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Walter Demel

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Beschreibung

Der Adel hat die europäische Geschichte in einzigartiger Weise über mehr als tausend Jahre geprägt. Das vorliegende Buch bietet einen Überblick über zentrale Strukturen und prägnante Entwicklungsetappen des Adels. Es informiert über Bevölkerungsanteil, Hierarchien, Privilegien, eigene Kulturformen und wirtschaftliche Grundlagen des Adels; es zeigt dessen Heiratskonzepte und eigene Erziehungsvorstellungen und es gibt einen Ausblick auf die Rolle des Adels heute.

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Veröffentlichungsjahr: 2024

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Walter Demel

DER EUROPÄISCHE ADEL

Vom Mittelalter bis zur Gegenwart

C.H.Beck

Zum Buch

Der Adel hat die europäische Geschichte über mindestens tausend Jahre entscheidend geprägt. Das vorliegende Buch bietet einen Überblick über zentrale Strukturen und prägnante Entwicklungsetappen des Adels von den Grundlagen im mittelalterlichen Frankenreich über die Frühe Neuzeit mit stärkster Adelsdominanz bis hin zur Französischen Revolution und zur endgültigen Entmachtung des Adels am Anfang des 20. Jahrhunderts. Das Buch informiert über Bevölkerungsanteil, Hierarchien, Privilegien, eigene Kulturformen und wirtschaftliche Grundlagen des Adels; es stellt seine Heiratskonzepte und Erziehungsvorstellungen dar. Und es gibt einen Ausblick auf die Rolle des Adels heute.

Über den Autor

Walter Demel war von 1989 bis 2018 Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität der Bundeswehr München. Von dem Autor ist bei C.H.Beck zudem lieferbar: «Der deutsche Adel. Lebensformen und Geschichte» (zus. mit Sylvia Schraut, 2014).

Inhalt

Vorwort

I. Was ist «europäischer Adel»?

1. Adel als Denkform: Vererblichkeit adeliger Werte

2. Adel als soziale Realität: der Adelsstand

3. Europäische Verflechtungen der Adelswelt

II. Der Adel im Mittelalter

1. Grundlagen des europäischen Adels im Frankenreich

2. Königtum, Adel und Kirche im Umbruch

3. Stände, Rittertum und höfische Kultur

III. Der Adel in der Frühen Neuzeit (16.–18. Jahrhundert)

1. Wer war adelig und wie wurde man adelig? Adelsdichte und Adelshierarchie in verschiedenen Ländern

2. Die adeligen Privilegien

3. Die Adelskultur: standesgemäße Lebensweise und adelige Ehre

4. Erziehung, Ausbildung und Eheschließung

5. Die wirtschaftlichen und herrschaftlichen Grundlagen des Adels

6. Adelsorganisationen und ständische Korporationen

7. Adelige im Dienst von Fürsten und Kirchen

IV. Der Adel zwischen Französischer Revolution und Erstem Weltkrieg

1. Allgemeine Tendenzen

2. Spannungslagen innerhalb des Adels um 1789

3. Adelsstand und Französische Revolution

4. Traditioneller Adel und napoleonischer Neuadel

5. Die Erschütterung der Adelswelt außerhalb Frankreichs

6. Der Adel in Restauration und Vormärz (1814/15–​1848)

7. Zwischen Stabilisierung und Machtverlust (1848–​1917/18)

V. Ausblick auf den Adel im 20. Jahrhundert: Die «Kunst des Obenbleibens»

Auswahlbibliografie

Personenregister

Vorwort

«Heute habe ich wenig Zeit, darum schreibe ich Dir einen langen Brief» – dieser (meines Wissens vom älteren Moltke stammende) Satz war es, der mich bei dem Versuch zögern ließ, die mindestens tausendjährige Geschichte des europäischen Adels auf maximal 128 kleinen Seiten komprimiert darzustellen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Forschungslage in Bezug auf Epochen und einzelne Länder bzw. Regionen extrem stark differiert. Es kann also nicht darum gehen, einen gleichmäßig fundierten Überblick unter Berücksichtigung aller Aspekte des Themas zu geben. Vielmehr habe ich versucht, einige zentrale strukturelle Gesichtspunkte und Entwicklungen der Adelsgeschichte, notfalls durch etwas apodiktische Formulierungen, herauszuarbeiten. Dabei konzentriere ich mich für das Mittelalter auf die als exemplarisch aufgefassten Verhältnisse im Frankenreich bzw. in dessen Nachfolge«staaten». «Europäischer» ausgerichtet sind dann die Ausführungen über den neuzeitlichen Adel, wobei der Schwerpunkt auf dem 18. und frühen 19. Jahrhundert liegt. Denn zum einen ist mir diese Epoche am besten vertraut, zum andern aber markiert sie, zumindest in Mittel- und Westeuropa, den Höhe- und Wendepunkt adeliger Stellung in Europa. Der Zeit nach 1917/18 – jenen Jahren, die das Ende vieler Monarchien und «nationaler» Adelsgesellschaften mit sich brachten – ist dagegen nur ein kurzer Ausblick gewidmet.

Danken möchte ich Christine Zeile für ein geduldiges Lektorat und, für ihre Hilfe, meinen alten Freunden Ina-Ulrike Paul und Uwe Puschner (Berlin), den KollegInnen Ronald Asch (Freiburg), Eckhart Hellmuth (München), Heinz Reif (Berlin) und Gertrud Thoma (München) sowie nicht zuletzt meinem hochverehrten Lehrer Eberhard Weis, dem ich das kleine Buch widmen möchte.

Walter Demel

I. Was ist «europäischer Adel»?

Das historische Phänomen des Adels kann man von zwei miteinander zusammenhängenden Seiten her beschreiben, indem man ihn entweder als Denkform oder als Realität einer gesellschaftlichen Elite (in der Eigen-, überwiegend auch in der Fremdwahrnehmung) betrachtet. Dabei handelt es sich aus globalhistorischer Perspektive zumindest hinsichtlich der Dauerhaftigkeit der Adelsherrschaft um eine Erscheinung, die für die europäische Geschichte charakteristisch ist und vielleicht nur im historischen Japan eine nennenswerte Parallele besaß. «Europa» aber meint hier einen im Westen des eurasischen Kontinents gelegenen geographischen Raum mit fluktuierenden Grenzen und, im Osten und Südosten, breiten Übergangszonen, der sich durch politische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Gemeinsamkeiten bzw. enge Verbindungen auszeichnet.

So können z.B. Bulgaren und Serben, insbesondere aufgrund ihrer frühmittelalterlichen (orthodoxen) Christianisierung, als «Europäer» gelten. Auch besaßen sie im 13./14. Jahrhundert Adelsstrukturen, die sich mit denjenigen anderer europäischer Länder vergleichen ließen. Diese Strukturen wurden jedoch durch die osmanischen Eroberungen des 14./15. Jahrhunderts zerstört. Die als wirtschaftliche Basis der christlichen Adelsfamilien dienenden Güter übertrug man meist der türkischen Provinzkavallerie in Form von Pfründen. Das osmanische «Lehenswesen» kannte zudem lange weder Erblichkeit noch Standesprivilegien. Aus diesen Gründen hatten Serben und Bulgaren (anders als die islamisierten Bosnier) bis zum 19. Jahrhundert praktisch keinen Adel mehr – und unterschieden sich damit, aus sozialgeschichtlicher Perspektive, grundlegend von «Europa».

1. Adel als Denkform: Vererblichkeit adeliger Werte

Auf die Frage nach der Entstehung des Adels gab man seit dem Mittelalter drei verschiedene Antworten: 1. Adel als eigene, etwa durch eine besondere Qualität des Blutes (königliches Blut, «blaues Blut») ausgezeichnete «Rasse», vergleichbar einer edlen Pferderasse, 2. Adel als vom König verliehene Belohnung von Verdiensten, 3. Adel als historisches Ergebnis eines militärischen Sieges, der den Siegern und ihren Nachkommen das Recht verlieh, über die Unterworfenen, Feiglinge oder Kollaborateure des Feindes für alle Zukunft zu herrschen. Die letztgenannte Theorie dominierte nur in bestimmten Regionen wie Katalonien, verband sich aber etwa in Polen und Ungarn mit der ersten, indem sich hier der Adel eine eigene Vergangenheit erfand und als «horizontale Nation» (Anthony Smith) den Rest der Bevölkerung, darunter tatsächlich viele Deutsche in Städten und z.B. Ruthenen auf dem Land, als ganz anderes «Volk» betrachtete. All diese Erklärungen aber sollten den Adel in einer Welt legitimieren, die bis um 1800 letztlich auf dem Prinzip der rechtlich-sozialen Ungleichheit der Menschen beruhte. Dieses Prinzip blieb nie unwidersprochen. Der Gedanke der Gleichheit innerhalb des Menschengeschlechts fand sich seit der Antike sowohl in der philosophischen Tradition des Naturrechts als auch in der Bibel, die sich freilich ambivalent äußert. Vor Gott, so hieß es gerade in Kreisen des Mönchtums und diverser religiöser Bewegungen, sind alle gleich, d.h. alle gesellschaftlichen Unterschiede nichtig; er blickt nur auf das Herz, auf die guten und bösen Taten des Einzelnen.

Von mehreren Seiten wurde daher die Frage nach dem Verhältnis von Adel und Tugend gestellt. Machte nicht ausschließlich die Gesinnung den Adel, wie schon Seneca behauptete? Wenn Autoren unterschiedlicher Epochen besonders fromme bzw. im Sinne ihrer Zeit durch weltliche Tugenden ausgezeichnete Adelige als leuchtende Vorbilder rühmten, so konnte dies der Rechtfertigung der bestehenden gesellschaftlichen Ordnung dienen, ebenso aber Kritik an der weit überwiegenden Zahl jener Adeligen beinhalten, die so hohe Ansprüche nicht erfüllten. Außerdem wurden dem Adel immer wieder, speziell von «bürgerlicher» Seite, Müßiggang, Unproduktivität und Verschwendung vorgeworfen. Dagegen argumentierten Adelsbefürworter, der Adel erfülle durchaus seine «angeborenen» Verpflichtungen, zu regieren und zu herrschen, und er bedürfe eines – freilich abgestuften – luxuriösen Aufwands, um seinen Rang in der Welt und damit deren gottgewollte Ordnung darzustellen.

Die Masse der Adeligen hatte diese Vorstellungen um 1500 längst verinnerlicht. Man glaubte, Ehre einlegen zu müssen, und zwar nicht primär für sich selbst, sondern vor allem für die eigene Familie. Denn der Adel konstituierte sich durch die Erinnerung, durch sein kollektives Gedächtnis, und er bestand nicht aus Individuen, sondern aus «Familien», genauer aus «Häusern» bzw. «Geschlechtern» (lat. gentes, vgl. engl. gentleman, it. gentiluomo; vom deutschen Wort dürften sich übrigens tschech. šlechta und poln. szlachta als Bezeichnungen für die Gesamtheit des Adels ableiten). Unter anderem wurde damit auf einen tatsächlichen oder fiktiven «Stammsitz» der Familie bzw. einen «Stammvater» oder «Spitzenahnen» hingedeutet. Der (Vor-)Rang eines Geschlechts bemaß sich nämlich zunächst einmal nach seinem Alter, sozusagen nach der von den Vorfahren kumulierten Ehre, der jede Generation möglichst viel hinzufügen sollte. Auf alle Fälle aber hatte der Einzelne, notfalls mit Schwert oder Degen als den Symbolen adeliger Macht, die Familienehre zu verteidigen. Außerdem musste er, ob Mann oder Frau, sein eigenes Interesse dem der Familie prinzipiell unterordnen, insbesondere in der Frage einer Ehe oder eines Heiratsverzichts. Häufig wurde eine adelige Tochter, die von einem Nichtadeligen ein uneheliches Kind bekam, von der Familie verstoßen, aber auch ein adeliger Sohn enterbt, wenn er unstandesgemäß heiratete. Schließlich bedeutete schon eine Missheirat einen Ehrverlust für eine ganze Familie, wogegen eine eheliche Verbindung mit einem höherrangigen Geschlecht sie aufwertete. Denn der Adel als Denkform basierte auf der Überzeugung, dass die besagten hervorragenden Eigenschaften vererbt würden, was – so die seit dem Hochmittelalter meist vorherrschende Sicht – primär in männlicher Linie erfolgen sollte. Diesen Vorgang erklärte man etwa durch eine besondere Qualität des Samens eines adeligen Vaters, mitunter aber auch eher pädagogisch, also im Sinne der Übertragung von Tugenden durch eine entsprechende Vorbildwirkung der Altvorderen oder durch die Erziehung in einem adeligen Umfeld.

2. Adel als soziale Realität: der Adelsstand

Aus dieser Überzeugung folgte die Tendenz der Adelsfamilien, sich von der übrigen Bevölkerung abzusetzen, zum einen durch das Konnubium, d.h. die Heirat innerhalb der eigenen Gruppe, zum andern im gesellschaftlichen Umgang. So verkehrte Adel mit Adel, allerdings primär mit gleichrangigem: Ein Fürst aus altem Geschlecht lud schwerlich einen Krautjunker oder einen frisch nobilitierten Bürgerlichen zum Essen ein – außer vielleicht, wenn Letzterer ein Bankier war, von dem er sich Geld leihen wollte.

Deswegen war es wichtig zu wissen, wer von wem abstammte. Genealogische Studien wurden im Mittelalter zunächst von Geistlichen betrieben, um die Verwandtschafts- und Herkunftsverhältnisse eines Geschlechts zu klären. Etwa den fränkischen Adel zeichnete lange ein eher diffuser Ahnenstolz und erst im 15. Jahrhundert als Reaktion auf das Vordringen der fürstlichen Landesherrschaft und den Bedeutungsgewinn der Städte ein regelrechtes Kollektivbewusstsein aus. Aber spätestens seit dieser Zeit musste man hier wie anderswo für den Eintritt in diverse, auch für die finanzielle Versorgung der Amtsinhaber wichtige Institutionen (Ritterorden, viele Domkapitel) eine bestimmte Zahl adeliger Vorfahren nachweisen. Das wurde durch die sogenannte Ahnenprobe auch kontrolliert. Denn Ahnentafeln wurden oftmals geschönt, z.B. um die Missheirat eines Vorfahren zu vertuschen und damit etwa die Chance auf eine Domherrenstelle nicht zu verlieren. Zudem wurden Ahnen fingiert, um die Familie vornehmer erscheinen zu lassen, als sie in Wirklichkeit war. So führten große Herren in Frankreich und im Reich besonders im Mittelalter ihre Herkunft, unabhängig von den tatsächlichen Verhältnissen, gern auf Karl den Großen zurück. Aber auch die Trojaner, von denen angeblich Römer wie Franken abstammten, waren als Ahnherren beliebt, z.B. bei den Hohenzollern. Auf jeden Fall dienten derartige Aufzeichnungen familiengeschichtlichen Wissens ebenso wie Hausklöster, Familiengräber, -traditionen und -gesetze dem Zusammenhalt eines Geschlechts und legitimierten gleichzeitig dessen Herrschaft über einen größeren Untertanenverband (Diener, abhängige Bauern etc.). Herrschaft aber bedeutete stets zweierlei: Befehlsgewalt, die bei Ungehorsam im Frühen Mittelalter sogar das Recht über Leben und Tod des Abhängigen umfasste, aber auch eine zumindest moralische Verpflichtung zu Schutz und Fürsorge gegenüber den Untergebenen.

Das schließt nicht aus, dass auch manche Adelige zu rechnen verstanden, sei es als Offiziere aufgrund einer ballistischen Ausbildung, sei es als Verwalter des Familienvermögens, das sie auf vielen Wegen – durch Heiratspolitik, Prozesse, auch Pfennigfuchserei, nur eben selten primär durch Geschäfte (neg-otium) – zu mehren trachteten. Deshalb verzichteten sie zu bestimmten Anlässen noch nicht auf demonstrative Verschwendung. Doch was bedeutete das? Ausgehend von Überlegungen des Soziologen Pierre Bourdieu, werden heute gerne verschiedene Formen von «Kapital» unterschieden, nämlich (jeweils mit Beispielen) etwa: «ökonomisches» (Landeigentum, Geld), «politisches» (Amt), «kulturelles» (Bildung, erlesener Geschmack), «soziales» (Patronagemöglichkeiten) und «symbolisches Kapital» (Ehre). Jede dieser Formen lässt sich, zumindest in gewissem Maße, in eine andere umwandeln. Konkret: Ein Dasein als Höfling mochte zwar mehr kosten, als es finanziell einbrachte, es vermehrte aber – vielleicht ungleich stärker – durch die «Nähe zum Thron» zumindest das «symbolische Kapital» des Betreffenden. Dieser «verschwendete» sein Vermögen mithin nicht «sinnlos», sondern folgte einer spezifischen Ökonomie der Ehre. Freilich hatte alles seine Grenzen: Wer sich finanziell ruinierte und nicht von seinem Fürsten saniert wurde, der vermochte nicht mehr standesgemäß aufzutreten und verlor damit auch seine (Standes-)Ehre.

Mit der Vorstellung ererbter Qualitäten war der Anspruch auf Vorrang im rechtlichen und soziopolitischen Sinn gegenüber allen Nichtadeligen verbunden. So war der europäische Adel seit dem Spätmittelalter ein «Stand», d.h., er zeichnete sich durch ein spezifisches Standesethos («Adelsehre») sowie eine hervorgehobene Rechtsstellung aus, nämlich durch in der Regel vererbbare Privilegien. In diesem Sinne waren die japanischen Fürsten (Daimyōs) und Ritter (Samurai) ebenfalls Adelige – anders aber etwa die in China lange Zeit regierende Führungsschicht der Mandarine, welche ihre hervorgehobene Stellung grundsätzlich Prüfungsleistungen zu verdanken hatten. Die individuelle Leistung war dagegen für einen Edelmann ebenso sekundär wie die Größe seines Vermögens, solange sie ihm ein standesgemäßes Leben erlaubte. Weniger in der Theorie als in der sozialen Realität war der europäische Adel daher eher ein Geburtsstand als eine Meritokratie.