„DEFRAGMENTIERUNG“ des HIRNS - Manfred Behrendt - E-Book

„DEFRAGMENTIERUNG“ des HIRNS E-Book

Manfred Behrendt

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Beschreibung

Der Computer kann diese Defragmentierung selbst. Wir sollten es uns für unsere Festplatte, also dem Gehirn, angewöhnen. Die verstreuten Gedanken ordnen, sinnvoll ablegen und bei Bedarf aktivieren. In diesem Buch werden sehr viele Gedanken genannt, die geordnet werden sollten. Ein Wirrwarr von Gedanken, die hoffentlich interessant sind und jeder für sich aufnehmen kann. Eine Meinungsbildung im HEUTE ist oft schwierig und wird politisch auch eingeschränkt. Es ist schade, dass man genauestens aufpassen muss, damit oftmals das innere ICH nicht seltsam von anderen aufgefasst wird und man Probleme bekommt.

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Seitenzahl: 262

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Dieses Buch:

Es ist kein neues Wort. Ich habe es umgedeutet und denke, diese Neudeutung als Definition ist nachdenkenswert. Defragmentierung ist in der Computerwelt ein Begriff für die auf der Festplatte verstreuten Daten zu einer Einheit zusammen zu fassen, um somit den Zugriff zu erleichtern. Es werden also Begriffe, die auf der Festplatte verstreut sind, zu sinnvollen Blöcken zusammengestellt, damit mehr „Platz“ ist. Der Computer kann dieses als Bestandteil des Betriebssystems selbständig. Wir sollten uns dies für unsere Festplatte, also dem Gehirn, auch erarbeiten. Täglich beschäftigen uns ca. 60.000 Gedanken. Wir sollten diese ordnen als „zerstückelte Dateien“ und somit als sinnvolle Pakete im Hirn „ablegen“. In diesem Buch nenne ich viele Gedanken, Sinnsprüche und versuche, auch zu provozieren, damit der Leser angeregt wird, Meinungen zu bilden. Ein Wirrwarr und Durcheinander von Ideen und Gedanken. Es ist kein Lesebuch und hoffentlich interessant. Der Computer mit seinem Defragmentierungs-Programm wurde von uns Menschen entwickelt. Wir Menschen mit unseren Gefühlen, Erlebtem und unseren individuellen Geschichten erkennen nicht alles nur in Schwarz oder Weiß. Wir kennen Zwischenfarben und Töne, die ebenfalls geordnet werden müssen, damit wir uns nicht verzwergen und abhängig machen von Dogmen anderer. Dieses Buch kann auch quer gelesen werden, da es keine einheitliche Geschichte ist.

Viel Freude beim Lesen.

Manfred Behrendt

Manfred Behrendt

„DEFRAGMENTIERUNG“ des HIRNS

Was der Computer selbständig kann, sollten wir uns bewusst angewöhnen

Engelsdorfer Verlag Leipzig2020

Bibliografische Information durch die Deutsche Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://dnb.de/DE/Home/home_node.html abrufbar.

Copyright (2020) Engelsdorfer Verlag Leipzig Alle Rechte beim Autor

Titelbild © Stephen Davies [Adobe Stock]

Hergestellt in Leipzig, Germany (EU)

www.engelsdorfer-verlag.de

„Die zwei wichtigsten Tage im Leben sind die, wann man geboren wurde und der Tag, an dem man herausfindet warum?“

Mark Twain (1835-1910)

„Es ist leichter zum Mars vorzudringen, als zu sich selbst.“

Carl Gustav Jung (1875-1961)

„Wir können nicht zu neuen Ufern aufbrechen, wenn wir nicht bereit sind, das alte aus den Augen zu verlieren.“

Lucius Annaeus Seneca (55 v.Chr.-40 n. Chr.)

INHALT

Cover

Dieses Buch

Titel

Impressum

Einleitung

Eine Seltsame Geschichte

Nachwort

EINLEITUNG

Ich möchte ein persönliches Buch schreiben. Nicht über mich, sondern allgemeine Dinge, die hoffentlich interessant sind. Warum dieses Wort Defragmentierung als Titel. Fragmentierung ist die verstreute Speicherung von logisch zusammengehörigen Datenblöcken. Die Defragmentierung ist also die Verstreuung abmindern und irgendwie mehr Inhalt, also eine Vereinfachung und den Zugriff erleichtern. Das sollten wir uns unbedingt für unser Hirn angewöhnen. Ich bitte darum, mir nicht böse zu sein, diesen Computerbegriff zu verwenden. Es stürmt jeden Tag vieles auf uns ein und wir sollten es sortieren und gegebenenfalls in „Hirnschubladen“ ablegen. Vielleicht „benötigen“ wir es irgendwann. Deshalb habe ich den Begriff Defragmentierung des Hirns genommen.

Es gibt kein Inhaltsverzeichnis. Ich nenne vieles „was wäre wenn?“. Anfangs möchte ich auch etwas Persönliches schreiben. Aus Antworten oder Reaktionen auf alle meine Bücher habe ich herausgelesen, dass ich vieles „abgeschrieben“ habe. Sind wir nicht alle Abschreiber oder übernehmen sehr, sehr vieles? Unsere Gedanken und Sätze sind doch oft die Gedanken anderer Menschen. Als wir ein Baby waren, setzt sich Mama vor uns hin und sagt uns… sag mal Mama. Wir lernen es. Später kommen weitere Wörter hinzu. Wir gehen zur Schule, hören Freunden zu und lesen. Wie soll es anders sein? Unser gesamter Wortschatz ist doch somit von anderen übernommen. Leonardo da Vinci lernte erst mit 30 Jahren lesen. Seine meisten technischen Ideen lernte bzw. er schrieb vieles vom Erfinder in der Antike Heron von Alexandria ab und entwickelte es weiter. Wenn Gutenberg den Buchdruck nicht erfunden hätte, wir würden irgendwie „stehenbleiben“ im Wissen. Es war Zufall, dass der Buchdruck in die Zeit Leonardos fiel. Nicht auszudenken, wenn wir nie etwas von Leonardo da Vinci erfahren hätten oder er keine Dokumente von Heron von Alexandria entdecken würde. Wir sind alle „Abschreiberlinge“ und das ist gut so.

Wie wir es gedanklich in Zusammenhang bringen, darauf kommt es an und wie wir es interpretieren. Genau das meine ich. Wenn ich etwas bzw. einen Gedankensatz von Nietzsche, Seneca oder Adenauer nehme, bin ich ein „Abschreiberling“. Es ist doch dann ein Hinweis bzw. eine Aufforderung, diesen für sich selbst zu interpretieren und auf das individuelle Leben anzuwenden oder auch neu zu gestalten. Ich denke, es ist schon wichtig, etwas „abzuschreiben“ von anderen Menschen als Aufforderung, diesen Gedankensatz für das eigene ICH aufzunehmen. Ich gestehe also und erkenne es nicht als Vorwurf, dass ich ein „Abschreiberling“ bin, sondern sehe es als positiv. Ich möchte erläutern. Wenn wir den Nietzsche nehmen und ich schreibe den Satz „Gott ist tot“ von ihm, dann bin ich ein Abschreiberling, da es ja nicht meine Idee ist. Was meine ich? Ich habe erlebt, dass gläubige Menschen, wenn ich den Satz von Nietzsche sage, erschrocken sind und gar böse. Im Gespräch danach, wie Nietzsche es meint, kommen Gedanken, die zur ICH-Erkennung helfen. Nietzsche meinte ja, dass Gott nicht tot ist, sondern wir ihn verlassen haben. Wie oft sagen wir … der oder die ist für mich gestorben. Andere haben etwas „falsch“ gemacht, was mir widerstrebt und somit sage ich eben, dass die oder der für mich gestorben ist. Es ist dasselbe in einer Art, als wenn sie tot sind. Wenn wir dann aber die Präambeln des Glaubens, egal welcher Glaubensrichtung nehmen, hierbei unser Handeln bzw. unser Dasein überprüfen in Übereinstimmung der Texte der Bibel, des Korans oder der Tora nehmen, dann staunen wir doch selbst über uns. Genau das meint Nietzsche. Gott ist nicht tot, sondern wir haben viele seiner Grundsätze im Dasein verändert und denken, ER wird uns schon nicht böse sein. Wir handeln oft negativ egoistisch, nutzen den Ellenbogen gegenüber anderen Menschen und viele Dinge, die ER da oben eigentlich nicht möchte. Sie wissen, was ich meine. Nun gut, wir bzw. viele gehen Sonntags in die Kirche und alles ist gut. Hat etwa der Papst in vielen seiner Handlungen „Gott verlassen“? Will Gott, dass er absolut herrscht? Es ist doch irgendwie ein Widerspruch, das wir bzw. unsere Politiker den Vatikan als streng absolute Monarchie und als unfehlbare Monarchie in allen Belangen anerkennen. Der Papst hat immer recht, er äußert sich sogar zu politischen Dingen, wir klatschen Beifall und nehmen kritische Dinge des Vatikanstaates über die moderne Welt ernst. Der Papst und sein Staat ist zwar nicht in der UNO, jedoch seit 1964 ständiger Beobachter. Jedoch nicht, und das ist seltsam, nicht als Vatikanstaat, sondern als Heiliger Stuhl. Es ist irgendwie sehr komfortabel. Kritik, meckern, das Rederecht wird genutzt und bei Entscheidungen „darf“ man nicht mit abstimmen. Sehr lange Zeit hat der Vatikan sogar die Menschenrechte abgelehnt und dann standen sie „reserviert“ dem gegenüber. Wie kann es sein, dass die sexuellen Missbrauchsvorwürfe von Jugendlichen, die kirchliche Position zu Abtreibungen, zu Familienplanungen und Homosexualität geduldet werden? Die Zustimmung, dass sexueller Missbrauch von „Würdenträgern“ an Kindern von der Kirche selbst „untersucht“ wird und dann mit Geld an Opfer „gewürdigt“ und kaum wirksam wird als Verfehlung der Kirche von Rechtsorganen ist kaum begreifbar. Als Resümee hat doch Nietzsche Recht, dass Gott tot ist und wir ihn in übertragenem Sinn verlassen haben.

Will ER, dass es die sehr, sehr reiche Vatikanbank gibt? Will ER, dass die Archive des Vatikans für immer verschlossen bleiben, um etwas zu verschweigen, was uns helfen könnte. Das meine ich! Sätze, Gedanken, Aphorismen oder Sentenzen „abzuschreiben“ und in Erinnerung rufen. Andersherum hat Nietzsche wiederum Recht, dass ER „da oben“ nicht tot ist, sondern wir viele Dinge der Glaubensvorschriften verlassen haben, da sich die Welt weiter gedreht hat und Veränderungen unterliegen.

Eigentlich gefällt mir das Wort „Abschreiberling“. Es sind doch Erinnerungen an große Worte und Sätze, die wir uns öfter in unsere Gedankenwelt verarbeitungswürdig aufnehmen sollten. Der „letzte“ König der politischen Literatur, der Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa (geb.1936) sagte uns sehr eindeutig:

„Es traurig ist, dass die Epoche des Wortes abgelöst wird von der Epoche der Bilder“

Wir lesen weniger, sehen uns mehr Bilder in den Medien des Internets an. Jedoch kann nie etwas die Literatur ersetzen. Ich gebe ihm recht! Besonders die Literatur zeigt uns doch, wie unzureichend die Welt ist und wir eine andere Welt brauchen. Die Literatur ist hier der Fortschritt zur Veränderung. Der wahre kritische Geist wird per Literatur durchgesetzt. Der Erfahrungshorizont wird erweitert, wenn wir „Abschreiberlinge“ sind und Gelesenes öfter in Erinnerung rufen. Vieles geschieht zunächst in einem Buch, dann in der Realität. Das sollten wir uns immer vor Augen halten und nicht blenden lassen von den sogenannten Bestsellern der Literatur. Es sind doch eigentlich bestverkaufte Bücher, jedoch kaum Bestseller im eigentlichen Wortgebrauch. Die Bibel oder „Das Kapital“ von Karl Marx sind wohl die meistverkauften Bücher. Liegen sie irgendwo rum oder werden sie wirklich von den vielen Käufern gelesen? War das frech oder gar ungerecht von mir? Ich denke, Mario Vargas Llosa hat recht.

Nehmen wir anfangs des Buches einen nachdenkenswerten Spruch:

„Wie bringst Du Gott zum lächeln? Sag ihm, dass Du Zukunftspläne machst“

Ja, ein harter Satz. Er bekommt aber Bedeutung, wenn wir unsere Mutter Erde nicht achten und gierig nehmen, was wir wollen.

Sie gestattet uns nur, dass wir hier herumlaufen.

Wir machen den Fehler, etwas aufzunehmen, die Weiterentwicklung der Wissenschaft kaum beachten und immer daran festhalten, was vor tausenden Jahren angeblich geschah und wir dieses im Hirn festzurren, da es sehr oft wiederholt wurde anfangs der Entwicklung zum denkenden Menschen. Beginnen wir einfach mal mit einer Zusammenfassung, die ich irgendwo gelesen habe.

EINE SELTSAME GESCHICHTE

Bitte, es ist nur eine seltsame Geschichte, die zum nachdenken anregen soll und keine Interpretation, eben… nur eine seltsame Geschichte unter dem Aspekt, wie wir es öfter im Leben tun sollten. Nicht verurteilen, sondern beurteilen. Ein wichtiger Satz. Nun gut, meiner Meinung nach. Die Geschichte also:

Ein Kind wird geboren. Es stehen seltsame Männer herum. Auf die Frage, wie das Kind wohl heißen soll, sagte die Frau JESUS ist sein Name. Die Anwesenden waren sich einig:

„Ein König ist geboren. Ein Abgesandter Gottes“-

Jesus geht später auf Wanderschaft. Er hat der Welt etwas mitzuteilen. Nebenbei bemerkt, sind es ja gerade diejenigen Menschen, die sehr gefährlich für die jeweiligen Herrscher und auch Politiker seit Menschen auf der Welt sind, die nur betonen, dass sie der Welt, also den Menschen etwas mitzuteilen haben. Warum eigentlich? Sie wollen eigentlich nichts. Weder Gold noch oder Werte. Nur den Menschen etwas sagen, auch aufrütteln. Wir kennen sie alle aus der Geschichte der Menschheit. Die Geschichten mit ihm und „drumherum“ haben andere Menschen gemacht. Es gibt nichts schriftliches von ihm. Historische Genauigkeiten sind unwichtig. Verschweigen ist ein wichtiges Argument im Glauben. Wie wir wissen, nicht nur im Glauben. Die Politik wird oftmals beherrscht davon. Der Glaube zählt. Kann dies gut für die Menschheit sein? Wir erleben in schrecklicher Weise seit Jahrhunderten, was der Glaube zwischen uns anrichtet.

Er trifft auf den Fischer Petrus. Lässt sich von ihm auf dem See ans andere Ufer übersetzen. Er wundert sich, dass er keinen Fisch sieht. Was nun? Er berührt das Wasser und Petrus konnte viele Fische fangen. Petrus war sehr erstaunt, Jesus sagte zu ihm:

„Komm mit mir! Wir verändern die Welt!“

Gesagt, getan. Viele schlossen sich ihm an. Die Notlagen der Menschen ist der Erfolg für Jesus gewesen. Die gesprochenen Worte hörten sich gut an. Berührungen von ihm und Lahme konnten wieder gehen, Blinde wieder sehen. Toll. Wichtig war aber, dass Jesus ihnen sagte, dass Sünden vergeben werden und erst dann geheilt werden können. Einige sagten, das es Blasphemie ist. Nur Gott kann vergeben. Aber was stört es, seine Worte gingen vielen nahe und fanden Anklang. Aber kann Jesus auch vergeben? Egal, der Glaube ist stärker und nicht so anstrengend wie Denken. War es aber eine gute Idee, sich sozusagen über Gott zu stellen? Sagen wir mal provozierend, was blieb Pontius Pilatus übrig, ihn zu kreuzigen, wenn Jesus durchs Land zieht und sich „über Gott“ stellt? Wir wollen ja nichts in Abrede stellen. Jesus war auch „pfiffig“. Als eine Frau wegen Sünde gesteinigt werden sollte, stellte er sich vor ihr, hob einen Stein auf und wollte den Stein einem der Anwesenden geben, der von sich behauptete, noch nie gesündigt zu haben. Es fand sich keiner. Nebenbei bemerkt, wenn wir wieder zu Nietzsche abschwenken, dass er nicht recht hat, dass Gott tot ist, weil wir ihn verlassen haben? Das nur nebenbei.

War Jesus nicht für andere ein gefährlicher Mann und Prophet?

Wir mögen nette Geschichten. Wir sind freudig ergriffen, als Jesus eine Gruppe Hungernder mit nur zwei Fischen und zwei Broten trifft. Er nahm den Korb, hielt ihn hoch, sprach ein Gebet zum Himmel und… schon waren Fische für alle da. Es sind wunderbare Geschichten. Sehr, sehr oft gelesen oder von Kirchenleuten vorgetragen, dann werden sie sogar „wahr“. Entschuldigung, ich muss gerade daran denken, dass, wenn die Welt Lebensmittel in hungernde Länder bringt, hört man sehr oft, dass die Hungernden für die Hilfe vorrangig ihrem Gott danken, dass er sie erhört hat. Doch, dem Mann im Blauhelm, der ihnen das Brot reicht, wird auch Danke gesagt, aber vorrangig ihrem Gott. Es kann wohl nicht so sehr verurteilbar sein. Bezeichnend aber, wie sehr die Geschichten des Glaubens verankert sind und dass sehr oft, und ich erlaube mir als Agnostiker, entgegen der Vernunft und der Realität der Hilfe dies zu nennen. Die Welt sammelt Geld, kauft Lebensmittel oder man baut einen Brunnen und es wird primär Gott gedankt.

Jesus stellte für sich selbst wohl fest und Petrus stand ihm bei, dass er der Sohn Gottes ist und betonte sehr eindringlich immer wieder:

„Glaubt an mich und ihr werdet die Herrlichkeit Gottes erfahren“

Kann jemand ein Reich Gottes definieren? Damals eventuell, da es erst bald 2000 Jahre später die erste Milliarde Menschen gab. Heute sind wir bald acht Milliarden Menschen. Damals mit „ein Paar“ Einwohnern könnte man es eventuell definieren.

Immer wieder dieses… was wäre wenn?.

Ich finde es schade, das die Christen von den alten Griechen wohl nicht vieles übernommen haben mit ihren Gesprächen am Brunnen und somit die Demokratie „erfunden“ hatten.

Es wird genannt:

„Du musst meine Worte annehmen“

Ist das nicht Egomanie und stellt eine gewisse Verlogenheit des ICHs dar? So einfach ist es doch oft. Sozusagen befehlsmäßig etwas annehmen erspart die Mühe des eigenen Denkens. Gehen deswegen Leute Sonntags in die Kirche, damit sie dieses verinnerlichen und ihre Nachbarn sie sehen, damit nicht über ihre Familie „gequatscht“ wird über eine gewisse Abtrünnigkeit? Nicht anwesend sein am Sonntag in der Kirche wird schon seltsam gedeutet.

Durch Jesus gab es auch gewisse Aufruhen. War er etwa der Begründer von Bürgerkriegen? Jerusalem war seinerzeit eine Judenburg und wurde von den Römern beherrscht und unterdrückt. Als die Juden fragten, warum sie als einzige Ethnie Steuern bezahlen mussten, entgegnete ihnen Jesus und sagte:

„Wenn das Abbild von Cäsar auf der Goldmünze eingeprägt ist, dann soll er bekommen, was ihm zusteht.“

Es gab Aufruhen. Auch die Juden waren „komisch“ und seltsam. Sie sahen sich sehr bewusst als auserwähltes Volk. Geldgeschäfte wurden ihnen niemals untersagt. Ebenfalls wurde genannt, dass Gott das bekommen soll, was ihm zusteht. Nicht so einfach. War dies Anlass für weitere Aufruhen? Jesus wusste wohl, dass er verraten wird und vor Gericht gestellt wird, wohl auch sterben musste. Interessant ist, das 20 Jahre aus dem Leben Jesus „verschwunden“ waren. Ob Nachweise in den Archiven versteckt gehalten werden? Kann der Papst dies beantworten?

Nach seiner Verhaftung antwortete er auf die Frage der Stadtväter und dem Statthalter Roms Pontius Pilatus:

„Bist du der Messias? König der Juden? Der Sohn Gottes?“mit...Du sagst es! Ja!“

War das überheblich, gar arrogant nach unserem heutigen Verständnis? Würde man heute nicht in der Psychiatrie landen? Es sind doch nur Gedanken liebe 1,5 Milliarden Christen. Seid nicht böse. Also hatte doch die Behauptung Jesus, dass er auch der König der Juden war eine politische Dimension. War es also ein politischer Prozess mit Jesus? Den Juden waren die Verhängungen von Todesstrafen nicht gestattet. Deshalb übergaben sie den Prozess mit der Verkündung an Pilatus, dem römischen Statthalter. Judas hatte ihn verraten. Am gleichen Tag, als Jesus als Vorstrafe 40 Peitschenhiebe erhielt, erhängte sich Judas. Es war schwierig damals. Man wollte ihn sogar verschonen und den Schwerverbrecher Barnabas statt seiner töten. Nein, schrie das Volk und forderte den Tod Jesus. Heutzutage sprechen wir von den armen Zivilisten, die im Kriege sterben. Was ist ein Zivilist überhaupt? Nur einer, der keine Waffe trägt und somit kaum eine Meinung hat? Damals jedoch schrien fast alle Zivilisten, also das Volk:

„Ja, kreuzigt ihn, den Jesus!“.

Sind Zivilisten nicht manchmal schlimmer als Tyrannen? War das eben frech? Wir kennen es doch beim schrecklichen Ruf der deutschen Geschichte

„Wollt ihr den totalen Krieg?“

Die meisten schrien Ja und applaudierten voller Inbrunst. Jesus Mutter Maria war dabei, als er am Kreuz hing. Am Kreuz hängend sagte Jesus die eindringlichen Worte:

„Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“.

Auf die heutige Zeit bezogen, kann man sich da nicht fragen, warum wir uns immer noch als neue Generation für den II. Weltkrieg entschuldigen müssen und es mehr Denkmäler als Entschuldigung gibt als Aufzählung der Taten oder Denkmäler des Guten, dass wir die richtigen Lehren daraus gezogen haben? Es kostet doch sehr viel Kraft, sich immer wieder daran zu erinnern. Wieviele Generationen denn noch? Vergessen niemals! Hier muss man doch dem Jesus recht geben, wenn die Generation des Krieges nicht… wussten, was sie tun. Am Kreuz sagte Jesus noch traurig:

„Gott mein Vater, warum hast du mich verlassen?“

Nun gut, man sagt ja auch, er ist für uns gestorben. Wenn jemand für mich gestorben ist, macht es mich jedenfalls sehr traurig. Wollen wir denn immer traurig sein? Legen wir nicht vieles so zurecht, wie es uns passt? ER da oben antwortet ja nicht. Aber ist es nicht Blasphemie (Gotteslästerung), wenn wir sagen, dass es gut ist, für den Glauben zu sterben? Wir kennen es doch in großer Vielzahl im Heute mit den Selbstmord-Attentätern.

War es etwa Zufall, dass die heiligen Gebäude in Jerusalem zusammenstürzten, als Jesus am Kreuz starb? Eine Geschichte oder ein Zusammenhang? Ja, wieder Wissenschaft und Glaube. Ich denke, das es pfiffig ist von der Kirche, hier einen Zusammenhang zu erkennen. Ein Zufall ist doch immer ein Schnittpunkt zweier Gesetzmäßigkeiten. Ich denke aber, der Glaube setzt sich mehr durch, als zu „erforschen“, ob es gerade ein Erdbeben gab und eventuell wissenschaftlich erklärbar ist.

Vierzig bis sechzig Jahre nach der Kreuzigung wurden von den vier Gelehrten viel Dinge aufgeschrieben. Alles, was so an seltsamen Dingen geschehen ist, wurde Jesus zugesprochen. Wir kennen es doch noch im Heute, dass „komische“ Dinge auf der Welt geschehen. Viele guten Dinge wurden im Testament übernommen, Jesus zugeschrieben, um diese Macht zu festigen, die die Kirche nunmal hat und unbedingt beibehalten möchte. Genau das ist ihre Stärke. Nochmals… Glaube strengt nicht so an, wie das Nachdenken in wissenschaftlichen Nuancen. Leider wird oftmals die Vernunft ins Abseits gedrängt.

Petrus z.B. war nicht anwesend, als Jesus starb. Eigentlich sehr schade. Ob er um Verzeihung bitten würde? Götter haben doch angeblich kein Blut. Man hat jedoch bei der Kreuzigung Blut und Wasser bei Jesus austreten gesehen. Was nun? War er etwa Gott und Mensch zugleich? Jedenfalls, als weitere Geschichte hierzu erklärt wurden, stärkte es enorm den Glauben. Pontius Pilatus jedenfalls erlaubte, das Jesus vom Kreuz abgenommen wird und nach der Kreuzigung die Salbung Waschung vorgenommen werden konnte. Die Frauen wuschen ihn also, legten ihn in eine Gruft und… am nächsten Tag war er verschwunden. Oh je, was nun? Es entstand also der Glaube von Tod und Auferstehung. Eine wichtige Sache, die in der Bibel steht und alle glauben es, vielleicht sogar ohne nachzudenken oder etwas anzuzweifeln. Man verdiente sogar sehr viel Geld damit, bis Martin Luther kam. Der Vatikan wurde immer reicher. Gib mir einen Taler für deine Sünden, es wird dir vergeben und du wirst auferstehen. Es wurde in die Welt hinausgetragen. Also ist der Tod, der ja unumgänglich ist, ein gutes Licht, da man ja wieder aufersteht. In der Zeit damals wurden ebenfalls alle Jünger getötet, außer Petrus. Versteh ich vieles eventuell falsch? Geschichtlich ist es jedenfalls unumstößlich, dass es ohne Kreuzigung und Wiederauferstehung wohl kaum das Christentum gegeben hätte. Bitte, es ist nur eine, wie es der Titel sagt… eine seltsame Geschichte. Falsch, richtig? Egal, es sind nur Gedanken und die sollten wohl erlaubt sein. Wissen sie, was der französische Schriftsteller Leon Bloy (1846-1917) zur Auferstehung gesagt hat?

„Die einzige Entschuldigung für dieses Leben ist die Auferstehung“

Recht hat er. Viele sagen doch, ich möchte nochmal geboren werden als Schwalbe, Löwe, Maus oder was auch immer.

Eins steht doch fest. Geschichten, ob wahr oder überliefert, begeistern uns. Das hat nichts mit Intelligenz oder Wissenschaft zu tun. Niemals, nein niemals sollten sie zum Dogma werden und Feindschaft mit dem Schwert oder Bomben, wenn es jemand anzweifelt. Lasst es doch, solange keine Feindschaft entsteht. Was wissen wir denn? Hat schon jemand den Weihnachtsmann, einen Engel, eine Elfe, den Teufel oder gar Gott gesehen? ER ist ihm erschienen und hat Befehle erteilt. Das ist gefährlich. Wir sind nunmal verschieden und glauben dies oder jenes. Er hat, so sagt man, 29 Wunder vollbracht. Man muss ihn bewundern. Über Wasser gehen, heilen und was auch immer. Er ist noch immer ein Held. Das meine ich nicht sarkastisch. Viele, unabhängig vom Bildungsgrad glauben auch noch heute diese Geschichten. Sie lesen sich ja auch wunderbar. Diskussionen sind wohl überflüssig. Jedoch die, die dieses in Zweifel ziehen, zu verurteilen ist tragisch und brachte viele Tote. So darf der Glaube nie ausarten und gilt für alle Glaubensrichtungen. Es muss doch gelten, was angeblich auch Jesus gesagt hat:

„Wenn dich jemand zwingt, einen Kilometer mit ihm zu gehen, dann gehe zwei Kilometer mit ihm“

Doch, dies hat guten Inhalt. Ich lasse es so stehen.

Vorrang sollte jedoch immer haben, was uns verbindet als primär anzusehen als das, was uns trennt. Dann wären wir weiter. Eins steht wohl fest. Die Kirche hat kein Interesse an wissenschaftlichen Erklärungen oder Feststellungen. Nun gut, das war eben diese „seltsame Geschichte“.

Kann es wirklich gut sein, dass wir in den Medien immer wieder angesprochen werden vom Elend auf dieser Welt? Ich verstehe z.B. nicht, das zum Foto des Jahres und mit Auszeichnungen überhäuft wird, wie ein kleines nacktes Mädchen durch Napalm brennt und um sein Leben läuft oder ein Foto ausgezeichnet wird, wie ein kleines Mädchen im Müll eines verseuchten Flusses Pfand-Flaschen sammelt. Diese Dinge sind schlimm. Wir müssen aufstehen und als Gemeinschaft reagieren. Jedoch als Foto des Jahres? Lasst uns doch mit guten Taten, auch Fotos aufrütteln zum Guten. Mich ziehen solche Fotos runter.

Wir haben doch eigentlich die Aufgabe, ein guter Mensch zu sein und sollten unser ICH wertschätzen. Das erwarten wir auch von anderen Menschen. Zunächst sollten wir uns Mühe geben, unser ICH ins Hirn vernünftig integrieren. Die ICH-Integration. Ein tolles Wort, es gefällt mir. Die Schwierigkeit, sich selbst ins Ich zu integrieren, scheitert oft an dem UNS und dem WIR. Das sollten wir beachten, damit das ICH nicht überwiegt. Nur in der Gemeinschaft kann auch ein ICH zu etwas Wertvollem entstehen. Das ICH und das WIR ist eine bestehende Konstante. Immer wieder aufregend und es bleibt spannend. Hier hilft Bildung und ganz wichtig, die Philosophie. Es ist doch oft so und betrifft jeden Menschen, bei etwas Gelesenem, Gehörtem oder vorrangig Erlebtem, dass wir uns Fragen stellen, die uns bewegen und wir im Moment keine Antwort haben. Genau dieses bedeutet auch Kampf. Ein Kampf ums ICH und ums WIR als Gemeinschaft. Bertolt Brecht (1898-1956) nannte uns wichtig hierzu:

„Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!“

Hierbei dürfen wir das Wort Kampf nicht so extrem sehen. Kampf bedeutet, und so interpretiere ich es, auch eine Meinung besitzen zu diversen Dingen und zu handeln. In allen Dingen können und müssen wir dem deutschen Industriellen Werner von Siemens (1816-1892) zustimmen und es wahrlich beachten:

„Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu rennen, sondern mit den Augen die Tür zu finden.“

Ein wahrer Satz, den wir öfter ungestüm kaum beachten. Wir sollten uns Selbstkontrolle angewöhnen bzw. für uns selbst ausbauen. Es gibt ebenso diesen Spruch von Hans Clarin, den wir auch nicht verurteilen sollten für die heutige Zeit:

„Es gibt Menschen, die gucken sogar durchs Schlüsselloch, auch wenn die Tür auf ist.“

Es ist in dem Sinne keine Verurteilung der Neugier oder gar dieses mit den Geheimdiensten in Verbindung setzen. Ich denke, wenn wir durchs Schlüsselloch sehen, erkennen wir eventuell mehr. Dies meine ich mit diesem Buch. Wir denken oft in Klischees. Der Cowboy immer der Böse, der Indianer immer der Gute. Bei einem Drachen denken wir nicht weiter nach, wissen nur, dass er getötet werden sollte. Amerikas Prärie bedeutet für uns Pferde. Gäbe es ohne die Spanier überhaupt Pferde in Amerika? Nein, die Spanier brachten sie dorthin. Gäbe es ohne die Kolonialisierung afrikanischer Länder Straßen, Lokomotiven, Handelsmärkte oder Regularien der Staatsführung? Bitte nicht falsch verstehen. Selbstverständlich verurteile ich die Kolonialisierung und Sklaverei. Andeuten möchte ich nur, dass aus vielen verurteilungswürdigen Machenschaften im Nachhinein etwas hinterlassen wird, was hilft und nützlich ist. Aus vielem Negativen sind manchmal 10% oder gar mehr nachdenkenswert und sollte vom wahrlich Negativen abgespalten werden. Viele Dinge, die wir durch Geschehenes ohne Überlegung sofort ablehnen. Nicht alles als Paket mit Namen Negativ in die Ecke schmeißen, sondern wie hier öfter zu nennen ist, auch aus dem Bösen lernen. Wir dürfen niemals etwas, was wir nach vielem Neuen, sei es eine Revolution oder ein Umsturz, hinter uns lassen, vollends vernichten. Wir sollten uns damit beschäftigen. Wir kennen es doch auch leidvoll aus der Geschichte. Nur ein Beispiel hierzu. Ptolemeus I. gründete 288 v.Chr. die alte Bibliothek in Alexandria. Ein Treffpunkt der Weisen und Gelehrten Ägyptens. Archimedes lehrte hier, Aristarchus erklärte hier, dass sich die Erde um die Sonne dreht, Callimachus offerierte hier ein Sortierungssystem, also ein System der Ordnung bzw. einen Katalog, um Schriftrollen nach Themen und Autor zu finden. Diese Bibliothek beherbergte im Laufe der damaligen Zeit 700.000 Rollen des Wissens. Große Teile wurden durch einen Brand im Jahre 48 zerstört. Sie verlor in dem Sinne ihren „guten Ruf“. 600 Jahre später griff die religiöse Gewalt in Alexandria um sich. Man sagte in sehr einfacher Form:

„Wenn die Schriften der alten Griechen dasselbe sagen wie die Schriften des Korans, dann sind sie überflüssig und brauchen nicht erhalten werden. Wenn sie jedoch das Gegenteil nennen, dann sind sie schädlich und müssen vernichtet werden.“

Mit dieser seltsamen Logik war es besiegelt und sämtliche Schriftrollen wurden vernichtet. Man benutzte diese wichtigen Schriften zur Beheizung der Bäder der Stadt.

Leider haben sie damals noch nicht gewusst, was uns der deutsche Aphoristiker Helmut Glaßl (geb.1950) nennt:

„Der Reichtum der Menschen liegt nicht in den Tresoren der Banken, sondern in den Regalen der Bibliotheken“

Recht hat er! Können wir diesen Verlust der Bibliothek Alexandrias jemals ersetzen? Wir wissen doch, welches Wissen die alten Griechen besaßen. Das wahrlich Schlimme ist jedoch diese Erkenntnis, wenn sich, wie in diesem Fall, keiner kümmert um das „Verschwundene“. Dann braucht es nur eine Generation Mensch, um es vollends zu vergessen. Gerade heute könnten wir auf vieles zurückgreifen. Stimmt ihr mir zu? Hierbei sollten wir besonders die Kirche ansprechen. Ich meine ernsthaft ansprechen! Viele Dinge in der Kirche überdenken und die Fähigkeit, Kritik annehmen forcieren. Nicht nur von außen, sondern im Vatikan selbst. Ich weis, dass es sich frech anhört, wenn wir das Alter der Päpste beachten. Wie soll die Kirche „sich überdenken“, wenn der Vertreter Gottes über 70 Jahre alt ist. Da ändert sich kein Mensch und es besteht ja das Gesetz der Unfehlbarkeit der Vertreter Gottes. Genau hier muss das Überdenken beginnen im Sinne der Vernunft. Ich werfe hier mal eine Erkenntnis in den „Raum“, die jeder versteht und sagt, dass es so sei. Was sagt die Kirche eigentlich hierzu?

„Wenn ich mit Gott spreche, nennt man es beten. Spricht ER jedoch mit mir, nennt man es Psychose.“

Ich lasse es mal so stehen. Ob es deshalb diesen Riesenmachtapparat mit Bischöfen, Kardinälen usw. gibt? Leider sprechen auch die kaum mit den Gläubigen, sondern „erläutern“ etwas von der Kanzel, damit man sich gottverbunden fühlt. Damit beginnt das Streitbare in der Welt, da diese Leute auf der Kanzel fast immer nur „ihren Gott“ meinen, andere Glaubensrichtungen negieren um das Himmelreich auf Erden zu errichten nach… nur ihren Präambeln. Warnend nannte uns der britische Philosoph österreichischer Herkunft Sir Karl Raimund Popper (1902-1994):

„Der Versuch, den Himmel auf Erden einzurichten, erzeugt stets die Hölle. Dieser Versuch führt zu Intoleranz, zu religiösen Kriegen und zur Rettung der Seelen durch die Inquisition.“

Es ist doch oftmals so, dass wir als Mensch sehr viel Energie im Hirn aufwenden, um unseren Glauben in die Welt hinauszutragen. Kaum trifft man auf Menschen, die nicht bzw. an einen anderen Gott glauben, gibt es Konflikte, die, wie wir aus der Geschichte kennen, mit Zwang und auch Folter dorthin „bewegt“ werden, wo man sie haben will. Die Hölle und den Teufel wurde doch nur „erfunden“, um einen Gegenpol zu Gott zu besitzen und als Stärkung, wie gut der Glaube ist. Wir beschäftigen und werden weitgehendst mehr auf Mängel und Teufelsdinge hingewiesen in einer Missachtung unseres ICHs und was wir wirklich hier wollen auf der Erde. Was wäre das Leben ohne Feindbild? Diesen Satz lass ich mal so stehen. Dieses voneinander lernen haben wir Jahrtausende von Jahren versäumt. Genau dieses muss man der Kirche vorwerfen. Echnaton hat den Monotheismus in die Welt getragen, jeder schaut „nach oben“, sieht nur seinen Gott. Nun gut, wäre eventuell „nicht so schlimm“, jedoch die selbsternannten Vertreter haben Schlimmes in die Welt gebracht und wir geben bzw. haben uns damit abgefunden. Das ICH tritt in den Hintergrund und das Dienen bekommt einen sehr negativen Geschmack. Wir treten vor Gott und seinen Vertretern als Mensch in den Hintergrund und schaden uns noch immer. Alle Nationen sind Erinnerungsgesellschaften. Es wird weiter getragen und die Vernunft gerät in den Hintergrund. Der „Kampf“ Wissenschaft gegen Glaubensdinge gerät ins Wanken. Leider. Was nannte uns der chinesische Philosoph Konfuzius (551-479 v.Chr.)?

„Dummheit ist nicht, wenig zu wissen. Dummheit ist, zu glauben, genug zu wissen.“

Es ist eine Verankerung des Glaubens ins Hirn und das Nichtzulassen von veränderbaren Dingen entsprechend der immer noch fortschreitenden Evolution mit immer neuen Erkenntnissen. Eins sollten wir verinnerlichen. Ludwig van Beethoven schrieb 1802, im Entstehungsjahr seiner „Sturm-Sonate“, einen Wutbrief an seinen

Freund und Förderer Fürst Lichnowski:

„Fürst. Was Sie sind, sind Sie durch Zufall und Geburt. Was ich bin, bin ich durch mich!“

Ist es nicht oft so, dass wir „neidisch“ sind auf Leute, die durch Geburt und Elternhaus ein, nennen wir es besseres Leben haben? Den Anspruch an uns selbst will Beethoven, eigentlich damals im Zorn ausdrücken. Wenn es nicht „so gegeben ist durch Geburt“, müssen wir selbst Leistungen bringen, um ein doch gutes Leben zu haben. Ein Spruch zum Nachdenken also.

Ebenso sprechen wir oft vom Brücken bauen. Ein gutes Wort für das Miteinander von Menschen. Wir Deutschen sind gute Brückenbauer. Wir haben uns ja auch für schlimme Dinge zu entschuldigen und uns geht es gut. Wir wollen immer noch beweisen, dass wir uns geändert haben. Was bedeutet es eigentlich inhaltlich? Ich baue eine Brücke, um ans andere Ufer zu kommen oder von der anderen Seite Besuch zu empfangen. Nicht nur Besuch empfangen, sondern aufeinander zugehen wäre ein Ziel. Wir bauen Brücken zu Minderheiten. Eigentlich ein seltsames Wort. Wir sind alle Menschen und gehören irgendwie durch Evolution vorgegeben durch Geburt zu einer Gruppe. Menschen anderer Länder kommen zu uns. Ob aus wirtschaftlichen Gründen, aus