Das große GU Babybuch - Dr. med. Manfred Praun - E-Book
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Das große GU Babybuch E-Book

Dr. med. Manfred Praun

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Beschreibung

So klein es auch ist - ein Baby stellt die Welt auf den Kopf! Und kaum weiß man, dass es unterwegs ist, tauchen schon die ersten Fragen auf: Was braucht das Baby alles? Wer geht in Elternzeit? Wie schaut es finanziell aus? Das große GU Babybuch beginnt schon vor der Geburt und informiert ausführlich über alles Wissenswerte in Babys erstem Jahr. Die Autoren bieten fundierten Rat und können dabei auch unmittelbar auf ihre eigenen Erfahrungen zurückgreifen. Erlebnisberichte, z. B. zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sowie die Rubrik Fragen & Antworten in jedem Kapitel zeigen praxisnah, was Eltern wirklich bewegt. Über 150 Farbfotos und Illustrationen geben zusätzliche Informationen und laden zum Schmökern ein. Das große GU Babybuch ist ein wertvoller Begleiter, Mutmacher, Antwortgeber und Starthelfer für alle, die erstmals Eltern werden - aber auch für alle, die beim zweiten, dritten, vierten Kind einige Dinge anders machen wollen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
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Seitenzahl: 478

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Impressum

 

© eBook: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2019

© Printausgabe: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2019

Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung und öffentliche Zugänglichmachung, auch auszugsweise, sowie die Verbreitung durch Film und Funk, Fernsehen und Internet, durch fotomechanische Wiedergabe, Tonträger und Datenverarbeitungssysteme jeder Art nur mit schriftlicher Zustimmung des Verlags.

 

Projektleitung: Monika Rolle/Petra Bradatsch

Lektorat: Margarethe Brunner

Bildredaktion: Angela Kotow

Covergestaltung: independent MedienDesign, Horst Moser, München

eBook-Herstellung: Yuliia Antoniuk

 

ISBN 978-3-8338-7241-9

1. Auflage 2019

 

Bildnachweis

Fotos: Adobe Stock, Stefanie Aumiller, Mona Binner, Barbara Bonisolli, Getty Images, GU Archiv, Istock, Mauritius Images, Millennium Images, Anna Peisl, Stocksy, Unsplash, Westend61

Syndication: www.seasons.agency

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GRÄFE UND UNZER VERLAG LeserservicePostfach 86 03 1381630 MünchenE-Mail: [email protected]

 

Telefon: 00800 / 72 37 33 33*Telefax: 00800 / 50 12 05 44*Mo-Do: 9.00 – 17.00 UhrFr: 9.00 bis 16.00 Uhr (*gebührenfrei in D,A,CH)

Wichtiger Hinweis

Die Gedanken, Methoden und Anregungen in diesem Buch stellen die Meinung bzw. Erfahrung der Verfasser dar. Sie wurden von den Autoren nach bestem Wissen erstellt und mit größtmöglicher Sorgfalt geprüft. Sie bieten jedoch keinen Ersatz für persönlichen kompetenten medizinischen Rat. Jede Leserin, jeder Leser ist für das eigene Tun und Lassen auch weiterhin selbst verantwortlich. Weder Autoren noch Verlag können für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den im Buch gegebenen praktischen Hinweisen resultieren, eine Haftung übernehmen.

EIN JAHR MIT VIELEN PREMIEREN

In nur zwölf Monaten wird aus einem schutzbedürftigen Säugling ein aktives kleines Kind. Genießen Sie diese wunderbare Zeit, staunen Sie, freuen Sie sich mit und unterstützen Sie Ihr Baby liebevoll in seiner Entwicklung.

• 1. Monat: Sinneserfahrungen in der Welt draußen (>)

• 2. Monat: Das erste Lächeln wird verschenkt (>)

• 3. Monat: Die Zeit der Fingerspiele beginnt (>)

• 4. Monat: Das Baby wird langsam mobiler (>)

• 5. Monat: Köpfchen in die Höh in Bauchlage (>)

• 6. Monat: Gezieltes Greifen und das erste »ma-ma« (>)

• 7. Monat: Drehen auf den Bauch – jetzt gelingt’s (>)

• 8. Monat: Die ersten Zähne kommen (>)

• 9. Monat: Sitzen eröffnet neue Perspektiven (>)

• 10. Monat: Auf alle Viere und loskrabbeln … (>)

• 11. Monat: Erste Worte und erste Gehversuche (>)

• 12. Monat: Schritt für Schritt auf Entdeckungstour (>)

EIN WORT ZUVOR

Ist es bald so weit, und die Geburt Ihres ersten Kindes steht bevor? Sicher sind Sie schon ein wenig aufgeregt … Und bestimmt haben Sie viele Fragen zu allem, was mit dem Baby an Neuem auf Sie zukommen wird. Keine Sorge, das ist ganz normal und geht vielen anderen werdenden Eltern genauso.

Gerade einmal ein bis zwei Generationen rückblickend betrachtet, wohnten Erwachsene und Kinder, Altgewordene und Neugeborene gemeinsam unter einem Dach. »Ganz nebenbei« lernten schon die jungen Mädchen den Umgang mit einem Neugeborenen kennen. Mit den gesellschaftlichen Veränderungen hin zur Kleinfamilie ist es für junge Mütter und Väter heute zunehmend schwer, sich das nötige Wissen für das Leben mit dem Baby anzueignen. Geburtsvorbereitungs- und Säuglingspflegekurse vermitteln hilfreiche Informationen. Und vielleicht wollen Sie die Zeit vor der Geburt nutzen, um entspannt auf dem Sofa zu sitzen und in einem Babybuch zu lesen?

Der vorliegende Ratgeber unterstützt Sie bereits bei den Vorbereitungen, die vor der Geburt getroffen werden müssen: Was sollten Sie alles an Babyausstattung besorgen? Wie sieht ein gesunder Schlafplatz aus? Und er begleitet Sie auf dem gemeinsamen Weg mit Ihrem Kind nach der Geburt bis zum ersten Geburtstag. Blättern Sie doch mal im Kapitel zur Entwicklung des Kindes (ab >): Für mich ist es immer wieder faszinierend zu sehen, welche Fortschritte ein Baby in den ersten Lebensmonaten macht.

Wenn die Betreuung durch uns Hebammen acht Wochen nach der Geburt endet, haben Sie mit diesem Ratgeber einen tollen »Begleiter«, der Ihnen in vielen Situationen weiterhilft: Warum schreit mein Baby? Schläft es ausreichend? Bekommt es die nötige Förderung? Mit jedem neuen Entwicklungsschritt Ihres Babys tauchen auch immer neue Fragen auf. Das Buch gibt Ihnen fundierte Antworten und unterstützt Sie, Ihren persönlichen Weg zu finden.

Auch wenn die Ankunft des Babys Ihre bisherige Zweierbeziehung gehörig durcheinanderbringt und eine große Verantwortung auf Sie zukommt, brauchen Sie keine Angst zu haben. Sie werden mit der Zeit ganz selbstverständlich in Ihre neue Rolle als Mutter oder Vater hineinwachsen. In dieser oft recht turbulenten Zeit bietet Ihnen dieser Ratgeber eine hervorragende Unterstützung für ein wunderbares erstes Lebensjahr mit Ihrem Kind. Genießen Sie diese Zeit!

Claudia Dachs, Beirätin für den Bildungsbereich im Deutschen Hebammenverband

EIN WORT ZUVOR

Nach der Geburt meiner ersten Tochter Paulina wurde ein Video aufgezeichnet. Erschöpft von den Geburtsstrapazen hört man mich sagen: »So etwas tue ich mir nie wieder an!« Nicht nur die Geburt war anders verlaufen, als ich es mir vorgestellt hatte. Stillschwierigkeiten? Schreibaby? Wochenbettprobleme? Baby-Blues? Schlaflose Nächte? So hatte ich mir das Muttersein nicht vorgestellt! Heute weiß ich, dass die meisten Probleme hausgemacht waren und es mit mehr Hintergrundwissen gar nicht so weit gekommen wäre. Deshalb musste dieses Buch geschrieben werden. Und keine Sorge, wenn die Entwicklung Ihres Babys hier und da von der im Buch beschriebenen Norm abweicht. Setzen Sie sich nicht zu sehr unter Druck. Vertrauen Sie auf Ihren mütterlichen beziehungsweise väterlichen Instinkt sowie auf Ihr Bauchgefühl und kombinieren Sie beides mit einer Spur Gelassenheit – Ihr Baby wird es Ihnen danken.

Übrigens war mein »Nie wieder« nach Paulinas Geburt nur von kurzer Dauer. 21 Monate später kam unser Sohn Samuel auf die Welt, nach weiteren zwei Jahren Nesthäkchen Sophie. Und beide Male war alles anders, noch schöner. Weil ich gelernt habe, ihre Signale zu verstehen und auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Kinder sind ein Geschenk – und alle Eltern sollten dankbar sein, dass sich diese kleine Seele ausgesucht hat, bei ihnen groß zu werden. Ich wünsche Ihnen viel Freude, Harmonie und Glück im ersten gemeinsamen Jahr mit Ihrem Baby!

Birgit Gebauer-Sesterhenn

Als kleiner Junge habe ich meinen Vater, der Internist war, öfter auf Hausbesuchen begleitet. So wusste ich schon bald, dass auch ich diesen Beruf wählen wollte. Und eines war klar: Meine zukünftigen Patienten sollten Kinder sein. An ihnen beeindruckte mich nicht nur ihre Fröhlichkeit, die sie trotz aller Krankheit nie verloren, sondern vor allem ihr Lebenswille und ihre Kraft. Nach knapp zehn Jahren Krankenhaustätigkeit wollte ich die andere Seite der Kinderheilkunde erfahren: Wie erlebt ein junger Mensch vom Säugling bis zum Jugendlichen seine Kindheit mit allen Freuden, Krankheiten und Entwicklungsschritten? Natürlich ist auch das Umfeld der Kinder entscheidend – die Fragen, Sorgen und Nöte der Eltern verdienen Unterstützung. Ich wünsche mir, dass Sie auf den folgenden Seiten ebensolche Tipps und möglichst viele Antworten auf Ihre Fragen finden.

Dr. med. Manfred Praun

WIR WERDEN EINE FAMILIE!

Es ist so weit: Sie erwarten ein Baby und werden bald eine kleine Familie sein! Ihnen und Ihrem Partner steht nun eine aufregende Zeit bevor – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn kaum etwas wird Ihr Leben je wieder so umkrempeln wie die Geburt des ersten Kindes. Doch was bedeutet es eigentlich, eine Familie zu sein?

AUS ZWEI WERDEN DREI

DIE WARTEZEIT AUFS BABY NUTZEN

EINE FAMILIE IST GEBOREN

DAS WOCHENBETT

AUS ZWEI WERDEN DREI …

Mit so viel Spannung erwartet – endlich bist du da! Die kommenden Tage und Wochen werden ganz schön aufregend in Ihrem Leben als Eltern. Und wenn wir ehrlich sind, wird es von nun an spannend bleiben, denn Elternsein hört niemals auf. Es heißt, so lange, wie das Baby im Bauch heranwächst, so lange dauert es auch, bis Eltern und Baby zu einer Familie zusammenwachsen. Mindestens, würden wir mal sagen …

FLITTERWOCHEN MIT DEM BABY

An dieser Stelle erst mal einen ganz herzlichen Glückwunsch an Sie, liebe Eltern! Sie haben Großartiges vollbracht und neues Leben geschenkt. Das, was gerade passiert ist, ist einfach ganz wundervoll – im wahrsten Sinne des Wortes.

Für viele werdende Eltern ist die Schwangerschaft ein ganz großer Schritt im Leben. Mit der Geburt ist es endlich so weit: Das Baby ist da. Es ist ein unvergesslicher Augenblick, wenn Sie nach der Geburt Ihr Baby das erste Mal in den Armen halten. Wenn Sie es anschauen, an ihm schnuppern, seinen leisen Tönen lauschen und seinen ganzen Körper festhalten.

In diesen Momenten laufen alle Sinne auf Hochtouren. Viele frischgebackene Mamas und Papas sind von dem Geburtserlebnis geradezu überwältigt. Sie fühlen sich gleichzeitig erschöpft, unendlich froh, erleichtert, von Herzen dankbar und überflutet von Hormonen – es ist geschafft. Wunderbar!

Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass besonders die ersten beiden Stunden nach der Geburt zu den ganz kostbaren Augenblicken im Babyleben zählen. Ebenso wertvoll sind sie für die jungen Eltern. In diesen intimen Minuten nach der Geburt passiert für alle Beteiligten eine ganze Menge, denn hier startet bereits ein intensives Kennenlernen.

So schön, dass du da bist

Unmittelbar im Anschluss an die Geburt ist ein Säugling für eine Weile hellwach und sehr gut ansprechbar. Das Baby kommt mit vielen Milliarden Nervenzellen (Neuronen) auf die Welt, und jede davon beginnt nun mit der Kontaktaufnahme zu anderen: Direkter Hautkontakt, zärtliche Berührungen und Liebkosungen, vertraute Stimmen und Mamas (und Papas) ganz besonderer Geruch lösen ein regelrechtes Feuerwerk in Babys Gehirn aus. Dies ist der Beginn einer Vernetzung, die ein ganzes Leben lang anhält. So eine tiefe gegenseitige Wahrnehmung und das unwiderstehliche Interesse einander kennenzulernen wird durch eine besondere Hormonlage gefördert, die sich bereits während der Schwangerschaft angebahnt hat. Oxytocin heißt das Bindungshormon, das der weibliche Körper bereits während der Schwangerschaft produziert. Unter der Geburt schüttet der weibliche Körper dann ganz viel davon aus. Übrigens fließt auch beim Sex reichlich Oxytocin, daher nennt man dieses Hormon auch noch Liebes- oder Kuschelhormon.

Nach der Geburt unterstützt Oxytocin nicht nur die Kontraktionen der Gebärmutter, sondern fördert auch den Milcheinschuss und hilft dabei, stressige Momente zu dämpfen. Damit nicht genug. Es gibt noch eine ganz wundervolle Aufgabe: Oxytocin schafft die Basis für unser Bindungsverhalten, es bringt unsere Gefühle in Fluss. Wenn ein Neugeborenes direkten Hautkontakt spüren darf und zum Beispiel nackt auf Mamas oder Papas Bauch liegen kann, wird auch der kleine Körper von einer Extraportion Oxytocin durchflutet. Je mehr davon fließt, desto besser für alle, denn das sorgt auf allen Ebenen für einen harmonischen Start ins Familienleben.

Ruhe, Nähe und Hautkontakt sind entscheidend für den ersten Bindungsaufbau.

Der Herzenskleber

Unmittelbar nach der Geburt braucht ein Neugeborenes Liebe, Schutz, Wärme und Zuwendung. Es benötigt einen sicheren Hafen, in dem es sich geborgen fühlen kann. Im Idealfall übernehmen die Eltern die Position der Hafenmeister, die ihren Nachwuchs liebevoll in die Arme schließen. Eben genau hier beginnt der Bindungsaufbau: Bonding ist das emotionale Band, das Eltern und Kind verbindet und ein Leben lang zusammenhält. Je stärker das Bonding, der Herzenskleber, desto besser die Bindung. Diese innere Bindung zwischen Eltern und Neugeborenem sichert dem

Baby das Überleben und sorgt dafür, dass sich sein Urvertrauen entwickeln kann. Auf Elternseite legt Bonding einen Grundstein dafür, dass Mutter und Vater Stärke und Mut entwickeln und die Bereitschaft, für ihr Kind alles zu geben. Es fängt an beim Schlaf und hört in Notsituationen vermutlich erst beim eigenen Leben auf. Eltern machen sich stark wie Löwen – ihr Nachwuchs wird sicher und liebevoll geschützt.

Bonding braucht Zeit

Auch wenn die ersten Minuten und Stunden eine ideale Voraussetzung für das zarte Knüpfen der emotionalen Bindung sind, so ist dies kein Zeitfenster von wenigen Stunden. Bonding ist vielmehr ein Prozess, der Zeit braucht. Keine Angst, wenn Sie Ihr Baby in den ersten Stunden nicht in den Arm nehmen konnten, falls eine Frühgeburt oder medizinisch notwendige Maßnahmen Ihnen einen Strich durch die Rechnung machten. Bonding kann nachgeholt werden und zwar ab dem Moment, in dem Sie Ihr Baby auf den Arm nehmen können, es wahrnehmen und spüren. Es zählen die gemeinsamen Schmusestunden und Kuscheleinheiten, also die ungestörte intime Zeit mit Ihrem Baby. Wenn dies anfangs zu kurz gekommen ist, darf es im Anschluss noch intensiver sein. Jetzt ist nichts wichtiger als Sie und Ihr Baby und dass Sie sich in Ruhe kennenlernen dürfen.

Hebammen bezeichnen die ersten Tage mit dem Baby zu Hause gern als »Babyflittern«. Eltern und Baby können sich hoffentlich in aller Ruhe kennenlernen und das Gefühl genießen, ab jetzt eine Familie zu sein. Oder erst noch zu werden? Aus einem Duo wird im Laufe der Zeit ein Trio, und Ihr Baby macht Sie beide jetzt zu Eltern. Damit gibt es eine neue Aufgabe in Ihrem Leben – Vatersein und Muttersein. Für diese Rolle brauchen Sie keine Bühne, keine Texte zum Auswendiglernen und auch kein großes Publikum. Für diese Rolle kann man sich nicht groß vorbereiten wie für eine Schulabschlussprüfung oder den Führerschein. In diese Rolle wächst man hinein, täglich ein bisschen mehr. Es ist wunderbar, wenn Sie als Eltern zu zweit sind und sich gegenseitig unterstützen können.

Wenn Sie die Elternrolle allein antreten müssen, weil Sie von Ihrem Partner getrennt sind oder dieser vielleicht sogar verstorben ist: Nur Mut – Sie werden es schaffen! Ihr kleiner Star belohnt Sie und Ihren Einsatz unmittelbar durch die große Liebe, die er Ihnen entgegenbringt. Hilfreiche Begleiter auf dem Weg ins Familienleben sind Geduld und Gelassenheit. Nicht immer ist es leicht mit den neuen anderen Umständen, und irgendwie erlebt man jede Situation ein erstes Mal. Es gibt noch keinen reichen Erfahrungsschatz, aus dem Sie schöpfen können. Keine Sorge, so geht es vielen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen – das gilt auch für frischgebackene Mamas und Papas.

AUS EINEM PAAR WERDEN ELTERN

Zugegeben – die Vorstellung, eine Familie zu gründen und ein Baby zu bekommen, ist für viele wunderbar, und manche können es kaum erwarten: In den schönsten Träumen klingt alles nach purer Harmonie. Ganz ehrlich: So läuft es in echt natürlich nicht. Oder zumindest nicht immer. Es dauert seine Zeit, bis alle in der neu gegründeten Familie ihren Platz gefunden haben und sich darin wohlfühlen. Miteinander leben besteht nicht nur aus heiler Welt und eitel Sonnenschein. Neben dem Licht gibt es auch Schatten, und wer sagt, dass Schatten schlecht ist? Soll heißen: Es geht rund in den nächsten Jahren, und es wird bunt. Es wird gelacht, und es fließen Tränen, vor Freude und manchmal auch aus Kummer. Alles darf sein, niemand ist perfekt. Mit Gelassenheit geht’s leichter.

Kein Grund zum Verzweifeln

Manchmal ist es eine echte Zerreißprobe für alle. Beide Eltern bringen unterschiedliche Vorstellungen von Familienleben mit sich, jeder kommt aus einem anderen Zuhause und hat Familie unterschiedlich erlebt. Ob wir wollen oder nicht – so manche Muster übernehmen wir aus unserer Herkunftsfamilie. Oftmals gibt es Erwartungshaltungen, wie der Partner als Mutter oder Vater zu sein hat – vielleicht so, wie man es daheim selbst erlebt hat –, oder eben auch nicht. Tatsächlich kann es Zeiten geben, in denen es ganz und gar nicht so läuft, wie man es sich so schön ausgemalt hat. Enttäuschung und Frust sind vorprogrammiert, und schon rumpelt es im neuen Familienbund. Unsere kleine Familie – läuft da etwas schief? Wir sagen: »Nein!« Es dauert eben eine Weile, bis aus einem Duo ein Trio wird. Bis sich alles eingespielt hat.

Schließlich gibt es jetzt vollkommen neue Umstände: Schlafmangel und mitunter Schlafneid, erhöhtes Arbeitsaufkommen, vielleicht gepaart mit einer Art Arbeitseifersucht auf den berufstätigen Partner, frühe Tagschichten und ein ungewohntes Nachtleben sowie Wochenenden, die so gar nicht mehr sind wie früher ... Manchmal fühlt es sich an, nichts geschafft zu haben, obwohl man permanent auf den Beinen war und kaum Zeit zum Ausruhen hatte. Auch das ist normal. Liebe Mütter, liebe Väter – bitte nicht vergessen: Eltern leisten Außergewöhnliches! Sie helfen einem kleinen neuen Menschen, auf der Erde anzukommen, Wurzeln zu schlagen und im Laufe der nächsten Jahre hoffentlich auch Flügel zu bekommen. Das ist eine der schönsten Aufgaben der Welt – wer kann da sagen, er wäre »nur« Mutter oder »nur« Vater?

KINDER, WIE DIE ZEIT VERGEHT

Fragen Sie mal Eltern von erwachsenen Kindern oder Großeltern, was sie mit ihrem jetzigen Erfahrungsschatz heute anders machen würden, wenn sie nochmal kleine Kinder hätten. Vielfach kommen dann Aussagen wie »ich würde mir mehr Zeit nehmen«, »ich würde die Arbeit Arbeit sein lassen«, »ich würde mich mehr den Kindern widmen«. Warum? Weil die Kinder schneller groß werden, als man denkt. Viele Eltern wünschen sich, rückblickend betrachtet, sie hätten die Zeit mit ihren Kindern intensiver genutzt. Warum haben sie es damals nicht getan? Es zählt der Moment – im Hier und Jetzt. Gestern ist vorbei, und was morgen kommt, wissen wir nicht. Denn morgen kann schon wieder alles anders sein. 

Willkommen, neuer Mitbewohner

Sobald das Baby da ist, haben Sie auch einen neuen Mitbewohner. Allein das Herrichten des neuen Kinderzimmers ist für werdende Eltern eine Herzensangelegenheit: Da wird mit viel Liebe gestrichen, genäht, dekoriert und eingerichtet. Das Baby soll sich bei seiner Ankunft einfach rundum wohlfühlen.

Machen Sie sich nicht zu viel Arbeit: Ihr Baby braucht im ersten Jahr noch gar keinen eigenen Raum. Es hat sowieso nur eines im Blick: seine Eltern, egal, wie es drumherum aussieht. Ihr Baby klinkt sich einfach in seine neue Wohngemeinschaft ein und wird mit Ihnen glücklich sein, so wie Sie sind. Ab jetzt steht das Leben als Familie auf dem Programm. Es darf also »gemenschelt« werden. »Negative« Gefühle wie Wut, Angst und Scham dürfen genauso herauskommen wie Freude und Glück, denn auch sie haben ihre Berechtigung.

Reden ist Gold

Darf ich dir mal erzählen, wie es mir geht? Wer kennt sie nicht – die Erwartungen an unsere Partner, frei nach dem Motto: Höre die Dinge, die ich nicht sage, und erfülle sie, damit ich zufrieden bin! Weit gefehlt!

Anstatt »Nie bist du da, dauernd bist du unterwegs. Ständig muss ich alles alleine machen ...!« könnte man es ja auch so formulieren: »Ich bin so überfordert, ich wünschte, du wärst bei mir.« Oder ganz schlicht: »Ich vermisse dich.« Reden Sie miteinander und trauen Sie sich, konkret zu formulieren, wonach Sie sich jetzt, in diesem Moment sehnen. Sie können sich sicher sein, dass man Sie von Herzen gern unterstützen wird, wenn Sie es schaffen, vorwurfsfrei zu kommunizieren. Keine Angst, denn Sie und Ihr Partner (oder Ihr Umfeld) sind ein gutes Team – und das ist jetzt noch wichtiger als zuvor.

Ab jetzt bestimmen Sie gemeinsam den Kurs, den Ihr Familienschiff nimmt.

Auskommen mit dem Einkommen

Das typische Rollenbild von einer Mutter, die den ganzen Tag zu Hause und für die Kinder da ist, und einem Vater, der das Geld ranschafft, gibt es nicht mehr. Viele Elternpaare teilen sich die Aufgaben Erziehung und Job gemeinschaftlich. Selbstverständlich können auch Mütter nach der Geburt wieder in den Beruf einsteigen, und genauso selbstverständlich können Väter daheim bleiben und sich um den Nachwuchs kümmern.

Homeoffice wirkt auf den ersten Blick genial, wenn das möglich ist. Gleichzeitig ist es auch unglaublich schwer in der Umsetzung. Nicht selten haben Sie dann zwei Chefs – den alten Arbeitgeber im Nacken und den Juniorchef neben dem Schreibtisch ...

Nicht nur das kann anstrengend sein, sondern auch die Verteilung der Arbeit zu Hause. Im Idealfall besprechen werdende Eltern die Situation schon vorher: Wer bleibt beim Kind? Wer kümmert sich um das monatliche Einkommen? Wer kann einspringen, wenn kurzfristig Hilfe benötigt wird? Auch die Alltagsdinge gehören besprochen: Wer übernimmt das tägliche Kochen, Waschen, Einkaufen und alles andere? Es ist sinnvoll, sich abzusprechen. Überhaupt – miteinander zu reden und gemeinsame Entscheidungen zu treffen wird von nun an immer wichtiger. Auch wenn die Absprachen noch so banal erscheinen, ist reden Gold wert. Die gemeinsame Kommunikation zügig umzusetzen und annähernd den gleichen Kurs zu fahren, ist ein Garant für ein harmonisches Familienleben. Denn Sie beide sind ab jetzt Kapitän auf dem Familienschiff. Am besten bestimmen Sie also gemeinsam den Kurs – möglichst in die gleiche Richtung.

DIE WARTEZEIT AUFS BABY NUTZEN

Solange das Baby im Bauch wohnt, braucht es keine Kleidung, keine Windeln, kein Bett und keinen Kinderwagen. Sobald es aber das Licht der Welt erblickt hat, sollte idealerweise alles parat stehen. Dann haben Sie die Möglichkeit, sich nach der Entbindung uneingeschränkt um Ihr Neugeborenes und um sich selbst zu kümmern.

DAS GEHÖRT IN BABYS SCHRANK

Die Konfektionsgröße von Babys und Kleinkindern lässt sich ganz leicht ermitteln, da sie sich an der ungefähren Körperlänge des Kindes orientiert. Dabei liegen zwischen den einzelnen Konfektionsgrößen immer etwa sechs Zentimeter. Das bedeutet: Wenn Ihr Baby mit 52 Zentimeter Länge das Licht der Welt erblickt, wäre die nächstpassende Größe 56.

Kommt es mit 48 Zentimetern auf die Welt, würde es vermutlich in Strampler der Größe 50 passen, während Frühgeborene sich in Größe 44 wohlfühlen, sehr kräftige Kinder jedoch wahrscheinlich Kleidergröße 62 brauchen. Da Sie jetzt noch nicht wissen, wie groß Ihr Baby sein wird, wenn es auf die Welt kommt, können Sie sich kurz vor dem Geburtstermin die ungefähre Größe Ihres Babys von Ihrem Frauenarzt sagen lassen. Er kann die Größe per Ultraschallgerät errechnen. Wenn Sie dann absehen können, in welche Richtung Ihr Baby tendiert, können Sie gezielter einkaufen gehen.

Auch wenn es noch so verlockend und schön ist, in Babygeschäften herumzustöbern – kaufen Sie lieber nicht zu viel Kleidung in kleinen Größen ein. Zum einen können Sie vielleicht davon ausgehen, das eine oder andere Kleidungsstück zur Geburt geschenkt zu bekommen. Zum anderen wächst Ihr Baby sehr schnell aus diesen kleinen Größen heraus. Viele Eltern bedauern es sehr, wenn sie die schönen Kleidungsstücke ihrem Baby nur dreimal anziehen konnten, weil sie schon bald zu klein geworden waren.

DIE ERSTE GARDEROBE

Für die ersten acht bis zehn Lebenswochen könnte diese Grundausstattung ausreichend sein:

3 bis 5 Bodys, die sich idealerweise vorn/seitlich öffnen lassen

4 bis 6 Strampler

6 bis 7 dünne Pullover bzw. T-Shirts (je nach Jahreszeit), unter den Strampler

1 Jacke für draußen (je nach Jahreszeit dicker oder dünner)

1 bis 2 Erstlingsmützen, die auch die Ohren bedecken (Gr. 34 oder kleiner)

1 Paar dickere Wollsöckchen oder Wollschuhe

7 bis 8 Spuckwindeln

Für Winterbabys zusätzlich noch 1 bis 2 Strumpfhosen, 1 Schneeanzug, Handschuhe

Ihr Baby freut sich, wenn sich Body & Co. leicht und schnell an- und ausziehen lassen. Ideal sind daher Modelle, die sich an der Seite auf- und zuknöpfen beziehungsweise binden lassen.

Hauptsache bequem

Achten Sie beim Kauf von Babykleidung darauf, dass sie bequem ist und problemlos an- und ausgezogen werden kann. Wenn Sie Bodys kaufen, ist es sinnvoll, solche zu wählen, die an der Seite zugebunden werden. Auf diese Weise müssen Sie sie nicht über das Köpfchen ziehen. Sinnvoll sind Pullis und T-Shirts, die seitlich am Kragen oder hinten aufgeknöpft werden können. So kann der Kopf leichter durchschlüpfen. Übrigens sind Druckknöpfe wesentlich einfacher zu handhaben als normale Knöpfe. Wichtig ist es auch, auf Schadstofffreiheit zu achten, da neue Kleidung häufig mit vielen chemischen Stoffen behandelt wurde.

TIPP: WECHSELWÄSCHE

Wenn die Wäsche noch sauber ist, brauchen Sie Ihr Neugeborenes nicht täglich neu anzuziehen. Auch Umkleiden vor dem Schlafengehen ist nicht nötig, denn ein Strampelanzug eignet sich als Tag- und Nachtwäsche. Ein Schlafanzug ist erst dann sinnvoll, wenn die Babys ihren Tag-Nacht-Rhythmus gefunden haben und das »Ins-Bett-Bringen« zu einem Ritual wird.

»Secondhand« als erste Wahl

Sollten Sie das Glück haben, dass Ihnen eine Freundin Babykleidung leiht oder überlässt, zögern Sie nicht, das Angebot anzunehmen. Auch wenn eventuell einzelne Teile dabei sind, die Ihnen auf Anhieb nicht gefallen – gratis oder für einen günstigen Preis liegen sie gut im Schrank und sind zur Hand, wenn einmal Kleidernotstand ausbricht und Sie gerade keine Zeit zum Waschen haben. Wenn Ihr Baby sich zum Beispiel als Spuckbaby entpuppt, steht ein Kleiderwechsel trotz aller Vorsichtsmaßnahmen mit Lätzchen & Co. mehrmals am Tag auf dem Programm. Außerdem hat gebrauchte Kleidung den Vorteil, dass alle Farbstoffe und sonstige Chemikalien, die eventuell Hautreaktionen beim Baby auslösen könnten, bereits ausgewaschen sind.

Gebrauchte Kleidung ist damit auf jeden Fall schadstoffärmer als neue. Deshalb lohnt es sich übrigens auch, Basare und Kleidermärkte zu besuchen, auf denen gebrauchte Babykleidung und Zubehör günstig angeboten werden.

DIE BABYAUSSTATTUNG

Ganz gleich, ob Sie sich eine komplette neue Babyausstattung im Babyfachhandel zulegen oder einzelne gebrauchte Möbel in die Wohnung holen: Ein »Nest« rund ums Baby zu schaffen, macht den meisten werdenden Eltern viel Spaß. Sicher kann man zu Beginn auf das eine oder andere noch verzichten. Bei manchen Dingen lohnt es sich allerdings, wenn diese schon frühzeitig im Haus sind, denn sie könnten Ihnen die erste wichtige Kennenlernphase mit Ihrem Baby erleichtern.

Vor der Geburt willkommen

Eine Wiege, ein Stubenwagen oder ein Babybalkon (kleines Babybettchen, das auf die Höhe der Elternmatratze ans Bett gestellt wird).

Eine dünne Babydecke (70 × 140 Zentimeter), zum Beispiel aus reiner Schurwolle oder Baumwolle.

Ein Kinderwagen, damit Sie und Ihr Baby so bald wie möglich Luft und Sonne tanken können.

Eine Babyschale fürs Auto: Die werden Sie nicht nur brauchen, um nach der Entbindung wieder nach Hause zu kommen. Erfahrungsgemäß liegt (später sitzt) ein Baby etwa für die ersten eineinhalb Jahre in dieser Babyschale. Der ADAC testet regelmäßig die neuen Modelle und bewertet sie in Kategorien wie Sicherheit und Komfort.

Ein Schlafsack, der zur Größe Ihres Babys passt. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Halsöffnung nicht größer als das Köpfchen ist und auch die Öffnungen für die Arme nicht zu groß sind. Sonst besteht die Gefahr, dass Ihr Baby in den Schlafsack hineinrutscht. Wählen Sie eine Größe, die etwa seiner Körperlänge minus zehn Zentimetern entspricht. Dann kann es in den nächsten Wochen noch hineinwachsen. Tipp: Wenn sich der Schlafsack am Fußende durch Knöpfe oder einen Reißverschluss öffnen lässt, können Sie Ihr Baby auch wickeln, ohne es komplett ausziehen zu müssen. Das ist besonders nachts hilfreich.

Ein Windeleimer. Geeignet sind kleine Behälter, die einen gut schließenden Deckel haben. Es reicht eine Eimergröße, die die Windelmenge von ein bis zwei Tagen umfasst. Spätestens dann sollte der Eimer geleert werden.

Ein Badethermometer. Es hilft Ihnen, beim Waschen oder Baden die richtige Temperatur zu finden.

Ein digitales Fieberthermometer.

Eine Tragehilfe fürs Baby. Das kann entweder ein großes spezielles Babytuch (siehe >) oder ein Babytragesack sein, der später dann zu einem Rucksack umfunktioniert werden kann. Beides ist übrigens eine hervorragende Idee als Geschenk zur Geburt!

NICHT NÖTIG: EIN KOPFKISSEN

Säuglinge brauchen kein Kopfkissen. Im Gegenteil: Es besteht die Gefahr, dass durch das Kissen die Atmung des Babys beeinträchtigt wird.

Was sonst noch sinnvoll ist

Eine Wickelkommode. Sie können natürlich auch auf der Waschmaschine, dem Küchentisch, dem Bett oder auf dem Boden wickeln. Aber der Platz, den Sie Ihrem Baby als Wickelplatz einrichten, sollte nicht nur für Ihr Baby, sondern auch für Sie komfortabel sein, denn Sie werden hier in Zukunft relativ viel Zeit verbringen. Und erfahrungsgemäß sind Wickelkommoden die erste Wahl, da sie die richtigen Maße mitbringen (Höhe, Breite und Tiefe), um ein Baby bequem zu wickeln. Bestenfalls hat die Wickelkommode Schubladen oder Ablagefächer für Dinge, die immer schnell parat sein sollten, wie Windeln, Creme und Kleidung. Beim Aufbauen der Kommode wäre es natürlich praktisch, wenn ein Wasserhahn in der Nähe ist. Vielleicht können Sie sogar noch einen zweiten Wickelplatz im Bad einrichten (etwa mithilfe eines Aufsatzes auf der Badewanne

oder auf der Waschmaschine). Dieser zweite Platz ist praktisch, wenn das Baby aus der Wanne kommt – es kann dann sofort im warmen Badezimmer versorgt und angezogen werden.

Ein Stillkissen. Die richtige Haltung beim Stillen ist das A und O, um Fehlhaltungen und damit verbundene Rückenprobleme der Stillenden zu vermeiden. Stillkissen gibt es in vielen verschiedenen Varianten mit unterschiedlichen Füllungen. Probieren Sie aus, welche Größe und welches Füllmaterial (etwa Dinkelspelz oder Kunststoffkügelchen) Ihnen zusagen. Achten Sie darauf, dass es nicht zu schwer ist. Denn wenn Sie mit Ihrem Baby auf dem Arm einen idealen Stillplatz einrichten wollen, werden Sie dankbar sein, wenn das Stillkissen nicht dreimal schwerer ist als Ihr Baby.

Eine Spieluhr fürs Baby. Manchmal legen sich Schwangere eine Spieluhr auf den Bauch und spielen ihrem Baby auf diese Weise eine schöne Melodie vor. Wählen Sie eine langsame und beruhigende Melodie aus. Immer wieder ist zu beobachten, dass Babys später in ihrem Bettchen kein Auge zumachen, wenn Spieluhren eher laut vor sich her lärmen.

Eine Babynagelschere. Sie hat abgerundete Spitzen, sodass man beim Nägelschneiden die zarten Finger oder Zehen des Babys nicht verletzt.

Etwa zehn Waschlappen und ein großes Kapuzenhandtuch (etwa 1 × 1 Meter), um das Baby nach dem Baden einzuwickeln.

Eine weiche Babyhaarbürste für sanfte Babykopfmassagen.

TIPP: HEIZSTRAHLER

Gerade im Winter sind Heizstrahler oder Wärmelampen über dem Wickeltisch eine gute Möglichkeit, schnell angenehme Temperaturen zu schaffen. Wenn Sie sich einen Heizstrahler anschaffen möchten, achten Sie auf ein Modell, das für den Wickeltisch geeignet ist. Bei diesen Geräten ist um jede Heizschlange ein feines Metallnetz gewickelt, damit keine Splitter herabfallen können, falls eine der Heizschlangen zu Bruch gehen sollte.

DAS TRAGETUCH

Einen Säugling zu tragen ist in allen Kulturen verbreitet. Zwei Drittel der Weltbevölkerung tragen ihre Babys – und geben ihnen damit Halt und Sicherheit und fördern das Urvertrauen.

Sobald man ein Neugeborenes hochhebt, zieht es instinktiv seine Beinchen an und spreizt sie auseinander, damit es sich eng an den Körper des Tragenden schmiegen kann. Da sich ein Baby nicht aus eigener Kraft am Körper der Mutter festhalten kann, braucht es eine feste Unterstützung – etwa durch ein Tragetuch. Da es viele verschiedene Möglichkeiten gibt, ein Tragetuch zu binden, ist es immer hilfreich, wenn Sie sich die unterschiedlichen Möglichkeiten von einem Experten zeigen lassen.

Die Vorteile des Tragens

Sie können durch das Tragen im Tragetuch das Bedürfnis Ihres Babys nach Nähe erfüllen und haben gleichzeitig Ihre Hände frei. Häufig getragene Babys entwickeln weniger Verlustängste, weinen seltener und sollen früher selbstständig werden. Mithilfe des Tragetuchs sind Sie außerdem mobiler als mit Kinderwagen (etwa auf Treppen, in Bus und Bahn, unterwegs in den Bergen oder am Strand). Außerdem ist das Tragetuch leicht verstaut, wenn man es gerade nicht benötigt. Nachteil: Mit Baby am Bauch sind Sie eingeschränkter in der eigenen Beweglichkeit – das Bücken, Beugen oder In-die-Hocke-Gehen fällt schwerer beziehungsweise braucht etwas Training.

Bereits ab dem ersten Tag kann ein Baby mit Tragehilfe am Körper getragen werden. Gute Tragehilfen verteilen das Gewicht des Babys ideal, sodass die Muskeln der Eltern mit zunehmendem Gewicht des Säuglings trainiert werden und sich der Situation anpassen. Beliebt ist etwa die Wickelkreuz-Trage oder die Wiegehaltung.

SCHNULLER

Nicht ohne Grund heißen Babys in den ersten Lebensmonaten Säuglinge. Das Saugen an ihren Fingern, Nuckeltüchern oder den Ohren eines Kuscheltiers befriedigt ihr Saugbedürfnis und lässt sie leichter entspannen. Entspannte Babys sind ruhiger und glücklich – also ist man gern bereit, diesem Saugbedürfnis nachzugeben.

Problematik Dauernuckeln

Sobald ein Baby etwas zum Saugen über längere Zeit in den Mund steckt, wirken große Zugkräfte auf die beiden Kiefer. Das gilt für einen klassischen Schnuller genauso wie für den Daumen. Letzterer ist sogar noch problematischer, wenn er dauerhaft (also einige Stunden) über einen längeren Zeitraum (über viele Monate oder gar Jahre) zwischen die Zähne kommt. Denn: Das Saugen am Daumen findet unter stetigem Kraftaufwand statt. Das bedeutet, dass die Zähne des Oberkiefers nach vorn gedrückt werden, während gleichzeitig die unteren Zähne nach hinten verschoben werden. Dadurch kann – wenn über längere Zeit genuckelt wird – der sogenannte »Lutschbiss« entstehen: Die oberen Zähne stehen deutlich vor. Mitunter entwickelt sich sogar ein regelrechtes Loch zwischen den oberen und unteren Schneidezähnen (»Schnullertor«). Eine spätere kieferorthopädische Korrektur ist meist unumgänglich.

Kleine Schnullerkunde

Die Palette der kleinen Sauger, die in den Regalen der Drogeriemärkte zu finden sind, ist bunt und variantenreich. Worauf sollte man beim Schnullerkauf achten? Ein wichtiges Entscheidungskriterium ist der Steg oder Saugerhals. Das ist das Verbindungsstück zwischen dem Saugkörper (also dem Lutschteil) und dem Schild (als Schild bezeichnet man die Mundplatte, die außen vor den Lippen bleibt). Die Größe dieses Stegs ist maßgeblich dafür, wie weit Ober- und Unterkiefer geöffnet werden müssen, um das Lutschteil in den Mund zu bekommen, daran zu saugen und auch noch schlucken zu können.

Da ein Baby nicht mit offenem Mund saugt, umschließen die Lippen diesen Steg vollständig. Je dünner und flacher der Steg ist, desto weniger weit bleiben Ober- und Unterkiefer beim Saugen in geöffneter Position. Aus dieser Tatsache lässt sich ableiten, dass solche Schnullermodelle, die einen flachen und dünnen Steg zwischen Schild und Lutschteil besitzen, weniger Druck auf den Kiefer ausüben und folglich günstiger sind als solche, deren Steg sehr dick ist oder gar so rund wie ein Finger.

Das Material

Aus welchem Material der Schnuller Ihrer Wahl sein sollte, ist im wahrsten Sinne des Wortes Geschmackssache: Latex hat einen Eigengeschmack, den Sie aber etwas neutralisieren können, wenn Sie den Schnuller für drei Minuten in Milch auskochen (leider verbunden mit dem Nachteil, dass er dann schneller altert).

Latex ist ein Naturmaterial und fühlt sich angenehm weich an. Latexschnuller haben eine bräunliche Farbe, sind sehr elastisch und reißfest. Häufiger Gebrauch und das damit verbundene Auskochen lassen sie allerdings nach einigen Wochen alt, schlaff und unappetitlich aussehen, weshalb offizielle Empfehlungen lauten, Latexschnuller alle vier bis sechs Wochen auszutauschen.

Silikonsauger bestehen aus hochwertigem, sehr strapazierfähigem Kunstoff, der sowohl Dauernuckeln als auch häufiges Auskochen problemlos mitmacht. Silikonschnuller sind transparent und geruchsneutral. Aber: Silikon ist nicht so elastisch wie Latex, was eine erhöhte Saugkraft erfordert, die sich auch auf die Zahnstellung auswirkt, wenn ein Kind länger schnullert. Außerdem lässt sich das Material leichter durchbeißen. Darum sind Silikonschnuller normalerweise nur in den Größen 1 und 2 erhältlich.

Die Größe

Die Hersteller bieten unterschiedliche Schnullergrößen an. Während es Latexschnuller in den Größen 1 bis 3 gibt (die Größen richten sich nach dem Babyalter in Monaten), wird der Silikonsauger nur in den kleinen Größen angeboten. Ob man aber bereits nach ein bis zwei Monaten zum nächstgrößeren Schnuller wechseln muss, ist umstritten. Der Hersteller des Schnullers mit abgewinkeltem Schaft (siehe >) betont, dass der kindliche Kiefer hauptsächlich bis zum dritten Lebensmonat wächst, danach verändert sich ein Kiefer lediglich in der Tiefe, nicht jedoch in Breite und Länge. Das bedeutet, dass ein Schnuller nicht »mitwachsen« muss – im Gegenteil. Ein zu großer Schnuller erfordert beim Schlucken und Saugen einen enormen Kraftaufwand, der Zahnfehlstellungen begünstigt.

SCHADSTOFF BISPHENOL A

Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie einen Schnuller kaufen, der frei von Bisphenol A ist (das gilt übrigens auch für Spielzeug, Plastikfläschchen und Sauger). Diese hormonartigen Schadstoffe können das empfindliche Gleichgewicht der natürlichen Hormone von Babys stören und werden mit vielen Krankheiten (Unfruchtbarkeit, Brustkrebs, Hirnentwicklungsstörung) in Verbindung gebracht, die oft erst zu einem späteren Zeitpunkt im Leben auftreten. Die Mundplatte des Schnullers sollte nicht aus Polycarbonat besteht, denn dieser Kunststoff wird aus Bisphenol A hergestellt.

Die Form

Es sind vier verschiedene Schnullermodelle auf dem Markt:

Kirschförmig geformte Schnuller: Diese Schnuller haben ein ballonförmiges, also rundes Lutschteil, in Anlehnung an die Form einer Brustwarze. Es gibt kein »Oben« und »Unten«, das Baby kann den Schnuller beliebig im Mund drehen. Leider haben solche Schnuller in der Regel einen sehr dicken Verbindungssteg zwischen Saugkörper und Mundschild und sind daher nicht zu empfehlen.

Symmetrisch geformte Schnuller: Hierbei handelt es sich um Modelle, deren Ober- und Unterseite gleich (länglich) geformt ist. Weder die dem Gaumen noch die der Zunge zugewandte Seite hat eine spezielle Form und Funktion. Auch hier für eine gesunde Kieferentwicklung bitte auf einen möglichst flachen Verbindungssteg achten!

Kiefergerecht geformter Schnuller 1: Bei diesen Schnullern ist der Lutschteil an der unteren Seite etwas abgeflacht. Diese Form soll an eine Brustwarze erinnern, die sich stark verformt, wenn das Baby daran saugt. Die Zunge soll wenig verdrängt werden, während sich die runde obere Schnullerseite dem Gaumen anpassen soll. Auch hier gilt: Achten Sie auf einen flachen Verbindungssteg!

Kiefergerecht geformter Schnuller 2: Die Form dieser Schnuller erinnert an eine Treppe. Der Verbindungssteg ist außerordentlich flach und zudem noch abgewinkelt. Durch diese spezielle anatomische Form drückt der Saugkörper nicht so stark auf die Zunge, und das Schlucken wird nicht beeinträchtigt. Selbst wenn ein Kind, das bereits die ersten Zähne hat, an diesem Schnuller saugt, wird die Öffnung zwischen oberen und unteren Schneidezähnen so klein wie möglich gehalten.

Kiefergerecht geformter Schnuller 3: Er hat seitliche Flügel gegen Fehlstellungen. Dieser Schnuller hat seitlich noch kleine »Flügelchen«, die den Saugdruck auf das Zahnfleisch und die Zähne minimieren sollen. Durch die Verbreiterung des Saugteils soll sich der Druck, der beim Saugen entsteht, gleichmäßiger verteilen und somit besser vor Zahn- und Kieferfehlstellungen schützen.

SCHNULLERN, ABER WIE?

Viele Eltern glauben, solange ihr Baby keine Zähne hat, kann ein Schnuller auch keine Zahnfehlstellungen hervorrufen. Das stimmt so weit. Aber auch ohne Zähne kann der Schnuller für Fehlstellungen sorgen – und zwar für Kieferfehlstellungen. Außerdem gilt es, zwei Dinge zu berücksichtigen:

Erstens: Der Saugreflex nimmt in der Regel im zweiten Lebenshalbjahr ab, und das Bedürfnis des Kauens kommt auf. Es ist daher nicht notwendig, das Saugbedürfnis durch einen Schnuller zu verlängern. Nichts spricht ab ca. dem achten Monat gegen einen Beißring oder ein Schmusetuch.

Zweitens: Erfahrungsgemäß verhalten sich die wenigsten Eltern so, wie oben beschrieben (und von den Zahnärzten gewünscht). Denn warum sollte man einem Baby den Schnuller wegnehmen, wenn doch alle damit glücklich sind? Die Problematik liegt in der Zukunft: Wenn das Baby in seinem Schnuller einmal einen verlässlichen Freund und Tröster gefunden hat, wird es ihn später kaum freiwillig wieder abgeben. Und weil Eltern die Strapazen der Schnullerabgewöhnung so lang wie möglich hinauszögern, schnullern viele Kinder noch im Kindergartenalter – mit negativen Folgen für die Zähne und die Sprachentwicklung.

Die Pflege

Kochen Sie jeden Schnuller grundsätzlich vor der ersten Benutzung aus. Geben Sie ihn dafür in einen Topf mit reichlich kochendem Wasser und lassen Sie ihn etwa zehn Minuten kochen. Das Sterilisieren steht immer dann an, wenn der Schnuller auf den Boden gefallen ist, wenn ein anderes Kind ihn in den Mund genommen hat oder wenn er sonst unappetitlich oder schmutzig zu sein scheint. Wichtig: Schnuller lieber einmal zu viel als einmal zu wenig auskochen. Stecken Sie den Schnuller Ihres Babys nie in Ihren eigenen Mund, um ihn sauber zu lecken!

Argumente pro Schnuller

Es gibt viele Babys, die bestens ohne Schnuller auskommen und auch nicht am Daumen lutschen. Dann ist natürlich auch kein Schnuller notwendig. Eltern, die überlegen, ob sie einen Schnuller anbieten möchten, sollten Folgendes bedenken: Für viele Babys ist der Schnuller ein idealer Trostspender – allzeit bereit und schnell einsetzbar. Das rhythmische Saugen daran beruhigt und hilft dem Baby, Erlebtes zu verarbeiten und abzuschalten. Damit ist er eine willkommene Einschlafhilfe.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass Babys, die während ihres Nachtschlafs am Schnuller saugen dürfen, ein geringeres Risiko haben, am plötzlichen Kindstod zu sterben. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Säuglinge durch das regelmäßige Saugen automatisch ihre Atmung in Gang halten.

Argumente kontra Schnuller

Während es anfangs nicht immer leicht ist, den Schnuller anzubieten, ist es später nicht immer leicht, den Schnuller wieder loszuwerden. Gerade die Anfangsphase kann sehr viel Kraft kosten – manche Eltern stehen mitunter 20-mal in einer Nacht auf, nur um ihrem Säugling den aus dem Mund gefallenen Schnuller zu reichen. Aber auch das Abgewöhnen ist eine strapaziöse Angelegenheit. Hinzu kommt, dass ein Kind manchmal vorschnell den Schnuller in den Mund geschoben bekommt, ohne dass seine Eltern überhaupt realisieren, warum das Baby gerade quengelig agiert.

Beliebte Schmuse- und Lutschtücher sind Püppchen aus naturbelassener oder pflanzengefärbter Seide. Der Vorteil: Das Baby kann selbst danach greifen und daran lutschen. Seide ist sehr anschmiegsam, lässt sich leicht waschen und trocknet schnell.

DER PASSENDE SCHLAFPLATZ

Manche Eltern haben mit viel Freude und Liebe zum Detail über Tage oder Wochen ein wunderschönes Kinderzimmer eingerichtet – und wo schläft das Baby? Im Elternbett. Da ist’s einfach am schönsten. Ihre Nähe ist Ihrem Baby vertraut, eng an Sie geschmiegt fühlt es sich sicher und geborgen. Auch viele Eltern fühlen sich wohl, wenn ihr Baby in der Nacht bei ihnen im Schlafzimmer schläft.

Dein Bett ist auch mein Bett

Früher alltäglich und in vielen Völkern immer noch aktuell ist das gemeinsame Schlaflager. Heutzutage heißt es Familienbett. Im Internet gibt es zahlreiche Bauanleitungen, wie man aus einem Doppelbett ein noch breiteres zimmern kann.

Alle Schläfer sollten sich auf einer Höhe befinden, notfalls geht’s auch auf dem Boden (mit Lattenrost als Unterlage). Aber ist es in Ordnung, wenn unser Baby mit uns im Bett schläft? Würde man ein Baby fragen, wäre die Antwort vermutlich klar: Was gibt es Schöneres, als ganz dicht bei Mama und Papa zu liegen, ihren Atem zu spüren, ihren Duft zu riechen und ihre Streicheleinheiten zu genießen? Wenn auch Mama und Papa ihren kleinen Schatz am liebsten ganz nah bei sich haben möchten und sich ein Familienbett für beide Eltern richtig anfühlt, was spricht dann dagegen? Wissenschaftler sagen: Co-Sleeping erhöht das Risiko für den plötzlichen Kindstod (SIDS). Dieses Risiko ist sogar noch höher, wenn ein oder beide Elternteile rauchen. Außerdem heißt es: Es besteht das Risiko, dass Eltern im Schlaf das Kind erdrücken können; dass das Baby unter die Schlafdecke der Eltern rutscht; dass es aus dem Bett fällt und dass es überhitzen kann. Familienbett also für immer tabu? Nein. Denn wenn Sie grundlegende Maßnahmen einhalten, können die Bedenken weitgehend ausgeräumt werden. Sogar die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Unicef ermutigen junge Eltern zum Bed-Sharing. Dafür spricht zum Beispiel. die Tatsache, dass stillende Mütter, die direkt bei ihrem Baby schlafen, häufiger und länger stillen. Diese Tatsache kann das Risiko des SIDS um bis zu 50 Prozent reduzieren. Außerdem zeigen zahlreiche Videoaufzeichnungen, dass Eltern im Schlaf vermutlich so etwas wie einen Schutzmechanismus haben, der instinktiv davon abhält, das Baby im Schlaf zu erdrücken. Nicht zuletzt sind es auch die elterlichen Berührungen, die intuitiv im Schlaf stattfinden, die vor dem plötzlichen Kindstod schützen können.

Ebenso kann Ihr Baby in der Wiege oder einem Stubenwagen schlafen. Meist reicht dieser Schlafplatz für ein halbes Jahr, dann ist ein Umzug in ein anderes Bett erforderlich. Bei der Anschaffung eines Kinderbettchens sollten Sie Folgendes berücksichtigen:

Sinnvoll sind Kinderbetten, die sich später zum Juniorbett umbauen lassen. Das heißt, man kann die Gitterseitenwände abmontieren und durch normale Seiten- und Kopfteile ersetzen, sobald das Kind groß genug ist.

Der Lattenrost sollte höhenverstellbar sein. Warum? Solange Ihr Baby sich noch nicht dreht, aufsetzt oder hochzieht, ist es sehr viel komfortabler, wenn der Lattenrost ganz oben eingerastet ist. So kommen Sie, ohne sich tief bücken zu müssen, ans Baby. Später, wenn Ihr Sprössling mobiler ist, wird der Lattenrost nach unten gesetzt, sodass das Baby im Sitzen oder Stehen nicht aus dem Bett fallen oder aus ihm herausklettern kann.

Der Abstand zwischen den einzelnen Gitterstäben darf maximal sieben Zentimeter betragen, nur dann ist gewährleistet, dass Ihr Baby sein Köpfchen nicht zwischen zwei Gitterstäben einklemmen kann.

Ältere Babys, die schon klettern können, steigen auch gern mal aus dem Bettchen heraus. Um ihnen die Möglichkeit zu geben, alleine aus dem Bett zu steigen, sollten Sie ein Bett kaufen, bei dem man an der vorderen Seite zwei Gitterstäbe, die »Schlupfsprossen«, herausnehmen kann.

Wenn das Kinderbett Rollen hat, sollten diese feststellbar sein.

Ideal sind Bettgestelle, die aus unbehandeltem Holz gefertigt wurden. Möglicherweise verwendete Lacke oder Farben müssen ungiftig sein.

Reine Latex- oder Schaumstoffmatratzen sind häufig sehr weich. Das Baby sollte nicht tiefer als etwa zwei Zentimeter in die Matratze einsinken. Wichtig ist, dass die Unterlage garantiert schadstofffrei ist und in einem Rahmen fest aufliegt.

GANZ SICHER GEMEINSAM SCHLAFEN – SO GEHT’S

Im Bett schlafen nur Nichtraucher, denn die Atemluft von Rauchern kann dem Säugling schaden.

Das Baby schläft in Rückenlage und stets auf beiden Seiten gut geschützt.

Das Baby darf nicht unter die Schlafdecke der Eltern gelangen, sondern hat einen eigenen Schlafsack.

Die Matratze darf nicht zu weich sein und hat keine große Ritze, in die es hineinrutschen könnte (weiche Sofas oder Wasserbetten sind tabu).

Wer alkoholisiert ist, unter Drogen oder starken Medikamenten (besonders Schlafmittel) steht, schläft in einem anderen Bett.

Tiere schlafen nicht im Familienbett.

DER BABYBALKON

Die Alternative zum eigenen Bettchen und Familienbett ist der Babybalkon. Eine Erweiterung des Elternbetts, meistens einen Meter lang und ca. 50 Zentimeter breit. Seine Matratze wird auf Höhe der Elternmatratze eingestellt. So ein Babybalkon erlaubt direkte Nähe zum Elternteil und ist für stillende Mütter ideal, um nicht das Bett verlassen zu müssen.

Das sollten Sie außerdem berücksichtigen

Gleichgültig, für welchen Schlafplatz Sie sich entscheiden, die Hauptsache besteht darin, dass der Schlafplatz sicher ist und eine ausreichende Luftzirkulation bietet. Von Experten wird ausdrücklich davon abgeraten, das Baby dauerhaft im Kinderwagen oder in einer Babytragetasche schlafen zu lassen.

Legen Sie Ihr Baby im ersten Lebensjahr zum Schlafen immer auf den Rücken! In dieser Position kann es am besten atmen. Tagsüber, wenn Ihr Baby wach ist, sollten Sie es dagegen immer mal wieder in die Bauchlage bringen (wenn Sie in der Nähe sind). Diese Lage fördert seine Nacken- und Rückenmuskulatur und insgesamt die motorische Entwicklung.

Dicke Bettdecken dürfen nicht im Kinderbett liegen, da sie zu Überwärmung führen können (Gefahr des plötzlichen Kindstods). Hinzu kommt das Risiko, dass sich das Kind die Decke über den Kopf zieht und keine Luft mehr bekommt.

Bettdecken bitte auch nicht festbinden! Es besteht die Gefahr, dass sich der Säugling in den Strippen verfängt oder unter die festgebundene Decke rutscht und erstickt.

Berücksichtigen Sie, dass das Bett wegen übermäßiger Zugluft oder zu starker Sonneneinstrahlung nicht direkt am Fenster stehen sollte.

Nachts beträgt die optimale Temperatur im Kinderschlafzimmer um die 18 °C, und die optimale Luftfeuchtigkeit liegt bei etwa 60 Prozent. Bei zu trockener Luft schaffen ein Luftbefeuchter oder feuchte Handtücher über der Heizung Abhilfe.

VORSORGEN FÜR DIE ZEIT NACH DER GEBURT

Hebammen sind ein Segen für Neugeborene und ihre Mütter – informieren Sie sich daher so früh wie möglich darüber, welche Nachsorgehebamme in Ihrer Nähe zu Ihnen nach Hause kommen kann. Freiberuflich arbeitende Hebammen haben begrenzte Kapazitäten und sie werden immer weniger! Damit Sie im Wochenbett gut versorgt sind, müssen Sie sich abhängig von Ihrem Wohnort möglichst früh um eine Hebamme bemühen. Sie kontrolliert die Gebärmutterrückbildung, unterstützt Sie beim Stillen und gibt Tipps zur Babypflege. Wenn Sie Ihr Baby stillen möchten, können Sie sich auch mit einer Still- und Laktationsberaterin in Ihrer Nähe austauschen (Adressen siehe >).

Sollten Sie vorhaben, direkt nach der Geburt nach Hause zu gehen, beachten Sie bitte, dass am dritten Lebenstag bei Ihrem Baby der Suchtest auf Stoffwechselerkrankungen (Screening-Karte) und Mukoviszidose durchgeführt beziehungsweise wiederholt werden muss. Das Hör-Screening wird in der Regel bei der U2 im Krankenhaus durchgeführt. Andernfalls vereinbaren Sie bitte einen separaten Termin beim Kinder- oder Hals-Nasen-Ohren-Arzt.

Zwischen dem dritten und zehnten Lebenstag Ihres Babys steht die zweite Vorsorgeuntersuchung (U2) an. Hat diese noch nicht in der der Klinik stattgefunden, ist es wichtig, dass Sie dafür zeitnah einen Termin bei Ihrem Kinderarzt vereinbaren. Stellen Sie auch Ihre eigene Versorgung sicher: Die Abschlussuntersuchung beim Frauenarzt ist in einem Zeitraum von vier bis sechs Wochen nach der Entbindung vorgesehen.

Formale Angelegenheiten

Standesamt: Die Geburt Ihres Kindes muss innerhalb von sieben Werktagen beim zuständigen Standesamt angemeldet werden. Für die Anmeldung brauchen Sie die Geburtsbescheinigung von der Entbindungsklinik oder der Hebamme. Bei Unverheirateten muss die Vaterschaftsanerkennung vorliegen. Die kann bereits vor der Geburt beim zuständigen Jugendamt – kostenlos – angemeldet werden. Nach telefonischer Vereinbarung reicht dann auch eine Vollmacht aus, um die Geburtsurkunde abzuholen.

Krankenkasse: Die Krankenkasse, bei der Ihr Kind versichert werden soll, muss eine Kopie der Geburtsurkunde bekommen. Diese ist auch wichtig, damit Mutterschaftsgeld gezahlt wird.

Arbeitsamt: Jeder Familie steht unabhängig von ihrem Einkommen Kindergeld zu. Einen Antrag auf staatliches Kindergeld erhalten Sie beim Arbeitsamt oder – falls Sie im öffentlichen Dienst beschäftigt sind – vom Arbeitgeber. Den ausgefüllten Antrag senden Sie zusammen mit einer Kopie der Geburtsurkunde dorthin zurück. Bei verspäteter Antragstellung: Kindergeld wird sechs Monate rückwirkend gezahlt.

Elterngeld: Das Elterngeld muss schriftlich bei den zuständigen Elterngeldstellen der Bundesländer beantragt werden. Jeder Elternteil kann für sich einmal einen Antrag auf Elterngeld stellen. Der Antrag muss nicht sofort nach der Geburt des Kindes gestellt werden, rückwirkende Zahlungen werden jedoch nur für die letzten drei Monate vor Beginn des Monats geleistet, in dem der Antrag auf Elterngeld eingegangen ist. (Mehr Informationen finden Sie auf >.)

FRAGEN & ANTWORTEN

Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen – was tun, wenn kein Dorf zur Verfügung steht?

Manchmal wünscht man sich als Neu-Eltern einfach nur einen lieben Menschen, der zuhört, ohne gleich gut gemeinte Ratschläge zu erteilen. Gleichgesinnte, die verstehen. Oder einen lieben Menschen, der mit dem Baby eine Runde spazieren geht. Oder jemanden, der den Einkauf erledigen kann und daraus ein gesundes Essen zubereitet. Wer auf die Hilfe von seinen eigenen Eltern, Geschwistern, Freunden und netten Nachbarn zählen kann, ist reich beschenkt. Aber manchmal gibt es diese Unterstützung nicht. Dann muss man überlegen, ob man sein eigenes Dorf aufbaut: Hebammen bieten vielleicht Rückbildungskurse an, wo Sie andere Mütter treffen können, oder sie wissen von anderen Müttern in der Nähe, in der Praxis vom Kinderarzt gibt’s eventuell Flyer von Babykursangeboten wie PEKiP (Prager-Eltern-Kind-Programm) oder Babymassage, schauen Sie auf Plakate und Aushänge in Ihrer Stadt, ob es Müttertreffs gibt oder Ähnliches.

Gibt’s Anregungen, was Eltern nach der Geburt noch fürs Baby brauchen könnten?

Wir haben uns mal umgehört, worüber sich andere Mamas und Papas als Geburtsgeschenk sehr gefreut haben. Da wären zum Beispiel die pragmatisch praktischen Präsente wie die kleinen Liebesdienste: Babysitten oder Bespaßen der größeren Geschwister (z. B. mit einem tollen Ausflug), Übernahme von Einkäufen nach Mamas Liste (und am besten noch gleich das Altglas entsorgen), Gutschein für klaren Durchblick in Form von Fenster putzen, Gutschein für Kinderwagenschieben, damit Mama mal wieder entspannt duschen kann. Oder wie wäre es mit nützlichen Helfern, die man früher oder später ganz sicher brauchen kann, wie einer Tube naturreiner Wundcreme, Babymassageöl oder einem Babyöl gegen Bauchweh und Blähungen, Heilwolle für wunde Brustwarzen oder schöne Leintücher und wollene Wickel für Umschläge und Wadenwickel? Sehr beliebt sind auch Geschenke, um Erinnerungen festzuhalten, z. B. Abdruckset für Babyfüße, professionelles Fotoshooting, Fotoalbum für Babyfotos. Selbstgemachtes kommt auch gut an, zum Beispiel ein paar Gläser der Lieblingsmarmelade, eine Dose voll Stillkugeln zum Naschen, Schnullerketten oder warme Wollsöckchen. Auch immer eine super Investition, vielleicht wenn sich mehrere zusammenschließen wollen: Gutschein für einen Babymassagekurs, Babyschwimmen oder PEKiP-Kurs.

Woher weiß ich, dass mein Kind nachts atmet?

Tatsächlich fährt der kindliche Organismus seine Aktivität im Schlaf so sehr herunter, dass es manchmal gar nicht so leicht zu sehen ist, ob das Baby noch atmet. Aber es gibt einige Tricks, mit deren Hilfe Sie feststellen können, ob alles in Ordnung ist: Feuchten Sie Ihren Zeigefinger an und halten Sie ihn unmittelbar vor das Näschen Ihres schlafenden Babys. Dort können Sie seinen Atem ganz sanft fühlen. Wenn Sie Ihre Hand auf den Brustkorb des Babys legen, spüren Sie dessen leichte Auf-und-ab-Bewegungen. Und wenn Sie Ihren Finger mit sanftem Druck vorsichtig auf die Stirn des Babys pressen, wird die Druckstelle erst weiß, dann aber sofort wieder rosig – ein deutliches Zeichen für eine gute Kreislaufregulation.

Ich habe gehört, dass Calendula zarte Babyhaut pflegt, gleichzeitig aber gelesen, dass Calendula allergische Reaktionen auslösen kann. Was ist jetzt richtig?

Botanisch betrachtet, gehört die Pflanze zur Familie der Korbblütengewächse. Viele Mitglieder dieser Pflanzengruppe enthalten sogenannte Sesquiterpenlactone, die Allergien auslösen können. Aber die Calendula enthält diese Stoffe nicht. Darum sind Allergien auf Calendula sehr selten, selbst wenn Allergien auf andere Korbblütler vorliegen.

Darf ich auch bei Temperaturen unter null mit meinem Baby an die frische Luft gehen?

Ja, vorausgesetzt, Sie haben es gut gegen die Kälte eingepackt. Das bedeutet: Mütze, Halstuch, Handschuhe und warme Winterbekleidung schützen es am ganzen Körper vor der Kälte. Sehr kalte Luft ist meist auch sehr trocken und kann beim Baby dazu führen, dass seine Gesichtshaut austrocknet und spannt. Cremen Sie daher alle Körperstellen, die der Kälte ausgesetzt sind (vor allem das Gesicht), mit einer gut fettenden »Wind-und-Wetter-Creme« ein. Bei diesen Temperaturen ist es sinnvoll, wenn Sie Ihrem Säugling ein erwärmtes Kirschkernsäckchen in den Kinderwagen legen.

Was zeichnet einen guten Kinderarzt aus?

Im Idealfall haben Sie bereits vor der Geburt die Adresse eines guten Kinderarztes zur Hand. Denn sobald das Baby da ist, steht auch schon die erste Vorsorgeuntersuchung an. Informieren Sie sich, wer den Ruf hat, ein guter Kinderarzt zu sein. Fragen Sie andere Mütter in der Nachbarschaft, im Geburtsvorbereitungs- oder Babymassagekurs. Es sollte ein Mediziner sein, der Ihnen sympathisch ist und von dem Sie sich gut beraten fühlen. Denn diese Person soll Ihr Begleiter für die kommenden Jahre sein. Wenn Sie einen Termin vereinbaren möchten, sollten Sie nicht wochenlang darauf warten müssen. Im Idealfall (von Notfällen mal abgesehen) kann der Arzt die Termine einhalten, und die Wartezeit in der Praxis beträgt nicht länger als eine halbe Stunde. Wenn das Wartezimmer kinderfreundlich ausgestattet ist, fällt das Warten leichter. Ein guter Kinderarzt bemüht sich um die Aufmerksamkeit Ihres Kindes und versucht, Vertrauen zu ihm aufzubauen. Er spricht Ihr Kind freundlich an und wärmt sein Stethoskop vor, bevor er es auf die nackte Babyhaut legt. Wichtig: Berücksichtigen Sie bei der Wahl des Kinderarztes seine Leistungsangebote. Immer mehr Ärzte bieten alternative Behandlungen an, etwa in klassischer Homöopathie. Besonders bei Kindern ist es immer einen Versuch wert, die Krankheit auf natürliche Weise zu behandeln, statt gleich schwere Geschütze aufzufahren.

EINE FAMILIE IST GEBOREN

Endlich ist es so weit, und der lang ersehnte Tag ist da! Alles Warten hat ein Ende: Das Baby ist geboren. Willkommen, kleiner Schatz! Gemeinsam mit Ihrem Baby haben Sie eine tolle Leistung vollbracht. Freuen Sie sich, dass Sie Ihr Baby endlich im Arm halten dürfen, und genießen Sie diese kostbare erste Zeit nach der Geburt!

DIE GEBURT UND DIE ERSTE ZEIT DANACH

Über viele Schwangerschaftswochen hatten Sie einen kleinen »Untermieter« in Ihrem Bauch. Dort war es nicht zu hell und nicht zu dunkel, kuschelig warm, nicht zu laut und nicht zu leise. Er konnte am Daumen lutschen, verspürte keinen Hunger und genoss durch die enge Begrenzung seiner Höhle die ständige Anwesenheit seiner Mutter. Es mangelte ihm an nichts. Wen wundert es bei dieser Vorstellung, dass so manches Baby am liebsten noch länger dort drinnen geblieben wäre?

Babys Höchstleistungen

Auch Ihr Baby hat mit der Geburt eine wunderbare Leistung vollbracht. Ganz gleich, ob es ein wenig zögerlich mitgearbeitet hat oder ob es zur Kategorie der »Schnelldurchläufer« gehört, Fakt ist: Jetzt ist es endlich da und macht erst einmal große Augen. Sicher ist auch Ihr Baby neugierig, wen es ab jetzt erwarten kann, und sucht vielleicht Blickkontakt zu Ihnen. Um nun richtig glücklich sein zu können, wünscht es sich außerhalb seiner gewohnten Umgebung die gleichen Bedingungen: Es sollte nicht zu hell, nicht zu dunkel sein, kuschelig warm, nicht zu laut und nicht zu leise – vor allem aber möchte ein Säugling seine Mutter spüren und am liebsten für immer so nah bei ihr sein wie bisher. Um dieses Bedürfnis sehr bald erfüllen zu können, sollten Sie wenn möglich Ihr Baby gleich nach der Geburt in Ihre Arme schließen und auf Ihren freien Oberkörper legen.

Dieser innige Hautkontakt vermittelt Ihrem Kind Geborgenheit, und es kann auf Vertrautes zurückgreifen – es kann seine Mutter fühlen, riechen, hören und sehen.

SICHERE BINDUNG

Wissenschaftler haben festgestellt, dass Eltern und andere Bindungspersonen über drei Fähigkeiten verfügen müssen, damit sie eine gute Bindung zum Baby aufbauen können:

Feinfühligkeit, um aufmerksam und angemessen auf das Baby zu reagieren.

Verlässlichkeit, damit das Baby lernt, dass es auf seine Eltern zählen kann.

Vorhersehbarkeit, damit das Baby allmählich die Sicherheit entwickelt, dass seine Eltern in ähnlichen Situationen ähnlich reagieren.

Geburt durch Kaiserschnitt

Bei einer spontanen Geburt spürt das Baby, dass eine Veränderung bevorsteht. Es fühlt die Wehen, den erhöhten Herzschlag der Mutter und ihre Verarbeitung des Schmerzes. Das Baby weiß instinktiv, dass es bald seine gewohnte Umgebung verlassen muss. Bei einem Kaiserschnitt ist dies nicht so sehr der Fall. Hier liegt das Baby in der Gebärmutter, ohne etwas von der bevorstehenden Geburt zu ahnen, bis sich diese überraschend öffnet. Fremde Hände heben das Baby heraus. Auf einmal ist es hell und ungewohnt laut, die Temperatur ist eine andere, und der bisher vertraute, enge Schutzraum ist nicht mehr da. »Was ist hier eigentlich los?«

Blitzgeburt fürs Baby