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Kirstine Fratz ist die Zeitgeist-Expertin schlechthin. Sie weiß, wie der Zeitgeist funktioniert. Warum er so viel Macht hat über uns. Und warum wir alle so getreulich mitmachen. Ihr Buch zeigt, wie der Zeitgeist uns allen seine aktuelle Vorstellung von einem gelungenen Leben zuflüstert und unmerklich zu unserem Kompass für Erfolg und Lebensleistung wird. Er weist uns den Weg, damit alles gut wird. Und schon ist man gefangen im Spannungsfeld der Zeitgeist-Dynamik. Mal ist man ganz vorne mit dabei, mal hechelt man hinterher, immer begleitet von der Angst, den Anforderungen der Zeit nicht zu genügen. Keiner kommt an ihm vorbei. Denn Zeitgeist ist so viel mehr als Lifestyle und Marketing. Er durchdringt alle Lebensbereiche mit seiner neuen Vision vom idealen Leben. Und wir ergreifen diese neuen Chancen, etwa für ein gesünderes Leben und für erfolgreichere Kinder. Bis der Zeitgeist wieder seine Richtung ändert und uns mit neuen Versprechen für ein gelungenes Leben lockt. Kirstine Fratz deckt diese Mechanismen auf. Sie sagt: "Lernen Sie die Zeitgeist-Dynamik kennen. Erfahren Sie, wie man sie im Blick behält und mündig wird gegenüber ihren Verheißungen und Launen. Werden Sie zum aufgeklärten Zeitgeist-Teilnehmer und beherrschen Sie das persönliche und berufliche Spiel mit den Zeitkräften!"
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Seitenzahl: 224
Veröffentlichungsjahr: 2017
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Kirstine Fratz Das Buch vom Zeitgeist
Für Oleanda
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über www.dnb.de abrufbar.
© 2017 by Fontis – Brunnen Basel
Umschlag: Spoon Design, Olaf Johannson, Langgöns Foto Umschlag: koya979/Shutterstock.com E-Book-Vorstufe: InnoSet AG, Justin Messmer, Basel E-Book-Herstellung: Textwerkstatt Jäger, Marburg
ISBN (EPUB) 978-3-03848-468-4 ISBN (MOBI) 978-3-03848-469-1
«Wer sich mit dem Zeitgeist verheiratet, ist morgen verwitwet.»
Vorwort von Dr. Dominik Klenk
Prolog: Der Zeitgeist und die Liebe
1 Das ewige Versprechen des Zeitgeists
2 Die Macht des Zeitgeists
Zeitgeist: Warum machen alle mit?
Zeitgeist: Der Kreislauf von Mangel und Begehren
3 Das Zeitgeist-Spiel mit unserer Orientierung
«Nonstop you»
Der digitale Trimm-dich-Pfad
Grenzbeamte in eigener Sache
4 Zeitgeist-Bewusstsein
Erkenntnis? Manchmal nur einen Schlafanzug weit entfernt!
Mit den Zeitgeist-Kräften spielen
5 Eine kleine Geschichte der Zeitgeist-Dynamik
Zeitgeist-Ära «LSD»
Zeitgeist-Ära «Kokain»
Zeitgeist-Ära «Ecstasy»
Zeitgeist-Ära «Wellness»
Zeitgeist-Ära «Ritalin»
6 Das Neue kommt in die Welt
Ausblick: Zeitgeist-Ära «Bewusstsein»
7 Designed to seduce
Zeitgeistforschung in der Praxis
8 Der Zeitgeist-Blick
Achtung, Zeitgeist-Falle: «Ich finde» versus «Was hat das zu bedeuten?»
Das Eigene und das Fremde
Der Zeitgeist will «erwachsen» werden
9 Jenseits der Zeitgeist-Erwartungen
Zeitgeist-los, Variante 1
Zeitgeist-los, Variante 2
10 Die Chance
Zeitgeist-Intuition®
Die Zeit ist günstig – Zeitgeist als Personal Trainer
11 Epilog: «Aufklärung 2.0» – Der Film
Schlusswort
Glossar
Danksagung
Aus Ideen werden Trends, aus Denkfiguren formen sich Lebensentwürfe, aus bewährter Praxis erwächst Kultur. Aber wer gibt ihnen Farbe und Form, wer verschafft ihnen Dynamik und Gewicht? Und wer macht sie wirksam in unserem eigenen Leben? Seit etwa 300 Jahren spricht man vom Zeitgeist als einer formgebenden Kraft, die hochwirksam, aber deren Substanz schwer zu fassen ist.
Mit dem Anbruch der Aufklärung bekam auch der Zeitgeist mächtig Wind unter die Flügel. Durch den «Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit» (Immanuel Kant) sollte jetzt etwas Neues anbrechen, etwas Erleuchtendes. Nicht mehr glaubensblind, sondern wissenschaftsbelegt sollte das neue Denken sein. Das hat einen sagenhaften Entwicklungsschub gebracht. Technische Neuerungen und Innovationen ohnegleichen haben gewaltige Kräfte freigesetzt und neue Optionen eröffnet.
Die Sehnsucht nach einem gelingenden Leben haben sie nicht gestillt. An ihr aber setzt er immer wieder an, der Geist der Zeit: Denn Freiheit wollen wir haben, Frieden und Fülle. Den Himmel auf Erden. Das ganze Paket der Verheißungen. Und zwar jetzt. Als könnte man das Glück machen. Damit verführt er uns immer wieder aufs Neue, der Zeitgeist, dieser vielverheißende Kreislauf zwischen Mangel und Begehren.
Kirstine Fratz legt hier ein Logbuch vor. Genau genommen eine bemerkenswerte Anleitung zum Navigieren in den Stürmen der Zeit. Und da ist es wie beim Segeln: Um voranzukommen, müssen wir nicht gegen den Wind, sondern mit ihm segeln. Wer den Kurs halten oder sogar gegen den Wind vorankommen will, muss immer wieder klug kreuzen und auf Strömungen achten. Die Autorin zeigt, wie sich der Zeitgeist in unser Lebens-Segel spannen lässt, so dass seine Wucht uns nach vorne trägt. Sie entfaltet auf den folgenden Seiten eine kleine Kulturgeschichte, die nicht nur wind- und wettertauglich, sondern auch rausch-erprobt ist. Mit Mut und Mündigkeit können wir auch in bewegten Zeiten unser Boot steuern.
Das Buch vom Zeitgeist ist eine Lektüre für Unternehmer und Beweger, für engagierte Reformer und künftige Game-Changer, für Babysitter und Trendsetter. Oder für Menschen wie Sie und mich. Kirstine Fratz beobachtet scharf und lehrt jeden, genau hinzusehen: Ob wir nun meinen, abgeklärt über den Zeitgeist, erhaben über ihn oder ihm hoffnungslos ausgeliefert zu sein. Sie überzeugt mit analytischer Brillanz, fundierter Sachkenntnis und einer verblüffenden visionären Klarsicht, und sie unterhält mit Esprit, Humor und dem nötigen Schuss Selbstironie.
Was hat Anti-Aging mit Vampirismus zu tun? Mit welchen Versprechen bringen Männer heute Frauen an ihre Seite? Wieso lässt uns der Blick auf die alltägliche Realität eher kalt, während uns die Aussicht auf Neues in ein «Fieber» versetzt? Was ebnet den Weg zum Erfolg – Achtsamkeit oder Selbstoptimierung? Mit diesen und ähnlichen Fragen peitscht der Zeitgeist die Emotionen in unserer Gesellschaft auf. Und mitten durch die Stürme und Strudel navigieren wir in der Hoffnung auf ein gelingendes Leben.
Dr. Dominik Klenk
Als ich sechzehn Jahre alt war, las ich den Roman «Das Bildnis des Dorian Gray» von Oscar Wilde. Darin geht es um die Geschichte eines jungen, schönen Mannes, der die Gelegenheit hat, alle erdenklichen Angebote seiner Zeit für ein gelungenes Leben wahrzunehmen. Sein Status in der Gesellschaft wächst dadurch immer mehr, und die Anerkennung seiner Zeitgenossen ist ihm sicher. Nach und nach entwickelt er sich zu einem bewunderten «Zeitgeist-Gewinner».
Doch am Ende seines Lebens stellt Dorian fest, dass er auf seiner Jagd nach den Verführungen und Versprechungen seiner Zeit die Verbindung zu sich selbst und zu tiefgehenden Gefühlen wie der Liebe unwiederbringlich verloren hat.
Damals dachte ich mir, dass ein so vielversprechendes Leben wie das von Dorian Gray doch eigentlich ein anderes Ende verdient hätte, und die Frage beschäftigte mich, ob es nicht hätte anders laufen können. Hätte die Liebe in diesem vermeintlich perfekten Leben nicht doch noch irgendwie zur Entfaltung kommen können? Es fiel mir schwer zu akzeptieren, dass ein solch blühendes Leben so elendig zu Ende gehen sollte.
Und so verwundert es nicht, dass ich am Ende meines Kulturwissenschafts-Studiums meine Magisterarbeit der Frage widmete, inwieweit die heutigen Zeitgeist-Gewinner mit ähnlichen Themen zu kämpfen haben wie Dorian Gray seinerzeit. Ich wollte erforschen, ob und wie die Liebe Platz gefunden hatte in ihrem gelungenen Leben.
Also machte ich mich auf die Suche nach den absoluten Zeitgeist-Gewinnern, die es damals so gab. Meine Reise führte mich nach Ibiza, Paris, New York und Marrakesch. Und da traf ich sie: erfolgreiche Zeitgeist-Teilnehmer, hochdekoriert mit den Attributen, die damals signalisierten, dass man zu den «Gewinnern» gehörte. Ich begleitete unter anderem den Besitzer einer Model-Agentur, den Erben eines berühmten Vermögens und den Erfinder eines weltumspannenden Gastronomie-Konzepts. Alles Menschen, die mit Macht, Geld, Erfolg und Schönheit beschenkt waren. Dies ermöglichte ihnen den vollen Zugriff auf alle Segnungen des Zeitgeists.
Von diesem Privileg machten sie auch heftig Gebrauch und rasten um die Welt, um ja alles mitzubekommen, was ihre Zeit ihnen zu bieten hatte. Ihr Lebensstil war legendär, und sie tauchten immer wieder, von allen anderen Zeitgeist-Teilnehmern bewundert, in den einschlägigen internationalen Medien auf.
Ich durfte als forschende Beobachterin dabei sein, wenn sie ihre Partys feierten, sich zum Essen trafen, ihre Termine absolvierten und auf diversen Veranstaltungen ihre Präsenz zeigten.
Wie ich es in meinem Studium gelernt hatte, beobachtete ich die Szenerie, ohne sie mit vorschnellen Annahmen und Meinungen zu bewerten, um einen größtmöglichen Erkenntnisgewinn über die innere Dynamik dieses Lebensstils zu garantieren.
Wir lernten uns also allmählich besser kennen, das Umfeld gewann Vertrauen zu mir, und so bekam ich immer mehr Insiderwissen: Der Druck der Zeitgeist-Gewinner, ihren Status quo aufrechtzuerhalten und zu mehren, war gewaltig. Im Vertrauen gestand man mir, dass Selbstzweifel und ein tiefes Gefühl von Ungenügen der heimliche Antrieb waren, immer ganz vorne im Zeitgeist mitspielen zu müssen. Die Erwartungshaltung sich selbst und allen anderen gegenüber war enorm.
Besonders gut ließ sich die Dynamik dieser Erwartungshaltungen an einer traditionellen Konstellation beobachten: reicher, erfolgreicher Mann und schöne Frau. Beide natürlich Zeitgeist-aktuell mit entsprechenden Attributen ausgestattet. Er vor allem mit der Art und Weise, wie er das Geld verdiente und seinen Lebensstil präsentierte. Sie entsprach mit ihrem Erscheinungsbild und ihren Ambitionen dem aktuellen Schönheits- und Zeitgeist-Ideal. Beide erfüllten auf perfekte Weise die Erwartungen des jeweils anderen und gaben sich gegenseitig das gute Gefühl, durch die Verbindung den Zeitgeist-Status des jeweils anderen noch zu erhöhen.
Das Leben der beiden verlief eine kurze Zeit lang wie im Rausch. Viel Anerkennung, viel Reiz, viel Bestätigung und das gute Gefühl, alles richtig gemacht zu haben, bestimmten ihr Dasein.
Doch die Zeitgeist-Gewinner bemerkten bald: Sie bekamen ihre Erwartungen vom gelungenen Leben durch den anderen nur temporär erfüllt.
Irgendwann funktionierte diese Projektion nicht mehr einwandfrei und der andere entpuppte sich immer mehr als normaler Mensch, der hie und da durchaus vom Ideal abwich. Der Rausch wurde langsam zum Kater, und das eigene Ungenügen, das sich eben noch vom guten Gefühl überdecken ließ, machte sich wieder bemerkbar.
Sobald das passierte, wurden meist die Reize erhöht und neue Zeitgeist-Versprechen gemacht. Dazu gehörten angesagte Luxusreisen zu den neuen Hotspots der Welt, Designer-Shopping, Schönheits-Chirurgie und erhöhter Drogenkonsum – und dann ging es wieder eine Weile.
Doch nach einiger Zeit kam das Ungenügen der Zeitgeist-Gewinner wieder hoch, und sie beschimpften den jeweils anderen, weil auch sie oder er das furchtbare Gefühl in ihnen nicht vertreiben konnte.
Das war der Moment, in dem sich eine meiner Thesen über eine mögliche Dynamik der Zeitgeist-Gewinner bestätigte: Wenn sie an den Punkt gelangten, an dem sie alles konsumiert hatten, was ihnen Glück und Zufriedenheit versprach, und sie es trotzdem nicht erreicht hatten, entwickelten sie eine Art vampiristisches Verhalten. Um sich und den anderen zu spüren, tranken sie zwar kein Blut, labten sich jedoch am emotionalen Schmerz ihrer Partner, indem sie diese äußerst schlecht behandelten.
Ich war mit dabei, wenn sie sich aus Verzweiflung und Enttäuschung gegenseitig anfeindeten und man das Gefühl bekam, dass die jeweiligen Eckzähne langsam lang und spitz wurden.
Irgendwann lesen wir dann in den einschlägigen Medien, wie fürchterlich schief die Beziehung von diesem oder jenem Zeitgeist-Super-Paar ausgegangen ist und wie sie sich Vorwürfe machten, dass der eine nicht so war, wie der andere es sich vorgestellt hatte. Doch im Prinzip ging es hierbei noch um etwas anderes: Der eine hatte für den anderen einfach nicht eingehalten, was zu jener Zeit und in jenem Zeitgeist das Idealbild eines Partners und der gelungenen Liebe war.
Nach diesen Dramen gestanden mir die meisten von ihnen in ruhigen, unbeobachteten Momenten, dass sie immer noch auf die wahre Liebe hofften. Sie sehnten sich danach, dass da eine Frau oder ein Mann käme, die oder der so perfekt in ihre Vorstellungen passte, dass sie sich endlich nachhaltig verlieben könnten, und dann wäre alles gut – und alle ihre Zeitgeist-Ideale hätten sich erfüllt.
Es gibt Ausnahmen, doch die meisten meiner Zeitgeist-Gewinner haben es bis heute nicht geschafft mit der Liebe. Sie surften weiter erfolgreich auf den Zeitgeist-Wellen und gaben sich den Anschein eines Elite-Partners. Mit der Zeit wurden sie langsam älter, die Reize der Welt ärmer und ihre Gefühle von Mangel immer stärker. Das ließ sich bald nur noch durch Weniges wirklich betäuben.
Ihre Reisen verlagerten sie an Orte wie Marrakesch, wo man sich hinter den Mauern des fensterlosen Riads an Reizen versuchte, für die man wahrlich lange spitze Eckzähne brauchte. Sie betäubten sich mit Rotwein und Valium, und man konnte zusehen, wie das Menschliche aus ihren Gesichtern wich und etwas Tierisches, teilweise vollkommen Entfesseltes, zum Vorschein kam.
Ab da wollte man sie dann eigentlich nur noch in den Arm nehmen und ihnen zusprechen: «Alles wird gut.» Doch dafür waren sie viel zu gefährlich, sie hätten mich wahrscheinlich sofort gebissen.
Aber vielleicht hatten sie das auch schon längst getan, ohne dass ich es gemerkt hatte? Denn wenige Wochen nachdem ich meine Forschung abgeschlossen hatte, fühlte ich mich gar nicht wohl. Ich war sehr schwach und sehr blass. Ständig musste ich mich hinlegen und rang nach Luft. Ich magerte ab und war schließlich weiß wie eine Wand.
Nach etlichen Tests fand man heraus, dass ich eine schwere Blutarmut hatte.
Als mein Arzt mich fragte, was ich denn bitte in letzter Zeit angestellt hätte, sagte ich ihm scherzhaft, ich hätte Zeitgeist-Vampire erforscht.
«Wo und wie?», fragte er mich, und ich erzählte ihm von meiner Forschungsreise und davon, wie ich meine Beobachtungen im «Dracula Club St. Moritz» vor Zeitgeist-Gewinnern/Vampiren referiert hätte.
Er hielt kurz inne und murmelte: «Kann es vielleicht sein, dass …?»
Doch sein wissenschaftlich geschulter Geist gewann schnell wieder die Oberhand, und er sagte: «Nein, das kann nicht sein.»
Damals dachte man bei solchen Phänomenen noch nicht an ganzheitliche energetische Zusammenhänge. Also blieb meine Blutarmut ein wissenschaftliches Rätsel.
Mit Hilfe großer Mengen von Eisenpräparaten und der liebevollen Zuwendung meiner Familie, allen voran meiner Mutter, erholte sich mein Blut innerhalb eines Jahres wieder.
Derweil nahm ich Abschied von meinen Zeitgeist-Gewinnern, wünschte ihnen alles Gute und bedankte mich für die große Reise, die ich mit ihnen hatte machen dürfen. Meine Vermutung, dass sie in ihrer Zeit mit ähnlichen Themen zu kämpfen hatten wie Dorian Gray in seiner Zeit, hatte sich bestätigt. Sie waren alles und hatten alles. Nach den aktuellen Zeitgeist-Maßstäben hätten sie ein gelungenes Leben führen müssen. Doch die Liebe zu anderen und zu sich selbst wollte den meisten trotz Pole-Position im Zeitgeist-Rennen nicht richtig gelingen.
Bei aller Erkenntnis war ich diejenige, die am Ende am meisten an dieser Erfahrung wachsen durfte. So habe ich nämlich viel über die Dynamik von Zeitgeist und Liebe gelernt. Ich durfte mein Bewusstsein dafür schärfen, was hinter den aktuellen Versprechen für ein gelungenes Leben steckt.
Dadurch verstand ich es in Zukunft zumindest ein wenig besser, ein selbst-bewusstes Leben im Spannungsfeld der wechselnden Zeitgeist-Kräfte zu führen.
Dieses Zeitgeist-Bewusstsein machte mich mündig, neue Bekanntschaften mit Menschen und mit Zeitgeist-Entwicklungen achtsam einzuschätzen.
Dem Geist der Zeit bin ich bis heute auf der Spur geblieben. Als Zeitgeist-Forscherin behalte ich seine Dynamik im Blick und erforsche seine neuen Versprechen vom gelungenen Leben, die dann wiederum unsere persönlichen Vorstellungen davon maßgeblich prägen.
Davon, wie diese Macht funktioniert und was der Zeitgeist jetzt und in Zukunft vorhat, erzähle ich in Vorträgen und berate auch Unternehmen darin, wie sie erfolgreich mit ihren Zukunftsprojekten den Nerv der Zeit treffen.
Das vorliegende Buch ist als Reise durch genau diese Themen gedacht und soll sichtbar machen, dass die Zeitzeichen augenblicklich günstig stehen für einen bewussten Umgang mit dem Zeitgeist und der Liebe.
Sie sind ein Zeitgeist-Teilnehmer. – Sehr gut, ich bin es auch! Und so wie jeder Mensch wandle ich durch meine Zeit auf dieser Welt und versuche, halbwegs alles richtig zu machen, damit mein Leben und das der Menschen, mit denen ich mich verbunden fühle, gelingt.
Glücklich möchte ich werden, irgendwann zurückblicken und sagen, mein Leben ist gut geworden. Ankommen will ich, das Gefühl haben, jetzt ist alles gut, jetzt habe ich es geschafft. Ich würde gerne keine Angst mehr haben, dass ich nicht glücklich bin mit dem Leben. Ich sehne mich danach, erlöst zu sein von dem Gefühl, dass alles noch im Werden ist und ich vielleicht irgendetwas übersehen habe, was noch zu tun ist, damit mein Dasein erfolgreich ist.
Doch was gehört eigentlich alles dazu, damit das Leben gelingt? Wie stelle ich mir mein Ich in dieser meiner Zeit vor?
Ich möchte schön sein, gesund natürlich, erfolgreich auch, verliebt sein wäre toll, den richtigen Partner finden noch besser. Viel Geld will ich haben, um tolle Sachen zu erleben und zu kaufen – natürlich auch für die Sicherheit und das Alter. Ich wünsche mir, dass es meinen Kindern gut geht und sie alle Chancen im Leben haben: eine gute Ausbildung, Glück und Zufriedenheit. Ich möchte meine Freundschaften pflegen und mir auch Auszeiten gönnen, und ich wollte immer schon mal um die ganze Welt reisen und mich selbst verwirklichen. Über einen Youtube-Kanal habe ich auch schon nachgedacht. Vielleicht würde ich dann auch mehr Sport machen.
Geht es Ihnen auch so? Wäre es nicht wunderbar, zu den «Gewinnern» unserer Zeit zu gehören? Wäre es nicht herrlich, die ganze Anerkennung für sich und sein Tun und seine Kinder zu bekommen? Wäre es nicht ein Segen, immer das Richtige zu tun, damit einem kein Schaden erwächst und man immer in Sicherheit ist? Und hätte man nicht Frieden, wenn man stets genau wüsste, was der nächste Schritt ist, damit das Leben gelingt?
Welch ein Glück für uns, dass es da einen gibt, der immer ganz genau Bescheid weiß, wie das gerade läuft mit dem gelungenen Leben, und der dieses Wissen mit uns teilen möchte.
Es gibt einen Geist, der uns in jeder Lebenslage und bei jedem Thema, gleich einem Souffleur, zuflüstert, was gerade die beste Handlungsweise wäre. Nein, wir werden nicht alleingelassen mit dem Ringen um Glück und Zufriedenheit. Wir haben einen Wegweiser, eine Orientierung, die von jedem Mitglied der Gesellschaft akzeptiert wird!
Von wem ich spreche, fragen Sie?
Der Geist der Zeit ist es, der uns sagt, was in unserer Lebenszeit zu tun ist, damit alles gut wird. Er liefert uns Tag für Tag eine erfolgversprechende Idealvorstellung von uns selbst. Er ist es, der uns sagt, wie das läuft mit der Anerkennung, mit der Sicherheit und mit der Gesundheit. Er verspricht uns das gelungene Leben, wenn wir seinen Vorgaben und Gesetzen folgen.
Er gibt uns die Gewissheit, dass wir gut entschieden haben, wenn wir unsere Kinder in einen Kindergarten geben, der neuerdings «Kinder-Akademie» heißt und nicht mehr «Villa Kunterbunt». Er verspricht uns Gesundheit, wenn wir Spinat und Kohl jetzt nicht mehr gekocht zu uns nehmen, sondern sie kalt gepresst trinken. Er schenkt uns Zuversicht, wenn wir unsere Karriere nach den aktuellen Wunschprofilen planen, und macht uns Angst, wenn wir Neues aus den Technologie-Hochburgen lesen. Und diese Furcht führt dann wieder dazu, dass wir genau wissen, wo in unserem Alltag wir uns noch mehr ins Zeug legen müssen.
Der Zeitgeist entscheidet darüber, ob unser Ich in seiner Zeit als erfolgreich gilt oder nicht. Er bestimmt, welche Karriere, welcher Partner, welches Kind, welches Essen und welcher Lebensstil gerade angesagt sind und welche nicht. Er entscheidet darüber, wie viel Anerkennung Ihnen als Zeitgeist-Teilnehmer zuteilwird, und das wiederum definiert, wie sicher Sie sich in Ihrem Leben fühlen. Wer diesem Diktat nicht folgt, kann im Leben schnell die Orientierung verlieren.
Aber keine Sorge, wenn Sie nicht zu 100 % in den aktuellen Zeitgeist hineinpassen oder einfach keine Lust haben, im Moment dazuzugehören: Warten Sie einfach eine kurze Weile. Denn wenn es eine Sicherheit beim Zeitgeist gibt, dann, dass er sich laufend verändert. Seine Vorstellung vom gelungenen Leben ist nur von kurzer Dauer, und neue Ideen kündigen sich meist schon in irgendeiner Nische an. Bald ist der Zeitgeist bereit, allen Zeitgeist-Teilnehmern von seiner nächsten Vision zu berichten.
Und Sie und ich? Wir machen wieder mit. Weil wir uns seinen neuen Versprechen nicht entziehen können. Wir starten abermals ein neues Konzept von unserem Selbst und schlagen einen neuen, erfolgversprechenden Kurs ein – in der Zuversicht, dass dann alles gut wird.
Und so beherrscht der jeweils aktuelle Zeitgeist unser Denken, Handeln und Fühlen – immer wieder aufs Neue.
Ihn dabei zu durchschauen, ist eine besondere Kunst. Wer sie beherrscht, kann mit den Zeitkräften bewusst spielen und ist fähig, sich nachhaltige Perspektiven und Freiheiten zu erschließen, die weit über den aktuellen Nerv der Zeit hinausgehen.
Dafür braucht es ein Bewusstsein für die Zeitgeist-Dynamik, einen Abstand zu seinen Versprechen für ein gelungenes Leben.
Es ist Zeit für eine Aufklärung über Mythen und Glaubenssätze des herrschenden Zeitgeists und für eine neue Mündigkeit der Zeitgeist-Teilnehmer, damit wir ihn beherrschen und mit ihm spielen können – und nicht umgekehrt.
Als Zeitgeist-Forscherin in Beratungsfunktion und als Vortragsrednerin beschäftige ich mich seit 16 Jahren mit dieser Thematik. Bisher hat vor allem die Wirtschaft das Thema «Zeitgeist» für sich entdeckt: Lassen sich mit ihm doch die Sehnsüchte und Bedürfnisse der Kunden weitgehend vorhersagen und instrumentalisieren.
Aber die Zeiten ändern sich. Mittlerweile spüren auch viele Privatmenschen, dass da eine Kraft an uns zerrt, deren Gebote eigentlich nur die Wenigsten einhalten können. Die Realität kollidiert mit den Idealen, die uns von allen Seiten vorgegeben werden, und eine leise Stimme fragt: «Wie frei bin ich eigentlich wirklich? Wer bestimmt, was für mich persönlich ein ‹gutes Leben› ist?»
«Es gibt einen Geist, der uns in jeder Lebenslage und bei jedem Thema, gleich einem Souffleur, zuflüstert, was gerade die beste Handlungsweise wäre. Nein, wir werden nicht alleingelassen mit dem Ringen um Glück und Zufriedenheit. Wir haben einen Wegweiser, eine Orientierung, die von jedem Mitglied der Gesellschaft akzeptiert wird.»
«Es ist Zeit für eine Aufklärung über Mythen und Glaubenssätze des herrschenden Zeitgeists und für eine neue Mündigkeit der Zeitgeist-Teilnehmer, damit wir ihn beherrschen und mit ihm spielen können – und nicht umgekehrt.»
Wer oder was ist eigentlich dieser «Zeitgeist»? Welche Aufgabe hat er in unserem Leben, und warum hat er so viel Macht über uns?
Zeitgeist ist ein Versprechen. Er bestimmt unsere Vorstellungen von einem erfolgreichen Leben und gibt uns Orientierung, was wir dafür tun müssen. Er liefert uns zuverlässig und immer aufs Neue Stichworte, die uns erklären, was ein gelungenes Leben gerade ausmacht.
Gestern haben Sie zum Beispiel noch gedacht, dass Sie immer erreichbar sein müssen für den Erfolg; heute dagegen machen Sie «Digital Detox» (zu Deutsch: «Digitales Entgiften»), um erfolgreich zu bleiben, und in Kürze flüstert der Zeitgeist Ihnen das nächste Erfolgsmodell zu.
Sie denken jetzt vielleicht, dass das doch alles bloß alberne Moden sind. So was hat Sie noch nie interessiert. Die Zeitgeist-Versprechen gehen Sie nichts an.
In der Tat glauben viele Zeitgeist-Teilnehmer, dass sie Trends gegenüber resistent sind. Und dass Zeitgeist ein Lifestyle-Thema ist, das sich ausschließlich in der Hipster-Kultur, auf Fashionweeks, im Vegan-Trend und Ähnlichem niederschlägt.
Sicherlich kann man sich fragen, was einen zum Beispiel der «Hygge»-Gemütlichkeits-Trend aus Skandinavien angehen soll. Vor allen Dingen, wenn man hört, dass es nun Cafés gibt, die das mit dem Hygge so ernst nehmen, dass der Kaffee dort nicht mehr so heiß gepresst wird, damit er entspannter und ganzheitlich daherkommt – das ergebe ein ganz neues Aroma-Erlebnis für mehr Gemütlichkeit und Glück.
Liest man dann aber, dass auch in Singapur das Thema «Ganzheitlichkeit» nun als Neuentdeckung in Schulen umgesetzt wird, obwohl diese doch bisher für gnadenlosen Leistungsdruck in Mathe und Co. bekannt waren, wird es schon interessanter. Mehr Kreativität, mehr Exkursionen, mehr unkonventionelles Denken, so lauten die Bildungsideen dort nun.
Hört man zudem, dass unsere seit Jahren mit Druck und Dampf ausgebildeten Eliten in den Chefetagen mittlerweile angeblich im Sex- und Drogensumpf untergehen, wird es umso spannender, dass im Silicon Valley, jenem legendären Innovationszentrum der Computer- und Internetbranche, die ersten Kindergärten jetzt «Awakening Intelligence» (zu Deutsch: «Erwachende Intelligenz») heißen, während bei uns eben noch «Kinder-Akademie» draufsteht – als Verheißung für den späteren Erfolg.
Was hat das für unsere Zukunft zu bedeuten? Heiß geröstet in Kaderschmieden oder ganzheitlich entfaltet in Achtsamkeits-Kindergärten? Was ist denn nun das bessere Konzept für ein gelungenes Leben? … Und Sie dachten, Sie trinken einfach mal eine Tasse Hygge-Kaffee und überlegen, ob Sie das Konzept gut oder albern finden! Dabei hat Ihnen der Zeitgeist beim Genuss ganz nebenbei vom Wandel erzählt und sich sanft in Ihr Denken und Fühlen eingeschlichen.
Jetzt stellt sich die Frage, wo und wann dieses Thema in Ihrem Leben auf Sie zukommen wird. Vielleicht sind Sie UnternehmerIn oder ErzieherIn oder ProduktentwicklerIn? Vielleicht betrifft es Sie als Eltern oder als Kind, oder vielleicht will Ihr Partner in Zukunft die Beziehung neu strukturieren – eben ganzheitlich?
Das ist keine bewusste Entscheidung. Ihr Partner wird sich nicht vor Sie stellen und sagen: «So, jetzt bringen wir mal das Thema ‹Hygge› in die Beziehung!»
Nein, der Prozess ist ein schleichender. Sie trinken einen Kaffee, Sie lesen von den Schulen in Singapur, Sie regen sich über die eiskalte Manager-Elite auf und sind unschlüssig, ob nun «G8» oder «G9» für die Schule das Richtige ist. Sie bemerken, dass ein Buch über das geheime Seelenleben von Bäumen auf der Bestsellerliste ganz oben steht und dass das «Handelsblatt» auf seine Titelseite «Achtsamkeit» schreibt. Nach und nach erreichen Sie immer mehr kleine Details, die die aufgekommene Zeitgeist-Idee in der einen oder anderen Form transportieren.
Diese Informationen sickern in Ihr Unterbewusstsein und auch in das aller anderen Zeitgeist-Teilnehmer. Das Thema manifestiert sich so im kollektiven Unterbewusstsein. Und von dort aus bestimmt es unser aller Denken, Handeln und Fühlen.
Und so bemerken Sie irgendwann das Bedürfnis, Ihr Leben neu auszurichten. Sie denken, dass das, was der Zeitgeist Ihnen einflüstert, der neue Weg ist, der neue Kompass für Ihr gelungenes Leben.
Und das Beste ist: Das denken die meisten anderen auch, mehr oder weniger intensiv, und Sie bekommen eine Menge Anerkennung, wenn Sie sich aufmachen, den neuen Kurs anzusteuern.
Das ist die Macht des Zeitgeists, der wie ein Virus des Geistes eine «verbesserte» Vision vom guten Leben in unser Unterbewusstsein platziert hat.
Motiviert von diesen unbewussten Sehnsüchten, stellen wir neue Erwartungen an uns und unsere Umwelt. Wir haben jetzt einen aktualisierten Filter, der alles, was unser Leben ausmacht, frisch bewertet. Stück für Stück erobert der neue Geist der Zeit alle unsere Lebensbereiche: «Kinder-Akademie» oder «Waldorf»-Kindergarten, das ist jetzt die Frage, und welche veränderten Erwartungen an die Lebensmittelindustrie, an die Kosmetikindustrie, an Mobilität, Arbeiten und Wohnen habe ich jetzt? Welche Politik bekommt meine Zustimmung? Welchen Lebenspartner suche ich mir aus, und wie stelle ich mir die ideale Beziehung vor?
Und die Industrie spielt mit: Sie greift das neue Thema als Trend auf und beeilt sich, die entsprechenden Produkte und Services zu liefern.
Lassen Sie uns als Beispiel die Auswirkung des Zeitgeist-Mechanismus' auf unser Flirtverhalten und die Partnerwahl anschauen.
Haben Sie sich die Idealpartner von Online-Dating-Portalen einmal bewusst angesehen? Dort finden Sie in der Regel attraktive Zeitgeist-Teilnehmer, die mit aktuellen Lebensgefühl-Attributen ausgestattet sind. Momentane Spitzenreiter: Er ist Kunsthändler und weltoffen, sie Architektin und Feinschmeckerin mit Food-Blog.
Denken Sie, eine Feinschmeckerin wäre in den 50er Jahren als Ideal-Partnerin angesehen worden? Oder ein Kunsthändler hätte den Status eines idealen Schwiegersohns gehabt? Bei der Feinschmeckerin hätte der potenzielle Ehemann wohl eher Angst bekommen, ihre Leidenschaft nicht finanzieren zu können. Und ein weltoffener Kunsthändler klang früher mehr nach unstetem Lebenswandel als nach Heiratsmaterial.
Was ist passiert, dass diese Eigenschaften heute ein attraktiver Mehrwert sind?
Der Zeitgeist flüstert uns im neuen Jahrtausend nicht mehr zu, dass ausschließlich «Trautes Heim, Glück allein» mit sicherem Einkommen und materieller Absicherung ein gelungenes Leben repräsentiert. Heute geht es vielmehr um individuelle Lebensgestaltung, Erlebnis und eine hohe Kompetenz im «richtigen» Essen. Nicht das, was Sie haben, macht den Status aus, sondern wer Sie sind, ist ausschlaggebend. Das haben Sie still und leise in den unterschiedlichen Bereichen Ihrer gegenwärtigen Zeit gelernt.
Weltoffene Kunsthändler und Feinschmeckerinnen bedienen diese Zeitgeist-Bedürfnisse und klingen sofort und ganz unvermittelt interessant und anziehend. Auf der unbewussten Ebene werden sie von anderen Zeitgeist-Teilnehmern als erstrebenswerte Partner eingestuft.
Nun können Sie sich überlegen, nach welchen Kriterien Sie sich Ihren Partner oder Ihre Partnerin seinerzeit ausgesucht haben. Sie dachten damals vielleicht, Sie hätten aus freiem Willen gehandelt? Sicher hatte Ihre Wahl nichts mit einem Trend, einer Modeerscheinung oder dem Zeitgeist zu tun!
Falsch gedacht. Denn spätestens beim Thema «Liebe» kriegt Sie der Geist. Das, was wir als gegenwärtigen Idealpartner empfinden, entspricht nämlich in der Regel weniger unseren persönlichen Sehnsüchten, sondern ist vielmehr ein Versprechen des Zeitgeists, unter dessen Einfluss wir stehen. Die Inhalte, mit denen ein Mann eine Frau verführt und umgekehrt, sind ein Spiegel all dessen, wovon wir in der jeweiligen Zeit glauben, dass es ein gelungenes Leben ausmacht. Und ohne dass Sie sich dessen bewusst sind: Ihr potenzieller Partner wird daraufhin abgescannt, ob er oder sie sich als Erfüllungsgehilfe für solch ein «gutes Leben» eignet oder nicht.
