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Gesunder Darm - gesunder Körper "Die Gesundheit sitzt im Darm" - so lautet eine alte Medizinerweisheit. Und tatsächlich: Beschwerden wie Blähungen, Bauchkrämpfe, Durchfall, Mattigkeit und Hautausschläge lassen sich häufig auf einen "kranken" Darm zurückführen. Mit der bewährten Darmreinigungskur nach R. Gray verbessern Sie Ihre Darmflora, stoppen Candida-Pilze und finden zu neuer Vitalität. Sein Stufenmodell ist ganz einfach anzuwenden: Sie benötigen nur wenigen Minuten täglich, können bei Bedarf unterbrechen, brauchen weder Ihre Ernährung umzustellen noch unangenehme "Begleitmaßnahmen" wie Einläufe. - Spezielle Kräuter lösen Schlacken im Darm und helfen sie abzutransportieren. - Bürstenmassage für die Lymphtätigkeit. - Schleimbildende Nahrungsmittel werden erkannt und gemieden. Robert Gray war Ernährungsberater und Direktor des "Food for Health Institute" in San Francisco, Kalifornien. Er starb 1990 an den Folgen eines Verkehrsunfalls.
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Seitenzahl: 167
Veröffentlichungsjahr: 2015
Robert Gray, geboren 1946 in Oakland, Kalifornien, studierte an der Universität Berkeley Mathematik und Physik. Schon während des Studiums interessierte er sich für ganzheitliche Ernährung. 1975 gründete er das »Food for Health Institute« in San Francisco, Kalifornien. Er gehörte der amerikanischen Vereinigung von Ernährungsberatern an sowie der staatlich anerkannten Vereinigung für Naturheilkunde. Als Direktor des »Food for Health Institute« veröffentlichte er in den Bereichen Ernährungsberatung und Naturheilkunde. Er entwickelte innovative Wege zur Gesundheitsvorsorge. Seine Beiträge haben ihn in den USA als Heilkundigen bekannt gemacht. Robert Gray starb im August 1990 an den Folgen eines Verkehrsunfalls.
Robert Gray
Das Darmheilungsbuch
Gesundheit durch Kolon-Sanierung
Aus dem Amerikanischen von Wolfgang Höhn
Zur Neuausgabe dieses Buches
Was ist nur mit meiner Verdauung los?
Verstopfung
Wie es zu Verstopfung kommt
Mukoide und nicht mukoide Stühle
Abführmittel sind keine Lösung
Chronischer Durchfall
Darmparasiten
Kontrolle der Mukoidbildung
Die Reinigung von Verdauungs- und Lymphsystem
Anatomische Varianten des Dickdarms
Resorption von Nährstoffen
Rückvergiftung (Autointoxikation)
Darmbakterien
Entgiftung der Lymphe
Reflexzonen
Vorbeugung durch Darmreinigung
Von Giften, Laktobakterien und Heilpflanzen
Das Mukusproblem
Die Mukuskontroverse
Mukoidbildung
Antimukoide Mittel
Mukoidbildung als generelles Problem
Mukoaktive Heilpflanzen
Mukotriptische Kräuter
Synergie
Reinigung der Lymphe
Dynamik des Arzneimittelgebrauchs
Was hindert Sie noch?
Der Schlüssel zu umfassender Gesundheit
Die praktische Durchführung des Reinigungsprogramms
Wirkungen einer Dickdarmreinigung
Verschiedene Reinigungsmethoden
Ein umfassendes Programm
Hinweise zur Ernährung
Natürliche Heilverfahren
Zufuhr von Laktobakterien
Regeneration des Dickdarms
Akute Beschwerden
Anhang
Erfahrungen mit der Darmsanierung
Mukoidbildende Wirkung von Nahrungsmitteln und Präparaten
Anwendungstabelle
Darmreinigung auf einen Blick
Bestelladressen und Informationen
Register
SPECIAL
Pflanzliche Kost
Mukotriptische Kräuter
Nahrungsmittel ohne Mukoidbildung
»Das Darm-Heilungsbuch« von Robert Gray kam im Jahr 1981 zeitgleich mit den von ihm entwickelten Darmreinigungsprodukten auf den Markt. Nachdem Robert Gray im Jahr 1990 an den Folgen eines Verkehrsunfalls verstorben war, übernahmen sein Bruder Ernest Gray und dessen Ehefrau Caroline Gray die weitere Betreuung des Buches sowie - zusammen mit einem internen Medizinerteam - die laufende Überprüfung und in sehr verhaltenem Umfang die Weiterentwicklung der zum Darmreinigungsprogramm gehörenden Produkte.
Die Neuauflage entstand unter Mithilfe der Familie Döring, die vielfältige Erfahrungen in der praktischen Anwendung mit diesem Programm gesammelt hat und die den Text kritisch durchgeschaut und aktualisiert hat.
Wichtige Kontaktadressen und Bestellmöglichkeiten finden Sie im Anhang auf → Seite 140.
Warum jeder von uns unter Verstopfung leidet, ohne es zu merken. Eine Einführung in die Funktionsweise des Darms und in die Grundlagen der Kolon-Sanierung.
Nahezu jeder Mensch in der modernen Gesellschaft leidet unter Verstopfung (Konstipation, Obstipation). Ja, sie sind tatsächlich verstopft, ob die Betroffenen es nun wissen oder nicht. Sie sind verstopft, auch wenn sie jeden Tag regelmäßig Stuhlgang haben. Sogar Menschen mit chronischem Durchfall leiden unter einer Art von Verstopfung.
Um diese Behauptung zu verstehen, sollten wir die Bedeutung des Wortes »Konstipation« betrachten: Seine lateinische Wurzel ist »constipare«, und das bedeutet »zusammendrängen, -stopfen«. Daher beschreibt Konstipation einen Zustand, in dem der Stuhl zusammengepresst ist.
Beide Arten von Konstipation - übermäßig zusammengepresst oder alter, verhärteter Kot an den Dickdarmwänden haftend - sind in der modernen Welt so weit verbreitet, dass kaum jemand sie als unnatürlich betrachtet. Wie wir noch sehen werden, gilt Stuhlträgheit im Allgemeinen als normaler Stuhlgang, und nur wenige Menschen haben eine dunkle Ahnung davon, wie viel alter, verhärteter Kot ständig in ihrem Körper lagert.
WISSEN
Es gibt zwei Arten von Verstopfung
Bei der ersten sind die ausgeschiedenen Exkremente übermäßig zusammengepresst; bei der zweiten haftet alter, verhärteter Kot an den Dickdarmwänden und wird nicht mit dem normalen Stuhlgang ausgeschieden.
Betrachten wir die Funktion des Dickdarms: Aus dem Dünndarm gelangen die Rückstände der verdauten Nahrung in flüssiger Form in den Dickdarm (Kolon). Durch Muskelkontraktionen längs des Dickdarms (Peristaltik) wird der Darminhalt in Richtung Mastdarm (Rektum) transportiert. Gleichzeitig sind die Dickdarmwände ständig dabei, dem Darminhalt Feuchtigkeit zu entziehen und Abfallstoffe aus dem Körper in den Dickdarm abzugeben. Je länger diese Rückstände im Kolon verweilen, desto mehr Feuchtigkeit wird daraus absorbiert, und desto trockener und zusammengepresster werden sie sein. Bei einer Darmentleerung (Stuhlgang) pressen große, kraftvolle Muskelkontraktionen, die sogenannten Massen- oder Rollbewegungen, den Inhalt des unteren Kolons und des Mastdarms durch den After.
Die flüssige Masse, aus der der Stuhl (Fäzes) gebildet wird, kann in ihrer Konsistenz entweder dünnflüssig-wässrig oder schleimig sein. Eine schleimige Masse wird durch die peristaltischen Bewegungen des Dickdarms langsamer befördert als wässriger Kot. Daher ist die Passagezeit einer schleimigen Masse durch den Dickdarm länger. Weil sie länger im Kolon verweilt, wird ihr mehr Feuchtigkeit entzogen, und sie wird so stärker komprimiert.
Wenn aus einer schleimigen Masse im Kolon Feuchtigkeit absorbiert wird, wird diese zähflüssig. Bei weiterem Wasserentzug wird die Masse klebrig und bleibt bei ihrer Passage durch das Kolon als klebrige Schicht an den Dickdarmwänden haften. Wenn sich Schicht auf Schicht von klebrigem Kot im Dickdarm ablagert, bildet sich oft eine zähe, gummiartige, nahezu schwarze Substanz. Alter Kot kann sich auch in Taschen sammeln; außerdem kann er die Wände des Dickdarms und auch diejenigen des Dünndarms in ihrer ganzen Länge überziehen. Da er beim normalen Stuhlgang nicht ausgeschieden wird, bedarf es besonderer Verfahren, um die klebrigen Substanzen aufzulösen, die den Kot im Darm festhalten.
Die mukoide1 Konsistenz des Dickdarminhalts wird durch die Anwesenheit von schleimartigen Substanzen in einem normalerweise wässrigen Medium verursacht.
wichtig
In diesem Buch bezeichne ich einen Stuhl, der aus schleimartigen Substanzen geformt wird, als einen »mukoiden Stuhl« und einen Stuhl ohne solche Substanzen als einen »nicht mukoiden Stuhl«.
Da nicht mukoides Material den Darm schneller passiert als mukoides, kommt es im Allgemeinen täglich zu zwei- bis dreimaligem Stuhlgang, wenn die Eingeweide und der Dickdarm sich in einem nicht mukoiden Zustand befinden. Dabei ist die täglich ausgeschiedene Gesamtmenge des Stuhls wesentlich größer als bei mukoiden Stühlen, denn der Kot enthält in diesem Fall viel mehr Flüssigkeit und ist dementsprechend weniger zusammengepresst. Da die Exkremente nicht klebrig sind, geht ein nicht mukoider Stuhl sehr leicht ab. Nachdem man sich aufs Klo gesetzt hat, scheint die gesamte Masse eines nicht mukoiden Darminhalts gewöhnlich in wenigen Sekunden einfach aus dem Körper herauszufallen. Ein normaler, nicht mukoider Stuhl ist weder dünnflüssig noch breiig. Der Stuhl ist voll geformt, wenn er ausgeschieden wird. Da ihm aber die Klebrigkeit fehlt, die ihn zusammenhält, beginnt er möglicherweise zu zerfallen, sobald er in ruhigem Wasser liegt. Ein nicht mukoider Stuhl wird stets in kleine Stückchen zerbrechen, sobald er etwas in Bewegung gerät, wie zum Beispiel bei Betätigung der Wasserspülung.
Da die Passage mukoider Substanzen durch den Körper länger dauert, hat man bei mukoiden Stühlen gewöhnlich nicht mehr als einmal täglich Stuhlgang. Ein mukoider Stuhl sieht normalerweise so aus, als sei er aus zusammengepressten Klumpen geformt. Je verschleimter der Kot ist, desto klebriger wird er sein; und es braucht deshalb mehr Zeit und Mühe, um ihn auszuscheiden. Ein mukoider Stuhl zerfällt vielleicht nur dann in Brocken, wenn die Spülung betätigt wird. Ein leicht mukoider Stuhl enthält nur einen geringen Anteil an schleimartigen Substanzen. In diesem Fall hat man gewöhnlich ein- bis zweimal täglich Stuhlgang. Leicht mukoide Stühle sehen niemals so aus, als seien sie aus zusammengepressten Stücken oder Klumpen geformt. Bei leicht mukoidem Kot braucht es nur wenig oder keinen Druck, um ihn auszuscheiden. Wird die Spülung betätigt, so wird er teilweise, aber nicht vollständig zerbröckeln. Um den Gehalt an mukoidem Material im Stuhl zu beurteilen, gilt, dass die Stühle deutlich geformt sein sollten, wenn sie ausgeschieden werden. Breiige Stühle werden stets zerfallen, wenn die Spülung gezogen wird, selbst wenn schleimartige Stoffe vorhanden sind. Denn es ist ihnen nicht so viel Wasser entzogen worden, dass die schleimartigen Substanzen klebrig werden könnten. Vor diesem Hintergrund versteht man die Aussage, dass heutzutage fast jeder unter Verstopfung (Darmträgheit) leidet.
Die meisten Menschen können sich nicht daran erinnern, jemals einen nicht mukoiden Stuhlgang gehabt zu haben, und sie fänden es wohl seltsam, wenn einer bei ihnen aufträte. Die Verdauungsfunktionen gelten im Allgemeinen als zufriedenstellend, wenn man täglich einmal Stuhlgang hat und dieser innerhalb von zehn Minuten ausgeschieden wird. Doch wenn die Entleerung bei Ihnen zehn Minuten dauert, heißt das in Wirklichkeit, dass Sie an Verstopfung leiden! Der Kot ist in diesem Fall wahrscheinlich von klebriger, schleimartiger Konsistenz und hat bei seiner Passage durch den Dickdarm dort eine oder mehrere Schichten von Rückständen zurückgelassen. Eine Darmentleerung (Defäkation), die mehrere Minuten dauert, kann auch damit zusammenhängen, dass sich viel alter Kot im Kolon angesammelt hat. Diese Exkremente können die volle Funktion des Dickdarms behindern und die Passage frischen Kots erschweren.
Abführmittel (Laxativa) regen vor allem die Darmmotorik an. Die Wirkung der meisten dieser Mittel beruht darauf, dass sie den Dickdarm reizen und dadurch den Stuhlgang anregen, bis das Abführmittel zusammen mit allen Substanzen, die sich frei im Darm bewegen können, ausgeschieden ist. Dabei zeigt sich jedoch kein besonderer Impuls, irgendetwas auszuscheiden, das älter als das Abführmittel selbst ist. Ein Abführmittel verhilft nicht dazu, das im Kolon stagnierende Material so weit zu lockern, dass es ausgeschieden werden kann.
wichtig
Abführmittel tragen nicht wirklich zur Dickdarmreinigung bei. Sobald das Abführmittel den Dickdarm passiert hat, wird der Stuhlgang genauso träge sein wie eh und je.
Mit anderen Worten, nichts ist geschehen, um die Ablagerungen alten Kotes im Kolon zu entfernen. Dabei ist es gerade diese Ansammlung von stagnierendem Material an den Dickdarmwänden, die der wirkungsvollen Dickdarmfunktion im Wege steht; und dieser Umstand führt wiederum dazu, dass wir Abführmittel nehmen wollen. Die einzige dauerhafte Wirkung von Laxativa ist bisher nur die, dass sie den Dickdarm durch Reizung und Überstimulierung schwächen und den Organismus von ihrem Gebrauch abhängig machen.
Um der stagnierenden chronischen Verstopfung im Kolon abzuhelfen, unter der fast jeder ständig zu leiden hat, braucht es etwas ganz anderes als Abführmittel: etwas, das den vorhandenen alten Kot aufweicht und lockert, sodass er schließlich ausgeschieden werden kann. Ein solches Verfahren gilt als Darmreinigung; es bildet den Schlüssel nicht nur zur Kolon-Sanierung, sondern auch zu weitreichenden gesundheitlichen Wirkungen auf den gesamten Organismus.
Es gibt Leute mit chronischem Durchfall, die sich nicht für verstopft halten, weil sie mehrmals täglich Stuhlgang haben. Natürlich ist der tägliche Stuhlgang bei ihnen nicht konstipiert. Aber lassen Sie uns die Ursache ihres chronischen Durchfalls betrachten: Chronischer Durchfall lässt sich am häufigsten auf eine Reizung des Kolons zurückführen. Solange diese störenden Einflüsse andauern, versucht der Dickdarm, sie loszuwerden, indem er sich zu wiederholten Malen von allem entleert, was sich hinausschaffen lässt. Bei chronischem Durchfall ist die Anhäufung von schleimartigen Substanzen, die manchmal noch voller schädlicher Bakterien oder gar Schmarotzer sind, im Allgemeinen von solcher Menge und Art, dass sie den Dickdarm aktiv reizt. In diesem Fall haftet die Ursache der Reizung an den Dickdarmwänden und kann nicht ausgeschieden werden. Das führt zu chronischem Durchfall. Diese Art von Durchfall spricht oft in bemerkenswerter Weise auf ein effektives Kolon-Sanierungsprogramm an.
In diesen Zusammenhang gehört auch das Problem der Darmparasiten. Denn chronischer Durchfall wird oft durch die Anwesenheit von Würmern im Organismus verursacht. Da Schmarotzer im Körperinnern in kotigem Milieu gedeihen, siedeln sich zahlreiche Wurmarten in den alten Kotschichten an den Wänden des Verdauungskanals an. Wenn solch stagnierendes Material, in das sie sich einnisten können, nicht vorhanden ist, sind die meisten inneren Parasiten nicht in der Lage, im Körper Fuß zu fassen. Wenn es zur Entfernung des alten, verwesten, zerfallenden schleimartigen Materials kommt, werden die Schmarotzer ebenfalls hinausgespült.
Auf den folgenden Seiten wollen wir Ihnen zeigen, wie sich die schleimbildenden Einflüsse, denen Ihr Körper ausgesetzt ist, kontrollieren lassen und wie man Heilkräuter und andere antimukoide Verfahren einsetzen kann, um ihre Auswirkungen auf den Organismus abzuschwächen. Sobald Sie das gelernt haben, sind Sie in der Lage, für sich selbst direkt zu überprüfen, ob die Aussagen des Autors stimmen oder nicht. Sie werden zum Beispiel Folgendes herausfinden: Je größer das Übergewicht antimukoider Einflüsse gegenüber schleimbildenden Einflüssen an einem Tag ist, desto weniger schleimhaltig wird Ihr Stuhlgang zu bestimmten Zeiten an den nächsten drei Tagen sein. Das heißt, es zeigt sich eine Tendenz zu häufigerem Stuhlgang , schnellerer Entleerung und geringerer Anspannung bei der Ausscheidung; der Stuhl sieht weniger zusammengepresst aus und zerbröckelt auch eher, wenn die Spülung betätigt wird. Im Gegensatz dazu gilt: Je größer das Übergewicht an schleimbildenden Substanzen gegenüber antimukoiden Einflüssen an einem bestimmten Tag ist, desto schleimhaltiger werden Ihre Stühle an den nächsten drei Tagen sein. In diesem Fall zeigt sich eine Tendenz zu weniger häufigem Stuhlgang, langsamerer Entleerung und größerer Anspannung bei der Ausscheidung; der Stuhl sieht stärker zusammengepresst aus und zerbröckelt nicht so leicht, wenn man die Spülung zieht.
Wie wir sehen werden, gibt es zahlreiche mukoidbildende Einflüsse, denen Sie und praktisch jedes andere Mitglied der modernen Gesellschaft während des ganzen Lebens ausgesetzt sind. Deshalb ist Ihr Dickdarm vollgestopft mit altem, verhärtetem Kot, der sich während Ihres ganzen Lebens dort angehäuft hat.
Im folgenden Kapitel werde ich erklären, wie diese Anhäufung von stagnierendem Kot in Ihrem Körper der Gesundheit in mehrfacher und entscheidender Weise entgegenwirkt.
Sie werden niemals strahlende Gesundheit erlangen, solange all der alte, verhärtete Kot in Ihrem Körper nicht aufgelöst und ausgeschieden wurde. Um wirklich ganz gesund zu werden, müssen Sie dafür sorgen, dass die stagnierenden mukoiden Substanzen vollständig aus Ihrem Darm entfernt werden. Hier erfahren Sie, wie Sie sowohl den Dickdarm als auch das gesamte Verdauungssystem nachhaltig reinigen können.
Mukoide Substanzen gibt es im gesamten Verdauungs- oder Magen-Darm-Trakt, der sich von der Speiseröhre (Ösophagus) bis zum After (Anus) erstreckt. Obwohl sich alte mukoide Substanzen in erster Linie im Dickdarm ansammeln, können diese sich auch an den Wänden von Magen und Dünndarm ablagern. Bei der Reinigung des Verdauungstrakts mit meinem Programm wird nicht nur der Dickdarm, sondern das gesamte Verdauungssystem saniert.
Wir haben gesehen, wie ein toxischer (vergifteter) Dickdarm sowohl zu chronischer Verstopfung als auch zu chronischem Durchfall führen und wie hilfreich eine Dickdarmreinigung in diesem Fall sein kann. Lassen Sie uns nun einige der vielen nützlichen Wirkungen erforschen, die die Reinigung des Verdauungskanals auf den Organismus haben kann.
Die Ansammlung von altem Kot im Dickdarm kann dazu führen, dass der Darm und manchmal auch die damit zusammenhängenden Gewebe gedehnt und in verschiedenartiger Weise deformiert werden. Der Dickdarm besteht aus einer Aneinanderreihung von wulstförmigen, sackartigen Abschnitten. Bei der Geburt haben diese Säckchen einen relativ einheitlichen Querschnitt und sind gleichmäßig angeordnet: zunächst als aufsteigender Dickdarm, der auf der rechten Seite des Unterleibs bis zu einem Punkt in Lebernähe führt, dann als Querkolon, das sich bis zur linken Rückseite des Magens nahe der Bauchspeicheldrüse erstreckt, danach als absteigender Dickdarm, der auf der linken Seite der Bauchhöhle nach unten führt, weiter als Sigmaschleife, in der sich der Dickdarm zur Körpermitte dreht, und zuletzt als Mastdarm (Rektum), der den Dickdarm mit dem After verbindet.
Der Verdauungstrakt.
Röntgenaufnahmen zeigen ganz eindeutig, dass ein mit altem Kot vollgestopfter Dickdarm stark deformiert wird, und das betrifft sowohl seine ursprüngliche Form als auch seine Position. Weil heutzutage praktisch bei jedem von uns Anhäufungen von altem Kot im Dickdarm vorkommen, sind mechanische Abnormitäten ebenfalls allgemein verbreitet.
wichtig
In einem gedehnten Kolon kann sich so viel alter Kot angesammelt haben, dass eine Darmtasche einen drei- bis viermal größeren Durchmesser als im Normalzustand hat und in der Mitte nur noch ein enger Kanal frei bleibt, durch den der Darminhalt fließen kann.
Ein stark überdehnter Dickdarm kann so viel Druck im Unterleib erzeugen, dass Teile des Magen-Darm-Kanals an bestimmten Stellen durch die Bauchwand quellen. Dieses Vortreten der Eingeweide wird als »Bruch« (Hernie) bezeichnet. Bei einem Zwerchfellbruch (Hiatushernie) dringen Teile des Magens oder anderer Bauchorgane durch die Öffnung im Zwerchfell, durch die die Speiseröhre führt. Bei einem Leistenbruch kann man die hervorquellenden Eingeweide als Klumpen in der Leistengegend erkennen. Diese beiden Arten von Bruch können beträchtliche Schmerzen und Beschwerden verursachen. Hier kann eine Kolon-Reinigung wesentlich dazu beitragen, den Druck im Unterleib zu verringern und dem Organismus so die Selbstheilung zu ermöglichen.
Bei einem kollabierten Dickdarm sind ein oder zwei Darmabschnitte mangels Muskeltonus in sich zusammengesackt. Bei einem spastischen Dickdarm befinden sich ein oder mehrere Abschnitte im Zustand ständiger Kontraktion. In diesen beiden Fällen kann der Durchmesser des Kolons auf ein Drittel des normalen Maßes oder weniger reduziert sein. Bei einem durchhängenden Dickdarm hängt das Querkolon schlaff herab. In vielen Fällen geht der Prolaps (Vorfall) so weit, dass ein Druck auf Blase, Uterus oder Prostata entsteht und das wiederum zu Beschwerden in einem oder mehreren von diesen Organen führt.
Ein überlanger Dickdarm (Colon elongatum) ist so sehr gedehnt worden, dass Abschnitte sich zurückfalten und Schlingen bilden können. Das führt zu starken Behinderungen für die Passage des Darminhalts und beschleunigt die Anhäufung von altem Kot.
Bei Divertikulitis entstehen in der Darmwand kleine, erbsengroße Ausstülpungen oder Divertikel, die sich dann entzünden. Bei Divertikulose finden sich zahlreiche Divertikel im Kolon.
Hämorriden sind Schwellungen, die durch Krampfadern am After entstehen. Gewöhnlich verschlimmern sie sich schnell, wenn man beim Stuhlgang auch nur etwas stärker presst. Um Hämorriden auf Dauer zu heilen, ist es zuerst notwendig, bei der Verdauung an einen Punkt zu gelangen, wo man ständig nicht mukoide Stühle ausscheidet, die den Körper leicht und ohne Pressen verlassen. Zweitens muss man sich an eine bestimmte Art von Ernährung halten, damit die stagnierende Toxizität (Vergiftungsgrad) in den Krampfadern reduziert wird.
Alle mechanischen Abnormitäten des Dickdarms und damit zusammenhängender Körperstrukturen - wie gedehnter Dickdarm, Bruch, zusammengebrochener Dickdarm, spastischer Dickdarm, Dickdarmvorfall, überdehnter Dickdarm, Divertikulitis, Divertikulose und Hämorriden – beginnen mit einem toxischen Zustand im Kolon. Wenn wir natürliche Mittel einsetzen, um den Körper bei der Überwindung dieser Beschwerden zu unterstützen, bildet die Dickdarmreinigung den ersten und wichtigsten Schritt.
WISSEN
Die Dickdarmreinigung
Selbst wenn der Dickdarm einmal gereinigt ist, bedarf es einer richtigen Ernährung und vieler Jahre, bis er wieder seine ursprüngliche Form, Position und Muskelspannung erlangt hat. In vielen Fällen kann eine Kolon-Reinigung allein schon ausreichen, um die durch mechanische Abnormitäten verursachten störenden Symptome zu beseitigen.
Selbst bei ausreichender Nahrungszufuhr kann die Ablagerung von mukoiden Substanzen an den Dünndarmwänden die Resorption (Aufnahme) von Nährstoffen behindern. Die davon am meisten betroffenen Nährstoffe sind die Makromoleküle von Proteinen (Aminosäuren), Vitaminen und Enzymen. In diesem Fall kann es vorkommen, dass sich bei Personen, die ihre Nahrung mit konzentrierten Proteinen, Vitaminen und Enzymen ergänzen, zunächst eine Besserung im körperlichen Wohlbefinden einstellt. Diese Besserung ist jedoch im Allgemeinen nur von relativ kurzer Dauer, weil alle im Handel befindlichen Proteinpräparate, außer Spirulina (Plankton) und Hefeprodukten, hochgradig schleimbildend sind. Die Zunahme mukoider Substanzen führt sehr bald dazu, dass sich die Ablagerungen im Verdauungstrakt verdicken. Dadurch verschlechtert sich wiederum die Resorption von Nährstoffen, sodass die Betroffenen ihre ergänzende Zufuhr vergrößern müssen, schon allein um ihre gesundheitliche Verfassung auf demselben Stand zu halten. Wenn man so die Proteinzufuhr kontinuierlich erhöht, wird die Verdauung immer stärker belastet, und das kann schließlich zu einer Schwächung der Verdauungsfunktionen führen.
Dieser Teufelskreis kann durchbrochen werden, indem man die richtigen Maßnahmen ergreift: Entfernen Sie die Ablagerungen im Verdauungskanal, und der Körper kann wieder funktionieren, indem er ausschließlich Nährstoffe aus vollwertiger Nahrung verwertet.
Die Verbesserung der Resorption ist weitaus wirksamer als die Einnahme aller bekannten Nährstoffe in Tablettenform. Heute kennen wir etwa sechzig (essenzielle) Nährstoffe, die für die Ernährung des Menschen notwendig sind. Man hat nachgewiesen, dass eine Form der Ernährung, die ausschließlich aus üppigen Portionen von allen derzeit bekannten Nährstoffen besteht, die Gesundheit nicht erhalten kann. Der Grund dafür ist, dass vollwertige Nahrung zahlreiche wertvolle Nährstoffe enthält, die im Labor noch nicht entdeckt und isoliert werden konnten. Durch Zufuhr von Zusatzpräparaten vermag der Organismus nur einen Bruchteil dessen zu verwerten, was er zur Bewahrung der Gesundheit benötigt.
wichtig
Durch Reinigung des Magen-Darm-Traktes und die dadurch bewirkte Verbesserung der Resorption wird es möglich, den vollen Nutzen des gesamten Nährstoffspektrums, den uns die Natur in Form von vollwertiger Nahrung schenkt, zu genießen.
Für eine Person, die das hier dargestellte Darmsanierungsprogramm durchgeführt hat, ist es ganz normal, dass sie danach mit leichterer, besser verdaulicher Nahrung und kleineren Portionen auskommt und sich dabei doch zufriedener fühlt als zuvor.
