Verlag: Ullstein Ebooks in Ullstein Buchverlage Kategorie: Abenteuer, Thriller, Horror Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2011

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E-Book-Beschreibung Der Vollstrecker - Chris Carter

Ein Priester wird geköpft, seiner Leiche ein Hundekopf aufgesetzt. Eine Frau verbrennt bei lebendigem Leibe in einem verlassenen Haus. Eine weitere wird an den Füßen aufgehängt und in ihrer eigenen Badewanne ertränkt. Detective Robert Hunter und sein Kollege Garcia sind auf der Jagd nach einem brutalen und gewissenlosen Killer. Ein Killer ohne Erbarmen, der weiß, was seine Opfer am meisten fürchten.

Meinungen über das E-Book Der Vollstrecker - Chris Carter

E-Book-Leseprobe Der Vollstrecker - Chris Carter

Das Buch

Los Angeles, kurz vor Weihnachten: Ein katholischer Priester wird brutal ermordet. Vom Kopf des Toten fehlt jede Spur. Der Täter hat ihm stattdessen einen Hundekopf aufgesetzt. Als Hunter und Garcia an den Tatort, eine kleine Kirche, kommen, gibt ihnen nicht nur die Inszenierung der Leiche Rätsel auf. Kryptische Blutspuren befinden sich am Boden, und auf der Brust des Toten steht, mit Blut geschrieben, die Zahl Drei. Beim Durchforsten der Tagebuchaufzeichnungen des Toten stoßen Hunter und Garcia auf einen Eintrag, in dem der Priester einen Alptraum beschreibt, dessen Szenario – eine Enthauptung, das Ersetzen des eigenen Kopfes durch einen Hundekopf, die blutigen Spuren – der Täter haargenau nachgeahmt zu haben scheint. Kannte der Täter sein Opfer so gut? Und was bedeutet die Zahl Drei?

Noch ahnen Hunter und Garcia nicht, dass dies nur eines von zahlreichen Opfern eines wahnsinnigen Mörders ist …

Der Autor

Chris Carter wurde 1965 in Brasilien als Sohn italienischer Einwanderer geboren. Er studierte in Michigan forensische Psychologie und arbeitete sechs Jahre lang im Psychologenteam der Staatsanwaltschaft. Dann zog er nach Los Angeles, wo er als Musiker Karriere machte. Gegenwärtig lebt Chris Carter in London. Mit Der Kruzifix-Killer gelang ihm auf Anhieb ein Bestseller.

Von Chris Carter ist in unserem Hause bereits erschienen:

Der Kruzifix-Killer

Chris Carter

Der Vollstrecker

Thriller

Aus dem Amerikanischen vonSybille Uplegger

Besuchen Sie uns im Internet:

www.ullstein-taschenbuch.de

Alle Rechte vorbehalten. Unbefugte Nutzungen, wie etwa Vervielfältigung, Verbreitung, Speicherung oder Übertragung können zivil- oder strafrechtlich verfolgt werden

Deutsche Erstausgabe im Ullstein Taschenbuch1. Auflage August 2011© für die deutsche Ausgabe Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin 2011© Chris Carter 2010, Published by Arrangement with Luiz Montoro

Titel der englischen Originalausgabe: The Executioner

(Simon & Schuster Inc.)Umschlaggestaltung: ZERO Werbeagentur, München (nach einer Vorlage von HildenDesign, München)Titelabbildung: © Artwork Stefan Hilden/HildenDesignSatz und eBook: Pinkuin Satz und Datentechnik, BerlinISBN 978-3-8437-0028-3

1

Eine grausame Ironie, nicht wahr, dass das einzig Sichere im Leben der Tod ist?« Die Stimme des Mannes war ruhig, seine Haltung entspannt.

»Bitte… tun Sie mir nichts…« Im Gegensatz dazu litt sein Opfer, das vor ihm am Boden kauerte, panische Angst. Die Hände waren hoch über dem Kopf ans nackte Mauerwerk gekettet. Seine Stimme war heiser von Tränen und Blut, sein nackter Körper zitterte vor Erschöpfung.

Jemand hatte den dunklen Keller in ein mittelalterliches Verlies verwandelt. An allen vier Wänden hingen schwere Eisenketten. Der beißende Gestank von Urin erfüllte die Luft, und aus einer großen Holzkiste in der Ecke drang unablässig ein gedämpftes Summen. Der Raum war schalldicht und ausbruchssicher. War man einmal darin gefangen, gab es kein Entkommen mehr– es sei denn, man wurde herausgelassen.

»Es spielt keine Rolle, wie man sein Leben gelebt hat«, fuhr der Mann fort, ohne dem Flehen seines blutenden Opfers Beachtung zu schenken. »Es spielt keine Rolle, wie viel Geld man besitzt, was man im Leben erreicht hat, wen man kennt oder welche Hoffnungen man hat. Am Ende passiert uns allen dasselbe: Wir sterben.«

»O Gott, bitte, nein…«

»Worauf es ankommt, ist, wie wir sterben.«

Der Mann am Boden musste husten und spuckte dabei einen feinen Sprühnebel aus Blut.

»Manche sterben eines natürlichen Todes. Ein sanftes, schmerzloses Hinübergleiten am Ende eines langen Lebens.« Der Mann lachte ein unheimliches, gurgelndes Lachen. »Andere leiden an unheilbaren Krankheiten, siechen jahrelang dahin und kämpfen verbissen um jede Sekunde.«

»Ich… ich bin nicht reich. Ich habe nicht viel Geld, aber was ich habe, kann ich Ihnen geben.«

»Schhhh.« Der Mann legte einen Finger an die Lippen, bevor er flüsterte: »Ich brauche dein Geld nicht.«

Ein erneuter Hustenanfall, wieder flogen winzige Blutstropfen in alle Richtungen.

Ein teuflisches Lächeln kroch über die Lippen des Mannes. »Und wieder andere sterben sehr langsam und qualvoll«, fuhr er bedächtig fort. »Der Todeskampf kann sich über viele Stunden hinziehen… über Tage… Wochen sogar. Wenn man weiß, was man tut, gibt es keine Grenze, wusstest du das?« Er hielt inne.

Erst jetzt sah der angekettete Mann die Nagelpistole in der Hand seines Peinigers.

»Und glaub mir, ich weiß genau, was ich tue. Erlaube mir, es zu demonstrieren.« Er machte einen Schritt nach vorn und trat dabei fast wie zufällig auf den Knochen, der aus einem offenen Bruch am Knöchel des gefesselten Mannes durch die Haut stak. Dann beugte er sich vor und feuerte in rascher Folge drei Nägel in das rechte Knie des Mannes. Ein unerträglicher, sengender Schmerz schoss sein Bein hinauf und presste ihm die Luft aus den Lungen. Mehrere Sekunden lang verschwamm alles vor seinen Augen. Die Nägel waren drei Zoll lang– zu kurz, als dass sie auf der anderen Seite wieder ausgetreten wären, aber dick und spitz genug, um Knochen und Knorpel zu zertrümmern.

Der Gefesselte atmete keuchend in kurzen, flachen Stößen. Trotz der Schmerzen versuchte er zu sprechen. »Bi… bitte. Ich habe eine Tochter. Sie ist krank… ich bin alles, was sie noch hat.«

Erneut hallte das seltsame gurgelnde Lachen im Kellerraum wider. »Und du glaubst, das interessiert mich? Pass auf– ich zeige dir, wie sehr es mich interessiert.« Der Mann packte einen der im Knie steckenden Nägel und drückte ihn ganz langsam immer weiter zur Seite, als ob er mit einem Schraubenzieher den Deckel von einer Dose Lack hebeln wollte. Ein Knirschen wie von Glasscherben war zu hören.

Der Mann am Boden heulte auf, aber sein Peiniger übte unerbittlich Druck auf den Nagel aus, so lange, bis schließlich die Kniescheibe brach. Übelkeit stieg in dem Gefesselten hoch wie eine Flutwelle. Der andere Mann schlug ihm ein paar Mal mit der flachen Hand ins Gesicht, damit er nicht das Bewusstsein verlor.

»Schön wach bleiben«, raunte er. »Ich möchte, dass du jede Sekunde genießt. Es kommt noch mehr.«

»Warum… warum tun Sie das?«

»Warum?« Der Mann leckte sich die spröden Lippen und lachte. »Ich werde dir zeigen, warum.« Aus seiner Hosentasche zog er ein Foto, das er dem anderen ganz nah vors Gesicht hielt.

Mehrere Sekunden lang blickte der Gefesselte das Foto in verzweifelter Verwirrung an. »Ich verstehe nicht. Was…« Er erstarrte, als ihm endlich klar wurde, was er da sah. »O mein Gott…«

Der Mann trat näher und beugte sich ganz tief herab, bis seine Lippen das Ohr seines Opfers berührten.

»Soll ich dir etwas verraten?«, wisperte er, während sein Blick zur Kiste in der Ecke huschte. »Ich weiß, wovor du Todesangst hast.«

2

Noch zehn Tage bis Weihnachten, und ganz Los Angeles hatte sich festlich herausgeputzt. Straßen und Schaufenster überall waren mit bunten Lichtern, Weihnachtsmännern und künstlichem Schnee dekoriert. Morgens um halb sechs war man bei einer Fahrt durch South L. A. von einer geradezu unheimlichen Ruhe umgeben.

Das Weiß der Kirchenfassade leuchtete zwischen den dunklen, winterlich kahlen Walnussbäumen hindurch, die rechts und links vom Portal standen. Es war eine Szene wie aus einem Bilderbuch– bis auf die Polizisten, die geschäftig herumliefen, und das gelbe Flatterband, das die Schaulustigen auf Abstand hielt.

Dunkle Wolken hatten sich am Himmel zusammengeballt. Robert Hunter stieg aus dem Wagen, streckte sich und hauchte auf seine kalten Hände, bevor er den Reißverschluss seiner Lederjacke bis zum Kragen hochzog. Er wappnete sich gegen den schneidenden Pazifikwind und sah zum Himmel empor. Jede Minute konnte es anfangen zu regnen.

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