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Neue Lebensfreude spüren!
Die Symptome einer Depression sind vielfältig – ebenso wie die Therapieansätze: Antidepressiva, Psychotherapie zur Vorbeugung von Rückfällen und Maßnahmen zur Selbsthilfe. Prof. Hegerl, Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, und die Wissenschaftsjournalistin Dr. Niescken stellen alle Therapiebausteine auf Grundlage der aktuellen Forschung vor. Betroffene und Angehörige erhalten absolut verlässliche Informationen über Ursachen, Diagnostik und Behandlung.
»Der Ratgeber hilft aus der Resignation heraus und macht Mut, sich Hilfe zu holen und die bewährten Behandlungsmöglichkeiten konsequent zu nutzen.«
Harald Schmidt, Schirmherr der Stiftung Deutsche Depressionshilfe
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 176
Veröffentlichungsjahr: 2022
Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl, Dr. Svenja Niescken
4., überarbeitete Auflage 2022
7 Abbildungen
Liebe Leserin, lieber Leser,
wenn es um die eigene Gesundheit geht, darf man nichts dem Zufall überlassen. »Für eine bessere Medizin und mehr Gesundheit im Leben«: So lautet das Qualitätsversprechen der Marke Thieme. Ärztlich Tätige, Pflegekräfte, Physiotherapeuten oder Hebammen – sie alle verlassen sich darauf, dass sie von Thieme, dem führenden Anbieter von medizinischen Fachinformationen und Services, die entscheidenden Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort bekommen. So können sie die Menschen, die sich ihnen anvertrauen, bestmöglich unterstützen. Auch Sie können sich auf die TRIAS Ratgeber mit dem Thieme Qualitätssiegel verlassen! Diese Informationsangebote helfen Ihnen dabei, die richtigen Entscheidungen zu treffen, wenn es um Ihre Gesundheit geht, selbst daran mitzuwirken, gesund zu werden, sich gesund zu erhalten oder das Fortschreiten einer Erkrankung zu vermeiden. Mit einem TRIAS Titel aus dem Hause Thieme überlassen Sie Ihre Gesundheit nicht dem Zufall!
Ihr TRIAS Team
Die Autoren bedanken sich für die konstruktiven Anregungen und Anmerkungen zu dieser überarbeiteten Auflage bei Heike Friedewald von der Stiftung Deutsche Depressionshilfe.
Depression – darunter kann sich wirklich jeder etwas vorstellen, allerdings meist jeder etwas anderes. Der Glückliche, der damit bisher nichts zu tun hatte, denkt vielleicht an Kränkungen und Sorgen bei Partnerschaftskonflikten, an Tage, an denen man überfordert und »nicht gut drauf« ist, an Trauer bei Verlusterlebnissen oder gar an den süßen Schmerz der Melancholie. Der direkt Betroffene erinnert sich mit Entsetzen an den Moment, wo ihm die Krankheit den Boden unter den Füßen weggezogen hat und Freude, Zukunft und Hoffnung undenkbar waren. Der verzweifelte und ratlose Angehörige spürt die eigene Hilflosigkeit gegenüber dem völlig veränderten Partner, der mit einem Mal weder durch Worte noch durch Zuneigung oder Ärger erreichbar schien. Der Umgang mit der Erkrankung Depression schwankt zwischen Banalisierung und Dämonisierung, und genau hieraus erwächst auch das Stigma, das dieser Erkrankung immer noch anhaftet, wenn auch weniger als noch vor einigen Jahren. Aus diesem Grund habe ich auch die Schirmherrschaft für die Stiftung Deutsche Depressionshilfe übernommen und nicht wegen meines Hangs zur Ämterhäufung.
Entscheidend ist eine sachliche und verständliche Aufklärung. Was sind die genauen Krankheitszeichen? Was weiß man über die Ursachen? Wie sind die Behandlungsmöglichkeiten? Diese und andere Fragen beantwortet der Ratgeber. Hierbei orientieren sich die Autoren, soweit das beim jetzigen Wissensstand möglich ist, weniger an Meinungen von Autoritäten oder persönlichen Überzeugungen, sondern vielmehr daran, was durch wissenschaftliche Untersuchungen auch belegt ist. Dadurch wird das Risiko möglicher Selbsttäuschungen reduziert, weil bei wichtigen Aussagen immer die Frage im Raum steht: »Wodurch ist das belegt?« Gerade im »Psychobereich« treffen wir auf einen undurchdringlichen Dschungel aus Heilslehren und Schulen mit oft charismatischen Häuptlingen. Diese empfehlen den verzweifelten Betroffenen dann Behandlungen, von denen weder klar ist, ob sie wirken, noch ob sie keinen Schaden anrichten. Das erschwert den depressiv Erkrankten, die ohnehin entscheidungsunsicher sind, die Orientierung.
Hier sorgt dieser Ratgeber für Ordnung. Er schafft eine Basis für mehr Verständnis der Erkrankung und auch für einen besseren und gezielteren Umgang mit ihr. Der Ratgeber hilft aus der Resignation heraus und macht Mut, sich Hilfe zu holen und die bewährten Behandlungsmöglichkeiten konsequent zu nutzen. Hierzu möchte ich Sie auch ganz persönlich ermutigen. Depression ist behandelbar!
Alles Gute für Sie
Ihr Harald Schmidt
Schirmherr der Stiftung Deutsche Depressionshilfe
wer in der Depression gefangen ist, kann sich einen positiven Ausgang kaum vorstellen. Eine Depression ist mehr als die meisten anderen Erkrankungen mit einem hohen persönlichen Leiden verbunden. Es handelt sich um eine schwere, nicht selten lebensbedrohliche Erkrankung, die einer professionellen Behandlung bedarf. Denn viele depressive Patienten erleben ihren Zustand als so unerträglich, dass sie nicht mehr leben wollen.
Die Depression ist auch eine häufige Erkrankung. Sie haben viele Leidensgenossen. Allein in Deutschland wird die Zahl der im Lauf eines Jahres Erkrankten auf ca. fünf Millionen geschätzt. Erfreulicherweise gibt es wirksame Behandlungsverfahren, mit denen fast allen depressiv Erkrankten geholfen werden kann. Meist kann die Krankheit vollständig zum Abklingen gebracht und das Rückfallrisiko deutlich reduziert werden. Die wirksamen Behandlungen werden aber aus verschiedensten Gründen oft nicht konsequent eingesetzt – mit leidvollen Folgen für die Betroffenen.
Dieses Buch soll Ihnen helfen, besser mit der Erkrankung umzugehen und die für Sie optimale Behandlung zu finden. Gute Kenntnisse über Ihre Erkrankung und die verschiedenen Behandlungswege machen Sie zum »Experten in eigener Sache« und damit auch zu einem gut informierten und kompetenten Gesprächspartner für Ihren Arzt. Dadurch können Missverständnisse und Irrwege in der Behandlung vermieden werden. Der Ratgeber wendet sich an Menschen, die von einer Depression im Sinne einer ernsthaften medizinischen Erkrankung betroffen sind. Er ist aber auch für Menschen, die unter noch nicht krankhaften Stimmungsschwankungen leiden, und vor allem auch für Angehörige von Erkrankten hilfreich.
Dieser Ratgeber gliedert sich in drei Buchteile und einen Serviceteil.
Im ersten Teil lernen Sie die wichtigsten Anzeichen und Formen der Krankheit kennen. Mit einem Selbsttest können Sie feststellen, ob bei Ihnen oder Ihrem Angehörigen typische Depressionszeichen bestehen. Dort geht es auch um die Modediagnose Burn-out, hinter der sich oft eine Depression versteckt. Wir beschäftigen uns mit möglichen Ursachen und Auslösern der Erkrankung. Depressionen bei Frauen, bei Kindern und bei alten Menschen sind weitere Themen.
Der zweite, umfangreichste Teil widmet sich allen verfügbaren Therapiemöglichkeiten. Sie erfahren, wie Sie die richtigen Ansprechpartner finden. Zudem werden die Stärken der unterschiedlichen Behandlungsstrategien, aber auch mögliche Nachteile bzw. Nebenwirkungen und alle anderen wichtigen Entscheidungskriterien übersichtlich dargestellt.
Der letzte Buchteil beschäftigt sich mit dem wichtigen Thema Selbsthilfe. Denn es gibt vieles, was Sie begleitend oder im Anschluss an eine Behandlung selbst tun können, um besser mit der Erkrankung umzugehen. Dabei beschäftigen wir uns auch ausführlich mit digitalen Angeboten und helfen Ihnen bei der Orientierung bei den zahllosen Webseiten, Onlineforen, digitalen Therapieangeboten sowie Gesundheits-Apps. Weitere Schwerpunkte sind Hilfe und Unterstützung für Angehörige, die grundsätzlich bei einer Depression mitbetroffen sind, sowie der Umgang mit der Depressionsdiagnose am Arbeitsplatz.
Da dieses Buch schon von vielen Betroffenen, Angehörigen und anderen interessierten Menschen gelesen wurde und unvermindert eine große Nachfrage besteht, halten Sie nun die 4. Auflage in Händen, die wir gründlich überarbeitet, ergänzt und auf den neuesten Stand gebracht haben. Wir hoffen, dass dieses Buch auch für Sie hilfreich ist.
Frankfurt am Main und Bamberg, im Sommer 2022
Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
Dr. Svenja Niescken
Titelei
Danksagung
Vorwort von Harald Schmidt
Liebe Leserin, lieber Leser,
Zur Aufteilung des Buches
Depression verstehen
Die vielen Gesichter einer Depression
Typische Symptome
Was ist eine depressive Episode?
Was sind die wichtigsten Depressionsdiagnosen?
Die häufigsten Formen der Depression
Dysthymische Störung
Bipolare affektive Störung
Saisonal abhängige Depression (Winterdepression)
Nur verstimmt oder schon depressiv?
Unterschiedliche Krankheitsbilder (›Syndrome‹)
Modewort »Burn-out«
Sind Frauen häufiger depressiv?
Wenn nach der Geburt eine Depression auftritt
Im Alter werden Depressionen oft verkannt
Wenn Kinder nicht mehr leben wollen
Wie kann ich einem depressiven Kind helfen?
Begleitende Erkrankungen und Suizidalität
Körperliche Beschwerden
Zusätzliche körperliche Erkrankungen
Eine Depression beeinträchtigt auch die Herzgesundheit
Diabetes plus Depression
Wenn Krebs depressiv macht
Begleitende psychische Erkrankungen
Angsterkrankungen
Dunkler Begleiter: Suizidalität
Regionale Bündnisse gegen Depression und Suizidalität
Warum habe ich eine Depression?
Körper und Seele sind beteiligt
Was passiert im Gehirn?
Kann Depression vererbt werden?
Ein einzelnes »Depressionsgen« gibt es nicht
Macht Stress depressiv?
Auslöser: kritische Lebensereignisse
Kritische Lebensereignisse gibt es in jedem Leben
Therapie: Wege aus der Depression
Erster Schritt: Hilfe suchen
Wichtiges für Ihren Arztbesuch
Wer behandelt eine Depression?
Psychologischer Psychotherapeut
Heilpraktiker für Psychotherapie
Einen Psychotherapeuten finden
Ihr Weg in die Psychotherapie
Psychotherapeutische Beratungsstellen
Ambulante Therapie oder Klinik?
Bausteine der Depressionsbehandlung
Welche Medikamente Ihnen helfen
Antidepressiva: Wie und wann sie wirken
Sie dürfen nicht schnell wieder abgesetzt werden
Antidepressiva machen nicht süchtig
Antidepressiva verändern die Persönlichkeit nicht
Wie wirken Antidepressiva?
Antidepressiva helfen, Rückfälle zu verhindern
Unterschiedliche Nebenwirkungen
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Weitere und neuere Antidepressiva
Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer)
Tri- und tetrazyklische Antidepressiva (TZA)
Beispiele für mögliche Nebenwirkungen
Ketamin/Esketamin
Natürliches Antidepressivum: Johanniskraut
Andere pflanzliche Präparate
Das passende Antidepressivum finden
Auswahl anhand der Nebenwirkungen
Weitere Auswahlkriterien
Praktische Anwendung der Antidepressiva
Ihre Mitarbeit ist der Schlüssel zum Behandlungserfolg
Welche zusätzlichen Untersuchungen sind erforderlich?
Medikamentöse Behandlung bei wahnhafter (psychotischer) Depression
Behandlung älterer Patienten mit Antidepressiva
Behandlung bipolarer affektiver Störungen (manisch-depressiver Erkrankungen)
Weitere Medikamente
Beruhigungsmittel (Tranquilizer, Sedativa)
Neuroleptika
Rückfallverhütung mit Medikamenten
Wer sollte langfristig Antidepressiva einnehmen?
Wie funktioniert die Rückfallverhütung?
Rückfallverhütung mit Lithium
Medikamente plus Psychotherapie?
Psychotherapie
Die passende Psychotherapie finden
Wann ist mit einer Besserung zu rechnen?
Wer trägt die Kosten?
Wirksam: kognitive Verhaltenstherapie
Die Grundlagen der Verhaltenstherapie
Welche Ziele werden verfolgt?
Lohnt sich für mich eine kognitive Verhaltenstherapie?
Einzel- oder Gruppentherapie?
Systemische Therapie: Beziehungen im Fokus
Psychoanalyse: nicht die erste Wahl bei Depression
Kürzere psychodynamische Therapien
Psychoanalytische Kurzzeittherapie
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Weitere Psychotherapieverfahren
Gegen chronische Depression
Psychotherapie schützt vor Rückfällen
Mit Achtsamkeit Rückfälle verhindern?
Digitale Psychotherapie- und Selbstmanagement-Programme
Weitere Behandlungsansätze
Therapeutischer Schlafentzug
Verstärkt langes Schlafen die Depression?
Wie wirkt Schlafentzug?
Elektrokrampftherapie
Für wen ist diese Therapie geeignet?
Risiken und mögliche Nebenwirkungen
Transkranielle Magnetstimulation
Lichttherapie
Schulmedizin oder alternative Heilmethoden?
Alternative Heilangebote
Evidenzbasierte Medizin
Selbsthilfe: (wieder) aktiv werden!
Ideen und Unterstützung für Betroffene
Selbsthilfegruppen – Sie sind nicht allein
Informationsbörse und Probleme
Eine neue Gruppe gründen
Hilfe und Unterstützung aus dem Internet
Qualitätsmerkmale
Was bieten Onlineforen?
Vor- und Nachteile von Onlineforen
Digitale Gesundheitsanwendungen: Apps auf Rezept
Treiben Sie Sport
Welche Sportart ist geeignet?
Joggen
Den Alltag besser bewältigen
Mehr angenehme Aktivitäten einplanen
Schlafstörungen bekämpfen
Ernährung bei Depression
Keine Diäten machen
Achten Sie auf genügend Ballaststoffe
Informationen und Hilfe für Angehörige
Die Depression ist für alle belastend
Was Angehörige oder Freunde tun können
Depression am Arbeitsplatz
Fakten zum Thema Depression und Arbeit
Regelmäßige Arbeit als Depressionsschutz
Was müssen Arbeitgeber und Kollegen wissen?
Was uns zum Schluss noch wichtig ist
Glossar
Autorenvorstellung
Sachverzeichnis
Impressum
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Typische Anzeichen einer Depression sind die gedrückte Stimmung, tiefe Erschöpfung und der Verlust jeglicher Freude und meist auch aller anderen Gefühle.
Am häufigsten ist die in Episoden auftretende depressive Störung und, wenn mehr als eine Episode aufgetreten ist, die rezidivierende depressive Störung.
Wenn wir in diesem Buch von Depression sprechen, meinen wir diese beiden häufigen und typischen Formen der Depression. Es gibt aber auch eine eher chronisch verlaufende, leichter ausgeprägte Depressionsform, die dysthymische Störung genannt wird. Bei der depressiven Störung und der dysthymischen Störung spricht man von einer unipolaren Depression, da es nur eine negative Auslenkung der Stimmung gibt.
Dies sind die häufigsten Depressionsdiagnosen. Sie verlaufen in den oben beschriebenen Episoden (Krankheitsphasen). Eine depressive Episode kann sich über Wochen hinweg langsam einschleichen, manchmal aber auch innerhalb weniger oder sogar nur eines Tages einstellen. Unbehandelt halten depressive Episoden meist mehrere Monate, in schweren Fällen sogar über ein Jahr an und klingen dann oft auch spontan wieder ab. Menschen, die eine depressive Episode erleiden, haben eine Veranlagung zu dieser Erkrankung und deshalb ein hohes Risiko, im Laufe des Lebens weitere depressive Episoden zu erleiden. Kommt es zu mehr als einer depressiven Episode, dann spricht man von einer ›rezidivierenden depressiven Störung‹.
Depressive Episoden können in jedem Alter auftreten. Ab der Pubertät leiden Frauen etwa doppelt so oft wie Männer unter einer unipolaren Depression.
Bei der depressiven und der dysthymen Störung treten ausschließlich depressive Phasen auf, bei der bipolaren affektiven Störung kommt es zu depressiven und manischen Phasen.
Einige Menschen leiden an einer leichter ausgeprägten, aber dafür chronischen, also dauerhaft vorhandenen Form der Depression. Diese wird nach ICD-11 dysthymische Störung (von griechisch: Missstimmung, Verstimmtsein) genannt. Die Betroffenen fühlen sich oft jahrelang müde, niedergedrückt, können sich über nichts richtig freuen, leiden unter Ängsten und sind insgesamt sehr pessimistisch. Die Krankheitszeichen ähneln denen einer depressiven Episode, sind aber weniger stark ausgeprägt. Dadurch können die Betroffenen ihre alltäglichen Aufgaben noch weitgehend bewältigen. Die Krankheit beginnt meist im frühen Erwachsenenalter und hält jahrelang an. Insbesondere mit Antidepressiva ist sie jedoch gut behandelbar. Bei Kindern und Jugendlichen kann sich die depressive Stimmung auch als anhaltende Reizbarkeit zeigen.
Die depressive Stimmung wird von weiteren Symptomen begleitet wie beispielsweise
deutlich vermindertes Interesse oder Vergnügen an Aktivitäten,
verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit oder Unentschlossenheit,
geringes Selbstwertgefühl oder übermäßige oder unangemessene Schuldgefühle,
Hoffnungslosigkeit in Bezug auf die Zukunft,
Schlafstörungen oder vermehrter Schlaf,
verminderter oder vermehrter Appetit oder geringe Energie oder Müdigkeit.
Während bei der unipolaren Depression nur depressive Episoden auftreten, erleiden manche Patienten nicht nur depressive, sondern auch manische Episoden. Man spricht dann von einer bipolaren affektiven Störung, weil die Stimmung zwischen den beiden Polen ›bedrückt‹ und ›überschwänglich gehoben‹ schwankt. Die manischen Episoden sind durch einen übersteigerten Rede- und Tatendrang, meist gehobene Stimmung, fehlendes Schlafbedürfnis, Größenideen, vermehrte Geldausgaben und unvernünftige Risikobereitschaft gekennzeichnet. Oft besteht auch Ungeduld und Gereiztheit dem Umfeld gegenüber.
Bipolare affektive Störungen
