Der exzellente EU-Projektantrag - Mechthild Baumann - E-Book

Der exzellente EU-Projektantrag E-Book

Mechthild Baumann

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Beschreibung

Ab 2021 beginnt eine neue Finanzperiode in der EU. Das bedeutet, dass sich auch Zuschnitt und Ausrichtung der Förderprogramme ändern werden. Das Buch gibt einen Überblick und macht den Leser mit den neuen EU-Förderprogrammen in ihrer Grundstruktur vertraut, ohne dabei die einzelnen Programme vorzustellen. Die Autorin erläutert worauf die EU bei der Vergabe von Fördermitteln grundsätzlich achtet und beschreibt Schritt für Schritt wie man bei der Beantragung vorgehen muss und unter welchen Prämissen eine Beantragung erfolgreich gelingen kann.  

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Seitenzahl: 258

Veröffentlichungsjahr: 2021

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[7]Inhaltsverzeichnis

Hinweis zum UrheberrechtImpressumVorwortTeil I Was die EU mit Fördergeldern erreichen will1 An wen sich dieses Buch richtet1.1 Welche Fördermittel werden in diesem Buch behandelt?1.2 Wann sollte man nach europäischen Fördermitteln suchen?1.3 Entscheidungshilfe: Soll ich einen EU-Antrag stellen?2 Fördermittel sind politisch2.1 Der Kampf ums Geld2.2 Der Politik-Projektzyklus2.3 Die politischen Ziele der EU2.4 Hat die EU ihre Ziele für 2020 erreicht?2.5 Ziele und Fördermittel im historischen Kontext2.5.1 Beispiel Forschungsförderung2.5.2 Beispiel Jugendaustausch und Erasmus+2.6 Die politischen Prioritäten der EU nach 20212.7 Outputbasierte Förderung2.7.1 Ergebnisorientierung2.7.2 Wirkungsorientierung3 EU-Fördergelder: wer – wo – wie?3.1 Wer EU-Fördermittel beantragen darf3.2 Wo man EU-Förderaufrufe findet3.2.1 EU3.2.2 Indirekte Mittelverwaltung3.2.3 Mitgliedstaaten – Deutschland3.3 Wie man schnell zentrale Informationen herausfiltert 3.3.1 Aufbau eines EU-Förderprogramms3.3.2 Aufbau eines Förderaufrufs (Call for proposals)4 Die größten EU-Förderprogramme für Projekte4.1 Next Generation EU (NGEU) – Covid-19-Wiederaufbaufonds4.2 Horizont Europa4.3 Europäischer Sozialfonds Plus (ESF+)4.4 Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)4.5 Instrument für Nachbarschaft, Entwicklungszusammenarbeit und internationale Zusammenarbeit (NDICI)4.6 Erasmus+4.7 Instrument für Heranführungshilfe (IPA) III4.8 Europäischer Verteidigungsfonds4.9 Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF)4.10 Programm EU4Health4.11 Programm Digitales Europa (DEP)4.12 Programm für die Umwelt und Klimapolitik (LIFE)4.13 Fonds für innere Sicherheit (ISF)4.14 Kreatives Europa4.15 »Bürger, Gleichstellung, Rechte und Werte«-Programm4.16 Justiz-Programm5 Wie die EU über Fördergelder entscheidet5.1 Auswahlkriterien5.1.1 Formale Kriterien5.1.2 Gewährungskriterien5.2 Der Prozess der Begutachtung5.2.1 Ein- oder zweistufige Verfahren5.2.2 Begutachtung durch externe Gutachter5.2.3 Was macht einen hervorragenden Antrag aus?5.3 Die Förderquote als Politikum Teil II Vom Projektentwurf zum exzellenten Antrag6 Der EU-Antrag und seine Interventionslogik6.1 Die Interventionslogik (Logframe)6.2 Grundverständnis und Prämissen6.3 Leitfragen und Matrix6.4 Die Interventionslogik an einem Beispiel6.4.1 Das identifizierte Problem: Arbeitslosigkeit6.4.2 Langfristiges Ziel – Strategie Europa 20206.4.3 Mittelfristige Ziele – das Mehrjahresprogramm zu Beschäftigung6.4.4 Kurzfristiges Ziel – Förderaufruf »Unterstützung der Arbeitskräftemobilität«6.4.5 Das Beispiel in der Matrix6.5 Andere Beispiele für Interventionslogiken6.6 Das Projekt in der Interventionslogik6.6.1 Definition Projekt6.6.2 Projektphasen7 Was gehört in einen EU-Projektantrag?7.1 Die Ausgangslage des Projekts7.1.1 Wie wird’s gemacht?7.1.2 Beispiel7.2 Ziele des Projekts: Relevanz und Exzellenz7.2.1 Wie wird’s gemacht?7.2.2 Beispiel7.2.3 Stand der Wissenschaft und Technik (State of the Art)7.3 Zielgruppen und Stakeholder 7.3.1 Wie wird’s gemacht?7.3.2 Einbindung der Stakeholder 7.3.3 Beispiel7.4 Die Indikatoren7.4.1 Wie wird’s gemacht?7.4.2 Beispiel Krebsforschung7.4.3 Beispiel Umweltbereich7.4.4 Beispiel ESF+ 7.5 Die Methode7.5.1 Wie wird’s gemacht?7.5.2 Beispiele7.6 Der Arbeitsplan7.6.1 Wie wird’s gemacht?7.6.2 Beispiel7.7 Konsortium und Team7.7.1 Wie wird’s gemacht?7.8 Managementstruktur (Management Structure) 7.8.1 Steuerung von Projekten (Management)7.8.2 Überwachung (Monitoring)7.8.3 Wie wird’s gemacht?7.9 Risiken7.9.1 Wie wird’s gemacht?7.9.2 Beispiel7.10 Finanzen7.10.1 Wie wird’s gemacht?7.10.2 Personalkosten7.10.3 Reisekosten7.10.4 Weitere förderfähige Kosten7.11 Wirkung7.11.1 Maßnahmen zur Maximierung der Wirkung7.11.2 Information7.11.3 Verbreitung7.11.4 Verwertung7.11.5 Wie wird’s gemacht?7.11.6 Open Access + Open Data8 Sonstige Aspekte in EU-Anträgen8.1 Europäischer Mehrwert8.2 Upscaling 8.3 Querschnittsaspekte 8.3.1 Chancengleichheit 8.3.2 Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung9 Unterstützung beim Antragschreiben 9.1 EU Funding & Tenders Portal9.2 Unterstützung durch öffentliche Stellen9.3 Online-Kurse und Antragscoaching 10 Die wichtigsten Begriffe kurz erläutert11 Anhang11.1 Schematischer Aufbau eines EU-Forschungsantrags11.2 Schematischer Aufbau eines Förderantrags zum Thema »Upscaling im Bereich sozialer Inklusion«StichwortverzeichnisAutorin
[1]

Hinweis zum Urheberrecht:

Alle Inhalte dieses eBooks sind urheberrechtlich geschützt.

Bitte respektieren Sie die Rechte der Autorinnen und Autoren, indem sie keine ungenehmigten Kopien in Umlauf bringen.

Dafür vielen Dank!

Schäffer-Poeschel Verlag für Wirtschaft - Steuern - Recht GmbH

[4]Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de/ abrufbar.

Print:

ISBN 978-3-7910-5147-5

Bestell-Nr. 12018-0001

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ISBN 978-3-7910-5148-2

Bestell-Nr. 12018-0100

ePDF:

ISBN 978-3-7910-5149-9

Bestell-Nr. 12018-0150

Mechthild Baumann

Der exzellente EU-Projektantrag

1. Auflage, Mai 2021

© 2021 Schäffer-Poeschel Verlag für Wirtschaft · Steuern · Recht GmbH

www.schaeffer-poeschel.de

[email protected]

Bildnachweis (Cover): © bluedesign, AdobeStock

Produktmanagement: Alexander Kühn

Lektorat: Evelyn Sternad, Textwerk Freising

Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere die der Vervielfältigung, des auszugsweisen Nachdrucks, der Übersetzung und der Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen, vorbehalten. Alle Angaben/Daten nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit.

Schäffer-Poeschel Verlag Stuttgart

Ein Unternehmen der Haufe Group

[5]Vorwort

Per aspera ad astra – nach vielen Mühen zu den Sternen

Allen, die dieses Buch lesen, wünsche ich, dass am Ende ihres Antragsprozesses das Logo der Europäischen Union mit seinen zwölf Sternen ihr Projekt schmückt.

Der Weg dahin ist zuweilen verschlungen und steinig, und manchmal landet man in einer Sackgasse. Dieses Handbuch soll deshalb Klarheit in den Antragsprozess bringen, Orientierung bieten und, wo möglich, Abkürzungen zum Ziel zeigen.

Es gibt so viele großartige Ideen für europäische Projekte – mögen sie alle erstrahlen!

Mechthild Baumann

Berlin, im April 2021

[11]Teil I Was die EU mit Fördergeldern erreichen will

[13]1An wen sich dieses Buch richtet

1.1Welche Fördermittel werden in diesem Buch behandelt?

In diesem Buch geht es um EU-Fördermittel, die die EU für bestimmte Projekte vergibt, genauer gesagt für Projekte, mit denen etwas Neues erforscht und entwickelt, ein Problem gelöst oder eine gesellschaftliche Änderung angestrebt werden soll. Dazu gehören alle Projekte aus Forschung und Wissenschaft, der Entwicklungszusammenarbeit, aus dem Sozial- und Bildungsbereich, der Zivilgesellschaft, dem Kreativsektor, der inneren Sicherheit sowie Projekte zu Migration, Integration und Arbeitsmarkt.

Dieser Ratgeber konzentriert sich aus einem einfachen Grund auf EU-geförderte Projekte. Grundsätzlich folgt die Anwerbung von Projekt-Fördermitteln bei Stiftungen, nationalstaatlichen Förderprogrammen oder EU-Programmen einer ähnlichen Logik. Einziger Unterschied: Die EU setzt in ihren Anforderungen immer noch »einen drauf«. Warum dies so ist, wird in Kapitel 1.2 (Subsidiaritätsprinzip) erläutert. Fakt ist, dass Projekte, die von der EU gefördert werden sollen, grundsätzlich eine europäische Dimension benötigen. Hinzu kommt, dass die EU auch bei der erwarteten Wirkung der Projekte meist viel höhere Erwartungen hat als vergleichbare Programme auf nationaler Ebene. Diese besonderen Erwartungen der EU werden in diesem Ratgeber detailliert erläutert, damit Antragsteller genau wissen, was auf sie zukommt und was von ihnen erwartet wird.

In diesem Ratgeber geht es nicht um EU-Fördergelder für Anschaffungen, Bau- oder Investitionsprojekte oder Existenzgründungen sowie öffentliche Aufträge, mittels derer die EU Waren oder Dienstleistungen erwirbt.

Ebenso wenig berücksichtigt werden andere Finanzhilfen der EU wie Beteiligungskapital, Bürgschaften oder Darlehen. Auch die Vergabe von Subventionen ist eine Wissenschaft für sich und hat mit der Beantragung von Projektfördermitteln wenig Überschneidungen.

1.2Wann sollte man nach europäischen Fördermitteln suchen?

Grundsätzlich gilt: Wer europäische Fördermittel für sein Projekt einwerben will, sollte auch ein europäisches Projekt planen. EU-Gelder gibt es in der Regel nur für Projekte mit einem klaren europäischen Mehrwert. Das bedeutet, dass das Projekt dreifach europäisch angelegt sein muss:

thematisch,in der Ausführung undin der Partnerstruktur.

[14]Wie man es besser nicht macht

Allzu häufig erlebe ich es, dass EU-Mittel wie ein Fördertopf unter vielen behandelt werden. Ein Unternehmen will ein neues Produkt entwickeln, eine gemeinnützige Organisation will einen Integrationskurs für geflüchtete Frauen auflegen, ein Bildungsträger will eine Konferenz veranstalten, ein Wissenschaftler will die Ernährung von Milchkühen erforschen – alle brauchen für ihre Vorhaben Drittmittel. Sie stellen Anträge bei nationalen Drittmittelgebern, bei Stiftungen und dann für dasselbe Vorhaben bei der EU. Irgendwann wird deutlich, dass man für eine EU-Förderung europäische Partner braucht. Die werden dann schnell »dazu genommen«. Und genauso werden die anderen Anforderungen der EU an der einen und der anderen Stelle angefügt. Was dabei herauskommt, ist häufig ein Flickenteppich, aber kein kohärentes, europäisches Projekt.

Was fördert die EU?

Die EU fördert Projekte mit einer klar ausgewiesenen europäischen Dimension oder mit einem klaren europäischen Mehrwert (siehe Kap. 8.1). Dies hat mit dem Subsidiaritätsprinzip zu tun.

Das Subsidiaritätsprinzip ist eine Hilfe zur Bestimmung, welche staatliche Ebene zuständig ist: Die Gemeinde oder die Stadt? Das Bundesland? Der Bund auf nationaler Ebene? Subsidiär bedeutet: Nach Möglichkeit wird immer die unterste Ebene gewählt. Was diese nicht bewältigen kann oder darf, wird von der nächsthöheren Ebene übernommen. Aus diesem Grund sind die Gemeinden für die Bereitstellung von Kitaplätzen zuständig und der Bund übernimmt die Landesverteidigung.

Die Förderlandschaft ist ähnlich strukturiert. Es gibt kleine Fördertöpfe, die in Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden Projekte auf lokaler Ebene fördern, und es gibt die großen Förderprogramme der Bundesministerien, die eine viel größere und breitere Wirkung erzielen wollen. Über dem Bund befindet sich seit einigen Jahrzehnten die EU als höchste Ebene. Damit sich die Förderprogramme von EU und Nationalstaaten nicht überschneiden, fördert die EU nur Projekte mit einer europäischen Dimension.

Zwei Typen von EU-Förderprogrammen: Breiten- und Spitzenprogramme

Einige EU-Programme fördern Projekte in der Breite; viele Programme sind jedoch auch dazu da, ausschließlich die Spitze zu fördern. Das ist vergleichbar mit der Unterscheidung in Breiten- und Spitzensport.

Breitensport hat das Ziel, möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern einen Zugang zu Sport zu verschaffen: von Fußball über Rückengymnastik bis hin zum Tischtennis. Hauptsache, die Menschen bewegen sich und bleiben gesund. Dazu wird auf ein vielfältiges und niedrigschwelliges Angebot gesetzt, das möglichst viele Menschen ansprechen soll.

Auch die EU hat Förderprogramme, die in die Breite gehen, allen voran das wohl bekannteste Förderprogramm Erasmus+. Es fördert das Kennenlernen und den Austausch der Europäerin[15]nen und Europäer untereinander. Ziel von Erasmus+ ist es, ein europäisches Zusammengehörigkeitsgefühl zu vermitteln und die »Vielfalt in Einheit«, das Motto der EU, zu fördern. Früher war Erasmus+ hauptsächlich Studierenden vorbehalten, die mit der Förderung ein Semester an einer anderen Hochschule in der EU studieren konnten. Heute können auch Schüler, Auszubildende und Berufstätige im Rahmen eines Austauschs andere EU-Europäer treffen und kennenlernen. Wichtig ist die europäische Dimension der Begegnung: Ein Austausch der Sportvereine aus Neustadt an der Weinstraße und Neustadt im Hunsrück kann nicht mit EU-Mitteln gefördert werden.

Entsprechend des Anspruchs, möglichst viele Europäerinnen und Europäer zu erreichen, liegen die Förderchancen bei Erasmus+-beantragten Austauschen durchschnittlich zwischen 30 und 55 %. Das heißt, je nach Unterprogramm wird ein Drittel bis die Hälfte der Anträge bewilligt. Weitere Breitenprogramme sind die Fonds der Gemeinsamen Agrarpolitik, der Regional- und Entwicklungsfonds oder der Europäische Sozialfonds ESF+.

Viele Förderprogramme der EU fördern »zugespitzt«. Das kann im Sinne einer sehr zugespitzten Thematik sein, wie z. B. Weltraumforschung oder Grenzsicherung. Das kann aber auch Spitzenleistung sein. Letzteres kann man vergleichen mit dem Spitzensport, bei dem höchste Leistungen gefördert werden. Es geht darum, die Besten der Besten zu fördern, um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können, ähnlich wie bei der Olympiade oder einer Weltmeisterschaft.

Eines der bekanntesten Spitzenprogramme der EU fördert hervorragende Forschung: Horizon Europe (Horizont Europa). Früher hieß es Horizon 2020 und davor einfach nur »Forschungsrahmenprogramm«. Mit dem neuen Namen möchte die EU den Anspruch dieses Programms unterstreichen: neue Horizonte entdecken! Programme der EU für Spitzenleistung haben ein klares Auswahlkriterium: die Exzellenz. Nur herausragende Projekte werden gefördert. Weil die Fördersummen in diesen Programmen entsprechend hoch sind, ist der Wettbewerb hier ungleich höher als in den Breitenprogrammen. Die Aussicht, einen Forschungsantrag von der EU bewilligt zu bekommen, lag zwischen 2014 und 2017 bei rund 12 %. Das ist eine sehr ernüchternde Quote.

1.3Entscheidungshilfe: Soll ich einen EU-Antrag stellen?

Wer unsicher ist, ob er oder sie einen Förderantrag bei der EU stellen soll, kann sich zunächst einmal folgende Frage stellen: Ist mein Projekt genuin europäisch?

Wenn ja, folgt die nächste Frage: Gehört Ihr Projekt zu den Breitenförderprogrammen? Planen Sie beispielsweise eine Begegnung Ihrer Schülerinnen und Schüler mit denjenigen eines anderen EU-Staats? Wenn ja, sollten Sie nicht lange zögern und gleich mit dem Antrag loslegen! Die Erfolgschancen sind hoch!

[16]Kommt für Ihr geplantes Projekt nur eine Förderung aus einem Spitzenförderprogramm in Betracht? Dann empfehle ich, die Entscheidung sorgfältig abzuwägen. Prüfen Sie alle Formalia und Auswahlkriterien. Wenn Sie zu dem Entschluss kommen, dass Sie alle sehr gut erfüllen, dann geht es weiter.

Alles, was Sie zur Vorabprüfung und zur Vorbereitung Ihres Antrags benötigen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Zur Aktualität dieses Ratgebers

Dieser Ratgeber stellt die seit 01.01.2021 geltenden Förderprogramme vor. Bei Redaktionsschluss (Februar 2021) waren diese Programme noch nicht endgültig von der EU verabschiedet. Dies hängt damit zusammen, dass die EU die finanzielle und strategische Planung für die Jahre 2021–27 nicht rechtzeitig abschließen konnte. Gründe hierfür sind u. a. der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU (Brexit) und die Covid-19-Pandemie. Die Förderprogramme und Förderbedingungen werden in diesem Ratgeber also weitgehend auf der Grundlage der aktuellen Version der vorbereitenden Rechtsakte vorgestellt. Es ist nicht davon auszugehen, dass bis zur endgültigen Verabschiedung noch signifikante Änderungen vorgenommen werden. Allerdings sollte jede Antragstellerin und jeder Antragsteller die aktuellen Förderbedingungen studieren, wie sie auf den Websites der EU sowie im Förderportal EU funding & tenders portal dargestellt sind.