Das Geschäft mit Singles - Stefan Christochowitz - E-Book

Das Geschäft mit Singles E-Book

Stefan Christochowitz

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Beschreibung

Der Autor schildert in diesem Buch seine Erfahrungen mit Single- und Partnerbörsen sowie Partnervermittlungen und zeigt hierbei Hinweise, auf die Alleinstehende bei der Suche nach dem/der richtigen Partner/in achten sollten. Außerdem gibt er wertvolle Tipps im rechtlichen Bereich, die vor zu hohen Kosten oder bösen Fallen schützen!

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Seitenzahl: 74

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Vorwort

Das, was ich auf den folgenden Seiten niederschreibe, sind Erfahrungen und ich werde Dinge schildern, die sich so tatsächlich zugetragen haben. Ich möchte aufklären und wachrütteln.

Das Thema, über das ich schreibe, ist das Thema Singlebörsen sowie Partnervermittlungen und deren Umgang mit Mitgliedern und ihren Geschäftspraktiken. Mittlerweile suchen nämlich viele Menschen ihren Partner im Internet, viel zu selten trifft man sich in einem Café oder in einer Bar. Auch eine Disco eignet sich dazu, neue Menschen kennenzulernen oder andere Dinge, die man ganz alltäglich benutzt, wie die öffentlichen Verkehrsmittel oder der Besuch im Supermarkt oder der Bäckerei. Doch manche Menschen sind sehr schüchtern, eine Eigenschaft, die auch auf mich zutrifft. Deswegen gehen viele Menschen, vor allem wegen der Anonymität, ins Internet, um sich dort einen Partner zu suchen.

Die Corona-Pandemie hat den Trend noch einmal deutlich beschleunigt, seinen Partner im Internet zu suchen. Aufgrund der Vermeidung von sozialen Kontakten, den mehreren Lockdowns und den Ausgangsbeschränkungen sowie die fehlenden Möglichkeiten, andere Menschen in "echt" kennenzulernen, blieb vielen Menschen keine andere Wahl, als im Internet auf Suche zu gehen.

Dabei ist es im Prinzip im Internet ganz einfach und leicht: Man kann quasi den idealen Partner suchen und vielleicht auch finden. Dinge wie Größe, Gewicht, Augenfarbe, Haarfarbe, Figur, etc. werden eingegeben und so kann auf digitalem Wege der richtigen Partner gefunden werden. Doch werden wir damit glücklich?

Meine Erfahrungen sprechen leider eine andere Sprache. Ich werde die Geschäftspraktiken dieser Singlebörsen beleuchten und wie manche Singlebörsen zu wahren Abzock-Methoden einladen und wie undurchsichtig die Methoden dieser Portale für Laien sind.

Viele Schritte sind nicht zu unternehmen, eigentlich reicht teilweise ein Klick aus, um sich eine Premium-Mitgliederschaft einzuhandeln. Und es ist nicht einfach, diese Premium-Mitgliedschaft - möglichst kurzfristig - zu kündigen. Inzwischen gibt es neue gesetzliche Bestimmungen, die die Möglichkeit einräumt, eine Premium-Mitgliedschaft kündigen zu können, doch aufgrund bestimmter Gesetzeslücken ist es gar nicht so einfach, eine Premium-Mitgliedschaft zu beenden.

Da ich selber - wie schon oben kurz berichtet - sehr schüchtern bin, versuchte ich auch mein Glück im Internet. Doch hier war vieles nicht von Erfolg gekrönt, zahlreiche Single-, Partner-, Flirtbörsen sowie Partnervermittlungen habe ich ausprobiert, aber nicht mit dem gewünschten Erfolg. Da ich mich sehr einsam fühle, würde ich das sehr gerne ändern. Seit Beginn der Corona-Pandemie ist mir das noch mehr bewusst geworden. Aber es ist nicht einfach, ich muss einfach selbstbewusster werden.

Das war meine kurze Lebensgeschichte, über die ich ganz gewiss noch mehrere Seiten hätte schreiben können. Aber nun möchte ich auf den folgenden Seiten die Erfahrungen schildern, die ich mit Singlebörsen und Partnervermittlungen gemacht habe.

Inhaltsverzeichnis

Partnerbörsen: Premium-Mitgliedschaften und Virtuelle Währungen

Partnervermittlungen und Partneragenturen

Kontaktanzeigen im Internet

Partner über Soziale Netzwerke und Whatsapp finden

Potenzielle Partner über Flirt- oder Erotikbörsen finden

Sonderfall "Knuddels"

Dating- und Flirt-Apps

Rechtliches

1. Partnerbörsen: Premium-Mitgliedschaften und Virtuelle Währungen

Wenn man sich einen Partner im Internet -sucht, sollte man sich zuerst einige Gedanken machen. Vielleicht sollte mit einer Checkliste kurz aufgeschrieben werden, welche Dinge zu beachten sind. Diese Checkliste könnte so aussehen:

Möchte ich für die Singlebörse Geld bezahlen?

Melde ich mich bei einer Singlebörse an, die viele Mitglieder hat?

Möchte ich eine Singlebörse, in der wichtige Daten, wie Handynummer, E-Mail-Adresse oder ähnliche Daten hinterlegt werden können, was von anderen gesehen werden kann?

Sollen mich andere, die mich vielleicht kennen, durch ein Profilbild kennen lernen?

Wer soll mich anschreiben (nicht nur Herkunft, sondern auch Altersgruppe)?

Diese Checkliste ist allerdings nur ein Beispiel. Jeder kann diese Checkliste ändern oder weiter fortführen, sie dient lediglich als Leitfaden.

Wenn man sich also die ersten Gedanken gemacht und in einer Internet-Suchmaschine eine entsprechende Singlebörse für sich gefunden hat, dann kann man sich anmelden. Die Anmeldung - so versprechen es viele Singlebörsen - würde nur sehr kurz dauern. Und auch schon bei der Anmeldung unterscheiden sich viele Singlebörsen und Partnervermittlungen: Während den einen schon nur der Benutzername, eine E-Mail-Adresse, ein Passwort und das Geburtsdatum reicht (mehr nicht!), gibt es auch Singlebörsen, bei der sich die Anmeldung sehr lange hinzieht. Da werden sogenannte Persönlichkeitsprofile erstellt, in der auch Charaktereigenschaften dargestellt werden. Dies kann unter Umständen sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, ist aber ein komplettes, ehrliches und echtes Profil von einem - und das von Kopf bis Fuß.

Allerdings gibt es hier einen Haken: Diese Persönlichkeitsprofile sollen auf wissenschaftlicher Basis zustande gekommen sein. Ein Marketingtrick, der häufig funktioniert.

Meine Erfahrung zeigt mir, dass eher der Mittelweg gewählt werden sollte. Denn wenn ich schon alles in meinem Profil stehen habe, dann liegt die Vermutung nahe, dass mich ein potenzieller Partner doch gar nicht erst kennen lernen möchte, weil derjenige sich denken könnte, dass die Person schon fast alles erzählt hat und bei einem Kennenlernen keine neuen Charaktereigenschaften oder Interessen zu erfahren sind.

Auf der anderen Seite ist zu wenig zu schreiben aber auch nicht gut. Hier können sich schwarze Schafe tummeln, die durch die kinderleichte Anmeldung bewusst andere Mitglieder ausspähen oder ausnutzen wollen. Sie schreiben also potenzielle Mitglieder an, wollen sich mit ihnen treffen, der potenzielle Partner geht zu dem Treffen, doch die andere Person erscheint nicht. Eine miese Masche, mit der manche Menschen andere Menschen hineinlegen und auf unglaublichste Art und Weise betrügen.

Am besten ist hier der Mittelweg: In ein ordentliches Profil gehört ein Profilname, der Wohnort, das Alter, die Körpergröße, das Gewicht oder die Auswahl, wie die körperliche Statur ist, eventuell die kurze Auflistung der Hobbys, das könnte schon ausreichen. Dann kann für das potenzielle Gegenüber der Verfasser dieses Profils sehr interessant sein.

Doch das Erstellen eines Profils geschieht häufig nach der Anmeldung. Denn nach der Anmeldung und der Angabe einer E-Mail-Adresse wird an diese häufig ein Link geschickt, in der dann das Profil bestätigt oder verifiziert wird. Erst dann kann das Profil erstellt und bearbeitet werden.

Aber zu einem guten Profil gehört auch ein gutes Foto, das gleich mit den Profildaten hochgeladen wird. Dieses Foto sollte einen guten Eindruck machen. Es sollte natürlich ein Profilfoto gewählt werden, dass nicht die letzte durchzechte Partynacht zeigt oder auf dem das Gesicht nicht gut zu erkennen ist oder auf dem Foto, auf dem man nicht lächelt. Aber ein Foto, auf dem das Gesicht klar zu erkennen ist und mit einem Lachen eignet sich gut. Doch ein lächelndes Profilfoto, auf dem zu sehr gelächelt wird, das es auffällt, dass es schon zu gequält aussieht, ist auch nicht gut. Auch ein Passfoto für die Bewerbung ist eher nicht zu empfehlen, da dies potenzielle Interessenten abschrecken könnte. Allerdings ist es von Portal zu Portal unterschiedlich, weil aufgrund der Dateiformate nicht jedes Fotoformat - sei es vom Smartphone oder vom Rechner - hochgeladen werden kann.

Nun kann es mit der Suche nach dem möglichst richtigen Partner losgehen. Auch hier unterscheiden sich die Single- und Partnerbörsen sowie die Partnervermittlungen. Während die einen für eine Suche nur Ort und eine Altersgruppe fordern, ist bei den anderen eine genauere Suche möglich. Aber manche "Suchen" unterscheiden sich auch: Einige können gespeichert werden, andere müssen jedes Mal von neuem, wenn auf ein Profil geklickt wurde, eingegeben werden.

Nach einer Suche hat man ein Profil gefunden, das einem zusagt. Ein Partner, der vielleicht zu einem passen könnte. Nun möchte man das Gegenüber kontaktieren und dabei gibt es Unterschiede: Zwar kann eine Nachricht verfasst werden, doch diese wird nicht immer abgeschickt. Stattdessen landet man auf einem Link oder auf einem anderen Teil der Seite, wo sich das Mitglied für eine Premium-Mitgliedschaft entscheiden muss, um eine Nachricht an ein anderes Mitglied zu versenden. Natürlich ist jetzt die Verwirrung da, denn was die wenigsten bedenken: Bei der Anmeldung wird mit dem Betreiber dieser Partnerbörse ein Vertrag geschlossen! Denn die sogenannten "Allgemeinen Geschäftsbedingungen" oder "Nutzungsbedingungen" oder "FAQ" werden schnell bei der Anmeldung mit einem Haken markiert, ohne sie vorher vollständig zu lesen oder wenigstens zu überfliegen. Aber seien wir mal ehrlich: Lesen wir uns die AGBs wirklich komplett durch? Nicht wirklich. Heutzutage sind die Menschen sehr bequem und sehr schnell. Doch darin liegt der wirkliche Trick dieser Partner- und Singlebörsen. Es ist fast schon zu vergleichen wie mit einer Mogelpackung. Man öffnet sie und es ist nicht das Produkt, das einen erwartet oder der Inhalt ist geringer. Und so ist es hier auch: Man muss noch eine Art "Geschäftsvertrag" abschließen, denn hinter Partnerbörsen und Partnervermittlungen sowie bei deren Betreiber stecken immer Unternehmen.