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Für ein glückliches, gesundes und rundum zufriedenes Katzenleben! Wer seine Samtpfote liebt, hat vor allem einen Wunsch: Sie soll sich wohlfühlen. Doch kann die Katze glücklich sein, wenn ihr Reich lediglich aus einer Wohnung besteht, bestenfalls mit Balkon und Garten? Ja, sie kann - vorausgesetzt, wir respektieren und erfüllen ihre arteigenen Bedürfnisse. Katzenexpertin Gabriele Linke-Grün zeigt, wie Sie Ihre Wohnung in ein wahres Katzenparadies verwandeln - mit Aussichtsplätzen, Kratzmöglichkeiten, spannenden Catwalks und vielleicht sogar einer Frischluftoase auf dem Balkon oder im Garten. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Katze besser verstehen, richtig pflegen, artgerecht ernähren und ihre Gesundheit fördern. Mit vielen praktischen Tipps für ein harmonisches Miteinander und einem ausgeklügelten Beschäftigungsprogramm, das Körper, Köpfchen und die Sinne Ihrer Lieblinge beansprucht. Da hat Langeweile keine Chance! - Der Weg zum harmonischen Miteinander: Artgerechte Haltung im spannenden Wohnungsrevier und die richtige Pflege - Beschäftigungsprogramm für Stubentiger - Mit Fotos von Monika Wegler
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Seitenzahl: 272
Veröffentlichungsjahr: 2025
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eBook: © 2025 GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, Grillparzerstraße 12, 81675 München
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www.gu.de/kontakt|[email protected]
ISBN 978-3-8338-9886-0
1. Auflage 2025
GuU 8-9886 09_2025_02
DIE BÜCHERMENSCHEN HINTER DEM PROJEKT
Verlagsleitung: Nadja Harzdorf-van Wickeren
Projektleitung: Julia Herko
Korrektorat: Christian Wolf
Bildredaktion: Petra Ender, Fabian Riedel, Natascha Klebl (Cover)
Covergestaltung: ki 36 Editorial Design, München, Bettina Stickel
Fotografie: Monika Wegler
eBook-Herstellung: Teresa Klocker
BILDNACHWEIS
Coverabbildung: Stocksy/Marta Locklear
Fotos: Monika Wegler; AdobeStock; Alamy; Anna Auerbach; Arco Images; Cat-on; Fellnasenstube; Frank Flechtwaren; Fressnapf; Getty Images; iStock; Juniors; Kio Fotos; Lucy Balu; Masterfile; Mauritius; Oliver Giel; Plainpicture; Shutterstock; Tatjana Drewka; Trio Bildarchiv: Kim Indra Oehne, Natalie Große, Tina Kupke; Trixie; Ulrike Schanz; Zooplus.
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WARUM UNS DAS BUCH BEGEISTERT
Wenn Wohnungskatzen sprechen könnten, würden sie uns dieses Buch empfehlen.
Nadja Harzdorf-van Wickeren, Verlagsleitung
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Die Gedanken, Methoden und Anregungen in diesem Buch stellen die Meinung bzw. Erfahrung des Verfassers dar. Sie wurden vom Autor nach bestem Wissen erstellt und mit größtmöglicher Sorgfalt geprüft. Sie bieten jedoch keinen Ersatz für persönlichen kompetenten medizinischen Rat. Jede Leserin, jeder Leser ist für das eigene Tun und Lassen auch weiterhin selbstverantwortlich. Weder Autoren noch Verlag können für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den im Buch gegebenen praktischen Hinweisen resultieren, eine Haftung übernehmen.
Wer sich für diesen Ratgeber interessiert, ist ihr schon längst verfallen – der eleganten, rätselhaften, eigenwilligen, aber auch unabhängigen Katze. Um Ihren vierbeinigen Liebling vor den Gefahren, die draußen lauern, zu schützen und ihm ein möglichst langes Leben zu garantieren, haben Sie sich entschieden, ihm in Ihrer Wohnung ein sicheres Leben zu bieten. Der Gedanke ist gut, doch eines dürfen wir dabei nicht vergessen: Ist das Leben in begrenzter Freiheit für die Katze auch lebenswert? Und genau hier setzt dieser Ratgeber an. Als Erstes heißt es, sich mit den Bedürfnissen der kleinen Tiger auseinanderzusetzen und für die richtige Einrichtung ihres Wohnungsreviers zu sorgen. Zweitens gilt es, sich auf die Samtpfoten einzulassen, damit wir zusammen mit ihnen eine harmonische Beziehung erleben können. Und drittens ist es besonders für Wohnungskatzen überaus wichtig, dass sie genügend geistige, körperliche und sinnliche Anregungen bekommen. Sind diese drei entscheidenden Punkte erfüllt, erhalten Sie den »Katzenführerschein erster Klasse«.
Gabriele Linke-Grün
Es muss nicht teuer sein, das Katzenparadies in der Wohnung. Ob ihre Wohnwelt designt ist oder aus dem Baumarkt stammt, ist Mieze gleich. Hauptsache, einfallsreich und auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten.
»Fühlst du dich in deiner Wohnung rundum wohl?« Würde man diese Frage allen Wohnungskatzen stellen, bekämen wir wahrscheinlich eine eindeutige Antwort: 99 Prozent der Katzen hätten beachtliche Mängel anzumelden und sofort eine Liste mit Verbesserungsvorschlägen parat.
Verschlossene Türen im Wohnungsrevier – ein »No-Go« für die kleinen Tiger.
Zu wenig Verstecke und gemütliche Ruheoasen, keine geeigneten Aussichtsplätze, ungenügende Kletter- und Kratzmöglichkeiten, keinen Wanderpfad an der Wand entlang, Futter- und Trinknäpfe am falschen Platz, zu wenig Abwechslung, verschlossene Türen im Wohnungsrevier. In der Wohnungs- beziehungsweise Revierfrage haben Menschen und Katzen meist verschiedene Auffassungen. Eine – in unseren Augen – schicke Wohnung mit wenigen ausgewählten Möbeln und viel leerem Raum ist für die Jägerin Katze ein Albtraum. Hier kann sie sich nirgendwo anschleichen, ohne gesehen zu werden – und sei es nur, um ihre Menschen aus dem Hinterhalt zu »überfallen« –, oder in ruhigen Winkeln Energie auftanken und ungestört relaxen. Katzen, die keinen Freilauf haben, brauchen ein Wohnungsrevier, das ihrem Wesen und ihren Bedürfnissen gerecht wird. Idealerweise wird die Wohnung bereits vor dem Einzug einer oder mehrerer Katzen artgerecht eingerichtet, damit Mieze durch das Fehlen der aus ihrer Sicht elementarsten Dinge gar nicht erst auf dumme Gedanken kommt. Werfen Sie einen Blick auf die Lebensweise von Freigängerkatzen und orientieren Sie sich am Vorbild Natur (→ Seite 198). Hier finden Sie viele Anregungen, um aus Ihrer Wohnung ein Katzenparadies zu machen, in dem Sie und Ihre Samtpfoten sich gleichermaßen wohlfühlen.
Dieses Kratzmöbel besteht aus massiver Wellpappe. Hier kann man nicht nur kratzen, sonders auch prima »abhängen«.
Kater Carlo bringt Anja schier zur Verzweiflung. Die Sitzecke ist erst acht Wochen alt, doch Carlo hat bereits ein klaffendes Loch in die Stofflehne gekratzt. Und auch der Teppich, der Couchtisch und die Vitrine weisen tiefe Kratzspuren auf. Anjas Erziehungsversuche, Carlo das Kratzen abzugewöhnen, blieben erfolglos, denn alle Katzen müssen kratzen (→ Seite 16). Jetzt wird es schwer, Carlos Kratzorgien in geregelte Bahnen zu lenken.
Wenn Sie an Ihren Möbeln hängen, sollten Sie Mieze vor ihrem Eintreffen erlaubte Kratzplätze in der Wohnung schaffen. Katzen zögern nämlich nicht, am erstbesten, strategisch günstig liegenden Gegenstand ihre Krallen zu wetzen, wenn nichts anderes da ist – und das kann eben auch Ihr neues Sofa sein. Hat die Katze erst einmal ihren Geruch daran hinterlassen, wird sie ihn immer wieder durch Kratzen auffrischen. Da hilft auch kein noch so unangenehmer Duft in der Katzennase, falls Sie damit weiteres Kratzen verhindern wollen. Doch was genehmigen denn die eigenwilligen Samtpfoten eigentlich als passend für ihre Kratzbedürfnisse?
Lieblingsmaterialien Generell lässt sich feststellen: Das Krallenwetzen macht vor allem dann Spaß, wenn es dabei fetzig zugeht. Die einen geben Holz wie etwa Birke, Fichte, Kiefer, Weide, Pappel oder Linde – gern auch mit Rinde – den Vorzug. Die anderen mögen lieber eine Kratzfläche, bei der man Fäden ziehen kann, wie zum Beispiel Jute, Sisal, Kokos- und Maisstrohmatten, Seegras oder Teppichboden. Bei textilen Materialien sollten die Fasern senkrecht verlaufen, sodass die Katze ihre Krallen einhaken und genussvoll hindurchziehen kann.
Kratzplätze für die Wohnung Die Auswahl im Fachhandel ist riesig. Für jeden Katzenhalter und jeden Geldbeutel gibt es die passende Kratzplatzraumlösung: von der großzügigen Kratzbaumlandschaft über Kratztrommeln, platzsparende Eckkratzbretter bis hin zum exklusiven Kratzmöbeleinzelstück. Aber auch mit Teppichboden oder Jute bespannte Kratzbretter, Fußmatten oder ein Stück Baumstamm sind der Katze recht.
Anzahl der Kratzplätze Minimum ist ein verzweigter, standfester Kratz- und Kletterbaum (→ Seite 18). Je nach Größe der Wohnung und Anzahl der Katzen sind mehrere Kratzmöglichkeiten wichtig.
Der Standort Ein strategisch wichtiger Punkt, um wahre Kratzorgien zu veranstalten, liegt für die Katze zwischen dem Ruheplatz und der Wanderung zum Futternapf. Aber auch dort, wo sie gern auf gewohnten Pfaden ihr Wohnungsrevier durchstreift oder aufregende Entdeckungen machen kann und Spannungen abbauen muss, sind Kratzplätze wichtig.
Stabil und hoch genug Kratzbaum und Kratzpfosten müssen stabil und standfest sein. Kratzbretter an der Wand oder Matten an Schrankseiten sicher befestigen. Senkrechte Kratzgelegenheiten so hoch anbringen, dass sich die Katze beim Krallenwetzen in voller Größe daran aufrichten kann.
Innen ein tolles Versteck, außen darf gekratzt werden, und oben ist ein kuscheliger Liegeplatz. Dekorative Kratztonnen zieren auch die Wohnung.
Platzsparende Eckkratzbretter werden so hoch angebracht, dass sich Mieze beim Krallenwetzen in voller Länge daran aufrichten kann.
CHECKLISTE
Die fünf wichtigsten Kratzplatzaspekte
Jede Katze braucht mindestens einen erlaubten Kratzplatz.
Katzen kratzen am liebsten dort, wo sie sich gern aufhalten, aber immer nach der Siesta auf dem Weg zum Futternapf.
Weiche Hölzer und textile Materialien werden gern bearbeitet.
Katzen kratzen sowohl an senkrecht angebrachten Kratzplätzen als auch an liegenden Kratzflächen.
Alle Kratzangebote müssen stabil und sicher gestaltet sein.
Nach einer gemütlichen Runde relaxen erhebt sich Mieze von ihrem Ruhelager. Zielstrebig steuert sie das Kratzbrett an der Wand an. Sie stellt sich auf die Hinterpfoten und bearbeitet das Brett mit den Vorderpfoten. Dabei reckt und streckt sie sich nach ihrer Siesta ausgiebig. Alte Krallenhüllen blättern ab. Darunter kommen nagelneue, scharfe Krallenspitzen zum Vorschein. Doch das Krallenwetzen hat noch andere wichtige Bedeutungen.
Katzen haben 18 Zehen, fünf an jeder Vorderpfote und je vier an den Hinterpfoten. Die nadelspitzen Hornkrallen liegen in den Scheiden der Pfoten verborgen, können aber bei Bedarf blitzschnell ausgefahren werden. Sind sie dagegen eingefahren, werden die Krallen vor Abnutzung geschont, und die Katze kann sich auf diese Weise fast lautlos auf ihren gut gepolsterten Sohlenballen fortbewegen.
Mit ausgefahrenen Krallen verteidigt sich die Katze erfolgreich, oder sie hält ihre Beute damit fest. Auch zum Klettern, Tasten, Angeln und für die ausgiebige Körperpflege sind die Krallen unverzichtbar.
Kratzspuren am Sessel – das muss nicht sein. Wer allerdings keine anderen Möglichkeiten zur Krallenpflege hat, dem bleibt nichts anderes übrig.
Die spitzen Zähne sind eine prima Manikürhilfe. Durch das Beknabbern der Krallen entfernt die Katze alte Hornschichten.
GUT GEPFLEGT
Regelmäßig schärft die Katze ihre Krallen an Bäumen und anderen geeigneten Stellen. Dabei entfernt sie zugleich die alten äußeren Hornschichten.
Beim Krallenwetzen zieht Mieze die Vorderpfoten über eine senkrechte oder horizontale raue Fläche, in die sie die Krallen einhaken kann. Während des wiederholten Heranziehens der Krallen an den Körper trainiert sie gleichzeitig den Ein- und Ausziehmechanismus. Während der Körperpflege beknabbern Katzen mit den Zähnen ihre Krallen, bis die alten Hornschichten weg sind.
IN KRALLENSCHRIFT VERFASST
Ebenso wichtig wie die Krallenpflege sind für Katzen die optischen und duftenden Botschaften an Artgenossen, die sie beim Krallenwetzen hinterlassen. Außerdem hilft das Kratzen, um Stress und Spannungen abzubauen. Will die Katze draußen sichtbare Kratzzeichen setzen, wählt sie dafür meist senkrechte Objekte wie etwa einen Baumstamm mit weicher Rinde oder einen Holzpfosten. Die möglichst weit oben angebrachten Kratzspuren signalisieren Artgenossen schon von Weitem: Hier war schon einer vor mir zugange.
DUFTENDE BOTSCHAFTEN
Beim Kratzen mit den Vorderpfoten werden Duftdrüsen aktiviert, die zwischen den Zehen sitzen. Dabei überträgt Mieze eine individuelle Duftmischung mit dem Schweiß ihrer Pfotenballen auf die Kratzfläche. Artgenossen können an diesem Geruch ablesen, wer wann schon vor ihnen hier war.
Diese Duftsprache bleibt uns Menschen leider weitgehend verschlossen, denn Katzen riechen um ein unvorstellbar Vielfaches besser als wir. Genauer gesagt enthält die Riechschleimhaut einer Katze über 60 Millionen geruchswahrnehmende Zellen. Wir verfügen nur über etwa fünf Millionen.
Katzen nehmen selbst dann noch einen Geruch wahr, wenn dieser tausendmal niedriger konzentriert ist als das, was wir zu riechen vermögen. Wenn also Ihre Samtpfote an Ihrem Lieblingssessel kratzt, hat sie von ihrer Warte aus nichts Böses im Sinn. Sie will durch das Kratzen an Ihrem Sessel lediglich ihre eigene Duftnote hinzufügen. Und weil sich der Geruch mit der Zeit verflüchtigt, muss der Absender ihn natürlich regelmäßig auffrischen, selbst wenn Ihnen das überhaupt nicht recht ist.
MIT KRATZEN IMPONIEREN
Besonders dann, wenn andere Katzen zuschauen, demonstrieren selbstbewusste Miezen mit dem Wetzen der Krallen ihre Wichtigkeit. Und nach einem verlorenen Kampf bauen Katzen manchmal so ihr Selbstbewusstsein wieder auf.
Nicht wenige Katzen kratzen auch mit Vorliebe vor den Augen ihres Besitzers und suchen dabei den Blickkontakt. Handelt es sich um einen unerlaubten Kratzplatz, muss der kleine Wohnungstiger mit Schelte oder sogar Verfolgung rechnen – und das passt ihm gut: Endlich bekommt er die gewünschte Aufmerksamkeit, und gegen eine kleine Verfolgungsjagd zur Abwechslung hat der gelangweilte Stubentiger ganz und gar nichts einzuwenden.
Kratzplatz und Versteck in einem. Das ist super.
Der Kratzbaum ist ein Muss für jede Wohnung, in der Katzen leben. Doch nur allzu oft steht das Teil nach der Anschaffung unbeachtet in einer Ecke, dient höchstens noch als Ablage oder wird wieder ausrangiert nach dem Motto »Meine Katze steht nicht auf Kratzbaum«. Das ist natürlich so nicht richtig. Ein Kratzbaum, den Katzen mögen, muss einige Voraussetzungen erfüllen, und er muss natürlich auch am richtigen Platz stehen (→ Interview Expertin Katze, unten).
Nur ein standfester Kratzbaum kommt für Mieze infrage. Er reicht im Idealfall vom Fußboden bis zur Decke und ist sowohl unten als auch oben fest verankert.
Hier kann man nicht nur kratzen, sondern auch relaxen, einiges überblicken und wenn man Lust hat, ein tolles Fitnesstraining absolvieren. Ein weitverzweigter Kratzbaum macht das möglich.
Der untere Teil des Kratzbaums besteht aus nicht zu fest mit Sisal umwickelten Säulen oder echten Baumstämmen.
Die Katze muss sich beim Kratzen ausgiebig strecken können. Deshalb sollte die Kratzfläche gut einen Meter hoch sein.
Höhlen und Sitzbretter sind vor allem im oberen Teil angeordnet (Abstand Katzenkörperlänge), denn Katzen ruhen lieber erhöht.
Sisalbespannung und Plüschbezüge sollten unbedingt erneuerbar sein.
Flatternde Bänder, eine Korkkette oder ein Stoffmäuschen, das an einer Schnur herabhängt, machen den Kratzbaum noch attraktiver.
Baghira, die erfahrene Wohnungskatze, gibt uns Auskunft.
Dein Kratzbaum steht im Wohnzimmer. Benutzt du ihn gern?
Wohnungskatzen sind gern mitten im Geschehen. Mein Kratzbaum steht in einer Ecke neben einem Fenster. Wenn ich in einer Schlafmulde döse, kann ich sogar nach draußen schauen und aus sicherer Entfernung Nachbars Hund beobachten. Abends, wenn Emilia den Fernseher einschaltet, lande ich mit einem Sprung vom Kratzbaum auf der Couch. Emilia schaut dann den Film an und verwöhnt mich mit Streicheleinheiten. Und was ich besonders toll finde: Die Zimmertür liegt genau in meinem Blickfeld. Von meinem Kratzbaum aus kann ich sogar beobachten, was Emilia im Nebenzimmer macht.
Wieso lassen viele Katzen ihren Kratzbaum links liegen?
Da steht natürlich an erster Stelle: Das Ding ist zu wackelig oder kippt gar um, wenn wir hinaufspringen. Solche unsicheren Angelegenheiten mögen wir Katzen gar nicht. Oder der Kratzbaum steht am falschen Platz, etwa im dunklen Flur mit viel Durchgangsverkehr und häufigem Läuten an der Haustür. Wir sind zwar gern mit unseren Menschen zusammen, aber nicht unbedingt mit Besuchern. Und die ständige Lärmbelästigung nervt. Andererseits mögen wir aber auch keine Einsamkeit. Das Schlafzimmer, das nur nachts benutzt wird, ist ebenfalls kein guter Platz für den Kratzbaum.
Qualitätsurteil aus Katzensicht: »sehr gut«. An diesem selbst gebauten Kratzbaum aus Birkenstämmen kann man kratzen und turnen.
An den Kratzbaum gewöhnen Im Idealfall ist der Kratzbaum bereits da, wenn die Katze bei Ihnen einzieht. Neugierig wird sie ihn auf Tauglichkeit prüfen und schließlich in Besitz nehmen. Doch wie kann man Mieze im Nachhinein an einen Kratzbaum gewöhnen? Locken Sie die Katze mit einem Leckerli zum Kratzbaum. Verleiten Sie sie zu einem Sprung auf ein Sitzbrett, indem Sie das Leckerli höher halten. Hat die Katze den Sprung gewagt, gibt es ein Leckerli und lobende Worte. Läuft sie die nächsten Male von alleine zum Kratzbaum, wird sie stets kräftig gelobt. Streichen Sie mit den Handflächen über die Kratzfläche. Die Katze wird Ihrem Geruch den eigenen hinzufügen und feststellen, dass man hier prima kratzen kann.
Der erlaubte Kratzplatz sollte nicht aus dem gleichen Material bestehen wie etwa der Esszimmerteppich aus Sisal. Ist Mieze einmal auf einen Untergrund geprägt, kann sie nicht mehr unterscheiden, ob das Kratzen hier verboten oder gestattet ist.
Kratzen und klettern de luxe
Dieser standfeste Kratzbaum erfüllt Katzenträume. An der sisalumwickelten Säule kann sich Fino in voller Länge aufrichten und genussvoll seine Krallenpediküre betreiben. Und ganz oben an der Kratzbaumsäule gibt es einen Ausguck mit kuscheliger Liegemulde, der einen tollen Panoramablick über das Wohnzimmer garantiert.
Fino will hoch hinaus
Nachdem die Krallen wieder top in Form sind, steht einer Kletterpartie nichts mehr im Weg. Mal sehen, ob es da oben wirklich so toll ist, wie’s von hier unten aussieht. Der athletische Kater in den besten Jahren erklimmt die Säule sekundenschnell. Und schon hat er den Ausguck erreicht. Nur der Ausblick ist in dieser Position eher enttäuschend. Fino schaut gegen die Wand. Von Panoramablick kann man da wirklich nicht reden.
Die Entscheidung fällt leicht
Da hilft nur eines: weiter nach oben. Mit einem mächtigen Satz springt Fino vom Kletterbaumausguck auf den noch etwas höher gelegenen Schrank. Plötzlich ein bekanntes Geräusch: das Klappern der Leckerlidose. Keine Zeit, die Aussicht zu genießen. Mit einem Sprung geht es abwärts. Was soll’s – Kletterbaum und Schrank laufen ja nicht weg, aber Leckerli gibt es nun mal nicht jeden Tag.
Schlafen, dösen, beobachten – so verbringt eine Katze viele Stunden des Tages. Die Rangfolge ihrer Kriterien für gemütliche Plätze ist festgelegt: Hauptsache, warm und trocken, gerne erhöht, möglichst versteckt und ruhig.
Auch das blanke Parkett kann zum gemütlichen Ruheplatz werden.
An kalten Tagen feuert meine Freundin ihren Holzofen im Wohnzimmer an. Und dann liegen ihre Katzen wohlig ausgestreckt wie kleine »Bettvorleger« auf dem blanken Parkettboden so nahe um den warmen Ofen herum, dass man meint, sie müssten gleich Feuer fangen (→ Foto, Seite 178). Katzen sind eigen, wenn es um ihren Ruheplatz geht. Selbst die tolle, weich gepolsterte Schlafhöhle wird ignoriert, wenn sie vielleicht im kühlen Schlafzimmer steht, womöglich nahe am gekippten Fenster, durch das es zieht. Dagegen kann Miezes Lieblingsplatz durchaus das harte Fensterbrett über der warmen Heizung sein, das oberste Fach im Bücherregal, eine offene Schublade im Schrank oder die »nackte« Holzbank am Kachelofen.
Ein Blick nach draußen Um zu erkunden, welche Schlummerplätze Katzen in der Wohnung besonders gern belegen, sollten Sie einen Blick auf Freigängerkatzen und deren Gewohnheiten in ihrem Revier werfen. Diese schätzen höher gelegene Schlafplätze, wie etwa die geschützte Ecke am Ende der Gartenmauer, das Dach des Schuppens, die alte – etwas versteckt liegende – Bank im Garten oder den Brennholzstapel neben dem Haus. Hier fühlen sie sich absolut sicher und haben alles im Blick, wenn ihr Ohrenfrühwarnsystem beunruhigende Geräusche meldet. Die begehrten »Logen« werden übrigens abwechselnd, sozusagen im Timesharing belegt, wenn mehrere Katzen ein Revier nutzen, denn die Samtpfoten beherrschen die Kunst, sich aus dem Weg zu gehen, perfekt. Auch mehrere Katzen, die in einer Wohnung zusammenleben, nutzen begehrte Schlafplätze oftmals abwechselnd nach einem Zeitplan, den nur sie selbst kennen (→ Seite 44).
Vor allem in der milden Vormittags- und Nachmittagssonne döst die Katze draußen wohlig ausgestreckt auf einem ihrer bevorzugten Liegeplätze. An kalten und regnerischen Tagen dagegen sucht sie sich lieber einen warmen Schlafplatz im Haus. An sehr heißen Sommertagen verziehen sich viele Katzen draußen gern auf ein schattiges Plätzchen – zum Beispiel unter einen Busch oder eine Blumenstaude. Gern wird auch im hohen Gras Platz genommen, denn beobachten, ohne selbst gesehen zu werden, gehört mit zur erfolgreichen Jagdstrategie der kleinen Jäger.
Das edle Katzensofa aus Wasserhyazinthe wird schnell zum Lieblingskuschelplatz.
Die meisten Katzen suchen sich ihre Relaxingoasen in der Wohnung selbst aus – häufig sind es zwei oder drei Lieblingsplätze. Doch wenn Sie sich selbst gern ein Mitspracherecht bei der Platzwahl einräumen möchten, sollten Sie unbedingt die Vorlieben Ihres kleinen Tigers berücksichtigen:
Warm Wählen Sie warme und gut geschützte Plätze in der Wohnung, die frei von Zugluft sind.
Sicher Heiß begehrt sind erhöhte Liegeflächen, die gleichzeitig einen guten Überblick beziehungsweise eine gute Aussicht bieten wie etwa die oberste Koje auf dem Kratzbaum, sofern sie gut erreichbar ist, oder die Fensterbank (→ Seite 45). Manchen Katzen reicht bereits Sesselhöhe.
Völlig relaxt liegt die Katze in ihrer Hängematte und schaukelt sanft in den Schlaf. Für Heimwerker ist der Bau dieses tollen Teils kein Problem.
Nach dem Nickerchen wird sich ausgiebig gereckt und gedehnt, um die Muskulatur zu lockern. So bleibt der Katzenkörper elastisch.
Abgeschirmt Während sie schlafen, lieben viele Katzen einen Sichtschutz. Besonders in Haushalten mit mehreren Katzen und Kindern ist das wichtig. Es kann ein komplettes Katzenhaus sein, das vor neugierigen Blicken abschirmt. Aber auch ein einfacher Karton mit Vorhang ist dem Stubentiger ebenso recht (→ Foto, Seite 30).
Bequem Die Liegefläche sollte so groß sein, dass sich Mieze bequem darauf ausstrecken kann, obwohl sich Katzen auch in die kleinste Mulde quetschen, wenn es ihnen hier genehm ist. Gut sozialisierte Katzen kuscheln auch gern mit befreundeten Katzen oder ihren Menschen.
Kuschelig Eine weiche Unterlage auf ihrem Schlaflager schätzen alle Katzen. Bevorzugt werden flauschige Decken, Plüsch, Frottee oder ein Baby-Lammfell (→ Foto, Seite 188). Von glatten Oberflächen wie etwa Leder oder Chintz hält die Mehrzahl der Katzengesellschaft wenig bis gar nichts.
Sauber Alle Unterlagen der Schlafstätten müssen waschbar sein.
Bodennah Manche Katzen dösen besonders gern in ihrer Schlafhöhle, die in einer ruhigen Zimmerecke auf dem Boden steht, oder halten ihr Nickerchen an heißen Sommertagen auf dem kühlen Fußboden.
Fernab vom Klo Löseplätze liegen bei frei lebenden Katzen immer fernab ihrer Lager- und Fressplätze. Schlafplätze in der Nähe des Katzenklos werden auch von Wohnungskatzen nicht angenommen.
Respektieren Sie das Ruhebedürfnis Ihrer Katze. Wecken Sie sie nie abrupt auf, wenn sie selig schläft und vielleicht gerade träumt. Wer noch im Traum gefangen ist, kann sich unverhofft heftig mit Kratzen und Beißen wehren.
Von Höhlen und Verstecken geht für Katzen eine magische Anziehungskraft aus. Sie sind nicht nur ideale Zufluchtsorte, sondern erlauben es auch, genau zu beobachten, was sich Interessantes tut, ohne dabei entdeckt zu werden. Eine Wohnung ohne Versteckmöglichkeiten ist für jede Mieze ein Albtraum. Nicht selten sucht sie sich dann in Eigeninitiative etwas Passendes wie etwa die Trommel der Waschmaschine oder des Trockners, wenn deren Türen offen stehen. Das kann für die Katze tödlich enden, denn selbst der »härteste« Wohnungstiger übersteht keinen Vollwaschgang (→ Gefahren, Seite 67). Bieten Sie also genügend ungefährliche Alternativen.
Beliebte Verstecke Im Grunde sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Doch hier ein paar Anregungen: Der Umzugskarton, mit einem Guckloch versehen, durch das Katze hinein- und hinausschlüpfen kann, steht immer noch ganz oben auf der Hitliste. Ein Fach des offenen Bücherregals wird zur Hälfte mit einer Stoffgardine »verhängt«. Der Stoff lässt sich zum Beispiel mit doppelseitigem Klebeband anbringen. Beliebt sind auch lange Vorhänge, hinter denen man lauern kann, um den Katzenpartner oder geliebten Menschen aus dem Hinterhalt zu »überfallen«. Gern wird unter Sofaüberwürfen, Tischdecken, die bis zum Boden reichen, oder Bettüberwürfen Quartier genommen. Und auch der lange, eckige Übertopf aus Seegras, der malerisch auf dem Boden liegt, gibt ein prima Versteck ab.
Katze im Dschungel Viele Zimmerpflanzen sind für Katzen giftig. Doch es gibt auch geeignete Pflanzen, die in den Katzenhaushalt passen, wie zum Beispiel dekorative und für Mieze ungefährliche Ziergräser (→ Seite 53). Dazu gehören: Blauschwingel, Goldflattergras, Strandhafer, Segge, Bambusgras und Zypergras (wenn die Blätter noch jung und nicht zu hart sind). Diese Gräser kann man gut in Kübeln pflegen, und sie gedeihen nicht nur im Garten oder auf dem Balkon, sondern auch in der Wohnung. Gestalten Sie doch einfach einen kleinen Pflanzendschungel für Ihre Katze. Hierhin kann sie sich wunderbar zurückziehen und verstecken. Vielleicht gibt es sogar ein gemütliches Ruhelager mitten im Dschungel. Übrigens darf Ihr kleiner Tiger unbedenklich an den Pflanzen knabbern, wenn er Lust darauf verspürt. Und die Pflanzen sorgen auch noch für ein gutes Raumklima.
Kater Balu klärt uns auf.
Stimmt es, dass Katzen besonders gern im Bett ihrer Menschen schlafen?
Das ist wohl wahr. Im Bett ist es trocken, weich und warm. Und besonders wichtig: Hier riecht es nach meinen geliebten Menschen. Meine Menschen fehlen mir, wenn sie tagsüber arbeiten. Dann rolle ich mich in ihrem Bett zusammen oder krieche unter die Bettdecke und habe das beruhigende Gefühl: Meine Menschen sind da.
Was wäre, wenn das Schlafzimmer zur Tabuzone für dich erklärt würde?
Katastrophe. Ich durfte ja von Anfang an ins Schlafzimmer. Bekäme ich jetzt ein Verbot, könnte ich das überhaupt nicht verstehen. Außerdem ist unsere Wohnung nicht allzu groß. Wäre der Raum für mich verschlossen, würde sich mein Lebensraum noch mehr verkleinern.
Welche Argumente hast du, um auch nachts deinen Platz im Bett zu begründen?
Wenn wir schon viele Stunden des Tages auf unsere Menschen verzichten müssen, möchten wir wenigstens nachts ganz nahe bei ihnen sein. Besonders für Einzelkatzen und die ängstlichen, scheuen unter uns ist dieser enge Kontakt geradezu lebenswichtig. Wir Katzen sind sehr saubere Tiere. Werden wir regelmäßig vom Tierarzt gecheckt und geimpft, geht keine Krankheitsgefahr für Menschen von uns aus. Und auf eines möchte ich noch hinweisen: Wir sind geradezu wunderbare »Wärmflaschen«.
Jetzt muss ich erst mal chillen …
… dachte sich wohl Jamila. Schließlich ist die Mäusejagd – auch wenn’s nur eine Spielmaus ist – anstrengend genug. Der weiche Hocker lockt zur Siesta. Langsam werden ihre Augenlider schwer, und ihr Kopf sinkt auf die Pfoten. Nun schläft sie tief und fest. Vielleicht träumt Jamila gerade von ihrem neuen Schmusekissen, das mit duftendem Heu gefüllt ist und aufregend anders riecht.
DINGHY-Katzenbett
Es besteht aus weichem Cord mit abnehmbaren, waschbaren Bezügen und ist bestens fürs Relaxen geeignet. Hier kann man nicht nur eine ausgiebige Siesta machen, sondern auch wunderbar träumen …
Strandkorb
Auf dem Balkon, zum Beispiel neben dem Miniteich, verbreitet der Strandkorb aus lasiertem Holz eine gewisse Urlaubsatmosphäre – zumindest in unseren Augen. Mieze fühlt sich auf dem weichen Kissen besonders wohl und ist hier rundum vor einem kühlen Lüftchen oder aber zu viel Sonne geschützt.
Gemütlicher Schlafplatz
Diese Höhle besteht aus naturfarbener Wasserhyazinthe, die auf einen stabilen Metallrahmen geflochten ist. Der Bezug des Kissens mit Reißverschluss ist waschbar.
Kuscheltipi
Besonders gut gefiel diese Kuschelhöhle unserer Katzenjugend. Das Tipi »Boho« hat einen rutschfesten Boden und ist mit einem waschbaren Wendekissen ausgestattet. Lässt man den Stoff am Eingang des Tipis herunter, entsteht ein Ruheplatz, den man nicht von außen einsehen kann. Das gefällt der Katze.
Villa Kunterbunt
Ein Umzugskarton mit abwaschbarer Folie beklebt, einen Eingang hineingeschnitten, einen Vorhang und ein Sitzkissen mit doppelseitigem Klebeband angebracht – fertig ist das Katzenhaus.
Natur pur
Im Winter kuschelig warm, im Sommer angenehm kühl. Die Filzhöhle PEBBLE von Lucy Balu besteht aus 100 Prozent Wolle, ist selbstreinigend und geruchsneutral. Jede Höhle ist ein Unikat. Unsere kätzischen Tester waren begeistert.
Kratzen und Ruhen zugleich
Dieses Cat-on®-Naturprodukt besteht aus stabiler Wellpappe. Unsere tierischen Tester gaben das Qualitätsurteil »sehr gut«. Prima geeignet zum Kratzen und Ruhen. Cat-on-Produkte gibt es in verschiedenen formschönen Designs.
Katzenhaus Pueblo
In der unteren Etage kann Mieze sich verstecken und beobachten, ohne gesehen zu werden. Die obere dient unter anderem als Aussichtsplattform. Die kuscheligen Kissen sind waschbar. Ein Möbelstück ganz nach Katzengeschmack.
Vielleicht fragen Sie sich, was es denn zu diesen Themen Wichtiges zu sagen gibt. Ist doch klar, dass Katzen einen Futter- und Wassernapf ebenso wie ein Klo brauchen. Doch so einfach ist die Sache nicht. Auch in diesen Dingen haben die Miezen ihre eigenen Vorstellungen.
Frisches Grün wird gern vom »Baum« direkt gepflückt, wie hier das Zypergras.
Lucie ist eben erst bei ihren Menschen eingezogen. Alles, was sie vorfindet, kann Lucie mit dem Qualitätsurteil »gut« bewerten. Doch jetzt hat sie richtig Hunger. In der Küche steht ihr Futternapf, der sofort mit leckerem Futter gefüllt wird. Ganz nach Katzenart beschnuppert Lucie vorsichtig die Mahlzeit und weicht entsetzt zurück. Der Futternapf besteht aus billigem Kunststoff und strömt einen ekelhaften Geruch aus. Und diesen Geruch kann Lucie nicht abhaben.
Das richtige Geschirr Empfehlenswert sind Futternäpfe aus Keramik, Porzellan oder Edelstahl. Sie müssen standfest, leicht zu reinigen und zudem rutschfest sein.
Anzahl der Futternäpfe Leben mehrere Katzen im Haus, sollte jede ihren eigenen Napf besitzen. Obwohl junge Kätzchen und befreundete Tiere auch mal gern gemeinsam aus einem »Topf« schmausen.
Der richtige Futterplatz Die meisten Wohnungskatzen haben ihren Futterplatz in der Küche. Und das ist auch gut so. Hauptsache, sie können in Ruhe ihr Mahl verspeisen und dürfen auch kleckern, was durchaus katzentypisch ist. Futterbrocken werden nämlich manchmal auch hin und her geschüttelt, so wie es auch Katzen draußen vor dem Verzehr mit ihren Beutetieren machen, um diese von Staub und Schmutz zu befreien.
Die Trinkvorlieben der Katzengesellschaft sind unterschiedlich. Manche mögen’s tröpfchenweise, wie hier zu sehen.
Für uns gehören Essen und Trinken zusammen – nicht so für unsere kleinen Wohnungstiger. Sie stillen ihren Durst lieber an verschiedenen Trinkquellen in der Wohnung, vor allem aber abseits von ihrem Futterplatz (→ Seite 36).
Stellen Sie Ihrer Katze mindestens zwei Wasserquellen zur Verfügung: eine am beliebtesten Wanderweg, die andere etwa in der Nähe des geliebten Aussichtsplatzes wie zum Beispiel der Fensterbank (→ Seite 45).
Zum Trinken verführen Es gibt kein Patentrezept für Trinkquellen, die alle Katzen gleichermaßen gern annehmen, ebenso wenig wie für die Wasserqualität, die sie bevorzugen. Die einen lieben abgestandenes Wasser, die anderen sprudelnde Quellen, manche trinken am liebsten vom tropfenden Wasserhahn, und wieder andere stillen ihren Durst nur auf dem Balkon (→ Seite 49). Probieren Sie aus, was Ihr kleiner Tiger mag.
Für viele Katzen ist ein Zimmerbrunnen zum Trinken, Spielen und Beobachten der Hit. Wasser, das frei auf eine Oberfläche plätschert, animiert zum Trinken. Außerdem sorgt der Zimmerbrunnen für ein gutes Raumklima und ein anliegendes Fell, das sich sonst bei trockener Heizungsluft elektrostatisch auflädt. Hoch im Kurs stehen Modelle mit Kugeln, die sich drehen (→ Foto, Seite 37) oder bei denen das Wasser über kleine Kaskaden herabfällt. Sehr hartes Leitungswasser sollte über Aktivkohle gefiltert werden, damit die Pumpe des Brunnens nicht zu schnell verkalkt. Destilliertes Wasser ist nicht als Trinkwasser für Katzen geeignet!
