Dein Wedding Planner - Birgit Wilde - E-Book

Dein Wedding Planner E-Book

Birgit Wilde

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Beschreibung

Ihr seid verlobt? Herzlichen Glückwunsch! Doch wie geht es nun weiter? Wie plant man eigentlich eine Hochzeit? Wo soll man anfangen? Autorin Birgit Wilde hat lange Zeit als Hochzeitsplanerin gearbeitet. Sie hilft euch kompetent und strukturiert bei der Planung – von der Verlobung bis zum Fest. So beschreibt sie unter anderem, wie ihr gute Dienstleister erkennt, Partykiller vermeidet, einen sinnvollen Budgetplan entwickelt und auch in kurzer Zeit eine gelungene Feier auf die Beine stellen könnt. Dabei verliert sie nie die Freude an der Vorbereitung aus den Augen und lässt euch alle Möglichkeiten offen, eure ganz persönlichen Vorstellungen in die Tat umzusetzen. Neben diesen fundierten Tipps zeigen kleine Anekdoten aus ihrem Arbeitsalltag, was bei einer echten Hochzeit so alles (un-)möglich ist. Ein gleichsam unterhaltsamer wie praxisnaher Ratgeber für ein rundum gelungenes Hochzeitsfest. *** Hochwertige Ausstattung inklusive Lesebändchen ***

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

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Veröffentlichungsjahr: 2021

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BIRGIT WILDE

DEINWeddingPLANNER

Wie du deine Hochzeit planst –und anschließend noch Lustzu heiraten hast

Präsentiert vonPLANMY.WEDDING

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie.

Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.de abrufbar.

Für Fragen und Anregungen

[email protected]

1. Auflage 2021

© 2021 by riva Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH

Türkenstraße 89

80799 München

Tel.: 089 651285-0

Fax: 089 652096

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Wichtiger Hinweis: Ausschließlich zum Zweck der besseren Lesbarkeit wurde auf eine genderspezifische Schreibweise sowie eine Mehrfachbezeichnung verzichtet. Alle personenbezogenen Bezeichnungen sind somit geschlechtsneutral zu verstehen.

Umschlaggestaltung: Isabella Dorsch

Umschlagabbildung: Shutterstock.com/Anastasiya Kotava

Abbildungen Innenteil: Shutterstock.com/Visual Generation, Daniela Barreto, redchocolate, JosepPerianes, Anastasiya Kotava

Layout: Manuela Amode

Satz: Satzwerk Huber, Germering

Druck: Florjancic Tisk d.o.o., Slowenien

ISBN Print 978-3-7423-1738-4

ISBN E-Book (PDF) 978-3-7453-0634-7

ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-7453-0635-4

Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter

www.rivaverlag.de

Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unter www.m-vg.de

INHALT

VORWORT

HOCHZEITSPLANUNG IM ÜBERBLICK

TIPPS FÜR KURZENTSCHLOSSENE

HOMEOFFICE

TERMIN

KONZEPT

BUDGET

GÄSTELISTE

EINLADUNG & CO.

SITZORDNUNG

PACKLISTE

ZEREMONIENMEISTER

ROLLE

AUFGABEN

BRIEFING

SPIELE UND ÜBERRASCHUNGEN KOORDINIEREN

TRAUUNG

ZEREMONIE

STANDESAMT

KIRCHE

FREIE TRAUUNG

LOCATION

SUCHEN UND FINDEN

DER VERTRAG

CATERING

KAFFEE und KUCHEN

HOCHZEITSTORTE

FINGERFOOD

BÜFETT ODER MENÜ?

MITTERNACHTSSNACK

GETRÄNKE

PROBEESSEN

MITBRINGEN SELBST GEMACHTER SPEISEN

EXTERNER CATERER

DER GROSSE AUFTRITT

BRAUTKLEID

STYLING

BRÄUTIGAM

BRAUTAUTO & CO.

WARME WORTE

HOCHZEITSTANZ

WEITERE AKTEURE

FLORIST/DEKORATION

MUSIK

FOTO und VIDEO

FEUERWERK

HOCHZEIT MIT UND OHNE KIND

KINDERUNTERHALTUNG

RAUBTIERFÜTTERUNG

SCHLAFMÖGLICHKEITEN

KINDERFREI FEIERN

BRÄUCHE UND (UN)SITTEN

GASTGESCHENKE

BAUMSTAMMSÄGEN

RINGE

HOCHZEITSREDEN

REIS, BLÜTEN UND SEIFENBLASEN

HOCHZEITSTAUBEN

SCHMETTERLINGE

LUFTBALLONS

BRAUTENTFÜHRUNG

HOCHZEITSSTREICHE

SCHÖNE ÜBERRASCHUNGEN

SCHLUSSWORT

DANK

ANHANG

A1 — Hochzeitsplanung im Überblick

A2 – Varianten von Tagesabläufen

A3 – Kosten einer Hochzeit

A4 – Vorlage Gästeliste

A5 — E-Mail an die Gäste

A6 — Übersicht Spiele und Aktionen

A7 — Location, schriftliche Anfrage

VORWORT

Wenn es ums Heiraten geht, erinnern wir uns an die rauschenden Feste aus den Märchen unserer Kindheit. Ein verzaubertes Schloss, eine goldene Kutsche und der Prinz, der seine wunderschöne Prinzessin zum Altar führt – und die trägt natürlich ein umwerfendes Kleid. Es sind die Geschichten von Dornröschen und Schneewittchen, denen wir unser Bild einer Traumhochzeit verdanken. Wer hat nicht schon einmal den Satz gehört, gesagt oder gedacht: »Auf meiner Hochzeit möchte ich aussehen wie eine Prinzessin.«

Aber so schön und ergreifend das damals in den Märchen auch war, irgendetwas fehlte doch. Na klar! So eine Traumhochzeit will nicht nur gefeiert, sondern auch organisiert werden. Da wird kein Wort darüber verloren, wie Dornröschen mit müden Augen über ihrer Sitzordnung brütet oder Schneewittchen sich entnervt die schwarzen Haare rauft, weil das Probeessen ein Desaster war.

Na gut, um ihr Budget mussten sich unsere beiden Prinzessinnen wohl kaum Gedanken machen. Ebenso dürfte für beide klar gewesen sein, dass die Hochzeit natürlich auf ihrem Schloss stattfindet. Eines aber ist sicher: Um die Organisation ihrer Traumhochzeiten sind die beiden auf keinen Fall herumgekommen – ebenso wenig, wie Sie und jedes andere heiratswillige Paar heute.

Sicher, es gibt viel zu tun, aber dafür ist auch fast alles möglich.

Nach langjähriger Berufserfahrung als Hochzeitsplaner unterstütze ich Sie nun mit diesem Buch in allen Phasen Ihrer Hochzeitsvorbereitung. Nachdem Sie es gelesen haben, wissen Sie, worauf im Locationvertrag zu achten ist, wann Planungsfehler zu Partykillern werden und was die Garanten für ein gelungenes Fest sind. Sie erfahren, wie Sie sich im Standesamt garantiert Ihren Wunschtermin sichern und weshalb es sich besser ohne weiße Tauben heiratet.

Auch den Aufgaben eines Zeremonienmeisters und wie Sie Ihre beste Freundin oder Ihren Trauzeugen optimal für diese Rolle vorbereiten, ist in diesem Buch ein ganzes Kapitel gewidmet. Mit diesem Buch mache ich Sie fit für Ihre Hochzeitsplanung.

Zudem lässt sich viel Zeit sparen, die Sie vorfreudig entspannt mit Ihrem Prinzen oder Ihrer Prinzessin verbringen können.

Während ich dieses Buch schrieb, kam ich nicht umhin, auch einige Anekdoten aus meiner Zeit als Wedding Planner zu erzählen. Denn die schönsten Geschichten hält bekanntlich das Leben bereit.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude bei Ihren Hochzeitsvorbereitungen und dabei stets ein entspanntes Lächeln auf den Lippen.

HOCHZEITSPLANUNG IM ÜBERBLICK

Wie viel Zeit Ihnen für die Organisation Ihrer Hochzeit zur Verfügung steht, hängt natürlich von Ihrem persönlichen Empfinden und ein paar äußeren Faktoren ab, wie z. B. der Verfügbarkeit von Hochzeitslocations.

Im Anhang finden Sie unter »A1 – Hochzeitsplanung im Überblick« eine Checkliste mit To-dos, ausgelegt auf einen Planungszeitraum von gemütlichen 12 Monaten. Sämtliche Punkte in dieser Liste werden in den nachfolgenden Kapiteln detailliert beschrieben.

Falls Sie weniger, vielleicht sogar viel weniger Zeit für Ihre Hochzeitsplanung haben, steigen Sie doch einfach mit den folgenden Hinweisen für Kurzentschlossene in die Planung ein. So bringen Sie schon einmal die wichtigsten Punkte Ihrer Hochzeit auf den Weg und gewinnen wertvolle Zeit für Ihre Detailplanung.

TIPPS FÜR KURZENTSCHLOSSENE

Lange verlobt sein ist nicht jedermanns Sache. Bei einigen meiner Brautpaare lagen zwischen Verlobung und Hochzeit nicht mehr als sechs Wochen. Sie sehen, alles ist möglich.

Je kurzfristiger Sie planen, umso flexibler, aber auch gelassener sollten Sie Ihre Planung angehen. Ist die Traumlocation bereits ausgebucht? Kein Problem, es werden sich andere schöne Alternativen finden, aus denen Sie das Beste herausholen können.

Natürlich ist die 12-Monats-Checkliste im Anhang A1 für Kurzentschlossene ebenso geeignet wie für Langzeitplaner – immerhin soll in beiden Fällen am Ende eine Hochzeitsfeier stehen. Aber keine Sorge, es gibt ein paar Abkürzungen, die Ihre Hochzeitsplanung innerhalb von Tagen weit nach vorn katapultieren werden.

Oberste Priorität haben zunächst die Abstimmung des Termins für die standesamtliche bzw. kirchliche Trauung, die Location für Ihre Feier und die entsprechende Info an Ihre Gäste:

LIEBLINGSMENSCHEN

Wer darf auf keinen Fall fehlen? Stimmen Sie als Erstes mögliche Termine mit Trauzeugen, engsten Verwandten und besten Freunden ab.

TRAUUNGSTERMIN

Dann stimmen Sie zunächst telefonisch mit dem Standesamt und (falls gewünscht) der Kirche mehrere Termine ab und lassen Sie diese nach Möglichkeit für ein paar Tage reservieren. Die erforderlichen Dokumente für die standesamtliche bzw. kirchliche Trauung können Sie (fast immer) online bei den zuständigen Stellen anfordern, sodass Sie in ein bis zwei Wochen alles beisammenhaben.

LOCATION

Um die Suche nach einer geeigneten Location für Ihre Hochzeitsfeier zu beschleunigen, ist es sinnvoll, zunächst telefonisch mögliche Termine anzufragen, anstatt Mails zu schreiben und auf Antwort zu warten. Werfen Sie ruhig auch einen Blick auf die Außenstellen des Sie trauenden Standesamtes. Sobald Ihnen ein passendes Locationangebot vorliegt, Location besichtigen und buchen. Idealerweise sind Ihnen die Räumlichkeiten bereits bekannt, das spart den Besichtigungstermin.

INFO AN ALLE GÄSTE

Wunderbar, Standesamt, Kirche und Hochzeitslocation stehen! Nun laden Sie alle weiteren Gäste ein. Wenn es wirklich schnell gehen soll, ist es sinnvoll, sie zunächst anzurufen und schon einmal über den Termin zu informieren. Mit etwas Glück erhalten Sie bereits am Telefon alle Zu- und Absagen Ihrer Gäste. Der Versand der Einladungen (schneller per E-Mail) ist dann nur noch reine Formsache. Und aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schön es ist, die Überraschung und Freude der Hochzeitsgäste über das anstehende Event »live« am Telefon mitzuerleben.

Diese vier Punkte sind bereits die halbe Miete und lassen sich innerhalb weniger Tage erledigen. Sollten Termin und Location für Ihre Hochzeit ohnehin schon feststehen, umso besser.

Alle weiteren Anbieter (Florist, Fotograf, DJ, etc.) fragen Sie zunächst telefonisch an. So erhalten Sie unmittelbar ein Feedback zu Preis und Verfügbarkeit. Wenn beides passt, schicken Sie eine feste Buchung per E-Mail hinterher, in der Sie den mündlich vereinbarten Preis, den Termin der Feier und den besprochenen Leistungsumfang noch einmal schriftlich bestätigen:

Sehr geehrte …,

vielen Dank für das freundliche Telefonat

von soeben.

Wie besprochen bestätige ich noch einmal schriftlich

meinen Auftrag für unsere Hochzeitsfeier wie folgt:

Datum der Feier: xxx

Ort der Feier: xxx

Leistung: (Art der Leistung? Was ist im Preis enthalten?)

Preis: xxx inkl. Mehrwertsteuer

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.

Nur zur Sicherheit wäre ich dankbar für

eine kurze Rückbestätigung meines Auftrags.

Mit freundlichen Grüßen

xxx

Herzlichen Glückwunsch! Innerhalb weniger Tage haben Sie alle wichtigen Partner für Ihre Hochzeit an Bord geholt.

Bei so viel Gelassenheit und Flexibilität, die Ihnen spätestens jetzt in Fleisch und Blut übergegangen sind, werden Sie auch schnell ein passendes Brautkleid finden. Designerstücke mit monatelanger Lieferzeit sind raus, aber vielleicht passt ein Ausstellungsstück »direkt von der Stange«. Geringfügige Anpassungen sind innerhalb weniger Tage möglich. Auch manche Internetanbieter bieten Neuanfertigungen mit nur wenigen Wochen Lieferzeit an. Oder wie wäre es einfach und unkompliziert mit einem süßen Sommerkleid? Ein paar Blumen ins Haar … perfekt.

Sie suchen Brautmodeanbieter mit besonders kurzen Lieferzeiten? Im Internet unter www.planmy.wedding/brautmode/können Sie Brautmodeanbieter nach der Möglichkeit der Expresslieferung filtern.

Homeoffice

Hochzeitsplanung von der Couch aus, Brautmutters Albtraum, Kostenplanung kinderleicht und eine Fake-Hochzeit.

Schenken Sie sich und Ihrem Liebsten einen Kaffee ein und machen Sie es sich gemütlich – für den Anfang ist Homeoffice angesagt. Damit meine ich den Teil der Hochzeitsplanung, der sich am besten von der Couch aus erledigen lässt.

Zu Beginn Ihrer Hochzeitsplanung gilt es, zunächst einmal drei zentrale Fragen zu beantworten:

Wann? (Termin)

Wie? (Konzept)

Wie viel? (Budget und Gästeliste)

So legen Sie das Fundament für Ihre Hochzeit, auf dem alle weiteren Entscheidungen basieren werden. Das ist erfreulich, denn eigentlich sind diese drei Fragen recht einfach zu beantworten und bringen Sie dabei einen riesigen Schritt nach vorn.

Erst danach geht es in Ihrem Homeoffice weiter mit Einladungen, Sitzordnung usw. – alles zu seiner Zeit. Holen Sie sich noch einen Kaffee, Ihr Tag im Homeoffice hat gerade erst begonnen.

TERMIN

Haben Sie sich schon einen Termin für Ihre Hochzeit überlegt?

Für manche Paare ist es sonnenklar, wann sie heiraten wollen, z. B. am Jahrestag ihres ersten Dates oder am 8.8., damit er künftig den Hochzeitstag nicht vergisst (immer diese Klischees). Wenn Sie sich schon auf einen Hochzeitstermin festgelegt haben, ist die Frage nach dem Wann bereits beantwortet. Dann sollten Sie so früh wie möglich mit der Planung beginnen, denn Standesämter sind oft auf Monate, Locations manchmal auf ein ganzes Jahr ausgebucht.

Falls Sie terminlich noch flexibel sind, hat das den Vorteil, dass Sie offen für Terminvorschläge Ihrer Wunschlocations sind. Darüber hinaus können Sie sich bei der Terminfindung ein wenig nach Ihren Gästen und den Schulferien richten:

Wer darf auf keinen Fall fehlen? Stimmen Sie sich mit Ihren engsten Freunden und Verwandten über mögliche Termine ab, damit Sie auf jeden Fall zusammen mit Ihren Liebsten feiern.

Ferienzeit ist Reisezeit. Falls Sie während der Schulferien heiraten möchten, verschicken Sie schnellstmöglich eine Save-the-Date-Nachricht, sodass Ihre Gäste sich den Termin frühzeitig vormerken können.

Besonders preiswert können Sie an einem Freitag, Sonntag oder während der Nebensaison (Oktober bis März) Hochzeit feiern. Zu diesen Zeiten sind die Locations wenig ausgelastet und locken oftmals mit günstigen Angeboten.

Und mal ganz ehrlich: Winterhochzeiten werden meiner Meinung nach völlig unterschätzt. Das Wetter kann nicht enttäuschen, denn es wird ohnehin drinnen gefeiert. Eine Schlittenfahrt, ein Glühweinempfang, Fackeln im Garten und ein prasselndes Kaminfeuer machen das Wintermärchen perfekt. Aber das wäre dann schon der nächste Schritt – Ihr Konzept.

KONZEPT

Heute ist Ihr Glückstag im Homeoffice, denn Sie haben zwei Hände voller Wünsche frei. Landgasthof oder Designhotel, rustikal oder exquisit, Riesensause oder im kleinen Kreis, Strand, Dachterrasse oder Berg … Heute ist Ihr Leben ein Wunschkonzert, Budget und Gästeliste sind noch weit entfernt.

Sammeln Sie Fotos und Anregungen im Internet und bringen Sie Ihre Ideen und Wünsche in Stichpunkten zu Papier. Und Sie werden sehen, Ihr heute entstandenes Konzept macht in den kommenden Wochen und Monaten Schritt für Schritt seinen Weg aus Ihrem Homeoffice heraus, hin zum schönsten Tag Ihres Lebens.

Ein wunderbarer Satz, um die Sammlung Ihrer Stichpunkte einzuleiten, könnte lauten:

Für meine Hochzeit wünsche ich mir …

Inhaltlich könnten Ihre Stichpunkte die folgenden Themen abdecken (Sie können Ihre Ideen auch direkt auf der vorgegebenen Linie eintragen):

AMBIENTE/STIL

z. B. klassisch, modern, puristisch, rustikal, opulent, Shabby Chic, Industriecharme …

THEMA/MOTTO

z. B. Boho, 20er Jahre, 1001 Nacht, Mittelalter …

DESIGN

z. B. Farbcode, Hochzeitslogo, Einladungskarten/Drucksachen, Dekoration …

TRAUUNG

z. B. evangelisch, katholisch oder frei, welches Standesamt, musikalische Begleitung, Eheversprechen, Ringe, Gestaltung der Zeremonie …

LOCATION

z. B. Schloss, Scheune, Loft, mit Garten, in der City, am Wasser, in der Natur, mit Ausblick …

GÄSTE

z. B. großer Kreis, kleiner Kreis, zur Trauung weniger Personen als zur Feier, Gastgeschenke …

CATERING

z. B. Büfett, Menü, rustikal, regional, mediterran, gehoben …

Zur Inspiration lohnt sich garantiert auch ein Besuch auf www.planmy.wedding/inspiration/ mit sorgsam zusammengestellten Pinboards und Styled Shoots für Ihre Hochzeit.

ZEITLICHER ABLAUF

Auch der zeitliche Ablauf Ihrer Hochzeit ist Teil Ihres Konzepts. Heiraten wir morgens oder am Nachmittag, an einem Tag oder an zwei verschiedenen Tagen, feiern wir am Nachmittag, am Abend oder den ganzen Tag über? Um den zeitlichen Rahmen abzustecken, bringen Sie einfach die folgenden Programmpunkte in die für Ihre Hochzeit passende Reihenfolge:

Standesamtliche Trauung

ca. 20 Min.

Gratulation, Sektempfang, Gruppenfotos nach der standesamtlichen Trauung

je nach Gästezahl ca. 30–60 Min.

Kirchliche/freie Trauung

ca. 45–60 Min.

Gratulation, Sektempfang, Gruppenfotos nach der kirchlichen/freien Trauung

je nach Gästezahl ca. 30–60 Min.

Fahrt zur Location

nach Möglichkeit max. 45 Min.

Gemeinsames Mittagessen

ca. 2 Std.

Kaffeetafel am Nachmittag

ca. 1,5–2 Std.

Anschnitt der Hochzeitstorte

nur ein Augenblick

Zeit für Hochzeitsfotos

ca. 1–2 Std.

Sektempfang/Aperitif/Fingerfood in der Location

ca. 1–1,5 Std.

Dinner (Büfett oder Menü) inkl. Reden und einiger Spiele/Überraschungsaktionen

ca. 3 Std.

Hochzeitstanz/Eröffnung der Tanzfläche

spätestens um 22:30 Uhr

Sie wissen noch nicht so recht, welche Reihenfolge für Ihre Hochzeit die richtige ist? Die Beantwortung folgender Fragen wird Ihnen helfen:

Welche der oben genannten Punkte kommen für unsere Hochzeit überhaupt in Betracht? (Die für Sie nicht relevanten Punkte streichen Sie einfach weg.)

Heiraten wir nur standesamtlich oder auch kirchlich bzw. frei?

Sollen Standesamt und Kirche/freie Trauung an einem oder an zwei verschiedenen Tagen stattfinden?

Soll die Trauung vormittags oder am Nachmittag stattfinden?

Wird es ein Mittagessen geben (eventuell im kleinen Kreis), eine große Feier am Abend oder beides?

Wollen wir die Hochzeitstorte am Nachmittag oder am Abend anschneiden?

Sollen die Gäste den ganzen Tag über auf unserer Feier anwesend sein oder darf es eine Pause geben, während derer unsere Gäste »freihaben«?

Benötigen Sie noch weitere Inspiration? Im Anhang dieses Buches finden Sie unter »A2 – Varianten von Tagesabläufen« verschiedene Anregungen, wie Sie Ihren Hochzeitstag zeitlich gestalten können – ebenso zum Download unter www.planmy.wedding/das-buch/.

MUT ZUR LÜCKE

Ihre Trauung findet am Vormittag statt, die Location für die Feier steht aber erst ab dem frühen Abend zur Verfügung. Oder Sie möchten sich für Ihre Hochzeitsfotos zwei Stunden oder mehr Zeit nehmen. Manchmal tut sich, ob gewollt oder ungewollt, eine Lücke im zeitlichen Ablauf einer Hochzeit auf.

Eines sollten Sie bei der Planung Ihrer Hochzeit stets im Blick behalten: Ihre Gäste. Und ich garantiere Ihnen, es gibt keinen größeren Partykiller als eine Hochzeitsgesellschaft, die von ihrem Brautpaar stundenlang irgendwo zum Warten abgestellt wird. Ein Stündchen, allerhöchstens anderthalb Stunden an einem schönen Ort mit Sitzmöglichkeiten und Getränkeversorgung sind noch im Rahmen.

Sobald sich bei Ihrer Planung für Ihre Gäste eine Wartezeit von mehr als anderthalb Stunden abzeichnet, gönnen Sie nicht nur sich, sondern auch Ihren Gästen eine Pause.

Idealerweise informieren Sie bereits in Ihrer Einladung darüber, dass Ihren Gästen die Zeit von … bis … zur freien Verfügung steht. Noch ein paar Tipps, was es in der näheren Umgebung zu entdecken gibt, und Ihre Gäste werden vielleicht sogar dankbar für eine kleine Ruhepause sein. Am Abend kommen alle frisch und ausgeruht zur langen Partynacht wieder zusammen – wunderbar, alles richtig gemacht!

DIE BRAUTMUTTER

Wenn es um die Hochzeit der eigenen Tochter geht, hat so manche Brautmutter eine ganz eigene Vorstellung davon, wie dieser Tag auszusehen hat, auch wenn er noch in weiter Ferne liegt. Im Geiste werden Location, Dekoration und das Brautkleid für die Tochter schon einmal perfekt ausgestaltet. Steht das große Ereignis endlich vor der Tür, hat sich das lange Warten für die Brautmutter gelohnt. Jetzt braucht sie die perfekten Bilder in ihrem Kopf nur noch in die Tat umzusetzen. Um ihre Tochter besser bei den Hochzeitsvorbereitungen zu unterstützen und alles in die richtige Richtung zu lenken, kommt die Brautmutter dann auch gern für ein paar Wochen zu Besuch. Und das alles, damit die Hochzeit ihrer Tochter genauso perfekt wird, wie die Brautmutter es sich jahrelang ausgemalt hat. Umso ernüchternder ist es dann, wenn die Tochter ihrer Mutter am Telefon eröffnet, dass ihre Unterstützung gar nicht benötigt wird. Ein Hochzeitsplaner würde sich bereits um alles kümmern. Autsch. Wenn dann auch noch die Vorstellungen von Mutter und Tochter hinsichtlich der Definition von »PERFEKT« weit auseinanderdriften, dann ist genau eines perfekt: Die Katastrophe für die Brautmutter – sie wird nicht gebraucht und ihr schönes hochzeitliches Luftschloss verpufft.

So erging es wohl Julias Mutter. Julia stammt aus der Nähe von Stuttgart, sie wohnt zusammen mit Lutz in Berlin und in drei Wochen feiern die beiden Hochzeit. Für die Planung der freien Trauung mit großer Feier in Berlin haben sie einen Hochzeitsplaner engagiert – mich.

Mit ihrer Mutter hat Julia nach längerem Hin und Her den Kompromiss geschlossen, dass diese sich um die Organisation der standesamtlichen Trauung in Stuttgart kümmert.

Zu dritt sitzen wir in Julias und Lutz’ Berliner Wohnung. Es ist unser letztes Treffen vor der Hochzeit, wir brauchen nur noch ein paar finale Details abzustimmen. Julia und Lutz haben beide eine sehr klare Vorstellung von ihrer Feier: modernes Ambiente, freie Trauung auf einem Schiff, abends Party in einer Trendlocation am Wasser. Das Schiff wird mit bunten Luftballons geschmückt, die gesamte Deko wird knallbunt, fröhlich und sommerlich. Bloß keine Rosen – viel zu spießig. Auf keinen Fall darf die Hochzeit kitschig oder zu klassisch wirken. Kutsche und Tauben sind tabu.

Gestern sind die beiden von ihrer standesamtlichen Trauung aus Stuttgart zurückgekehrt, und bevor wir nun in die letzten Details einsteigen, erzählt Julia von der Trauung: »Ach, es war echt schön! Trauung und Feier im kleinen Kreis, Essen beim Edelitaliener … meine Mama hat sich rührend um alles gekümmert. Es war halt schon sehr klassisch mit Tauben, Rosen, Kutsche, Geigenspieler – eben das volle Programm. Das war jetzt nicht so wirklich unser Stil, aber es war trotzdem schön und meine Mama hat sich riesig gefreut.«

Als wir mit den letzten Feinabstimmungen durch sind und unsere Unterlagen zusammenpacken, lässt Lutz ein eng beschriebenes Blatt Papier so offensichtlich unauffällig unter einem Buch verschwinden, dass es mir einfach auffallen muss. »Ach super, ihr habt euch ja viele Notizen gemacht! Lass uns die doch mal schnell durchgehen, damit wir auch sicher alles umgesetzt haben.«

Hilfe suchender Blick von Lutz zu seiner Frau: »Äh, na ja … eigentlich sind es die Notizen von Julias Mutter.« Julias Rettungsversuch: »Wir müssen das jetzt nicht alles durchgehen. Sie hatte nur noch ein paar Fragen, aber die sind alle geklärt. Das ist wirklich nicht wichtig.«

Ich insistiere. »Und ob das wichtig ist. Deine Mama kann mich auch jederzeit anrufen, wenn sie Fragen hat.« Julia hält dagegen. »Nein, das möchtest du nicht. Offen gesagt haben wir meiner Mutter verboten, dich anzurufen. Das ist besser so. Wirklich.«

Das muss ich jetzt nicht verstehen, trotzdem werfen wir noch einen Blick auf den Zettel. In kleiner, ordentlicher Handschrift hat Julias Mutter zahlreiche Notizen gemacht, darunter Stichpunkte wie:

Dekoration Schiff: Blumen statt Luftballons. Bloß keine Luftballons!

Blumendekoration: in Weiß/Rosa, Rosen! Nicht zu knallig. Lieber Kutsche statt Auto.

Sektempfang Location: Weniger Zeit einplanen, eine Stunde ist zu lang.

Ich bleibe bei meiner Bitte, Julias Mutter möge mich anrufen, wenn sie Fragen hat.

Noch zwei Tage bis zur Hochzeit.

Soeben habe ich den finalen Ablaufplan an Julia und Lutz gemailt, ebenso an Julias Mutter, damit sie nicht das Gefühl hat, außen vor zu sein. Keine fünf Minuten später klingelt mein Telefon, Julias Mutter ist dran.

»Wir müssen jetzt mal hier ein paar Dinge klären: Für den Sektempfang ist zu viel Zeit eingeplant, eine Stunde ist viel zu lang. Dann stehen die Leute da auf der Terrasse und wissen nichts mit sich anzufangen. Außerdem möchte ich diese unsäglichen Luftballons nicht auf dem Schiff haben. Und dass meine Tochter und ihr Mann mit einem Taxi (wohlgemerkt ein sehr schicker London-Taxi-Oldtimer, den die beiden sich gewünscht haben) von ihrer Wohnung zum Schiff fahren sollen, kann ja nicht wirklich Ihr Ernst sein. Eine Kutsche wäre ja wohl viel standesgemäßer.«

Ah, okay, allmählich dämmert es mir, was Julia gemeint hat, und ich kann mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. »Guten Abend, wie schön, Sie zu hören. Toll, dass wir uns endlich einmal sprechen. Wie geht es Ihnen?«

»Danke, gut, aber lassen Sie uns jetzt mal bitte über die Hochzeit reden.«

Das Telefonat mit Julias Mutter dauert etwa 30 Minuten. Ich versuche, ihr zu erklären, dass, wenn 70 Gäste auf einmal in einer Location eintreffen, es schon mal 15 Minuten dauern kann, bis jeder ein Glas in der Hand hat. »… dann möchte das Brautpaar noch ein paar Worte sagen, es werden Kanapees gereicht, es gibt Livemusik, wir lassen Luftballons steigen … Eine Stunde ist da völlig angemessen. Vertrauen Sie mir.«

Nichts zu machen, der Tagesablauf – eigentlich das gesamte Konzept soll über Bord geworfen und neu erfunden werden. Als Julias Mutter eine kurze Atempause macht, schiebe ich schnell meine Frage dazwischen: »Wissen denn Julia und Lutz von all diesen Planänderungen?«

»Das brauchen die gar nicht zu wissen, das machen wir beide jetzt miteinander aus. Schließlich bezahlt mein Mann die gesamte Hochzeit und auch Sie. Dann müssen Sie sich jetzt schon nach mir richten.«

Oje. Den Zahn muss ich ihr leider ziehen. »Ich kann Sie gut verstehen. Für mich ist es aber nun einmal so, und ich hoffe, auch Sie können mich verstehen, dass meine Vertragspartner das Brautpaar und nicht die Brauteltern sind. Deshalb bin ich ausschließlich den Wünschen von Julia und Lutz verpflichtet. Sprechen Sie doch einfach Ihre Änderungswünsche mit den beiden ab, dann werden die mir sagen, wie sie es gern hätten.«

Nein, das funktioniere nicht, sie hätte das schon versucht.

»Es tut mir leid, aber derart grundlegende Planänderungen kann und darf ich ohne Julias und Lutz’ Zustimmung nicht umsetzen. Ich versichere Ihnen, es wird ein grandioser Tag und eine tolle Feier in einer phänomenalen Location. Haben Sie Vertrauen, alles wird …«

Aufgelegt.

Auf der Hochzeit fällt die Begrüßung von Julias Mutter mir gegenüber eher kühl, um nicht zu sagen eiskalt aus. Aber der Tag wird wunderbar, alles läuft perfekt und die beiden sind so glücklich – eine Magie, der sich auch Julias Mutter nicht entziehen kann. Mit leuchtenden Augen erklärt sie mir am späten Abend, sie hätte nie gedacht, dass die Hochzeit so schön werden würde.

Ende gut, alles gut.

Liebe Brautpaare, bleibt euch selbst bei der Konzeption eurer Hochzeit treu, aber habt Verständnis für eure Brautmütter und involviert sie, sofern die das möchten und so gut es eben geht.

Liebe Brautmütter, seid offen für die Vorstellungen eurer Töchter von einer perfekten Hochzeit, auch wenn diese von euren eigenen Wünschen abweichen. Und hackt nicht auf den armen Hochzeitsplanern herum, wir machen doch nur unsere Arbeit.

BUDGET

Wahrscheinlich wird Ihre Hochzeit nicht nur der bislang schönste Tag im Leben, sondern – und da sind Sie nicht allein – auch einer der bisher kostenintensivsten Tage.

Die Wunschliste ist lang, die Verlockungen sind oft unwiderstehlich und allzu präsent ist der Gedanke: »Ach was, wir heiraten nur einmal.« In Windeseile läppern sich einzelne Beträge zu einer schwindelerregend hohen Summe zusammen. Das alles ist normal und okay, solange die Endsumme Sie am Ende nicht überrumpelt.

Das Rezept zur Vermeidung unschöner Budgetexplosionen basiert auf exakt drei Zutaten:

eine feste Budgetgrenze, d. h. Ihr maximales Gesamtbudget,

die nötige Disziplin, um die Budgetgrenze einzuhalten, und

eine realistische und kontinuierlich geführte Kostenplanung.

Die Budgetgrenze ist schnell ermittelt. Ein Blick aufs Konto, eventuell ein Gespräch mit der Familie und die Sache ist geritzt. Traditionell war die Familie der Braut der Hauptsponsor einer jeden Hochzeit. Das hat sich im Laufe der Zeit zum Glück gewandelt, so dass mittlerweile beide Familien je nach Möglichkeit etwas dazugeben (können).

Wenn Sie auf finanzielle Unterstützung Ihrer Familie hoffen dürfen, ist es wichtig, dass Sie dieses Thema gleich zu Beginn Ihrer Planung offen ansprechen. Es wäre fatal, schweigend von Beträgen auszugehen, die im Nachhinein nicht im erwarteten Umfang zur Verfügung stehen. Auch ein kleines Crowdfunding im Freundeskreis anstatt der späteren Hochzeitsgeschenke kann eine gute Option zur Aufbesserung des Budgets sein.

Mit der Disziplin kann ich Ihnen nicht helfen, aber Sie haben mein vollstes Mitgefühl. Die Hochzeitsbranche hat viel zu bieten und wird es Ihnen nicht leicht machen zu widerstehen. Bleiben Sie stark!

Dagegen ist die Kostenplanung ein Kinderspiel – versprochen! Planung findet immer im Vorfeld, nie im Nachhinein statt. Kostenplanung bedeutet, dass Sie Ihr Gesamtbudget schon jetzt, im Vorfeld, auf die verschiedenen Kostenpunkte Ihrer Hochzeit verteilen. Nur so können Sie sicher sein, auch wirklich alle anfallenden Kosten in Ihrer Planung zu berücksichtigen. Bevor Sie jetzt das Rad neu erfinden, stelle ich Ihnen hierfür einen praktischen, vielfach bewährten Verteilungsschlüssel zur Verfügung. Anhand dieses Schüssels verteilen Sie Ihr Gesamtbudget prozentual auf die verschiedenen Kostenpunkte Ihrer Hochzeit. Das Ergebnis ist ein realistischer Kostenplan, egal, ob Ihr Gesamtbudget 10 000 oder 30 000 Euro beträgt.

Im folgenden Beispiel, ausgehend von einem Gesamtbudget von 12 000 Euro, könnte Ihr Kostenplan entsprechend so aussehen:

Kostenpunkte

Schätzkosten

Verteilungsschlüssel

Catering (Speisen + Getränke/Hochzeitspauschale)

4 800 €

40 %

Fotograf

1 080 €

9 %

Trauringe

960 €

8 %

Brautkleid + Accessoires

960 €

8 %

Musik/Entertainment inkl. Technik

720 €

6 %

Blumen + Dekoration

480 €

4 %

Location (reine Miete, falls nicht im Catering enthalten)

360 €

3 %

Bräutigam/Anzug + Accessoires

360 €

3 %

Brautauto

240 €

2 %

Hochzeitstorte

240 €

2 %

Styling

240 €

2 %

Einladungen + Danksagung

240 €

2 %

Sonstiges (Standesamt, Gebühren, Kollekte etc.)

120 €

1 %

Sicherheitspuffer (unvorhersehbare Kosten)

1 200 €

10 %

Summe

12 000 €

100 %

Diese Kostenverteilung ist natürlich nicht in Stein gemeißelt. Sicher werden Sie entsprechend Ihren Prioritäten und den Ihnen vorliegenden Angeboten Anpassungen vornehmen. Aber fürs Erste haben Sie eine konkrete Vorstellung davon, wie viel Geld Sie jeweils in Catering, Dekoration, Musik, Brautkleid etc. investieren können.

Um Ihr Budget kontinuierlich im Blick zu behalten, erweitern Sie Ihre Tabelle um die folgenden Spalten:

TATSÄCHLICHE KOSTEN

Mit jedem Auftrag, den Sie erteilen, notieren Sie hier die tatsächlich anfallenden Kosten.

DIFFERENZ

Schätzkosten abzüglich tatsächlicher Kosten. Diese Spalte zeigt Ihnen, wo Sie Ihr Budget gesprengt oder Geld eingespart haben. Entsprechend könnte Ihre Kostenübersicht, nachdem Sie die ersten Aufträge erteilt haben, in etwa so aussehen:

Kostenpunkte

tatsächliche Kosten

Schätzkosten

Differenz

Catering (Speisen + Getränke/Hochzeitspauschale)

4 500 €

4 800 €

300 €

Fotograf

 

1 080 €

 

Trauringe

1 000 €

960 €

-40 €

Brautkleid + Accessoires

1 200 €

960 €

-240 €

Musik/Entertainment inkl. Technik

700 €

720 €

20 €

Blumen + Dekoration

 

480 €

 

Location (reine Miete, falls nicht im Catering enthalten)

 

360 €

 

Bräutigam/Anzug + Accessoires

 

360 €

 

Brautauto

 

240 €

 

Hochzeitstorte

 

240 €

 

Styling

150 €

240 €

90 €

Einladungen + Danksagung

 

240 €

 

Sonstiges (Standesamt, Gebühren, Kollekte etc.)

 

120 €

 

Sicherheitspuffer (unvorhersehbare Kosten)

 

1 200 €

 

Summe

7 550 €

12 000 €

130 €

Sensationell – so einfach kann Kostenplanung sein!

Um Ihnen ein Gefühl dafür zu geben, welche Kosten im Rahmen einer Hochzeit auf Sie zukommen können, finden Sie im Anhang unter »A3 – Kosten einer Hochzeit« eine Liste mit ungefähren marktüblichen Preisen.

Eine praktische Excel-Datei zur Kostenplanung finden Sie zum Download im Internet unter www.planmy.wedding/das-buch/.

PRIORITÄTEN

So einfach und fast banal es klingen mag, es gibt genau zwei Dinge, die auf jedem Fest Garant für gute Stimmung sind: gutes Essen (inklusive ausreichend Getränken) und gute Musik.

Die Location, die Dekoration und sogar das Brautkleid sind vergleichsweise irrelevant. Denn ganz egal, welches Brautkleid Sie auf Ihrer Hochzeit tragen, Sie werden strahlen vor Glück. Ihre Gäste kommen nicht wegen der Location, sondern wegen Ihnen. Und, Hand aufs Herz, von der Deko wird in zwei Monaten … ach was, in zwei Wochen … kein Mensch mehr sprechen. Unzureichendes Essen, zu wenig Getränke oder schlechte Musik hingegen bleiben in den Köpfen hängen – leider für immer.

Als dritte Top-Priorität lege ich Ihnen den professionellen Hochzeitsfotografen ans Herz. Schließlich wollen Sie sich Ihre Hochzeitsfotos auch in 10 oder 20 Jahren noch mit Freude anschauen und sie vielleicht auch Ihren Kindern und Enkeln zeigen. Da sollte schon ein Profi für die Fotos her (siehe auch »Foto und Video« ab Seite 225). Also nehmen Sie Ihr Geld und investieren Sie in Catering, Musik und einen guten Fotografen, alles Weitere wird sich fügen. So machen Sie sich und Ihre Gäste glücklich und Sie werden Ihre Hochzeitsfotos auch in 20 Jahren noch lieben.

BUDGET AUF POLNISCH

Mein erstes Treffen mit Alina und Mattis. Die beiden haben mich zu sich nach Hause eingeladen und nun sitzen wir am Wohnzimmertisch ihrer kleinen Wohnung in einem Kölner Vorort. Alina und Mattis sind beide Anfang zwanzig. Sie studiert Grafikdesign, er ist Azubi bei einer Fluggesellschaft. Sie kennen sich schon seit ihrer Kindheit, sind seit vier Jahren ein Paar und jetzt wird mit rund 150 Gästen geheiratet. Mattis ist schweigsam, Alina redet umso mehr und erzählt mir von ihren Hochzeitsplänen: »Wir haben uns auch schon ein Schiff ausgesucht, auf dem wir feiern wollen. War gar nicht so leicht, eins zu finden, das wirklich schick und vor allem groß genug für 150 Gäste ist.«

Alina schiebt mir den Flyer der Reederei über den Tisch zu. Das Schiff ist mir bekannt, ebenso die nicht gerade bescheidene Tagesmiete. Es braucht nur drei Worte, um diese Location einzuordnen: schick, groß und teuer.

Alina spricht weiter, ohne Luft zu holen: »… und abends soll es ein Büfett mit Live Cooking geben, vorweg Fingerfood. Und eine Liveband soll spielen, zumindest am Anfang, danach ein DJ … und die Deko: Ich fände ja ein paar Palmen, Strandkörbe und Liegestühle auf dem Deck des Schiffes sensationell, oder so richtig schicke Loungemöbel und Bambus statt Palmen. Diese Ledermöbel, die im Prospekt abgebildet sind, gehen gar nicht.«

Mit jedem Satz bläht sich in meinem Kopf das Budget für diese Hochzeit mehr und mehr auf. Unbeirrt fährt Alina fort: »… und wir brauchen jede Menge Wodka. Meine Familie stammt aus Polen, da gehört Wodka dazu. Cocktails soll es sowieso geben, aber Wodka ist mindestens genauso wichtig.«

Dann geht es um die kirchliche Trauung, einen Oldtimer, Feuerwerk, Gastgeschenke … Alina lässt nichts aus. Nun ist sie fertig, beide schauen mich erwartungsvoll an.

Eines ist mal klar: Mit einem Azubigehalt lässt sich diese Hochzeit nicht finanzieren. Die Kosten tragen wohl entweder die Eltern, Alina und Mattis haben geerbt, oder sie haben noch keinen einzigen Gedanken daran verschwendet, dass Hochzeitfeiern Geld kostet.

Behutsam taste ich mich vor: »Haben Sie sich denn schon überlegt, wie viel Budget Sie für Ihre Hochzeit einplanen möchten?« Wieder ist es Alina, die antwortet: »Ach, wir sind da ganz offen. Vielleicht können Sie uns erst einmal sagen, mit wie viel wir rechnen sollten.«

Ganz offen klingt schon mal gut. Wahrscheinlich die Eltern. »Okay, dann lassen Sie mich mal die Kosten über den Daumen peilen. Die Schiffsmiete für einen Tag liegt bei rund 20 000 Euro, ohne Catering. Büfett mit Live Cooking und Fingerfood vom externen Caterer, dazu Getränke mit Cocktails und extra Wodka inklusive Service und Equipment … da landen wir pro Person bei gut 100 Euro, macht bei 150 Personen 15 000 Euro. Dazu Liveband, DJ, Loungemöbel, Pflanzen, Tischdeko, Hochzeitstorte, Feuerwerk, Gastgeschenke, Oldtimer … also so, wie Sie mir Ihre Hochzeit gerade beschrieben haben, können Sie mit insgesamt gut 45 000 bis 50 000 Euro rechnen. Natürlich sehe ich da auch Einsparpotenzial, aber das wäre die ungefähre Hausnummer, wenn wir wirklich alles, was Sie mir jetzt genannt haben, umsetzen würden.«

Ein bisschen habe ich erwartet, dass die beiden jetzt vom Stuhl fallen. Aber sie schauen sich an, er zuckt die Achseln, sie nickt und flötet: »Okay, das machen wir so.«

Jetzt falle ich fast vom Stuhl. Noch nie hat ein Brautpaar im Erstgespräch derart freimütig das elterliche Geld verplant. Also frage ich jetzt doch mal nach: »Wenn Sie mir die Frage erlauben, wie werden Sie Ihre Hochzeit denn finanzieren? Wird Ihre Familie etwas beisteuern?«

Mattis hebt die Hände. »Ich bin da raus, das macht Alinas Familie.«

Alina stellt mir ihr Finanzierungsmodell vor: »Also, meine Familie kommt aus Polen. Und da ist es üblich, dass jeder Gast dem Brautpaar Geld schenkt. Und je größer und pompöser die Hochzeit, umso mehr Geld wird geschenkt. Deshalb möchten wir ja diese ganz große Hochzeit, damit sich alles am Ende ausgeht und vielleicht noch eine Hochzeitsreise drin ist.«

In meinen Ohren klingt das mehr als abenteuerlich, aber vielleicht muss ich es nur etwas besser verstehen: »Darf ich fragen, wie viele Ihrer 150 Gäste aus Polen kommen?«

Alina überlegt kurz und schätzt: »Etwa 100.«

»Das heißt, das gesamte Budget von rund 50 000 Euro – ohne Hochzeitsreise – wird von diesen 100 Personen getragen, richtig?«