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Die Faszination für Oldtimerfahrzeuge und für Cabriolets vereint sich in alten Cabriolets, die ab einem Alter von 30 Jahren als Oldtimer zugelassen werden können. Ein offenes Cabriolet, das zugleich ein Oldtimer ist, begeistert auf Veranstaltungen, Ausfahrten und im Urlaub. Das Buch beschäftigt sich mit dem Angebot an Oldtimer-Cabrios, die exemplarisch vorgestellt werden und dem Erwerb eines solchen Fahrzeuges, auch aus dem Ausland. Neben vielen Fotos werden zahlreiche Ausflüge und Oldtimertreffen beispielhaft für den Großraum Köln beschrieben, die in der Saison vielfältige Möglichkeiten bieten. Gleichgesinnte zu treffen. Der Einstieg in die Praxis ist durch das große Angebot aus den 1970er und 1980er Jahre sehr einfach. Inzwischen sind bereits die ersten Jahrgänge der 1990er Jahre für ein H-Kennzeichen geeignet. Ein altes Schätzchen im Alltag zu bewegen ist deshalb kaum ein Risiko.
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Veröffentlichungsjahr: 2022
Gerhard Geller
Das Oldtimer-Cabrio
Alte Schätzchen im Alltag bewegen
Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek
Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.
Gerhard Geller
Das Oldtimer-Cabrio
Lektorat: G. Geller
Korrektorat: G. Geller
Coverdesign: G. Geller
Coverfoto: G. Geller
Satz & Layout: G. Geller
Alle Rechte vorbehalten
1. Aufl. 2022, Bonn
© Gerhard Geller
Das vorliegende Werk ist in allen seinen Teilen urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das Recht der Übersetzung, des Vortrags, der Reproduktion und der Vervielfältigung
Warum fahren Menschen einen Oldtimer? Die modernen Autos sind technisch so weit entwickelt, sicher und leistungsstark. Warum suchen manche dann ein altes Auto? Und ein Oldtimer ist genau das, ein altes Auto. Und warum sucht man sich ein altes Cabriolet aus? Nur um von A nach B zu kommen braucht niemand ein Cabrio.
Was also macht den Reiz eines Oldtimers aus und was den eines Cabrios? Die alten Autos hatten etwas, was die modernen Autos nicht (mehr) haben. Sie haben sehr oft eine charakteristische Ausstrahlung und ein eigenständiges Erscheinungsbild. Viele von uns sind mit bestimmten Autotypen quasi parallel aufgewachsen. Sieht man solch ein Fahrzeug, dann weckt dies Erinnerungen. Diese Nostalgie ist eine der starken Triebfedern, sich ein altes Auto zu kaufen. Individualität und Nostalgie sind also schon zwei gute Gründe, weshalb so viele Menschen in diesem Bereich Interesse zeigen. Ich kann auf den ersten Blick oft einen Kleinwagen nicht von einem anderen unterscheiden. Das sieht für mich heute alles sehr ähnlich aus. Ich habe bei den modernen Autos auch gar keine Emotionen. Es ist für mich undenkbar, dass in 30 Jahren irgendeines dieser Fahrzeuge als Oldtimer daherkommen könnte. Sie sind gesichtslos und haben keine individuelle Note mehr.
Die 70er Jahre und danach erst recht waren die Zeiten der Massenproduktion von Fahrzeugen. Und obwohl manche Modelle millionenfach hergestellt wurden sieht man sie kaum noch im alltäglichen Betrieb. Aber es gibt zigtausende Autos aus den 70ern, 80ern und den 90er Jahren. Inzwischen, man glaubt das kaum, sind bereits die ersten Jahre der 90er mehr als 30 Jahre her und man kann ein Fahrzeug aus den 90ern als Oldtimer zulassen. Damals waren Modellreihen aus meiner Wahrnehmung noch „übersichtlich“. Die Reihe W123 von Mercedes hatte die Diesel und die Benziner. Es begann beim 200. Dann kamen beim Benziner der 230 und dann der 280. Es gab bestimmte Merkmale, wie z.B. die Scheinwerfer und die Auspuff-Endrohre, daran konnte man die Modelle leicht unterscheiden. Bei einem 5er BMW war der 520, der 525 und der 528 ebenfalls präsent und gut zu erkennen. Diese Übersicht ist bei modernen Autos völlig verloren gegangen. Es gibt unzählige Varianten, die auch noch jedes Jahr überarbeitet werden, so dass sie wieder anders aussehen.
Zurück zu den Oldtimern: Die Auswahl an ehemaligen Alltagsautos und auch von luxuriöseren Fahrzeugen ist recht gut, weil sie eben so enorm oft hergestellt wurden. Anders als bei einem Exoten aus den 60er Jahren sind neben dem reinen Fahrzeugangebot auch die Ersatzteile zum Teil viel einfacher zu beschaffen. Nicht ohne Grund sind rund 600.000 gemeldete Oldtimer auf deutschen Straßen unterwegs. Das ist nur möglich, weil ab einem bestimmten Zeitpunkt die Autoproduktion so enorm zugelegt hat. Es kommen hier dann 3 Dinge zusammen:
Angebot ist bei jungen Oldtimern sehr gut
Preise entsprechend noch vertretbar
Ersatzteillage teilweise hervorragend
Worin besteht aber nun der eigentliche Reiz, einen Oldtimer zu besitzen und zu fahren? Es liegt nahe, dass eine ganze Reihe von Aspekten letztlich die Faszination ausmachen, die bei jedem Einzelnen in unterschiedlicher Intensität eine Rolle spielen.
Wenn Sie sich einen Neuwagen zulegen, können Sie nahezu sicher sein, dass alles wie am Schnürchen funktioniert: Die Tür öffnet sich „keyless“ mit dem Schlüssel in der Tasche, gestartet wird mit einem Knopf ohne Zündschlüssel. Die Schaltung arbeitet von alleine, der Motor schnurrt mit perfektem Rundlauf, die Sitze sind vielfältig elektrisch anzupassen und werden bei Bedarf beheizt, selbst die Lichter schalten sich automatisch ein und die Servolenkung ist angemessen leichtgängig. Dann kommt ein integriertes Navigationssystem, das mit Ihnen spricht, eine Klimaanlage, die sich auf Ihre individuellen Bedürfnisse einstellt, ein Bordcomputer und diverser weiterer Komfort.
Ganz anders der Oldtimer! Zum Öffnen der Tür steckt man einen Schlüssel in den Zylinder am Türgriff und dreht diesen um. Der Innenraum ist viel kleiner als bei modernen Autos, die Sitze sind marginal verstellbar, das Lenkrad eher hart und kahl. Gestartet wird mit einem Zündschlüssel. Wenn man nicht die richtige Startprozedur einhält, dann „säuft das Auto ab“ oder man orgelt hilflos herum. Dafür kann man bei einem alten Auto in der Regel ohne eine Kamera rückwärts fahren und einparken, die Ecken des Autos sind einsehbar. Der Oldtimer ist oft kompakt und passt in Parkgaragen.
Ein paar weitere Gedanken zu den modernen Neuwagen: Die digitale Uhr des Neuwagens, geht sie genau? Nein, schon nach ein paar Tagen hängt sie hinterher oder geht vor. Synchronisiert sie sich bei der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit? Nein! Jedes Smartphone kann das. Im Auto sucht man im Bord-Computer die Uhr und verstellt sie elektronisch. Wie unnütz! Nach dem Tanken zeigt der Bordcomputer eine Reichweite von 780 Km an. Nach 200 Km noch eine von 400. Und wenn die Lampe angeht, dann werden 50 Km Reichweite angezeigt. Nach 15 gefahrenen werden nur noch 25 angezeigt. Zu keinem Zeitpunkt stimmen diese Angaben, sie nehmen stärker ab, als die Strecke zunimmt. Lernt der Bordcomputer wenigstens aus meiner Fahrweise und kann beim nächsten Tanken bessere Empfehlungen geben? Nein, der Bordcomputer zeigt immer dieselben Werte an, lernt kein bisschen dazu aus der Fahrweise. Ein smartes Auto stelle ich mir anders vor. Das Benutzerhandbuch des neuen Autos, vor allem zur Erlernung der Computer-Funktionen, hat mehrere hundert Seiten.
Der Oldtimer hingegen hat ein Rundinstrument für den Tankvorrat. Da weiß man aus Erfahrung, ob dieses halbwegs akkurat anzeigt oder eher zu Schätzwerten neigt. Dafür ist dann aber keinerlei Elektronik nötig, die ein trügerisches Gefühl der Genauigkeit vorgaukelt. Auch die Technik insgesamt ist einfacher und übersichtlicher. Kein adaptives Federungssystem, sondern eine Schraubenfeder und ein Teleskopdämpfer an jedem Rad. Manchmal vielleicht auch nur Blattfedern. Im Scheinwerfer sitzt eine einfache Birne, die man selber tauschen kann. Es befindet sich H4-Licht an Bord und kein LED- oder Xenon- oder sonst ein Hyper-Licht. Beim Öffnen der Motorhaube sieht man einen Motor, der nicht komplett von Plastik abgedeckt ist. Man sieht die Zündkerzen, die einzelnen Zylinder, Kühlsystem usw. Das Handbuch eines Oldtimers kann mit 25 Seiten auskommen.
Fazit: Die Einfachheit und die Nachvollziehbarkeit verleihen dem Oldtimer einen Reiz, den ein Neuwagen mit geballter, aber keineswegs immer aktuell wirklich fortschrittlicher Technik nicht wettmachen kann.
Ein Oldtimer ist geradezu das Gegenteil von Wegwerfmentalität. Seit vielen Jahren werden Autos in Millionenauflagen produziert. Das bedingt eine Verschiebeaktivität, dass möglichst viele Kunden in sehr kurzen Intervallen Neuwagen kaufen. Die Folge: Relativ junge Autos werden zu Millionen in den Gebrauchtmarkt und schließlich ins Ausland abgeschoben und verschwinden von unserem Markt.
Der Oldtimer ist das Gegenteil. Das konkrete Fahrzeug wird jahrzehntelang in Betrieb gehalten. Seine Herstellung hat wie jedes Produkt seinen ökologischen Fußabdruck hinterlassen. Aber das Fahrzeug, das diesen Fußabdruck hinterlässt, das ist noch da. Alte Technik, die jahrzehntelang funktioniert, Design und Ästhetik der alten Autos, sie werden bewahrt und nebenbei ist dies ökologisch keineswegs sinnlos. Aufgrund der geringen Fahrstrecken ist hingegen der sicherlich höhere Benzinverbrauch zu vernachlässigen. Ein Golf GTI hat eben 1977 10L Super gebraucht, ein Morgan Plus 8 vielleicht 12,5L. Unser modernes Auto braucht „nur“ 5,5L, ein Fortschritt, den man sich aber auch eindrucksvoller vorstellen und wünschen könnte.
Ist ein Oldtimer eine Wertanlage? Man kann davon ausgehen, dass die meisten Oldtimer tendenziell keinen Wertverlust erleiden. Je seltener und gefragter ein altes Auto ist, desto eher ist Wertzuwachs möglich. Aber wie stark ist der Zuwachs? Und welche Kosten stehen dem gegenüber? Kauft man beispielsweise für 25.000 EUR einen Oldtimer, dann soll der ja versichert werden, es müssen Steuern und Versicherung bezahlt werden, das Auto muss gut untergestellt werden und schließlich kostet auch der reine Unterhalt Geld, sei es Benzin oder seien es Wartungsaufwände. Selbst wenn diese Beträge überschaubar vielleicht im Bereich von 2.000-2.500 EUR im Jahr liegen, Ist das Auto nach 5 Jahren wirklich 37.500 EUR wert? Falls nicht, dann hat man mit einem Verkauf keinen „Gewinn“ gemacht.
Sollte man das Auto verkaufen wollen oder müssen, dann bestimmt dieser konkrete Vorgang ganz wesentlich den Preis. Muss ich den Wagen schnell zu Geld machen, dann geht das nur über den Preis. Man muss ihn „unter Wert“ verkaufen. Denn in Wahrheit ist der Wert davon abhängig, ob jemand das Auto zu einem bestimmten Betrag kaufen will. Den eigentlichen „Wert“ kann man nur erzielen, wenn man Zeit genug hat und keinen Druck, das Auto loszuwerden. Was ist, wenn man einen Schaden am Auto hat, sei es durch einen Unfall oder durch ein defektes Teil, das sich nicht einfach beschaffen lässt. Dann ist der Wert plötzlich deutlich gemindert und man macht bei einem Verkauf ein dickes Minusgeschäft. Es gibt keinen abstrakt gültigen Wert, vielmehr ist beim Verkauf viel Glück dabei und der Zufall spielt eine große Rolle, dass gerade Nachfrage genau nach diesem Auto besteht. Da das im Vorhinein alles nicht bekannt ist, kann man nur sagen: Im Ergebnis ist ein Oldtimer keine sichere und empfehlenswerte Wertanlage. Rein betriebswirtschaftlich ist das ein unsicheres und riskantes Anlagegut.
Ein wenig Trost besteht darin: Ein Neuwagen ist am Tag seiner Zulassung oft bereits um 20% im Wert gefallen. In 2, 3 Jahren büßt das Auto weiter an Wert ein. Demgegenüber ist dann der Oldtimer doch wesentlich stabiler, auch wenn eine betriebswirtschaftlich fundierte Wertanlage nicht damit verbunden ist.
Schließlich sind alte Autos echte Sympathieträger. Als Besitzer merkt man das nicht zuletzt daran, dass plötzlich wildfremde Menschen auf der Straße winken oder den Halt an der Ampel zu einem kurzen Gespräch nutzen. Man merkt es auch selbst daran, dass man selbst ebenfalls alte Autos sympathisch findet, sich mit ihnen und der Vorstellung identifizieren kann, ein solches Auto zu fahren.
Cruisen durch die Landschaft
Diese schon beinahe philosophische Sicht auf einen Gegenstand ist schon etwas Besonderes. Der Oldtimer ist nicht nur ein Gerät zur Fortbewegung. Es ist eine Lebensform, es ist Lustobjekt, Designikone, Statussymbol, materialisierte Freiheit - und manchmal alles zugleich. Das aber gilt nicht universell, vielmehr hat jeder seine eigene individuelle Sicht auf alte Autos. Nicht alle lösen die o.g. Emotionen in derselben Menge aus, sondern es sind ganz bestimmte Fahrzeuge, mit denen man persönlich Emotionen verknüpft. Es ist nicht egal, in welchem Auto man sitzt. Und das führt dann dazu, dass es praktisch für jeden Oldtimer Liebhaber gibt, die ihre Gründe haben, warum sie ausgerechnet dieses Modell anzieht. Und zum Glück führen diese Emotionen letztlich nicht jeden zu demselben Oldtimer. Von diesem gäbe es garantiert zu wenige Exemplare.
Kommen wir nun zur Frage, welche Faszination geht von einem Cabrio aus? Mit den ersten Sonnenstrahlen sind sie auf den Straßen unterwegs – die Cabriolets. Eine Fahrt im Cabrio gilt für viele Menschen als Ausdruck grenzenloser Freiheit. Der Fahrzeugtyp steht für Sportlichkeit, Luxus und Lebensfreude. Die Fahrer des offenen PKW sind in der Regel besonders kommunikativ und extrovertiert.
Ein Cabrio gilt zwar besonders als absolutes Schönwetterauto. Ohne Dach über die Landstraße zu fahren bietet für viele Autofahrer das ultimative Fahrerlebnis. Ein gewöhnliches Auto schirmt nahezu alle Eindrücke vom Fahrer ab. Die Fahrt in einem Cabrio wird hingegen mit allen Sinnen intensiv wahrgenommen. Ein Cabriofahrer spürt den Fahrtwind, riecht frisch gemähte Wiesen und Blumen, zudem genießt man eine einzigartige Panoramasicht. Und man spürt die Sonne auf der Haut. Es heißt deshalb, Cabrio-Fahren sei viel mehr als das bloße Zurückklappen eines Dachs, eben ein Lebensgefühl. Lebensgefühl, da haben wir es wieder, genau das macht doch auch den Reiz beim Oldtimer aus. Cabrio-Fahrer flanieren motorisiert im Verkehr, während sich andere bloß von A nach B bewegen.
Natürlich gibt es noch eine zweite Sorte Cabriofahrer, die diese Bezeichnung eigentlich gar nicht verdient hat. Denn sie fährt praktisch nie offen. Entweder ist es zu kalt, zu windig oder viel zu heiß, um ohne Klimaautomatik unterwegs zu sein. Diese Menschen haben ein Cabrio, weil es hipper ist als eine konventionelle Karosserieform. Das offene Fahrgefühl gibt ihnen aber eigentlich nichts. Diese Gruppe ist eher nicht der Adressat des Buches, ich möchte mich selbst ganz klar der erstgenannten Fraktion zurechnen und für diese sind auch die folgenden Seiten gedacht.
Bis zum heutigen Tag werden Cabrios hergestellt, die gerne, wenn auch in kleinen Stückzahlen, gekauft werden. Praktisch jeder Hersteller hat Cabrios im Angebot. Und die Vergangenheit hat unzählige Modelle geboten, die zum Teil wirklich ausgesprochen schöne Exemplare von Cabrios darstellen. Neben den heute verfügbaren Cabrios, die es in breiter Auswahl gibt, sind bei Oldtimern ebenfalls die Cabrios gerne und besonders gesuchte Vertreter der Klassiker. Und es gibt viel mehr Auswahl, als man zunächst denken würde.
Mit der Wahl eines Oldtimer-Cabrios erfüllt man sich praktischerweise gleich zwei Wünsche auf einmal. Man sucht nach einem Oldtimer, der idealerweise schon mindestens 30 Jahre alt ist (wegen der H-Zulassung) und im Besonderen hält man nach einem Cabriolet aus der Vergangenheit Ausschau.
Die Nutzung eines alten Cabrios steht hier also im Vordergrund. Wir wollen mit dem Cabrio rausfahren in die Natur. Ich möchte einige Beispiele für Touren vorstellen, Hinweise geben für landschaftlich reizvolle Strecken. Daneben betrachten wir ein paar Ausrüstungsdetails, um unterwegs stilvoll zum Beispiel ein Picknick einnehmen zu können. Wir befassen uns mit Fragen der Zulassung, der Wartung und auch mit der Auswahl eines geeigneten Modells.
Der Cabriofreund hat bei der Zielgruppe der Oldtimer Cabrios eine schier unerschöpfliche Auswahl. Die Beweggründe für die Auswahl eines ganz bestimmten Modells sind mannigfaltig und höchst individuell.
Es spielen dabei weniger die technischen Fakten eine Rolle als eine sehr emotionale Herangehensweise. Man wählt sich ein bestimmtes Modell vielleicht aus einer Erinnerung heraus aus oder weil man mit genau diesem Modell eine bestimmte Assoziation verbindet. Vielleicht wählt man auch aus, weil man mit einem bestimmten Modell einen besonderen Stil verknüpft oder das Auto selbst einen besonderen Charakter ausstrahlt, den man sympathisch findet. Kurzum: Es gibt keine Empfehlungen, die ich aussprechen könnte oder werde, die die Wahl eines Cabrios beeinflussen soll.
Im Folgenden gebe ich einen ganz subjektiven Überblick, der nur darstellen soll, was für eine große Bandbreite dir hier zur Verfügung steht. Die Qual einer Entscheidung obliegt jedem Interessenten dann natürlich selbst. Dazu gliedern wir den Markt einmal ganz profan nach Ländern
Es gibt überraschend viele Cabrios aus Deutschland. Angefangen von diversen Käfer Cabrios über Cabrios von Mercedes oder erste Cabriovarianten von BMW.
BMW baute den 328 im Jahr 1936, der wirklich ganz süß ausschaut und heute natürlich kaum noch zu bekommen sein wird (BMW_328).
Auch der BMW 507 (BMW_507) ist sowohl extrem selten als auch extrem teuer. Dieses wirklich wunderschöne Cabrio hat optische Spuren beim Z8 hinterlassen (BMW_Z8).
Inzwischen sind die ersten 3er BMW bereits als Oldtimer zu haben. Diese gibt es auch als Cabrioversion. Das Modell Z1, das im Wesentlichen auf dem 325i beruht, ist ebenfalls ein schöner Cabrio-Vertreter (BMW_Z1).
3er Cabrio
3er BMW
Mercedes baut schon sehr lange Cabriolets.
Das Modell 190 SL ist ein schöner Vertreter:
Schwungvolle Heckpartie eines 190 SL
Der Nachfolger wird allgemein als Pagode bezeichnet, die Modelle 230 SL, 250 SL und 280 SL sind in gutem Zustand schon unglaublich teuer. Sie gehören nach meinem Empfinden zu den schönsten Cabrios überhaupt. Wer einmal mit einem fahren darf, wird merken, wie solide und zugleich doch sportlich straff diese Autos sind.
Auch hier ein Bild:
Pagode aus den USA
Wiederum deren Nachfolger, die Baureihe R 107 setzten auch die Solidität und qualitativen Maßstäbe der Vorgänger nahtlos fort. Diese Baureihe beginnt mit den Modellen 280 SL, 350SL und 450 SL. Im Verlauf der Bauzeit kamen andere Motoren hinzu oder ersetzten bislang verwendete Motoren. Zum Cruisen und auch zum Reisen sind das sicherlich sehr gut geeignete Fahrzeuge.
