Dein magischer Platz. Das Kraftort-Coaching - Tanja Dränert - E-Book

Dein magischer Platz. Das Kraftort-Coaching E-Book

Tanja Dränert

0,0
13,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Bei Kraftorten denken viele an alte Kultstätten und religiöse Heiligtümer. Doch ein "magischer", stärkender Platz kann auch ganz unauffällig und von Mensch zu Mensch verschieden aussehen. Was macht Kraftorte aus? Wie erkenne ich sie und kann sie für mich nutzen? Welche Rolle spielt die Natur als Kraftort? Diesen Fragen geht Kraftortcoach Tanja Dränert in ihrem Buch nach und gibt dabei wertvolle Werkzeuge an die Hand, um den ganz persönlichen Kraftort zu finden und mit ihm ins Gespräch zu kommen. Denn jeder Ort sagt auch etwas über uns aus. Bestimmte Landschaftsformen - wie Flüsse, Wälder, Höhlen oder Wege - können uns einen Spiegel vor Augen halten für den Umgang mit unseren Lebensthemen. Bäume und Pflanzen mit ihren ganz eigenen Qualitäten geben Hinweise auf unsere Bedürfnisse. So wird der Kraftort zum Coach, zum Begleiter und wichtigen Ratgeber für verschiedene Lebensfragen. Zahlreiche Coachingtipps, Übungen und Rituale helfen dabei, den Orten und dabei sich selbst näher zu kommen. Angefangen beim länger angelegten Aufenthalt in der Natur bis hin zum kleinen Kraftanker für den Arbeitsplatz oder zu Hause ist für jede Lebenssituation etwas dabei.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 319

Veröffentlichungsjahr: 2022

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



TANJA DRÄNERT

Stärkende Plätze für jede Lebenssituation findenDie Energie des Kraftorts gezielt nutzenMit zahlreichen Übungen, Anregungen und Ritualen

Haben Sie Fragen an den Verlag?Anregungen zu unseren Büchern?Erfahrungen, die Sie mit anderenteilen möchten?

Nutzen Sie unsere sozialen Netzwerke:www.mankau-verlag.de/forum

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Tanja Dränert

Dein magischer Platz. Das Kraftort-Coaching

E-Book (epub): ISBN 978-3-86374-640-7

(Druckausgabe: ISBN 978-3-86374-638-4, 1. Auflage 2022)

Mankau Verlag GmbH

D-82418 Murnau a. Staffelsee

Im Netz: www.mankau-verlag.de

Soziale Netzwerke: www.mankau-verlag.de/forum

Lektorat: Redaktionsbüro Julia Feldbaum, Augsburg

Endkorrektorat: Susanne Langer-Joffroy M. A., Germering

Gestaltung Umschlag: Andrea Janas, München

Layout, Bildbearbeitung und Satz: Lydia Kühn, Aix-en-Provence, Frankreich

Energ. Beratung: Gerhard Albustin, Raum & Form, Winhöring

Bildnachweis:

Alle Fotos © Tanja Dränert

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im vorliegenden Buch die gewohnte männliche Sprachform bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen verwendet. Dies impliziert jedoch keine Benachteiligung des weiblichen Geschlechts, sondern soll im Sinne der sprachlichen Vereinfachung als geschlechtsneutral zu verstehen sein.

Hinweis für die Leser/innen:

Die Autorin hat bei der Erstellung dieses Buches Informationen und Ratschläge mit Sorgfalt recherchiert und geprüft, dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Verlag und Autorin können keinerlei Haftung für etwaige Schäden oder Nachteile übernehmen, die sich aus der praktischen Umsetzung der in diesem Buch vorgestellten Empfehlungen ergeben.

Bitte suchen Sie bei Erkrankungen einen erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker auf.

Inhalt

Einleitung – mein Weg zum Kraftort-Coaching

Auf ein Wort

Was ist einKraftort?Eine Annäherung

Die Bezeichnung Kraftort

Geomantische Hintergründe

Übungen: Aktivierung des Energieflusses

Traditionelle Kraftorte und ihre berühmten Vertreter

Gibt es den Kraftort?

Natur als Kraftort

Eigene Kraftortefinden, gestaltenundnutzen

Was kann ein Kraftort sein?

Die Vorbereitung auf dem Weg zum Kraftort

Exkurs: Zeichen der Natur erkennen

Übungen: Kontaktaufnahme mit unserem Selbst

Checkliste für innen und außen

Dem Kraftort begegnen

Übungen: Kontaktaufnahme mit der Natur

Erste Annäherung. Gestaltungsmöglichkeiten für Entschleunigung und Kreativität

Übungen: Schärfung der Sinneswahrnehmung

Kreative Übungen

Rituale

ImGesprächmit dem Kraftort – der Kraftort alsCoach

Die Botschaften deines Platzes verstehen

Allgemeine Coachingübungen

Berge und Täler

Coachingfragen auf einen Blick

Übungen: Auf dem Berg

Exkurs: Tiere und ihre Botschaften

Wasser

Coachingfragen auf einen Blick

Übungen: Am und mit dem Wasser

Exkurs: Die Elemente und ihre Bedeutung

Höhlen und Grotten

Coachingfragen auf einen Blick

Übung: Sich einhöhlen

Wald und Bäume

Coachingfragen auf einen Blick

Übungen: Mit Wäldern und Bäumen

Exkurs: Botschaften von Bäumen und Sträuchern

Wiesen und Felder

Coachingfragen auf einen Blick

Übungen: Auf Wiesen und Feldern

Exkurs: Pflanzen und ihre Botschaften

Moore und Auenlandschaften

Coachingfragen auf einen Blick

Übungen: In Mooren und Auenlandschaften

Wege

Coachingfragen auf einen Blick

Übung: Mein Lebensweg

Kultstätten und religiöse Orte

Coachingfragen auf einen Blick

Übung: Dem Geist der Kultstätte auf der Spur

Kleine Kraftinselnfür den Alltag

Was können Kraftinseln sein?

Übungen: Allgemeine Ideen für Kraftinseln

Kraftorte zu Hause schaffen

Übungen: Ideen für Kraftinseln zu Hause

Kraftorte im Arbeitsalltag

Übungen: Ideen für Kraftinseln im Arbeitsalltag

Kraftorte in der Stadt

Übungen: Ideen für Kraftinseln in der Stadt

Der Kraftort im Inneren – unserinnerer Fluss

Aus unserer Mitte entspringt ein Fluss

Danke

Literatur und weiterführende Hinweise

Endnoten

Register

Gewidmet dem Wunder der Natur

Dieses Buch ist eine Einladung.

Eine Einladung an dich, deinen ganz persönlichen magischen Platz zu finden – genau den, der für diesen Moment gerade passend ist – und dich an ihm mit dir selbst auseinanderzusetzen, sodass du diese Magie auch in dir findest und zu dem Wunder wirst, das du bist.

Einleitung – mein Weg zum Kraftort-Coaching

In den Themen, die uns selbst im Leben am meisten beschäftigen, werden wir die besten Lehrmeister. Diesen Satz habe ich schon häufiger in unterschiedlichen Variationen gehört. Als ich die Einladung erhalten habe, dieses Buch zu schreiben, wurde er mir in seiner ganzen Größe und Wahrheit bewusst. Die Suche nach dem magischen Platz in mir, meinem inneren Kraftort, begleitet mich bereits mein ganzes Leben. Nun – in der Mitte meines Lebens angekommen – gelingt es mir immer mehr und häufiger, in meinem inneren Kraftort zu verweilen, selbst wenn draußen wilde Stürme toben.

Diese Reise hat mich auch im Außen an viele magische Plätze geführt. Denn dort konnte ich mich immer wieder aufladen mit neuer Kraft. Die Natur und das Zu-Fuß-unterwegs-Sein spielten dabei stets eine sehr wichtige Rolle. Ich besichtigte die Maya-Pyramiden und wunderbare Naturoasen in Mexiko, erlebte beim Schnorcheln schöne Unterwasserwelten in Thailand und der Karibik. Ich erfuhr die beeindruckende Weite von Wüstenlandschaften in Ägypten, Algerien und Mali. Ich begab mich auf Pilgerschaft auf den Jakobsweg und entdeckte dort die Magie der Langsamkeit. Ich fing an, mich mit Orten und ihrer besonderen Kraft zu beschäftigen. Begann zu erspüren, was sie für mich zu kraftvollen Plätzen macht. Und entdeckte dabei häufig, dass die Wirkung auf mich nicht die gleiche war wie beispielsweise in einem Buch beschrieben.

So begann ich, mich damit auseinanderzusetzen, was ein Kraftort eigentlich bedeutet. Ich habe viel dazu gelesen und Kurse besucht. In diesem Zusammenhang beschäftigte ich mich auch mit den Funktionsweisen unseres Körpers, unseres Energiefelds und damit, was uns unsere Kraft eigentlich immer wieder raubt. Ich fing an, mich zu beobachten, und machte mir so bewusst, in welchen Situationen ich aus meiner Mitte katapultiert wurde. So landete ich letztendlich bei der Kinesiologie. Sie half mir, mich mit meinen Stressauslösern auseinanderzusetzen und so immer mehr in meiner Kraft zu bleiben. Doch nicht nur das. Ich erkannte, welche Potenziale in mir stecken, und der Grundstein für meinen Lebenstraum war gelegt: Kraftort-Coaching. Zum Glück beinhaltete meine umfangreiche Ausbildung als Systemische Kinesiologin auch zahlreiche Coachingelemente, die ich durch einen Naturcoach-Lehrgang noch ergänzte. So begleite ich nun Menschen auf einem Stück ihres Lebenswegs und helfe ihnen dabei, wieder in ihre Kraft zu kommen oder diese zu vermehren – und dabei ihre Glaubenssätze, Ängste, Verstrickungen und Blockaden hinter sich zu lassen. Um so die Magie des Wunders zu erfahren, das wir erleben, wenn wir leben, was wir sind.

Dieses Buch lädt dazu ein, dich auf die Suche zu begeben und dabei deinen ganz persönlichen magischen Platz zu finden. Dabei gibt es nicht genau vor, wie ein Ort zu sein hat, um als Kraftort zu gelten. Denn dafür gibt es für mich keine allgemeingültige Lösung. Es ist vielmehr eine Einladung, deinen ganz persönlichen Kraftort zu finden und seine eigene Magie zu entdecken. Dafür gibt es dir zahlreiche Werkzeuge an die Hand. Das Buch ist so gestaltet, dass du es ganz nach deinen eigenen Bedürfnissen einsetzen kannst. Je nachdem, ob du dich einfach nur entspannen, deiner Kreativität freien Lauf lassen oder an deinem persönlichen Wachstum arbeiten willst, kannst du dir ganz flexibel deinen passenden Ort und die entsprechenden Übungen heraussuchen. Dabei handelt es sich immer um Vorschläge. Es gibt hier keine festen Vorgaben und Dogmen, denn wir haben alle sehr individuelle Bedürfnisse, denen nicht eine einzige Anleitung gerecht werden kann.

Wandle die Übungen und Anregungen gern so ab, wie du es brauchst. Und wenn du lieber frei in der Gestaltung bist, kannst du auch einfach nur die Coachingfragen beantworten und deine eigenen Übungen kreieren. Damit du sie schnell zur Hand hast, habe ich sie bei jedem Punkt in einem Übersichtskasten zusammengefasst. Lass dich einfach inspirieren.

Ich wünsche dir viel Freude bei der Entdeckung deiner magischen Plätze und dem Wunder in dir.

Auf ein Wort

Ein großes Anliegen ist mir, dass du dich mit großer Achtung und Umsicht in der Natur bewegst. Nähere dich den Pflanzen und Tieren mit Respekt und nur, wenn du ihr Einverständnis hast. Ja, sie können nicht reden, aber sie sprechen eine eigene Sprache, die wir durchaus verstehen können. Reiße nichts einfach so aus, und nimm nur Dinge mit, die sowieso am Boden liegen. Wenn du eine Pflanze als Andenken haben möchtest, kannst du ein Foto davon machen. Wenn du unbedingt etwas pflücken willst, frage zuvor innerlich, ob es in Ordnung ist, und nimm es dann ganz behutsam.

Wunderbar ist es, wenn wir der Natur ein Dankeschön zurückgeben. Zum Beispiel einen Schluck Wasser oder ein paar Nüsse. Bitte nimm dafür nur Dinge, die auch verrotten oder von Tieren gefressen werden können. In früheren Zeiten hat man in Schalensteinen Nahrungsmittel für die Naturgeister und -seelen zurückgelassen: Kerzen, Blumen, Nüsse, Körner. Aufgeladen werden sie durch die Kraft unserer Wünsche, Gefühle usw. Es geht hier um einen Energieaustausch und nicht um große materielle Werte. Es kann einfach ein Lied sein oder eine Umarmung. Lass dich vom Ort selbst inspirieren, was an deinem Platz das Richtige ist. Oft reicht es auch aus, dass die feinstoffliche Welt einfach als solche wahrgenommen und anerkannt wird. Du kannst den Ort fragen, was er gern hätte. Was du für ihn tun kannst. Bleibe dabei immer ganz in der Eigenverantwortung und prüfe, was für dich auch möglich ist.

Und achte bitte darauf, dass Wälder und Felder meistens einen Besitzer haben, der eventuell um Erlaubnis gefragt werden sollte. Gehe äußerst behutsam mit Feuer in der Natur um und informiere dich, was du dabei beachten musst, um keine Brände zu verursachen. Vergiss nicht, dass es auch in unseren Breitengraden einige giftige Tiere und noch viel giftigere Pflanzen gibt.

Ich danke dir von ganzem Herzen.

Was ist ein Kraftort? Eine Annäherung

Die Bezeichnung Kraftort

Was ist das eigentlich, ein Kraftort? Dazu gibt es wahrscheinlich so viele unterschiedliche Meinungen, wie es Menschen auf diesem Planeten gibt. Für den einen ist ein Kraftort der Biergarten um die Ecke. Und für den anderen die stille, einsame Naturoase an einem kleinen Bach. Für die einen sind Kraftorte alte Heiligtümer der Kelten oder Germanen und für die anderen die großen Kathedralen dieser Erde. Es kann der höchste Berg der Welt sein oder die entlegenste Insel im Ozean. Was wir als Kraftort bezeichnen, ist also sehr subjektiv. Doch was ist, wenn wir es einmal auf einen Nenner bringen wollen? Was macht einen Kraftort aus? Gibt es dazu allgemeingültige Definitionen? Sehen wir doch einmal in dem Lexikon nach, welches uns am schnellsten und einfachsten zur Verfügung steht – in der Wissensdatenbank Wikipedia. Dort heißt es: »Als Ort der Kraft (auch Kraftort, Kraftplatz oder magischer Ort genannt) wird ein Ort bezeichnet, dem eine meist positive (selten auch negative) psychische Wirkung im Sinne einer Beruhigung, Stärkung oder Bewusstseinserweiterung zugeschrieben wird.«1

Weiter stellt Wikipedia einen Zusammenhang mit der Esoterik dar, nach deren Vorstellungen es sich bei Kraftorten um geografische Orte mit einer besonderen Erdstrahlung handelt. Häufig sind diese an Kultstätten aus vorchristlicher Zeit und an Sakralbauten zu finden. Auch markante Orte wie Quellen, Flussufer, Schluchten, Berggipfel, Höhlen, Felsen, Steine, alte Bäume und Lichtungen gelten als Kraftorte.

Wikipedia bringt es ganz gut auf den Punkt, was vorrangig als Kraftort verstanden wird. Der Begriff »Ort der Kraft« ist übrigens seit den 60er-Jahren aus Amerika nach Europa gekommen. Mittlerweile hat er Einzug in viele unserer Lebensbereiche gefunden, vor allem, wenn es darum geht, auszusteigen aus unserem Alltags-Hamsterrad, zu entschleunigen und wieder in die innere Mitte zu kommen. So finden wir zahlreiche Bücher, in denen regional begrenzt verschiedene Kraftorte vorgestellt werden inklusive Wanderrouten und Anleitungen, worauf genau geachtet werden sollte. Manche Regionen haben Kraftpfade oder Kraftwege angelegt, um sich touristisch ein wenig aufzuwerten. So gibt es in der Oststeiermark einen Kraftpfad, der die Orte Wenigzell und St. Jakob im Walde miteinander verbindet. Am Ende wartet sogar eine Ausstellung, die die unterschiedlichen, auf uns einwirkenden Kräfte am eigenen Leib erlebbar macht. Im Bayerischen Wald gibt es in Stamsried einen Kraftweg mit verschiedenen Stationen zum Krafttanken. Hotels werben mit eigens angelegten Kraftplätzen, um dort die Seele baumeln zu lassen und wieder aufzutanken.

Auch die christliche Religion hat den Begriff »Ort der Kraft« übernommen und meint damit Orte der Andacht, zum In-die-Ruhe-Kommen, für das Gebet und die seelische Stärkung. In diesem Zusammenhang finden wir auch Besinnungspfade oder Meditationswege, wie zum Beispiel den Meditationsweg Ammergauer Alpen. Nicht zuletzt gibt es dann noch den inneren Ort der Kraft. Das kann ein Ort sein, den wir im Außen kennen und den wir uns innerlich immer wieder vorstellen können, um uns dort Kraft zu holen. Es kann aber auch einfach unsere innere Mitte sein, auf die wir uns immer wieder rückbesinnen.

Die Bezeichnung Kraftort ist also sehr vielseitig und wird in zahlreichen Kontexten verwendet. Aus dem Bedürfnis, die Energie an diesen Orten genauer zu untersuchen und einen gemeinsamen Nenner zu finden, ist unter anderem die Geomantie hervorgegangen, auf die ich an späterer Stelle noch etwas näher eingehen werde. Sie hat bestimmte Kriterien festgelegt, um die Energie an Orten zu messen und so kraftvolle Punkte zu erkennen. Wobei es auch hier unterschiedliche Sichtweisen gibt. Der Geomant Guntram Stoehr spricht beispielsweise von der Vitalkraft, Astralkraft, Mentalkraft und Kausalkraft von Landschaften. Dabei handelt es sich ihm zufolge um unterschiedliche Strömungskräfte. Dabei ist die Vitalkraft die Lebenskraft, die allen Lebensformen und Materie auf der Erde innewohnt. Die Astralkraft ist die Kraft, die durch menschliche Emotionen erzeugt wird. Die Mentalkraft steht mit den Gedanken in Verbindung. Und durch die Kausalkraft werden die Prozesse in der Natur durch die Natur selbst gesteuert. Orte, an denen diese Strömungskräfte besonders intensiv vorkommen, bezeichnet er als Kraftorte. Er nennt diese Punkte Strömungspunkte. An ihnen erneuern sich die verbrauchten Energien in einem natürlichen Kreislauf. Gelangen wir an einen solchen Punkt mit erneuerten Strömungskräften, fühlen wir uns gestärkt. Dabei eignen sich irdische Strömungspunkte gut zur körperlichen Regeneration und Entspannung und kosmische Strömungspunkte für Meditation und fördern mentalen Frieden und innere Gelassenheit.2

Sein Kollege Marko Pogačnik spricht von Erd-Chakren, Atmungssystemen, Zentren der Erdung, Herzzentren, Yin-Yang-Systemen und mehr. Er kommuniziert mit den Seelen der Orte und schafft so eine eigene Form der Geomantie.3

Dank dieser Forschungen wissen wir also, dass beispielsweise an alten Kultplätzen wie Stonehenge oder Chichén Itzá ein besonderes Kraftfeld herrscht. Das setzt aber nicht zwangsläufig voraus, dass jeder Mensch an diesen Orten das Gleiche empfindet. Die Bandbreite ist hier groß – von gar nichts oder negativen Eindrücken bis hin zu den höchsten visionären Eingebungen. Diese Empfindung können wir trainieren, denn die Veranlagung dazu, bestimmte Energien wahrzunehmen, ist bei uns allen vorhanden. Redensarten, wie »da liegt Spannung in der Luft« oder »hier herrscht dicke Luft« zeugen davon, dass wir ein Gespür für atmosphärische Stimmungen und feinstoffliche Energien haben. Dieses Gespür ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausgeprägt. Das liegt zum einen daran, dass wir alle individuelle Wesen sind, und zum anderen, dass wir in unserer von so zahlreichen äußerlichen Eindrücken geprägten Welt das Gefühl für uns selbst ein wenig verloren haben. Viele von uns haben es verlernt, die Aufmerksamkeit auf sich selbst und ihr Inneres zu richten. Unser Inneres ist aber ein guter Zeiger für das, was gut und richtig für uns ist und was nicht. Das wissen wir in der Regel ganz genau, wenn wir uns nur darauf einlassen, uns die notwendige Zeit geben und uns vertrauen. Das ist die wahre Bedeutung von Selbstvertrauen. Und so sind auch Orte, an denen wir uns wohlfühlen, an denen wir gern Zeit verbringen, an denen wir uns ganz bei uns fühlen, unsere ganz persönlichen Kraftorte.

Früher war dieses Gespür bei den Menschen noch viel ausgeprägter. Es war auch lebensnotwendig, denn so merkten sie beispielsweise, dass Gefahr in der Luft lag. Oder dass ihnen ein Platz ganz besonders wohltat. Sie konnten die Zeichen der Natur lesen und erkannten am Wuchs der Pflanzen, welche Energie an einem Ort herrschte. So fanden sie die richtigen Stellen für ihre Wohn- und auch für ihre Kultstätten. Zahlreiche Funde zeugen davon. Wie die berühmten Steinzeithöhlen mit ihren Felsmalereien oder beeindruckende, von Menschenhand errichtete Gesteinsformationen. Zahlreiche Mythen, Sagen und Legenden erzählen von der weit zurückliegenden Existenz und Bedeutung dieser Orte. Es gibt sie also schon sehr lange. Man könnte fast sagen, sie begleiten uns Menschen von Anfang an. Heute bezeichnen wir sie als Kraftorte.

In der Antike sprach man von der Anima mundi – der Weltseele. Die Römer kannten den Genius loci – den Schutzgeist eines Ortes. Die meisten Kulturen und Religionen hatten ihre heiligen Orte, wie bestimmte Hügel oder Felsen, Quellen oder Flüsse. Die Menschen haben sich dort versammelt, haben Kontakt zu ihren Göttern gesucht, zu einer überirdischen Existenz, und haben Opfergaben mitgebracht. Und auch heute noch werden heilige Orte auf diese Art und Weise verehrt – wie beispielsweise der Ganges in Indien, die Pilgerstätten des Islam oder des Christentums. Diesen Orten wird also gewissermaßen eine eigene Seele zugesprochen. Und damit schließt sich wieder der Kreis zur aktuellen Auffassung in der Geomantie.

Wenn wir abschließend noch einmal auf die Bezeichnung Kraftort zurückkommen und versuchen, eine eigene Definition dafür zu finden, so würde diese wie folgt lauten: Ein Kraftort ist ein Ort, der es uns aufgrund seiner energetischen Beschaffenheit ermöglicht, wieder in unsere innere Mitte, in unsere Kraft zu kommen.

Geomantische Hintergründe

Es liegt wohl in der Natur des Menschen, dass er den Dingen auf den Grund gehen will. Und so hat er auch versucht, sich dem Thema Kraftorte von der wissenschaftlichen Seite aus zu nähern. Hierbei haben sich verschiedene Methoden entwickelt, wie die Geomantie und Radiästhesie. Die chinesische Tradition des Feng Shui oder die indische Lehre des Vastu beruhen auf dem Wissen um die Energien von Orten und ihrer Wirkung auf den Menschen.

Die genannten Methoden gehen davon aus, dass die Erde von verschiedenen Energieschichten umgeben ist, die einen Einfluss auf uns Menschen haben und umgekehrt. Wir Menschen bestehen nicht nur aus unserem festen Körper, sondern auch aus Schwingung, aus feinstofflicher Energie. Alles auf unserer Erde ist Energie, ebenso die feste Materie. Denn die Grundlage allen Seins sind Atome. Jedes von ihnen bewegt sich in seiner eigenen Geschwindigkeit und erschafft in Kombination mit anderen Einheiten eine bestimmte Schwingung. Auch feste Materie ist also Energie.

So besteht unser menschlicher Körper ebenfalls aus Energie in unterschiedlichen Varianten – dem physischen Körper und den feinstofflichen Schichten. Viele ganzheitliche Heilweisen und Traditionen bauen auf diesem Wissen auf. Die Traditionelle Chinesische Medizin spricht von den Meridianen, Energieleitbahnen, die sich in einem Netzwerk über den menschlichen Körper ziehen. Mittels bildgebender Verfahren ist es inzwischen sogar gelungen, die Meridiane bei Stimulation sichtbar zu machen. Durch sie strömt das Chi – die Lebenskraft. In der indischen Tradition heißt diese Lebenskraft Prana und wird über die Chakren im Körper verteilt. Diese Lebensenergie können wir spüren – bewusst oder unbewusst. Wenn sie gestört ist, werden wir krank. Durch Akupunktur oder Akupressur kann sie wieder in den Fluss gebracht werden.

Auch Techniken wie Qi Gong oder Yoga helfen dabei. Nicht umsonst erfreuen sie sich so großer Beliebtheit. Bei diesen Übungen merken besonders feinfühlige Menschen vielleicht ein Kribbeln, ein Pulsieren oder eine große Wärme am Körper, wenn die Energie wieder ins Fließen kommt. Andere merken einfach nur, dass ihnen die Übungen guttun und ihr Wohlbefinden gesteigert wird. Sie fühlen sich energiegeladener und ausgeglichener. Diese Energien am eigenen Körper bewusst wahrzunehmen ist ein erster Schritt, um auch bei der Erkundung von Orten die entsprechenden Schwingungen unterscheiden zu können. Diese Wahrnehmung können wir trainieren, indem wir unseren Energiefluss immer wieder bewusst aktivieren. Dazu findest du einige Übungen im Infokasten.

Alles dreht sich also um Energie. In der Geomantie und Radiästhesie spricht man von messbaren Feldern, wie Magnetismus, Mikrowellen, Infrarotstrahlen oder Radioaktivität, und nicht-messbaren, also feinstofflichen Feldern. In der einschlägigen Fachliteratur finden wir dazu zahlreiche Forschungsergebnisse. Ich möchte hier nur einen vereinfachten Überblick über die grundlegendsten Erkenntnisse geben.

Im Laufe der Zeit konnten die verschiedensten Gitternetzlinien und Punkte ermittelt werden, die rund um den Erdball zu finden sind. Es gibt das Hartmanngitter, ein Netz an natürlich vorkommenden positiv und negativ geladenen Linien, die in Nord-Süd-Richtung in einem Abstand von etwa 2 Metern und in Ost-West-Richtung in einem Abstand von etwa 2,5 Metern verlaufen. Sie können die Energie auch senkrecht nach oben abstrahlen bis zu einer Höhe von 1,80 Metern.

Dann gibt es das Currygitter, dessen Linien in einer Distanz von 3 Metern diagonal zu den Polen verlaufen, während die Energielinien des Benker-Kuben-Systems 10 Meter weit auseinanderliegen – wie in aufeinandergeschichteten Würfeln. Alle Gitternetze haben positiv und negativ geladene Kreuzungspunkte, die eine intensivierte, zum Teil sehr positive und zum Teil auch schädliche Strahlung von sich geben können. Letztere werden gern als Störzonen bezeichnet, die beispielsweise durch Ameisenhügel oder besonderen Pflanzenwuchs erkennbar sind. Andere gestörte oder intensiv aufgeladene Zonen können wir auch bei bestimmten topografischen Begebenheiten vorfinden, wie zum Beispiel bei Erdverwerfungen oder unterirdischen Wasservorkommen. Dann gibt es noch die sogenannten Leylines – Kraftlinien, die entweder von Menschen durch Verbindung von Bauwerken oder Steinformationen erzeugt wurden oder natürlich in der Erde vorhanden sind. Darüber herrscht Uneinigkeit. Die Linien wie auch Verwerfungen oder Wasseradern können von erfahrenen Rutengängern aufgespürt werden. Eine Methode, wie wir die Energiequalität an Orten bestimmen können, hat der französische Radiästhet André Bovis (1871–1947) entwickelt. Dabei wird ein Pendel oder eine Einhandrute über ein skaliertes Biometer gehalten und so die Anzahl an Bovis-Einheiten gemessen. Plätze mit einem sehr hohen Wert gelten als Kraftorte. Diese Messmethoden werden auch heute wieder angewendet, wenn Menschen ihre Wohnung auf die entsprechenden Einflüsse untersuchen lassen wollen, können sie doch eine Stress auslösende Wirkung auf uns haben. Dieser geopathische Stress kann von natürlichen oder künstlichen Feldern, wie zum Beispiel Mobilfunkmasten, ausgehen. Manche Menschen reagieren darauf mit Symptomen wie Schmerzen, Reizbarkeit oder Schlafstörungen. Früher hat man dieses Wissen um die verschiedenen Energiequalitäten von Orten bei der Gründung von Städten und Errichtung von Gebäuden mit einbezogen. So wurden auf die kraftvollsten Orte auch die wichtigsten Bauwerke gesetzt – Rathäuser, Marktplätze, Burgen und Schlösser sowie Kirchen. Die axialen Straßen und Stadttore hat man nach dem Verlauf der Kraftlinien angelegt, die Wachtürme auf anregenden und die Brunnen auf positiv geladenen Punkten platziert. Bei alten Bauernhöfen finden wir heute noch die alte Bauweise, bei der die Außenmauern auf Störzonen bzw. abbauenden Linien lagen, um so im Inneren einen neutralen, wohltuenden Platz für Tiere und Menschen sicherzustellen.

Doch handelt es sich bei diesen Energien nicht ausschließlich um natürliche Begebenheiten, sondern es gibt auch künstliche, also von Menschenhand erzeugte Strukturen, die eine bestimmte Wirkung haben. Ein gutes Beispiel sind Straßenverläufe: Gewundene Straßen oder Wege haben eine harmonische Energie, während schnurgerade Straßen die Energie sehr stark bündeln und auf ihren Endpunkt richten. Das ist bei Alleen der Fall, bei denen die Energie ganz gezielt auf das am Ende stehende Schloss oder Kloster zuläuft. Die Bäume am Wegesrand verstärken diese Kraft noch. Auch die alten Römer machten sich diese Energie zunutze und legten ihre Straßen schnurgerade und häufig noch entlang von Kraftlinien an, um so die Kraft der Soldaten zu maximieren. Wir Menschen stehen also mit den auf der Erde vorkommenden Energien in steter Wechselwirkung. Ihre natürliche Strahlung beeinflusst uns in erster Linie durch aufbauende, abbauende und neutrale Zonen, die auf unseren Körper einwirken. Genauso beeinflussen wir die Orte – durch Bauwerke genauso wie durch unsere Aktivitäten. So wurde die Energie an manchen Kraftplätzen bewusst verstärkt, indem dort Menhire oder Langsteine, Obeliske, Kirchtürme oder Tempel errichtet wurden. Sie bauen eine Verbindung zwischen den irdischen und kosmischen Kräften auf und strahlen sie nach außen ab. Auf der anderen Seite können geschichtliche Vorbelastungen oder negative Entwicklungen, wie Massentourismus, künstliche Beleuchtung, Lärm, Bauwut oder starkes Konsumverhalten, eine schwächende Wirkung auf Orte haben. Dann können wir Menschen auch in heilender Funktion tätig werden.

Eine Möglichkeit ist hier die systemische Arbeit. So konnte ich selbst durch Aufstellungsarbeit die Energie an bestimmten Orten spürbar steigern, was teilweise sogar dazu führte, dass die Beziehung zwischen dem Ort und den in der Nähe lebenden Menschen wieder deutlich enger wurde, sie ihn öfter aufsuchten und besser pflegten, ohne dass sie von dieser Art von Arbeit in Kenntnis gesetzt worden waren.

Dieses Zusammenspiel der verschiedenen Energien, die auch von den Kreisläufen in der Natur und den Himmelsrichtungen beeinflusst werden, wird in der Geomantie gern als Seele eines Platzes bezeichnet. Unsere Vorfahren glaubten noch an diese Beseeltheit der Erde, der Tiere, Pflanzen und sogar der Steine. Sie glaubten an die Elementarwesen, Pflanzenwesen, Ahnengeister, Feen und anderen Wesen, die sich an diesen Plätzen tummeln. In unserer Welt lebt diese Seele noch in den großen Heiligtümern fort, doch allgemein herrscht ein großer Glaube an die Wissenschaft und die Technik, die alles möglich macht. Doch dadurch verliert unsere Welt an Magie. Wir sollten anfangen, unsere rationalen Sichtweisen ab und an zu verlassen, und auch an etwas glauben, das wir nicht sehen oder messen können. Denn wir können diese Dinge sehr wohl spüren, wenn wir unsere sinnliche Wahrnehmung aktivieren. Dann entfaltet sich das ganze Wunder der Natur vor unseren inneren Augen.

Übungen

Aktivierung des Energieflusses

Die folgenden Übungen helfen dir, in guten Kontakt zu deinem Körper zu kommen. Sie aktivieren deinen Energiefluss und unterstützen so die Sinneswahrnehmung. Sie sorgen außerdem dafür, dass Gehirn und Körper optimal miteinander kommunizieren und funktionieren.

Zu Beginn

Stelle dich aufrecht hin, die Beine hüftbreit geöffnet, die Knie leicht gebeugt. Schließe die Augen und achte für ein paar Atemzüge auf deinen Atem. Richte dann die Aufmerksamkeit auf deinen Körper. Wie fühlt er sich an?

Scanne einmal durch deinen Körper hindurch, beginnend bei den Füßen, die Beine hinauf bis zum Becken über den Rücken und den Bauch zu den Schultern und weiter zu den Armen bis hoch zum Gesicht und zum Scheitelpunkt deines Kopfes. Nimm hier einfach nur wahr, egal was du spürst. Versuche, nichts zu verändern.

Wandere dann mit deiner Aufmerksamkeit zu deinem Geist. Wie empfindest du ihn? Ist er klar? Oder eher verwirrt? Oder nebulös? Hast du viele Gedanken im Kopf?

Gehe dann mit deiner Aufmerksamkeit zu deinen Emotionen? Wo kannst du sie spüren? Im Herzbereich oder eher im Bauch? Oder ganz woanders? An einer Stelle oder an mehreren? Gibt es unterschiedliche Emotionen? Ist eine besonders präsent?

Komme dann ganz langsam zurück zu deinem Atem und öffne behutsam die Augen.

Meridiane abklopfen

Bleibe weiter mit hüftbreit geöffneten Beinen stehen und beginne, deinen Körper mit der flachen Hand abzuklopfen. Starte auf der linken Seite. Drehe die Innenseite deines linken Arms nach oben und klopfe sie beginnend unterhalb der Schulter von oben nach unten ab bis zu den Händen und Fingern.

Dann drehst du deinen Arm und klopfst auf der Rückseite von unten nach oben und über deine Schulter bis zum Halsansatz.

Wiederhole das Gleiche mit dem rechten Arm.

Gehe dann weiter zum Gesicht und beginne ca. 2 cm unterhalb deiner Augen, mittig zu klopfen, und wandere nach unten über deine Brust bis zu deinen Hüften und zur Außenseite deiner Oberschenkel bis zu den Füßen.

Gehe dann auf die Innenseite deiner Füße und klopfe an der Innenseite deiner Beine wieder nach oben zu den Leisten und weiter schräg nach oben über deinen Bauch zum unteren Brustansatz.

Wandere dann zu deinem Kopf und klopfe beginnend an der Stirn rechts und links über den Augen nach hinten zum Nacken, weiter über die Schultern den Rücken und die Seiten hinunter bis zu den Füßen und zum kleinen Zeh.

Lass dann deinen Kopf kurz entspannt nach unten hängen. Ziehe dann dein Becken nach vorn und richte dich ganz langsam Wirbel für Wirbel auf.

Switching-Punkte massieren

Die Switching-Punkte werden in der Kinesiologie auch Anschaltpunkte für das Gehirn genannt, denn sie sorgen dafür, dass die rechte und linke Gehirnhälfte wieder reibungslos zusammenarbeiten und die Koordination von Gehirn und Körper optimal gewährleistet ist. Es handelt sich hierbei um drei Punkte, die jeweils Meridian-End- oder -Anfangspunkte sind.

Als Erstes massierst du mit einer Hand die Endpunkte des Nierenmeridians. Sie befinden sich in einer Mulde rechts und links unterhalb des Schlüsselbeins. Die andere Hand legst du auf deinen Bauchnabel. Du massierst diese Punkte für ca. 30 Sekunden und wechselst zwischendurch die Hände.

Dann gehst du weiter zum Endpunkt des Zentralmeridians in einer Mulde unterhalb der Unterlippe und zum Endpunkt des Gouverneurmeridians oberhalb der Oberlippe. Diese Punkte massierst du ebenfalls für ca. 30 Sekunden mit deinen Fingern, während die andere Hand auf dem Bauchnabel liegt. Bitte auch hier die Hände zwischendrin wechseln.

Als Nächstes massierst du den Anfangspunkt des Gouverneurmeridians am Steißbeinende ebenfalls für ca. 30 Sekunden abwechselnd mit einer Hand auf dem Bauchnabel und einer Hand auf dem Punkt.

Energieball in den Händen halten

Die Traditionelle Chinesische Medizin bezeichnet die Energie, die durch unseren Körper fließt, als Chi. Die Praktik des Qi Gong bringt diese Energie durch verschiedene Übungen wieder in den Fluss und hilft, Stauungen und Blockaden zu lösen. Dabei wird der Energieball immer wieder in den Händen gehalten und in verschiedene Richtungen geführt. Diesen Energieball können wir auch außerhalb der Praktiken des Qi Gong einfach spürbar machen:

Reibe dazu deine Handflächen für einige Sekunden aneinander, und halte dann deine Hände senkrecht zueinander in einem Abstand von ein paar Zentimetern. Kannst du den Energieball spüren? Spiele ruhig ein wenig mit der Entfernung und prüfe, ob und wann du den Energieball spüren kannst und wann nicht. Wenn du gar nichts spürst, gib nicht gleich auf. Führe die Übung einfach immer wieder durch.

Zum Abschluss

Spüre zum Abschluss dieser Übungen noch einmal in deinen Körper hinein, wie er sich anfühlt.

Schließe noch einmal die Augen und richte deine Aufmerksamkeit auf deine Körperteile. Wie fühlen sie sich jetzt an? Bemerkst du einen Unterschied zu vorher? Was ist eventuell anders? Woran bemerkst du das? Wandere dann wieder zu deinem Geist und schaue auch hier, ob es eine Veränderung gibt. Wie steht es mit der Klarheit? Und den Gedanken?

Wirf dann noch einen Blick auf deine Emotionen. Wie kannst du sie jetzt wahrnehmen?

Wenn es sich stimmig anfühlt, öffne wieder deine Augen. Vielleicht hast du jetzt ein leichteres Gefühl als zuvor.

Dann lade ich dich ein, dieses Gefühl mitzunehmen in deinen Alltag und dich immer wieder daran zu erinnern. Wenn du keine Veränderung bemerkst, bleibe einfach weiter dabei und mache die Übungen immer wieder. Vielleicht willst du sie auch ein wenig abändern, sodass sie zu deinen Bedürfnissen besser passen. Gehe hier ruhig ganz intuitiv vor.

Tipp: Du kannst zwischen den einzelnen Übungen immer wieder in deinen Körper hineinspüren, wie er sich anfühlt. So kannst du für dich herausfinden, welche Übung dir besonders guttut, und diese in Zukunft zu deiner persönlichen Alltagspraxis werden lassen.

Traditionelle Kraftorte und ihre berühmten Vertreter

Wir haben also gesehen, dass das Wissen um die Energien von Orten schon sehr lange eine Rolle in der Geschichte spielt. Die Wohnhäuser, bedeutende Bauwerke, ja, ganze Städte wurden danach ausgerichtet. Wir können uns also direkt vor unserer Haustür auf die Suche nach kraftvollen Orten machen und werden mit Sicherheit fündig. Die traditionellen Vertreter sind in der Regel Kathedralen, Kirchen, Burgen und Schlösser. Dann gibt es noch die Überreste alter Kultstätten, wie Keltenschanzen, Ahnensteine, Grabanlagen und andere Ruinen. Und auch besondere Natursehenswürdigkeiten erklärten die Menschen als heilig und errichteten dort ihre Ritualplätze. Die alten Sagen und Mythen erzählen uns von all diesen Orten und den Legenden, die sich um sie ranken.

Manche von ihnen haben eine besondere Anziehungskraft. So wurde der Ayers Rock in Australien mittlerweile gesperrt und darf nicht mehr bestiegen werden, weil zu viele Touristen Gesteinsproben als Souvenirs mitgenommen haben und sich auch sonst recht unangemessen verhalten haben. Für die Ureinwohner – die Anangu – ist er heute noch ein heiliger Ort und spielt eine große Rolle in ihrem Glauben.

Auch Stonehenge in Großbritannien, die Maya-Pyramiden in Mexiko, der Mont Saint-Michel in Frankreich oder der Jakobsweg in Spanien werden von regelrechten Pilgerströmen besucht. Welche Faszination üben diese Orte aus? Ist es die Sehnsucht nach alten Traditionen und Riten, die in unserer heutigen Welt ein wenig verloren gegangen ist? Die Sehnsucht nach dem Kern unseres Seins? Oder einfach nur die Tatsache, auch dort gewesen sein zu wollen?

Viele von den alten Kultstätten eint die Ausrichtung nach den Himmelsereignissen. So zeigen beispielsweise Stonehenge und die Pyramide des Kuculcán in Chichén Itzá die Tag- und Nachtgleiche an. Diese Himmelsereignisse waren von großer Bedeutung für die früheren Kulturen, markierten sie doch den Jahreskreis und somit auch die Zeitpunkte für Aussaat, Reife, Ernte und Winterpause. Diese wichtigen Übergänge wurden ausgiebig geehrt und gefeiert. Gerade in diesem Zusammenhang stoßen wir im europäischen Raum häufig auf die Geschichte der Germanen und Kelten. Die keltisch-irischen Festtage erfreuen sich heute wieder großer Beliebtheit und werden gerade in spirituellen Kreisen ausgiebig zelebriert. Sie haben mit unserer christlichen Kultur so manche Gemeinsamkeit, wurden die Bräuche der Kelten und Germanen doch zu einem großen Teil übernommen und angepasst, um die Bevölkerung zu missionieren. So stehen die christlichen Kapellen und Kathedralen häufig auf früheren Kultplätzen der Römer, Germanen und Kelten. Ein Beispiel ist die Kathedrale von Chartres, in deren Krypta sich heute noch ein keltischer Brunnen befindet, der im 17. Jahrhundert zugeschüttet und 300 Jahre später wiederentdeckt wurde. Die Kathedrale mit ihrem beeindruckenden Labyrinth, ihrer auf bestimmten Zahlenverhältnissen beruhenden Konstruktion und den farbenprächtigen Fenstern in Chartres-Blau (einer eigens entwickelten, besonders reinen Blaufärbung) ist einer der bekanntesten Kraftorte in Europa. Auch hier gibt es ein Sonnenereignis: zur Sonnwende fällt ein Lichtstrahl durch eine Öffnung in einem Fenster direkt auf einen Messingknopf im Boden.

Bei der Wiederbelebung der früheren Kulte geht es einigen sicherlich um eine Rückbesinnung auf diese alten Werte. Sie nutzen diese Plätze, um dort die Jahreskreisfeste zu feiern, Rituale abzuhalten oder zu meditieren. Auch ich habe einige dieser bekannten Kraftorte besucht und werde im Verlauf des Buches immer wieder von meinen Erlebnissen berichten. Manche fand ich beeindruckend, von manchen war ich enttäuscht. Die Empfindungen sind eben subjektiv. Dennoch gibt es sie – die Orte, die durch ihre Schönheit, Einzigartigkeit und Kraft die Menschen faszinieren, sie für sich einnehmen und nicht mehr loslassen. Diese Plätze mit großem Beliebtheitswert haben meistens auch eine sehr hohe Schwingungsfrequenz. »Hier geht einem das Herz auf!«, ist eine häufige Reaktion. Deshalb lohnt es sich auf jeden Fall, den ein oder anderen dieser Orte aufzusuchen, schon allein aus dem Grund, dass wir dann eine Vergleichsmöglichkeit haben und unser Gespür trainieren können, wie sich diese Plätze anfühlen. Nehmen wir also Verbindung zu ihnen auf und lassen uns auf sie ein. Das geht meist nicht bei einem kurzen Besuch. Wir sollten uns Zeit nehmen. Und dann kann es natürlich vorkommen, dass wir regelrecht mystische Erfahrungen an diesen Orten machen, eintauchen in eine andere Wirklichkeit und ganz und gar inspiriert zurückkommen.

Gibt es den Kraftort?

Die Lehren der Geomantie und Radiästhesie geben uns Messinstrumente an die Hand, wie wir Orte mit einer aufbauenden, also kraftvollen Erdstrahlung genau feststellen können. Zusätzlich erhalten wir durch die alten Sagen und Mythen, durch Kultstätten, Bauwerke, Denkmäler oder Naturschauplätze Anhaltspunkte, wo wir diese Kraftorte finden können. Und natürlich gibt es zahlreiche aktuelle Bücher, die von magischen Plätzen berichten. Dennoch reagieren wir Menschen ganz unterschiedlich auf sie. Kraftorterfahrungen sind sehr persönlicher Art, denn die Kräfte eines Platzes wirken immer mit den persönlichen Bedürfnissen und Möglichkeiten der Wahrnehmung zusammen unter zusätzlicher Beeinflussung durch die Witterungsverhältnisse. Alles ist miteinander verbunden und tauscht sich aus. Und so gehen wir als energetische Lebewesen in Resonanz mit der Schwingung der Kraftfelder um uns herum. Sicherlich gibt es übereinstimmende Berichte von einer großen Anzahl von Menschen, die an ausgewiesenen Kraftorten von einer plötzlich einkehrenden inneren Ruhe, einer hohen Vitalität, einem Vibrieren, Prickeln oder Ziehen, einem Gefühl des Einsseins, einer Eingebung oder Kommunikation mit anderen Wesen erzählen. Auch von einer neuen Kontaktaufnahme mit sich selbst, von Empfindungen der Verwurzelung und Geborgenheit wird häufig berichtet. Doch gibt es hier eben nicht die eine objektive Wahrnehmung, die für alle passend sein muss. Die Ansichten sind äußerst facettenreich. Diese Feststellung habe ich bei meinen Führungen immer wieder gemacht.

Dort gab es Empfindungen auf einer Bandbreite von sehr positiv über gar nichts bis hin zu äußerst negativ, sodass der Ort sofort wieder verlassen werden musste. Eine Kirche mit sehr niedrigem Deckengewölbe kann als Hort der Geborgenheit und des Schutzes wahrgenommen werden oder als bedrückend und beklemmend. Die Empfindung hängt von der eigenen Vorgeschichte, der Befindlichkeit an diesem Tag und vielen weiteren Umständen ab. Eine Kirche oder kleine Kapelle kann für manche ein wunderbarer Rückzugsort sein. Sie genießen die ruhige Atmosphäre des Sakralraums und können in die andächtige Stille eintauchen. Für andere sind Kirchen so stressbesetzt, dass sie sich dort überhaupt nicht wohlfühlen. Auch die oft als so störend verurteilten Wasseradern sind nicht unbedingt an sich negativ. Sie können ebenso eine sehr anregende Wirkung haben, die für eine müde oder erschöpfte Person genau das Richtige sein mag und nur auf Dauer nicht unbedingt empfehlenswert ist. Voll und ganz ausgeschöpft wurde dieser Effekt gerne bei Lustschlössern, die dazu auf unterirdischen Wasserverschlingungen gebaut wurden. Es kommt also auf das subjektive Empfinden und auf das Zusammenwirken der verschiedenen Einflüsse an.

Deshalb sollten wir uns an erster Stelle wohl eher fragen, warum wir Kraftorte eigentlich aufsuchen? Was sind unsere Bedürfnisse und Ziele? Was bezwecken wir damit?

Viele Menschen berichten, dass sie dort wieder in Kontakt mit sich selbst kommen, sich verwurzelt fühlen und geborgen im großen Ganzen. Dort lernen sie die Zyklen unserer Welt wieder zu verstehen und so dem Leben wieder zu vertrauen. Sie erfahren eine gewisse Art von Verbundenheit mit der Menschheit, den Lebewesen auf der Erde, der Heilkraft der Natur und dem ganzen Universum. Sie fühlen sich angeschlossen an ein großes Energiereservoir. Dies hilft dabei, das eigene Leben aus einer anderen Perspektive zu sehen und neue Lösungsansätze zu finden. So sind sie wieder in der Lage, die Kontrolle über ihr eigenes Leben zu übernehmen. Sie blicken dem Alltag gelassener und mit mehr Freude entgegen und fühlen sich nicht mehr so ausgeliefert. All das scheint an manchen Orten müheloser zu gelingen als an anderen. Kraftorte erleichtern es uns, uns zu öffnen, und bieten uns so einen Zugang in eine andere Welt, der uns sonst vermeintlich verborgen bliebe. In letzter Instanz liegt es aber an uns, dies alles auch zuzulassen. Wenn wir uns verschließen, werden wir am stärksten Kraftort dieser Welt diese Erlebnisse nicht teilen.

In der Quintessenz kommt es also darauf an, sich einzulassen, ins Spüren zu kommen und die eigene Umgebung mit allen Sinnen bewusst wahrzunehmen. Erst dann können wir in das Schwingungsfeld von Orten wirklich eintauchen und sehen, ob sie zu unseren Bedürfnissen passen oder nicht.