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Tausenden geht es ähnlich - plötzlich wird irgendwie alles anders. Sonst so starke und noch im Leben stehende Erwachsene sind plötzlich hilflos und ganz anders als man sie immer kannte: aggressiv, verständnislos, depressiv. Ganz alltägliche Lebenssituationen verändern sich schlagartig und scheinen nicht mehr bewältigbar. Das Umfeld weiß nicht damit umzugehen - man selber eigentlich auch nicht. Was tun? Was hilft? Medikamente stellen nur ruhig, was aber hält den Kontakt zu dem, den man pflegt. Sporadische Zuwendung verwirrt vielmehr als sie hilft oder tröstet. Der Demenzcode verschafft einfachsten Zugang zum erkrankten Angehörigen und bietet eine Anregung, um als Angehöriger oder Pflegender ein System der Verlässlichkeit und Sicherheit für den Betroffenen zu entwickeln. So steigert sich Lebensqualität und Lebensfreude deutlich. Wandeln Sie Pflichtbewusstsein in eine völlig neue Beziehung! Der Kern, das Wesen des Menschen tritt hervor, man erkennt die Einfachheit des Seins und was der Mensch wirklich braucht. Das ist die Zuwendung, Achtung und Liebe eines anderen Menschen, auch und gerade in dieser Krankheit.
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Seitenzahl: 23
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Sabine Dorau
DEMENZCODE
Touch me!
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Touch Me! - Ein Vorwort zum Ratgeber Demenzcode
Kapitel 1: Selbsterfahrung bringt Erkenntnis
Kapitel 2: Alles wird anders
Kapitel 3: Meine Intuition und mein Anliegen
Kapitel 4: Module für den Einstieg, Mittelteil oder Ausstieg
Kapitel 5: Beispiele für Ihre Begegnung und Ratschläge für Ihre Vorgehensweise
Kapitel 6: Der Besuch von Freunden und Verwandten
Kapitel 7: Die allerletzte Lebenszeit
Impressum neobooks
Stellen Sie sich ein unschuldiges kleines Baby vor. Es lächelt, wenn Sie lächeln, es ist traurig, wenn es schlecht behandelt oder vernachlässigt wird. Es ist bedingungslos seinen Eltern, seinen nächsten Angehörigen ausgeliefert. Genau so ergeht es Menschen, die an Demenz leiden. Sie sind anderen ausgeliefert, schutzlos und auf ständige Hilfe angewiesen. Eines verlieren diese Menschen aber auf keinen Fall, das Gespür dafür, ob sich jemand liebevoll um sie kümmert, ob sie verlacht werden, oder ob sie mit der jeweiligen Lebenssituation einverstanden sind. Dazu gehören ihre Wohnungen und auch die Menschen, die täglich mit ihnen umgehen.
Kommt es zu einer Ablehnung dieser bestehenden Situation, werden diese Menschen nach ihren noch vorhandenen Möglichkeiten reagieren. Sie werden aggressiv, weinen und ziehen sich immer mehr in ihre Erkrankung zurück. Sie verhalten sich nicht anders als Babies und Kleinkinder, und genau hier kann man diese Menschen abholen und ihnen einen noch möglichst schönen letzten Lebensabschnitt bereiten. Voraussetzung dafür ist Liebe, Einfühlungsvermögen, Geduld und eine Portion Humor, der für beide Seiten alles erträglicher machen kann.
Wenn Sie sich auf diesen kleinen Ratgeber einlassen, werden Sie schnell einen guten Kontakt zu Ihrem Angehörigen aufbauen.
Auch hier wieder der Hinweis: Denken Sie an die Babies, je einfacher und liebevoller Sie den Umgang gestalten, umso grösser wird ihr Erfolg sein.
Tausenden Angehörigen geht es wie mir. Plötzlich stirbt ein Elternteil, alles wird irgendwie anders. Die sonst so starken und noch im Leben stehenden Mütter oder Väter sind plötzlich hilflos und ganz anders als man sie immer kannte.
