Der Spiegel lügt - Patrick Maldinger - E-Book

Der Spiegel lügt E-Book

Patrick Maldinger

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Beschreibung

Wir leben in einer Zeit, in der Schönheit berechnet wird. In der Filter stärker sind als Realität. In der KI uns Gesichter zeigt, die niemandem gehören und trotzdem den Maßstab setzen. Was macht das mit uns? Was macht das mit unseren Kindern? Und: Wie viel Wahrheit bleibt übrig, wenn alles perfekt wirkt? In Der Spiegel lügt nimmt Patrick Maldinger, Make-up Profi, Branchenkenner und Vaterfigur für Tausende Frauen, Mütter und junge Menschen, dich mit in eine Welt, die glänzt, aber im Kern gefährlich verzerrt ist. Er zeigt, wie Social Media, Filterkultur und KI die Art verändern, wie wir uns sehen. Und noch wichtiger: wie sie die Generation prägen, die gerade erst beginnt, sich selbst zu entdecken. Dieses Buch richtet sich an zwei Gruppen und beide brauchen es dringender denn je: - Mütter, deren Kinder in einer digitalen Welt aufwachsen, die Perfektion als Normalität verkauft. Dieses Buch gibt Antworten auf die Fragen, die Du Dir stellst und auf jene, die sich Deine Kinder nie laut trauen zu stellen. Es zeigt, was Likes, Filter und künstliche Ideale psychologisch auslösen und wie Du Dein Kind schützen kannst, ohne es zu überfordern. - Junge Menschen, die sich im ständigen Vergleich verlieren. Die glauben, nicht gut genug zu sein, weil sie Gesichter sehen, die nie existiert haben. Dieses Buch ist ein Kompass zurück zu Dir selbst. Eine Einladung, Dein wahres Ich zu entdecken ohne Filter, ohne Druck, ohne Perfektionismus. Mit klaren Worten, echten Geschichten und brutaler Ehrlichkeit zeigt Patrick, warum der Spiegel heute nicht mehr neutral ist und wie Du lernst, ihm wieder zu vertrauen. Ein Buch über Wahrheit. Über Identität. Über Selbstwert. Und über den Mut, sich selbst wieder zu erkennen in einer Welt, die uns ständig sagt, wir sollten anders sein. Ob als Mutter, als Tochter, als Sohn, als beste Freundin oder als junger Mensch auf der Suche nach sich selbst: Dieses Buch ist eine Einladung, die Lüge zu durchbrechen. Und die Wahrheit zu sehen, die vielleicht viel schöner ist, als Du glaubst.

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Seitenzahl: 67

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Kurzbeschreibung

Dieses Buch ist kein Angriff auf Make-up oder der Beauty Branche...

Es ist eine Erinnerung an die Wahrheit.

Seit 2010 steht Patrick Maldinger mitten in der Welt der Schönheit als Make-up Profi, Trainer, Speaker. Er hat hunderte Gesichter berührt, Trends kommen und gehen sehen, Masken geschminkt und echte Tränen erlebt.

Doch eines Tages fiel ihm auf:

Je mehr Make-up, desto weniger Selbstbild...

In einer Zeit, in der Filter, Algorithmen und künstliche Gesichter bestimmen, was „schön“ ist, lädt dieses Buch dazu ein, den Spiegel wieder ehrlich zu betrachten.

Mit klaren Worten, echten Geschichten und wissenschaftlichen

Einblicken zeigt Patrick, wie aus Schönheitsdruck, Selbstzweifel wird und wie wir uns daraus befreien können.

Ein Buch für alle, die sich im Spiegel schon einmal fremd waren...

Und für alle, die bereit sind, sich selbst wiederzusehen ungeschminkt, echt, lebendig.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort - Für alle, die sich im Spiegel schon einmal fremd waren

Prolog - Der Spiegel lügt

Kapitel 1 - Die unsichtbare Gefahr

Wie Social Media unsere Wahrnehmung von Schönheit verändert

Kapitel 2 - Die Maske der Schönheit

Wie wir lernen, uns zu verstecken und was passiert, wenn wir sie Ablegen

Kapitel 3 - Die Fabrik der Illusion

Wie Algorithmen Gesichter erschaffen und die Realität verschwindet

Kapitel 4 - Wenn Perfektion krank macht

Wie der Wunsch, schöner zu sein, zur Krankheit werden kann

Kapitel 5 - Der Wendepunkt

Echte Menschen, die Mut finden, ohne Filter zu leben

Kapitel 6 - Warum ich dieses Buch schreibe

Ein Blick hinter den Spiegel

Kapitel 7 - Ein Aufruf an uns alle

Schönheit ist Verantwortung

Kapitel 8 - Der Tag, an dem du dich selbst im Spiegel gesehen hast

Wenn das Suchen aufhört und das Sehen beginnt

Nachwort - Wenn du dich erkennst, beginnt alles neu

Vorwort Für alle, die sich im Spiegel schon einmal fremd waren

Ich schreibe dieses Buch nicht, weil ich alle Antworten kenne.

Ich schreibe es, weil ich selbst eine Zeit lang vergessen habe, wer ich bin, wenn das Licht ausgeht.

Ich arbeite seit 2010 als Make-up Profi.

Ich habe unzählige Gesichter geschminkt - Bräute, Models,

Schauspielerinnen, Frauen mitten im Leben.

Ich habe gesehen, wie Make-up Menschen verändern kann.

Wie sie plötzlich aufrecht stehen, anders atmen, mehr leuchten.

Aber ich habe auch gesehen, wie sich dieser Glanz in etwas anderes verwandelt hat - in Druck, in Vergleich, in Angst.

Wie Frauen sich nicht mehr freuten, wenn sie sich im Spiegel sahen, sondern sich beurteilten.

Wie aus „Ich will mich schön fühlen“ ein „Ich bin nicht genug“ wurde.

Und irgendwann habe ich gemerkt:

Make-up war nie das Problem.

Es war der Spiegel, den wir daraus gemacht haben!

Warum dieses Buch

Dieses Buch ist kein Angriff auf Schönheit.

Es ist eine Erinnerung an die Wahrheit.

Ich habe dieses Buch geschrieben, weil ich glaube, dass wir vergessen haben, warum wir uns überhaupt schminken, stylen & zeigen.

Nicht, um jemand anderes zu werden - sondern um zu betonen, wer wir schon sind. Ich schreibe für all jene, die sich im Spiegel schon einmal fremd gefühlt haben. Für die Mädchen, die glauben, sie müssten perfekt sein, um gesehen zu werden. Für die Frauen, die müde sind, ständig jemandem zu gleichen, den es nicht gibt. Und für alle, die irgendwann aufgehört haben, sich selbst zu mögen - weil ein Bildschirm ihnen sagte, sie seien zu wenig.

Was dich erwartet

Dieses Buch ist eine Reise...

Es beginnt dort, wo der Spiegel lügt - bei der Illusion, dass Schönheit etwas ist, das man kaufen kann. Und es endet dort, wo du dich selbst wieder erkennst - ohne Filter, ohne Maske, ohne Angst. Zwischen diesen beiden Punkten liegen Geschichten, Gedanken und Wahrheiten, die ich über Jahre gesammelt habe.

Manche sind schön, andere unbequem.

Aber alle sind echt...

Ich nehme dich mit hinter die Kulissen einer Branche, die glänzt und zeige dir, was unter diesem Glanz verborgen liegt. Ich teile Erfahrungen, die ich als Make-up Profi, Coach und Mensch gemacht habe. Nicht, um zu belehren, sondern um Bewusstsein zu schaffen.

Denn wir können nur das verändern, was wir sehen.

Für dich

Wenn du beim Lesen manchmal innehältst, weil du dich in einer Szene erkennst, dann weißt du: Es geht nicht nur um mich.

Es geht um uns alle.

Dieses Buch soll kein Urteil sein, sondern eine Einladung. Eine

Einladung, dich zu erinnern, dass du schon längst genug bist.

Nicht, wenn du dich verbesserst.

Nicht, wenn du dich veränderst.

Jetzt!

Denn der Moment, in dem du dich selbst im Spiegel siehst - wirklich siehst -

ist der Moment, in dem alles beginnt.

Patrick Maldinger

Prolog - Der Spiegel lügt

Das Licht ihres Handys war das erste, was den Raum betrat. Nicht der Morgen, nicht ein freundlicher Strahl durch die Vorhänge, sondern dieser kalte, blaue Schein, der Gesichter glättet und gleichzeitig jede Müdigkeit verrät. Lina lag halb aufrecht im Bett. Ein Knie angewinkelt, die Decke wie ein Ufer, das sie immer wieder verlor. 47 Fotos. Eines nach dem anderen. Keines „gut genug“.

Das Display kannte den Weg: Kamera öffnen, nach links wischen, Filter 1, Filter 2, Filter 3. Einmal seidige Haut, einmal schmale Nase, einmal Augen so groß, dass ein Geheimnis hineinpasste, das nicht ihres war.

Für einen Atemzug mochte sie das Bild. Für eine Zahl, die so genau wie bedeutungslos war: 1,3 Sekunden. Ein stilles Nicken in sich selbst, dann das Stechen. Das bin ich nicht. Ein Gedanke wie ein abgerissenes Pflaster, so schnell und so schmerzlos, dass der Schmerz erst später kam. Löschen. Neu. Löschen. Neu. Das leise Klicken der Frontkamera füllte die Stille wie Regentropfen, die niemand sieht...

Draußen führ ein Bus vorbei. Stimmen, die nicht zu ihr gehörten, lachten in eine Welt, die gerade ohne sie stattfand. Drinnen gab es nur die Rechteckigkeit des Bildschirms und ihr eigenes Gesicht, das ihr fremd gegenüberstand. Vielleicht musst du nur anders schauen, dachte sie und hob das Kinn einen Millimeter. Vielleicht musst du nur das Licht finden. Screenshot. Zoom. Die Poren wie kleine Kraterlandschaften. Löschen.

Sie legte das Handy neben sich. Ihr Atem beruhigte sich. Sekunden später griff ihre Hand wie von selbst wieder danach. Da war dieses Gefühl, gleichzeitig Kontrolle zu haben und Kontrolle zu verlieren. Ein Widerspruch, der in den Daumen wanderte. Hoch, runter, tippen, wischen. Gesichter. Körper. Lächeln, so makellos, dass sie darin den Versuch sah, Schmerz zu verstecken. Freundinnen, Influencerinnen, die Unbekannten mit dem perfekt komponierten Alltag.

Frühstücksschalen, die aussahen wie stillgelegte Kunstwerke. Badezimmer, in denen kein Handtuch je falsch hing. Hunde, die immer gerade so in die Kamera blickten, als hätten sie verstanden, wie man „Gefällt mir“ buchstabiert.

„Wie schaffen die das?“, dachte Lina, und fühlte, wie in dieser Frage zwei Worte größer wurden als alle anderen: die und das. Als gäbe es eine unsichtbare Handreichung, eine geheime Liste, eine Tür, zu der sie den Schlüssel verlegt hatte. Warum fühle ich mich immer so... weniger?

Sie öffnete die Kamera erneut. Diesmal suchte sie nicht nach dem gewohnten Filter, sondern nach einem neuen auf TikTok. „Bold Glamour“. Er tat, was sein Name versprach. Er legte ihr ein Bühnenlicht auf die Wangen, das in ihrem Zimmer nie existierte. Er zog unsichtbare Fäden an den Mundwinkeln, formte aus ihrem Blick ein Versprechen, das sie nicht gegeben hatte. Es sah aus wie sie. Nur schöner. Nur besser. Oder?

Ein Teil in ihr, der nüchterne, wusste: Das war nicht echt. Der andere, der müde war, wollte, dass es echt wäre.

Sehnsucht ist ein schlechter Richter. Sie nimmt die Beweise und sortiert sie nach Hoffnung. „Wenn ich nur so aussehen würde“, dachte Lina, und der Gedanke fühlte sich an, als hätte jemand versehentlich das falsche Rezept in ihr Herz gelegt.

Sie ließ das Handy sinken. Auf dem schwarzen Monitor spiegelte sich das Zimmer in Einzelteilen: Der Stuhl mit der Jacke von gestern, der Stapel Hefte auf dem Boden, der Wecker, der seit Monaten 07:00 zeigte und seit ebenso vielen Monaten ignoriert wurde. Und dazwischen, ganz flach, flimmernd, ihr Gesicht.