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Befreie dich von der Illusion des Dauerglücks! Bist du der Meinung, dass Glück ein dauerhafter Zustand sein sollte, und glaubst du, du hast ein Recht auf dieses Dauerglück? Du kannst trotz Karriere, Familie und finanzieller Sicherheit nur kurzzeitige Zufriedenheit empfinden? Die knallharte Wahrheit lautet: Dauerglück ist eine unerreichbare Illusion, die dich chronisch unzufrieden macht – negative Selbstgespräche und permanente Unruhe nicht ausgeschlossen. Das kannst du verhindern! Dr. Daniel Holzinger vermittelt in seinem Buch "Der Mythos vom Glück" Wege, wie du die Illusion durch eine realistische und flexible Zufriedenheit ersetzen kannst. Lerne, dich an den natürlichen Höhen und Tiefen des Lebens zu orientieren und finde zu mehr Gelassenheit im Alltag. Hör auf, der Erfüllung einer unerreichbaren Idealvorstellung nachzujagen, und umarme das Leben in all seinen Facetten. Ebne dir noch heute deinen Weg zu mehr Balance und finde innere Ruhe und Akzeptanz. Dein Weg zu echter Zufriedenheit Mit diesem Buch lernst du: Warum das Streben nach Dauerglück unsinnig ist und dieses Ziel unerreichbar bleibt. Wie du dich von diesem Drang lösen und einen wirklich erfüllten Alltag schaffen kannst. Welchen Einfluss die angeborenen Werkseinstellungen des menschlichen Gehirns auf das Dauerglück haben. Welche konkreten und leicht umsetzbaren Strategien dir helfen, deine Denkweise zu transformieren und inneren Frieden zu finden. Mithilfe eines exklusiven Videokurses: Wie du die Schlüssel für ein erfülltes Leben anwenden kannst. Meistere die Kunst des Denkens und Fühlens Warum dein Gehirn nicht für Dauerglück geschaffen ist Die Sehnsucht nach Dauerglück und perfekten Umständen führt nicht selten zu einer chronischen Unzufriedenheit. Verstehe die Werkseinstellungen deines Gehirns – WIE du denkst und fühlst –, um dich von all deinen negativen Glaubenssätzen zu befreien und einen erfüllten Alltag zu schaffen. Wissenschaftlich fundierte Einblicke in die Psychologie helfen dir dabei, das Denken und Fühlen deines Gehirns zu verstehen. Warum du dich nicht mit anderen vergleichen solltest Jeder Mensch tickt anders, hat andere Ideale und Vorstellungen vom persönlichen Glück. Das konstante Vergleichen mit anderen führt zu ständigen Selbstzweifeln und dem Gefühl, niemals genug zu sein. Der Schlüssel zum Glück liegt in der Selbstakzeptanz. Entwickle ein positives Selbstwertgefühl und lerne, den eigenen Erfolg nicht von unerreichbaren Perfektionsidealen abhängig zu machen. Warum du das Glück nicht am Ende deiner Bucketlist findest Wahre Zufriedenheit und Erfüllung hängen nicht von äußeren Bedingungen ab. Das Abarbeiten einer Bucketlist bringt dir vielleicht kurzzeitige Glücksgefühle, aber was kommt danach? Finde das eigene Glück aus dir selbst heraus und erkenne, dass innere Stabilität und Zufriedenheit in einer echten inneren Freiheit liegen. Schluss mit der unstillbaren Sehnsucht nach Glück Stell dir vor: Du blickst auf ein erfülltes Leben, das sich authentisch und selbstbestimmt anfühlt. Frei von ständigem Druck und erniedrigender Selbstkritik, hast du ein positives Selbstwertgefühl entwickelt, das nicht von unerreichbaren Idealen ausgebremst wird. Hört sich gut an? Dann lege noch heute den Grundstein zu mehr Zufriedenheit. Finde Erfüllung in den vielen kleinen Glücksmomenten, die das Leben für dich bereithält. Denn im Gegensatz zum Dauerglück sind diese wahrhaftig.
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Seitenzahl: 268
Veröffentlichungsjahr: 2025
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Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.
1. Auflage 2025
© 2025 by Remote Verlag, ein Imprint der Remote Life LLC, Powerline Rd., Suite 301-C, 33309 Fort Lauderdale, Fl., USA
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages.
Projektmanagement: Melanie Krauß
Lektorat und Korrektorat: Antje Nevermann, Fabian Galla, Markus Czeslik
Umschlaggestaltung: Verena Klöpper
Satz und Layout: Verena Klöpper
Abbildungen im Innenteil: © Dr. Daniel Holzinger
ISBN Print: 979-8-89474-005-8
ISBN E-Book: 979-8-89474-006-5
ISBN Hardcover: 979-8-89474-045-4
www.remote-verlag.de
Dieses Buch ist meinem Meister Prof. Dipl.-Psych. Milenko Vlajkov gewidmet – ohne sein Wissen, die unzähligen Vorträge und persönlichen Unterweisungen hätte ich es niemals schreiben können.
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Mein Dank geht an meine Frau Katrin, denn ohne ihre unerschütterliche Unterstützung wäre dieses Buch nicht fertig geworden.
EINLEITUNG
MEIN GESCHENK FÜR DICH
DIE NATUR DER UNZUFRIEDENHEIT
Warum die Einfachheit der Lösung schwer zu erkennen ist
Definition von chronischer Unzufriedenheit
Schnelle und langsame Gefühle – wie unser Gehirn unser Leben steuert
Kognitive Verzerrungen: Die unsichtbaren Treiber der Unzufriedenheit
DIE KUNST, SICH DAS RICHTIGE ZU WÜNSCHEN
Ein neues Verständnis von Zielen: Die drei »Realitäten«
Die Weisheit der »Ent-Täuschung«
Das Problem des Klebens: Wenn Wünsche zu Forderungen werden
Das Problem mit dem glühenden Hammer: Die Tyrannei unerfüllbarer Wünsche
Die richtige Schmiedekunst: Wünsche aus der dritten Realität
Ellis und sein Gegenzauber
Von der Tyrannei zur Freiheit
ACHT WEGE INS UNGLÜCK
1. Der Glaube an Gott oder Götter
2. Liebe zu einer höheren Entität oder einer anderen Person
3. Versuchung – alles haben müssen
4. Verzicht – nichts haben müssen
5. Anstrengung und Leistung als Heilmittel auf dem Weg zum Glück
6. Kollektiv und Vaterland als eine Art »nationaler Identität«
7. Wettstreit, Wettbewerb und Wettkampf
8. Egomanische Selbstoptimierung
Die Rolle der »ewigen Hoffnung« in den acht Wegen zum Unglück
ZWÖLF WERKSEINSTELLUNGEN DES MENSCHLICHEN GEHIRNS
1. Unterscheidung zwischen angenehm und unangenehm
2. Aktivität vs. Passivität: Die natürliche Neugier als Motor des Lebens
3. Die ewige Suche nach Komfort
4. Wünsche als Forderungen: Die unbewusste Verwandlung von Sehnsucht in Sturheit
5. Vergleichssucht: Perfektionistische Vergleiche erzeugen chronische Unzufriedenheit
6. Freiheit, Autonomie und Selbstbestimmung: Quellen der Illusion und Unzufriedenheit
7. Die Suche nach Sicherheit und die Illusion der Garantie: Ein unstillbares Verlangen
8. Katastrophisieren: Wenn das Unangenehme zur Katastrophe erklärt wird
9. Globale Abwertungen: Wenn enttäuschte Erwartungen zu pauschalen Urteilen führen
10. Geringe Frustrationstoleranz: Enttäuschungen sind unerträglich
11. Gerechtigkeitssinn und der Irrtum einer universellen Gerechtigkeit
12. Die gefährlichste Werkseinstellung: Perfektionismus
SCHLÜSSEL FRUSTRATIONSTOLERANZ
Die zwei Frustrationstoleranzen – objektive vs. subjektive Frustration
NFT, LFT, HFT – Warum Frustrationstoleranz über unser Wohlbefinden entscheidet
»Mimimi!« – Selbstmitleid und das innere Weinen
PERFEKTIONISMUS: DIE KRONE ALLER DENKFALLEN
Die sieben Mauern des Gedankengefängnisses
1. Mach keine Fehler – Fehler sind Schwäche
2. Kontrolliere alles – dann passiert dir nichts
3. Sei sicher – vermeide jedes Risiko
4. Triff nur perfekte Entscheidungen – du brauchst absolute Gewissheit
5. Sei unabhängig – das ist die wahre Stärke
6. Wisse alles – Unsicherheit ist gefährlich
7. Sei makellos – dann wirst du geliebt
DAS ZUSAMMENSPIEL VON DENKEN UND FÜHLEN
Wenn Wahrnehmung mit Gefühlen verwechselt wird
Unterbewusstsein und Bauchgefühle – eine Klarstellung
Warum manche Menschen das Leben annehmen können – und andere nicht
Wie ist die Tabelle zu lesen?
Die Gefühlstabelle – eine präzise Landkarte unserer Emotionen
Gefühle – bewusste Wahl statt Automatismus
Wünsche und Forderungen – die emotionalen Unterschiede
Akzeptanz: Der Schlüssel zur emotionalen Freiheit
DER WEG ZUR EINSICHT
Der einzige nebenwirkungsfreie Weg aus der chronischen Unzufriedenheit
Die Architektur des Denkens: Automatische Gedanken, Metakognition, Einsicht
Der Weg zur Einsicht führt über die Metakognition
Einsicht: Die Krone des Denkens
WARUM DIESES BUCH GENAU DEN NERV DER ZEIT TRIFFT
Die große Glückslüge und die fünf Schlüsselfragen
1. Wann sind Menschen glücklich?
2. Wann sind Menschen zufrieden?
3. Wann haben Menschen ein erfülltes Leben?
4. Wann sind Menschen traurig, enttäuscht und unzufrieden?
5. Wann sind Menschen wütend, ängstlich und depressiv?
SCHLUSSWORT
ÜBER DEN AUTOR
LITERATURVERZEICHNIS
ENDNOTENVERZEICHNIS
Der Autor spricht mit seiner Ansprache jedes Geschlecht sowie diverse Personen an. Das generische Maskulinum wurde ausschließlich für eine bessere Lesbarkeit des Sprachflusses gewählt.
Das Problem unserer Zeit: Wir haben alles – und sind doch chronisch unzufrieden!
Das höhere Glück
»Glück« – ein Wort, das jeder kennt, aber kaum jemand wirklich erklären kann. Es ist allgegenwärtig in unserem Denken, unseren Gesprächen, unseren Wünschen. Und doch bleibt es seltsam vage. Wenn wir es fühlen, wissen wir sofort, dass es da ist. Aber sobald wir es greifen und festhalten wollen, scheint es sich aufzulösen.
Dabei ist Glück nicht gleich Glück. Es gibt das käufliche Glück: die schnelle Freude eines erfolgreichen Einkaufs, das Hochgefühl beim Anblick eines »Gefällt mir«-Symbols auf dem Bildschirm, der kurze Moment des Triumphs, wenn wir etwas Neues besitzen. Dieses Glück wird vom automatischen Denken erzeugt – ein Konsum-Glück, das durch Dopamin angetrieben wird. Doch es hat einen hohen Preis: Es macht abhängig, jagt immer neuen Reizen hinterher und hinterlässt oft eine Spur von Leere.
Daneben gibt es ein anderes Glück. Ein feineres, stilleres, tieferes Glück. Es ist kein Glück, das man konsumieren oder kaufen kann. Es ist das Glück, das entsteht, wenn unser Geist etwas Neues erkennt, wenn plötzlich eine Einsicht aufleuchtet, die unser Denken und Fühlen verändert. Dieses Glück ist nicht laut und grell, sondern leise und klar. Es ist ein Glück ohne Nebenwirkungen, ein nachhaltiges Glück, das uns innerlich frei sein lässt – und nicht süchtig macht.
Das Glück der Einsicht
Dieses höhere Glück ist ein anderes als das Glück, das wir oft suchen. Es ist nicht das gleiche wie »Glück haben« – also das zufällige Zusammentreffen von Umständen, die uns in die Karten spielen. Glücklich sein ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis eines bewussten, reflektierten Lebens. Es entsteht aus der Fähigkeit, die eigenen Gedanken zu durchdringen, sie zu hinterfragen und zu verstehen, wie unser Denken unsere Welt formt. Aber unser automatisches Gehirn lenkt uns in die Irre, indem es uns einredet, dass Glück im nächsten Konsumakt, im nächsten Erfolg oder hinter dem nächsten Klick liegt. Doch diese Art des Glücks ist flüchtig. Sie bindet uns an äußere Umstände, die wir nur selten vollständig kontrollieren können. Wenn wir uns von dieser Illusion lösen wollen, brauchen wir Einsichten. Sie sind der Schlüssel zu einem Glück, das nicht von äußeren Reizen abhängt, sondern von unserer inneren Klarheit und Freiheit.
Die Abgrenzung: Zwei Arten von Glück
Dieses Buch handelt nicht davon, wie man mehr Glück »hat«. Es handelt davon, wie man glücklich wird – indem man lernt, die Denkmuster zu erkennen, die uns oft im Weg stehen. Es ist eine Einladung, das Glück der Einsicht zu entdecken: ein Glück, das uns niemand nehmen kann, weil es aus uns selbst kommt.
Der Mythos vom Glück
Und doch gibt es diese Illusion, die uns alle begleitet – eine Art süßer Traum, der die Menschen seit Jahrhunderten verfolgt: der Mythos vom Glück. Dieser Mythos flüstert uns ein, dass irgendwo hinter der nächsten Errungenschaft, der nächsten Beziehung oder dem nächsten Erfolg das dauerhafte Glück wartet – ein Zustand, in dem alles perfekt ist und das Leben endlich vollständig erscheint. Doch wie ein Trugbild in der Wüste entzieht sich dieses Glück uns immer wieder, wenn wir versuchen, es zu greifen. Die Wahrheit ist: Dieser Mythos ist keine Realität, sondern eine Fata Morgana – eine Illusion, die uns antreibt, aber nie erfüllt. Statt uns zu befreien, hält uns dieser Mythos in einem ewigen Kreislauf aus Sehnsucht, Enttäuschung und erneuter Suche gefangen.
Die ewige Hoffnung als treibende Kraft
Was diesen Kreislauf antreibt, ist die »ewige Hoffnung« – genährt durch seltene, flüchtige Glücksmomente, die uns glauben lassen, dass das dauerhafte Glück doch erreichbar sein könnte. Diese seltenen Erfahrungen wirken wie ein Funke, der immer wieder das Feuer der Hoffnung entfacht.
Wir erzählen uns, dass wir »es« eines Tages schaffen werden, wenn wir nur härter arbeiten, mehr besitzen oder endlich die richtige Person finden. Diese Hoffnung ist wie ein Verführer, der uns vorantreibt, aber uns nie ans Ziel gelangen lässt. Und so laufen wir im Kreis – immer getrieben von der Illusion, dass das nächste Mal anders sein wird.
Und genau hier liegt das Paradoxon unserer Zeit: Wir haben mehr Möglichkeiten, Komfort und Wohlstand als jede Generation vor uns – und sind doch nicht zufrieden. Es ist eine erstaunliche Tatsache, dass die Sehnsucht nach Glück, die uns seit Jahrtausenden antreibt, uns heute mehr denn je zu quälen scheint. Denn die Antworten, die wir gefunden haben, schienen stets nur kurzzeitig zu helfen, bevor sie sich als Illusion oder Sackgasse entpuppten.
Die bisherigen Wege zum Glück – ein göttliches Paradies, die Liebe, der Verzicht, der Überfluss, die Leistung, die Hingabe an ein Kollektiv, der Wettbewerb und die egomanische Selbstoptimierung – haben eines gemeinsam: Sie alle halten ihr Versprechen nach Glückseligkeit nicht. Die Menschen glaubten, Glück liege in einem göttlichen Paradies, das sie sich nach dem Tod, durch ein gottgefälliges Leben verdienen könnten. Sie suchten es in der Liebe zu Jesus oder zu einem anderen Menschen, nur um zu merken, wie zerbrechlich und hasserfüllt Beziehungen sein können. Andere suchten Erfüllung im Verzicht, in der Hoffnung, dadurch nichts mehr verlieren zu können, während manche im Überfluss versanken und genauso leer blieben. Später glaubten sie, Glück liege im Erfolg: Wer mehr erreicht, müsse glücklicher sein. Dann kam die Idee des Wettbewerbs: das Streben, andere zu übertreffen, um sich Glück und Anerkennung zu verdienen. Doch dieser Weg führt oft zu einer Spirale aus Vergleich, Neid und Unzufriedenheit – denn im Wettstreit gibt es immer jemanden, der besser ist, und der Sieg bleibt selten von Dauer.
Dann kam die Idee des Kollektivs: die Hingabe an ein Vaterland oder eine Ideologie, die das Individuum bedeutungslos machen sollte.
In einer Zeit, die von radikalem Individualismus geprägt ist, hat sich eine weitere Sackgasse aufgetan: der Weg der Selbstoptimierung. Von der Schönheitschirurgie über »Biohacking«, von »Longevity« bis hin zum Transhumanismus scheint es, als könnte das Glück in die Form eines »perfekten Selbst« gegossen werden. Menschen lassen sich operieren, quälen sich in Fitnessstudios, schlucken Nahrungsergänzungsmittel, lassen sich sogar in Kältekammern einfrieren oder versuchen, sich auf einen Computer »upzuloaden«, um möglichst lange jung zu bleiben bzw. eine Art ewiges Leben zu erlangen.
Doch auch dieser Weg führt nicht zur Erfüllung, sondern in die Leere. Das aufpolierte Ego bleibt immer unvollständig, immer ungenügend. Egal wie viel wir erreichen, die Messlatte des Perfektionismus wird ständig höher gelegt – von uns selbst, von Social Media oder von einer Industrie, die von unserem Gefühl der Unzulänglichkeit profitiert. Das Versprechen, durch Kontrolle über den Körper oder das eigene Leben dauerhaft glücklich zu werden, ist eine Illusion. Statt Befreiung erzeugt die Selbstoptimierung oft das Gegenteil: eine neue Form von Sklaverei, in der wir uns uns selbst – und unseren überzogenen Wünschen – bedingungslos ausgeliefert fühlen. Warum bleibt das Glück also so schwer fassbar? Warum quält uns diese Sehnsucht nach einem Gefühl, das wir nicht dauerhaft festhalten können?
Glück als »Ab-fall« und »Zu-fall«
Glück wird oft behandelt, als wäre es etwas, das man suchen und finden könnte – als hätte es sich irgendwo versteckt oder sei uns abhandengekommen. Doch wie kann man etwas finden, das weder verloren noch versteckt wurde?
Die Wahrheit ist: Glück ist kein Ziel, kein Ort und kein Besitz. Es ist ein Nebenprodukt. Ein »Ab-fall« (von »abfallen«; nicht »Müll«), der sich einstellt, wenn wir etwas erleben, das uns überrascht – sei es ein angenehmer Sinnesreiz, ein Moment der Einsicht oder eine Leistung, die wir selbst für unmöglich hielten. Manchmal fällt es uns sogar zu, im wahrsten Sinne des Wortes: ein »Zu-fall«. Doch wenn wir das Glück festhalten oder erzwingen wollen, entzieht es sich uns. Es ist wie ein Kind, das man auf dem Schoß behalten will, oder eine Katze, die man nicht loslassen möchte: Sie beide kratzen, beißen – und verschwinden.
Im alten Griechenland hatte Glück einen anderen Namen: Eudaimonia – ein Zustand des gelingenden Lebens. Für die Griechen war Glück nicht das flüchtige Hochgefühl, das wir heute oft damit verbinden, sondern eine Form der inneren Harmonie, die durch kluges Handeln, Tugend und Weisheit erreicht wurde. Es ging weniger darum, kurzfristige Glücksgefühle zu maximieren, als darum, ein stabiles, ausgeglichenes Leben zu führen.
Diese Sichtweise unterscheidet sich von der deutschen Sprache, in der Glück oft mit intensiven positiven Emotionen gleichgesetzt wird – und die Abwesenheit davon im Grunde schon als großes »Un-glück« erscheint. Doch zwischen diesen beiden Polen gibt es noch einen dritten Zustand: eine gelassene, zufriedene Ruhe, die nicht von Hochgefühlen abhängig ist. Vielleicht liegt der Schlüssel zu einem erfüllten Leben nicht darin, dem Glück ständig hinterherzujagen – sondern darin, sich von der Erwartung zu lösen, dass Glück ein Dauerzustand sein muss.
Denn genau hierin liegt das eigentliche Problem: Wir haben aus dem Wunsch nach Glück eine Forderung gemacht. Wir denken mantramäßig: »Ich will glücklich sein – und es muss doch möglich sein, das zu erreichen!« Doch diese Forderung ist nicht nur unerfüllbar, sie ist auch der Ursprung unserer chronischen Unzufriedenheit. Denn jedes Mal, wenn das Leben nicht unseren Erwartungen entspricht, fühlen wir uns nicht nur enttäuscht, sondern auch noch unfähig oder depressiv.
Stellen wir uns einen Frosch vor, der in einem Topf mit langsam erhitztem Wasser sitzt. Die Geschichte besagt, dass er nicht herausspringt, weil er sich an die steigende Temperatur gewöhnt – bis es zu spät ist. Wissenschaftlich ist das zwar nicht haltbar (Frösche springen tatsächlich heraus, wenn es ihnen zu heiß wird), aber als Metapher trifft es den Punkt: Ganz ähnlich verhält es sich mit unserem Streben nach Glück. Wir spüren, dass wir uns immer weiter antreiben, immer mehr besitzen oder leisten müssen – und trotzdem nie ankommen. Aber anstatt den sprichwörtlichen Topf zu verlassen, reden wir uns ein, dass es nur noch ein kleines bisschen mehr braucht. Dass der nächste Erfolg, das nächste Ziel, das nächste Upgrade die Lösung sein wird. Doch genau dieses Denken hält uns gefangen.
Der Druck der sozialen Bewährtheit
Es gibt noch einen weiteren Grund, warum die Jagd nach Glück so verführerisch ist: Wir orientieren uns an dem, was andere tun. Wenn »alle« nach Glück streben, scheint das der einzig richtige Weg zu sein. Dieses Verhalten, das Psychologen als »soziale Bewährtheit« bezeichnen, ist tief in uns verankert. Wir folgen der Mehrheit, weil sie uns Sicherheit und Zugehörigkeit bietet.
Doch diese Orientierung hat einen hohen Preis: Sie bindet uns an die Illusion, dass Glück das höchste Ziel des Lebens sein muss. Indem wir uns den kollektiven Normen der Glückssuche unterwerfen, vermeiden wir zwar das Gefühl, »anders« oder »falsch« zu sein – gleichzeitig berauben wir uns aber der Freiheit, unser eigenes Leben kritisch zu hinterfragen und selbstbestimmt zu leben.
Die Orientierung an der Mehrheit hat eine weitere, tiefer liegende Ursache: Glück ist zu einer universellen Abkürzung für den Sinn des Lebens geworden. In einer Welt voller unfassbarer Komplexität – mit Trilliarden Galaxien, Quintilliarden Sternen und Planeten, Milliarden Menschen und einem unermesslichen Ozean des Unwissens – scheint Glück ein Konsens zu sein, auf den sich alle einigen können. Es ist wie das Smalltalk-Thema Wetter: Darüber lässt sich nicht streiten. Doch genau diese scheinbare Einigkeit macht es so gefährlich. Die Menschheit hat die Suche nach der Wahrheit durch die Suche nach Glück ersetzt – eine Entscheidung, die Energie spart, aber in eine Sackgasse führt. Denn Glück, so universell es scheinen mag, ist kein Lebenssinn. Es ist ein Kompromiss, ein gemeinsamer Nenner, der uns zwar vereint, aber auch blind macht für die tiefere Frage: Warum sind wir überhaupt hier?
Paradoxerweise kann der Ausstieg aus dieser kollektiven Jagd ebenso Unzufriedenheit erzeugen. Wer aufhört, dem Glück hinterherzulaufen, wird oft als »verrückt« abgestempelt. Die Masse der Glückssuchenden erklärt ihn zum Außenseiter, weil er ihre Überzeugungen anzweifelt. Und so stellt sich die Frage: Ist es besser, in einer Illusion zu leben, die eine Pseudo-Zugehörigkeit schafft, oder mit der schonungslosen Realität nüchtern, aber mutig umzugehen?
Denn hier liegt auch eine Chance: Wer mutig genug ist, die Illusion zu durchschauen, erkennt, dass Freiheit nicht in der Anpassung an die Mehrheit liegt, sondern im bewussten Denken und Handeln. Diese Wahrheit mag zunächst isolierend wirken, aber sie befreit uns von der Last, ein Ziel zu verfolgen, das uns niemals erfüllt – und so können wir mit der Realität eins werden und innere Ruhe finden.
Die Perspektive der Fülle: Ein erfülltes Leben erkennen
Die meisten Menschen, die dieses Buch lesen, sind, ohne es zu wissen, in ein erfülltes Leben hineingeboren worden. Ihre Wünsche wurden oft schon vor ihrer Geburt von den Eltern und der Gesellschaft antizipiert und erfüllt: ein Kinderzimmer, frische Windeln, Milchfläschchen, Sandkästen und Spielzeuge. Sie wachsen in einem System auf, das ihnen Bildung, ärztliche Versorgung und ein hohes Maß an Sicherheit bietet. All das, was Kinder sich wünschen würden, wenn sie es nicht hätten, liegt bereits bei Geburt am Gabentisch für sie bereit. Und doch scheint dieses erfüllte Leben für viele nicht genug zu sein. Warum?
Weil wir das Gewohnte nicht – oder nicht mehr – schätzen. Der wahre Mangel liegt in der unerfüllbaren Forderung, dauerhaft glücklich sein zu müssen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten unsere Wünsche ständig übererfüllt werden – in immer höherer Qualität und Quantität. Wir müssten stets mehr bekommen, als wir überhaupt erwarten könnten. Das ist nicht nur unrealistisch, es ist unmöglich.
Die Lösung? Freiwilliger Verzicht auf die Forderung, glücklich sein zu müssen. Sobald wir diese Forderung loslassen, können wir beginnen, die Fülle der Realität zu erkennen. Ein Sonnenaufgang, das Lächeln eines Kindes oder der Geschmack eines selbstgekochten Essens könnten uns dann tatsächlich übererfüllen und ein kleines, aber feines Glücksgefühl auslösen. Dieses Glück würde sich von allein einstellen, als ein Ab-fall einer neuen Denk- und Sichtweise.
Die Rolle unseres Denkens
Die meisten Menschen leben in einer Art Autopilot-Modus, gesteuert vom automatischen Teil ihres Gehirns. Dieses reaktive, impulsive Denken ist schnell, effizient und unbewusst. Es hilft uns, in der Welt zu überleben – aber es ist auch die Quelle vieler Probleme. Unser automatisches Denken ist anfällig für irrationale Annahmen, katastrophisierende Szenarien und starre Überzeugungen, die uns nicht nur unglücklich, sondern auch chronisch unzufrieden machen.
Doch es gibt eine Alternative: das proaktive, selbstbeherrschte Denken. Dieses Denken ist ein Denken über das Denken. Es entsteht, wenn wir unsere Gedanken bewusst hinterfragen, analysieren und verändern. Es ist eine Metakognition, die uns erlaubt, unser inneres Erleben aktiv zu gestalten.
Fünf zentrale Fragen stehen in diesem Buch im Mittelpunkt:
Wann sind Menschen glücklich?
Was braucht es, um das Gefühl von Glück zu erleben? Ist es ein flüchtiger Moment, eine Reaktion auf äußere Umstände oder etwas, das von innen kommt? Kann man dauerhaft glücklich sein – und falls ja, zu welchem Preis?
Wann sind Menschen zufrieden?
Zufriedenheit ist nicht dasselbe wie Glück. Was unterscheidet diese beiden Zustände, und warum wird Zufriedenheit oft als nachhaltiger empfunden?
Wann haben Menschen ein erfülltes Leben?
Was ist Erfüllung? Ist ein volles Leben ein erfülltes Leben? Was ist dann ein leeres Leben? Wie kann es sein, dass in einem Schädel, der mit Milliarden Zellen gefüllt ist, ein »Gefühl« der Leere entstehen kann?
Wann sind Menschen traurig, enttäuscht und unzufrieden?
Warum empfinden wir diese Gefühle als so belastend? Sind sie wirklich ein Zeichen dafür, dass etwas in unserem Leben falsch läuft – oder haben sie eine tiefere Funktion? Warum versuchen die meisten, sie »loszuwerden«, während andere sie als notwendig und sogar gesund betrachten?
Wann sind Menschen wütend, ängstlich und depressiv?
Warum nehmen manche Emotionen eine destruktive Dynamik an, während andere uns helfen, uns weiterzuentwickeln? Wann sind Wut, Angst oder Depression eine sinnvolle Reaktion – und wann führen sie in eine Sackgasse? Gibt es einen Weg, sich aus diesen Zuständen zu befreien, ohne sich ihnen hilflos ausgeliefert zu fühlen?
»Höchstes Glück ist: kein Glück kennen.«
(Dschuang Dsi, 215 v. Chr., taoistischer Philosoph)
»Vergiss das Glück!« – so könnte man diese uralte Weisheit modern interpretieren. Auf den ersten Blick wirkt diese Aussage wie ein Widerspruch – fast schon provokant. Wie kann das höchste Glück darin bestehen, kein Glück zu kennen – ja, es sogar zu vergessen? Doch genau hier liegt die eigentliche Erkenntnis: Das Problem ist nicht das Glück selbst, sondern unsere Vorstellung davon und unsere Erwartungshaltung danach.
Glück ist für viele von uns das mystische Lebensziel schlechthin, das wir erreichen und festhalten wollen – wie ein greifbares Objekt, das unser Leben endlich perfekt machen soll. Doch in dem Moment, in dem wir Glück festhalten und besitzen wollen, entzieht es sich uns. Dann beginnt die ewige Suche nach einer dauerhaft sprudelnden Glücksquelle. Und diese Suche wird dann zur Quelle von chronischer Unzufriedenheit, Erschöpfung und Leid.
Warum du niemals dauerhaft glücklich sein wirst – und warum das gut so ist
Es gibt einen entscheidenden Grund, warum du niemals dauerhaft glücklich sein wirst: Es ist biologisch unmöglich. Unsere Gehirne sind nicht darauf ausgelegt, ein anhaltendes Hochgefühl zu erleben. Die chemische Substanz, die wir mit Glück assoziieren – Dopamin –, ist ein Motivator, kein Belohnungssystem. Sie treibt uns an, Ziele zu erreichen und neue Erfahrungen zu machen, doch sobald wir diese Ziele erreichen, sinkt der Dopaminspiegel schnell wieder ab. Das Hochgefühl verschwindet, und wir suchen das nächste Ziel, die nächste Erfahrung.
Diese biologische Wahrheit macht dopamingetriebenes Glück zur ultimativen Sackgasse. Denn je mehr wir nach Glück jagen, desto mehr treiben wir uns in einen Kreislauf aus Erwartung, Belohnung und Enttäuschung. Das Gehirn ist ein Meister der Anpassung: Was heute Begeisterung auslöst, wird morgen zur neuen Normalität. Glück wird so zu einem flüchtigen Schatten, dem wir ewig hinterherlaufen, ohne ihn jemals zu fassen.
Doch bevor wir uns tiefer mit diesen biologischen Mechanismen beschäftigen, möchte ich einen möglichen Einwand gegen den Titel dieses Buches vorwegnehmen:
Der Titel »Warum du niemals dauerhaft glücklich sein wirst – und warum das gut so ist« mag auf den ersten Blick provokant oder sogar traurig wirken. Doch dieser Eindruck entsteht nicht durch den Titel selbst, sondern durch die Wahrheit, die er ausspricht.
Unser automatisches Denken – der impulsive, unbewusste Teil unseres Gehirns – lehnt diese Wahrheit ab. Es will nicht akzeptieren, dass dauerhaftes Glück unmöglich ist. Es rebelliert, fordert, drängt – und bleibt dabei in seiner Illusion gefangen.
Doch genau hier setzt die befreiende Botschaft dieses Buches an: Der Titel ist keine Absage an das Glück, sondern eine Einladung, es dort zu finden, wo wir es bisher übersehen haben. Nicht in der ständigen Jagd nach mehr, sondern im bewussten Erleben dessen, was bereits da ist. Wenn wir die Illusion eines permanenten Glücks loslassen, gewinnen wir die Freiheit, das Leben in seiner Tiefe und Fülle zu erfahren – frei von der Last unerfüllbarer Erwartungen.
Und das ist der Clou: Das ist nicht nur unvermeidlich – es ist gut so, wie es ist!
Das Leben ist nicht dazu gedacht, eine durchgehende Party im Dopaminrausch zu sein. Dauerhaftes Hochgefühl wäre nicht nur unerreichbar, sondern auch langweilig und entleerend. Glück ist wie ein Gewürz: Es gibt dem Leben Geschmack, aber es ersetzt nicht die Substanz.
Warum dieses Buch nicht von mir handelt – und warum auch das gut so ist
Vielleicht erwartest du, dass dieses Buch mit meiner persönlichen Geschichte beginnt: wie ich diese Einsichten entdeckt habe, was mich geprägt hat und warum ich heute dieses Wissen weitergebe. Doch ich muss dich enttäuschen – und gleichzeitig beruhigen: Dieses Buch ist nicht über mich. Es gibt keine dramatische »Ich kann über Wasser laufen«-Geschichte, die als Beweis dafür dienen soll, alles sei möglich.
Warum nicht? Weil es hier nicht um individuelle Erfahrungen geht, sondern um universelle Prinzipien. Die Weisheiten, die ich in diesem Buch teile, sind nicht meine Erfindung. Sie gehören nicht mir, sondern uns allen. Sie wurden über Jahrtausende hinweg entdeckt, hinterfragt und weitergegeben. Ich hatte das Privileg, sie von meinem Meister erlernen zu dürfen – und die Verantwortung, sie so zu ordnen und zu erklären, dass sie für dich zugänglich und anwendbar werden.
Meine persönliche Geschichte mag inspirierend sein – für einen Moment. Doch Geschichten über Erfolg, Scheitern und Transformation bleiben oft auf der individuellen Ebene stecken. Sie sind kurz beeindruckend, tragen aber langfristig nichts zu einem Erkenntnisgewinn bei. Dieses Buch will mehr sein. Es möchte dir Werkzeuge an die Hand geben, die unabhängig von meiner Geschichte funktionieren – Werkzeuge, die du in deinem Leben anwenden kannst, um deine Denkweise zu hinterfragen, zu erweitern und bewusster zu gestalten.
Vielleicht erwartest du auch eine Art »Tschakka-tschakka-Buch« oder ein Werk, das dich wenigstens über glühende Kohlen laufen lässt, um ein kurzes Gefühl von Stärke und Euphorie zu erzeugen. Doch solche Bücher gleichen einem Strohfeuer: Sie brennen kurz und heiß, aber sie wärmen nicht auf Dauer. Und sie taugen auch nicht zur Fackel, die dir den Weg durch die Dunkelheit des Lebens erleuchtet. Dieses Buch möchte mehr sein – eine Quelle, die du immer wieder aufs Neue anzapfen kannst, um Orientierung, Klarheit und innere Ruhe zu finden.
Wenn du ein Buch suchst, das dir eine packende Heldengeschichte erzählt, wirst du hier nicht fündig. Doch wenn du bereit bist, dich auf eine tiefere Auseinandersetzung mit dir selbst einzulassen, bist du hier richtig. Dieses Buch bietet keine vorgefertigten Lösungen – sondern es ist eine Einladung, deine eigene Reise zu beginnen. Denn die Weisheiten, die ich hier präsentiere, sind nicht nur universell – sie haben das Potenzial, auch dein Leben nachhaltig zu verändern.
Doch bevor wir uns tiefer mit diesen Fragen beschäftigen, lohnt es sich, an dieser Stelle innezuhalten: Warum ist Glück eigentlich so schwer zu definieren? Vielleicht, weil es für jeden etwas anderes bedeutet. Vielleicht, weil wir es oft erst dann erkennen, wenn es vergangen ist. Oder weil wir uns nie darauf einigen können, ob Glück ein momentanes Hochgefühl oder eine tiefere Form der Zufriedenheit ist.
Diese Unbestimmtheit ist keine Schwäche – sie ist eine Stärke. Denn Glück kann nur individuell erlebt werden. Genau deshalb beschäftigt sich dieses Buch nicht mit einer universellen Definition von Glück, sondern mit der Frage, wie wir unsere Denkmuster so verändern können, dass wir es dort erkennen, wo wir es bisher übersehen haben.
Doch wenn dauerhaftes Glück nicht existiert – was dann?
Wenn all unsere bisherigen Glücksstrategien immer wieder ins Leere laufen, warum setzen wir sie trotzdem fort? Warum erkennen wir die Fehler nicht und wiederholen sie stattdessen immer wieder? Warum scheint es, als würde jede Generation in die gleiche Falle tappen?
Vielleicht liegt die Lösung nicht darin, nach Glück zu suchen, sondern endlich zu verstehen, warum wir – als Individuen und als Gesellschaft – chronisch unzufrieden sind. Denn erst wenn wir die Mechanismen hinter unserer Unzufriedenheit durchschauen, können wir uns aus dieser Endlosschleife befreien und die Grundlage für ein erfülltes Leben schaffen.
Liebe Leserin, lieber Leser, dieses Buch zeigt dir, warum Glück kein Dauerzustand sein kann – und warum Zufriedenheit, Erfüllung und innere Freiheit die besseren Ziele sind. Doch Theorie allein reicht nicht.
Deshalb habe ich eine exklusive Videoreihe entwickelt, die dir hilft, die Erkenntnisse aus diesem Buch wirklich zu verinnerlichen und im Alltag anzuwenden. Darin verrate ich dir die zwei ultimativen Schlüssel für ein erfülltes Leben:
Die Kunst der bedingungslosen Akzeptanz – Viele Menschen kämpfen gegen Dinge, die sie nicht ändern können – und machen sich dadurch das Leben unnötig schwer. In meiner Videoreihe zeige ich dir, warum genau dieser Widerstand eine mächtige Wurzel chronischer Unzufriedenheit ist und wie du ihn loslassen kannst, ohne in Resignation zu verfallen.
Die fünf Schwestern des Muts – Mut ist nicht nur eine Eigenschaft – er hat viele Gesichter. Ob es der Mut ist, eine unbequeme Wahrheit auszusprechen, eine riskante Entscheidung zu treffen oder sich selbst ehrlich infrage zu stellen: Wer ihn versteht und kultiviert, wird innerlich freier und belastbarer. Ich stelle dir die fünf entscheidenden Formen des Muts vor und zeige, wie du sie gezielt in deinem Leben stärken kannst.
Diese Videoreihe ergänzt das Buch perfekt, weil sie nicht nur Wissen vertieft, sondern ganz konkrete Wege aufzeigt, die dir helfen, ins Handeln zu kommen.
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Chronische Unzufriedenheit fühlt sich oft an wie ein unlösbares Rätsel. Wer darunter leidet, hat oft das Gefühl, dass er »eigentlich alles hat« und trotzdem nicht zufrieden ist. Das Problem ist: Je mehr wir versuchen, dieses Rätsel mit äußeren Erfolgen oder neuen Zielen auf der »Bucketlist« zu lösen, desto tiefer verankert sich die Unzufriedenheit in uns. Doch warum ist das so? Warum reicht es nie?
Viele von uns neigen dazu, komplexe Probleme mit ebenso komplexen Lösungen zu assoziieren. Wenn uns jemand eine einfache Antwort auf ein tiefgreifendes Problem wie die chronische Unzufriedenheit gibt, reagieren wir oft mit Skepsis: »Wenn es so einfach wäre, wäre ich doch selbst darauf gekommen!« Doch genau diese Reaktion ist Teil des Problems. Denn die Lösung für unsere chronische Unzufriedenheit ist tatsächlich leicht zu verstehen – aber damit sie auch Kraft bekommt, erfordert sie ein tiefes Verständnis der Mechanismen, die uns in diesen emotionalen Zustand gebracht haben. Ohne dieses Verständnis wirkt die Lösung fast schon banal. Deshalb wollen wir in diesem Kapitel nicht nur erforschen, was chronische Unzufriedenheit ist, sondern auch verstehen, warum unser Gehirn uns immer wieder in diese Falle führt. Denn nur wenn wir die Wurzeln des Problems begreifen, können wir die Schönheit und Wirksamkeit der Lösung wirklich erkennen, akzeptieren und umsetzen.
Es gibt Tage, an denen wir das Gefühl haben, dass chronische Unzufriedenheit allgegenwärtig ist. Sie zeigt sich in Menschen, die sagen: »Eigentlich habe ich alles. Ich weiß nicht, was mir noch fehlt. Warum bin ich nicht glücklich? Und wieso bin ich nicht wenigstens zufrieden?« Sie zeigt sich in unseren Kindern, wenn sie frustriert feststellen, dass sie »nicht gut genug« sind, obwohl sie objektiv betrachtet talentiert und erfolgreich sind. Und sie zeigt sich in den Nachrichten, die voller Debatten über das Versagen unserer Politik, unserer Gesellschaft oder gleich der gesamten Weltordnung sind.
Es scheint, als würde niemand – ob jung oder alt, reich oder arm, erfolgreich oder gescheitert – dieser ungesunden Form der Unzufriedenheit entkommen. Als wäre sie ein Schatten, der uns alle begleitet.
Doch Unzufriedenheit ist nicht per se schlecht. Man kann zwei »Arten« von Unzufriedenheit unterscheiden:
Gesunde, konstruktive Unzufriedenheit ist ein Antrieb zur Veränderung. Sie zeigt uns, wo wir etwas verbessern können – und motiviert uns, aktiv zu werden. Wer mit seinem Übergewicht unzufrieden ist, kann abnehmen. Wer in einer unglücklichen Beziehung steckt, kann sie beenden. Wer mit seiner Karriere hadert, kann sich weiterbilden oder einen neuen Job suchen. In all diesen Fällen ist Unzufriedenheit nicht das Problem – sie ist der Motor für konstruktive Veränderung und Wachstum.
Ungesunde, chronische Unzufriedenheit (die eher als Groll, Ärger oder Verdrossenheit bezeichnet werden müsste) entsteht, wenn wir uns gegen Dinge auflehnen, die wir nicht ändern können – und trotzdem erwarten, dass sie sich ändern müssten. Wer mit seinem Alter hadert, wird nicht jünger. Wer seine Vergangenheit beklagt, ändert sie trotzdem nicht. Wer an der »Ungerechtigkeit seiner Geburt« verzweifelt, macht sich selbst zum Opfer eines Umstands, der außerhalb seines Einflussbereichs liegt.
Wenn unsere Unzufriedenheit auf etwas gerichtet bleibt, das sich nicht ändern lässt – und wir dennoch stur darauf beharren, dass es sich ändern müsste –, dann wird sie zur chronischen Krankheit. Anfangs ist sie nur ein leises Unbehagen, kaum spürbar, aber sie breitet sich aus wie eine unbehandelte Infektion. Sie dringt immer tiefer in unser Denken ein, untergräbt unsere Lebensfreude und hinterlässt uns schließlich in einem Zustand, in dem nichts mehr vorwärtsgeht. Und das Tragische daran: Von außen betrachtet scheint oft alles in Ordnung zu sein – doch innerlich bleibt oft nur Resignation, Frust oder Depression.
