Das Ende ist nicht zu erwarten. - Hermann Römer - E-Book

Das Ende ist nicht zu erwarten. E-Book

Hermann Römer

0,0
8,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.
Mehr erfahren.
Beschreibung

Das Booklet befasst sich mit dem Thema der Selbstbestimmung im Alter und mit dem Umgang mit der Verfügung im Krankheitsfall. Es beinhaltet eine Patientenverfügung sowie eine Kurzgeschichte, die sehr deutlich macht, dass die Selbstbestimmung als Patient gelegentlich in Frage gestellt wird. Das Vorliegen einer Patientenverfügung macht es für alle Beteiligten einfacher, im Krankheitsfall nach den Wünschen des Patienten zu agieren. Dies gilt sowohl für den Patienten, als auch für die Angehörigen und das medizinische Personal. Jedem ist eine Patientenverfügung zu empfehlen, da zum Beispiel im Falle eines Unfalles möglicherweise die Wünsche und Vorstellungen in Gesundheitsfragen nicht kommuniziert werden können.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 41

Veröffentlichungsjahr: 2023

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Inhaltsverzeichnis

Vorwort „Damit ist alles gesagt!“

Eine kleine Geschichte

Meine Patientenverfügung

Kontakt Bevollmächtigte

Notarielle Beglaubigung (optional)

Aktualisierung (optional)

Hinweis zu Fachbegriffen

Handschriftliche Ergänzungen (optional)

Damit ist alles gesagt!

Lieber Mensch,

Ihr Leben, das, was es bis heute geworden ist und was es war ist einzigartig. Sie sind einzigartig. Höhen und Tiefen, Glück und Unglück, Lachen und Weinen. Alles dies und vieles mehr haben Sie hinter sich und auch noch vor sich.

Sie mussten und müssen viele Entscheidungen in Ihrem Leben treffen, beruflich und privat, spontan oder nach langen Überlegungen. Mal waren die Entscheidungen einfach, mal waren und sind sie schwer.

EINE Entscheidung kann auf Sie zukommen, die den medizinischen Umgang mit Ihrer Person bei Krankheit betrifft. Möglicherweise geraten Sie in eine medizinische Situation, in der Sie selbst nicht in der Lage sind, eine Entscheidung zu treffen. Ihre Wünsche und Überlegungen für eine anstehende und/oder geplante medizinische Versorgung können Sie möglicherweise in diesem Moment nicht treffen und/oder zu kommunizieren.

Gegebenenfalls sind um Sie am Leben zu halten Operationen unbedingt erforderlich, müssen Medikamente verordnet werden, stehen Wiederbelebungsbemühungen, Beatmung, künstliche Ernährung und/oder weitere Maßnahmen an. Unabhängig von der Ursache der Notwendigkeit einer medizinischen Intervention, sei es ein Unfall, ein akuter Herzinfarkt, ein Schlaganfall oder auch ein chronisches Leiden, werden Entscheidungen und die Einwilligung für ein weiteres medizinisches Vorgehen erforderlich.

Ihre Entscheidung zum Vorgehen in medizinischen Belangen kann zum Zeitpunkt des Ereignisses von lebenswichtiger Bedeutung sein.

Es ist Ihr Recht, weiteren medizinischen Behandlungen zuzustimmen oder sie abzulehnen. Liegt eine Patientenverfügung nicht vor, haben Ärzte und medizinisches Personal die Pflicht, eine Behandlung durchzuführen und Sie mit den besten Mitteln medizinisch zu versorgen und am Leben zu halten.

Bei bzw. nach einem akuten Ereignis, z.B. nach einem Unfall, Schlaganfall, Herzinfarkt, Kreislaufkomplikation bei operativem Eingriff, etc., ist eine Reanimation natürlich gerechtfertigt. Auch eine intensivmedizinische Behandlung ist absolut sinnvoll, mit allen damit verbundenen Maßnahmen, wie Reanimation, Intubation, Infusionen, Antibiotikabehandlung, etc. Möglicherweise besteht in dieser Situation die Option einer völligen medizinischen Rehabilitation und Wiederherstellung Ihres Gesundheitszustandes.

Für Sie besteht die Möglichkeit, Ihre Wünsche, Überlegungen und die damit verbundenen Entscheidungen für solche medizinischen und weiteren Situationen niederzuschreiben (Patientenverfügung). Im Falle einer medizinischen Behandlung, wird Ihre Entscheidung, die Sie in Ihrer Patientenverfügung dokumentiert und mit Ihrer Unterschrift belegt haben, berücksichtigt (StGstB V).

In Ihrer Patientenverfügung schreiben Sie Ihre Wünsche, Überlegungen und Entscheidungen zu medizinischen Belangen nieder und besiegeln dies mit Ihrer Unterschrift, Ihr letzter Wille bezogen auf medizinische Belange. Zum Zeitpunkt der Unterschrift sind Sie geistig nicht eingeschränkt (im Vollbesitz Ihrer geistigen Kräfte) und in der Lage, diese Entscheidungen eigenständig zu treffen. Besprechen Sie ggf. schwierige Themen und Fragen mit Angehörigen, Freunden, Personen Ihres Vertrauens, und ggf. mit Ihrem Hausarzt.

Zum Schluss ist es Ihre Entscheidung, wie im Falle einer medizinischen Situation mit Ihnen umgegangen werden soll, welche medizinischen Maßnahmen durchgeführt werden sollen, und welche nicht, wenn Sie in diesem Moment nicht in Lage sind, Ihre Entscheidungen aktuell und/oder treffen und/oder kommunizieren können.

Eine weitere Entscheidung die Sie treffen, ist, welche Persönlichkeit (eine Person Ihres Vertrauens) in einem medizinischen Notfall Ihre Entscheidung (die in der Patientenverfügung niedergeschriebene) kommuniziert und für die behandelnden Ärzte als Ansprechpartner da ist.

Wichtig!!!!!!!!!!

Die Persönlichkeit, die Sie in der Patientenverfügung eintragen, hat in medizinischen Fragen und Belangen keine Entscheidungen zu treffen, diese Persönlichkeit hat keinen Einfluss auf Ihre bereits getroffenen Entscheidungen, wie oft fälschlicherweise angenommen. Die Entscheidungen in medizinischen Belangen haben Sie bereits im Vollbesitz Ihrer geistigen Kräfte getroffen und in Ihrer Patientenverfügung dokumentiert!

Wichtig!!!!!!!!

Diese Persönlichkeit hat grundsätzlich die Aufgabe, die Information aus der Patientenverfügung zu kommunizieren, die Sie ausgiebig mit ihr vor dem möglichen Ereignis besprochen haben. Sie ist Ihr Sprachrohr, Ihr Vertreter, wenn Sie nicht sprechen können.

Wichtig!!!!!!!!!

Die angehängte Geschichte, „Mein Hermann“, ist fiktiv, ein Beispiel von möglichen Situationen, wenn andere für Sie Entscheidungen treffen, die Sie vielleicht nicht wünschen, jedoch nicht kommunizieren können.

Mein Hermann (eine kleine Geschichte)

Ich habe Angst, so sehr Angst. Mein Hermann ist nicht bei mir. Er ist schon vor langer Zeit von mir gegangen. Und er hat immer alles geregelt.

Und nun. Eine Maske auf dem Gesicht, aber diesmal eine andere, sie zischt und rauscht, riecht nach frischer Luft. Und diese Menschen in den roten Jacken, wieder einmal, und wieder andere. Sie zerren an mir herum und stecken mir schmerzende rosa Nadeln in die Arme. Hallo, hört mich denn niemand. Warum kann mir keiner zuhören.

Hermann hat auch nicht immer zugehört, doch er hat mich auch ohne Worte verstanden. Wenn er in meinen Augen meine Angst sah, legte er seine Hände auf meine Stirn und küsste mich sanft. Dann konnte ich mich fallen lassen, nichts konnte passieren. Geborgenheit, Sicherheit, Aufgefangen werden. Aber er ist nicht da.