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Itzehoe ist am Tag eine ruhige Stadt. Doch wenn Nebel über die Stör zieht und das Licht der Laternen schwächer wird, zeigen sich andere Wahrheiten. In "Der Kuss der Dunkelheit" gerät Katrin in eine Konfrontation mit Nähe, Macht und einer Dunkelheit, die nicht nur von außen kommt. Zwischen Freundschaft, queerer Gemeinschaft und einer unheimlichen Präsenz muss sie lernen, Grenzen zu setzen – gegenüber anderen und gegenüber sich selbst. Der Roman verbindet Dark Romance mit psychologischer Tiefe und übernatürlichen Elementen, ohne Nähe zu romantisieren oder Kontrolle zu rechtfertigen. Im Mittelpunkt stehen Selbstbestimmung, Verantwortung und die Frage, wie Liebe aussehen kann, wenn sie nicht besitzt, sondern frei lässt. Eine düstere, aber versöhnliche Geschichte über das Bleiben ohne Zwang und über Licht, das nicht blendet. Achtung: Der Autor verwendet zum Erstellen seiner Texte meistens künstliche Intelligenz (und muss das angeben, was er hiermit macht)! Das Cover und die Geschichte wurden mit Chatgbt generiert.
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Seitenzahl: 79
Veröffentlichungsjahr: 2026
Der Kuss der Dunkelheit
Untertitel:
Verbotenes Licht über der Stör
Vorwort
Itzehoe zeigt sich am Tag unauffällig. Menschen gehen die Feldschmiede entlang, bleiben vor Schaufenstern stehen, reden über Belangloses, trinken Kaffee, blicken auf die Stör. Alles wirkt offen, beinahe harmlos. Doch Städte haben Schichten. Und manche davon öffnen sich erst, wenn das Licht kippt, wenn Nebel vom Wasser aufsteigt und Gedanken lauter werden als Stimmen.
Diese Geschichte spielt in dieser anderen Schicht. Dort, wo Nähe nicht automatisch Sicherheit bedeutet. Wo Berührung Fragen stellt. Wo Macht nicht laut sein muss, um wirksam zu werden. Es geht um Beziehungen, die nicht eindeutig sind. Um Begehren, das Grenzen verschiebt. Um Kontrolle, die sich manchmal als Schutz tarnt. Und um die Entscheidung, ob man bleibt oder geht.
Diese Geschichte nimmt Menschen in den Blick, die in dieser Welt oft an den Rand gedrängt werden. FLINTA+ ist hier kein erklärtes Konzept, sondern gelebte Realität. Menschen, die sich behaupten müssen, weil sie sonst übersehen oder verletzt werden. Menschen, die sich Räume schaffen, weil ihnen zu wenige angeboten werden. Solidarität ist in dieser Geschichte kein Schlagwort, sondern eine Haltung.
„Der Kuss der Dunkelheit“ ist Dark Romance. Romantik trifft auf Schatten. Es gibt Gefahr, Geheimnisse und etwas, das sich der Erklärung entzieht. Aber es gibt auch Würde. Entscheidungen. Und einen Weg, der nicht heil, aber ehrlich sein will.
Trigger Warnung
Diese Geschichte ist Dark Romance. Sie enthält Inhalte, die emotional belastend wirken können.
Dargestellt werden unter anderem Macht- und Abhängigkeitsdynamiken, emotionale Manipulation, Kontrollverhalten, Grenzüberschreitungen, psychischer Druck, toxische Nähe sowie dunkle und übernatürliche Elemente. Figuren treffen Entscheidungen, die ihnen schaden können. Sie verlieren sich, zweifeln an sich, handeln aus innerer Leere, Schuld oder Angst heraus.
Diese Trigger Warnung ist bewusst und ausdrücklich gesetzt.
Ich möchte nicht, dass dieses Buch von kleinen Jungen oder kleinen Mädchen gelesen wird. Ebenso möchte ich nicht, dass Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen oder instabiler seelischer Verfassung durch diese Geschichte belastet oder verletzt werden.
Geschichten wirken. Manchmal tiefer, als man erwartet.
Ich möchte nicht, dass alte Wunden aufgerissen werden. Nicht, dass jemand durch meine Texte aus dem Gleichgewicht gerät oder sich selbst etwas antut. Diese Warnung steht hier aus Verantwortung. So wie man keine Zigaretten an Zwölfjährige verkauft, sollten auch diese Inhalte nicht ohne Reife und Stabilität gelesen werden.
Diese Geschichte ist keine Anleitung für reale Beziehungen. Sie romantisiert keine Kontrolle und rechtfertigt keine Abhängigkeit. Problematische Dynamiken werden gezeigt, nicht empfohlen. Nähe wird dargestellt, nicht idealisiert.
Bitte lesen Sie dieses Buch nur, wenn Sie erwachsen sind, sich psychisch stabil fühlen und wissen, dass Sie mit schweren emotionalen Themen umgehen können. Wenn Sie unsicher sind, ob diese Inhalte für Sie geeignet sind, lesen Sie dieses Buch bitte nicht.
Ihre seelische Gesundheit ist wichtiger als jede Geschichte.
Haftungsausschluss
Diese Geschichte ist ein fiktionaler Text. Alle Figuren, Ereignisse und Gespräche sind erfunden. Ähnlichkeiten mit realen Personen wären zufällig.
Die genannten Orte in Itzehoe und der Region dienen der Atmosphäre und Verortung. Sie sind Teil der erzählten Welt, nicht deren Abbild.
Dieses Buch wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz geschrieben. Es ersetzt keine Beratung und ist keine Anleitung für reale Beziehungen. Dark Romance beschreibt Konflikte und Machtdynamiken innerhalb einer fiktionalen Handlung. In der Realität gelten andere Maßstäbe.
Grenzen, Einvernehmen und Sicherheit sind unverzichtbar.
Imprint:
V. i. S. d. P.: Marcus Petersen-Clausen, Ginsterweg 7, 30900 Mellendorf/Wedemark (DE) - Tel.: 491796162178
Dieses Dokument ist lizenziert unter dem Urheberrecht!
(c) 2025 Marcus Petersen-Clausen
(c) 2025 Köche-Nord.de
Achtung: Der Autor verwendet zum Erstellen seiner Texte meistens künstliche Intelligenz (und muss das angeben, was er hiermit macht)!
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1: Nebel in der Feldschmiede
Kapitel 2: Stimmen am Rand der Stör
Kapitel 3: Regeln aus Schatten
Kapitel 4: Die Mauern der St.-Laurentii-Kirche
Kapitel 5: Unter der Störbrücke
Kapitel 6: Nähe, die schmerzt
Kapitel 7: Die Grenze, die ruft
Kapitel 8: Das Zittern des Lichts
Kapitel 9: Nähe ohne Griff
Kapitel 10: Spiegel aus Glas und Schatten
Kapitel 11: Ein Versprechen im Zwielicht
Kapitel 12: Der Moment, der nicht gehorcht
Kapitel 13: Was bleibt, wenn es still wird
Kapitel 14: Die Einladung, die keine mehr ist
Kapitel 15: Wege, die bleiben
Kapitel 16: Ein Abschied, der wärmt
Kapitel 17: Eine Entscheidung ohne Schwur
Kapitel 18: Alltag als Nähe
Kapitel 19: Das Licht, das bleibt
Kapitel 20: Ankommen ohne Ziel
Kapitel 21: Wenn etwas anderes ruft
Kapitel 22: Verantwortung hat ein Gesicht
Kapitel 23: Wenn Haltung kostet
Kapitel 24: Der Preis der Stimme
Kapitel 25: Bleiben, wenn es unbequem wird
Kapitel 26: Das Nein, das bleibt
Kapitel 27: Die Bühne der Anderen
Kapitel 28: Der Ort, an dem man bleibt
Kapitel 1: Nebel in der Feldschmiede
Katrin hielt die Tür des kleinen Ladens fest, als hätte sie Angst, sie könnte ihr entgleiten. Der Wind drückte dagegen, ungeduldig, fordernd. Kalte Luft strich ihr in den Nacken. Ein Hauch, zu nah, um Zufall zu sein.
Sie drehte sich um.
Niemand.
Nur der Abend, grau und aufgeweicht, als hätte jemand die Konturen der Feldschmiede mit Wasser verwischt. Die Laternen brannten, aber das Licht kam nicht weit. Der Nebel nahm es an sich, langsam, ohne Eile.
Katrin trat hinaus. Die Tür fiel hinter ihr ins Schloss. Das Geräusch war zu laut. Ihre Schritte waren zu laut. Sie hörte sich selbst gehen, hörte jeden Absatz, jedes Abrollen. Das missfiel ihr. Heute besonders. Heute hatte sie das Gefühl, die Stadt merkt sich ihre Bewegungen.
Sie zog den Mantel enger und ging Richtung Kirchenstraße. Der Tag hing ihr noch in den Schultern. Gesichter, Stimmen, diese dünnen Lächeln, die höflich sein sollen und trotzdem schneiden. Sie hatte geliefert, wie immer. Pünktlich. Sauber. Und doch blieb dieses leise Drängen, als müsse sie sich rechtfertigen, überhaupt hier zu sein.
An der Ecke blieb sie stehen.
Nicht, weil sie sich verlaufen hatte. Sondern weil dieses Gefühl wieder da war. Etwas bewegte sich neben ihr, dicht genug, um wahrgenommen zu werden, aber knapp außerhalb des Blicks. Sie zwang sich, ruhig zu bleiben. Nicht wegzusehen. Nicht schneller zu gehen. Sie wollte sich nicht selbst erschrecken.
Kinn hoch.
Ihr Blick glitt die Kirchenstraße entlang, suchend, prüfend. Ihre Lippen waren schmal, der Kiefer fest. Die Hand umklammerte den Taschengurt, bis die Finger schmerzten. Dann sagte sie, leise, trotzig: „Wenn da jemand ist, dann zeigen Sie sich.“
Der Nebel schwieg.
Aber er veränderte sich. Zog sich, schob sich, als hätte er etwas vor.
Katrin ging weiter, auf die St.-Laurentii-Kirche zu. Der Turm stand dunkel gegen den Himmel. Alt. Schwer. Die Steine wirkten abgeklärt, als hätten sie längst aufgehört zu urteilen. Als hätten sie alles gesehen.
Vor dem Gelände blieb sie stehen. Atmete aus. Spürte, wie die Schultern ein wenig nachgaben. Hier war es ruhiger. Die Stille hatte Gewicht.
Das Klingeln kam plötzlich.
Sie zuckte zusammen. Ein kurzer Riss, irgendwo tief. Das Telefon vibrierte noch in ihrer Hand, als sie schon abhob.
„Katrin?“
Anjas Stimme. Warm. Fest. Kein Schwanken darin. Wie ein Punkt, an dem man stehen kann, ohne abzurutschen. „Ich habe dich gesucht. Du gehst wieder zu weit allein.“
Katrin schnaubte leise. „Ich bin keine Porzellanfigur.“
„Das habe ich nicht gesagt.“ Anja ließ eine Pause. „Ich habe nur gesagt: Ich habe dich gesucht.“
Katrin schloss kurz die Augen. Anjas Blick erschien vor ihr, dieses direkte, unnachgiebige Sehen. Anja beschönigte nichts. Sie war einfach da, so wie sie war. Lesbisch, offen, ohne Rechtfertigung. Und manchmal machte genau das Katrin nervös. Weil Katrin gelernt hatte, Platz zu sparen.
„Wo bist du?“ fragte sie.
„Beim Theater.“ Ein kurzes Geräusch, als würde Anja den Schal richten. „Komm. Ich warte. Und du sagst mir, was los ist.“
Katrin wollte Nein sagen. Wollte abwinken, das Thema schließen. Aber das Wort blieb stecken. Stattdessen sagte sie: „Ich komme.“
Die Wege waren vertraut, und doch wirkten sie verschoben. Straßen, die tagsüber klar sind, hatten jetzt andere Regeln. Die Stadt fühlte sich an, als würde sie etwas zurückhalten.
Anja stand da, als Katrin ankam. Wirklich da. Die dunkle Jacke geschlossen, die Haare feucht vom Nebel. Als Katrin näher kam, hob Anja die Hand. Kein Winken. Eher ein Zeichen. Ich sehe dich.
Katrin blieb einen Schritt entfernt stehen. Zu nah für Gleichgültigkeit. Zu weit für Sicherheit. In ihr stießen zwei Bewegungen aneinander. Heran. Weg. Ihr Gesicht wurde hart, noch bevor sie es bremsen konnte.
Anjas Blick glitt über sie. Stirn. Mund. Schultern. „Du tust wieder so, als wäre alles gut“, sagte sie ruhig. „Aber dein Körper erzählt etwas anderes.“
Katrin lachte kurz. Trocken. „Er ist müde.“
Anja trat näher. Langsam. So, dass Katrin hätte Nein sagen können. Tat sie aber nicht. Sie blieb stehen, unbeweglich.
Anjas Finger streiften Katrins Hand. Nur einen Moment. Keine Forderung. Eine Frage.
Der Atem stockte. Im selben Augenblick flackerte die Laterne neben ihnen. Ein kurzer Aussetzer. Als hätte jemand die Dunkelheit eingeladen.
„Was ist?“ Anja folgte Katrins Blick.
Katrin schluckte. „Ich glaube, ich werde verfolgt.“
Anja runzelte die Stirn. Kein Spott. Wachsamkeit. „Von wem?“
Katrin schüttelte den Kopf. „Ich weiß es nicht. Es ist… kein normaler Schatten. Eher etwas, das mich kennt.“
Anjas Hand schloss sich fester um ihre. „Dann gehen wir nicht allein weiter.“
„Wir?“ Katrin blinzelte.
„Wir.“ Anjas Stimme ließ keinen Zweifel. „Ich rufe die anderen. Nicole ist nah. Sabine kommt später. Jana und Kerstin sind schnell da. Und Dennis…“
Der Name blieb kurz in der Luft.
Katrin spürte einen Stich. Dennis. Dieser ruhige Blick. Zu ruhig. Als würde er Dinge wahrnehmen, die andere übersehen. Sie mochte ihn nicht. Vielleicht, weil sie sich in seiner Nähe gesehen fühlte.
„Warum Dennis?“ fragte sie.
Anja sah sie an. Direkt. „Weil du nicht nur Angst hast. Du willst wissen, ob es real ist.“
