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In ausführlicher Darstellung werden neben historischen Grundlagen des kontinental-keltischen und klassischen gallischen Druidentums die druidischen Heilpflanzen und ihre Anwendung beschrieben. Der Leser erlebt einen Rundgang durch erstaunliche archäologische Funde, seltene und kaum bekannte Manuskripte, den Heil-und Kräutergarten gallischer Druiden und eine Sammlung oft erstaunlicher, manchmal erheiternder vormittelalterlicher Rezepturen, deren Anwendbarkeit für unsere eigene Zeit und unser eigenes Umfeld durch sorgsame Übersetzung und eingehende Erklärung dem Freund alternativer Verfahren zur Erhaltung der Gesundheit von Mensch und Tier (Haus-und Nutztier) eröffnet wird. Als eine der wichtigsten mittelalterlichen Quellen der Überlieferung druidischen Heilpflanzenwissens stellt die Autorin den Lesern das bisher in Deutschland kaum bekannte Stundenbuch der Anne de Bretagne vor. Darüberhinaus werden heutige Anbau-und Verarbeitungsformen von Heilpflanzen betrachtet, die interessierten Lesern Anregungen für eigene Gartengestaltung geben können. Ein umfangreiches Werk zu einem historisch und botanisch spannenden Thema der europäischen Geschichte. Der dritte Band trägt den Titel "Die Apotheke der Kelten". Neben Interessantem und oft auch Wundersamen aus erhaltenen, vormittelalterlichen Pharmakopöen und Rezeptarien und anderen Aufzeichnungen beinhaltet dieser Band ein eigenes Rezeptarium für die Hausapotheke, die auf den gebräuchlichsten Heilkräutern und Bäumen der druidischen Medizin basieren. Diese Rezepturen sind dank der klaren und eindeutigen Beschreibungen für interessierte Laien nachvollziehbar. Der dritte Band beinhaltet neben Rezepturen für die ganze Familie auch solche, die für Haustiere, Pferde und traditionelle landwirtschaftliche Nutztiere geeignet sind. Abschließend bietet der Autor dem Leser einen einfachen Ansatz für einen eigenen druidisch inspirierten Kräutergarten an, der sich auch ohne große Nutzfläche auf kleinem Raum realisieren lässt.
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Seitenzahl: 104
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Claudia Urbanovsky
Der wunderbare Garten der Druiden
Band 3 Die Apotheke der Kelten
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Vorwort
Einführung - Eine wundersame Rezeptsammlung aus vormittelalterlicher Zeit
Teil 1 Einige nicht ganz alltägliche Gesundheitstipps
Kapitel 1 Aus dem Werk des Marcellus Empiricus
Kapitel 2 Das Leydener Manuskript: aus der Apotheke der Druiden-Ärzte
Teil 2 Bewährtes für Mensch und Tier aus dem dem »GARTEN DER DRUIDEN«
Kapitel 3 Rezepte für die Hausapotheke –
Kapitel 4 Grundsätzliches zur Herstellung und Anwendung von Heilkräutermischungen
Kapitel 5 Zubereitung von Heilkräutern im allgemeinen
Teil 3 Traditionelle Heilkräuterzubereitungen
Kapitel 6 Allergien
Kapitel 7 Probleme der Blutzirkulation
Kapitel 8 Hautprobleme
Kapitel 9 Verdauungsprobleme
Kapitel 10 Nervosität, Schlafprobleme und Stress
Kapitel 11 Probleme des Bewegungsapparates
Kapitel 12 Erkältungskrankheiten
Teil 4 Traditionelle Heilkräuterzubereitungen für Frauen
Kapitel 13 Schwangerschaft
Kapitel 14 Menopause
Teil 5 Nicht ganz so seriöse Heilkräuterzubereitungen – Genuss für die Ganze Familie
Kapitel 15 Gesunde und Leckere Fitmacher
Kapitel 16 Aus dem »Wein-und Bierkeller« der Druiden
Teil 6 Schamanistische Praktiken
Kapitel 17 Heilzauber, Besprechen und Wegsprechen von Krankheiten
Epilog …und so sprach die Engelwurz zum Wissenschaftler – Eine zeitgenössische Druidenweisheit
Anmerkungen- Erklärungen und Glossar zu Band III „Die Apotheke Der Druiden“
Bibliographie
Impressum neobooks
Das Sammelwerk »Der wunderbare Garten der Druiden« besteht aus drei Bänden:
Der erste Band trägt den Titel »Die Druiden Galliens«.
Dieser Band führt den Leser mit Hilfe historischen Quellenmaterials und archäologischer Funde in die Welt und die Weltanschauung der gallischen Druiden ein. Er beschreibt die Stellung der Druiden in der Gesellschaft der Festlandkelten, ihre Rolle als intellektuelle Elite, einer Gelehrten-Klasse, die in vielen Wissenschaftsbereichen außergewöhnliche Kompetenzen hatten. Einer dieser Wissenschaftsbereiche – die Heilkunde in ihrer Ganzheitlichkeit einschließlich des druidischen Kräuterwissens ist von besonderem Interesse und das übergreifende Thema des Gesamtwerkes. In einer Übersicht werden auch Therapieformen und Arbeitsbereiche der Druiden-Ärzte erläutert, die zwar nur am Rande mit der Wissenschaft von den heilenden Kräutern zu tun haben, historisch aber von großem Interesse sind: Thermalkuren und Kraftquellen, therapeutische Magie/Schamanismus als frühe Form der Psychotherapie und der psychiatrischen Behandlung und die Kunst der Chirurgie.
Der zweite Band trägt den Titel »Heilige Pflanzen-Heilende Pflanzen«.
Dieser Band beschreibt den Druiden-Arzt und seine Beziehung zur Pflanzenheilkunde. Anschließend führt er den Leser durch sämtliche Bereiche des druidischen Gartens: den klassischen Heilkräutergarten, den Giftgarten und den Heiligen Hain, der die Bäume beherbergt, in denen Heilkraft ruht. Neben traditionellen botanischen Informationen beinhaltet dieser Band Referenzen zu den Heilkräften der Natur, so wie diese von den Druiden genutzt wurden, Einführungen in faszinierende und oftmals sprachlich schwer zugängliche Schriften, wie zB. das Leydener Manuskript oder der »Marcellus«, die Überbleibsel druidischen Kräuterwissens für unsere Zeit festhalten konnten und Mythen, Sagen und Dichtungen, in deren Mittelpunkt die Pflanzen der Kelten und ihre wunderbare Magie stehen. Abschließend wird der Einsatz der behandelten Pflanzen in der druidischen Heilkunde und in der Volksmedizin beschrieben, wobei auch auf die magische Verwendung Bezug genommen wird.
Der dritte Band trägt den Titel »Die Apotheke der Kelten«.
Neben Interessantem und oft auch Wundersamen aus erhaltenen, vormittelalterlichen Pharmakopöen und Rezeptarien und anderen Aufzeichnungen beinhaltet dieser Band ein eigenes Rezeptarium für die Hausapotheke, die auf den gebräuchlichsten Heilkräutern und Bäumen der druidischen Medizin basieren. Diese Rezepturen sind dank der klaren und eindeutigen Beschreibungen für interessierte Laien nachvollziehbar. Der dritte Band beinhaltet neben Rezepturen für die ganze Familie auch solche, die für Haustiere, Pferde und traditionelle landwirtschaftliche Nutztiere geeignet sind. Abschließend bietet der Autor dem Leser einen einfachen Ansatz für einen eigenen druidisch inspirierten Kräutergarten an, der sich auch ohne große Nutzfläche auf kleinem Raum realisieren lässt.
Nachdem Sie nun einen ausgedehnten Spaziergang durch den Kräuter- und Giftgarten der Druiden gemacht haben, ist es an der Zeit, einen Blick in die ärztliche Praxis der weißen Brüder zu werfen. Natürlich können wir uns wieder einmal nur Vermutungen und Annahmen hingeben. Aber das Alter des schon so häufig erwähnten Leydener Manuskripts lädt einfach zu dem Glauben ein, dass die Zeit, in der dieses Wissen mündlich von druidischem Lehrmeister an Druidenschüler weitergegeben wurde, nicht allzu weit zurücklag.
Das Manuskript, das wissenschaftlich auch unter der Bezeichnung »UB Vossianus Lat F96 I–III« geführt wird, löste vor ein paar Jahren unter den keltischen Philologen einen kleineren Gelehrtenkrieg aus. Professor D.N. Dumville vom Girton College in Cambridge zweifelte damals vehement dessen bretonischen Ursprung an und versuchte um jeden Preis nachzuweisen, dass es sich um einen altkornischen oder gar walisischen Text handelte, der etwa 100 Jahre jünger sein sollte, als seit Stockley gemeinhin angenommen wurde. Doch da es in diesem Buch um die Tradition der druidischen Heilkunst geht, möchten wir diese Auseinandersetzung, die immer noch im Gange ist, außer Acht lassen, den interessierten Leser an Alexander Falileyev, Morfydd Owen und Helen McKee verweisen und uns direkt der Materie zuwenden, die uns wirklich interessiert: den Rezepten!
Das Interessanteste an den Rezepten im Leydener Manuskript ist, dass die meisten von ihnen in ganz ähnlicher Weise schon bei Marcellus Burdigalensis (Empiricus) in seiner »De Medicamentis« auftauchen. »De Medicamentis« datiert, wie schon oft erwähnt, aus dem 4. Jahrhundert der Zeitrechnung und sein Autor rühmt sich der Bekanntschaft sowohl mit Patera als auch mit dessen Druiden-Vater und Druiden-Großvater, der noch Priester des Belenos im Sonnentempel von Burdigala gewesen war. Und »De Medicamentis« ist von der historischen Wissenschaft unbestritten bis zum heutigen Tage der ultimative Schlüsseltext, auf dem sämtliche anderen mittelalterlichen europäischen Rezeptsammlungen basieren.
Nach eigener Aussage des umtriebigen »magister officiorum« von Kaiser Honorius enthält sein Werk nicht nur all das, was er aus klassischen Quellen wie Plinius, Dioscorides oder Celsus zusammentrug, sondern auch gallische Rezepturen und keltische Zauberformeln. Diese »lokale« medizinische Weisheit erfuhr der Schriftsteller – wieder nach eigener Aussage – direkt von den örtlichen Praktikern der Heilkunde, mit denen er sich ausführlich unterhielt. Und unter örtlichen Praktikern verstand Marcellus nicht nur gelehrte Männer wie Patera, die unterrichteten und eigene Arztpraxen unterhielten, sondern auch die weisen (alten) Leute, die weit ab der Stadt auf dem Land oder in den Bergen lebten und dort eine auf Tradition beruhende Volksmedizin ausübten.
Doch zurück zum Leydener Manuskript und seiner Rezeptsammlung: Eine weitere Besonderheit des Textes, abgesehen von seinem ehrwürdigen Alter und seiner illustren Herkunft, ist die Tatsache, dass es sich hier nicht um einen Gelehrtentext handelt, sondern um ein Werk für Praktiker. Wenigstens einer der vier Co-Autoren war Herbalist und kein einfacher Kopist, der eine Kräuterliste abschrieb. Ein weiterer Co-Autor muss praktizierender Arzt gewesen sein, der sich offensichtlich auf ein Gebiet spezialisiert hatte, das man heute gemeinhin als »Ernährungsmedizin und Diätetik« bezeichnet. Bei keinem der vier Autoren lässt sich aufgrund seines schriftlichen Beitrags nachvollziehen, dass er einer christlichen Klostergemeinschaft angehört haben könnte. Insbesondere das vollständige Fehlen von christlichen Formulierungen oder Hinweisen auf christliche Verbote und Gebote macht den Text so einzigartig. Außerdem unterstreicht diese Identifikation der Autoren, dass die klassische Unterteilung der wissenschaftlichen Medizin in Pharmazeutik, Diätetik und Chirurgie mit ziemlicher Sicherheit auch für die Praxis der Druiden-Ärzte gegolten haben dürfte. Was sich allerdings, ganz im damaligen Zeitgeist, auf den vier Vellum-Bögen reichlich findet, sind magische Formeln. Leider sind sich die Gelehrten über die meisten von ihnen immer noch nicht ganz im Klaren. Aber sie sind eindeutig vorchristlicher Natur und Prägung! Darüber hinaus fällt auf, dass die Leydener Rezepte, die auf Lateinisch verfasst wurden, pflanzliche sowie animalische und mineralische Bestandteile haben, während die Rezepte, die den altbrythonischen Text ausmachen, außer Butter und zerstoßenem Widderhorn keine animalischen Zutaten enthalten und als einziger mineralischer Zusatz Silberschlacke auftaucht. Dieser Unterschied in den Rezepturen deutet stark darauf hin, dass sie aus sehr unterschiedlichen Quellen stammen. Die Tatsache, dass die meisten der altbrythonischen Rezepte sich in ähnlichen Zusammensetzungen auch in angelsächsischen Rezepten des sogenannten »Leechdoms« wiederfinden, unterstreicht in meinen Augen ihre lokale – keltisch-gallische – und somit druidische Herkunft noch zusätzlich. Nach heutigen Schätzungen war etwa ein Viertel der in dieser vorwissenschaftlichen Medizin angewendeten Drogen objektiv wirksam, wobei aber bei weitem nicht jedes Heilmittel seinen Ursprung in empirischer Anwendung hatte. Zu allen Zeiten wurden auch Heilmittel eingesetzt, deren Bezug zur Krankheit ein magischer war. Im Gegensatz zur empirisch gefundenen Arznei heutiger Tage ist der Bezug zwischen magischer Arznei und Patienten und Krankheit sehr stark von seinem Kulturkreis geprägt. Für Europa lassen sich hier vor allem zwei rote Fäden durchgehend verfolgen: die Ähnlichkeitslehre und die Drecksapotheke. Ich persönlich bin der Meinung, dass diese Schätzungen über die Wirksamkeit der Heilmittel recht weit unten angesetzt sind und man sich bei genauer Analyse und unbefangenem Hinsehen eher in einem Bereich über der 50-Prozent-Grenze bewegen dürfte. Denn oftmals werden die uralten Rezepturen durchaus »vernünftig und fassbar«, wenn man kurzerhand die »magische« Komponente wegstreicht – oder einfach mal das Exkrement weglässt und lediglich die Kräuter zusammenmischt.
Die Leydener Mischungen gegen Parasiten wie Läuse und Würmer sind zwar nicht ganz ungefährlich, aber durchaus wirkungsvoll. Man muss sich hier lediglich vor Augen halten, dass die Dosis das Gift macht und heutzutage wesentlich ungefährlichere Mittel existieren, um den Krabbeltieren auf den Leib zu rücken. Auch sind viele der Rezeptvorschläge von Marcellus Empiricus überzeugend: Fenchel und Honig sind bei Husten wirklich keine schlechte Lösung. Allerdings funktioniert die Mischung eben auch ganz gut, wenn man eine Tasse davon im Wohnzimmer trinkt und nicht auf der Türschwelle mit dem Blick gen Osten gewandt. Ich habe häufig aufs Geratewohl »De Medicamentis empiricis libri« aufgeschlagen und irgendwo meinen Finger auf die Seite platziert. Meist stand dort auch etwas, das Sinn machte und wirklich half: Nehmen Sie als Beispiel einfach seine Empfehlungen für einen Patienten, der an Hüftschmerzen leidet. Ihm empfiehlt Marcellus Wärme (man lege ihn in die Sonne) und eine Einreibung mit einer Mischung aus Zypressenöl, Bertramswurz, Schilfschaum, Wolfsmilch und ein wenig Natron. In der Tat ergibt diese Mischung ein sogenanntes ableitendes Mittel, also eine wärmende Salbe. Zusätzlich rät Marcellus, einen solchen Patienten einer Bäderkur zu unterziehen (lange Bäder in sehr warmem Wasser). Andererseits gibt er im selben Kapitel seines Werkes eine Rezeptur an, die den Leser sofort dazu verleitet, Marcellus als einen abergläubischen Quacksalber und Propheten der Drecksapotheke abzutun: Als Medizin empfiehlt er nämlich – ebenfalls bei Hüftschmerzen – neun Kügelchen Mäusedreck, die mit einem Quartarius (ca.1/4 Liter) Wein vermischt werden! Diesen Trank muss der Patient zu sich nehmen, während er mit dem Bein, wo ihn die Hüfte schmerzt, auf einem Schemel steht – natürlich nach Osten gewandt. Danach muss er sofort mit diesem einen Bein vom Schemel springen und auf diesem noch drei Mal herumhüpfen – und dies an drei aufeinander folgenden Tagen. Ich könnte noch eine ganze Reihe solcher »Widersprüche« anführen und ein sinnvolles Heilmittel einem sinnlosen gegenüberstellen. Es wäre eine höchst interessante und amüsante Reise durch die Geschichte der Heilkunde in Gallien. Leider würde dies den Rahmen des vorliegenden Buches sprengen. Aus diesem Grund folgen nur kurz und unkommentiert ein paar Blüten des Marcellus Empiricus. Aber beurteilen Sie bitte nicht alle traditionellen Hausmittel aus längst vergangenen Tagen an den unten aufgeführten Rezepten. Natürlich habe ich diese auch mit einem kleinen Augenzwinkern ausgewählt.
Bei Bauchschmerzen nützen Weinbergschnecken, wenn sie in Wasser gekocht und dernach auf Kohle geröstet und in ungerader Zahl in einer Brühe, die mit Wein abgeschmeckt wurde, eingenommen werden!
Bei Bauchschmerzen, schneide in einen Jaspis einen von Strahlenumgebenen Drachen ein, so dass er sieben Strahlen hat. Fasse diesen bearbeiteten Stein in Gold und trage ihn am Hals!.
Bei Gelenkschmerzen: Du sammelst Steinbockmist am siebzehnten Tag nach Neumond, obgleich er auch sonst, bei abnehmendem Mond gesammelt, mit ähnlicher Wirksamkeit nützt, wenn nur das Heilmittel selbst am siebzehnten Tag nach Neumond zusammengestellt wird. Von diesem Mist tust Du so viel, wie Du mit der vollen Faust einer Hand fassen kannst, wenn nur die Zahl der Kügelchen ungerade ist, in einen Mörser und fügst fünfundzwanzig sehr sorgfältig zerriebene Pfefferkörner hinzu. Dann gibst Du eine Hemina (ca. 1/4 Liter) sehr guten Honig und eine Sextarii (ca. 1 Liter) sehr alten und sehr guten Wein hinzu, zerreibst alle Mistkügelchen darin und mischt alle Ingredienzen und bewahrst sie in einem Glasgefäß auf. Beginne, wenn Du das Heilmittel eingeben willst, am Tage des Jupiter (Donnerstag) und gib es sieben aufeinander folgende Tage hindurch, und zwar so, dass es der Patient auf einem Schemel stehend, nach Osten gewandt, trinkt. Wenn dies alles beachtet wird, muss der Patient, auch wenn er an allen Gelenken krank, verkrümmt und unbeweglich ist und ohne Hoffnung daliegt, am siebten Tage wieder gehen können.
