Der Trilogien des möglichen Plunders 3ter Teil - Ludwig Wolf - E-Book

Der Trilogien des möglichen Plunders 3ter Teil E-Book

Ludwig Wolf

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Beschreibung

Nachdem bereits die ersten beiden Teile eine Menge fabulösen Lesestoff feilboten, erfüllt auch der 3te Teil wieder sämtliche Anforderungen daran: Als Märchen, als Satire, als Utopie, als lesbares Kabarett, als vergnüglicher Lesestoff für den teilzeitverzweifelten Stadtbewohner intellektuellen Zuschnitts. Viel Spaß!

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Seitenzahl: 41

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Ludwig Wolf

Der Trilogien des möglichen Plunders 3ter Teil

Märchen für Erwachsene

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

VON EINEM, DER AUSZOG DAS FÜRCHTEN ZU LERNEN oder I LOST MY INNOCENCE IN THE MOUNTAINS OF HUGO

DAS EIGENSINNIGE KIND oder DER SAUFRATZ

DER NINTENDO-VERTRETER & DIE SIEBEN SCHEISSLEIN oder NUR FLIEGEN IST SCHÖNER

DER AUTOR

JURISTISCHER APPENDIX

Impressum neobooks

VON EINEM, DER AUSZOG DAS FÜRCHTEN ZU LERNEN oder I LOST MY INNOCENCE IN THE MOUNTAINS OF HUGO

Wie immer mit freiem Oberkörper & aus ebensolchen Stücken nach den Gebrüdern Grimm & in hochtechnologischer Manier erzählt.

Ein Vater hatte zwei Söhne, was ja weiter nichts besonderes war, aber davon war der älteste klug & gescheidt, sieh an, & außerdem wusste er sich in alles wohl zu schicken. Der jüngste aber war dumm & dämlich, konnte nichts begreifen & lernen. Ei wei was für ein Trottel! Und wenn ihn die Leute sahen, so sprachen sie, "mit dem wird der Vater noch seine liebe Last haben!", - Die Leute wussten eben schon damals alles besser.Wenn nun etwas zu thun war, so musste es der Älteste allzeit ausrichten. Hieß ihn aber der Vater noch spät in der Nacht Zigaretten holen, & der Weg gieng dabei über den Kirchhof, das AKW-Gelände, das Sondermülllager oder sonst einen schaurigen Ort, so antwortete er wohl: "Ach nein Vater, ich geh da nicht hin, es gruselt mir ja so arg!", denn er fürchtete sich gar sehr. Oder, wenn abends beim Feuer Geschichten erzählt wurden, wobei einem die Haut schaudert, so sprachen die Zuhörer manchmal, "Ach, es gruselt mir!"Der Jüngste saß dabei des öfteren in einer Ecke & hörte das mit an, & er begriff einfach nicht, was es heißen sollte."Immer sagen sie es gruselt mir! Es gruselt mir! Mir gruselt´s überhaupt nicht. Das wird wohl eine Kunst sein, von der ich auch nichts verstehe."Nun geschah es, dass der Vater einmal zu ihm sprach: "Hör du, in der Ecke dort, du wirst groß & stark, du frisst mir noch die Haare vom Kopf, du musst auch einmal etwas lernen, womit du dein Brot verdienst. Siehst du wie dein Bruder sich Mühe giebt"; - (nein, nun lassen wir aber diese albernen h's d's & überholten ie's doch lieber weg; also noch mal von vorn...); - "Siehst du wie dein Bruder sich Mühe gibt"; - (ist doch schon viel besser so, oder?); - "aber an dir ist Hopfen & Malz verloren. Von der Gerste erst gar nicht zu reden", parlierte er weiter ungeniert über das Reinheitsgebot von 1516."Ei, Vater", antwortete er, "ich will gerne was lernen; ja wenn´s anginge, so möchte ich lernen, dass mir's gruselte; denn davon verstehe ich aber schon rein gar nichts."Der Älteste, lachte als er das hörte & dachte bei sich, 'du liebe Zeit. Was für ein ausgesuchter Trottel. Aus dem wird nie was. Was ein Häkchen werden will muss sich beizeiten krümmen.' Der Vater schlug sich hart an die Stirn, seufzte & antwortete ihm: "Das Gruseln, das sollst du schon lernen, aber dein Brot wirst du damit nicht verdienen."Bald danach kam der Videothekar zum Besuch ins Haus, und der Vater klagte ihm seine Not & erzählte, wie sein jüngster Sohn in allen Dingen so schlecht beschlagen wäre, er wüsste nichts & lerne nichts."Denkt euch, als ich ihn fragte, womit er denn sein Brot verdienen wollte, hat er verlangt, das Gruseln zu lernen.""Wenn´s weiter nichts ist", antwortete der Videothekar, "das kann er bei mir lernen, ich habe eine Menge heißer Cassetten zum Thema. Tut ihn nur zu mir, ich werde ihn schon abhobeln."Der Vater war zufrieden, weil er dachte, 'wenigstens bin ich den Trottel so für eine Weile los', & willigte ein.Der Videothekar nahm den Dummen also mit in seine zweitklassige Videothek, & dort musste er die Cassetten hüten. Nach ein paar Tagen, als ihn der Videothekar richtig eingelernt hatte, teilte er ihn zum unterbezahlten Nachtdienst ein, & der Junge zog sich bei dieser Gelegenheit alle scharfen B-Pictures & Splatter-Movies seit Herschell Gordon Lewis, dem Godfather of Gore, rein, die er im Archiv finden konnte. Sämtliche Zombies, alle Freddies, Normans, Michaels & Jasons.