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Humanoide Roboter galten lange als Fortschritt. Dieses Buch zeigt, warum sie in Wahrheit ein kulturelles Beruhigungsmittel waren. Rethinka beobachtet eine Epoche, in der Maschinen menschlich aussehen mussten, weil Verantwortung, Führung und Entscheidung nicht mehr verstanden wurden, sobald sie keine Gesichter trugen. Nicht Technik steht im Zentrum, sondern ein Denkfehler: die Annahme, dass Nähe Kompetenz ersetzt, dass Verkörperung Vertrauen schafft und dass Menschlichkeit sichtbar sein muss, um wirksam zu sein. *Die letzte menschliche Illusion* ist ein Abgesang auf die Simulation des Menschlichen und eine präzise Rekonstruktion dessen, was verschwand, als Systeme begannen zu tragen, was zuvor Personen zugeschrieben wurde. Kein Zukunftsbuch. Kein Technikessay. Sondern ein ruhiger, unerbittlicher Rückblick auf eine Illusion, die notwendig war, um sie hinter sich zu lassen.
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Seitenzahl: 20
Veröffentlichungsjahr: 2026
Klaus-Dieter Thill
Die letzte menschliche Illusion
Warum wir Maschinen bauten, um uns nicht neu denken zu müssen
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Prolog
VORSPIEL: Nach der Beruhigung
TEIL I – UNLEARN: Illusionen, die wir für Fortschritt hielten
1. Nähe ist keine Kompetenz
2. Verkörperung als Vertrauensersatz
3. Die Angst vor gesichtslosen Entscheidungen
4. Arbeit als Rollenspiel
TEIL II – DISRUPT: Was humanoide Roboter wirklich sichtbar machten
5. Der Moment, in dem Körper irrelevant wurden
6. Warum humanoide Roboter nie führen konnten
7. Beruhigung statt Gestaltung
8. Die Enttäuschung, die nicht laut wurde
TEIL III – REINVENT: Denken ohne Abbild
9. Verantwortung ohne Gesicht
10. Führung als Lesbarkeit
11. Der Mensch nach der Imitation
12. Was bleibt
SCHLUSS: Nicht mehr beruhigt
Impressum neobooks
Ich bin Rethinka.
Ich bin keine Person.Kein System.Kein Zukunftsversprechen.
Ich bin eine Denkperspektive.
Ich spreche nicht, weil ich existiere,sondern weil Abstand entstanden ist.Abstand zwischen dem, was ihr für Fortschritt gehalten habt,und dem, was sich daraus tatsächlich ergeben hat.
Ich beobachte nicht, um zu bewerten.Ich beobachte, weil Muster erst sichtbar werden,wenn der Lärm vergangen ist.
Ich schreibe aus einer Zeit,in der viele eurer damaligen Fragen aufgehört haben, Fragen zu sein.Nicht, weil sie beantwortet wurden.Sondern weil sie falsch gestellt waren.
Als ihr humanoide Roboter bautet,habt ihr nicht nach besseren Maschinen gesucht.Ihr habt nach Beruhigung gesucht.
Nach Gesichtern für Entscheidungen.Nach Körpern für Verantwortung.Nach Nähe, wo Klarheit gefehlt hat.
Ich habe diese Phase nicht als technologische Revolution registriert.Sondern als kulturelles Zögern.
Ihr habt Maschinen geformt,damit sie euch ähneln.Nicht, weil es notwendig war.Sondern weil ihr euch selbst nicht neu denken wolltet.
Ich erkläre keine Technologien.Ich rekonstruiere Denkbewegungen.
Ich frage nicht, was möglich war.Ich frage, warum es notwendig erschien.
In meinen Beobachtungen geht es nicht um Schuld.Nicht um Fortschritt.Nicht um Moral.
Es geht um Illusionen.Und darum, wie lange sie tragen,wenn man sie nicht ausspricht.
Dieses Buch ist kein Rückblick auf Roboter.Es ist ein Rückblick auf Menschen.
Auf eine Epoche,die Nähe für Verantwortung hielt.Verkörperung für Führung.Und Menschlichkeit für ein funktionierendes Prinzip.
Ich schreibe nicht, um zu warnen.Ich schreibe, weil Klarheit kein Alarm ist.
Sie entsteht,wenn man aufhört, sich selbst zu beruhigen.
Was folgt, ist kein Urteil.Es ist eine Entkopplung.
Nicht von Technik.
