Das Kackbuch - Klodett - E-Book

Das Kackbuch E-Book

Klodett

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Beschreibung

Nicht nur völlig banal - aber auch - wird „Kacken“ von vielen Seiten beleuchtet. „Kacken“ ist Volkssport Nummer 1, denn jeder muss es tun, ob er will oder nicht. Wir produzieren dabei etwa acht Tonnen von dem braunen Gut. Was rundherum dazu gehört, man wissen sollte, aber nicht wissen muss, erfahren Sie in diesem Buch oder unter www.klodett.de.

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Seitenzahl: 95

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Inhalt:

Vorwort

Die Verdauung

Blähungen

Der männliche Furz

Der weibliche Furz

Die Toilette

Das Klopapier

Der Kackrhythmus

Die Kacktypen

Kackgewohnheiten

Kackekonsistenzen

Kackdüfte

Das Sauberwerden kleiner Kinder

Krankheiten

Der Psychoschiss / Angst vorm Kacken

Die Windel

Dixi und Co

Toilettenordnungen

Toilettensprüche

Im Auto

Was man aus / mit Kacke machen kann

Kacke im Tierreich

Die Statistik des Kackens

Synonyme

Sprichwörtliches

Kacken im Internet

Witze

Geschichten aus dem Alltag

Nachwort

Vorwort

Alle tun es! Ich, meine Freunde, Politiker – auch meine Eltern haben es getan – sonst wären wir alle nicht da. Poppen ist ja auch etwas ganz Natürliches. Kacken aber auch, nur wird darüber im Verhältnis kaum gesprochen. Dieses Buch soll die vielfältigen Seiten rund um das Thema Kacken beleuchten. Schluss mit dem unnötigen peinlichen Schweigen. Schämen is` nich`!

Zugegeben – das Thema ist nicht unbedingt angenehm auf den ersten Blick. Ein Buch über`s Kacken…will jemand so etwas lesen? Ist das peinlich? Jeder tut es, aber darüber reden? Wie geht man damit um?

Nun gibt es dieses Buch doch. Viele Leute habe ich nach ihren Erfahrungen gefragt und alles, was mir davon wichtig war, in diesem Buch zusammengetragen. Das heißt auch: Alles, was Sie hier lesen ist nicht mir passiert oder von mir erlebt, sondern die Summe vieler Gespräche und Erzählungen, die ich hier aber in der Allgemeinform anonymisiert habe. Allen, die mir dabei geholfen oder ihre Geschichte erzählt haben, bin ich sehr dankbar. Viele hatten beim Erzählen ebenfalls ihren Spaß.

In unserer heutigen Zeit bleibt fast nichts mehr tabu oder unausgesprochen. Kacken ist salonfähig auch als Gesprächsthema. Und wem das alles stinkt: darauf geschissen! Dieses Buch soll Spaß machen. Und auch Mut, nämlich denen, die meinen, sie seien nicht ganz normal. Euch sei gesagt: es gibt nichts, was es nicht gibt.

Das Kackbuch – ein Sammelsurium um die befreiendste Nebensache der Welt. Einfach nur zum Spaß!

Vorwort zur 2. Auflage

Dieses Buch neu auflegen? Wieso werden sich da viele fragen. Aber dafür gibt es eine ganze Reihe von guten Gründen. Das Buch hat wahnsinnig Resonanz. Die Bestellzahlen sprechen eine deutliche Sprache und deshalb gilt es, eventuelle Fehler zu bearbeiten und das eine oder andere zu ergänzen. Außerdem haben mich zahlreiche Zuschriften erreicht, die ich in diesem Buch unter dem Titel „Geschichten aus dem Leben“ am Ende erzählen werde. Das Kackbuch macht offensichtlich Spaß und ermuntert Menschen, über ihre Erfahrungen zu reden. Man kann nur staunen, was Leute rund um das Thema „Kacke“ erleben oder was es rund um das Thema weltweit zu entdecken gibt. Der wichtigste Grund aber ist, dass das Kackbuch in ein bewegtes Bildformat übergeht. Ab jetzt gibt es mich: Klodett. Ich zeige Euch meine Welt rund ums Kacken durch Experten-Interviews, Straßenbefragungen, Sketche und Reportagen. Dafür gibt es eine eigene Webseite, eine Facebookseite und einen YouTube Kanal, der Stück für Stück mit immer neuen Episoden gefüllt wird. Wir konnten Fachleute zu den medizinischen, technischen und anderen Themen rund ums Kacken dafür begeistern, uns zu begleiten und ausführlich zu allen Problemthemen Stellung zu nehmen.

Mehr als nur interessant. Ein herzliches Dankeschön dafür an dieser Stelle!

Alle weiteren Infos, die dazu notwendigen Links und ein paar Bilder zu Klodett gibt es unter www.klodett.de. So hat das Buch eine ungeahnte Verbesserung erfahren. Ich bin allen, die sich bereit erklärt haben, mitzumachen und die so mutig waren, zu antworten, sehr dankbar. Wir, mein Team und ich, werden den Weg weiter gehen und sehen, wohin uns das bringt. Auch für diese Neuauflage gilt: Einfach nur zum Spaß! Oder wie Klodett es auch nennt: „Schämen is` nich`!“.

Die Verdauung

Bevor es zu dem kommt, was hier in dem Buch überwiegend beschrieben wird, benötigen wir den Vorgang der Verdauung. Deshalb will ich wenigstens in wenigen Worten darauf eingehen und das ganze „Technische“ kurz beschreiben, ehe ich mich dem eigentlichen Inhalt des Buches widme.

Die Aufgabe der Verdauung ist, die in der Nahrung enthaltenen Nährstoffe zu spalten, um sie so aufzunehmen.

Das funktioniert durch ein komplexes Zusammenwirken physikalischer, chemischer und enzymatischer Prozesse. Beteiligt an der Verdauung sind Mund, Magen, Dick- und Dünndarm.

Mund: Mit Hilfe der Zähne wird die Nahrung mechanisch zerkleinert. Durch den Speichel wird sie rutschfähig gemacht und damit für den Weitertransport in die Speiseröhre vorbereitet. Die Speicheldrüsen bilden übrigens täglich ca. 1–1,5 Liter Speichel, den sie in den Mund abgeben. Speichel reinigt außerdem Zähne und neutralisiert im Mund entstandene oder mit der Nahrung zugeführte Säuren und er verdaut die Nahrung an.

Magen: Der Speisebrei wird durch die Speiseröhre in den Magen geleitet und dort mit dem Magensaft vermischt, von dem täglich 1,5–3 Liter gebildet werden. Durch den Magenpförtner wird die Nahrung in den Zwölffingerdarm weitergeleitet.

Dünndarm: Der Dünndarm ist das Verdauungsorgan. Mit Hilfe von Enzymen werden die Nahrungsbestandteile, die in Mund und Magen bereits vorverdaut wurden, weiter zerlegt. Die zweite Aufgabe des Dünndarms ist die Aufnahme der aufgespalteten Nahrungsbestandteile in die Blutbahn.

Dickdarm: Im Dickdarm wird dem bis dahin sehr flüssigen Speisebrei Wasser entzogen, das zusammen mit den Mineralstoffen aufgenommen wird. Andere Nährstoffe werden in diesem Darmabschnitt nicht mehr aufgenommen. Der Darminhalt ist danach nahezu nährstofffrei.

Zuletzt wandert der gute Rest in den Mastdarm, wo ihm weitere Flüssigkeit entzogen wird und er auf seine Ausscheidung harrt.

Das erscheint doch alles eher etwas spröde.

Anschaulicher wird es, wenn man sich eine Vorstellung macht, was der Mensch da wirklich tut! Wir stopfen oben die leckersten Köstlichkeiten in den Mund, frische Gemüse, Sternekoch-Gerichte, Obst, Eis, einfach alles, was uns irgendwie ansehnlich und bekömmlich erscheint. Und was machen wir daraus? Kacke! Jeder von uns, jeden Tag, dauernd. Man müsste bei einem Festmahl eigentlich einander gegenüber sitzen und sich nicht „einen guten Appetit“ wünschen, sondern, wie äquivalent bei dem bekannten Trinkspruch, eher „mach´ Kacke d´raus“ sagen.

Wem das schwer fällt, weil er unter Verstopfung leidet, der kann es mit folgenden Allzweckwaffen probieren: viel Wasser aufnehmen (ca. 2 Liter trinken oder durch Obst und Gemüse), getrocknetes Obst, eine ordentliche Ladung Sauerkraut (früher ein Wurmmittel, weil es den Darm ordentlich putzt). Gewürzkräuter wie Schnittlauch, Meerrettich, Fenchel, Kümmel und Basilikum wirken ebenfalls sehr förderlich, genauso wie 15 – 20g frische Weizenkleie. Glauber – und Bittersalz führen auch stark ab, man sollte es aber nicht ständig nehmen und Ungeübte am besten nur nach ärztlicher Absprache.

Wenn all das keine Abhilfe schafft, kann ein Einlauf abhelfen. Das ist eine Spülung von Mastdarm und Dickdarm. Dabei handelt es sich um eines der ältesten Naturheilverfahren, das traditionell durchgeführt wird, um bei hartnäckiger Verstopfung den Stuhl im Enddarm aufzuweichen und abzuführen. Diese Spülung erreicht eine schonende und gründliche Reinigung des Körpers von innen. Aber Vorsicht! Je nach krankheitsbedingter Vorgeschichte und in der Frühschwangerschaft, ist vorher unbedingt mit dem Arzt zu sprechen.

Zu meiden bei Verstopfung sind Kakao, Schokolade, Haferschleim und Heidelbeeren. Wer nach weiteren Lösungen sucht, wird auch in der Pflanzenheilkunde fündig oder der Homöopathie. Und schließlich dürfen sich ständig Verstopfte (und auch anders Darmgeschädigte) gerne mal darüber Gedanken machen, was sie zurück halten und nicht loslassen wollen (Druck, Belastung, Angst, Vergangenheit, etc.). Zwischen dem Darm und der Seele bestehen enge Beziehungen. Energieblockaden und seelische Konflikte bilden bei einem Großteil der Betroffenen die allerwichtigste und primärste Krankheitsursache. Schafft man diese Ursache aus dem Weg, ist eine zusätzliche Darmbehandlung oft gar nicht mehr nötig oder wird wesentlich abgekürzt.

Im Bauch ist unser Bauchgehirn. Wer auf seinen Bauch nicht hört, darf sich über störrisches Verhalten nicht wundern. Wer ihn nutzt, der kann ein Lied davon singen und macht sich zukünftig keine Vorwürfe mehr, weil beispielsweise ein Vorhaben misslungen ist, wie: „Hab` ich es doch gleich gewusst! Hätte ich doch nur auf meinen Bauch gehört!“

Und zum guten Schluss noch ein weiser Familienspruch als Argument fürs Kacke loswerden: „Alles raus, was keine Miete zahlt!“ Recht hast Du gehabt, liebe Oma!

Blähungen

Bevor es zum großen Finale kommt, hat die Verdauung uns die Flatulenz geschenkt. Gase, die im Darm entstehen und natürlich jede Menge Krankheiten, die wir in diesem Absatz unerwähnt lassen, sind die Ursache. Was für eine Erlösung kann dabei ein erfolgreich abgezerrtes „Gerät“ sein!

Vollgegessen oder -getrunken heben wir eine Gesäßhälfte zur Entspannung und lassen die heiße Luft unter den lustigsten Tonlagen und Geräuschen ab. Und, weil sich Männlein und Weiblein in der Art und Weise unterscheiden, wie und wann sie das tun, lohnt es sich, das differenziert zu betrachten.

Eine Sache ist aber generell bei meinen Umfragen sehr auffällig. Sehr viel Menschen berichten davon, dass sie insbesondere von Milchprodukten Blähungen und sonstige Schwierigkeiten bei der Verdauung bekommen. Woran liegt das? Eine Möglichkeit der Erklärung liegt vielleicht daran, dass diese Menschen nicht in der Lage sind, den Milchzucker (Laktose) in Glukose oder Galaktose aufzuspalten. Dazu benötigt man ein Enzym (Lactase), welches insbesondere bei asiatischen und afrikanischen Völkern dafür bekannt ist, nicht vorhanden zu sein. Vielleicht verbreitet sich diese Enzymabstinenz.

Eine andere Erklärung wäre die sogenannte und auch weithin bekannte Laktoseintoleranz. Sie ist sehr unangenehm: Wenn der Milchzucker nicht umgewandelt wird, sondern unverdaut in den Dickdarm gelangt, zieht er dort Wasser an und es kommt zu Durchfall, von dem ja viele berichten. Der Milchzucker wird im Dickdarm von Bakterien aus der Darmflora fermentiert. Und damit kann es dann zu Bauchschmerzen und Blähungen kommen. Ausgenommen sind davon aber Milchprodukte wie Quark oder Joghurt.

Der männliche Furz

Wir alle tun es, weil wir es müssen. Natürlich selten oder nie in der Öffentlichkeit, wenn, dann nur in vertrauter Umgebung zuhause oder im kleinen Freundeskreis - zumindest die Männer. Die Art, wie wir furzen, hängt stark davon ab, was wir vorher gegessen haben. Zwiebeln zum Beispiel ergeben sehr warme, zuweilen heiße Fürze, die nahezu unerträglich im Aroma sind und die Umwelt nasal stark belasten. Bananen haben eine ähnliche Wirkung, sind aber etwas weniger gasbildend, Hülsenfrüchte grummeln vorher im Magen und heben die Bauchdecke stark blähend an.

Und dann kommen sie endlich, die erlösenden Magenwinde. Manche klingen knallhart und knatternd, manche ergeben ein schönes, pfeifendes Geräusch, manche wiederum hört man gar nicht, so heimlich still und leise verlassen sie den Körper.

Männer sind dabei wesentlich offener, zu ihren Fürzen zu stehen und schämen sich wohl insgesamt weniger dafür. Manch einer betrachtet es wohl geradezu als ein Ritual. Es ist unglaublich, was man bei verschiedenen Plattformen im Internet finden kann. Da wird mit Fürzen Musik gemacht, ganze Lieder werden damit zelebriert oder aber sie werden mit Hilfe eines Feuerzeuges abgefackelt. Dabei entstehen regelrechte Stichflammen. Männer sind erfinderischer als Frauen. Aber auch mutiger. Das stellt man dann immer am Anfang einer neuen Beziehung fest. Das Furzen wird unterlassen und erst nach einer gewissen Zeit und einer intimeren Vertrautheit beginnen sie langsam die Gase entweichen zu lassen, bis es zum Schluss bei vielen einfach ganz normal ist zu furzen. Anfänglich nur auf der Toilette, später dann eigentlich überall, wenn man sich nur unbeobachtet oder allein fühlt. Aber auch in großer vertrauter Runde, unter Freunden, lässt sich der Mann nicht lumpen. Besonders bei größeren Saufgelagen gehört das Furzen zu später Stunde öfters mal dazu. Man prahlt geradezu mit seinen Leistungen und vergleicht, wer es besser kann. Laut muss er sein und heftig stinken, dann wird der Duft schon mal per Hand weitergefächelt.