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Du hast viele Fragen und dir fehlen die Antworten? Du merkst das da noch mehr ist, aber du weißt nicht, wie du beginnen sollst? Das Leben hat viele Hürden und Rückschläge parat, aber man kann sich darauf vorbereiten und diese Probleme meistern. Entdecke die vielen Puzzleteile, verstehe sie und füge sie zusammen, damit sich ein großes Bild ergibt. Warte nicht auf Zufälle, sondern nimm dein Leben in die eigene Hand. Es gibt nur Zwei Tage, an denen du nichts ändern kannst. Das ist Gestern und Morgen. Also warte nicht, fange sofort an!
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Seitenzahl: 238
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Nils Sveason
Dein Leben wird sehr gut
Impressum
Cover
Titel
Impressum
1 Vorwort
2 (Er)kenne dich selbst
2.1 Wölfe oder Schafe
2.2 Dein Ego
2.3 Erwartungen
2.4 Wer diskutiert, verliert
3 Schlaf
3.1 Powernapping
3.2 Morgenstund hat Gold im Mund
4 Ernährung und Sport
4.1 Was soll ich denn Essen?
4.2 Aller Anfang
5 Das liebe Geld
5.1 Die 4 Felder des Geldes
5.2 Was ist finanzielle Freiheit
5.3 Wie fange ich an?
5.4 Alpha und Beta
5.5 Preis und Wert
5.6 Ausgaben und Investitionen
6 Schutz
6.1 Seelische Unversehrtheit
6.2 Am Anfang das Ende sehen
6.3 Körperliche Unversehrtheit
6.4 Schon wieder das Ego
6.5 Eskalation – Deeskalation
6.6 Verhalten im Notfall
6.7 Verhalten in Gruppen
6.8 Vermeiden
6.9 A und B
6.10 Reden ist Silber, Schweigen ist Gold
6.11 Social Engineering
6.12 Fehler machen
7 Versteh das System
7.1 Probleme lösen
8 Erfolg haben
8.1 Ziele
8.2 Die Macht der Gedanken
8.3 Der tägliche Stein
8.4 Die 20 – 80 Regel
8.5 Gewohnheiten
8.6 Effektivität und Effizienz
8.7 Entscheidungen
9 Glücklich sein
9.1 Geld macht nicht glücklich?
9.2 Das magische Dreieck
9.3 Das magische Dreieck Nr. 2
9.4 Unabhängigkeit
9.5 Die Türme und Bescheidenheit
10 Anderen Helfen
10.1 Liebevolle Strenge
10.2 Selbstverantwortung
10.3 Energievampire
11 Fokus
11.1 Egal was du tust …
11.2 Langsames und schnelles Denken
11.3 Bestleistungen
12 Dein Umfeld
12.1 Das Punktesystem
12.2 Die Kammer
13 Handy, Multimedia und Zocken
13.1 Soziale Medien
13.2 Achte auf deine Werte
13.3 Handy
13.4 Zocken
14 Informationen
14.1 Netzwerke
14.2 Die Informationsblase
14.3 Die zweite Meinung
15 Zeithorizont
15.1 Wiederholen, Wiederholen, Wiederholen
Ich widme dieses Buch meinen Kindern, die zugleich der Grund sind, warum ich dieses Buch schreibe. So oft erwische ich mich dabei, wie aus einer alltäglichen Situation ein Vortrag entsteht, denen ich meinen Kindern halte. Dieser Vortrag enthält dann Erfahrungen und Tipps, wie man gewisse Sachen richtig umsetzt und Probleme löst oder die Lösung eines Problems angeht. Wie man Auswege findet oder Neue Wege sieht. Natürlich können sie sich das nie alles merken und oft interessiert es sie auch gar nicht. Ich rede und rede und ihnen fehlt wohl einfach das Verständnis oder die Erfahrung, das gesagte richtig einzuordnen. Nach einigem Nachdenken kam ich dann darauf, dass so etwas völlig normal ist und mir fiel auf, dass auch viele Erwachsene im Alltag solch ein Verhalten an den Tag legen. Nach dem mehr oder weniger erfolgreichen Versuch ihnen ein paar Bücher schmackhaft zu machen, in denen viel Wichtiges für den weiteren Lebensweg steht, entschloss ich mich kurzerhand selbst ein Buch zu verfassen, welche auf sehr wichtige Grundlagen eingeht, wie man sein Leben besser gestalten kann. Dabei möchte ich mich darauf konzentrieren, die Sachverhalte leicht verständlich und kurz zu halten und auf Fachbegriffe zu verzichten.
Natürlich kann so eine „Sammlung“ an Grundlagen nie komplett sein und wenn man jeden einzelnen Aspekt sehr ausführlich schildert, so würde der Umfang dieses Buches viel zu groß werden. Daher sollen hier die Themen so angeschnitten werden, dass man deren Wichtigkeit versteht und sich dann selbst auf die Suche macht, um sein Wissen stets zu verbessern. Über Google und YouTube wird man hier mehr als fündig. Aber man muss vorher lernen was wirklich wichtig ist und worauf man den Fokus legt. Da „draußen“ wird viel Lärm gemacht und man kann sich vor Informationen nicht retten. Aber man muss lernen diesen Lärm auszublenden und die wichtigen Signale heraus zu hören. Darum ist es wichtig zu lernen, die richtigen Fragen zu stellen. Das ist essentiell: „stelle die richtigen Fragen“. Google gibt dir alles was du wissen willst, aber das tut es nur, wenn du die Frage gut wählst. Du solltest dir also Notizen machen, wenn du zu einem Thema in diesem Buch mehr wissen möchtest. Schreibe dir das Thema auf einen Zettel, denn sonst vergisst du es. Oder du verpasst dieser Seite im Buch ein Eselsohr, so dass du sie immer schnell aufschlagen kannst. Markiere wichtige stellen mit einem Textmarker. Es würde mich stolz machen, wenn dein Buch über zig Eselsohren und markierte Stellen verfügt.
Es geht in diesem Buch darum, dass der Leser einen Impuls bekommt und die Neugier geweckt wird. Oft wird man erst auf gewisse Sachen aufmerksam, wenn man mit der Nase darauf gestupst wird, durch welche Umstände auch immer. Oft verbergen sich hinter komplizierten Lösungen, ganz einfache Ansätze. Diese einfachen Ansätze habe ich hier zusammengetragen und ich möchte damit deine Neugier wecken. Du sollst neugierig auf das werden, was in dir steckt, von dem du noch nicht weißt, dass es in dir steckt.
Dieses Buch richtet sich also vor allem an junge Menschen aber auch an Erwachsene, die naja sagen wir mal „Spätzünder“ sind, so wie ich es auch bin. Ich spreche also aus eigener Erfahrung. Ich bin jetzt 43 Jahre alt und noch vor 5 Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich mal ein Buch schreiben würde. Vor 10 Jahren war mein Leben noch ein Komplett anderes. Ich war nicht unglücklich, aber ich war Lichtjahre von dem entfernt, was ich heute geschafft habe. Und wer weiß wie es in 5 Jahren aussieht. Man hält dies im Hier und Jetzt oft nicht für möglich.
Hier kommt schon die erste Weisheit, die du dir einprägen solltest: Menschen überschätzen sich kurzfristig und unterschätzen sich langfristig! Wenn du schaffst dein Potenzial zu entfalten, wirst du erstaunt sein was alles möglich ist. Es gibt sehr viele Attribute oder besser gesagt Eigenschaften, die fast alle erfolgreichen Menschen gemeinsam haben. Ich möchte dir dabei helfen diese Eigenschaften zu finden oder zu verbessern. Der Sinn des Buches liegt also darin, dich zu motivieren eine Tür, die schon da ist, zu öffnen und hindurch zu gehen. Diese Tür ist unverschlossen. Du kannst sie einfach öffnen.
Zu meinen Kindern möchte ich sagen:
Ich kann nicht immer bei dir sein. Eines Tages musst du alle Entscheidungen selbst Treffen und mit den Konsequenzen leben. Dabei kann dir dieses Buch helfen, denn jeden Rat, den ich dir geben würde, lässt sich mit den Grundwerten dieses Buches vereinbaren. Wenn du also mal nicht mehr weiterweißt, wirf einen Blick in dieses Buch.
Mein großer Wunsch ist es, dass du dich durch dieses Buch selbst findest und verwirklichst und glücklich wirst. Es soll dich vor großen Fehlern bewahren oder aber wenn sie begangen wurden, beim Wiederaufbau zu helfen!
Das ist gleich zu Beginn ein sehr schwieriges Thema. Sich selbst zu kennen und zu erkennen bedeutet grob gesagt, dass man weiß, wo die eigenen Stärken und Schwächen liegen und wie man in gewissen Situationen reagiert und diese Reaktion zu kontrollieren. Das ist einfacher gesagt als getan, denn für die meisten Menschen ist eine gesunde Selbstprojektion äußerst schwierig.
Stelle es dir so vor, als wenn du aus deinem Körper herausfliegst und dich selbst so siehst, wie andere Menschen dich sehen.
Anderen Menschen fällt sehr schnell auf, was du z.B. gut kannst oder aber auch überhaupt nicht gut. Deinen Mitmenschen fällt auch auf wie du reagierst und dich verhältst, denn dies kann man an deinem Gesicht und deinen Bewegungen ablesen, auch wenn du dir dessen nicht bewusst bist. Oftmals werden dir das die anderen Menschen aber nicht direkt sagen. Es kann sein das sie einfach kein Interesse daran haben oder dich nicht verletzen wollen. Wenn du denkst das du in einer gewissen Sache besonders gut bist und diese gerne machst, und dann gesagt bekommst, dass du diese Sache nicht gut kannst, dann wirst du gekränkt und abweisend reagieren. Trotzdem solltest du in der Lage sein, das Gesagte logisch zu durchdenken und auf Fakten zu prüfen, um an den wahren Kern zu kommen. Da daraus Konflikte entwachsen können, vermeiden es deine Mitmenschen oft, dir offene Kritik zu geben. Gerade innerhalb der Familie oder im engeren Freundeskreis, kommt so etwas oft vor, da man einander nicht verletzen möchte.
Dieses Verschweigen ist aber leider sehr kontraproduktiv für deine Entwicklung. Als junger Mensch hat man die kühnsten Träume und Ideen. Die Eltern sollten dies auch in jedem Fall fördern – bis zu einem gewissen Punkt.
Mein Junge z.B. wollte Profifußballer werden. Das ist absolut ok und Fußball ist ein guter Sport, der dich fit hält. Aber man erkennt hier doch ziemlich schnell, ob jemand ein Ausnahmetalent besitzt und sich weitere Investitionen (Zeit und Geld) lohnen oder eben nicht. Und genau an diesem Punkt ist eine gesunde Kritik, dass beste was dir passieren kann. Es spricht sicherlich nichts dagegen einfach weiterhin Fußball zu spielen, einfach nur weil es Spaß macht. Aber damit irgendwann mal Geld zu verdienen ist sehr unwahrscheinlich. Es tut sicherlich weh, wenn hier Träume zerstört werden. Aber wenn man es nicht tut, kann es später noch sehr viel bitterer werden.
Warum haben eigentlich so viele Menschen ein Problem mit offener Kritik?
Ich möchte noch mal betonen, dass eine gesunde, konstruktive Kritik, dass Beste ist, was dir passieren kann. Du bekommst ein ehrliches Feedback, welches dir einen Hinweis gibt, welche Sachen du noch verbessern kannst oder lieber gleich ganz lassen solltest. Um Kritik zu äußern, braucht die jeweilige Person Mut und sie ist sich bewusst das damit eventuell eine Konfrontation oder ein Konflikt ausgelöst wird. Das liegt daran, dass der Empfänger der Kritik sich angegriffen und oder verletzt fühlt. Oft verhält sich der Empfänger der Kritik dann sehr unfair. Dabei spielt das Alter keine Rolle. Eine Kritik verletzt das Ego und damit können die meisten Menschen nicht gut umgehen. Aber bei genauerer Betrachtung wird hier gar nicht das Ego verletzt, sondern lediglich ein Fakt festgestellt, der wie wir jetzt einfach mal annehmen, der Wahrheit entspricht. Diese Wahrheit ist für den Empfänger dann meist bitter und man ist dann sauer auf den Sender der Kritik, obwohl dies gar nicht nötig wäre. Aber man braucht schon eine gewisse Größe, Mental gesehen, um die Kritik anzunehmen und anzuerkennen, dass man nicht persönlich angegriffen wurde. Man denkt in Ruhe und objektiv über die Kritik nach und betrachtet die Sache von außen, man geht also aus sich heraus. Die Kritik kann dich trotzdem verletzen und man muss sich eingestehen das man falsch lag. Aber wenn man alle Fakten fair bewertet, so muss man sich auch eingestehen, dass der Sender der Kritik recht hat. Der Sender stellt nur Tatsachen fest, er kann selbst natürlich nichts für diese Tatsachen oder dafür, dass dir diese Tatsachen nicht gefallen.
Sei also stets dankbar für konstruktive Kritik.
Dazu gibt es auch in der Geschichte schon sehr alte Redewendungen, die auf diesen Umstand hinweisen:
„Wer die Wahrheit spricht, braucht ein schnelles Pferd“.
Es ist also seit Menschengedenken so, dass die nackte Wahrheit meistens nicht gut ankommt. In dieser Sache ist der wichtigste Punkt für dich also, dass du dich selbst sehr gut einschätzen kannst und deine Stärken und Schwächen herausfindest, da du nun weißt, dass die Menschen in deinem Umfeld ihre Kritik entweder zurückhalten oder sie etwas beschönigen, um dich nicht zu verletzen. Das ist alles vollkommen normal.
Wenn dir ein geliebter Mensch ein Abendessen bereitet, es dir aber nicht so gut schmeckt, wirst du es trotzdem Essen und diesen Menschen loben, dass er das Essen sehr gut gemacht hat. So handhaben es die meisten Leute und ich tue das auch. Aber wenn dieser Mensch, der nun denkt, er kann außergewöhnlich gut kochen, eine Gaststätte eröffnen will? Denk kurz darüber nach. Wäre es nun klug dieses Vorhaben noch weiter anzupeitschen durch ein falsches Lob? Oder wäre es nun besser hier mal die Karten auf den Tisch zu legen und konstruktive Kritik anzubringen.
Wie du dir denkst kann das sicherlich unangenehm werden, aber es ist leider nötig. Die Folgen können viel schlimmer werden, wenn man versucht etwas zu überspielen oder totzuschweigen. Dieser geliebte Mensch könnte nun versuchen alles dafür zu tun, um die Gaststätte zu eröffnen. Daran ist an sich nichts schlechtes aber um eine Gaststätte zu führen, braucht es schon etwas mehr als nur gerne zu Kochen, vor allem wenn man in dem Irrglauben ist, gut Kochen zu können. Den weiteren Verlauf kannst du dir denken – es kommt nichts Gutes dabei raus, nur sehr viele Probleme.
Es ist also von allergrößter Wichtigkeit das du dich selbst kennenlernst und einzuschätzen weißt. Es geht darum herauszufinden was du gut kannst und was nicht. Das zeigt dir in erster Linie mal, wo du momentan stehst. Die wichtige Frage ist aber, wo du im Leben hinmöchtest. Das ist eine sehr schwere Frage und die Antwort kann sich immer mal wieder ändern, da das Leben sich auch ständig verändert. Umso wichtiger ist, dass du dir diese Frage immer wieder stellst und dann schaust, ob dein Tun noch passend ist und mit den Zielen übereinstimmt oder ob du hier etwas ändern solltest.
Wie findest du heraus, ob dein Verhalten noch passend ist?
Hier ein kleines Beispiel. Du bist relativ unsportlich. Deine Familie stört das nicht weiter, sie lässt dich mit Kritik in Ruhe. Weiterhin naschst du gerne Süßigkeiten. Bis vor kurzem wolltest du noch ein professioneller Zeichner werden. Als Zeichner ist es egal ob du Fit bist oder teamfähig bist. Es ist auch egal ob du sehr gerne isst und wie dein Körper beschaffen ist. Dann hast du dieses YouTube Video von dieser einen Tanzgruppe gesehen und es hat dich sehr beeindruckt. Du möchtest nun also Tänzer werden. An deinem Alltag hat sich nichts geändert, außer dass du weniger zeichnest und mehr Tanzvideos konsumierst und dich dazu etwas in deinem Zimmer bewegst.
Während dein Lebenswandel, also dein Tun, vor einem Jahr noch mit deinem Ziel Zeichner zu werden, gut harmoniert hat, so ist dies im Falle des Tänzers nicht mehr der Fall. Aber warum? Als Tänzer braucht man eine gute körperliche Fitness und in unserem Beispiel hier hast du keine gute körperliche Fitness. Weiterhin musst du lernen dich in einer Tanzgruppe unterzuordnen. Also musst du jetzt dein „Tun“ anpassen und dich verändern. Als Zeichner hast du immer alles allein so entworfen, wie du wolltest, aber nun als Tänzer ist Teamfähigkeit gefragt. Du musst nun dein Verhalten ändern. Wenn du nicht bereit bist etwas zu ändern, wird sich ein anderer finden, der bereit ist sich zu ändern. Dieser andere überholt dich einfach indem er tut was getan werden muss. Du schaust nur missgünstig dabei zu. Du wirst so lange von allen anderen überholt, bis du einsiehst, dass die Veränderung manchmal nötig ist und damit beginnst. Dazu braucht es viel Willensstärke, wie wir später noch herausfinden ist der Wille das stärkste überhaupt.
Als Tänzer musst du fit sein, also musst du dein Tun dahingehend verändern, dass du nun regelmäßig Sport treibst und Tanzen übst. Du hast heute keine Lust zum Sport zu gehen? Das ist verständlich, da du dies ja nicht gewohnt bist. Stelle dir folgende Fragen: „möchte ich körperlich fit sein?“, „möchte ich in die Tanzgruppe?“. Du möchtest das? Ok, dann gehe zum Sport. Es ist ein ganz einfaches Auswahlverfahren und du hast selbst die Macht das zu beeinflussen. In diesem Auswahlverfahren geht es nicht darum was du momentan möchtest, sondern darum, was getan werden muss, um deinem Ziel näher zu kommen. Sport ist nicht deine Stärke?
Dann mache es zu einer Stärke!
Meine Schwäche war damals das Joggen und das Lesen. Ich habe es zu einer Stärke ausgebaut. Ich habe das Joggen von „Nie“ in „4-5 mal pro Woche“ umgewandelt und das Lesen von „Nie“ in „täglich“. Natürlich funktioniert das mit jeder Tätigkeit.
Es ist also wichtig das du immer mal wieder „in dich hineinhorchst“ und schaust, ob alles ok ist oder ob du dich in eine Richtung entwickelst, die langfristig problematisch ist. Mit langfristig problematisch ist gemeint, ob die Richtung, in die du gehst, nachhaltig ist und dich dahin bringt, wo du gerne hinmöchtest. Diesen Vorgang nennt man Selbstreflektion. Du checkst dich quasi selbst, überprüfst dein System auf Tauglichkeit. Man sollte sich selbst ab und zu reflektieren. Da sich Dinge immer wieder ändern, ist es nötig das du in dich hineinhorchst und notfalls Anpassungen vornimmst. Lerne deine Schwächen kennen und wandle sie in Stärken um oder sieh ein, dass du Aufgrund gewisser Schwächen eben nicht alles machen kannst, wovon du träumst. Konzentriere dich dann auf deine Stärken und baue diese weiter aus, um hier deine Träume zu verwirklichen. Versuche dir die Meinungen deiner Mitmenschen einzuholen und bewerte diese Objektiv nach Fakten und sei nicht böse auf deine Mitmenschen, wenn sie so fair sind und dir eine ehrliche Kritik geben.
Du sollst auf Kritik achten und aufnahmefähig für sie sein. Aber woher weißt du nun ob die Kritik wirklich sinnvoll ist oder nicht? Das ist eine sehr gute und zugleich schwierige Frage. Es gibt viel Neid in der Welt und so äußern die Menschen sich oft negativ über Sachen die andere Menschen machen und damit Erfolg haben.
Gründe dafür gibt es viele. Oft haben die Menschen, die am lautesten unfaire Kritik üben, selbst nicht sehr viel erreicht. Oder sie sind mit sich selbst nicht im reinen. Das bedeutet sie sind im inneren unglücklich, weil sie ein Geschehnis noch nicht verarbeitet haben oder sie ihre Träume nicht verwirklichen konnten. Vielleicht ist ihr Alltag auch zu langweilig. Genau wissen kann man das nie. Jedenfalls versuchen diese Menschen ihre negative Einstellung auf dich zu übertragen. Diesen Menschen kann man es nicht recht machen und sie werden sich weiterhin negativ äußern, egal was du tust.
Es ist wichtig für dich, dass du solche Situationen erkennst und in diesem Fall die Kritik nicht annimmst. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist hier, dass du dich nicht von persönlichen Emotionen leiten lässt, sondern die ganze Sache wieder aus der Vogelperspektive betrachtest. Es kann nämlich durchaus sein das ein Familienmitglied oder ein guter Freund hier negativ auf dich einwirkt. Da hier ein sehr großes Vertrauen besteht, wird das Gesagte nicht hinterfragt, sondern einfach geglaubt. Und so wichtig wie es ist, sich selbst zu erkennen, so wichtig ist es auch andere Menschen und ihre Motivationen zu kennen. Du musst schaffen die Sache neutral und Objektiv zu bewerten, so wie ein Schiedsrichter. Das ist oftmals sehr schwer.
Bei solchen Entscheidungen hilft dir nur dein klarer Verstand. Überlege was die jeweiligen Menschen erreicht haben und über welche Erfahrung sie verfügen.
Höre hier nicht auf die Schafe, sondern auf die Wölfe!
Wenn dir also ein erfahrener Zeichner eine Technik zeigt, mit der du dich verbessern kannst, so ist diese Kritik der eines Freundes vorzuziehen, der dir rät, es ganz sein zu lassen, obwohl dieser Freund selbst noch nie wirklich gezeichnet hat. Genau andersrum verhält es sich, wenn dir der Zeichner klar sagt, dass du wohl niemals ein richtig guter Zeichner wirst und dein Freund weiterhin darauf beharrt das du der beste Zeichner weit und breit bist. Versteh das bitte nicht falsch. Freunde und Familie sind dazu da, dass sie dich in deinen Vorhaben bestärken und unterstützen. Und genau das macht es so schwer, die Kritik neutral einzuschätzen.
Befrage nie den Bäcker nach den Sternen, da solltest du lieber zu einem Astrologen gehen!
Achte also darauf, ob die Person, die dir Rat gibt, irgendeine Expertise auf diesem Gebiet hat oder ob der Rat nur durch „Hörensagen“ weitergegeben wird. Es ist sehr wertvoll, wenn man den Rat von Jemandem bekommt, der alles selbst erlebt hat und nah dabei war.
Aber man soll niemals nie sagen! Vielleicht schaffst du es mit sehr viel Arbeit doch ein passabler Zeichner zu werden und wie schon gesagt, gegen ein Hobby, welches man aus Spaß ausführt, ist absolut nichts einzuwenden. Es geht hier nur darum, nicht zu viele Ressourcen, wie Zeit, Geld und Willenskraft, in eine Sache zu verschwenden, bei der am Ende nichts rauskommt. Warum die Ressourcen Zeit und Geld so eine große Rolle spielen, wirst du im weiteren Verlauf noch erfahren.
Dein Ego wird ein Knackpunkt in deinem Leben werden. Das Ego kann eine ziemlich einfache Sache zu einem unüberwindbaren Hindernis werden lassen. Es kann vieles sehr erleichtern aber auch sehr erschweren.
Ego bedeutet, wie du dich selbst siehst.
Also das Bild, das du selbst von dir hast, wie du über dich denkst. Nicht selten unterscheidet sich das aber komplett von der Realität und von dem, wie andere dich sehen. Dies kann zu einem großen Problem werden. Ein zu großes Ego kann dir ewig im Weg stehen und dich daran hindern dich wirklich selbst zu erkennen. Andere zu beurteilen ist einfach aber sich selbst zu beurteilen ist, für die meisten, ziemlich schwer.
Das Problem bei einer Selbsterkenntnis ist, dass man nicht unparteiisch ist, sondern natürlich versucht, möglichst gut dabei abzuschneiden. Man versucht also vor sich selbst in einem guten Licht dazustehen.
Merke dir:
Die Person, die man am einfachsten belügen kann, ist man selbst.
Bevor man also bei sich selbst die Schuld sucht, sucht man diese lieber bei den anderen. Ausreden gibt es immer viele, immer sind die andere Schuld, alle haben Glück, nur ich habe Pech. Kritik und unangenehme, aber wahre, Fakten, können das Ego sehr verletzen. Es liegt in der menschlichen Natur, sein Selbstbild so zu verzerren, dass man möglichst gut dasteht und gut damit leben kann. Es ist ein Schutzmechanismus. Wenn jeder Fehltritt ungeschönt analysiert werden würde, so würde unsere Lebensqualität extrem leiden. Also erschafft sich jeder Mensch eine kleine, eigene Realität, in der er sich nicht ständig für seine Fehler verantworten muss.
Schon einfache Bemerkungen oder Gesten, können das Ego eines Menschen so tief verletzen, dass dieser Mensch sehr stark überreagieren kann. Über das Ego werden wir im Kapitel „Schutz“ auch noch sehr oft reden, da ein verletztes Ego oft die Grundlage für Gewalt, Konflikte und sogar Kriege ist.
Kennst du den Ausdruck, dass jemand nicht über seinen Schatten springen kann?
Das bedeutet, dass dieser jemand nicht bereit ist von seinem Standpunkt abzuweichen, egal wie lächerlich das auch für Außenstehende aussehen mag. Ein Mensch, der nicht über seinen Schatten springen kann, steht sich in erster Linie selbst im Weg. Er ist nicht bereit von seinen Prinzipien, und mögen sie noch so sinnlos sein, abzuweichen. Es gibt schon genug Probleme und Hindernisse im Leben, aber sich selbst im Weg zu stehen ist wohl eines der größten Probleme.
Das jeder das Leben aus seiner eigenen Sicht sieht, ist klar. Deine Welt dreht sich um dich. Aber bist du der Mittelpunkt der Welt? In gewisser Hinsicht schon aber bedenke, dass 7,8 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Können wir also 7,8 Milliarden Mittelpunkte haben? Wohl kaum. Wenn jeder Mensch genau seine Meinung durchdrücken würde, dann herrschte nur noch Chaos. Es ist also wichtig zu erkennen, dass du nur einer von vielen bist. Es gab viele vor dir und es folgen noch viele. Umso wichtiger und schöner ist es, wenn man aus dieser großen Masse herausstechen kann. Und um das zu tun, muss man sein Ego kennen und beherrschen können.
Wenn du dein Ego beherrschen kannst, so macht dich das unberechenbarer und unangreifbarer.
Es ist nicht vorteilhaft, wenn andere Menschen wissen, wie sie dich sofort in Wut versetzen können. Man könnte dich einfach in eine gewünschte Handlung zwingen, da man genau weiß, wie du reagierst. Denke kurz darüber nach.
Aber nun zu einem Beispiel.
Stell dir einen Brunnen vor. Der Brunnen ist tief und man lässt einen Eimer an einer Kette hinunter, um das Wasser hochzuziehen. Das Wasser ist tief im Boden und fast unabhängig von den Temperaturen oben an der Luft. Du gehst also im Sommer an dem Brunnen vorbei. Es ist sehr warm, 30° und kein Schatten weit und breit. Du holst dir etwas Wasser hoch und trinkst es. Das Wasser hat 15°, da es so tief unter der Erde nicht so aufgeheizt wird. Es ist angenehm und erfrischend kühl bei dieser Hitze.
Mittlerweile ist es Winter und du gehst an demselben Brunnen vorbei, die Temperatur ist auf -5° gefallen. Wieder holst du mit dem Eimer das Wasser nach oben und trinkst es. Und wieder ist es wohltuend. Das Wasser hat immer noch seine 15°, da es so tief unter der Erde nicht so abkühlt. Und bei dieser Kälte ist das wärmere Wasser sehr angenehm.
Was ich dir damit sagen möchte:
Die äußeren Einflüsse haben sich geändert aber das Wasser ist immer dasselbe, es hat immer dieselbe Temperatur. Nur deine Wahrnehmung über das Wasser hat sich geändert aber das Wasser ist das gleiche. Je nach Umstand (Sommer, Winter) empfindest du das Wasser kalt oder warm, obwohl es immer die gleiche Temperatur hat.
Genauso ist es mit deinem Ego. Es kommt darauf an was du aus dem jeweiligen Umstand, der Situation, machst. Du hast hier eine unglaubliche Macht. Du kannst die Situation durch Ruhe und Besonnenheit meistern, indem du einfach über den Dingen stehst und es gelassen siehst. Oder du kannst die Situation zum Eskalieren bringen und setzt zum frontalen Angriff an. Lass dir gesagt sein, dass es der Welt letztlich egal ist wie du reagierst. Aber du wirst die Konsequenzen für dein Handeln tragen, du und kein anderer. Oft empfiehlt es sich ruhig zu bleiben und zu warten bis sich die Gemüter abgekühlt haben. Das berühmte
„eine Nacht drüber schlafen“
und
„nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird“,
sind hier sehr treffende Beispiele.
Wenn du sofort auf eine Situation reagierst, kannst du dies nicht mehr umkehren. Du kannst etwas Gesagtes nicht mehr zurücknehmen. Also ist es klüger, aber auch schwerer, sich eine direkte Reaktion zu verkneifen. Du hältst dir alle Möglichkeiten, auf die Situation zu reagieren, offen. Während du mit einer direkten Reaktion sofort Stellung beziehst und eine oder mehrere Möglichkeiten sofort ausschließt.
Nun habe ich ziemlich viele negative Punkte zum Ego aufgeführt. Aber das Ego kann auch im positiven unglaublich stark sein. Wo andere Aufgeben, machst du weiter. Du wirst trotz einer Niederlage erneut anpacken. Du lernst aus deinen Niederlagen und wirst es das nächste Mal besser machen. Du beißt dich durch bis du es geschafft hast. Auch dazu ist das Ego im Stande. Ein starkes Ego kann dich also auch unglaublich weit nach vorne bringen.
Aber wie immer musst du die Sache genau analysieren. Wenn du auf dem falschen weg bist und dein Ego will einfach nicht aufgeben, dann rennst du ins Verderben. Deshalb ist es wichtig sich immer wieder selbst zu reflektieren und gute Kritik von außen zu bekommen.
MERKE: Checke dich selbst durch und frage die Wölfe um Rat.
Alle Enttäuschungen resultieren aus Erwartungen.
Bestimmt kennst du das Gefühl der Enttäuschung. Alles kam anders als gedacht. Jeder von uns kennt dieses Gefühl. Die Dinge laufen oft anders als geplant, Menschen reagieren anders als gedacht. Enttäuscht ist man aber nur, weil man sich etwas anderes erhofft, erwartet hat. Man kann das bittere Gefühl der Enttäuschung aber lindern, in dem die Erwartungen einfach kleiner gehalten werden. Vor allem wenn kein Plan B, eine Alternative, vorhanden oder durchdacht wurde, kann einen so eine Enttäuschung zu Boden werfen. Dabei ist egal welcher Natur die Enttäuschung ist, denn sie lauert in allen Lebenslagen. Investitionen, Geld, Freundschaft oder Liebe. Man sollte also auf nichts zu 100% vertrauen. Natürlich sollst du auch nicht alles in Frage stellen. Aber oft reicht es schon, wenn du zu 99% vertraust aber zu 1% darüber nachdenkst, was du tun würdest, wenn die 99% Vertrauen doch zerplatzen. Blindes Vertrauen ist niemals gut, da man sich zu 100% in fremde Hände gibt. Geht nun etwas schief, dann schlägt die Enttäuschung mit voller Wucht zu.
Das Thema Enttäuschungen ist deshalb unter dem Ego aufgeführt, da sie im Zwischenmenschlichen Bereich oft auftreten. Ich kenne das selbst von meinem früheren Ich. Ich habe von meiner Partnerin oder Freunden immer eine gewisse Reaktion erwartet, wenn es um bestimmte Themen ging. Ich habe die Situation durchdacht und bin zu einem Entschluss bekommen.
Sagen wir als Beispiel einfach, mein Entschluss war die Zahl 23.
Ich habe alle mir bekannten Fakten analysiert und eine logische Rechnung aufgestellt und am Ende dieser Rechnung stand die 23. Nun habe ich von meinem Gegenüber erwartet, das bei seiner Berechnung ebenfalls die 23 rauskommt. Natürlich war das nur selten der Fall und ich war enttäuscht darüber, dass mir eine 5, eine 17 oder eine 65 serviert wurde. Ich konnte nicht verstehen, warum nicht 23 herauskam.
