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Der Kopf brummt, der Magen rebelliert und irgendwie ist die ganze Welt ein bisschen trostloser als sonst – ein Kater ist wirklich furchtbar. Warum tun wir uns das überhaupt an? Weil es manchmal eben einfach sein muss! Dieses Buch hilft, Leben zu retten! Es enthält mehr als 30 Rezepte für Hangover-Tage: Von der Notversorgung für ganz üble Stadien bis hin zu den besten Heißhungerkillern ist alles dabei, was das Nachdurst-Herz begehrt. Ein ausführlicher Theorie-Teil verrät außerdem wirksame Anti-Kater-Strategien, gibt Tipps, wie man verkatert einen Arbeitstag übersteht und enthält einen Selbsttest zur Einschätzung des Katerhärtegrads. Prost Mahlzeit!
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Seitenzahl: 69
Veröffentlichungsjahr: 2020
DASHANGOVERSURVIVALHANDBUCH
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Die besten Rezepte und Tipps gegen deinen Kater
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie.
Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.de abrufbar.
Für Fragen und Anregungen
Wichtiger Hinweis
Sämtliche Inhalte dieses Buches wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Der Verlag und die Autorin haften für keine nachteiligen Auswirkungen, die in einem direkten oder indirekten Zusammenhang mit den Informationen stehen, die in diesem Buch enthalten sind.
Originalausgabe
1. Auflage 2020
© 2020 by riva Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH
Nymphenburger Straße 86
D-80636 München
Tel.: 089 651285-0
Fax: 089 652096
Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
Redaktion: Caroline Kazianka
Umschlaggestaltung: Laura Osswald
Umschlagabbildung: shutterstock.com/ideldesign; Turan Ramazanli; Ilya Bolotov; 300 librarians; r.kathesi
Layout: Karina Braun
Satz: Satzwerk Huber, Germering
Druck: Florjancic Tisk d.o.o., Slowenien
eBook: ePubMATIC.com
ISBN Print 978-3-7423-1277-8
ISBN E-Book (PDF) 978-3-7453-0975-1
ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-7453-0976-8
Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter
www.rivaverlag.de
Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unter www.m-vg.de
Bevor es losgeht …
Warum ist das hier das beste Kater-Kochbuch aller Zeiten?
Warum saufen wir Menschen eigentlich so viel?
Wie entsteht ein Kater?
Warum wird der Kater mit dem Alter immer schlimmer?
Warum müssen wir uns übergeben?
Hilft fettes Essen gegen den Kater?
Schnelle Notfallsnacks
Datteln, die schnelle Hilfe aus der Hand
Schinken-Frischkäse-Brot
Essiggurken
Käse-Weintrauben-Spieße
Tomatensalat
Kraftmüsli
Was für ein Trink-Typ bist du?
Gurkensalat
Die Tüte Chips
Avocadoträume
Eieiei
Wenn du mal nicht trinken willst…
Rührei
Tomatenbrot
Melone mit Schinken
Powerjoghurt
Das hilft sonst noch gegen den Kater
Richtige Mahlzeiten
Alaska-Seelachs-Suppe
Englisches Frühstück
Klare Gesundheitssuppe
Am besten helfen all diese Gerichte…
Saurer Hering
Die Pizza-Bombe
Kartoffeln mit Quark
Die gute alte Tütensuppe
Salatbombe
Bauernfrühstück
Nudeln mit Ei und Speck
Spagetti mit Tomaten
Bratwurst mit Sauerkraut
Top 3 der dümmsten Trinkideen
Sommerrollenabklatsch
Fischstäbchen mit Rührei
Hotdog
Linseneintopf
Verkatert im Büro – 12 ultimative Tipps
Burger-Bombe
Fischstäbchen-Sandwich
Sodbrennen, Aufstoßen, Magendrücken
Spinat-Garnelen-Pampf
Was du nicht alles verträgst…
Flüssiges
Konterbier
Ingwertee
Was für ein Kater-Typ bist du?
Espresso mit Zitrone
Gurkenwasser
Tomatensaft
Kokoswasser
Das grüne Gegengift
Kamillentee
Zu guter Letzt …
Und wie vermeidet man einen Kater?
Auf Nimmerwiedersehen
Über die Autorin
Bildnachweis
Herzlichen Glückwunsch, lieber Leser! Du hast dieses Buch gekauft oder – noch besser – von wohlmeinenden Freunden geschenkt bekommen. Dafür solltest du dich ausführlich bedanken, indem du beim nächsten Mal eine Runde ausgibst. Denn dieses Buch ist nicht einfach nur ein Kochbuch, es ist ein regelrechter Lebenszeit-Retter.
Wie viele Stunden unseres Lebens gehen wohl unwiederbringlich verloren, weil uns ein lähmender Kater unfähig macht, irgendetwas anderes zu tun, als hilflos und gottergeben an die Decke zu starren? Während wir mit pelziger Zunge darauf warten, dass die Wirkung der Kopfschmerztablette endlich einsetzt oder – noch schlimmer – bemerken, dass es zwei verkaterte Personen im Haus, aber leider nur noch eine Aspirin gibt. Und die einzigen Wege, zu denen wir an solchen Tagen fähig sind, die zur Toilette, zum Fernseher und zum Kühlschrank sind, aber das auch nur taumelnd und hilflos durchs Dasein tastend.
Genau dann will dieses Kochbuch Abhilfe und Linderung verschaffen – vor allem ist es auch auf deine handwerklichen und kognitiven Fähigkeiten in dieser Verfassung zugeschnitten. Es gibt unfassbar viele Kater-Kochbücher. Mit viel schöneren Bildern als in diesem hier und noch viel herrlicheren Rezepten. Doch mal ehrlich: Wenn man es gerade so mit Ach und Krach geschafft hat, sich in der Dusche nicht vollzukotzen, dann ist man wohl kaum fähig, Schalotten in hauchdünne Ringe zu schneiden und anschließend in Trüffelbutter fachmännisch zu glasieren. Davon mal abgesehen, dass man die meisten Dinge, die in solchen fancy Kochbüchern vorkommen, nur selten spontan daheim im Küchenschrank hat (Dattelbalsam? Wer hat Dattelbalsam zu Hause?).
Wer vollkommen zerstört danieder liegt, der braucht schnelle und einfache Rezepte, die ihm den Weg aus dem Todestal des Katers weisen und ihn nicht verstört herumirren lassen in den gewundenen Abgründen der Michelin-Kulinarik. Deshalb sind die Rezepte in diesem Buch so einfach und leicht umsetzbar wie möglich gehalten.
Du findest, wir haben deinen pochenden Schädel nun wirklich lange genug gequält? Dann blättere weiter auf Seite 15, wo es mit den famosen Rezepten gegen den fiesen Kater losgeht. Wenn du dieses wundervolle Kochbuch jedoch im nüchtern-unverkaterten Zustand liest, wollen wir uns noch ein bisschen Zeit nehmen, uns den zentralen Fragen des Alkoholmissbrauchs zu widmen.
Beginnen wir mit der ersten und wichtigsten.
»Ich trinke keinen Alkohol, ich trinke Wein, Bier oder Whiskey« – der Klugscheißersatz derer, die behaupten, wegen des Geschmacks zu trinken. Weil der Whiskey so malzig, so torfig, so rauchig schmeckt. Der Rotwein so blumig, so holzig, so ledrig im Abgang.
Ja, ja, klar trinken wir zum Teil auch, weil es schmeckt. Aber würden wir diese Getränke ebenso zu uns nehmen – zumindest in diesen Mengen –, wenn sie keinen Alkohol enthalten würden? Baileys, die kleine, aber feine Zucker-Sahne-Bombe vielleicht schon. Aber Wodka? Ich bitte dich. Kein Mensch würde Wodka trinken, wenn er nicht so herrlich knallen würde.
Und da wären wir nun bei dem Grund, weshalb wir trotz der vielen Katerzustände, die wir im Laufe unseres Säuferdaseins bereits erlebt haben, immer wieder zum Glas greifen: Alkohol sorgt dafür, dass in unserem Gehirn unter anderem die Glückshormone Dopamin und Endorphin ausgeschüttet werden. Wenn wir trinken, fühlen wir uns glücklich, als wäre wirklich etwas Großartiges passiert. Außerdem dämpft Alkohol die Erregbarkeit bestimmter Nervenzellen und vermindert die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol – wir fühlen uns also entspannter, sorgloser. Wenn das mal kein guter Grund zum Trinken ist.
Und es ist ja nicht so, als wüssten nur wir Menschen die Vorteile des Alkohols zu schätzen. So stehen Malaysische Fledermäuse total auf den Nektar einer Palmenart, der bis zu 3,8 Prozent Alkohol enthält. Da kann es schon mal sein, dass sich die Fledermäuse bis zu 1,1 Promille anzwitschern. Ungelogen. Und in wissenschaftlichen Untersuchungen bevorzugten Primaten immer die Getränke mit dem höheren Alkoholgehalt.
Hach, wir können das ja so gut verstehen. Wären da nur nicht die Nachteile des Alkoholkonsums.
Alkohol im Straßenverkehr
Aus demselben Grund ist Alkohol im Straßenverkehr nicht wirklich gern gesehen: Die Hormone beeinflussen nicht nur unsere Stimmung, sondern auch Urteilsvermögen, Wahrnehmung und Risikobereitschaft. Hier die wichtigsten Zahlen im Überblick:
0,3 Promille. Die reichen schon aus, um sich strafbar zu machen, und zwar, wenn du beim Führen eines Fahrzeugs Ausfallerscheinungen jedweder Art zeigst – Schlangenlinien, Stürze … Und das nicht nur mit dem Fahrrad oder dem Auto, schon ein Aufsitzrasenmäher reicht.
0,5 Promille. Da braucht es nicht mal mehr Ausfallerscheinungen. Wer mit diesem Wert ein Kraftfahrzeug lenkt, bekommt Ärger. Allerdings bewegen wir uns noch im Bereich der Ordnungswidrigkeiten.
1,1 Promille. Wer jetzt noch Auto fährt, macht sich der Trunkenheit im Verkehr schuldig.
1,6 Promille. Jetzt ist man auch mit dem Fahrrad dabei. Übrigens: Wer mit diesem Level im Auto unterwegs ist, muss zur MPU, der medizinischpsychologischen Untersuchung. Auch bekannt als »Idiotentest«. In dem Fall hat er das allerdings auch verdient.
Leider beginnt unser Körper schon kurz nachdem wir mit dem Trinken angefangen haben mit dem Abbau des Zellgifts und legt damit den Grundstein für den Kater, der uns am nächsten Tag quälen wird.
Hauptverantwortliche für den Abbau: die Leber. Damit sie wirklich volle Leistung bringen kann, braucht sie vor allem eines, und zwar Glucose. Und die zieht die Leber ab, wo sie nur kann. Zum Beispiel aus dem Gehirn. Da wären wir dann schon bei Katersymptom Nummer eins: Wir fühlen uns müde, erschöpft, unkonzentriert. Dazu kommt, dass der Alkohol die erholsamen REM-Phasen des Schlafes verkürzt. Egal also, wie lange wir schlafen, wir fühlen uns immer unausgeschlafen.
Bei der Umwandlung von Alkohol in Kohlenstoffdioxid und Essigsäure entsteht als Zwischenprodukt das hochgiftige – ja sogar krebserregende – Acetaldehyd, das die Bildung von Sauerstoffradikalen fördert, die wiederum die Zellmembranen angreifen. Dies unter anderem mit den Folgen Kopfschmerzen, Hitzewallungen und Übelkeit. Und langfristig: Leberzirrhose.
