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Wie schaffe ich es, mein Kind von seinen Symptomen und seinem auffälligen Verhalten zu befreien und ihm den Therapiemarathon zu ersparen? Schon so lange kämpfst du als Mutter oder Vater und tust alles, um dein Kind zu unterstützen. Doch die Erfolge sind gering oder bleiben aus. Vielleicht habt ihr schon eine Diagnose. So sehr sehnst du dich nach einem harmonischen Familienleben. Von allen Seiten bekommst du das Gefühl, dein Kind sei ein Problemkind. Das ist nicht wahr! Ich habe eine gute Nachricht für dich: Du musst dich nicht länger mit der Situation abfinden. Es gibt einen Weg, der dein Kind, dich, deine Partnerschaft und deine ganze Familie befreit. Der erste Schritt dahin ist, dein Kind von seinem aufgedrückten Stempel zu befreien. Dieses Buch ist für Eltern, die erschöpft sind, sich ohnmächtig und hilflos fühlen und deren Kinder beispielsweise folgende Symptome zeigen: Wutanfälle, AD(H)S, Ängste, Schlafstörungen, niedriges Selbstbewusstsein, Trauer, Bettnässen und Lernschwierigkeiten wie LRS, Dyskalkulie, Konzentrationsschwäche, Schulverweigerung, Mobbing und Essstörungen. Alexandra Zengerling ist erfahrene Expertin für Familien mit diesen Symptomen und leitet dich in diesem Buch an, wie du dein Kind nachhaltig davon befreien kannst. Seit über 5 Jahren therapiert sie nicht mehr die Kinder, sondern coacht deren Eltern, die in ihrer Begleitung eine Erfolgsrate von >90% SymptomFREIheit erreichen. Ihre Methode fängt dort an, wo herkömmliche Therapien aufhören: Ihr Weg führt HINTER die Symptome zu den Ursachen. Nur dort im Kern geschieht Veränderung. -Lerne, die Symptome zu entschlüsseln und zu verstehen. -Beobachte, wie Symptome wieder verschwinden, weil sie nicht mehr gebraucht werden, da ihre Botschaft verstanden wurde. -Kehre in ein harmonisches Familienleben zurück und erlebe dein Kind glücklich und gesund. Ein neues Standardwerk für jede Familie, die sich nicht nur wunderschöne Beziehungen in ihrer Familie und einen leichteren Alltag wünscht, sondern jetzt auch erschaffen möchte. Kein Kind und kein Elternteil muss sich mehr falsch fühlen!
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Seitenzahl: 353
Veröffentlichungsjahr: 2024
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Alexandra Zengerling
Dein Kind ist KEIN Problemkind
Buchmentoring &
Autorenbegleitung:
Fitore Brahimi, Wien
Covergestaltung:
Werkstatt Weiss, München
Lektorat:
Oliver Witt
Autorinnenfoto:
© Maria Schinz BrandingFotografie München
Innenteil, Layout/Satz:
KleiDesign, Bielefeld
Druck & Verarbeitung:
CPI Books GmbH, Leck
© Verlag J.Kamphausen in Kamphausen Media GmbH, Bielefeld 2024
[email protected] | www.kamphausen.media
ISBN Printausgabe: 978-3-95883-648-8
ISBN E-Book: 978-3-95883-649-5
1. Auflage 2024
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.de abrufbar.
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Alexandra Zengerling
Was Eltern tun können bei ADHS, Wutanfällen, Lernschwierigkeiten & Co.
Haftungsausschluss:
Die in diesem Buch vorgestellten Übungen wurden von der Autorin und dem Verlag sorgfältig geprüft und haben sich in der Praxis an tausenden Menschen bewährt. Dennoch kann keine Garantie für das Ergebnis übernommen werden. Der Verlag und die Autorin schließen jegliche Haftung für Gesundheits- und Personenschäden aus. Das Buch ersetzt keine ärztliche Abklärung.
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Alle Namen im Buch wurden geändert.
Vorwort
Kapitel 1:Die Botschaft deines Kindes oder: Was dein Kind dir mit seinem Verhalten sagen möchte
Du fängst bei dir an
Wenn der Stempel erst einmal auf deinem Kind drauf ist
Warum Therapien in den meisten Fällen nicht den gewünschten Erfolg bringen
Ratschläge bringen dich nicht ans Ziel
Fragebogen: Deine ersten (Selbst-)Erkenntnisse
Was dein Selbstbewusstsein mit deinem Kind zu tun hat
Was passiert, wenn du Ja sagst zum Außen, obwohl du eigentlich Nein meinst
Es ist an der Zeit zu verlernen
Kapitel 2:Theoretische Grundlagen als Fundament für die SymptomFREIheit
Die Gesetze des Lebens
Das Gesetz der Geistigkeit
Das Gesetz der Analogie
Das Gesetz der Schwingung
Das Gesetz der Polarität
Das Gesetz des Rhythmus
Das Gesetz von Ursache und Wirkung
Das Gesetz des Geschlechts
Das Gesetz der Anziehung (Resonanzgesetz)
Kapitel 3:Die Lebensgesetze praktisch und bewusst angewendet – und zwar so, dass sie uns dienen
Wir sind Schöpferinnen und erschaffen unsere Realität von nun an von innen nach außen
So viele Menschen reden von Manifestation. Doch wie funktioniert das konkret für dich?
Der Universumskellner
Warum „hoffen“ und „wünschen“ nicht funktioniert
Das Ego
Kapitel 4:Die Botschaft der Symptome richtig verstehen
Brief eines auffälligen Kindes an seine Mama
Es ist Zeit, dass wir lernen, die Ursachen zu erkennen, damit die Symptome nicht länger gebraucht werden
Die Kette der Symptomentstehung
Wann Symptome durch unseren Körper oder stellvertretend durch den unseres Kindes sichtbar werden
Dein Vorausgehen durchbricht transgenerationale Traumata
Praxisfälle
Du bist der Sauerstoff in deiner Familie!
Kapitel 5:Dein Kind als Spiegel
Kinder spiegeln uns eins zu eins
Kinder spiegeln das Gegenteil
Wenn Kinder regelmäßig nicht auf das „Nein!“ ihrer Eltern hören
Bettnässen bei Kindern und Jugendlichen
Ständiges Schimpfen und Meckern mit unseren Kindern
Magersucht beim Kind
Das Kind ist dauererkältet im Winter und kann nur selten in den Kindergarten
Immer diese Geschwisterstreitigkeiten
Hausaufgabenstress mit deinem Kind
AD(H)S
Lese-Rechtschreib-Schwäche
Dein Kind klagt über Magenschmerzen und hat Verdauungsprobleme
Schulverweigerung und/oder Mobbing
Nägelkauen
Erschöpfung, Burn-out und Depression bei Erwachsenen
Migräne
Schlafschwierigkeiten
Emotionale Störungen bei Kindern
Neurodermitis
Hochsensibilität
Kapitel 6:So kommst du in die Umsetzung
1.Klebezettel
2.Ho’oponopono
3.„Friede beginnt bei mir!“
4.Dankbarkeitsritual
5.Deine morgendliche Ausrichtung
6.Bedürfnisgerechte Elternschaft fängt bei dir an
7.Deine Bullshit-Liste
8.Deine Fülle-Liste
9.Dein inneres „Verkaufsschild“
10.DU stehst an erster Stelle!
11.Setze dir große Ziele!
12.Dein Selbstbild
Kapitel 7:Der richtige Umgang mit Emotionen
Wie kommst du von deinen unbewussten Emotionen in dein Bewusstsein?
Wütend sein versus sich wütend fühlen
Das Wutfass
Kommunikation statt Unterstellung
Kapitel 8:Warum Partnerschaft ein wichtiges Thema für die SymptomFREIheit deines Kindes ist
Eine Beziehungen heilen beginnt immer zuerst bei der Beziehung zu dir selbst
Auch unser Partner ist unser Spiegel
Geteiltes Leid ist doppeltes Leid
Um berührt zu werden, musst du dein Herz öffnen
Willst du recht haben oder glücklich sein?
Jede Beziehung hat Geschenke für dich: Finde sie!
Erwartungen sind destruktiv in einer Beziehung
Kapitel 9:Wenn’s mit der Umsetzung mal nicht so gut klappt und was du dann tun kannst
Warum Lesen allein nichts hilft und du in die Umsetzung kommen darfst
Auf deinem Weg kommen manchmal Terrorbarrieren — gehe darüber!
Selbstzweifel als einen der größten Verhinderer überwinden
Verlustangst besiegen
Wie du wieder in deine Lebensenergie kommst
Oben Glitzer drüber streuen hilft nicht, wenn wir dem Schatten nicht ins Gesicht schauen
Konfrontation statt Ablenkung
Du bist aufgefordert, tiefer hinzuschauen, als du das bisher gemacht hast
Gib dir selbst die Erlaubnis, auf die du so lange gewartet hast
Kapitel 10:Lerntherapeutische Förderung für Kinder mit LRS und Konzentrationsschwäche
Don’ts
Schwierigkeiten im Umgang mit Lernschwächen beim Kind
Was brauchen Eltern in diesen Situationen?
Unterschied Legasthenie versus LRS
Ursachen für LRS
Förderung
Vorläuferfähigkeiten für das Lesen, Schreiben, Rechnen und für die Konzentrationsförderung
Worterarbeitung mit allen Sinnen
Zum Schluss …
Anhang
1.AD(H)S aus schulmedizinischer Sicht Definition, Symptome, Diagnose Inhalte einer ADHS-Testung
2.Meine Beobachtung und Erfahrung mit mittlerweile einigen Hundert Kindern mit AD(H)S-Diagnose
Zeit, um Danke zu sagen
Literaturverzeichnis
Über die Autorin
SymptomFREI Kunden-Stimmen
Es war das Jahr 2013. Ich schaute in den Spiegel und erblickte eine Frau, die perfekt sein wollte. Meinem Umfeld wollte ich es stets recht machen. Ich sehnte mich so sehr nach Liebe und Anerkennung vom Außen, wusste nicht, wie ich mir selbst Liebe und Anerkennung geben konnte. Schon in meiner Kindheit hatte ich gelernt, gute Leistungen abzuliefern, und hatte den Wunschberuf meines Vaters absolviert, um gesehen zu werden. Ich kooperierte, damit es keinen Streit gab. Meine Ehe war durchschnittlich und ich war eine Mama, deren kleiner zweijähriger Sohn unter sozialen Ängsten im Kindergarten litt. Erzieherinnen sprachen mich darauf an, ihn auf Autismus abklären zu lassen. Der erste Stempel klebte bereits auf seiner Stirn.
Stehend vor diesem Spiegel erinnerte ich mich an das kleine Mädchen, das ich einmal war. Ich wollte heiraten und den Rest meines Lebens überglücklich mit meinem Prinzen verbringen. Schon als kleines Mädchen träumte ich davon, einmal Mama zu sein. Sah mich als erwachsene Frau lachend und verspielt mit meinen Kindern auf einer saftig grünen Wiese herumalbern. Frei, grenzenlos. Ich wusste damals schon, dass das meine Wahrheit ist. Ich wollte die Welt verändern und zu einem besseren Ort machen. Wollte Liebe in die Herzen der Menschen bringen und die eisernen Ketten und Mauern um die Menschen herum zum Einsturz bringen.
Doch dafür durfte ich bei mir selbst beginnen. Ich durfte mir selbst begegnen in meiner Tiefe.
Ich fing damit an, meinen Traumberuf zu erlernen und meine eigenen Fußstapfen zu hinterlassen, anstatt einfach nur in die anderer Menschen hineinzutreten. So kam es, dass ich Heilpraktikerin wurde und mich darauf spezialisierte, Familien mit „verhaltensauffälligen“ Kindern zu unterstützen und auf ihrem Weg zu begleiten. Schnell wusste ich, dass mehr möglich sein muss, als sich schon im Kindesalter mit seinen Symptomen abfinden zu müssen oder mehrmals pro Woche im Therapiemarathon gefangen zu sein. Ich habe nahezu alle Therapieverfahren gelernt, die angeboten wurden. Zahlreiche Aus- und Fortbildungen ermöglichten es meinen Patienten und mir, regelmäßige Fortschritte zu erzielen. Verhaltenstherapeutische Ansätze, psychotherapeutische Ansätze, Kinesiologie, Akupunktur, Lerntherapie, Trauerbegleitung, Burn-out-Therapie für viele Eltern — all das waren Schätze und Werkzeuge, doch der Erfolg bei den Familien blieb weit unter dem, was ich damals schon für möglich gehalten hatte. Ich wollte mehr!
Ich schwor mir, mich nicht mehr abzufinden, sondern so lange weiterzugehen, bis ich Antworten finden würde. Und dazu möchte ich dich von Herzen ermutigen, liebe Leserin dieser Zeilen: Gib dich nicht zufrieden! Geh so lange in deinem Leben weiter, bis du deine Antworten findest und bis es für dich perfekt und richtig ist. Denn du hast nur dieses eine Leben. Hier und jetzt. Nicht gestern, nicht morgen. Jetzt. Deine Kinder leben jetzt ihre Kindheit.
Heute bin ich Mutter von zwei wundervollen Kindern und habe mir in wenigen Jahren meine große Herzensvision erfüllt. Ich hatte den Traum, Familien in ihr wunderschönstes und liebevollstes Familienleben zu begleiten. SymptomFREI. Das war nicht immer so. Vor ein paar Jahren haben mich ein paar meiner damaligen Dozenten, darunter ein Heilpraktiker, ein Arzt und eine Psychiaterin, belächelt. Sie meinten, ich solle auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Wenn die Schulmedizin nur mit jahrelangen Therapien oder Medikamenten Verbesserungen erreicht, wie kann ich das dann lösen wollen ohne Medikamente und langwierige Therapien? Sie rieten mir, dort zu bleiben, wo wir uns auskennen.
Heute ist dieser Traum für mich wahrgeworden. Exakt diese drei Dozenten haben meine Coachings inzwischen für sich gebucht und erleben heute selbst auch nachhaltige und gigantische Erfolge bei ihren Patienten. Heute sagen sie mir: „Du zeigst, wo wir heute immer noch stehen würden, wenn wir dort geblieben wären, wo wir uns auskennen und nur das nachmachen, was schon da ist an Methoden. Wow, du bist weitergegangen. Das ist stark! Das hätte ich vor ein paar Jahren nie und nimmer gedacht. Wenn jemand für seine Vision brennt, dann du!“
Ich wusste, es gibt diesen Weg, der alles verändert. Dafür musste ich den Weg der Schulmedizin und auch der Alternativmedizin verlassen. Ich habe nach neuen Möglichkeiten gesucht. Zu diesem Zeitpunkt war mein kleiner Sohn gerade zwei Jahre alt und im Kindergarten eingewöhnt. Er zeigte fast täglich ausgeprägte Ängste im Umgang mit anderen Kindern. Er stand weinend mit dem Rücken zur Wand. Er ließ mich nicht allein aufs Klo gehen. Schließlich reagierte er jeden Morgen mit Durchfall und Erbrechen, wenn ich ihn in die Kita bringen wollte. Samstags und sonntags hingegen war er das fröhlichste und ausgeglichenste Kind überhaupt. Dieses Drama ging so weit, dass ich beschloss, ihn nicht mehr in diesen Kindergarten zu bringen, denn nun stand auch ich dort mit dem Rücken zur Wand. So fanden wir zeitnah einen anderen Kindergarten für ihn. Doch meine Intuition sagte mir, mit einem Wechsel allein ist das Thema noch nicht vom Tisch. Heute weiß ich, dass es mein großes Glück war, dass mein Sohn damals noch so klein war und ich bei ihm mit Verhaltenstherapie nicht weiterkommen konnte. Das ist nämlich ein Mittel der Wahl für Therapeuten, um auf Ängste bei Kindern und Erwachsenen einzugehen. Mein erster Mentor begegnete meinem Mann und mir, und wir buchten unser erstes Coaching bei ihm. So begann meine Reise in die Persönlichkeitsentwicklung. Drei Wochen später — nur drei Wochen später! — war unser kleiner Schatz symptomFREI. Er begann, auf andere Kinder zuzugehen. Er wollte auf einmal morgens gerne in den Kindergarten. Von da an war das morgendliche Erbrechen Geschichte. Manche Sätze, die meine Großeltern und meine Eltern zu mir und meinen Geschwistern sagten und bei denen ich mir geschworen habe, dass meine Kinder diese niemals von mir hören würden, kamen ab und zu doch über meine Lippen. Und ich schämte mich. Bis dahin. Das Verliebtsein in meinem Mann wurde zu einem gemeinsamen Abarbeiten von To-do-Listen im Familienalltag. Mein Mädchentraum von beschwingter Leichtigkeit in der Familie wurde zur Anstrengung. Bis dahin.
Die Begleitung unseres Mentors ging noch weiter. Wochen und Monate, die unser Leben komplett veränderten. Ich wurde ein neuer Mensch. Und die Zeit, von der ich dachte, ich würde sie meinem Sohn schenken, ist in Wahrheit die Zeit, die ich mir selbst geschenkt habe.
Heute ist meine Beziehung zu meinen Kindern schöner und liebevoller als in meinem Traum. Mein Mann und ich haben unsere damalige Situation genommen und das Allerbeste daraus gemacht. Wir haben gelernt, dass wir in jedem Moment die Schöpfer unseres Lebens sind. Wir haben uns erlaubt, diesen Weg zu gehen, auch wenn es Menschen gab, die uns belächelt und als unrealistisch oder weltfremd abgestempelt haben. Übrigens haben sich in den vergangenen Jahren mehr als ein Dutzend von diesen Personen von mir begleiten lassen und leben heute selbst diese Art von Familienleben, die auch sie sich tief in ihrem Herzen schon immer gewünscht haben. Gleichzeitig konnten sie damit auch ihre Kinder von ihren Symptomen befreien.
Dieser Weg war der, nach dem ich gesucht hatte, nach dem ich gefragt hatte. Dank meines ältesten Sohnes habe ich diesen Weg gefunden. Er hat mich hingeführt. Dieses Geschenk hat mein Sohn nicht nur mir, meinem Mann und unserer gesamten Familie gemacht, sondern mittlerweile schon über 4.000 Patienten und Menschen, die ich begleiten durfte und darf. Und es werden täglich mehr. Mein Wirken in meiner Naturheilpraxis begann ich vor zehn Jahren. Ich habe gelernt, meinen Blick zu ändern und habe vor fünf Jahren komplett von der therapeutischen Praxis ins Coaching gewechselt, wo ich das fehlende Puzzlestück fand: Nicht unsere Kinder bzw. wir, sondern das System, in dem wir leben, ist veränderungsbedürftig. Heute drehe ich mich in meiner Arbeit nicht mehr um die Symptome, sondern habe meinen Fokus auf die Ursachen und die Ziele gerichtet. Wo willst du hin? Was willst du erreichen? Wo willst du in ein paar Wochen, Monaten, Jahren stehen, wenn alles möglich ist? Da geht’s lang. Was wir nicht mehr wollen, das wissen wir genau. Aber das reicht nicht. Liebe Leserin, wenn du wie ein Großteil meiner Klientinnen und Klienten bist, erwartest du jetzt vielleicht nur, die Symptome und den belastenden Teil eurer Eltern-Kind-Beziehung zu lösen und keine wirklich große Lebensveränderung.
Die meisten Menschen haben gelernt, zufrieden zu sein.
Doch das ist der Tod jeder großen Weiterentwicklung.
Unser gesellschaftliches System gibt uns Folgendes vor: Wenn die Symptome weg sind, dann ist alles in Ordnung. Doch du darfst dein Leben verändern. Nicht nur ein bisschen. Nicht nur ein kleiner Fortschritt. Du musst nicht mehr zufrieden sein und dich auch nicht mehr länger abfinden. Meine Klientinnen haben anfangs auf das eine Tool, den einen Ratschlag, die eine Medizin von außen gehofft. Verhaltensauffälligkeiten, psychische Symptome und schwierige Beziehungen haben ihre Ursache innen und nicht außen.
Solange wir im Außen etwas suchen für ein Leiden im Innen, werden wir nicht vorankommen. Innere Themen lösen wir über Innenarbeit.
Wie genau, das erfährst du hier Stück für Stück. Über 4.000 meiner Klientinnen hat das mittlerweile sehr geholfen. Ich finde, das ist eine aussagekräftige Menge. Ich beobachte, dass Klientinnen sehr stark auf meinen Ansatz reagieren und mit ihm große und erwähnenswerte Erfolge erzielen. Der Großteil von ihnen war schon in klassischen Therapien, entweder selbst oder für ihr Kind, bevor sie zu mir kamen. Nicht selten schickte mir auch der Kinderarzt seine „austherapierten“Fälle. Herkömmliche Therapien haben ihnen nicht geholfen. Ich war nicht mehr bereit zu akzeptieren, dass Kinder Therapien machen müssen, die ihnen nicht helfen. Dafür bin ich angetreten.
Dies ist keine Kritik an der Schulmedizin meinerseits. Sie tut, was in ihrem Rahmen möglich ist. Verhaltenstherapien wirken nach meiner Erfahrung deshalb nicht, weil der Falsche therapiert wird, nämlich das Kind, das seinen Eltern ihre Themen lediglich mit seinem Verhalten und seinen Symptomen aufzeigt. Es stellt sich zur Verfügung und macht sichtbar, was wir sonst nicht erkennen würden. Doch weiter das Kind zu therapieren, wäre in etwa so, als ob wir bei unserem Auto, sobald die Ölkontrolllampe aufleuchtet, die Birne der Kontrolllampe wechseln würden, statt Öl nachzufüllen. Ich möchte hier keine Therapiemethode und keine Medizin kritisieren. Ich habe nach Lösungen gefragt und einen Weg gefunden, den ich selbst vorausgegangen bin. Unterwegs habe ich Schätze eingesammelt und an mich genommen, die ich dir aus meiner mittlerweile riesigen Schatzkiste in diesem Buch offenbare.
Was ist, liebe Leserin, wenn dein Kind mit seinen Auffälligkeiten dir gerade dasselbe Geschenk machen will wie mir damals mein Kind? Was ist, wenn unsere Kinder mit ihren Symptomen uns nur „Fehler“ im Gesamtsystem Familie aufzeigen, nicht ausgelebtes Potenzial, ungenutzte Möglichkeiten?
Meine Reise ging weiter. Ich verabschiedete mich komplett davon, Symptome — so wie es die Therapien tun — von außen zu bekämpfen. Denn auf Kampf folgt immer Gegenkampf. Alles, was wir krampfhaft weghaben wollen aus unserem Leben, verstärkt sich. Ich bin tiefer gegangen, bis auf die Ebene der Ursachen. Dahin möchte ich dich in diesem Buch mitnehmen. Wenn du willst, ist dies der Beginn deiner Reise zu dir und deinem Kern.
Die Erfolge meiner Patienten sprechen für sich:
AD(H)S-Symptome verschwinden in 90% der Fälle nachhaltig.
statt ewiger Machtkämpfe werden Eltern-Kind-Beziehungen wunderschön und ihre Familienzeit wird zu ihrem persönlichen Kraftort.
die energieraubenden, heftigen Wutanfälle hören komplett auf, ebenso nächtliches Einnässen.
Kinder und Eltern überwinden ihre Ängste, Schulverweigerer gehen wieder in die Schule, Mobbingopfer werden nicht mehr gemobbt. Lehrkräfte dieser Kinder stehen mit staunenden Augen und offenem Mund da und wundern sich über diese Veränderung in kürzester Zeit, auch Schulen, die mit uns zusammenarbeiten, um mit ihrem Wirken diesen Weg an Hunderte von Kindern jedes Jahr weiterzugeben.
Beziehungen, die kurz vor der Scheidung standen, heilen und Liebe kehrt in die Familien ein.
Mamas und Kinder kennen ihren Wert und suchen die Liebe nicht länger im Außen. Sie finden sie in sich.
Essstörungen bei Kindern werden gelöst und Rückfälle vermieden.
Therapien bei Kindern werden ihnen dauerhaft erspart. Der Therapiemarathon hat endlich ein Ende. Kinder fühlen sich nicht länger als Versager.
Mamas kommen aus ihrer Erschöpfung, ihrem Burn-out oder ihrer Depression heraus, bei denen zuvor jahrzehntelange Therapien nicht zum Erfolg geführt haben.
Das ist so wunderschön. Das sind jedes Mal Wunder, die passieren dürfen. Das ist der Grund, warum ich diesen Weg gehe. Das ist mein Motor. Das ist, wofür ich brenne. Meine Vision ist, Diagnosen und Symptome bei Kindern und Eltern auf dieser Welt auszurotten. Und mit jeder Familie, die ich begleiten darf und für die ich ein Beitrag sein kann, komme ich dieser Vision näher. Das ist, was noch viel mehr Menschen erfahren dürfen. Das ist, wohin ich dich mit diesem Buch mitnehme.
Denn das ist auch für dich möglich!
Ich glaube an dich — so lange, bis du es selbst wieder kannst! Und weißt du was? Du musst nicht noch mehr lernen. Ganz im Gegenteil. Du darfst vieles, was du gelernt und was du glaubst und übernommen hast — von deinen Eltern und von der Gesellschaft, die es alle nicht besser wussten — wieder verlernen.
Du bist nicht allein mit deiner Situation!
Allein in Deutschland haben nach statistischen Angaben im Jahr 2017 insgesamt 2,3 % aller Mädchen und 5 % aller Jungen AD(H)S-Diagnosen.1 2019 waren insgesamt 823.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland in psychotherapeutischer Behandlung. Das waren 104 % mehr als 2009. Seit der Corona-Pandemie hat die Zahl nochmal deutlich zugenommen.2 Über 2,4 % aller Kinder in Deutschland nimmt regelmäßig Psychopharmaka ein.3 Das ist fast ein Kind in jeder Schulklasse. Bei den Müttern leiden 40% an Stress, der sich zeigt als Erschöpfung, Burn-out, Depression, Nervosität, Gereiztheit, Schlafstörungen, Angstzustände, Rücken- und Kopfschmerzen.4 Als Ursachen des übermäßigen Stresses geben 50% der Befragten an, zu hohe Ansprüche an sich selbst zu haben, und 21% sehen den gesellschaftlichen Druck als Ursache an. Sie bezeichnen ihr Familienleben als schwierig. Hinter diesen Zahlen stecken die Schicksale so vieler Familien. Kinder, die sich falsch fühlen. Eltern, die sich falsch fühlen. Beziehungen, die in die Brüche gehen.
Der Großteil meiner Klienten kommt mit AD(H)S-Diagnosen ihrer Kinder zu mir. AD(H)S ist kein eigenständiges Symptom, sondern ein Zusammenschluss aus mehreren Einzelsymptomen. Im Anhang habe ich dazu ausführlich geschrieben. Die Literatur gibt hier an, AD(H)S sei eine Störung im Gehirnstoffwechsel. Hier werden Rückschlüsse und Projektionen abgeleitet, die in den Fällen, die in meiner Praxis waren, niemals nachgeprüft wurden. Der Gehirnstoffwechsel wird nicht überprüft, die Störung desselben ist lediglich eine Annahme, die die Forschung in einigen Fällen bestätigt hat, mit der nun aber fälschlicherweise auf Tausende von Situationen geschlossen wird. So viele Eltern sind mir begegnet, die daraufhin den Glauben an sich und ihr Kind bzw. dessen Gesundheit verloren haben. Mit einem positiven AD(H)S-Test wird den Eltern vermittelt, ihr Kind könne sich nicht konzentrieren. Dieser Stempel sitzt schnell und fest auf der Stirn des betroffenen Kindes. Ich habe alle Eltern befragt. Und nahezu alle antworteten mir auf die Frage, ob ihr Kind Lego altersentsprechend nach Anleitung bauen oder Memory spielen könne mit einem Ja — solange es etwas ist, das das Interesse des Kindes weckt. Aber in der Schule sei die Merkspanne zu kurz und die Konzentration kaum möglich. Und hier, an dieser Stelle, möchte ich dich wachrütteln, liebe Leserin! Das Gehirn des Kindes ist nicht zu Hause in Ordnung und in der Schule plötzlich kaputt! Entweder ist das Kind prinzipiell in der Lage, sich konzentrieren zu können, oder nicht. Bei damals über 200 Kindern, die ich in meiner Praxis lerntherapeutisch begleitete, war keins der Kinder mit AD(H)S-Diagnose nicht imstande, sich zu konzentrieren. Keines. Allerdings war es nötig, das Kind dort abzuholen, wo es in seiner Entwicklung stand. Mit jedem Kind in meiner Praxis konnte ich 45 Minuten ohne Probleme arbeiten. Sobald wir glauben, dass es nicht möglich ist für unser Kind, sich normal konzentrieren zu können, haben wir und unser Kind einen Stempel aufgedrückt bekommen. Denn es ist, was wir glauben. Nicht heilbar ist diese Diagnose dann, wenn wir an der Oberfläche bleiben und versuchen, lediglich die Symptome zu bekämpfen. Und genau damit müssen wir aufhören!
Ich habe einen anderen Weg gesucht und gefunden, als an unseren Kindern, die sowieso schon glauben zu versagen, Therapien auszuprobieren. Darüber schreibe ich in diesem Buch. Und wenn du, liebe Leserin, zu den Menschen gehörst, die schon so viel ausprobiert haben, in Therapien waren für sich oder mit ihrem Kind und der Erfolg bislang ausblieb, falls dein Kind Stempel aufgedrückt bekommen hat, dann ist dieses Buch für dich.
Hier kommt meine Extraportion Liebe für dich, und ich werde es dir so lange hier schreiben, bis auch du genau das in dir fühlst:
Du hast nicht versagt und nichts falsch gemacht!
Genauso, wie auch an deinem Kind nichts falsch ist.
Du handelst in jedem Moment nach deiner besten Option!
Du bleibst nicht stehen. Du suchst nach Möglichkeiten, wie es auch für euch gehen kann. Dafür feiere ich dich so sehr. Denn damit bist du weiter als jene Menschen, die sich zufriedengeben und abfinden mit dem, wie es ist. Es gibt auch für dich den Weg aus dieser Situation heraus. In diesem Buch zeige ich ihn dir.
Du hast ein Buch gekauft, liebe Leserin, in dem das Potenzial steckt, dein Leben, das deines Kindes und das deiner Partnerschaft auf unglaublich positive Weise zu verändern.
Ich rede Klartext. In voller Liebe, aber absolut klar. Ich nehme kein Blatt vor den Mund, denn du hast dich für dieses Buch entschieden, weil du endlich klar sehen willst, was dir dein Kind mit seinem Verhalten aufzeigt. Ich spiegle dir die Botschaften, die auffällige Kinder für ihre Eltern haben, und helfe dir, diese zu entschlüsseln und hinter die Symptome zu schauen. Das ist nicht immer angenehm.
Ich möchte dich ermutigen: Bleib dran!
Wenn’s weh tut: Geh durch!
Ganz egal, ob du Resonanz spürst oder ob du dich wehrst: Geh durch!
Erlaube dir, in Verbindung zu gehen mit deinem Schmerz oder dem Trigger deines Kindes.
Viele Frauen, die zu mir kommen, stecken im Überlebensmodus. Sie funktionieren, obwohl sie längst erschöpft sind. Sie drücken alle Emotionen weg und arbeiten ihre immer länger werdende und meist sowieso nie zu schaffende To-do-Liste ab. Ihre Herzen sind verschlossen mit einer dicken Mauer aus Angst, wieder verletzt zu werden, Angst, nicht genug zu sein. Ich gebe dir hier einige Übungen mit, wie du beginnen kannst, diese Mauern Schicht für Schicht abzutragen und dein Herz wieder ganz zu öffnen. Du beginnst damit, dich selbst wieder ohne Einschränkungen lieben zu lernen und an dich zu glauben. Erst danach gelingt uns das auch im Außen.
Wenn du Hilfe dabei brauchst, ist das Beste, was du tun kannst, es dir wert zu sein und dir die Begleitung zu erlauben.
Du hast Kinder zur Welt gebracht, mit denen du das schönste Leben genießen wolltest — du musst dich nicht abfinden mit dem Kampf, dem Schmerz, dem Leid und den Symptomen deiner Kinder oder deinen eigenen. Dein Alltag ist die Kindheit deines Kindes.
Ich möchte dir mit diesem Buch Mut machen. Fang nicht an, an dir zu zweifeln und anderen mehr zu glauben als dir, deiner Intuition und deinem Kind — indem du andere Menschen auf eine höhere Stufe stellst als dich selbst, nur weil sie vielleicht eine therapeutische Ausbildung haben oder einen weißen Kittel tragen.
Lass dich ein auf die nachfolgenden Kapitel. Öffne dein Herz und beginne, diese Worte zu fühlen und nicht nur mit dem Verstand verstehen zu wollen, dann wirst du hier ganz viel für dich mitnehmen. Das ist mein Versprechen an dich.
Darf ich dich mitnehmen in eine Welt, in der du, dein Kind, deine Kinder vollkommen lebendig und richtig seid?
In Liebe,
Alexandra
1Vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/375162/umfrage/kinder-und-jugendliche-praevalenz-von-adhs-diagnosen-nach-alter-und-geschlecht/
2Vgl. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/121641/Immer-mehr-Kinder-und-Jugendliche-erhalten-eine-Psychotherapie
3Vgl. https://www.aerzteblatt.de/archiv/179542/Psychopharmaka-Verordnungen-bei-Kindern-und-Jugendlichen-in-Deutschland
4https://de.statista.com/infografik/20250/umfrage-unter-eltern-zum-stress-im-alltag/
Du hast zu diesem Buch gegriffen, weil du Mama eines „auffälligen“ Kindes bist. Vielleicht bist du schon ganz lange auf der Suche nach einem Weg für dich und dein Kind, um aus eurer Situation herauszukommen. Du spürst diesen Schmerz in dir, für dein Kind nur das Beste zu wollen und ihm bisher noch nicht wirklich nachhaltig helfen zu können. Nicht selten passiert es dann, dass wir das Gefühl in uns aufsteigen spüren, als Mama versagt zu haben. Schließlich siehst du überall Frauen, die alles scheinbar so leicht hinbekommen. Ihre Kinder sind unauffällig, sie funktionieren selbst in stressigen Situationen. Du kennst vielleicht die Mamas, die schon im Kindergarten einen stillschweigenden Wettbewerb daraus gemacht haben, wer seinem Kind die schönste und vielfältigste Brotdose zaubert. Die Mamas, die selbst dann noch geduldig sind, wenn sie eigentlich schon zu spät dran sind für ihren nächsten Termin und ihrem Kind voller Ausdauer die Zeit geben, die es braucht, um seine Schuhe in aller Ruhe anzuziehen, und es dabei noch dreimal ein neues Spielzeug aussuchen lassen, weil es sich nicht entscheiden kann. Wenn die Kinder nach einem stressigen und eigentlich mit Terminen viel zu vollgestopften Tag abends endlich im Bett sind, überkommen dich Schulgefühle. Du beginnst, dich selbst zu bestrafen. Hast du schon einmal bemerkt, dass du so, wie du mit dir selbst sprichst in einem unbeobachteten Moment, niemals mit deiner besten Freundin sprechen würdest? Wenn du ein Kind hast, mit dem eure Situation sowieso schon angespannt ist, verurteilst du dich selbst noch dafür, dass du es nicht besser hinbekommst. Dabei kämpfst du wie eine Löwin für dein Kind! Doch der Schmerz ist trotzdem da. Ich fühle dich so sehr.
Weißt du, ich arbeite seit einigen Jahren mit Mamas, deren Kinder leichte bis sehr starke Symptome aufzeigen. In der Gesellschaft gelten diese Kinder schnell als Problemkinder, als gefühlsstark oder verhaltensauffällig. Das zeigt sich in folgenden Ausprägungen: AD(H)S, Entwicklungsverzögerung, Konzentrationsschwäche, unbändige, unkontrollierte, heftige Wutanfälle oder Ängste, sozial-emotionale Störung, aber auch Bettnässen. Diese Mamas haben meinen größten Respekt verdient. Ich weiß, was sie jeden Tag leisten, um ihren Alltag zu meistern. Ich weiß, was du jeden einzelnen Tag leistest, um deinen Alltag zu meistern. Aber es bringt dir nichts, wenn nur ich dir diese Anerkennung von außen gebe. Es ist an der Zeit, dass du anfängst, dich selbst dafür anzuerkennen. Für das, was du leistest. Und noch viel mehr dafür, wer du bist. Das Gute ist: Du kannst genau jetzt, in diesem Moment, damit beginnen. Es ist dein Job, an dich zu glauben — mehr als an alles andere. Es ist der Start, damit auch dein Kind wieder an sich selbst glauben kann.
Du sagst deinem Kind mehrfach, wie lieb du es hast. Doch nur, wenn du lernst, dich selbst zu lieben, und zwar in jedem Moment, kommt das auch bei deinem Kind an.
So viele Frauen sagen ihrem Kind, wie toll es ist, und kritisieren sich selbst so sehr, dass es dieselbe Wirkung hat, wie wenn sie es der Wand vor ihnen erzählten. Dein Kind kann deine Worte nur fühlen, wenn du dein Herz öffnest. Vielleicht siehst du, wie eure Nachbarskinder nachmittags zusammen spielen, und es macht dich traurig, weil du mehrmals pro Woche mit deinem Kind zu Therapiestunden fahren musst. Du räumst dir Zeit ein und begleitest dein Kind durch seinen Therapiemarathon. Ich weiß, wie sich das für dich als Mama anfühlt. Bis vor ein paar Jahren saß ich auf der anderen Seite. Mamas kamen mit ihren Kindern mit unterschiedlichen Symptomen in meine Praxis. Ich sollte diesen wundervollen Kindern helfen und sie lern- oder verhaltenstherapeutisch begleiten. Meist hatten diese Kinder einen monate- bis jahrelangen Marathon von Logopädie, Ergotherapie, Psychomotorik oder Psychiatrie hinter sich. Manchmal schickte unser Kinderarzt seine „austherapierten“ Fälle zu mir. Auch ich spüre einen Schmerz in mir, wenn ich zurückdenke, wie ich Kinder und ihre Eltern als Therapeutin unterstützen sollte. Therapeutisches Ziel ist immer, die Symptome wegzubekommen oder wenigstens zu mildern, manchmal auch, sie zu unterdrücken.
Kinder, die nach diesem Marathon zu mir kamen — und vielleicht kennst du das von deinem Kind auch — sagten mir, sie seien ein Versager bzw. eine Versagerin. Mit einem Kind, das von sich selbst glaubt, versagt zu haben, kannst du keine Hausaufgaben machen und keine Lerntherapie. Denn es hat diesen Satz zu seiner Wahrheit gemacht. Dieses Kind kann sich hinsetzen vor seine Vokabelliste, du kannst es unterstützen — doch es wird bei den bisherigen Resultaten bleiben.
Im Außen wird sichtbar, was wir über uns selbst glauben.
Das, was wir tief in uns glauben, wird im Außen unsere Wahrheit. Das wird sichtbar. Das gilt für uns, für unsere Kinder, für jeden Menschen.
Ich habe diese Stempel satt. Ich will sie nicht länger hinnehmen. Wurde dein Kind auch aufgegeben? Ich zeige dir, wie ihr da rauskommt.
Kein Kind ist ein Problemkind!
Über 4.000 Menschen habe ich bisher erfolgreich begleitet durch mein Coaching. Ich konnte 90 Prozent von ihnen dabei helfen, die Diagnosen und Symptome bei ihren Kindern und bei sich selbst komplett zu verlieren. Selbst bei schweren Symptomen und Diagnosen wie starkes AD(H)S, heftige Wutanfälle, starke Angstzustände, Essstörungen, Borderline und vielem mehr. Auch bis zu fünf Jahre später erlitten sie keine Rückfälle mehr in ihren Ausgangszustand. Die restlichen zehn Prozent hatten nach Beendigung des Coachings noch leichte Symptome, aber eine deutliche Verbesserung erfahren im Vergleich zum Beginn des Coachings. Heute werden viel mehr AD(H)S-Diagnosen im Erwachsenenalter im Vergleich zu früher gestellt.5 Ebenso ist dort die Gefahr eines Rückfalls nach abgeschlossener Therapie erhöht. Speziell bei AD(H)S ist gerade mal ein Rückgang von allerhöchstens 50 Prozent zu verzeichnen, wenn betroffene Kinder das Erwachsenenalter erreichen.6 Schulmedizinische Therapien sind Medikamentengabe, Verhaltenstherapie, Psychotherapie, Ergotherapie. (Wie AD(H)S definiert wird, wie die Diagnose zustande kommt, die schulmedizinischen Therapieansätze sowie meine persönlichen Erfahrungen und Erfolge bei betroffenen Kindern findest du im Anhang.)
Das hat meiner praktischen Erfahrung nach nicht einen, sondern fünf Gründe:
Dein Kind hat zu seiner Wahrheit gemacht, ein Versager bzw. eine Versagerin zu sein. Es hat gelernt, nicht die Leistungen bringen zu können, die andere gleichaltrige Kinder bringen können. Es merkt, dass es anders ist als seine Mitschüler. Es erfährt, nicht genug zu sein. Das ist nicht seine ursprüngliche Wahrheit. Wenn du dich daran erinnerst, wie dein Kind geboren wurde und noch ganz klein und hilflos war, dann wirst du dich auch daran erinnern, dass es niemals das Gefühl hatte, zu viel zu sein. Dass es niemals kritisiert wurde, wenn es Hunger hatte oder die Hosen voll, obwohl es dich gerade erst gebraucht hat. Es hat einfach geschrien. So lange, bis sein Bedürfnis gestillt wurde. Es wusste, dass es nichts leisten musste, um bedingungslos geliebt zu werden. Auch wenn es dir vielleicht einige Zeit lang den Schlaf geraubt hat oder gar ein Schreibaby war. Erst später, als es älter wurde, wurde es bewertet. Es wurde vergleichen mit anderen Kindern. Schon in der Krabbelgruppe, dann im Kindergarten, vielleicht von Angehörigen in deiner Verwandtschaft. Später in der Schule ging es weiter. Da kommen dann noch die Noten dazu. Unser Schulsystem ist geprägt davon, Fehler mit dem Rotstift anzustreichen und hervorzuheben, anstatt die richtig geschriebenen Wörter hervorzuheben.
Kinder bekommen Punkte und Noten und machen diese Noten zu ihrer Identität.
Dadurch fühlen sich manche Kinder „sehr gut“ und manche „mangelhaft“. Jetzt hier Symptome, beispielsweise Lernschwierigkeiten an diesem Punkt durch Therapien zu bekämpfen, ist für die Katz. Da stecken viel tiefere Muster dahinter, die aufgelöst werden müssen. Dazu komme ich später ausführlicher.
Nicht nur unsere Kinder fühlen sich falsch, wenn sie anders sind als andere Kinder, sondern auch wir Mamas bekommen einen „Stempel“ für unser auffälliges Kind. Ich schreibe hier bewusst „wir Mamas“. Ich nehme mit Sicherheit die Väter nicht aus der Verantwortung. Nein. Aber statistischen Zahlen zufolge sieht sich nach wie vor der Großteil der Frauen für das Familienleben und die Kinder verantwortlich. Das wird auch daraus ersichtlich, dass 68 Prozent aller erwerbsfähigen Mütter in Teilzeit arbeiten. Und laut Umfragen geben 72 Prozent der Mütter an, verantwortlich für die Familie und die Kinder zu sein. Oft werden wir Frauen bei diesen Themen auch von unseren Männern alleingelassen.
Nicht selten kommt es vor, dass sogar Erzieherinnen im Kindergarten schon die Mamas zum Testen ihres Kindes zum Kinderarzt schicken, wenn ein Kind anders ist als die angepasste Masse. Selbst das ausgesprochene Wort und ihr Hinweis lassen unser eigenes System arbeiten. Und wenn die Erzieherin nun Recht hat? Warum ist denn mein Kind anders als die anderen? Habe ich etwas nicht beachtet? Machen es andere Eltern besser als ich? Richtig manifest wird es dann, wenn Kinder auf Diagnosen getestet werden und wir diese als Ausdruck Schwarz auf Weiß in der Hand halten. Diese Diagnose wird zu einem unsichtbaren Stempel auf der Stirn unseres Kindes. Unsichtbar, aber doch hat er Wirkung auf uns und unsere Umwelt. Er sendet eine Schwingung aus.
So steht z. B. über AD(H)S im Medizinbuch, dass es zwar reduzierbar, aber nicht heilbar sei. Ein Stempel, den die Kinder wie ein Tattoo auf ihrer Stirn tragen. Ich hatte vor kurzem eine Frau in meinem Coaching, zu deren Sohn mit ADS-Diagnose man sagte, er hätte eine Behinderung.
Jedes Mal, wenn es darum ging, dass er zu viel mehr fähig war, als er nach außen zeigte, sagte er, das sei halt so, wegen seiner Behinderung. Dieser Junge ist heute komplett symptom-FREI. Er hat angefangen, wieder an sich zu glauben und nicht an das, was man im Außen zu ihm sagte. Zusätzlich haben wir die Themen, die da dahintersteckten, erkannt und die Ursachen aufgelöst.
Eine Therapie hat die Aufgabe, die vorhandenen Symptome zu bekämpfen bzw. einen geeigneten, für die Gesellschaft angemessenen Umgang mit den auftretenden Emotionen zu vermitteln. In der Therapie lernt ein Kind mit starken Wutanfällen, dass es in den Momenten, wo die Wut kommt, z. B. einen Anti-Stress-Ball nehmen und ihn ganz fest zusammendrücken soll. Oder dass es — wenn es einen hat — auf seinen Boxsack hauen soll, statt seine Mama zu treten, sein Mäppchen durch die Gegend zu werfen oder seinen Bruder oder seine Schwester zu beißen. Das Kind sitzt in der Therapiestunde vor dem Therapeuten und macht quasi mit ihm Trockenschwimmübungen. Es erlernt theoretisch, wie es in Wutmomenten mit seinen Emotionen umgehen soll. Wir erreichen damit den Kopf und den Verstand des Kindes. So weit die Theorie. Ganz ehrlich — und das kannst du wahrscheinlich bestätigen — starke Emotionen entstehen nie im Kopf! Sie kommen weit aus dem Unterbewusstsein. Erinnere dich mal an Situationen, in denen du richtig wütend warst — beispielsweise auf deinen Partner. Wenn in so einem Moment deine beste Freundin kommen und zu dir sagen würde, jetzt, während du gerade die ganze Ladung geballter Wut verspürst: „Meine Liebste, reg dich doch bitte nicht so auf!“ — was passiert dann? Richtig, du würdest dich noch mehr hineinsteigern. Oder stell dir vor, du regst dich über deine Schwiegermutter auf und jetzt kommt dein Partner und will dich besänftigen. Spürst du, dass du mit deinem Kopf und deinem Verstand in diesen Momenten keine dienliche Hilfe hast? Der Verstand möchte verstehen, Schlüsse ziehen, hinterfragen. Er urteilt, denkt logisch und analytisch und wird in der Schule trainiert. Programmiert wird er über unsere Bildung und unsere Erziehung. Seine Aufgabe ist es, rationale Zusammenhänge zu erkennen und zu begreifen. Er findet Erklärungen. Doch Emotionen entstehen im Unterbewusstsein. Lange, bevor wir sie überhaupt wahrnehmen. Täglich denken wir ca. 65.000 Gedanken. Gerade mal zwei Prozent davon sind uns bewusst, 98 Prozent laufen unterbewusst ab. Stell dir einen Eisberg vor. Der kleine obere Teil, den wir selber der Meeresoberfläche sehen, ist das Bewusstsein. Der große tiefe Teil des Eisbergs unter der Wasseroberfläche ist das Unterbewusstsein. Kindliche Verhaltensmuster sind im Unterbewusstsein abgespeichert. Diese Muster reagieren immer wieder und laufen wie eine Schallplatte ab, ohne dass wir es bewusst bemerken. Unser Kindheits-Ich prägt somit unser Leben. Es zählt zu unserer Psyche, die unserem Bewusstsein nicht direkt zugänglich ist, und dient als Speicher für unsere alten Muster, Glaubenssätze, Erinnerungen. Es ist der Ort unserer tiefen Emotionen. Wir als Mensch bestehen aus drei Instanzen: Körper, Geist und Seele. Die Seele ist die oberste Instanz. Sie ist feinstofflich. Das ist unsere wahre Essenz. Unsere wahre Größe. Das, was wir wirklich sind. Darunter gibt es unseren Geist, unsere geistige Realität. Diese ist unterteilt in Bewusstsein und Unterbewusstsein. Der Geist umfasst das Denken, das Fühlen, die Psyche, den Verstand und unser Ego, unsere intellektuellen und mentalen Fähigkeiten. Die unterste der drei Ebenen ist unser Körper. Wichtig ist hier zu wissen, dass wir zwar einen Körper haben, aber nicht unser Körper sind. Er ist Materie, unser Erfahrungsinstrument bzw. unsere Schuluniform auf dieser Erde. Durch ihn können wir spüren, riechen, anfassen und Erfahrungen machen.
Kennst du das? Du fährst von Ort A nach Ort B und wunderst dich, dass du mit guter Laune und positiver Stimmung losgefahren bist und dich nun am Zielort anders fühlst und deine gute Laune nicht mehr so sehr spürbar ist. Das passiert, weil dein Unterbewusstsein ununterbrochen Glaubenssätze abspult wie die oben erwähnte Schallplatte im Dauerbetrieb. Nur ein minimaler Bruchteil dieser Gedanken auf unserer Schallplatte wird uns bewusst. Emotionen lösen wir nie im Kopf, sondern immer dort, wo sie entstehen, im Unterbewusstsein. Bei meinen mehr als 4.000 Klienten und ihren Kindern hat keine klassische Therapie angeschlagen. In meiner Praxis zeigt sich immer wieder, dass, die Symptome im Außen therapeutisch zu bekämpfen, keine oder nicht zufriedenstellende Ergebnisse gebracht haben. Daher fing ich an, mit ihnen einen anderen Weg zu gehen, etwas dazuzunehmen, was man in der Psychologie „Den Eisberg der Emotionen“ nennt, nämlich das Unterbewusstsein. Über das Unterbewusstsein arbeite ich unter anderem auch mit Frauen an ihren Depressionen oder ihrer Erschöpfung, wo sie zuvor — manche sogar jahrzehntelang —psychotherapeutisch oder verhaltenstherapeutisch über lange wöchentliche Gespräche mit ihrem Therapeuten gar keine oder kaum Fortschritte erzielt haben. So können wir innerhalb von ein paar Wochen wirklich große Meilensteine erreichen.
Der vierte Grund, warum Therapien meist nicht den gewünschten Erfolg bringen (können), wurde mir damals so richtig bewusst, als ich vorausging und die Erfolge, die ich mit meinem Sohn erzielt habe, auch meinen Patienten in meiner therapeutischen Praxis ermöglichen wollte. Ich stellte meine Praxis — je intensiver ich selbst diesen Weg ging — ziemlich zeitnah um auf ein Coaching der Eltern und hörte auf, mit den Kindern an ihren Symptomen zu arbeiten. Einen Teil meiner Klientinnen habe ich verloren. Sie waren nicht bereit, selbst, ohne Kind, mit mir zu arbeiten. Der Unterschied zwischen einer Therapie und einem Coaching bzw. zwischen Medizin und Persönlichkeitsentwicklung ist der, dass wir in Therapien die (unsere) Verantwortung an der Praxistür dem Therapeuten übergeben. So haben wir es gelernt. Wir wurden darauf trainiert, aufzuschauen zu Respektspersonen, Lehrern, Erzieherinnen, Therapeuten, Ärzten, Anwälten etc. Die, deren Fachgebiet es ist. Wir haben verlernt, uns selbst zu vertrauen. In meiner Praxis gab es Menschen, die wollten von mir, dass ich sie wieder aufstellte, wenn sie am Boden lagen. Dabei lernen sie aber nicht, wie sie selbst aufstehen können. Ich bin meiner Wahrheit gefolgt und habe diese Menschen losgelassen, die erwarteten, dass ich für sie umsetzte. Das ist nicht möglich. Heilung passiert nie von außen, sondern immer in dir oder deinem Kind. Ich kann die Menschen begleiten und hinführen zu ihren Ursachen. Wir finden gemeinsam Wege, wie wir sie umsetzen können. Ich begleite intensiv bei der Umsetzung. Ich bin immer da und halte den Raum. Ich glaube an diese Menschen, bis sie es selbst wieder können. Aber ich nehme ihnen ihre Verantwortung nicht mehr ab. Umsetzen müssen, nein, dürfen sie selbst.
Es gibt so viele Menschen, die abhängig sind von Therapeuten. Das wollte ich nicht. Das ist nicht meine Wahrheit. Einige Menschen aus meiner Praxis sind geblieben. Sie haben sich committet. Sie haben Ja gesagt zu sich selbst. Ja zu ihrer Heilung. Ja dazu, als Vorbild für ihre Kinder vorauszugehen. Ja dazu, sich die (ihre) Verantwortung wieder zurückzuholen. Das war der Beginn, durch den sie sich Großartiges ermöglicht haben.
Die Verantwortung vollumfänglich zu dir zurückzunehmen heißt auch, deine Macht zurückzuholen zu dir.
Der fünfte Grund, warum Therapien meist nicht langfristig die gewünschten Erfolge bringen können, ist der, dass Therapeuten mit deinem Kind einmal pro Woche für 45 bis 60 Minuten arbeiten und dein Kind und du dann wieder sechs Tage jede Woche allein mit euren Themen seid. Ich habe das am Anfang, als ich auf Elterncoaching umgestellt habe, mit den Frauen, die in meine Praxis kamen, erlebt. Wir sahen uns wöchentlich und sie gingen mit richtig hoher Energie, mit Zuversicht und Stärke aus dieser Praxisstunde heraus in ihren Alltag. Am nächsten und übernächsten Tag hielt die Wirkung an. Sie schafften es, ruhig und in ihrer Mitte zu bleiben, egal wie sehr der Sturm zu Hause tobte. Doch dann, meist am dritten Tag — du kennst es vielleicht von deinen Neujahrsvorsätzen — sind sie mit ihrer Energie wieder in den Keller gerutscht. Ihr Alltag hat sie eingeholt
