Der royale Reiseführer - Catrin Bartenbach - E-Book

Der royale Reiseführer E-Book

Catrin Bartenbach

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Beschreibung

Eine Reise in die royale Welt: Europas Königshäuser enthüllt Die Royals faszinieren Menschen weltweit – und dieser einzigartige Reiseführer bietet die Möglichkeit, ihre Lebenswelten hautnah zu entdecken. Von Kate bis Königin Letizia zeigen wir die verborgenen Schätze der europäischen Monarchien, von offiziellen Residenzen bis hin zu Shopping-Paradiesen und kulturellen Highlights. Entdeckung der Monarchien von heute Zehn der zwölf Monarchien werden vorgestellt. Sie sind in eine stabile politische und gesellschaftliche Struktur eingebettet – eine perfekte Mischung aus Tradition und Modernität. Königliche Einblicke und Erlebnisse Von königlichen Residenzen in den Metropolen bis zu den besten Adressen für Shopping und Kulinarik –eine unvergessliche Reise mit wunderschön bebilderten Erlebnissen. • Einblick in zehn europäische Königshäuser • Exklusive lokale Tipps von royalen Hoflieferanten • Verbindung von Tradition und Glamour in einem unvergesslichen Reiseerlebnis Die faszinierende Welt der Royals: Catrin Bartenbach unterwegs auf ihrer nicht voyeuristischen, sondern informativen Reise durch die europäischen Königshäuser.

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Seitenzahl: 329

Veröffentlichungsjahr: 2025

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CATRIN BARTENBACH

DER ROYALE REISEFÜHRER

EUROPAS MONARCHIEN ENTDECKEN

VORWORT

01ENGLAND

02SCHOTTLAND

03DÄNEMARK

04NORWEGEN

05SCHWEDEN

06NIEDERLANDE

07BELGIEN

08SPANIEN

09LIECHTENSTEIN

10LUXEMBURG

11MONACO

PERSÖNLICHES DER AUTORIN

DIE KUNST DER NÄHE

Natürlich sagt mein Name klar aus, woher ich komme: Leopold Prinz von Bayern. Geboren aber wurde ich auf Schloss Umkirch im Badischen, genauer im Hochschwarzwald – eine wunderbare Landschaft, ein sympathisches Naturell der Menschen, ein vertrautes Stück Herkunft.

Deshalb, das Schwäbisch-Badische ist meine Geburtssprache, das Bayerische – das mir heute natürlich sehr vertraut ist – habe ich erst später erworben.

Als König Charles III. uns – damals noch der Prinz von Wales – auf Schloss Nymphenburg besuchte und ich seine herzliche Vertrautheit spürte, wurde mir einmal mehr bewusst, wie eng verwoben doch meine eigene Familie (väterlicherseits die Wittelsbacher, mütterlicherseits die Hohenzollern) mit Europas Königshäusern verbunden ist.

Die spanische Königin Isabella findet sich da ebenso wie schottische Könige des Stewart-Clans oder eben die englischen Royals und das Haus Schweden.

Am Starnberger See, wo ich diese Zeilen schreibe, erlebe ich sehr bewusst die Zeit und diesen wundervollen Ort, er erinnert mich immer wieder stark an die Vergangenheit der Wittelsbacher, an Ludwig II.

Ich denke an die vielen anderen royalen Orte, die ich gesehen habe, weiß die Opulenz derselben zu würdigen und genieße doch zuweilen die ganz unadlige, aber so weltläufige Hansestadt an der Elbe, Hamburg, diese wohl schönste Metropole der Landes – doch der schönste Ort von allen ist für mich der Tegernsee. Hier ist alles so gepflegt und wird gepflegt. Die Wirtschaften, die Natur, das Brauchtum, die Tradition und vor allem: die Gemütlichkeit.

Warum ich das alles hier erwähne?

Orte sind Erinnerungen, Häuser sind der Ausdruck von Heimat, ob Bergdomizil, Stadtresidenz oder ein Schloss in Umkirch; wir verbinden mit ihnen wertvolle Momente der eigenen Existenz. Sie sind die Landmarken unseres Lebens.

Und genau deshalb hat mich dieser Royale Reiseführer beeindruckt. Seine Detailliebe, seine Vielfalt und seine Kompetenz. Die Autorin schafft es, die großen und kleinen Orte des königlichen Lebens in Europa zu beschreiben, als wäre sie dort schon zu Gast gewesen. Sie beweist hintergründige Kenntnis von den alltäglichen Abläufen des Adels und sie lässt Nähe entstehen zu den Royals unserer Zeit, ohne voyeurhaft zu werden – eine seltene Kunst in dieser aufgeregten Epoche der Indiskretion.

Gelungen ist ein Brevier, das zugleich lustvolle Lektüre erlaubt, aber auch ganz praktische Reisetipps bereithält – dieses Werk wollte ich gerne mit diesen, meinen Zeilen adeln –

Kompliment, liebe Catrin Bartenbach!

Herzlichst

Ihr

Leopold Prinz von Bayern

Prinz Leopold von Bayern entstammt der Dynastie Wittelsbach, die bis 1918 die Könige von Bayern stellte. Er ist durch seine Vorfahren unter anderem mit dem britischen und spanischen Monarchen verwandt.

ENGLAND

Strammstehen für die Krone: Das britische Königspaar Charles III. und Gemahlin Camilla zeigen sich bei wichtigen royalen Anlässen gemeinsam mit Thronfolger Prinz William und seiner Familie auf dem Balkon des Buckingham Palastes, wie hier nach der jährlichen Geburtstagsparade „Trooping the Colour“ für den Monarchen im Juni 2025.

ENGLAND

KURZEINFÜHRUNG IN DIE MONARCHIE

Die britische Monarchie reicht zurück in die Zeit der angelsächsischen Könige auf der Insel Britannien, damals noch aufgeteilt in einen Flickenteppich kleiner Fürstentümer wie Northumbria, East Anglia oder Wessex.

Der Normannenfürst William, der 1066 England eroberte, schuf die Grundlage für die erste große Herrscher-Dynastie, die Plantagenets. Diese Monarchen trieben über 300 Jahre die Umwandlung Englands von einer Ansammlung feudaler Territorien in eine zentralisierte Monarchie konsequent voran.

Unter ihrer Herrschaft wurden bedeutende Rechtsreformen verwirklicht, repräsentative Institutionen geschaffen und militärische Kampagnen durchgeführt, welche die Fürstentümer schließlich zu einer Nation vereinten. Zu den berühmtesten ihrer Herrscher zählen Gründer Henry II., Kreuzritter Richard Löwenherz, Magna-Charta-Unterzeichner John Ohneland und der letzte der Dynastie, Richard III.

Richard III. galt dank der wenig schmeichelhaften Darstellung im gleichnamigen Shakespeare-Drama als Erz-Bösewicht, der seine erbberechtigten Neffen, die „Prinzen im Tower“, angeblich (bis heute wissenschaftlich unbewiesen) ermorden ließ, um die Krone an sich zu reißen. Nach kaum zwei Jahren Regierungszeit verlor er allerdings in der Schlacht von Bosworth 1485 gegen Henry Tudor den Kampf um die Herrschaft und sein Leben.

Funfact: Richards Gebeine gingen in den Kriegswirren verloren und blieben mehrere hundert Jahre verschollen – bis ein Historikerteam sie 2012 tief unter dem Asphalt eines öffentlichen Parkplatzes in Leicester fand. Richard III. wird wohl der einzige mittelalterliche Herrscher bleiben, der erst im 21. Jahrhundert sein Staatsbegräbnis bekam.

Es waren Henry VII. Tudor und seine Erben, die der Monarchie im 16. Jahrhundert eine nie dagewesene höfische Prägung und enorme Macht verliehen. Henry VIII., bekannt für seine sechs Ehefrauen, von denen er gleich zwei im Tower hinrichten ließ, spaltete die Kirche Englands vom Papst in Rom ab. Denn dieser verweigerte ihm die Scheidung von seiner ersten Ehefrau Katharina von Aragon (übrigens eine Tochter von Ferdinand und Isabella, siehe Kapitel Spanien). So genehmigte Henry als neues Oberhaupt der englischen Staatskirche seine eigene Scheidung und schickte die Ex-Frau sowie die gemeinsame Tochter Mary in die Verbannung. Quasi im Nebeneffekt etablierte der König die Monarchie damit auch als geistliche Macht und eignete sich zugleich das Vermögen der aufgelösten katholischen Klöster auf der Insel an.

Scheidungsgrund Anne Boleyn konnte ihm ebenfalls keinen ersehnten männlichen Thronfolger gebären, sondern schenkte ihm eine weitere Tochter, Elizabeth. Nach gut drei Jahren Ehe wurde Anne durch ihre Hofdame Jane Seymour ersetzt, die tatsächlich einen Sohn bekam und kurz nach der Geburt starb. Henry VIII. heiratete danach noch dreimal, zeugte jedoch keine weiteren Kinder. Daher folgte ihm 1547 sein einziger Sohn Edward VI. mit nur neun Jahren auf den Thron, unterstützt von einem Onkel mütterlicherseits als Regent. Der junge König war allerdings gesundheitlich schwach und verstarb sechs Jahre später in einem besonders feuchtkalten englischen Winter an Tuberkulose.

Es folgte, was Henry sich nie hatte vorstellen mögen: Seine Töchter kamen nacheinander an die Macht. Mary I. ist als „Bloody Mary“ in die Geschichte eingegangen, weil sie in den fünf Jahren ihrer Herrschaft mit hohem Blutzoll versuchte, das Reich zu rekatholisieren. Dann folgte Elizabeth I., die sich als eine ebenso langlebige wie bedeutende Monarchin erwies.

Die ein Leben lang aus politischem Kalkül unverheiratet gebliebene Ausnahmeherrscherin stilisierte sich selbst als „Virgin Queen“, obwohl ihr so einige Liebhaber nachgesagt wurden. Der für die Zeit erstaunlich moderne Gedanke dahinter: Sie wollte sich keinem Ehemann unterwerfen und so Macht abgeben müssen. Zudem machte sie sich mit ihrem zunehmend akribisch durchgeplanten Signature-Styling – bleiweiße Schminke, edelsteinbesetzte Perücken und schwere Brokatgewänder – zur nationalen Ikone zwischen starker Herrscherin und unangreifbarer heilige Jungfrau.

Tudor-Patriarch mit Thronfolgern: Heinrich VIII. mit Mary I. (links vom Thron, mit Ehemann Felipe II. von Spanien), und rechts dem einzigen Sohn Edward VI. sowie Elizabeth I.

Hinter dem überreich geschmückten Äußeren verbarg sich eine hochintelligente, äußerst gebildete Frau mit hervorragenden politischen Instinkten. So gelang es ihr, England in den 45 Jahren ihrer Regentschaft in eine Phase des kulturellen und politischen Wohlstands sowie zum Aufstieg zur Weltmacht zu führen – spätestens mit dem Sieg Sir Francis Drakes über die spanische Armada 1588. Mit dem Tod der kinderlosen Elizabeth 1603 endete das Haus Tudor und das sogenannte „Goldene Zeitalter“.

Ihr Neffe James Stuart, Sohn von Schottenkönigin Mary, erbte eine Krone, die unter ihm und seinen Nachfolgern zunehmend von innenpolitischen Konflikten bedroht war. Es folgte eine Phase der Revolution und des Bürgerkriegs, das puritanisch-parlamentarische Protektorat unter Oliver Cromwell und schließlich 1660 die Restitution der Monarchie mit der Rückkehr des lebenslustigen „Merry Monarch“ Charles II. Er liebte Hofbälle und Frauen, blieb aber trotz zahlreicher illegitimer Kinder ohne legitimen Thronerben.

Letzte Ehre für die Queen: Am Staatsbegräbnis für Elizabeth II. im September 2022 in der Westminster Abbey nahmen nicht nur ihre Familie sondern Monarchen und Staatsoberhäupter aus aller Welt teil.

Nachdem auch Charles’ Nachfolgerin und Nichte, Königin Anne, 1714 ohne lebende Nachkommen gestorben war, ging die britische Krone an den nächsten protestantischen Verwandten des Hauses Stuart: den Kurfürsten von Hannover. Beginnend mit George I. wurden das Fürstentum Hannover und das Königreich Großbritannien fortan in Personalunion regiert – bis zur Thronbesteigung Königin Victorias 1837. Da sie als Frau gemäß den Erbgesetzen von Hannover dort nicht regieren konnte, übernahm ein deutscher Verwandter das kleine Königreich, während in Großbritannien das viktorianische Zeitalter begann.

Im 19. Jahrhundert wurde die britische Monarchie zum Symbol eines immer weiter expandierenden Empire, das zur führenden Kolonialmacht in Amerika und Indien aufstieg. In seiner Hochphase umspannte es bis zu 25 Prozent der Erdoberfläche. Wie einst das spanische Kolonialreich, galt nun das Britische Empire als eines, in dem die Sonne nie untergeht. Königin Victoria, seit 1876 auch Kaiserin von Indien, wurde zur Leitfigur dieses Weltreichs. Doch die industrielle Revolution und die damit verbundenen sozialen Umwälzungen lösten politische und gesellschaftliche Prozesse aus, welche die Rolle der Monarchie grundlegend veränderten: Die politische Macht der Krone schwand, während das Prestige der Nation nach außen enorm anstieg. Ab Beginn des 20. Jahrhunderts hat das Königshauses zunehmend repräsentative Funktion.

Der Tod der alten Königin 1901 markierte das Ende einer Ära und einen tiefen Einschnitt für Großbritannien und seine herrschende Klasse. Der Erste Weltkrieg brachte der britischen Monarchie – anders als vielen anderen europäischen Dynastien – zwar nicht das Ende, doch König George V., seit 1910 auf dem Thron, war sich der Gefahr bewusst. 1917 verweigerte er aus Angst vor Protesten seinem Cousin Zar Nikolaus II. das angebotene Asyl, was zur Ermordung der Zarenfamilie führte.

Eine kluge Entscheidung Georges war es, während des Kriegs die seit 1701 deutschstämmige Dynastie offiziell in „Haus Windsor“ umzubenennen – eine Reaktion auf die antideutsche Stimmung der Zeit. Die nun anglifizierte erste Familie des Landes wurde so zum Symbol nationaler Einheit und Stabilität in einer Epoche der Krisen.

Die Herausforderungen blieben: Der Abdankungsskandal um Edward VIII., der 1936 aus Liebe zur zweimal geschiedenen Amerikanerin Wallis Simpson auf den Thron verzichtete, erschütterte das Königshaus. Edwards Bruder George VI. übernahm unvorbereitet und führte das Land mit Mut durch den Zweiten Weltkrieg – unterstützt von seiner Ehefrau, der später verehrten „Queen Mum“.

Mit deren Tochter Elizabeth II., die 1952 als junge Königin den Thron bestieg, begann eine Ära beispielloser Stabilität. Ihre Regentschaft überspannte sieben Jahrzehnte und begleitete Großbritannien vom Empire in das moderne Commonwealth. Ihre unerschütterliche Neutralität und ihr Pflichtbewusstsein machten sie zur weltweit bekanntesten Monarchin ihrer Zeit.

Doch auch ihre Regierungszeit war nicht frei von Krisen: vom Rosenkrieg mit Prinzessin Diana über Skandale um Prinz Andrew bis zum „Megxit“ samt Enthüllungen von Prinz Harry und Meghan. Immer wieder musste die Monarchie ihre Resilienz beweisen.

Ein wunder Punkt sind zudem die Finanzen: Einerseits erhält die Familie über den Sovereign Grant eine Zahlung in zweistelliger Millionenhöhe aus Steuergeldern, andererseits beläuft sich das Privatvermögen des Monarchen laut Expertenschätzungen auf mindestens zwei Milliarden Euro. Forderungen nach Transparenz und Veröffentlichung der königlichen Testamente werden lauter.

Mit dem Thronwechsel 2022 nahm Charles III. eine herausfordernde Aufgabe an: die Balance zwischen Tradition und Erneuerung. Der einst für seine Umweltinitiativen belächelte Charles hat sich mit vielen seiner Themen als seiner Zeit voraus erwiesen und plant eine schlankere, nachhaltigere Monarchie.

Königsgemahlin Camilla, einst umstritten, hat sich zu einer wichtigen Stütze entwickelt. Auf Staatsbesuchen und bei den Briten genießt sie heute großen Respekt.

Doch der Fokus liegt längst auf der nächsten Generation: William und Catherine, dem beliebte Prinzenpaar von Wales, und ihren drei Kinder George, Charlotte und Louis. Mit ihrer modernen Erziehung und engagierten sozialen Projekten verkörpern sie die Hoffnung auf ein zukunftsfähiges Königshaus.

Trotz aller Bemühungen bleibt die Monarchie umstritten. Privilegien, koloniale Altlasten, Kosten und ihre Rolle in einer multikulturellen Gesellschaft werden zunehmend diskutiert. Doch gerade ihre Kontinuität und Symbolkraft geben vielen Menschen Halt – besonders in unsicheren Zeiten.

Das Königspaar bezieht Thronfolger Prinz William und Frau Kate bereits in viele Repräsentationspflichten mit ein, wie hier in Edinburgh 2023.

UK ENGLAND TIPPS

Mutter aller Paläste: Seit Königin Victorias Zeiten ist der Buckingham Palace im Herzen Londons die Haupt-Residenz der britischen Monarchen und mit seinen fast 800 Räumen die größte noch bewohnte in Europa – und weltweit wohl die bekannteste.

BUCKINGHAM PALACE

Wer kennt sie nicht, die wichtigste Residenz der britischen Monarchen und das Hauptquartier der Familienfirma Windsor? Legendär ist der Anblick der führenden Royals, wie sie bei Krönungen, Jubiläen oder Geburtstagsparaden auf dem Balkon stehen und der jubelnden Menge zuwinken. Im frühen 18. Jahrhundert für den Herzog von Buckingham erbaut, erwarb George III. das Herrenhaus später als private Residenz für seine wachsende Familie und ließ es erweitern. Erst Königin Victoria machte den Palast 1837 zu ihrer offiziellen Hauptresidenz. In ihrer Regierungszeit wurde der zunächst zur Promenade The Mall hin offene, dreiflügelige Palast um die Ostfassade ergänzt. Mit seinen 775 Räumen ist er bis heute der größte noch bewohnte Monarchen-Palast Europas. Nach einer umfangreichen Renovierung im Belle Époque-Stil unter Edward VII. ist die Inneneinrichtung heute von viel Stuck und Blattgold geprägt. Seit der Palast 1992 erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, können Besucherinnen und Besucher viele der Salons sowie den Thron- und den Ballsaal besichtigen. Neu hinzugekommen sind Räume im Ostflügel, darunter der zentrale Chinesische Salon, von dem aus die Royals auf den berühmten Balkon treten – ein absolutes Must-See für Royal-Fans!

Kontaktinfo:

Buckingham Palace, London SW1A 1AA,T.: +44 30 31 23 73 24

Öffnungszeiten: 10. Juli bis 31. August 09:30 bis 19:30 Uhr, 01. bis 28. September 09:30 bis 18:30 Uhr

rct.uk/visit/buckingham-palace

KÖNIGLICHE STALLUNGEN/ROYAL MEWS

Die Mitarbeiter der Royal Mews sind für alle Reisen der königlichen Familie auf der Straße zuständig – von Kutsche bis Auto, von Livree bis Pferdegeschirr. In den Stallungen der Palastgärten steht neben prächtig gepflegten Rössern auch die berühmte, mit 22-karätigem Gold überzogene Staatskarosse von 1762 – eingesetzt bei der Krönung Elizabeths II. 1953, ihrem Platinjubiläum 2022 und der Krönung Charles’ III. 2023.

Kontaktinfo:

Royal Mews/Buckingham Palace Road, London SW1W 1QH,T.: +44 30 31 23 73 24

Öffnungszeiten: Staatsapartments: meist März bis November täglich 10:00 bis 17:00 Uhr

rct.uk/visit/the-royal-mews-buckingham-palace

KING’S GALLERY/BUCKINGHAM PALACE

Auf dieser Ausstellungsfläche im Südflügel des Palastes werden in wechselnden Ausstellungen besondere Werke aus der königlichen Kunstsammlung gezeigt. Achtung: In vielen Reiseführern heißt der Ort noch „The Queen’s Gallery“, der Name bis zum Tod von Elizabeth II. – wie die britische Nationalhymne änderte er sich im September 2022.

Kontaktinfo:

Buckingham Palace Road, London, GB SW1A 1AA,T.: +44 30 31 23 73 01

Öffnungszeiten: September bis Juni Donnerstag bis Montag 10:00 bis 17:30 Uhr, Juli/August täglich 10:00 bis 17:30 Uhr

rct.uk/visit/the-kings-gallery-buckingham-palace

ST. JAMES PALACE

Die alte Residenz der Tudor-Herrscher mitten in London, die auf dem Papier immer noch der offizielle Sitz der britischen Monarchie in London ist – Botschafter aus anderen Staaten werden nach wie vor am „Hof von St. James“ akkreditiert – war lange Zeit nicht für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Dank König Charles, der seit seiner Thronbesteigung mehr Zugänglichkeit verordnet hat und bereits 2024 mehrere Räume im Buckingham Palace und erstmals das Erdgeschoss von Balmoral öffnete (siehe Schottland-Kapitel), können Interessierte nun auch einen Blick in jene Räume werfen, in denen Charles am 10. September 2022 – nach legendärem Kampf mit seinem Füllfederhalter – seine Ernennungsurkunde unterschrieb. Auch in diesem Gebäudekomplex befindet sich übrigens die Chapel Royal, in der einst Diana, Prinzessin von Wales, aufgebahrt lag und seine Enkel, die Prinzen George und Louis von Wales, getauft wurden.

Kontaktinfo:

St. James Palast, Marlborough Road, London SW1A 1BQ,T.: +44 20 79 30 48 32

Sonderöffnungszeiten und Online-Tickets über die Website

rct.uk/visit/st-jamess-palace

CLARENCE HOUSE

Die private Londoner Residenz von König Charles und Gemahlin Camilla liegt nur wenige Gehminuten die Mall hinunter vom Buckingham Palast entfernt auf dem Gelände des St. James Palastes, erbaut um 1825 für den Herzog von Clarence, einen Sohn George III. und späteren William IV. Die vom berühmten georgianischen Architekten John Nash gestaltete königliche Residenz von der Größe eines aristokratischen Stadthauses war jahrzehntelang vor allem bekannt als das Hauptstadt-Heim von Queen Mum Elizabeth. Nach ihrem Tod 2002 zog ihr Lieblingsenkel Charles, damals noch als Prinz von Wales ein und bald auch seine inoffizielle Partnerin, Camilla Parker Bowles. Seit ihrer Hochzeit 2005 lebt das Königspaar dort offiziell und fühlt sich angeblich so wohl, dass es nicht plant, jemals in den „BP“ die Straße hoch zu ziehen – auch nicht, wenn die Renovierung 2027 abgeschlossen ist. Meist können die fünf Räume im Erdgeschoss während einiger Wochen im August oder September besichtigigt werden, während der hohe Hausherr zum Sommerurlaub in Schottland weilt. Sonst ist die Residenz für Besucherinnen und Besucher nicht zugänglich.

Kontaktinfo:

Clarence House, The Mall, London SW1A 1BA,T.: +44 20 89 95 05 08

Öffnungszeiten: besondere Regelung im August/September, Details siehe Website

rct.uk/visit/clarence-house

2012 pflanzte der Dalei Lama bei einem England-Besuch einen Baum im Garten seines Brieffreundes Charles

KENSINGTON PALACE

Zeitweise etwas herablassend als „Aunts Heap“ (sinngemäß Auffangstation für alte Tanten) geschmäht, weil früher auf dem weitläufigen Gelände viele unverheiratete oder verwitwete weibliche Mitglieder der Königsfamilie in kostenfreien Grace-and-Favour-Apartments untergebracht wurden, erlangte diese königliche Residenz im 20. Jahrhundert erstmals in den 60er-Jahren wieder etwas Glamour. Da zog Prinzessin Margaret, die Schwester der verstorbenen Queen, mit ihrem Ehemann Tony Armstrong-Jones ein. Der war ein bekannter Society-Fotograf und beide feierten wilde Partys mit den Promis aus der Film- und Musikwelt der Swinging Sixties in ihrem großzügigen Apartment 1A. Heute wohnen dort, nach einer umfassenden Modernisierung, der Prinz und die Prinzessin von Wales, wenn sie in London sind. Prinz William verbindet viele Kindheitserinnerungen mit dem Palast – etwa Spaziergänge zur McDonald’s-Filiale in der Kensington High Street mit Mutter Diana und Bruder Harry. In dem für die Öffentlichkeit zugänglichen Teil des „KP“ gibt es sehenswerte Ausstellungen zur Geschichte der Windsors, über Königin Victorias Kindheit oder Abendroben der königlichen Damen zu sehen, von der verstorbenen Queen oder Prinzessin Diana. Im „Sunken Garden“ im Park befindet sich das Diana-Denkmal, hier verkündeten Prinz Harry und seine Braut Meghan Markle 2017 ihre Verlobung.

Kontaktinfo:

Kensington Palast, Kensington Gardens, London W8 4PX,T.: +44 33 33 20 60 00

Öffnungszeiten: 01. März bis 25. Oktober von 10:00 bis 18:00 Uhr, 26. Oktober bis 28. Februar 10:00 bis 16:00 Uhr Online-Tickets erhältlich

hrp.org.uk/kensington-palace

TOWER OF LONDON

Londons einzige mittelalterliche Festung ist heutzutage vor allem wegen ihrer düsteren Kerker und dem Richtplatz bekannt, auf dem einst zahlreiche, sogar gekrönte Häupter rollten. Ursprünglich ließ Eroberer-König William den Tower im 11. Jahrhundert als befestigte Residenz errichten – als Schutz vor den ihm feindlich gesinnten, noch angelsächsischen Bürgern Londons. Bis ins frühe 17. Jahrhundert nutzten alle englischen Könige den Tower immer wieder zeitweilig zum Aufenthalt, wie andere Residenzen auch. Die Staatsgemächer im Inneren waren genauso prächtig ausgestattet wie in Windsor Castle. Es war sogar Tradition, dass frisch gekrönte Könige und Königinnen hier die Nacht vor ihrer Krönung verbrachten. Inzwischen ruhen hinter seinen dicken Mauern seit über 300 Jahren nur noch die Kronjuwelen der britischen Monarchie und können auch besichtigt werden - außer, wenn gerade eine Krönung oder die Parlamentseröffnung ansteht. Dann fehlt regelmäßig mindestens eine juwelenbesetzte Krone – die „Imperial State Crown“. Ein Schild im Schaukasten verkündet dann lapidar: „currently in use“ (zurzeit in Gebrauch).

Kontaktinfo:

Tower of London, London, EC3N 4AB

Öffnungszeiten: März bis Oktober Dienstag bis Samstag 09:00 bis 17:30 Uhr, Sonntag/Montag 10:00 bis 17:30 Uhr, November bis Februar bis 16:30 Uhr

Online-Tickets erhältlich ab 35,80 GBP/Kinder ab 5 Jahren ab 17,90 GBP

hrp.org.uk/tower-of-london

Nach der Revolution von 1649 wurden die mittelalterlichen Kronjuwelen eingeschmolzen; der heutige Kronschatz stammen weitgehend aus der Zeit nach der Restauration1660.

PALAST VON WESTMINSTER

Im Mittelalter war der Palast von Westminster die Hauptresidenz der englischen Könige für Regierungs- und Wohnzwecke, und das bereits seit der Zeit Wilhelms des Eroberers im 11. Jahrhundert. Seit 1295 fanden in den Privatgemächern von Edward I. die ersten parlamentarischen Sitzungen statt – eine Funktion, die das Gebäude bis heute erfüllt. Nur wohnen britische Monarchen hier schon lange nicht mehr: Ein verheerendes Feuer im Jahr 1834 zerstörte den alten Palast fast vollständig. Die ältesten erhaltenen Teile sind die Westminster Hall aus dem Jahr 1097, in der 2022 Königin Elizabeth II. aufgebahrt lag, und der Jewel Tower, erbaut um 1365.

Ein weltbekanntes Wahrzeichen ist der Uhrenturm „Big Ben“ mit seinem unverkennbaren, melodischen Glockenschlag. Gemeinsam mit der angrenzenden Westminster Abbey und der St. Margaret’s Church bildet das Ensemble heute ein UNESCO-Weltkulturerbe. Funfact: Der heutige Bau im neugotischen Stil, errichtet in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, stammt vom selben Architekten, Charles Barry, der auch das aus der TV-Serie „Downton Abbey“ bekannte Highclere Castle entwarf. Tipp für Besucherinnen und Besucher: Geführte 90-minütige Touren durch das geschichtsträchtige Regierungsgebäude, einschließlich der Sitzungssäle des britischen Parlaments (House of Commons) und des Oberhauses (House of Lords), wo die feierliche Parlamentseröffnung in Anwesenheit des Monarchen stattfindet, sind über die offizielle Website buchbar.

Kontaktinfo:

Palace of Westminster, Cromwell Green, London SW1A 0AA Touren Dienstag bis Samstag, in der Sitzungsperiode nur am Samstag Online-Tickets verfügbar

tickets.parliament.uk

Die Totenwache am Sarg eines verstorbenen Monarchen in der Westminster Hall hat eine lange Tradition.

WESTMINSTER ABBEY

Seit 1066 wurden hier alle englischen und später britischen Herrscher gekrönt, die bedeutendsten königlichen Hochzeiten (mit Ausnahme der beiden Eheschließungen von Charles III.) gefeiert. Unter den alten Marmorfliesen ruhen zahlreiche Herrscher, Helden und Dichter – ein Brennpunkt britischer Geschichte. Zuletzt besonders im Fokus: Im Zusammenhang mit dem Staatsbegräbnis von Elizabeth II. und der kurz darauf folgenden Krönung ihres Nachfolgers Köing Charles III. blickten Milliarden Menschen weltweit auf diesen imposanten gotischen Sakralbau – die bescheiden als „Abtei“ bezeichnete Haus- und Hofkirche der britischen Monarchie. Ihr oberster Geistlicher, der Dekan von Westminster, wird direkt vom britischen Monarchen berufen. Funfact: Die Abtei ist ein sogenanntes „Royal Peculiar“ – ein der anglikanischen Staatskirche zugehöriges Gotteshaus, das nicht der örtlichen Diözese untersteht, sondern direkt dem britischen Monarchen. Also unbedingt ansehen – aber Achtung: Der Eintritt ist kostenpflichtig und eine Online-Buchung mit festem Zeitfenster wird empfohlen (30 GBP, Kinder ab 6 Jahren 13 GBP)!

Kontaktinfo:

Westminster Abbey, 20 Dean’s Yard, London SW1P 3PA,T.: +44 20 72 22 51 52

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 09:30 bis 15:30 Uhr, Samstag 09:00 bis 15:00 Uhr, sonntags nur für Gottesdienstbesucher geöffnet Online-Tickets verfügbar

westminster-abbey.org

ST. PAUL’S CATHEDRAL

Für „normale“ Besucherinnen und Besucher ist die St. Paul’s Cathedral im Herzen der Londoner City vor allem die von Architekt Sir Christopher Wren zwischen 1668 und 1711 nach dem Großen Feuer neu errichtete größte Kirche der Hauptstadt – mit einer 111 Meter hohen Kuppel, die an den Petersdom in Rom erinnert. Für Royal-Fans jedoch ist dies der historische Ort, an dem am 29. Juli 1981 der damalige Thronfolger Prinz Charles die junge Lady Diana Spencer heiratete – eine von 750 Millionen Fernsehzuschauerinnen und -zuschauern in 74 Ländern weltweit verfolgte Traumhochzeit, der eine unglückliche Ehe folgte. Seit dem diamantenen Thronjubiläum von Königin Victoria im Jahr 1897 wurden hier zahlreiche königliche Anlässe mit Gedenkgottesdiensten gefeiert. Seit 1981 wird bei den Windsors jedoch wieder ausschließlich in der Westminster Abbey oder der St. George’s Chapel in Windsor Castle geheiratet.

Kontaktinfo:

St. Paul’s Cathedral, St Paul’s Churchyard, London EC4M 8AD,T.: +44 20 72 46 83 50

Öffnungszeiten: Montag/Dienstag und Donnerstag bis Samstag 08:30 bis 16:30 Uhr, Mittwoch 10:00 bis 16:30 Uhr Online-Tickets erhältlich für 26 GBP/Kinder ab 6 Jahren 10 GBP

stpauls.co.uk

NATIONAL PORTRAIT GALLERY

Die National Portrait Gallery beherbergt eine Sammlung von fast 200.000 Porträts historisch bedeutender britischer Persönlichkeiten – darunter zahlreiche Werke mit Bezug zu früheren und aktuellen Monarchen sowie Mitgliedern des Königshauses. Als sie 1856 eröffnet wurde, war sie vermutlich das erste nationale öffentliche Museum weltweit, das sich ausschließlich der Kunstform Porträt widmete. Von der verstorbenen Queen befinden sich stolze 974 Porträts im Bestand. Auch von Catherine, der Ehefrau des aktuellen Thronfolgers William, gibt es bereits 19 Abbildungen – sowohl Gemälde als auch Fotografien. Das liegt auch daran, dass sie – selbst eine begeisterte Hobbyfotografin – seit 2012 Schirmherrin der ehrwürdigen Institution am St. Martin’s Place, gleich um die Ecke vom Trafalgar Square, ist.

Kontaktinfo:

National Portrait Gallery, St Martin’s Place, London WC2H 0HE,T.: +44 20 73 06 00 55

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 10:30 bis 18:00 Uhr, Freitag und Samstag 10:30 bis 21:00 Uhr Eintritt frei, Vorausbuchung eines Zeit-Tickets wird empfohlen

npg.org.uk

ROYAL OPERA HOUSE COVENT GARDEN

Das Royal Opera House ist das dritte Theater an diesem Standort in Covent Garden und war seit seiner Eröffnung 1732 zunächst rund 100 Jahre lang vor allem ein Schauspielhaus. Ein von Charles II. erteiltes Patent gewährte Covent Garden und dem Drury Lane Theatre nahezu das exklusive Recht, in der Hauptstadt Sprechtheater und Pantomimen aufzuführen. Die ersten bedeutenden Musikwerke, die in Covent Garden aufgeführt wurden, waren Opern von Georg Friedrich Händel. Von 1735 bis zu seinem Tod 1759 wurden dort regelmäßig zahlreiche seiner Opern und Oratorien aufgeführt – einige davon komponierte er eigens als Hofkomponist für dieses Haus. Das ursprüngliche Gebäude fiel 1808 einem Brand zum Opfer, noch im selben Jahr legte der damalige Prinz von Wales, der spätere George IV., den Grundstein für einen Neubau, der im Herbst 1809 eröffnet wurde. Im 19. Jahrhundert war der Geschmack des Publikums eben so vielfältig wie der Spielplan. Oper und Ballett gehörten ebenso zum Programm wie Shakespeare-Stücke und sogar Varieté-Abende. Erst 1892 – nach einem erneuten Brandunfall und Wiederaufbau 1856 – wurde der Standort zum klassischen Opernhaus mit eigenem Ballettensemble. Bis heute steht das Royal Opera House unter kontinuierlicher königlicher Protektion: Charles III. ist ein großer Opernfan und nutzt die königliche Loge regelmäßig für offizielle und private Aufführungsbesuche.

Kontaktinfo:

Royal Opera House Covent Garden, Bow Street, London WC2E 9DD,T.: +44 20 73 04 40 00Online-Tickets verfügbar

rbo.org.uk

ROYAL ALBERT HALL

Im Mai 1867 legte Königin Victoria den Grundstein für diese berühmteste Londoner Konzerthalle. Die Zeremonie war einer ihrer nur noch seltenen öffentlichen Auftritte seit dem Tod ihres geliebten Prinzgemahls Albert sechs Jahre zuvor. Aus diesem Anlass verkündete die trauernde königliche Witwe, dass das Gebäude zum Andenken an ihren Mann „Royal Albert Hall of Arts and Sciences“ heißen solle – das Namensanhängsel mit den Künsten und Wissenschaften wird jedoch bis heute meist weggelassen. Die Eröffnung der Konzerthalle fand 1871 statt, während das fast sechs Meter hohe Albert Memorial gegenüber, ein Denkmal zu Ehren des Prinzgemahls, erst 1876 vollendet wurde. In der Royal Albert Hall finden das ganze Jahr über verschiedene Arten von Großveranstaltungen statt – von Symphonie- und Popkonzerten über Boxkämpfe bis hin zu Unterhaltungsshows. Besonders bekannt ist die sommerliche Promenadenkonzertreihe. Diese endet jedes Jahr im September mit der berühmten, patriotisch gefeierten „Last Night of the Proms“, bei der Hymnen und Union Jack-Fähnchen zum Pflichtprogramm gehören – eine Veranstaltung, die weltweit im Radio und Fernsehen übertragen wird. Zudem finden dort jedes Jahr im November die wohltätige Royal Variety Performance zugunsten notleidender Künstlerinnen und Künstler sowie das feierliche Festival of Remembrance der Britischen Veteranenorganisation statt – beides traditionell unter Teilnahme mehrerer führender Mitglieder des Königshauses.

Kontaktinfo:

Royal Albert Hall, Kensington Gore, London SW7 2AP,T.: +44 20 75 89 82 12Online-Tickets verfügbar

royalalberthall.com

THE GORING HOTEL

Einmal im selben Bett schlafen wie einst Kate Middleton, jetzt Prinzessin von Wales – dieser Traum kann im Goring Hotel wahr werden, in der „Royal Suite“. Denn in dem inhabergeführten Boutique-Hotel, das sich bereits in dritter Generation im Besitz der Familie befindet, verbrachte Prinz Williams Braut im April 2011 ihre letzte Nacht vor der Märchenhochzeit. Ihre wohlhabenden Eltern mieteten aus diesem besonderen Anlass kurzerhand das gesamte 69-Zimmer-Haus, das nur einen Steinwurf vom Buckingham-Palast entfernt liegt, für Familie und Freunde. Das edel-plüschige, herrlich britische Interieur und der exzellente Service wurden seit der Gründung durch den Deutschen Otto Goring im Jahr 1910 von sämtlichen britischen Monarchen geschätzt. Die verstorbene Queen lud hier regelmäßig ihr Personal zur Weihnachtsfeier ein. Teesalon, Restaurant und Bar stehen – mit rechtzeitiger Reservierung – auch Nicht-Hausgästen offen.

Geheimtipp: An einem warmen Sommerabendnach dem Besuch des Palasts oder der benachbarten King’s Gallery in der perfekt gepflegten, friedlichen Garten-Oase mitten in London einen Drink genießen. In kühlen Monaten lässt man sich am besten vor dem Kamin des eleganten Salons mit dem klassischen englischen High Tea verwöhnen, einem der besten (aber nicht teuersten!) in London. Kein Wunder, dass das Goring als einziges Hotel überhaupt das Wappen eines Königlichen Hoflieferanten an seinem Portal zeigen darf.

Kontaktinfo:

The Goring Hotel, 15 Beeston Place, London SW1W 0JW,T.: +44 20 73 96 90 00EZ/DZ ab 463/591 GBP pro Nacht

thegoring.com

Das Goring war das erste Hotel weltweit mit eigenem Badezimmer und Zentralheizung in jedem Zimmer.

THE RITZ HOTEL LONDON

Als das Ritz 1906 erstmals seine Tore öffnete, galt es als eines der größten und renommiertesten Hotels der Welt. Der berühmte Hotelier César Ritz konzipierte es mit dem Anspruch, das luxuriösesten Hotel des Landes für prominente Gäste zu sein. Daher wurden keine Kosten für die opulente Innenausstattung sogar mit Antiquitäten gescheut. In den Anfangsjahren stand das Hotel unter der Schirmherrschaft des damaligen Prinzen von Wales, des späteren Edward VII. Er war bereits ein treuer Gast von César Ritz in Paris und soll gesagt haben: „Wo Monsieur Ritz hingeht, gehe ich auch hin, er ist der König der Hoteliers und Hotelier der Könige.“ Wahrhaft royale Geschichte wurde hier 1999 geschrieben: Damals besuchten ein anderer Prinz von Wales, Charles, und seine inoffizielle Lebensgefährtin Mrs. Parker Bowles die Feier zum 50. Geburtstag von Camillas Schwester. Beim Verlassen der Party ließ sich das Paar auf den Stufen des Hoteleingangs zum allerersten Mal bewusst gemeinsam fotografieren. Als König erneuerte Charles den Hoflieferantenstatus des Ritz für „Banqueting and Catering Services“. Auch hier ist – neben dem berühmten, allerdings hochpreisigen Sternerestaurant – der klassische High Tea wärmstens zu empfehlen. Doch Vorsicht, hier herrscht ein strenger Dresscode: Jackett-Pflicht für Herren, keine Jeans, keine Sneakers!

Kontaktinfo:

The Ritz Hotel, 150 Piccadilly, London W1J 9BR,T.: +44 20 74 93 81 81EZ/DZ ab 725 GBP pro Nacht

theritzlondon.com

Die Royal Suite des Hauses ist 160 qm groß und bietet einen eigenen Butler-Service.

RESTAURANT BELLAMY’S

Das Bellamy’s liegt versteckt in einer diskreten kleinen Seitenstraße im noblen Mayfair, nahe dem Berkeley Square, und galt als eines der Lieblingsrestaurants der verstorbenen Königin Elizabeth II. für private Anlässe. Auch König Charles kehrt bis heute alle paar Monate gerne ein, um eine perfekt zubereitete Dover-Seezunge zu genießen. In der eleganten Brasserie mit klassisch französisch-belgischer Speisekarte herrscht eine gelungene Mischung aus urbritischer Clubatmosphäre und frankophilem Esprit – dank des langjährigen Managers, der halb Franzose und halb Brite ist. Ein elegantentspannter Ort mit tadellosem Service, unaufdringlichem Charme und exzellentem kulinarischen Ruf. Und wer abends nach dem Shopping nur auf ein Stündchen zum Cocktail an der Bar vorbeischauen möchte, ist ebenfalls herzlich willkommen. Gut zu wissen: Das Preisniveau ist gehoben, aber nicht überzogen. Wechselnde 2- oder 3-Gänge-Tagesmenüs gibt es ab 32 GBP, und die gut sortierte Weinkarte führt ausschließlich französische Tropfen.

Kontaktinfo:

Restaurant Bellamy’s, 18 Bruton Place, London W1J 6LY,T.: +44 20 74 91 27 27

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 12:00 bis 14:15 Uhr und 19:00 bis 22:15 Uhr, am Wochenende geschlossen

bellamysrestaurant.co.uk

RESTAURANT BLUEBIRD

Das Bluebird ist bekannt als Anlaufpunkt für Schauspielerinnen und Schauspieler der beliebten britischen Reality-TV-Show „Made in Chelsea“. Es gilt außerdem als das Lieblingsrestaurant der Prinzessin von Wales in London – noch aus der Zeit vor ihrer Einheirat in die königliche Familie, als sie mit Schwester Pippa um die Ecke in der Old Church Street eine Wohnung teilte. Die Middleton-Mädchen wurden damals beim Lunch auf der Terrasse des umtriebigen Lokals an der King’s Road häufig von Paparazzi fotografiert. Das Restaurant im Obergeschoss serviert Austern, Oscietra-Kaviar und ganze Hummer, während das etwas preiswertere Bistro im Erdgeschoss eher zu einem entspannten Wochenend-Brunch einlädt.

Ein Plus für Sportfans: Während der Wimbledon-Saison werden im Lokal große Bildschirme aufgestellt, auf denen man die Tennismatches verfolgen kann – sicher ein Grund für Wimbledon-Schirmherrin Kate, weiterhin gerne hierherzukommen.

Kontaktinfo:

Restaurant Bluebird Chelsea, 350 King’s Road, London SW3 5UU,T.: +44 20 75 59 10 00

Öffnungszeiten: Montag 09:00 bis 23:00 Uhr, Dienstag bis Donnerstag 09:00 bis 00:00 Uhr, Samstag 09:00 bis 01:00 Uhr, Sonntag 09:00 bis 21:00 Uhr

bluebird-restaurant.co.uk

RESTAURANT QUAGLINO’S

Diese kulinarische Institution im Stadtteil St. James, gegründet 1929, zählt seit Langem zu den Lieblingsrestaurants der königlichen Familie in London. Es war sogar das erste Restaurant in der Hauptstadt, in dem die Königin 1956 nach ihrer Krönung mit Prinzgemahl Philip zu Gast war – das erste Mal, dass eine britische Monarchin in einem öffentlichen Restaurant speiste. Schwarz-Weiß-Fotos von Elizabeth II., wie sie in einer bodenlangen Robe nach dem Dinner auf die Straße tritt, erinnern an den Glamour, für den das Quaglino’s bis heute steht. Mehrere andere Mitglieder der königlichen Familie zählten zu den Stammgästen, darunter der Herzog von Sussex, bevor er mit Ehefrau Meghan nach Kalifornien zog. Harry soll in dem für seine ausgezeichneten Meeresfrüchte bekannten Restaurant am liebsten Austern geschlürft haben – besonders gern, wenn dazu Livemusik gespielt wurde (3-Gänge-Menüs ab 39 GBP).

Kontaktinfo:

Restaurant Quaglino’s, 16 Bury Street, London SW1Y 6AJ,T.: +44 20 79 30 67 67

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 17:30 bis 00:00 Uhr, Freitag 17:30 bis 01:00 Uhr, Samstag 12:00 bis 01:00 Uhr, Sonntag 12:00 bis 18:00 Uhr

quaglinos-restaurant.co.uk

THE HOLLYWOOD ARMS PUB

Dieses im Edel-Shabby-Chic-Stil eingerichtete Pub mitten in der Stadt war einst ein Lieblingslokal von Prinz Harry während seiner Zeit als Single. Angeblich wurde dort eigens für ihn ein „königlicher Seiteneingang“ eingerichtet, um ihm nach spätnächtlichen, bierseligen Besuchen einen diskreten Abgang zu ermöglichen. Heute trifft man hier eher die Prinzessin von Wales, die sich nach einem Shopping-Ausflug mit Freundinnen auf einen Kaffee oder einen schnellen Lunch verabredet. Hier muss Kate nicht befürchten, von aufdringlichen Fans fotografiert oder um ein Selfie gebeten zu werden, während sie aus der traditionellen Gastro-Pub-Speisekarte wählt. Dafür sorgen sowohl das diskrete Servicepersonal als auch loyale Stammgäste.

Kontaktinfo:

The Hollywood Arms Chelsea, 45 Hollywood Road, London SW10 9HX,T.: +44 20 30 40 71 91

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 11:00 bis 23:00 Uhr, Freitag und Samstag 11:00 Uhr bis 00:00 Uhr, Sonntag 12:00 Uhr bis 23:00 Uhr

hollywoodarmschelsea.com

Das heimelige Pub ist in einem historischen Gebäude von 1865 untergebracht.

THE PRINCESS ROYAL PUB

In einer ruhigen Seitenstraße im Trendviertel Notting Hill wird man im Princess Royal Pub mit Stil bedient und hervorragend verköstigt, denn es zählt zu den Gastro-Pubs, die auf einen renommierten Küchenchef setzen. Die Location stammt noch aus Viktorianischer Zeit, wurde jedoch 2022 nach einer umfassenden Renovierung neu eröffnet. Seitdem bietet es im ersten Stock auch vier reizend dekorierte Hotelzimmer, die passenderweise nach Mitgliedern der königlichen Familie benannt sind: Diana, Alexandra, Margaret und – nach dem Kosenamen der verstorbenen Königin – Lilibet. Schade nur, dass die allgemein sehr beliebte Princess Royal, Prinzessin Anne, dabei keine eigene Würdigung erhalten hat. Klassische Pub-Gemütlichkeit verbindet sich hier mit den Verlockungen einer mediterran inspirierten Speisekarte, einer gut sortierten Bar, einem charmanten Wintergarten sowie einer gepflegten Terrasse für sonnige Tage, ergänzt durch einen kleinen Innenhof und einen ummauerten Garten hinter dem Haus. Hier lässt sich gelegentlich Prinzessin Eugenie von York mit Familie oder Freunden blicken, denn ihr Londoner Wohnsitz befindet sich nur wenige Schritte entfernt auf dem Gelände des Kensington Palace.

Kontaktinfo:

The Princess Royal, 47 Hereford Road, Notting Hill, London W2 5AH,T.: +44 20 30 96 69 96

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 08:00 bis 23:30 Uhr, Sonntag 09:00 bis 22:00 Uhr

cubitthouse.co.uk/the-princess-royal-boutique-hotel-notting-hill

Zum Frühstück sind die „Eggs Princess“ mit gegrillter Pancetta und Parmesan-Hollandaise besonders zu empfehlen.

NACHTCLUB „LONDON B“

Anfang der 2000er Jahre gab es einen legendären Nachtclub, in dem sich Prinz Harry mit seiner Clique traf, um gemeinsam mit Promis wie Hugh Grant, Lady Gaga oder Cara Delevingne durch die Nächte zu feiern, während Prinz William seiner Studienfreundin Kate Middleton „Crackbaby“-Cocktails spendierte. Der legendäre Club „Boujis“ in Kensington, unweit des gleichnamigen Palasts, musste 2016 schließen. Doch seit 2023 existiert nicht weit vom alten Standort eine würdige Nachfolge-Location namens „London B“, die laut Website die beste House-Musik und die angesagtesten DJs weltweit verspricht. Die Betreiber sind dieselben wie damals, sogar das Interieur wurde originalgetreu dem des einstigen „Boujis“ nachempfunden. Ob die Windsor-Prinzen allerdings je wieder gemeinsam an ihrem alten Tisch Nr. 11 Platz nehmen werden, bleibt abzuwarten.

Kontaktinfo:

London B, 92B Old Brompton Road, London SW7 3LQ,T.: +44 73 00 88 19 48

Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag 21:00 bis 03:00 Uhr

bclublondon.com

FORTNUM & MASON

Die Geschichte des berühmten Delikatesshändlers Fortnum & Mason am Piccadilly begann 1707: Da machten der Palast-Diener William Fortnum und sein Vermieter Hugh Mason es sich clever zunutze, dass Königin Anne darauf bestand, in ihren Residenzen jeden Morgen frische Wachskerzen in den Lüstern zu haben – auch wenn die vom Vortag erst halb heruntergebrannt waren. Sie taten sich zusammen und begannen ihr Geschäft mit dem Verkauf der wertvollen Kerzenstummel aus dem Palast. Das Geschäft florierte, und die beiden erweiterten ihr Sortiment um Luxus-Convenience-Food des 18. Jahrhunderts: Geflügel oder Wild in Aspik, konzentrierte Fleischbrühe im Glas, dazu Gewürze, Tee und getrocknete Früchte. Bald belieferten sie mit ihren Delikatessen nicht nur den Hof, sondern Englands ganze Oberschicht. Bis heute sind Picknick-Körbe mit dem Logo des berühmten Delikatessenhauses bei den Pferderennen in Ascot oder dem Opernfestival in Glyndebourne fester Bestandteil. Die Royals lassen sich dort regelmäßig beim Shopping blicken. Zur Weihnachtszeit werden sogar Sonderöffnungszeiten für Königin Camilla eingeräumt, damit sie in Ruhe Geschenke einkaufen kann. Legendär ist vor allem der Tee in den mintgrünen Dosen und Boxen – besonders zu empfehlen: die Queen Anne-Mischung!

Kontaktinfo:

Fortnum & Mason, 181 Piccadilly, St. James’s, London W1A 1ER,T.: +44 20 77 34 80 40

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 10:00 bis 18:00 Uhr, Sonntag 12:00 bis 18 Uhr

eu.fortnumandmason.com

HARRODS

Das weltberühmte Luxuskaufhaus im vornehmen Stadtteil Knightsbridge erhielt 1913 seinen ersten „Royal Warrant“ – das Wappen, das den Status als Hoflieferant ausweist – von Königin Mary. Über Jahrzehnte kauften die verstorbene Queen, ihr Prinzgemahl Philip und viele andere Royals hier regelmäßig ein – bevorzugt nach Ladenschluss, wenn das gesamte Kaufhaus exklusiv für sie geöffnet wurde. Doch das änderte sich nach dem tragischen Autounfall, bei dem 1997 in Paris die frisch geschiedene Diana, Prinzessin von Wales, zusammen mit ihrem damaligen Partner Dodi Al-Fayed starb. In der Folge verbreitete dessen Vater, Mohammed Al-Fayed, damaliger Eigentümer von Harrods, öffentlich Verschwörungstheorien, wonach das Paar auf Befehl des Königshauses ermordet worden sei. Daraufhin endeten die guten Geschäftsbeziehungen zum Palast abrupt. Ein Besuch lohnt sich dennoch – vor allem wegen der prachtvollen Food Halls, die mit historischen Royal-Doulton-Wandfliesen geschmückt sind und eine riesige Auswahl an dekorativ präsentierten Lebensmitteln aus aller Welt bieten.

Kontaktinfo:

Harrods, 87–135 Brompton Road, London SW1X 7XL,T.: +44 207 7301234

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 10:00 bis 18:00 Uhr, Sonntag 11:30 bis 18:00 Uhr

harrods.com

Die ägyptische Herkunft des früheren Eigentümers zeigt sich noch in einem der Treppenhäuser, den Diana & Dodi-Altar gibt es nicht mehr.

LK BENNETT

Der „Kate-Effekt“ beschreibt das Phänomen, dass modebewusste und Royals-verrückte Frauen sofort motiviert sind, ein Kleid oder ein Paar Schuhe zu kaufen, das die Prinzessin von Wales gerade öffentlich getragen hat – mit dem Ergebnis, dass das Teil binnen kürzester Zeit restlos ausverkauft ist. Die britische High-Street-Marke LK Bennett war eine der ersten, die davon seit der Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton 2011 profitiert hat, denn die frischgebackene Prinzessin trug zu ihren ersten offiziellen Auftritten regelmäßig LK Bennett-Pumps. So wurde das Label quasi über Nacht weltweit bekannt und beliebt – denn im Gegensatz zu Luxusmarken wie Alexander McQueen oder Burberry, die die Prinzessin ebenfalls gern trägt, sind die Produkte von LK Bennett auch für Normalverdiener erschwinglich.

Kontaktinfo:

LK Bennett, 95-96 New Bond St, London W1S 1DB,T.: +44 20 39 85 30 81

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 10:00 bis 19:00 Uhr, Sonntag 12:00 bis 18:00 Uhr

lkbennett.com

BEULAH LONDON