Denkmuster in Arztpraxen: Warum Praxen scheitern, obwohl das Management stimmt - Klaus-Dieter Thill - E-Book

Denkmuster in Arztpraxen: Warum Praxen scheitern, obwohl das Management stimmt E-Book

Klaus-Dieter Thill

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Beschreibung

Was, wenn Arztpraxen nicht am Management scheitern, sondern an ihrem Denken? Dieses Buch blickt aus dem Jahr 2049 zurück auf die Gegenwart und zeigt, warum klassische Praxisanalysen die falschen Fragen stellten. Statt Kennzahlen und Symptombekämpfung rückt es Denkmuster, Entscheidungslogiken und strukturelle Blindstellen in den Fokus. Ruhig, präzise und ohne Schuldzuweisung macht es sichtbar, wie Praxen tatsächlich funktionieren – und warum manche unter Druck zerfallen, während andere stabil bleiben. Mit dem integrierten Algognomedic-Check wird Denken erstmals systematisch diagnostizierbar und prognosefähig.

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 36

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Klaus-Dieter Thill

Denkmuster in Arztpraxen: Warum Praxen scheitern, obwohl das Management stimmt

Ein Rückblick aus dem Jahr 2049 mit dem Algognomedic-Check

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Vorbemerkung des Herausgebers (Gegenwart)

Einleitung: Warum wir 2049 besser verstanden haben, was 2025 falsch lief

TEIL I – UNLEARN: Was Praxen zuerst verlernen mussten

Kapitel 1: Die Illusion der fachlichen Exzellenz

Kapitel 2: Praxisführung als Rolle statt als Denkfunktion

Kapitel 3: Routine als Sicherheitsersatz

TEIL II – DISRUPT: Wie Denkstrukturen sichtbar gemacht wurden

Kapitel 4: Vom Praxisproblem zum Denkproblem

Kapitel 5: Muster erkennen statt Menschen bewerten

Kapitel 6: Prognosefähigkeit durch Denkdiagnostik

TEIL III – REINVENT: Wie Praxen neu denken lernten

Kapitel 7: Der Algognomedic-Check – Grundlogik

Kapitel 8: Die zentralen Denkparameter

Kapitel 9: KI-gestützte Selbsterkenntnis in Arztpraxen

Kapitel 10: Der Algognomedic-Check in der Praxis

Schlusskapitel: Was sich änderte – und was nie medizinisch war

Epilog: Eine letzte Notiz aus dem Jahr 2049

ANHANG: Der vollständige Algognomedic-Check

Impressum neobooks

Vorbemerkung des Herausgebers (Gegenwart)

Dieses Buch ist kein Zukunftsroman.Und es ist auch kein klassisches Fachbuch über Praxismanagement.

Der Blick aus dem Jahr 2049 ist bewusst gewählt – nicht, um zu spekulieren, sondern um etwas sichtbar zu machen, das in der Gegenwart systematisch übersehen wurde: die Denkarchitekturen, in denen Arztpraxen handeln.

Über Jahrzehnte hinweg wurden Arztpraxen analysiert, optimiert, zertifiziert und evaluiert. Kennzahlen wurden erhoben, Prozesse dokumentiert, Abläufe standardisiert. Man maß Wartezeiten, Fallzahlen, Auslastung, Wirtschaftlichkeit. Man sprach von Effizienz, Qualität, Organisation.Was dabei fast vollständig unbeachtet blieb, war die Frage, wie in diesen Praxen eigentlich gedacht wurde.

Dieses Buch geht von einer einfachen, aber unbequemen Annahme aus:Viele der Probleme, die Arztpraxen in den 2020er-Jahren beschäftigten, waren keine organisatorischen oder personellen Probleme. Es waren Denkprobleme.Und Denkprobleme lassen sich weder durch neue Software noch durch zusätzliche Fortbildungen lösen, solange die zugrunde liegenden Denkmuster unverändert bleiben.

Der Rückblick aus dem Jahr 2049 dient daher als erkenntnislogisches Instrument. Distanz schafft Sicht. Erst aus der zeitlichen Entfernung werden Muster erkennbar, die im laufenden Betrieb unsichtbar bleiben. Was aus der Gegenwart als Einzelfall, Stressphase oder äußere Zumutung erschien, zeigt sich rückblickend als strukturell vorhersehbare Entwicklung.

Die Autorin dieses Buches, Rethinka (R2049), ist keine Person im klassischen Sinne. Sie steht für eine sammelnde, beobachtende Denkperspektive, die über Jahre hinweg Praxisrealitäten, Entscheidungslogiken und wiederkehrende Muster ausgewertet hat. Ihre Stimme ist ruhig, analytisch und protokollierend – nicht bewertend, nicht moralisierend.

Meine Rolle als Herausgeber liegt in der Gegenwart. Ich habe diesen Blick aus der Zukunft nicht gewählt, um zu provozieren, sondern um zu entlasten. Denn Mustererkennung ersetzt Schuldzuweisung. Wer Muster erkennt, muss keine Personen angreifen.Das Buch richtet sich an eine medizinische Leserschaft, die sich an Fakten orientiert. Genau deshalb wird hier nicht argumentiert, sondern nachvollziehbar gemacht. Prognosen entstehen nicht aus Vermutungen, sondern aus stabilen Mustern.

Der integrierte Algognomedic-Check folgt derselben Logik. Er ist kein Bewertungstool, kein Audit und kein Instrument zur Leistungsbeurteilung. Er ist eine Spiegelung der Denkstruktur einer Praxis – mit der Konsequenz, dass sich aus dieser Struktur ableiten lässt, wie sich eine Praxis entwickelt, wenn sich nichts verändert.

Dieses Buch verlangt keine Zustimmung.Es verlangt auch keine sofortige Veränderung.

Es lädt zu etwas Anspruchsvollerem ein: zum Verstehen.

Alles Weitere ergibt sich daraus.

Einleitung: Warum wir 2049 besser verstanden haben, was 2025 falsch lief

Ich schreibe aus einer Zeit, in der sich vieles beruhigt hat.

Nicht, weil Probleme verschwunden wären, sondern weil man gelernt hat, sie anders zu lesen. In den Archiven, die mir zur Verfügung stehen, finden sich tausende Praxisanalysen aus den 2020er-Jahren. Sie sind sorgfältig erstellt, methodisch sauber, zahlenbasiert und gut gemeint. Und doch fällt aus heutiger Sicht etwas auf, das damals kaum thematisiert wurde: Die meisten dieser Analysen erklärten Abläufe, aber nicht Entscheidungen. Sie beschrieben Prozesse, aber nicht Denkbewegungen.

Was man 2025 als Praxisrealität kannte, war geprägt von Daueranspannung. Ärztinnen und Ärzte arbeiteten am Limit, Mitarbeitende kompensierten strukturelle Unschärfen mit persönlichem Einsatz, Patienten reagierten zunehmend irritiert auf Systeme, die zwar funktionierten, sich aber nicht erklärten. All das wurde dokumentiert. Was fehlte, war die Frage, warum diese Situationen mit solcher Regelmäßigkeit entstanden.

Aus der Perspektive des Jahres 2049 zeigt sich ein klares Bild: Man analysierte Symptome, wo Denkarchitekturen hätten untersucht werden müssen. Man reagierte auf Folgen, ohne die Muster zu erkennen, aus denen sie entstanden. Praxisrealität wurde als Summe von Aufgaben verstanden, nicht als Ergebnis bestimmter Denklogiken.

Der Begriff Denkmuster