"Dein Pferd testet dich" - Daniela Vögele - E-Book

"Dein Pferd testet dich" E-Book

Daniela Vögele

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Beschreibung

Dieses Buch beleuchtet Irrglauben und Mythen über Pferde, ihr Verhalten und den Umgang mit ihnen neu und soll den Menschen zum genaueren Hinsehen, zum Reflektieren und zum Hinterfragen anregen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 76

Veröffentlichungsjahr: 2023

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„Dein Pferd testet dich“

und andere Mythen und Irrglauben aus der Welt der Pferde und Reiter

Ein Augenöffner.

© 2023 Daniela Vögele

Coverdesign von: Daniela Vögele

(www.vertrauenstattdominanz.de)

ISBN Softcover: 978-3-347-96175-3

ISBN E-Book: 978-3-347-96176-0

Druck und Distribution im Auftrag :

tredition GmbH, An der 9Strusbek 10, 22926 Ahrensburg, Germany

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Für die Inhalte ist der Autor verantwortlich. Jede Verwertung ist ohne seine schriftliche Einwilligung unzulässig. Die Publikation und Verbreitung erfolgen im Auftrag , zu erreichen unter: tredition GmbH, Abteilung "Impressumservice", An der Strusbek 10, 22926 Ahrensburg, Deutschland

Vorwort

Im Dezember 2022 rief ich Freunde, Bekannte, Kunden und Follower dazu auf, mir Sätze zuzusenden, die in der Reiter- und Pferdewelt immer wieder gesagt und gehört werden. Sätze, die seit vielen vielen Jahren bestimmen, wie Pferde eingeschätzt und behandelt werden und infolge für unzählige Missverständnisse und auch Leid sorgen. Sätze, die noch immer weitergegeben und geglaubt werden.

Ich wollte daraus einen Adventskalender machen und 24 Tage lang jeweils einen dieser Sätze neu beleuchten.

Viele Sätze erreichten mich mehrfach und insgesamt gab es wesentlich mehr Sätze als Türchen an einem Adventskalender. Den Adventskalender habe ich auf Social Media Kanälen veröffentlicht, ansonsten sind meine Aktivitäten dort allerdings eher überschaubar. So richtig befreundet damit bin ich nicht, womöglich auch, weil ich mich von der Flut der dort zu findenden Beiträge oft überfrachtet fühle, mich Anzahl und Häufigkeit eher irritieren als inspirieren, auch wenn mir bewusst ist, dass man auf Facebook, Instagram & Co. erst durch eine gewisse Überpräsenz überhaupt wahrgenommen wird.

Ich selbst bin allerdings eher jemand, der das Interesse verliert, wenn er im Supermarkt vor fünf Reihen eingelegter Gurken steht…

Aber ich fühle ein inneres Drängen. Ich möchte den Pferden helfen, die so feinsinnig und weise sind und die viel zu selten gehört und vor allem verstanden werden. Deshalb gibt es nun dieses Büchlein, das weiter reichen soll, als meine Beiträge auf den Social Media Kanälen.

Nicht nur aus meiner Berufspraxis und -erfahrung habe ich erkannt, dass man, wenn man Pferden helfen will, zunächst den Menschen helfen muss, denn Pferde leben in der jetzigen Welt größtenteils in Abhängigkeit vom Menschen.

Ich erhebe mit diesem Buch nicht den Anspruch, als Stimme der Pferde zu gelten.

Pferde sprechen für sich selbst und sie sind darin sehr authentisch und jederzeit echt. Vielmehr möchte ich dazu beitragen, dass Menschen genauer hinsehen, das Zuhören und zu verstehen lernen, was ihre Tiere ihnen mitteilen wollen und sich dabei vielleicht sogar dafür öffnen, viel Neues über Pferde, sich selbst und das Leben zu lernen.

Ich weiß, dass es dem Menschen mitunter sehr schwerfallen kann, lange Geglaubtes zu hinterfragen und angelernte und teilweise vielleicht schon automatisierte Verhaltensweisen im Umgang und bei der Arbeit mit dem Pferd loszulassen.

Es ist ein Prozess und jedes Innehalten, um das eigene Verhalten und das des Pferdes zu reflektieren ist bereits ein Erfolg.

Wenn der Mensch beginnt zuzuhören und zu verstehen, ist der erste Schritt getan und Tier und Mensch können sich gemeinsam auf neue lehrreiche und manchmal gar erleuchtende Wege begeben.

Sie können zusammen ihren ganz individuellen Weg finden und dabei achtsam, empathisch und wertschätzend miteinander umgehen.

Auch wenn die Meinungen von Pferdemenschen zu Trainingsmethoden, Reitweisen, Pferdegesundheit und zu all den anderen Themen rund um Pferde und das Reiten zum Teil sehr unterschiedlich sind, haben doch alle Pferdemenschen eines gemeinsam: die Liebe zu ihren Pferden.

Möge diese Liebe die Tür zu mehr Verständnis für das Pferd sein.

Inhalt

Cover

Titelblatt

Urheberrechte

Vorwort

1. „Du musst bei deinem Pferd der Boss sein.“

2. „Futterlob hat in der Pferde-Mensch- Beziehung nichts zu suchen./ Füttere nie aus der Hand, sonst verliert das Pferd den Respekt.“

3. „Du bestimmst, wann dein Pferd den Huf absetzt.“

4. „Du darfst deinem Pferd nicht zeigen, dass du Angst hast.“

5. „Wenn das Pferd ordentlich gearbeitet wird, reichen auch vier Stunden Paddock am Tag.“

6. „Ein Pferd braucht eine Aufgabe.“

7. „Das Pferd darf den Kopf nicht an dir reiben, weil das respektlos ist.“

8. „Dein Pferd verarscht dich!“

9. „Ach so ein Klapps ist ok! Die gehen viel schlimmer miteinander um.“

10. „Das macht der schon immer so.“

11. „Setz dich mal richtig durch! Erhöhe den Druck, wenn er nicht reagiert! Du darfst ihn nicht gewinnen lassen.“

12. „Du musst über die Angst drüberreiten.“

13. „Ein Pferd darf nicht nein sagen.“

14. „Gemischte Herdenhaltung funktioniert nicht.“

15. „Lass ihm das nicht durchgehen, sonst lernt er das fürs nächste Mal.“

16. „Das Pferd hat zu funktionieren.“

17. „Pferde Müssen jeden Tag geritten werden.“

18. „Das Pferd testet dich.“

19. „Pferde haben die Intelligenz eines 3-jährigen Kindes./ Ein Pferd soll bis zum Alter von 7 Jahren gelernt haben, was es können soll, danach ist es zu spät.“

20. „Das Pferd sieht Gespenster.“

21. „Pferde Müssen 3-jährig angeritten werden.“

22. „Das Pferd muss vor dem Menschen Respekt haben.“

23. „Da muss er jetzt durch.“

24. „Das Pferd muss die Grenzen des Menschen wahren.“

Nachwort

"Dein Pferd testet dich"

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Nachwort

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„Du musst bei deinem Pferd der Boss sein.“

Ich bin noch keinem Pferdemenschen begegnet, die noch nie gehört, oder die nicht gelernt hat, man müsse für sein Pferd das Alphatier, das Leittier oder der Boss sein. Und wie sich im Verlauf dieses Buches zeigen wird, ist dieser Irrglaube auch die Basis und der Grund für viele Verhaltensweisen der Menschen gegenüber ihrer Pferde, für viele weitere Missverständnisse und auch für viel Unzufriedenheit auf beiden Seiten. Die Boss-, Leittier- oder Alphatier-Theorie nimmt das vermeintlich natürliche Verhalten der Pferde zur Grundlage, denn man meinte bei Beobachtungen von Pferden festgestellt zu haben, dass es in einer Herde auch ein Alpha- oder Leittier gibt, das den anderen Pferden sagt, was gemacht wird. Ein Pferd also, das sich stets dominant verhält, dem alle anderen Pferde folgen und vor dem sie immer weichen. Tatsächlich wurde diese Theorie aber widerlegt und festgestellt, dass Verhaltensweisen auf der diese Theorie basiert ausschließlich bei Pferden in Gefangenschaft und bei Ressourcenknappheit beobachtet werden konnten. Sprich: wenn es zu wenig Platz/ zu viele Pferde auf zu engem Raum, nicht genügend Futter oder Futterplätze, keine dauerhaft stabile Herdenkonstellation und andere störende Faktoren gibt, die zu Aggressionen innerhalb einer Gemeinschaft führen können.

Man könnte es vielleicht mit dem Leben in einer Großstadt vergleichen, wo zu viele Menschen auf zu engem Raum leben, wo die Stimmung daher entsprechend geladen und das Stresslevel erhöht ist. Wir haben uns also jahrzehntelang Pferdeverhalten zum Vorbild genommen, das Pferde nur in für sie ungünstigen Lebenssituationen zeigen. Uns wurde gesagt, dass die Kommunikation klappen würde, wenn wir uns wie ein dominantes Leittier verhalten.

Unter Kommunikation verstehen wir hierbei, dass das Pferd verstehen soll, was wir fordern, dass es unsere Befehle empfängt, versteht und ausführt und nicht, was sie tatsächlich sein sollte: der Austausch zwischen zwei Wesen, zwischen Sender und Empfänger wobei beide, Sender und Empfänger, innerhalb einer Kommunikation immer auch beides sind und sein sollten.

Pferde sind von Natur aus sehr friedliebende und soziale Wesen und sie schließen sich gerne an. Vorzugsweise an ein oder mehrere andere Pferde, dabei gerne an diejenigen, die gerade das tun, wonach ihnen selbt gerade der Sinn steht, aber auch an den Menschen, sofern der vertrauenswürdig und verlässlich ist und sie also gerne bei ihm sind.

Jedes Pferd hat in seiner Herde eine oder mehrere Aufgaben. Die ergeben sich aus den jeweiligen Möglichkeiten, die ein Pferd mitbringt.