Den Alterungsprozess umkehren - Karin Pirc - E-Book

Den Alterungsprozess umkehren E-Book

Karin Pirc

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Beschreibung

Kalash, das Lebenselexier des Maharishi Ayur-VedaSelten ist soviel alte Weisheit, moderne Wissenschaft und brauchbare Anregung zum Gesundsein und -bleiben derart komprimiert und überzeugend zwischen zwei Buchdeckel gepackt worden! Wie das märchenhafte Kästchen, in dem das Lebenselixier enthalten ist, kann dieses Buch, wenn Sie es öffnen, Ihren Traum vom langen Leben wahr machen. Und selbst wenn Sie noch nicht zu den Mutigen gehören, die dieses Elixier sofort trinken (sprich: umsetzen), steht Ihnen eine spannend-informative Lesereise bevor! Die potente Formel: Man nehme den Ayur-Veda, die älteste Weisheits- und Gesundheitslehre der Menschheit, reinige sie in fünfundzwanzigjähriger Arbeit von allen Verkrustungen, bis sie leuchtet, vermähle sie mit den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen der ganzheitlichen und westlichen Medizin und Biochemie und gebe viele Rezepturen, Anregungen zur Vorbeugung und zum Heilen und erstaunliche Fallbeispiele hinzu - das alles natürlich sauber recherchiert und bis ins feinste Detail erklärt - und vervollkommne das Ganze durch eine jahrtausend-alte Rezeptur mit dem Namen "Amrit Kalash" (Nektar der Unsterblichkeit) - dann erhält man dieses Buch. Und so märchenhaft das alles klingt - es geht um Fakten, wissenschaftliche Erkennt-nisse und lang erprobte Therapien, die einem jeden von uns ein langes, glückliches und gesundes Leben bescheren können. Schauen Sie rein in das Kästchen und freuen Sie sich auf viele vitale Jahre!"Jung und gesund bis ins höchste Alter!" ...ein Wunsch, der wohl so alt ist, wie die Menschheit selber, den fast jeder von uns kennt und der gerne ausgebeutet wird, um uns irgend etwas zu verkaufen - deshalb klingt dieser Satz auch so banal. So banal, dass er kaum dazu inspiriert, dieses Buch aufzuschlagen...Das wäre ein Fehler!

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Seitenzahl: 159

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Dr. Karin Pirc

Den Alterungsprozessumkehren

Das Lebenselixierdes Maharishi Ayur-Veda

ZUR AUTORIN

Dr. phil. Karin Pirc, Jahrgang 1951, beschäftigt sich seit 1984 intensiv mit Ayur-Veda und ist heute ärztliche Direktorin des 1993 von ihr gegründeten Maharishi Ayur-Veda Gesundheits- und Seminarzentrums in Bad Ems.

Karin Pirc studierte ab 1971 Erziehungswissenschaften und Psychologie; 1975 schloss sie das Studium der Erziehungswissenschaften mit dem 1. Staatsexamen ab und erwarb ihr Diplom in Psychologie. Im selben Jahr begann sie ein Studium der Humanmedizin und einen Ausbildungslehrgang zur Lehrerin der Transzendentalen Meditation (TM), den sie 1977 abschloss. 1983 erhielt Karin Pirc die Zulassung zum Arzt. Ein Jahr später erwarb sie den Doktortitel in der Psychologie. Im Jahre 1985 gründete sie das erste deutsche Maharishi Ayur-Veda Gesundheitszentrum bei Osnabrück.

Von Karin Pirc sind bislang folgende Bücher erschienen: Kochen nach Ayur-Veda (1996/98), Ayur-Veda Kursbuch für Mutter und Kind (1996, als Taschenbuch 1998), Frei von Asthma (1999).

HINWEIS AN DIE LESER

Dieses Buch ist nicht für die Diagnose, die Erteilung ärztlicher Verordnungen oder zur Behandlung bestimmt.

Die beschriebenen Anwendungsmöglichkeiten beziehen ganz bewusst ausschließlich Heilerfolge durch Rasayana-Verjüngungsmittel und -Methoden ein. Die Behandlung schwerer, chronischer Erkrankungen verlangt die genaue Analyse durch einen Arzt, der ein darauf zugeschnittenes Behandlungsprogramm zusammenstellen und spezielle Maharishi Ayur-Veda Kräutermischungen zum ganzheitlichen Ausgleich von Körper und Geist auswählen wird.

Danken möchte ich Anna Schweizer, die zum Gelingen dieses Buches einige Erfahrungsberichte von Menschen beisteuerte, die mit ayur-vedischen Verjüngungsmitteln außergewöhnliche Heilerfolge erreichten.

Dr. Karin Pirc:

Den Alterungsprozess umkehren: Das Lebenselixier des Maharishi Ayurveda

© J. Kamphausen Mediengruppe GmbH, Bielefeld 2001

www.weltinnenraum.de

Umschlaggestaltung: Sabine Schiche, ad department

Typografie und Satz: Wilfried Klei

E-Book Gesamtherstellung: Bookwire GmbH, Frankfurt a. M.

ISBN Print 978-3-933496-56-0

ISBN E-Book 978-3-95883-187-2

Alle Rechte der Nutzung, des Nachdrucks, der Verwertung und Verbreitung oder Verarbeitung – auch auszugsweise – vorbehalten.

Alle Angaben in diesem Buch wurden von der Autorin sorgfältig geprüft.

Jegliche Haftung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist jedoch

ausgeschlossen.

I. ALTERN – MUSS DAS SEIN?

1. DER TRAUM VOM LANGEN LEBEN

Älter werden – gesund bleiben

Höherer Lebensstandard – mehr Zivilisationskrankheiten

Moderne Medizin und Verjüngung

2. DAS URALTE WISSEN VOM LEBEN

Was ist Ayur-Veda?

Maharishi Ayur-Veda heute

Maharishis Vedisches Gesundheitsprogramm

3. NEUE ERKENNTNISSE ÜBER DAS ALTERN

Warum altert der Körper?

Sauerstoff – ein ganz besonderes Atom

Freie Sauerstoff-Radikale

Sauerstoff erzeugt Energie

Sauerstoff: Hilfe und Gefahr

Wir reparieren uns selbst

Antioxidanzien heute wichtiger denn je

4. KÖRPER UND GEIST SIND EINS

Ganzheitliche Gesundheit

Der Bauplan des menschlichen Körpers

Materie entsteht aus Bewusstsein

Der menschliche Körper als Ausdruck des Veda

Heilen ohne Nebenwirkungen

Vorbeugen ist besser als heilen

II. RASAYANAS – DIE URALTE KUNST DER VERJÜNGUNG

5. RASAYANAS-VERJÜNGUNGSTHERAPIE DES AYUR-VEDA

Jung werden und bleiben

Die Nahrung richtig aufnehmen

Giftstoffe und Schlacken stören Körper und Geist

Die Strahlkraft des Menschen

6. DIE WUNDERBARE KRAFT DER PFLANZEN

Ayur-vedische Heilkräuter wirken ganzheitlich

Die Wirkungen von Heilpflanzen verstärken

Mit Rasayanas ein langes, glückliches Leben gewinnen

7. VERJÜNGUNG DURCH RASAYANAS – WISSENSCHAFTLICH DOKUMENTIERT

Der Nektar der Unsterblichkeit

Rundherum wohl fühlen ohne Nebenwirkungen

Rasayanas weit wirkungsvoller als Vitamine

• Die volle Kraft der Natur nutzen • Hochpotente, natürliche Antioxidanzien • Körpereigene Schutzenzyme aktivieren

Der ganze Stoffwechsel verjüngt sich

• Die Zellen schützen – Altern verlangsamen • Ernährungssünden neutralisieren • Schönheit kommt von innen • Den Körper stärken – Umweltgifte neutralisieren • Unsere Erbsubstanz schützen • Verschiedene Rasayanas – gleicher Schutz

Die Abwehr steigern

• Überschießende Entzündungen meiden • Mehr Abwehrzellen bei Bedarf • Starke Abwehr gegen böse Zellen • Eine schöne Haut – Spiegel der Seele • Schmerzen und Migräne lindern • Schachmatt den Allergien

Ein junges Herz – ein Leben lang

• Gesundes Cholesterin bewahren • Die Arterienwände schützen • Arterienverkalkung abbauen • Schutz vor Herzinfarkt und Thrombosen • Angina pectoris wird überflüssig

Die körpereigene Regeneration ankurbeln

• Erschöpfung abbauen • Die Selbstheilung aktivieren • Hilfe bei Verletzungen und Verbrennungen

Den Schrecken von Krebserkrankungen bannen

• Bösartigen Neubildungen vorbeugen – Krebs heilen • Die Summe ist mehr als ihre Teile • Metastasen reduzieren • Bösartige Zellen können gesunden • Schutz bei Strahlen- und Chemotherapie

Stimmungsmäßig gut drauf

8. RASAYANAS FÜR SPEZIELLE ANFORDERUNGEN

Männer und Frauen gezielt verjüngen

Geistige Fitness für Studenten

Rasayanas für Kinder

Gesund und länger leben – Verjüngung für Senioren

Gesund bleiben – ein Leben lang?

III. DIE KUNST, DAS LEBEN ZU VERLÄNGERN

9. LEBEN IM EINKLANG MIT DEN NATURGESETZEN

10. REINIGUNG IST DER ERSTE SCHRITT ZUR VERJÜNGUNG

Heißes Wasser – ein Lebenselixier

Der Flüssigkeitstag verlängert das Leben

Panchakarma – Umkehrung des Alterungsvorgangs

11. NAHRUNG IST DIE BESTE MEDIZIN

Essen im Einklang mit der eigenen, inneren Natur

Frische Nahrung besänftigt freie Radikale

Gut verdaut ist halb gewonnen

Der Kaffee der indischen Könige

12. LANGE LEBEN MIT VERHALTENS-RASAYANAS

Ein ausgeglichener Geist – ein junger Körper

Die innere Quelle nutzen

13. RUNDUM JUNG UND FIT BLEIBEN

Die tägliche Ölbehandlung hält jung

Mit Yoga geschmeidig bis ins höchste Alter

Die Musik der Natur

Die eigenen vier Wände zur Verjüngung nutzen

Gemeinsam jung werden

Wörterverzeichnis

Bildverzeichnis

Adressen und Bezugsquellen

Buchempfehlungen

Literaturverzeichnis

Register

I.

Altern – muss das sein?

1.Der Traum vom langen Leben

Älter werden – gesund bleiben

Der Wunsch nach einem langen, gesunden Leben ist so alt wie die Menschheit selbst. Jede Menge Mythen und Sagen aller Kulturen ranken sich um „das Wasser des Lebens“ oder „den nie versiegenden Jungbrunnen“.

Bis heute ist dieses Wunschbild wenig verblasst, denn kaum jemand wird gerne körperlich älter, geistig weniger wendig oder baut mit Freuden gesundheitlich ab. Natürlich schicken wir uns irgendwann in das vermeintlich Unvermeidliche, insbesondere, da wir überall um uns herum den Alterungsvorgang in allen Stadien sehen und akzeptieren lernen. Aber nichtsdestotrotz geistert auch bei uns „Aufgeklärten“ der Wunsch nach einem langen, vitalen Leben im Kopf herum, vielleicht ein wenig mehr seines Mythos beraubt, da wir in der Regel versuchen, dem Zeitgeist entsprechend wissenschaftlicher an die Dinge heranzugehen.

Der Wunsch nach einem langen, gesunden Leben ist so alt wie die Menschheit selbst.

Höherer Lebensstandard – mehr Zivilisationskrankheiten

Mit der zunehmenden Beherrschung von Infektionskrankheiten, dem hygienischen Fortschritt und der durchschnittlich seltener vorkommenden Mangelernährung breiter Bevölkerungsschichten hat sich in den letzten Jahrhunderten die durchschnittliche Lebensspanne fast verdoppelt. Ein Grund mehr für viele ernst zu nehmende Forscher, den Alterungsvorgang wissenschaftlich abzuklopfen, um im zweiten Schritt die Faktoren, die Altern hervorrufen, vermeiden zu helfen.

Trotz dieser auf den ersten Blick erfreulichen Verbesserung unserer Situation ist gerade in den letzten Jahrzehnten ein gegenläufiger Trend festzustellen. Mit höherem Lebensstandard stellen sich immer früher Erkrankungen ein, die ursprünglich typische Anzeichen des Alters waren. Bereits 25-Jährige leiden an Arterienverkalkung, Schlaganfälle treffen 40-Jährige, erhöhte Cholesterinspiegel, frühzeitiger Altersdiabetes sowie vermehrte rheumatische Erkrankungen und vielfältige Krebserkrankungen bereits junger Menschen sind an der Tagesordnung. Diese Krankheitsbilder, die in den mageren Nachkriegsjahren weit seltener zu verzeichnen waren, sind die eindeutige Quittung dafür, dass unsere Lebensweise sich zunehmend von der natürlichen Ordnung, in die unser Körper und Geist Jahrmillionen eingebettet waren, entfernt. Wir essen zu viel und zu schwer, bewegen uns zu wenig und vernachlässigen den Zyklus von Sonnenauf- und -untergang. Schlafmangel, Reizüberflutung und Stress tun ihr Übriges.

Die heutigen Alterskrankheiten sind die eindeutige Quittung dafür, dass unsere Lebensweise sich zunehmend von der natürlichen Ordnung, in die unser Körper und Geist seit Jahrmillionen eingebettet waren, entfernt.

Moderne Medizin und Verjüngung

Es gibt Familien, in denen ein Großteil der Mitglieder ein sagenhaftes Alter erreicht, oft scheinbar ungeachtet ihrer Lebensweise. Die Vermutung liegt daher nahe, dass der Alterungsvorgang von unseren Genen bestimmt wird. Warum auch sollte der Zustand des Stoffwechsels, der Funktionen der inneren Organe weniger erblich sein als die Form der Nase oder die Ausprägung gewisser Charaktereigenschaften und Begabungen? Neben dieser stabilen Grundanlage spielen modifizierende Faktoren eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Als natürliche Lebensspanne eines gesunden Menschen sehen die Überlieferungen des Ayur-Veda ein Alter von 120 Jahren an, das jeder erreichen kann, wenn er mit den Gesetzen der Natur in Übereinstimmung lebt und vielfältige Methoden zur Regeneration und Verjüngung zum festen Bestandteil seines Alltags werden lässt. Verschiedene Studien haben moderne medizinische Wissenschaftler inzwischen ebenfalls davon überzeugt, dass unter optimalen Bedingungen ein derart langes Leben für Menschen durchaus normal sein könnte.

Bei den fünf extrem langlebigen Hochgebirgsvölkern dieser Erde fanden Forscher beispielsweise heraus, dass deren Lebensspanne von 120 bis 170 Jahren bei voller Gesundheit neben ihrem gesunden Lebenswandel offensichtlich mit dem ungewöhnlich hohen Mineralreichtum ihrer Böden zusammenhängt. Dieses Prinzip funktioniert auch im wissenschaftlichen Experiment: So lebten Versuchsmäuse, die mit ihrem Futter alle lebensnotwendigen Vitalstoffe erhielten, aber etwas weniger zu essen bekamen als zu ihrer vollen Sättigung nötig war, 35 bis 50 Prozent länger als ihre normal ernährten Geschwister. Amerikanische Forscherteams scheuen sich nicht davor, diese Ergebnisse uneingeschränkt auf Menschen zu übertragen.

Nicht nur die Ernährung, auch die Psyche hat einen Einfluss darauf, wie lange unsere Lebensuhr läuft. Denn Menschen, die im hohen Alter sozial besonders akzeptiert werden und einen positiven Sinn in ihrem Dasein sehen, leben statistisch gesehen eindeutig länger und gesünder.

Als natürliche Lebensspanne eines gesunden Menschen sehen die Überlieferungen des Ayur-Veda ein Alter von 120 Jahren an, das jeder erreichen kann, wenn er mit den Gesetzen der Natur in Übereinstimmung lebt – auch moderne Wissenschaftler kommen zu diesem Schluss.

Das grundlegendste Erklärungsmodell für alle Alterungsvorgänge, das alle in diesem Zusammenhang bedeutsamen Beobachtungen mit einschließt und auf einen Nenner bringt, wird heute von Wissenschaftlern weltweit akzeptiert: die schädigende Wirkung freier Sauerstoff-Radikale. Damit bezeichnen Biochemiker eine Sonderform des ganz normalen Luftsauerstoffs, der überall im Körper vorhanden ist, in diesem Fall jedoch in Form verschiedener aggressiver Sauerstoffverbindungen. Diese sind chemisch hochaktiv und entstehen ständig für Sekundenbruchteile im Zellstoffwechsel. Um ihre eigene Molekülstruktur zu vervollständigen, gehen sie mit atemberaubender Geschwindigkeit wahllos Verbindungen mit anderen Atomen oder Molekülen ein, wobei sie diesen rücksichtslos Elektronen entreißen und dabei nicht selten unheilsame Kettenreaktionen in Gang setzen (s.S.18ff.). Ohne Unterlass verbinden sich diese Sauerstoff-Radikale mit anderen Molekülen, zerstören auf diese Weise unterschiedlichste Zellbestandteile und setzen dadurch überall in unserem Körper Alterungsvorgänge in Gang.

2. Das uralte Wissen vom Leben

Was ist Ayur-Veda?

Der Ayur-Veda ist das älteste ganzheitliche Gesundheitssystem der Menschheit. Das Sanskrit-Wort Ayus bedeutet wörtlich übersetzt Leben oder langes Leben, Veda Wissen oder Wissenschaft: Ayur-Veda ist also die Wissenschaft vom langen Leben. Die Veden sind weit mehr als eine Sammlung uralter Texte. Ursprünglich konnten Rishis (Seher), die viele Jahre ihres Lebens in tiefer Meditation verbrachten, in völliger Stille die feinsten Impulse der Natur, den Veda, in ihrem Inneren wahrnehmen. Diese zarten Klangschwingungen überlieferten sie über Jahrtausende an ihre Schüler, erst viel später wurden diese Hymnen in schriftlicher Form festgehalten.

Bei näherem Hinsehen entpuppt sich dieses zeitlose Wissen als eine Schatztruhe mit allgemein gültigen Weisheiten, die jedem Menschen gleich welcher Kultur ein gesundes, glückliches Leben bis ins hohe Alter bescheren können.

Im Gegensatz zu unserer modernen Medizin, die in der Regel erst aktiv wird, wenn uns eine Krankheit plagt, und die Gesundheit profan als die Abwesenheit von Krankheit definiert, findet man im Veda und der vedischen Literatur mit ihren 40 Disziplinen einen weit höheren Anspruch. Die verschiedenen Aspekte der Veden helfen den menschlichen Körper zu vollkommener Gesundheit zu führen und diese durch umfassende Vorbeugung zu bewahren. Gleichzeitig fördern sie gezielt die Bewusstseinsentwicklung jedes Menschen, da das Bewusstsein als die Ursache aller Dinge und die grundlegendste Steuerung unseres Körpers begriffen wird.

Der Ayur-Veda ist das älteste ganzheitliche Gesundheitssystem der Menschheit. Ayur-Veda (sanskrit) bedeutet wörtlich übersetzt: die Wissenschaft vom langen Leben.

Maharishi Ayur-Veda heute

Aufgrund der geschichtlichen Veränderungen der vergangenen Jahrhunderte drohten noch vor kurzem viele der ayur-vedischen Therapien gänzlich verloren zu gehen. Um das gesamte Wissen zu bewahren, haben sich in den letzten 25 Jahren hervorragende Ayur-Veda-Ärzte und Textgelehrte Indiens auf Anregung von Maharishi Mahesh Yogi, im Westen als Begründer des Programms der Transzendentalen Meditation bekannt, zusammengetan. In jahrelanger Entwicklungsarbeit haben sie die ursprüngliche Tiefe und Größe des Ayur-Veda anhand der Urtexte erneuert und die überlieferten Strukturen des Bewusstseins anhand eigener, direkter Erfahrung überprüft. So wurden und werden nach und nach Fehler, die sich in den letzten Jahrhunderten eingeschlichen haben, ausgemerzt und die ursprüngliche Geist-Körper-Medizin des Ayur-Veda wieder zu voller Blüte gebracht.

Auch Vaidyas (traditionelle Ayur-Veda-Ärzte Indiens), die ihre Heilkunst in alten Familientraditionen bis in die heutige Zeit hinein bewahrt haben, ließen sich vom Maharishi Ayur-Veda begeistern und stellen erstmals ihr oftmals geheim gehaltenes Wissen zur Verfügung. Die so entstandene ganzheitliche Fassung des Ayur-Veda wird der Deutlichkeit halber Maharishi Ayur-Veda genannt, denn er bezieht sich ausdrücklich auf die tiefen Weisheiten ihrer Begründer, der Rishis. Außerdem würdigt er in seinem Namen den unermüdlichen Einsatz Maharishi Mahesh Yogis, wieder den Wert des Bewusstseins und seiner direkten Erfahrung als Grundlage des Ayur-Veda herauszustellen. Dem Maharishi Ayur-Veda wurde kürzlich auch vom größten Standesorgan und der höchsten Instanz des Ayur-Veda in Indien, dem All Ayurvedic Congress mit über 300 000 Mitgliedern, nach jahrelanger Prüfung höchste Anerkennung gezollt. Denn der Wert des Veda, des ursprünglichen Wissens, erhält mit ihm wieder den ihm zustehenden Stellenwert. Erst dadurch können die damit verbundenen, ganzheitlichen Heilverfahren ihren vollen Wert entfalten.

Maharishi Ayur-Veda ist die authentische, klassische Form des Ayur-Veda, die auch jahrhundertelang verloren gegangene Therapieformen systematisch wieder mit einbezieht und die alten Aussagen und Heilweisen wissenschaftlich überprüft.

Rishis

Rishis (= sanskrit: Seher) sind Menschen, die – meist durch jahrelange, systematische Schulung ihres Bewusstseins mit wirkungsvollen Meditationsmethoden – die feinsten Impulse und Gesetzmäßigkeiten der Natur wie durch ein Vergrößerungsglas wahrnehmen können. Auf der Ebene ihres eigenen, inneren Bewusstseins können sie daher zuverlässige Aussagen über die Struktur unseres Kosmos machen, sowie über alle Faktoren, die einem Menschen helfen, sein geistiges und körperliches Potenzial zu einer Vollkommenheit zu entwickeln, die als Erleuchtung bezeichnet und als Geburtsrecht jedes Menschen angesehen wird.

Maharishis Vedisches Gesundheitsprogramm

Im heutigen Indien nutzen die meisten ayur-vedischen Ärzte nur eine begrenzte Zahl der vielen vorbeugenden und therapeutischen Behandlungsmöglichkkeiten des Ayur-Veda, die in den klassischen Texten empfohlen werden. Daher schien es immer wichtiger, die teilweise unverknüpften Therapierichtungen wieder zu einem sinnvollen Ganzen zusammenzufassen. Viele vedische Texte verweisen auf die grundlegende Bedeutung des Ayur-Veda, ebenso wie sich in vielen Passagen des Ayur-Veda Hinweise darauf finden, dass auch Empfehlungen anderer vedischer Disziplinen für die Gesundheit wichtig sind. Dementsprechend nutzt Maharishis Vedisches Gesundheitsprogramm die klassischen überlieferten Heilweisen wie Yoga und Meditation, vedische Architektur, vedische Vorhersagekunst, die Heilkraft der Klänge und vieles mehr (s.S.106ff., 112ff.).

Maharishis Vedisches Gesundheitsprogramm nutzt den Ayur-Veda in Kombination mit den überlieferten vedischen Heilweisen wie Yoga und Meditation, vedische Architektur, vedische Vorhersagekunst, die Heilkraft der Klänge.

All diese Ansätze verstehen den Menschen als Ganzheit, als eine untrennbare Einheit von Geist, Körper und Umgebung. Ein Mensch, der sich auf den Weg macht, sein Leben mit Hilfe dieser ganzheitlichen Heilmethoden zu balancieren, nimmt sich dabei zunehmend als Teil der vielfältigen Aspekte der Natur wahr. Dies hilft ihm dabei, die Erfahrung des Veda, die feinsten Impulse der Natur im eigenen Bewusstsein zu beleben, gleichermaßen die äußeren Bereiche des Lebens zu ordnen und so zu besserer Gesundheit und Lebensfreude voranzuschreiten.

3.Neue Erkenntnisse über das Altern

Warum altert der Körper?

Eine meiner Patientinnen ist inzwischen 78 Jahre alt, eine feine ältere Dame mit einem aufrechten Gang, einer tadellosen Figur, blitzenden Augen und einem wachen Geist, der jeder 30-Jährigen alle Ehre machen würde. Und um allem die Krone aufzusetzen, das einzige körperliche Gebrechen, das man bei ihr feststellen kann, ist ein leicht verdicktes Fingergelenk am rechten Mittelfinger. Warum ich ausgerechnet diese Dame als Beispiel heranziehe? Ganz einfach, weil sie seit Jahren vieles umsetzt, was ihren Körper langsamer altern lässt. Sie isst leicht verdauliche, frische Nahrungsmittel, bewegt sich ausreichend, praktiziert seit über 30 Jahren Transzendentale Meditation und strahlt eine unerschütterliche Güte und innere Ruhe aus. Sie ist für mich und sicher für viele ihrer Mitmenschen ein beruhigendes Beispiel für das, was auch in unserem westlichen, hektischen, ungesunden Lebensraum offensichtlich möglich ist.

Warum aber sehen manche Menschen mit 70 Jahren aus wie 55 und warum gibt es andererseits 30-Jährige, die wirken, als seien sie schon uralt? Erst in den letzten beiden Jahrzehnten hat in der medizinischen Fachwelt ein wissenschaftlich fundiertes Konzept über den eigentlichen Alterungsvorgang seinen Siegeszug angetreten: die zerstörerische Wirkung freier Sauerstoff-Radikale auf unsere Zellwände und genetische Information innerhalb der Zellkerne.

Der Alterungsvorgang lässt sich verlangsamen oder sogar umkehren.

Sauerstoff – ein ganz besonderes Atom

Kein höheres Lebewesen kann ohne Sauerstoff existieren. Menschliches Leben wäre ohne ihn unmöglich, denn mit jedem Atemzug gewinnen wir aus ihm in sehr komplexen Stoffwechselschritten gebündelte Energie und Körperwärme. Gleichzeitig nutzen wir ihn in jeder Sekunde, ohne es auch nur zu ahnen, als hochpotente Waffe im Abwehrkampf gegen Bakterien, Viren sowie chemische Gifte und sichern so unser Überleben.

Sauerstoff ist ein ganz besonderes Atom mit faszinierenden Eigenschaften und Möglichkeiten. Denn Sauerstoff enthält in seinem Atomkern acht positive mini-elektrische Ladungen, die Protonen, und dazu wie jedes andere Atom ebenso viele negativ geladene Teilchen in der Atomhülle. Diese acht Elektronen umkreisen den Atomkern auf zwei Umlaufbahnen.

Bild 1: Sauerstoffatom

In der inneren Schale schwirren regelmäßig zwei negativ geladene Energieteilchen und in der äußeren Umlaufbahn sechs Elektronen, die in größerem Abstand paarweise den Atomkern umkreisen.

Generell sind nun nur diejenigen Atome ausgeglichen und stabil, auf deren äußerer Umlaufbahn acht Elektronen kreisen. Nur dann fühlen sich diese winzigen „Bausteine der Natur“ wohl und haben kein Bedürfnis, sich mit anderen Atomen aus der unmittelbaren Umgebung zu verbinden: Wie die Edelgase von Natur aus sind sie dann chemisch stabil und indifferent. Genau umgekehrt ist die Ausgangssituation beim Sauerstoff, denn ihm fehlt ein Elektronenpaar auf der äußeren Schale seiner Atomhülle, um chemisch zufrieden und träge zu sein.

Was liegt also näher, als dass das Sauerstoffatom sich an weitere Atome oder Moleküle wendet, damit sie zu seiner Zufriedenheit beitragen? (Moleküle bestehen aus vielen, bis zu mehreren hundert Atomen, die über gemeinsame Elektronenpaare miteinander verbunden sind.) Tatsächlich bedienen sich die recht reaktionsfreudigen Sauerstoffformen ständig bei ihren Nachbarn. Dazu borgen sie sich bei anderen Sauerstoffatomen die ihnen selbst fehlenden zwei Elektronen mal eben aus und nutzen sie zunächst friedlich gemeinsam. Sauerstoff ist also nur dann chemisch einigermaßen stabil, wenn er als Doppelatom zum Sauerstoffmolekül wird, in dem sich beide Atome jeweils ein Elektronenpaar teilen.

Im Sauerstoffmolekül (O2) sind die beiden Sauerstoffatome durch zwei Elektronenpaare, eine Doppelbindung, verbunden.

Freie Sauerstoff-Radikale

Werden die beiden Sauerstoffatome durch äußere Einflüsse getrennt, kann das einzelne Sauerstoffatom im Stoffwechsel hochaggressiv werden. Dies geschieht dann, wenn sein voriger Partner während der abrupten Trennung ein einzelnes Elektron zurückbehalten hat, um es selbst in seiner Schale zu nutzen. Daraufhin wird der Beraubte selbst zum rücksichtslosen Elektronenräuber, den der Chemiker „freies Sauerstoff-Radikal“ nennt (= Singulett-Sauerstoff). In dieser Form ist er derart süchtig nach dem verloren gegangenen Elektron, dass er sich hemmungslos auf seine unmittelbare Umgebung stürzt, um wehrlosen Nachbarmolekülen das ihm fehlende Elektron zu entreißen. Dieser aggressive Sauerstoff kann darüber hinaus auch in Kombination mit anderen Atomen als sauerstoffhaltiges Molekül oder Bruchstück eines Moleküls vorkommen: allzeit bereit, aus der Umgebung Elektronen zu entwenden und zu hamstern. Natürlich zahlen die angegriffenen Moleküle in der Umgebung einen hohen Preis, denn Sauerstoff-Radikale schädigen stabile Strukturen dauerhaft, wenn nicht körpereigene Kontroll- und Reparaturenzyme den Schaden wieder gutmachen.

Radikale