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Dieses Buch kann dich darin unterstützen eine positivere Sicht auf dich und die Welt zu bekommen und dadurch glücklicher zu sein. Es zeigt dir zudem, wie du mehr Lebensfreude empfindest und wie du dein Leben zu deinem eigenen Ponyhof machen kannst und mit steigender Gelassenheit auf die Wachstumsmöglichkeiten des Lebens reagierst. Nimm das Steuer selbst in die Hand. Entscheide dich dafür, dich gut zu fühlen, dein volles Potenzial auszuschöpfen und deine Träume zu verwirklichen. Dann geh hinaus und verändere dich selbst zum Guten und die Welt wird dir folgen.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 206
Veröffentlichungsjahr: 2020
Vorwort - Nur ein Modell der Welt
Die wichtigste Entscheidung deines Lebens
Die Rolle des Unterbewusstseins
Die Kraft der positiven Fokussierung
Die unbändige Kraft von Zielen
Glück kommt von innen
Das Gesetz der Anziehung
Die Ponyhoffaktoren
Die Kunst sich gut zu fühlen
Den Weg wirklich gehen
Schlusswort
Danke!
Literatur
Liebe Leserin, lieber Leser, ich beginne mit einem tief empfundenen Dank. Danke, dass du dir die Zeit nimmst, meine Gedanken und tiefsten Überzeugungen nachzuvollziehen, dies stellt für mich eine große Ehre dar und erfüllt mich mit Stolz. Da du dieses Buch in den Händen hältst, sehe ich dich als Gleichgesinnten an, dem ich in aller Freundlichkeit das Du anbiete. Meine Hoffnung ist, dass dies für dich keine zu große Herausforderung darstellt, wobei Herausforderungen nicht unbedingt etwas Schlechtes sind, denn sie eröffnen uns Menschen Wachstumsmöglichkeiten, aber hierzu an anderer Stelle mehr.
Zunächst einmal das Wichtigste vorab. In diesem Buch erläutere ich dir mein Modell der Welt. Kurz zur Erläuterung, was ich damit meine.
Jeder Mensch erlebt die Realität etwas anders. Je nachdem, welche Erfahrungen wir gemacht haben, welche Prägungen wir haben, was wir über uns und über die Welt glauben, auf welche Dinge wir unseren Fokus richten, welche Erziehung wir genossen haben, oder auch nicht genossen haben, nehmen wir die Welt auf unterschiedliche Weise wahr. Das bedeutet, die eine Realität, die jeder gleich erlebt, gibt es im Grunde nicht. Eventuell ist das ein ziemlicher Schock gleich am Anfang, aber ich bin mir sicher, dass du das in der Interaktion mit anderen Menschen auch schon erlebt hast. Vielleicht dachtest du dir: „Spinnt der jetzt? Die Situation war doch gar nicht so!“
Jeder Mensch hat also seine eigene Realität und seine eigenen persönlichen Filter, durch die er die Welt wahrnimmt, bzw. genauer für wahr-nimmt. Und so hat jeder Mensch sein eigenes Modell der Welt und ich habe meins, ohne den Anspruch zu erheben, dass es die absolute Wahrheit und nichts als die Wahrheit ist.
Dieses Buch gibt es, weil ich mein Modell der Welt mit dir teilen möchte. Es ist ein Buch für all die Menschen, die gerne ein schöneres Leben hätten, die ihre Potenziale ausschöpfen, ihre Talente und Stärken optimal nutzen und verbessern möchten. Menschen, die vielleicht gerade an einem Punkt sind, an dem sie denken, dass das Leben ruhig noch etwas schöner sein darf. Menschen, die noch etwas mehr Lebensfreunde vertragen könnten. Menschen, die so sind wie ich, oder eben so ähnlich.
Bis zu meinem 22. Lebensjahr hatte ich immer Vorbilder, an denen ich mich orientiert habe. Der Hulk, Son-Goku, Superman und Yoda waren in jungen Jahren die Personen, auch wenn sie nicht real waren, zu denen ich aufgesehen habe. Ich wollte so stark, so weise, so mächtig sein, wie sie. Als ich dann älter wurde und meine Leidenschaften zu Sport und Musik größer wurden, kamen echte Menschen, wie Ronnie Coleman, Michael Jordan und James Morrison mit dazu. Ich wollte sein, wie diese Männer und habe ihnen nachgeeifert, mal mit größerem und mal mit weniger großem Erfolg, aber ich hatte einfach Spaß dabei. Und dann ist etwas passiert. Ich habe angefangen, zu sehr auf meine Mitmenschen zu hören. Menschen, die mir sagten, dass ein solches Leben für mich nicht möglich sei, weil ich nicht fähig genug sei, weil mir die Talente fehlen würden, weil das Leben kein Wunschkonzert und auch kein Ponyhof sei und so habe ich mir das Träumen abgewöhnt. Ich habe meine Vorbilder und ein Stück weit auch mich selbst verloren, gab meine Ziele auf und verfolgte meine Leidenschaften nicht mehr aus tiefstem Herzen und das rückblickend einfach aus der Angst vor Enttäuschung. Ich lebte so vor mich hin, im Unbewussten, war mal einigermaßen zufrieden und auch mal unzufrieden mit dem, wer ich war und was ich hatte und folgte dem Leitsatz: „Erwarte nicht zu viel, dann kannst du schon nicht enttäuscht werden.“
Und dann eines Tages kam das Erwachen. Na gut, eigentlich nicht. Ich könnte jetzt erzählen, dass mich eine Krise komplett runtergezogen hat und ich dann wach geworden bin, aber so war es nicht. In mir wuchs eher eine schleichende Langeweile, Unzufriedenheit und auch ein Gefühl von Sinnlosigkeit.
War das wirklich schon alles? Jeden Tag ein ähnlicher Ablauf, ein Leben in Routinen, auf festgefahrenen Bahnen, mal gut drauf, mal schlecht drauf. Nein, es musste einfach mehr im Leben geben. Inspiriert durch meinen Mentor Tony Robbins begann ich mir andere Fragen zu stellen und andere Entscheidungen zu treffen, beides sind wunderbare Startpunkte für Veränderungsprozesse. Zwei meiner Lieblingsfragen seit dieser Zeit sind Folgende:
Wie kann ich es schaffen, noch glücklicher, fröhlicher und erfolgreicher zu sein?
Wie kann ich meinen „Lebensfreudemuskel“ optimal trainieren?
Und so suchte ich mir neue Ziele und auch neue Vorbilder, neue Lebenslehrer, oder in moderner Sprache ausgedrückt, neue Mentoren. Viele dieser Mentoren wissen gar nicht, dass sie meine Mentoren sind, aber sie halfen und helfen mir immer noch, die beste Version meiner selbst zu werden, indem ich mich an ihnen orientiere.
Zudem traf ich eine Entscheidung. Ich habe mich dafür entschieden, für wahr zu halten, was mir guttut und was mir im Leben weiterhilft. Das Schöne an unserem Glauben ist ja, dass wir entscheiden können, was wir glauben und dann im Nachhinein Erfahrungen sammeln können, die unseren Glauben stützen. Wie das funktioniert, zeige ich dir in diesem Buch.
Zu oft musste ich hören, dass das Leben kein Ponyhof, kein Wunschkonzert und auch kein Zuckerschlecken sei. Ich habe zugehört und es auch ein Stück weit für die Wahrheit gehalten, als mir die Menschen sagten, das Leben sei hart und schwer, wie ein Felsbrocken, oder, und das war die heftigste Metapher, die ich jemals in Bezug auf das Leben gehört habe, dass das Leben wie eine Hühnerleiter kurz und beschissen sei.
Ich wollte das einfach nicht mehr glauben und habe mich dafür entschieden, diesen Menschen nicht mehr zuzuhören und aus meinem Leben doch einen Ponyhof zu machen und meinen Fokus auf die Dinge in meinem Leben und in der Welt zu richten, die bereits wunderbar und außergewöhnlich sind. Und versteh mich hier am Anfang bitte nicht gleich falsch. Auf einem Ponyhof gibt es auch Herausforderungen, es gibt immer mal wieder Pferdeäpfel, in die man rein tritt und ab und zu kann es schon auch ziemlich stinken und zudem regnet es manchmal. Auf einem Ponyhof kann man nur besser mit diesen Ereignissen umgehen und hat das Wissen und das Vertrauen, dass diese Dinge auch vorübergehen.
Ich möchte dir auf den folgenden Seiten meinen Ponyhof vorstellen, auf dem neun verschiedene Ponys leben. Das sind Lotte, Jack, Billy, Püppi, Paulinchen, Daniels, Johnny, Jimmy und Tüddel. Diese Ponys sind meine Lebenslehrer und ich durfte sehr viel von ihnen lernen. Du wirst sie und ihre Überzeugungen und Fähigkeiten in den einzelnen Kapiteln kennenlernen.
Dieses Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Im ersten Teil schaffen wir gemeinsam die optimale Denkweise und Lebenseinstellung, in der Fachsprache auch „Mindset“ genannt, für deine positive Veränderung. Ich möchte dir in diesem Teil aufzeigen, wie wichtig Entscheidungen sind, welche Rolle deine unterbewussten Muster und deine Glaubenssätze spielen, wie du die richtigen Fragen an dich und an die Welt stellst, warum es eine gute Idee ist, große Ziele im Leben zu haben, was mein Verständnis von Glück ist und wie wichtig es in diesem Zusammenhang ist, sich selbst und seine Mitmenschen anzunehmen und dankbar zu sein. Im letzten Kapitel des ersten Teils möchte ich dir dann verdeutlichen, wie du das Gesetz der Anziehung nutzen kannst, um ein sinnerfülltes und selbstbestimmtes Leben zu führen. Im zweiten Teil zeige ich dir einige konkrete Techniken und Ideen zur Steigerung deiner Lebensqualität und Lebensfreude auf, die ich „Ponyhoffaktoren“ genannt habe. Des Weiteren möchte ich dir hier eine Idee mit auf den Weg geben, wie du dir selbst gute Gefühle machen kannst.
Im dritten und letzten Teil geht es dann darum, wie du konkret ins Handeln kommst und was deine ersten Schritte auf dem Weg zu einem glücklichen, selbstbestimmten und sinnerfüllten Leben sein können.
Du kannst diese Seiten gerne als eine Art Buffet betrachten. Nimm einfach mit, was dir davon schmeckt und was nicht deinen Vorlieben, oder deinem Weltbild entspricht, kommt nicht auf deinen Teller. Doch bedenke auch, dass es oftmals keine schlechte Entscheidung ist, etwas Neues auszuprobieren.
Die Gedanken, die ich im Folgenden mit dir teilen möchte, sind ausnahmslos solche, die mir in den letzten Jahren geholfen haben, immer mehr Lebensfreude zu empfinden, was für mich das Wichtigste auf der Welt ist. Freude an dem Leben zu haben, das uns geschenkt wurde. An dieser Stelle sei nur erwähnt, dass ich niemals von etwas mit voller Überzeugung sprechen und auch schreiben würde, das ich nicht selbst ausprobiert und als nützlich und hilfreich empfunden habe. Das Wissen, das ich hier mit dir teile, entstammt meinen tiefsten Überzeugungen.
Sehe die folgenden Ausführungen gerne als eine Art Leitfaden, der dir helfen kann, einen positiveren Blick auf die Welt und auch auf dich selbst zu bekommen und dir dadurch mehr Leichtigkeit und Qualität in dein Leben bringen kann. Ein Leitfaden, der dir hilft, deinen „Lebensfreudemuskel“ zu trainieren.
Mir ist zu Beginn noch wichtig zu sagen, dass ich die Inhalte dieses Buches nicht erfunden, sondern vielmehr herausgefunden habe. Ich habe mich in den letzten Jahren sehr intensiv mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung auseinandergesetzt und für mich die besten Dinge raus gepickt, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, was für mich einfach und schnell umsetzbar ist und welche Tools besonders dafür geeignet sind, mich in der Steigerung meiner Lebensqualität zu unterstützen. Mein Ziel war und ist es nach wie vor, mich immer noch besser zu fühlen und mit diesem Ziel im Hinterkopf habe ich recherchiert. Ich habe nun versucht, das für mich Wichtigste und Gewinnbringendste auf den folgenden Seiten in meiner Sprache zusammenzufassen. Wie du vielleicht bereits merkst, ist mein sprachlicher Stil recht einfach gehalten. Du sollst dich im Optimalfall so fühlen, als würde ich direkt mit dir sprechen. So werde ich dich auch nicht mit langatmigen, wissenschaftlichen Hintergründen der Hirnforschung, oder Ähnlichem behelligen, welche es durchaus gibt und in anderer Literatur nachzulesen sind, wenn du das möchtest. Daher an dieser Stelle auch der Zusatz, dass dieses Buch nicht den Anspruch hat, vollständig zu sein. Aufgrund der Leserlichkeit habe ich häufig die männliche Form der Anrede genutzt und bitte dies zu entschuldigen, falls du dich daran stören solltest. Sei versichert, dass ich ein großer Frauenfreund bin.
Ich habe dieses Buch in der Hoffnung geschrieben, dass dir die Inhalte genauso helfen, wie sie mir geholfen haben und immer noch helfen.
Dass dich dieses Buch darin unterstützt:
mehr Lebensfreude zu empfinden
bewusster und selbstbestimmter zu leben
deine Potenziale zu erkennen und sie auszuschöpfen
dich besser zu fühlen
eine positivere Perspektive auf dich und auf die Welt zu bekommen
ein glückliches und sinnerfülltes Leben zu leben
Ich lade dich nun ein, in mein Modell der Welt einzutauchen. In der tiefsten Hoffnung und mit dem unerschütterlichen Vertrauen, dass du das Beste aus diesem Buch für dich herausholen wirst, denn nicht weniger hast du verdient. Und nun wünsche ich dir ganz viel Erfolg und vor allem Spaß beim Vorankommen.
Das von mir sehr geschätzte Pony Lotte, du wirst es am Ende des Kapitels noch besser kennenlernen, erzählte mir einmal folgende Geschichte:
Es war einmal ein altes Pony, das von allen Menschen als sehr weise bezeichnet wurde. Dieses Pony saß jeden einzelnen Tag vor den Toren einer großen Stadt. Und alle Menschen, die in die Stadt gingen, kamen an ihm vorbei und fragten häufig nach Rat. In der Nähe dieses weisen Ponys saß oft ein kleines Mädchen, das begierig alles aufschnappte, was es zu sagen hatte.
Eines Tages kam ein Fremder vor die Tore der Stadt, blieb stehen und fragte das Pony:
„Du kannst mir sicher sagen, wie die Menschen hier in dieser Stadt sind?“.
Das alte Pony sah ihn freundlich an und entgegnete:
„Wie waren denn die Menschen dort, wo du zuletzt warst?“.
„Freundlich, hilfsbereit und großzügig. Sehr angenehme Menschen.“, antwortete der Fremde.
„Und genau so sind sie auch in dieser Stadt!“.
Das freute den Fremden und mit einem Lächeln ging er durch das Stadttor.
Etwas später kam ein anderer Fremder zum alten Mann.
„Pony, sag mir, wie sind die Menschen in dieser Stadt?“.
Das Pony fragte auch ihn: „Wie waren die Menschen dort, wo du zuletzt warst?“.
„Furchtbar! Unfreundlich und arrogant und alles Egoisten.“.
Und es antwortete: „Ich fürchte, so sind auch die Menschen in dieser Stadt!“.
Nachdem sich der zweite Fremde entfernt hatte, kam das kleine Mädchen zu dem alten und weisen Pony und sagte: „Ich habe gehört, was du zu diesen beiden Männern gesagt hast. Sie haben die exakt gleiche Frage gestellt und du hast zwei komplett unterschiedliche Antworten gegeben, das kann nicht weise sein, du hast mindestens einmal gelogen.“
Das Pony schmunzelte und antwortete: „Ich habe in beiden Fällen die Wahrheit gesagt, denn je nachdem, wie die beiden Fremden die Welt sehen und die Menschen in ihrem Leben kennengelernt haben, so werden sie auch unsere Stadt und die darin lebenden Menschen sehen. Meine Worte können daran nichts ändern.“
Warum werden die zwei Fremden die komplett gleiche Stadt, mit den komplett gleichen Menschen vollkommen unterschiedlich wahrnehmen?
Meiner Meinung nach unterscheiden sich die zwei Fremden in einer Sache maßgeblich. Sie haben eine gegensätzliche Entscheidung in Bezug auf ihr Leben getroffen. Eine Entscheidung, die ich in Anlehnung an Albert Einstein, als die wichtigste Entscheidung unseres Lebens bezeichne.
„Unsere wichtigste Entscheidung ist, ob wir das Universum für einen freundlichen oder feindlichen Ort halten.“
Albert Einstein
Ich behaupte zudem ganz frech, du hast diese Entscheidung auch schon getroffen und tust dies im Grunde jeden Tag, jede Stunde, jede Minute und jede Sekunde deines Lebens aufs Neue. Diese Entscheidung, die du treffen darfst, wird alles Weitere in deinem Leben beeinflussen. Wenn du dich dafür entscheidest, in einer freundlichen Welt zu leben, die dir jeden Tag zeigen wird, dass sie für dich und nicht gegen dich arbeitet, kann sich dein Leben von heute auf morgen zum Positiven verändern. Im Grunde ist es die einfachste Entscheidung überhaupt. Die einfachste und sogleich wichtigste Entscheidung deines Lebens, sei mal ehrlich, wie cool ist das denn?
Du kannst dich in jeder Sekunde deines Lebens bewusst dafür entscheiden, dass das Universum für dich arbeitet und alles genau so ist, wie es sein soll.
Du hast einige Rückschläge erlebt? Gut, hier hat das Universum für dich gearbeitet, denn ohne sie wärst du jetzt nicht der Mensch, der du bist. Wahrscheinlich würdest dann auch nicht diese Seiten lesen und hättest so vielleicht niemals von der wichtigsten Entscheidung deines Lebens erfahren und wie sie dein Leben nachhaltig beeinflussen wird.
Entscheide dich jeden Tag aufs Neue dafür, in einem freundlichen Universum zu leben und suche gezielt nach Ereignissen, die dir diese Tatsache bestätigen und ich garantiere dir, du wirst Unzählige finden.
Zusammenfassend kann man sagen, dass deine eigene Einstellung, oder auch deine Entscheidung in Bezug auf die Frage, ob du in einer freundlichen, oder feindlichen Welt lebst, deine Wahrnehmung prägt. Wenn du davon ausgehst, dass die Menschen in deiner Umgebung egoistisch, habgierig und stets nur zu ihrem eigenen Vorteil handeln und es eine höhere Macht vielleicht gerade mit dir besonders schlecht meint, wirst du deine Wahrnehmung darauf ausrichten und genau das wird zu deiner Realität werden. Du nimmst die Welt dann im Grunde durch einen skeptischen, misstrauischen und ängstlichen Filter wahr. Wenn du hingegen denkst, dass es die Menschen in deiner Umgebung gut mit dir meinen und alles zu deinem Vorteil geschieht. Du davon ausgehst, dass alle Herausforderungen nur deshalb in deinem Leben sind, weil du mit ihnen umgehen kannst und daran wachsen wirst, nimmst du die Welt durch einen ganz anderen Filter wahr. Du siehst die Welt dann durch eine Brille der Zuversicht, Freude und Dankbarkeit.
Vielleicht ist es dir ja schon mal aufgefallen, dass deine Mitmenschen viel freundlicher zu dir sind und die Welt viel bunter ist, wenn du gut drauf bist.
An dieser Stelle eine kleine Einschränkung. Gehen wir einmal davon aus, du hast dich dafür entschieden, in einer freundlichen Welt zu leben. Wird dann alles Friede, Freude und Sonnenschein sein?
Nein, wahrscheinlich nicht, es wird immer Menschen geben, die sich nicht deinen obersten Werten, oder deinen Erwartungen entsprechend verhalten und es wird immer wieder Ereignisse geben, die dir nicht gefallen werden. Das meinte ich damit, als ich in der Einleitung erwähnte, dass es auf einem Ponyhof auch Herausforderungen und an der ein oder anderen Stelle stinkende Pferdeäpfel gibt. Wenn du aber an das Gute in der Welt glaubst, machen dir diese Dinge nicht mehr so viel aus und du kannst mit steigender Gelassenheit auf die Wachstumsmöglichkeiten des Lebens reagieren.
Darum entscheide dich bewusst dafür, in einem freundlichen Universum zu leben und hab Vertrauen in dein Leben und in die Welt. Hab ein offenes Herz. Beginne jeden Tag mit der Einstellung und dem Wissen, dass die Welt es gut mit dir meint.
Übernimm Verantwortung für dein Leben
Welcher Mensch ist dafür verantwortlich, dass du ein schönes, erfülltes und selbstbestimmtes Leben führst?
Na klar, da kann es nur einen geben und dieser Mensch bist natürlich du selbst.
So schön, so gut. Eine weitere Frage, die du vielleicht ganz ehrlich beantworten möchtest, hätte ich dann aber doch noch.
Wie oft hast du der Außenwelt die Schuld an Begebenheiten in deinem Leben gegeben, die vielleicht nicht so sind, wie du sie dir im Optimalfall vorstellst?
Die Schuld deinen Eltern und deren Erziehungsmaßnahmen gegeben?
Dem Chef, der einfach ein Kotzbrocken ist und dir das Leben schwer macht?
Dem anderen Geschlecht, deinem Partner oder deiner Partnerin, weil sie oder er sich eben nicht so verhält, wie du das möchtest und deine Erwartungen nicht erfüllt?
Dem Wetter, den Medien, der Wirtschaft, den Politikern, usw.?
Ich selbst kann diese Fragen für mich mittlerweile ganz gut beantworten. Sehr häufig und ich erwische mich nach wie vor dabei, wie ich die Verantwortung für manche Umstände in meinem Leben abgeben möchte.
Doch der Moment, an dem ich verstanden habe, dass die volle Verantwortung für mein Glück, meine Gesundheit, meine körperliche Fitness, meine Beziehungen, meine Finanzen, meine Gefühle und auch meine Gedanken, denn die denkt auch niemand für mich, bei mir liegt, war der Moment, als ich die Welt und mein Leben zum ersten Mal besser verstanden habe.
Es ist einfach nicht richtig, äußeren Umständen und anderen Personen die Schuld und auch die Macht zu geben, wenn in unserem Leben etwas schiefläuft, oder nicht so läuft, wie wir es wollen. Ich habe die Schuld für meine Probleme häufig im Außen gesucht und mich dadurch in eine Opferrolle gedrängt. Mir ging es nicht gut, weil sich jemand nicht so verhalten hat, wie ich mir das vorgestellt habe, weil mir die Wertschätzung gefehlt hat, weil jemand mir zu Glaubenssätzen verholfen hat, die sich in meinem aktuellen Leben als hinderlich erweisen, und, und, und. Heute weiß ich, dass es einfach nicht richtig ist, die Schuld für meine Herausforderungen im Leben in äußeren Faktoren zu suchen. Unsere großen Herausforderungen und unsere Lebensthemen haben alle stets nur mit uns selbst zu tun.
Es gibt hierzu eine so wunderbare Geschichte, die das Ganze klarer macht:
Eine Frau, die eines Abends spazieren geht, trifft, während sie einige Minuten unterwegs ist, auf einen Mann, der auf dem Boden unter einer Straßenlaterne sitzt und völlig verzweifelt etwas zu suchen scheint. Die Frau fragt den Mann, wonach er denn suche. Dieser antwortete, dass er sein Handy verloren habe. Die Frau bat freundlicherweise ihre Hilfe an und setzt sich zu dem Mann auf den Boden, um ihm beim Suchen zu helfen. Nachdem sie eine Weile gemeinsam gesucht haben, sagte die Frau: „Wir haben hier überall gesucht und Ihr Handy nicht gefunden. Sind Sie sicher, dass Sie es hier verloren haben?“.
Der Mann antwortete: „Nein, ich habe es bei mir im Garten verloren, aber hier unter der Straßenlaterne habe ich mehr Licht und kann besser suchen.“.
Es ist eine super Idee damit aufzuhören, der Außenwelt die Schuld an ungewollten Lebensumständen zu geben. Es ist außerdem eine gute Idee, äußeren Faktoren die Macht über unser Leben zu entziehen und genau an dem Ort nach den Ursachen für die Dinge zu suchen, die uns missfallen und das ist bei uns selbst. Das mag sich jetzt vielleicht ein wenig hart anhören, aber es bringt nichts, unter einer Straßenlaterne nach etwas zu suchen, das im Garten ist.
Daher darf ein jeder von uns, der ein erfülltes und vor allem selbstbestimmtes Leben führen möchte, der mehr Lebensfreude empfinden möchte, der auf einem Ponyhof leben möchte, die Verantwortung für die eigene Person übernehmen. Die Umstände können wir häufig nicht ändern, ebenso wenig die Jahreszeiten oder den Regen. Aber wir können uns selbst verändern.
Dr. Robert Resnick, ein Psychotherapeut aus Los Angeles, hat eine einfache Formel aufgestellt, die für mich sehr gut veranschaulicht, was es bedeutet, die volle Verantwortung für sein Leben zu übernehmen. Die Formel lautet:
Jede Erfahrung, die wir im Leben machen, sei es eine Schöne, oder auch eine Unschöne, wird nur durch unsere Reaktion, oder auch von der Bedeutung, die wir dem Ereignis geben, bestimmt. Wir sind selbst dafür verantwortlich, welche Bedeutung wir Ereignissen geben und welche Folgen sich daraus für unser Leben ergeben. Die Bedeutung, die wir diesen geben, hängt von unserer inneren Einstellung und unserer Wahrnehmung ab und ausnahmslos jeder Mensch kann seine subjektive Wahrnehmung und seine Einstellung verändern, sofern er will und weiß wie. Daher gibt es dieses Buch, das dir Schritt für Schritt zeigen kann, wie diese positive Wahrnehmungsveränderung funktioniert.
Was kann ich vom Leben überhaupt erwarten?
Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, dürfen wir uns die wichtigste Entscheidung unseres Lebens wieder in Erinnerung rufen und uns auch daran erinnern, wer für unser Leben verantwortlich ist. Also nochmal: Du lebst in einer freundlichen Welt und du bist für dein Leben und damit auch für dein Glück verantwortlich.
Daher wird sich nun vielleicht auch nach und nach dein Blickwinkel auf Ereignisse und so auch deine Erwartung an Situationen verändern. Die Einstellung, die wir gegenüber dem Leben haben, wird unsere Erfahrungswelt prägen. Sobald wir davon ausgehen bzw. wissen, dass alle Ereignisse in unserem Leben stets zu unserem Wohl geschehen und nur wir dafür verantwortlich sind, welche Bedeutung wir Ereignissen beimessen, werden wir mehr und mehr Erfahrungen machen, die diese Tatsache bestätigen.
Sehr vereinfacht gesprochen, kann man sagen, dass wir Schlechtes in unsere Erfahrungswelt ziehen werden, wenn wir Schlechtes erwarten, da sich unsere Wahrnehmungsfilter darauf ausrichten. Wenn wir nichts erwarten, werden wir nichts bekommen und wenn wir unsere Einstellung und unsere Wahrnehmungsfilter auf Positivität umprogrammieren und mit einer positiven Erwartung an eine Sache herangehen, wird sich Positivität einstellen.
Mir ist bewusst, dass die landläufige Auffassung darin besteht, lieber nicht zu viel vom Leben zu erwarten, da man sonst nur enttäuscht werden wird. Ich vertrete dennoch die gegenteilige Meinung. Erwarte stets nur das Beste und suche gezielt danach und du wirst entsprechende Erfahrungen machen. Die Welt ist nur schwer, wenn wir es von ihr erwarten. Verstehe das Thema Erwartung bitte nicht, als „Es MUSS so laufen!“, „Alles MUSS so sein, wie ich es erwarte, ansonsten bin ich enttäuscht und mein Leben ist nichts wert.“. Das wäre der komplett falsche Weg. Es geht mir hier darum, dass wir wieder lernen, groß zu denken und zu träumen.
Ich weiß nicht, ob du mit deinem Leben im Moment zu einhundert Prozent zufrieden bist oder ob du an einem Punkt angelangt bist, wo du sagst, es darf ruhig noch etwas schöner sein. Ich für meinen Teil kann dir aus meiner Erfahrung sagen, es geht immer was und ich sehe Stillstand mittlerweile als einen Rückschritt. Die Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit und die stetige Steigerung der Lebensqualität sollte bei jedem Menschen eine vorrangige Erwartung an das eigene Leben darstellen.
Eine Erwartung, die alle Menschen, meiner Meinung nach, haben dürfen, ist ein glückliches und sinnerfülltes Leben zu führen. Denn am Ende des Tages will das doch jeder von uns, wir alle möchten glücklich sein und möglichst jeden Tag, der uns geschenkt wird, genießen.
Daher wäre es an dieser Stelle in jedem Fall eine gute Idee, für sich klar zu haben, was die persönliche Erwartung an das eigene Leben ist.
Ich bin sehr zuversichtlich, dich im Laufe dieses Buches darin zu unterstützen, diese Erwartung zu erfüllen.
Veränderung ist leicht
„Wir wurden an einem Tag geboren. Wir sterben an einem Tag. Wir können uns an einem Tag ändern. Und uns an einem Tag verlieben. Alles kann an nur einem Tag passieren.“
Gayle Forman
