Das Geschäft bist Du - Patrick Vergult - E-Book

Das Geschäft bist Du E-Book

Patrick Vergult

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Beschreibung

Mit guter Laune und voller Vorfreude montags zur Arbeit gehen, gute Beziehungen mit den Kollegen pflegen, Erfolgserlebnisse sammeln und das Gefühl haben, etwas zu bewegen - all das muss kein Traum bleiben! Patrick Vergult führt Dir anhand von zehn Kernthemen vor Augen, warum Du wirklich arbeitest und mit welchen sofort umsetzbaren, praxisnahen Tipps Du schon heute mehr Zufriedenheit an Deinem Arbeitsplatz erreichen kannst. Du erfährst unter anderem: · Welche drei Grundwerte für Deinen Erfolg maßgeblich sind · Mit welchen drei Geheimnissen Du nachhaltigen Erfolg planen kannst · Welche zwei Fähigkeiten Dir alle Türen öffnen · Wie Du Dich selbst und andere motivieren kannst · Und noch vieles mehr ... Denn: "Das Geschäft bist Du!" Hol Dir jetzt Dein Exemplar von "Das Geschäft bist Du"!

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Seitenzahl: 172

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Inhalt

Danksagung

Vorwort

Warum Du dieses Buch lesen solltest

Jeder hat das Recht, sein Leben so zu gestalten, wie er es möchte

Ist dieses Buch für Dich?

„Das Geschäft bist Du“ – der Mitarbeiter als Mitunternehmer

Wie kannst Du mit diesem Buch arbeiten?

Kapitel – Grundwerte für Deinen Erfolg

Du siehst, was Du denkst und fühlst – Du bist, wer Du denkst, der Du bist

Die Kraft Deiner Entscheidung

Grundwert 1: Das Geheimnis der Gedanken und Gefühle

Grundwert 2: Nutze das Geheimnis der aufrichtigen Wertschätzung

Was Du gibst, bekommst Du zurück

Grundwert 3: Tausche Klatsch und Tratsch gegen Motivation und Anerkennung

Um Tratsch zu vermeiden, empfehle ich folgende 4 Schritte:

Zusammenfassung und Action Steps

Kapitel – Das Geheimnis für Deinen nachhaltigen Erfolg

Was aber, wenn der Erfolg nicht so schnell kommt oder im ersten Moment ausbleibt?

Die Kraft der Mission

Nutze die Kraft der Mission

Deine Vision und die Deines Arbeitgebers

Perspektiven schaffen dank Rückblick und Ausblick

Nutzen auf vielen Ebenen

Perspektiven auch für Deine Kunden

Wenn wir für unsere Kunden Perspektiven schaffen, schaffen wir indirekt auch Perspektiven für uns selbst.

Zusammenfassung und Action Steps

Kapitel – Zwei Fähigkeiten, die Dir Welten eröffnen

Fähigkeit 1: Soft Skills

Kann man Soft Skills messen?

Übung zur Selbstreflexion:

Dein Alleinstellungsmerkmal (USP)

Fähigkeit 2: Networking

Dein großer Nutzen

Zusammenfassung und Action Steps

Kapitel – Teamspirit leben und Dich selbst besser kennen lernen

Teamworking – „Toll, ein anderer macht’s“ oder „Together Everyone Achieves More“?

Deine Talente und einzigartigen Stärken zum Vorteil der Teamleistung einbringen

Bringe Dich ein und kommuniziere!

Woran merkst Du, dass ein Team nicht funktioniert?

Was tun, wenn Du Intrigen beobachtest?

Zusammenfassung und Action Steps

Kapitel – Wie wirst Du ein motivierter Mitarbeiter?

„Das Geschäft bist Du“ – der Mitarbeiter als Mitunternehmer

Mitarbeiter-Engagement

Reflexion über das Fundament: Die Menschen

Reflexion über den Kern: Vision, Ziele und Aufgaben

Reflexion über Differenzierung: Der USP

Eigenmotivation

Mache es wie Jean-Claude!

Wie Du „effektiv sein“ von „effizient sein“ unterscheidest

Effektivität bedeutet: Die richtigen Dinge tun

Effizienz bedeutet: Die Dinge richtig tun

Zusammenfassung und Action Steps

Kapitel – Dein persönlicher Biorhythmus und Deine Leistungskurve

Wie Du voll leistungsfähig sein kannst und über längere Zeit die gleiche Leistung hältst

Kennst Du Deinen persönlichen Biorhythmus und Deine Leistungskurve schon?

Folge Deiner Leistungskurve

Work-Life-Balance ist out?

Die Natürlichkeit der Welle

Erzwungene Auszeiten 48

Zusammenfassung und Action Steps

Kapitel – Zufriedene Kunden machen Dich erfolgreich

Warum die Kunden Deines Arbeitgebers die Zentrale Deines Erfolgs sind

Wenn wir uns um unsere Kunden kümmern, kommen sie zurück. Wenn wir uns nur um uns selbst kümmern, kommen sie nie wieder.

„Ich bin doch nicht das Geschäft!?“

Für andere mitdenken

Nachhaltige Kundenzufriedenheit

Was hat Fasnacht mit Business zu tun?

Zusammenfassung und Action Steps

Kapitel – Stärke Deine Sicherheit und Ausgeglichenheit

Safety first!

3 Schritte, das Unfallrisiko zu mindern und „versteckte“ Gefahren zu erkennen

Was Attentate, Krieg und emotionale Verletzung uns lehren

Was wir für unseren Business-Alltag daraus lernen können

Kritisieren, ohne zu verletzen

Zusammenfassung und Action Steps

Kapitel – Lerne bewusst von anderen Generationen

Generation Y

Was ist anders bei Generation Y?

Langjährige und treue Mitarbeiter

Zusammenfassung und Action Steps

Kapitel – Bleibe am Ball

Nachwort – eine Mut-Botschaft

Authentizität

Talent

Erfolg

Ressourcen

Mut

Leader

Leser-Lounge

Links zu Buchempfehlungen:

Über den Autor

Danksagung

Ein Buch entsteht nicht alleine durch eine Idee. Es erfordert zusätzlich Erfahrungen, Erlebnisse und Energie. Wie bei jedem Projekt benötigt man auch für ein Buchprojekt Sparringspartner – Personen, die mitdenken, mitinspirieren, mitinnovieren und mitfördern. Leute, mit denen man gute Gespräche führen, geniale Verbindungen knüpfen und gewinnbringende Kooperationen eingehen kann.

In diesem Sinne möchte ich folgenden Menschen aus meinem Umfeld recht herzlich danken:

Meiner Familie für ihre bedingungslose Unterstützung und Liebe:

meiner Frau Carine Van Laecke, der Ideengeberin für den Titel dieses Buches

meiner Tochter Melissa Vergult

Meinen Eltern Richard Vergult und Lucie Pauwels

Meinem Schwiegervater Jacques Van Laecke

Chantal Perrinjaquet, begnadeter Business-Coach, Unternehmerin und Autorin, maßgeblich beteiligt an der Mitgestaltung dieses Buches

Meinem Geschäftspartner und Sparringspartner Thomas Hungerbühler

Meinen Elektroniklehrern Carlos Verwee und Etienne Gernaey

Pierre Clausen, ehemaliger Unternehmer im Bereich Managementberatung

Roel Verschueren, begnadeter Autor, Ex-CEO und Seelenverwandter, Verfasser des Vorwortes dieses Buches

Christian Wenk, ehemaliger Spitzenathlet im Duathlon, Hausarzt, Gründer der Christian Wenk Stiftung, begnadeter Pianist und Rollstuhlsportler, Verfasser des Nachwortes dieses Buches

Diese Menschen haben meinen bis heute gesammelten Erfahrungen und Erlebnissen Farbe verliehen. Sie haben mich auf unterschiedlichste Weise inspiriert und gefördert. Sie haben mein Leben positiv geprägt und mich gelehrt, dass unendlicher Kämpferwillen und Durchhaltevermögen sich lohnen. Darüber hinaus hat mich ihre Fähigkeit, mit Rückschlägen umzugehen, stark beeindruckt.

Sie sind Mitstreiter fürs Leben, haben mir immer wieder intensive Glücksgefühle vermittelt und mich Erfolgsbewusstsein gelehrt. Dies und die daraus gewonnene Energie haben mich dazu angetrieben, mit Begeisterung, Kraft und Zuversicht selbst ein Buch zu schreiben.

Es ist mein Wunsch, alles, was ich bis heute erfahren durfte, zurück- und weiterzugeben. Und es zu teilen mit jedem, der es annehmen möchte.

Aus diesem Grund widme ich dieses Buch allen Menschen dieser Welt, die die großartige Chance erkennen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und nach bestem Vermögen etwas Beglückendes daraus zu machen.

Vorwort

Es passiert zu selten. Aber wenn es passiert, wissen Sie instinktiv, dass es gut ist.

Vor etwa 20 Jahren hatte ich gerade drei Unternehmen an eine multinationale Gruppe verkauft, die an der New Yorker Börse gehandelt wurde. Anschließend kam ich in Kontakt mit dem Autor dieses Buches, um über einen neuen Plan nachzudenken – eine Idee für ein neues Unternehmen, noch nicht vollständig im Detail ausgearbeitet, doch bereits durch Zahlen und einen erfolgreichen Test untermauert.

Das Gespräch mit Patrick entwickelte sich schnell in eine Richtung, die über das Projekt hinauswuchs. Es handelte sich fast sofort um ein Thema, das uns beiden – unbewusst – seit langem sehr auf dem Herzen lag, heute nicht weniger als damals. Es war ein Entscheidungsgespräch: Ein Richtungsgeber, das Projekt gemeinsam mit ihm durchzuziehen oder alles sein zu lassen. Ein Gespräch, das deutlich über reines Unternehmertum hinausging.

Wir sprachen vor allem darüber, wie unterschiedlich Menschen sind – was sie gerne tun und was sie tun müssen. Und darüber, wie wichtig es in unserem Leben ist, unsere Leidenschaft ausleben zu können. Wir stellten fest, dass Dinge, die man selbst nicht gerne tut, anderen überlassen werden sollten. Dies führte rasch zu der Schlussfolgerung: „Jemand ist bei dem, was er macht, wirklich gut, wenn er es gerne tut und somit glücklich ist.“

Deshalb vertraute ich den gesamten administrativen und finanziellen Entwicklungsverlauf meines Projekts dem neu gegründeten Treuhandbüro von Patrick an. Er wusste ab unserem ersten Gespräch, wie er – ebenso wie ich – das Beste aus uns beiden hervorholen und so das Projekt zu einem erfolgreichen Unternehmen führen konnte. Und all dies mit weniger Worten und weniger Zusammenkünften, als ich es in meinem ganzen bisherigen internationalen Geschäftsleben gekannt hatte.

Patrick Vergult ist neben einem renommierten Ingenieur auch ein Selfmademan in allen Bereichen, die er benötigt, um seine selbst erteilten Aufträge perfekt koordinieren zu können. Und ich erkannte mich in ihm.

Seitdem ich ihn kenne, hat der Autor dieses Buches seine Kollegen – seine „Fellow Stakeholders“, seine „compagnions de route“ – besser verstanden und mehr respektiert als jeder andere. Er sorgte stets beharrlich dafür, dass Kommunikation und Offenheit garantiert waren. Und er selbst kam dabei selten an erster Stelle. Er ist ein Mann ohne doppelte Botschaft, anständig und aufrecht. Nicht nur seine eigentliche Ausbildung, sondern seine Vielseitigkeit, sein scharfer Blick für Chancen und sein Führungsstil bilden einen wesentlichen Mehrwert.

Er will alle, mit denen er zusammenarbeitet, durch und durch kennen lernen. Verstehen, was sie motiviert, worin sie wirklich gut sind, und sie anspornen, es noch besser zu machen. Er ist ein Mensch, für den Erfolg nicht möglich ist, ohne den Begriff „Glücklichsein“ damit zu verbinden. Jemand, der sicherstellen will, dass jeder, der für ihn und mit ihm am selben Ziel arbeitet, anerkannt, respektiert und richtig eingeschätzt wird. Patrick weiß, dass er nie hätte erfolgreich sein können ohne die Kollegen, Mitarbeiter, Projektleiter und Freunde, von denen er viele Jahre umgeben war.

Der Autor dieses Buches hat viel Erfahrung im Teilen. Er ist ein „Analytical Harmonizer“, ein seltener Marker auf der Skala des Lebens. Meist können analytische Personen ihr intellektuelles Interesse nur mit reinen Fakten und Zahlen sowie mit Kurzprotokollen stillen. Dies entspricht jedoch nicht Patricks Natur. Hinter seinem analytischen Geist steckt ein umsichtiger Mensch – jemand, der versteht, dass niemand etwas alleine erreichen kann. Er ist jemand, der sicherstellt, dass diejenigen, die ihn auf seinem Weg begleiten, das gleiche Glück erfahren wie er.

Patrick Vergult hat in den Jahren, die diesem Buch vorangingen, vor allem gelernt, wie er es nicht machen will, weder als Angestellter noch als Unternehmer, denn er hat die verschiedenen Formen des Unternehmertums ergründet, erkannt und erlebt. Dieses Buch handelt von einer unschätzbaren Welt des Verstehens, präzise auf der eigenen Erfahrung aufgebaut, und der Begeisterung, die daraus entspringt, dies mit anderen zu teilen.

Sein Buch handelt davon, was wir von anderen lernen können – über emotionale Stabilität, über den eigenen Biorhythmus, über Motivation, Vernetzung, Anerkennung, Erfolg und noch vieles mehr.

Der wahre Wert dieses Buches lässt sich für mich in drei Punkten zusammenfassen:

Wenn Sie bereit sind, die Dinge anzupacken, hilft Ihnen jedes Kapitel dabei weiter, nicht nur in Ihrem Job zufrieden zu sein, sondern auch in Ihrem Leben.

Wenn Sie nur teilweise bereit dafür sind, hilft Ihnen dieses Buch, den nächsten Schritt in Angriff zu nehmen.

Und wenn Sie noch nicht bereit dafür sind, kann es der Anfang für einen Neubeginn sein.

Der Autor dieses Buches hat herausgefunden, warum er wirklich arbeitet und was ihn antreibt. Er hat diese Erkenntnisse in seinem ersten Buch zusammengefasst und will sie mit seinen Lesern teilen.

Viel Spaß beim Lesen!

Roel Verschueren

Ex-CEO und Autor

Wien, im Mai 2017

Warum Du dieses Buch lesen solltest

Warum arbeitest Du?

Warum ist es wichtig, eine Antwort auf diese Frage zu erhalten?

Arbeiten wir nicht, um unseren Lebensunterhalt zu finanzieren oder gar, um uns Luxus zu leisten? Die Frage ist eher, was wir uns leisten sollten. Und für viele ist die Frage nach dem Warum eine Frage, die man sich nicht (oder zu selten) gestattet.

Zum Arbeiten braucht man verschiedene Anreize. Wie wir uns dabei fühlen, wird leider oft ignoriert. Dabei ist es für alle Beteiligten von Vorteil, Gefühle und Emotionen bewusst zu berücksichtigen. Emotionen sind uns wichtiger als Geld! Zu diesem Schluss kamen auch die Psychologen Edward L. Deci, Teresa Amabile und Steven Kramer (siehe Leser-Lounge). Gemäß ihren Untersuchungen sind dies die drei wahren Gründe, warum wir jeden Tag arbeiten gehen:

Autonomie

Der Wunsch, unser Leben selbst zu gestalten und zu organisieren, so wie wir es möchten

Fortschritt

Das Bedürfnis, unsere Fähigkeiten ständig zu verbessern, um Fortschritte zu erzielen und kleine oder größere Erfolgserlebnisse zu erfahren

Sinn und Zweck

Das Gefühl, dass wir mit unserer Arbeit einen Beitrag leisten und einen Unterschied in der Welt machen

Heute kann ich behaupten, dass ich weiß, warum ich wirklich arbeite und was mich antreibt. Klar, Geld ist für mich ebenfalls wichtig. Doch der wahre Anreiz für mich zu arbeiten sind genau die drei oben erwähnten Gründe, die mich in meiner über 30-jährigen beruflichen Karriere immer wieder angetrieben haben – egal, wie viel Geld ich verdient habe. Ich hatte natürlich auch Phasen in meinem Leben, wo ich mehr verdiente als zu anderen Zeiten. Trotzdem verspürte ich viel weniger Motivation, Kreativität und Erfüllung, da die oben erwähnten Faktoren fehlten. In diesen schwierigen Phasen wusste ich nicht, warum ich tatsächlich arbeitete, obwohl ich mehr verdiente.

Als ich noch einige Jahre jünger und um viele Erfahrungen naiver war, arbeitete ich in einem Baubetrieb, um mein Studium zu finanzieren. Mein Chef pflegte einen Führungsstil, der zu den damaligen Zeiten üblich war und in mancherlei Hinsicht durchaus als erfolgreich angesehen wurde.

Meine einzige Aufgabe bestand darin, ihm auf Befehl Werkzeuge anzureichen, und das gab mir das Gefühl, irgendwie „dumm“ oder minderbemittelt zu sein. Zudem stellte er mich auf der Baustelle als „Knecht“ vor, wodurch ich mich klein fühlte. Oft langweilte ich mich und begann mir zu überlegen, wo ich Hand anlegen könnte. Sofort wurde mir das untersagt – man wollte, dass ich erst auf Order des Chefs hin in Bewegung kam. Auch meine freundlichen Vorschläge, was ich gerne als Nächstes tun wollte, wurden nicht aufgegriffen. Ich fühlte mich unzulänglich und als wäre ich nicht vorhanden. Die Zeit schien vor sich hin zu schleichen und ich schlief bei der Arbeit fast ein. Außerdem fühlte ich mich wertlos und spürte, dass ich nichts einbringen durfte. Je länger je mehr begann ich mich zu fragen, warum ich überhaupt hier war, warum man mich brauchte und was hier meine Bestimmung sein sollte.

Um es zusammenzufassen:

Eine patriarchalische, strikte und emotionslose Führung wurde durchgesetzt.

Als Mitarbeiter fühlte ich mich wie eine Maschine in einem Räderwerk – unpersönlich, namenlos und vor allem unmotiviert. Ich machte Dienst nach Vorschrift. Dieser direktive Führungsstil war für mich nicht passend, und ich konnte nicht glauben, dass solche Firmen Erfolg haben können. Heute weiß ich, dass es durchaus Firmen gibt, die auf diese Art und Weise erfolgreich sind und profitabel wachsen.

Damals hielt ich tapfer durch, innerlich hatte ich jedoch resigniert. Ich verstand, dass der einzige Ausweg aus dieser elenden Arbeitssituation war, so rasch wie möglich mein Studium erfolgreich abzuschließen, um zu neuen Horizonten aufzubrechen. Da mich diese Erlebnisse stark geprägt hatten, dachte ich zunächst, dass die ganze Baubranche so funktionieren würde, doch zum Glück machte ich später noch andere Erfahrungen.

Denn nach dieser unbequemen Erfahrung erhielt ich glücklicherweise die Chance, in einem ganz anderen Arbeitsumfeld zu arbeiten, dem Baubetrieb meines späteren Schwiegervaters. Es war ein ähnlicher Betrieb, und zu Beginn hatte ich meine Bedenken. Da ich aber spontan meine Hilfe anbot, unterdrückte ich meine Befürchtungen. Dafür wurde ich rasch belohnt. Ich konnte es fast nicht glauben, als man mir eine größere Aufgabe zunächst Schritt für Schritt zeigte und sie mich anschließend vertrauensvoll und eigenständig ausführen ließ, obwohl ich vom Bau keine Ahnung hatte. Ich erlebte sogar, dass Fragen stellen erlaubt war und dass man gemeinsam mit mir Hand anlegte. Schließlich hatte ich ein riesiges Erfolgserlebnis – es war, als ob ich diese Arbeit ganz alleine geschafft hätte. Klar, ich überschritt meine Komfortzone, doch ich wurde immer und immer wieder mit kleinsten Dingen belohnt und somit gestärkt. Anstatt eines „Minderwertigkeitsgefühls“ wuchs nun ein „Mehrwertgefühl“ in meinem Inneren. Die Glückshormone schienen richtig verrückt zu spielen! Fehler waren erlaubt und es war wunderbar zu erleben, dass man mich darin wachsen ließ. Anstatt mich zurechtzuweisen, beriet man mich, wie ich es besser machen könnte. Dies gab mir ein Sicherheitsgefühl und ich fühlte mich immer besser, glücklicher und ausgeglichener.

Ich fühlte mich frei, geschätzt und gebraucht und die Möglichkeit der Selbstgestaltung erfüllte mich. Der Sinn meiner Arbeit wurde mir klar und ich setzte mir in Abstimmung mit dem Chef Ziele, die ich erreichen wollte.

Dies führte dazu, dass ich eine scheinbar unendliche Quelle von Kreativität und Motivation in mir entdecken und aktivieren konnte. Jetzt fühlte ich mich als Mitarbeiter wichtig! Für den Betrieb bedeutete dies nachweislich mehr Engagement und Umsetzungskraft.

Es löste eine erfüllende Befriedigung in mir aus, auf diese Weise mein Studium finanzieren zu können. Zudem hatte ich nun ein anderes Bild von der Baubranche. Es war gut zu sehen, dass nach einem schlechten Erlebnis nicht automatisch die ganze Welt nach diesem Muster funktioniert.

Es waren beides wichtige Erfahrungen für mich und ich bin dankbar dafür. Denn sie haben mir zum ersten Mal einen Aha-Effekt dazu verschafft, welche Umstände einem Mitarbeiter in einem Betrieb begegnen können. Diese Erfahrungen haben mir auch gezeigt, dass es verschiedene Formen der Menschenführung gibt. Mit der ersten konnte ich mich nicht identifizieren, mit der zweiten war ich überaus zufrieden.

Die Reflexion darüber hat mir den Antrieb dazu gegeben, viele Jahre später mit meinen Geschäftspartnern und Mitarbeitern in unserem eigenen Betrieb eine partizipative und coachende Menschenführung zu pflegen. Ich erkannte die Chance, meine Erfahrungen, die ich als Angestellter gesammelt hatte, in der neuen Position umzusetzen. Damals setzte ich unbewusst den Samen für eine Unternehmenskultur, welche die Selbstverwirklichung der Mitarbeiter fördert.

Jeder hat das Recht, sein Leben so zu gestalten, wie er es möchte

Dieses Buch soll dazu beitragen, Dir als Mitarbeiter eines mittleren oder auch großen Betriebes zu zeigen, wie sehr Du auf Deine Selbstgestaltung Einfluss nehmen kannst. Es sind nämlich viel mehr Handlungsmöglichkeiten vorhanden, als man im ersten Augenblick vielleicht denkt.

Leider beobachte ich oft, dass Mitarbeiter sich verstecken, sich unter Wert behandeln lassen und dementsprechend nicht kommunizieren, was und wie sie denken. Sie können so ihre wertvollen Erfahrungen nicht weitergeben und bringen sich – meist aus anerzogener Bescheidenheit – zu wenig mit ein.

Dabei ist jeder Einzelne wertvoll und wichtig! Eine Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied. Jeder Mitarbeiter sorgt in seinem Bereich dafür, dass die Firma dem Kunden gut dienen kann. Denn ohne zufriedene Kunden gibt es keine erfolgreiche Firma – Du hättest keinen Job mehr und müsstest Dir etwas anderes suchen.

Darum hat jeder das Recht, sich einzubringen und sein Leben so zu gestalten, wie er es möchte. Das war mein Hauptantrieb beim Schreiben dieses Buches. Es soll ein Appell für jeden sein zu erkennen, dass er seine eigene Welt jederzeit positiv verändern kann – egal, in welchem Job er angestellt ist.

„Der Mensch ist von Natur aus gut.

Er besitzt ein immanentes Potenzial,

um sich selbst zu entfalten bzw. zu verwirklichen

und ist in seinem Wesen einzigartig.“

(Carl Ransom Rogers,

US-amerikanischer Psychologe und Psychotherapeut)

Ist dieses Buch für Dich?

Dieses Buch ist genial für Dich, wenn Du wissen willst, warum Du arbeitest, und Deinem Leben mit diesem Bewusstsein deutlich mehr Lebensqualität geben willst.

Das Buch hilft Dir dabei:

Zufriedenheit und Freude bei der Arbeit zu erleben

Morgens mit einem Lächeln aufzustehen und gerne arbeiten zu gehen

Einen entspannten und natürlichen Umgang mit Kollegen, Kunden und Vorgesetzten zu pflegen

Erfolgserlebnisse zu haben, Motivation und Begeisterung in Dein Leben zu ziehen

Ein Vorbild für andere zu werden

Ein Gewinner zu werden, ohne das Leben als Kampf zu empfinden

Zu erkennen, dass Geld kein Thema ist und dass Du genug davon für ein gutes Leben erhalten wirst

Im Job eine „Mission“ zu entdecken, für die Dein Herz Tag und Nacht schlägt

In der Firma einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen und gewürdigt zu werden

Stolz auf Deine Arbeit und Deinen Einsatz zu sein

Schöpferisch und gestaltend zu arbeiten

Aber auch dabei, dass Du Dich mit Deinem Betrieb so weit identifizieren kannst, dass Du ihn gerne weiterempfiehlst – als Arbeitgeber, aber auch neuen Kunden!

„Menschenführung heißt, an die Hand nehmen, ohne

festzuhalten, und loslassen, ohne fallen zu lassen.“

(Wilma Thomalla, deutsche Publizistin)

Der Führungsstil eines Chefs ist nur die eine Seite einer florierenden Unternehmenskultur. Die andere Seite ist die persönliche Einstellung der Mitarbeiter – die Offenheit und Bereitschaft jedes Einzelnen, sich zu entfalten, zu kommunizieren und sich einsetzen zu wollen. Du kannst mehr tun, als im ersten und zweiten Augenblick möglich zu sein scheint!

Auch bei mir war mein eigener Antrieb, mich einsetzen zu wollen und mich täglich in eine motivierende Arbeitssituation zu begeben, immer schon der Hauptgrund dafür, mich weiterzubilden. Ich habe mich für die Firmenbelange nicht nur interessiert, sondern mich auch dafür engagiert, so gut ich konnte. Dieser Antrieb war für mich viel stärker als die Frage, wie viel ich verdiente.

Eine Gallup-Studie zeigt, dass in Deutschland rund 84 % der Mitarbeiter sich nicht für ihre Arbeit engagieren können. Die volkswirtschaftlichen Kosten aufgrund von innerer Kündigung belaufen sich auf eine Summe zwischen 75 und 99 Milliarden Euro jährlich (Gallup 2016). Eine Mercer-Delta-Studie bestätigt dies, indem sie eruiert, dass engagierte Mitarbeiter viermal mehr zum Unternehmenserfolg beitragen.

Falls Du jetzt immer noch nicht ganz sicher bist, ob dieses Buch für Dich bestimmt ist, frage Dich:

Leidest Du am Sonntagabend darunter, am nächsten Morgen wieder arbeiten gehen zu müssen?

Beklagst Du Dich innerlich immer wieder über das Geschäft, über Deinen Job, über den Chef oder andere Mitarbeiter?

Kennst Du den Frust, wenn Du Ideen und Vorschläge einbringst, sie aber weder berücksichtigt noch gehört werden?