansammlungen, davor mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Die Angst jemanden zu verlieren.

Ängste die den Betroffenen alltäglich begleiten, wenn du z.B. eine kleine Reise unternimmst oder mit dem Motorrad fährst.

Angstzustände können den Betroffenen oft im Alltag sehr einschränken, seine Gedanken drehen sich nur um die Angst. Er kann an nichts anderes denken oder was anderes tun. Er kann sich nicht ablenken.

Was kannst du versuchen?

Du solltest diese Ängste nicht herunterspielen, sie belasten den Betroffenen sehr. Versuche ihn zu verstehen, versuche ihm zu helfen. Du kannst beispielsweise mit ihm zusammen mit dem Bus zu fahren, um zu versuchen ihm die Angst davor zu nehmen, habe Geduld dabei, es muss nicht beim ersten mal funktionieren. Versuche ihm zu zeigen, dass er nicht allein ist.

Versuche ihm die Angst ein wenig zu nehmen, in dem Du Dich regelmäßig bei ihm meldest, wenn du unterwegs bist. Das beruhigt ihn ein wenig und zeigt ihm, dass du ihn und seine Ängste ernst nimmst.

Sage ihm nicht „Du musst keine Angst haben, mir passiert schon nichts“, das hilf nicht, die Angst ist zu tief in ihm drin.

Alleine / Einsam