Des Menschen Weg - Werner Pütz - E-Book

Des Menschen Weg E-Book

Werner Pütz

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Beschreibung

Gedanken um Gott und die Welt kennzeichnen dieses Buch, einmal in einem zusammenhängenden Text aus Studienzeiten, dann in Bildskizzen über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren. Die gedankliche Verbindung der Menschen untereinander und mit dem Schöpfer dieser Welt soll in persönlicher Wertung herausgestellt werden. Die Frage der Wahrheit bleibt wie überhaupt im menschlichen Leben unbeantwortet. Einen Ausweg bietet nur der persönliche Glaube.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 29

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Werner Pütz

Des Menschen Weg

Geist und Schönheit

Geist und Schönheit sind die Urphänomene der Welt. Harmonie und Divergenz bestimmen Erscheinungsformen, die Angst hervorrufen, die Freude auslösen etc. Insofern kann Angst ein Urerlebnis sein. Primär allerdings sind solche Erlebnisse nicht, weil das beginnende Leben zunächst einen Selbstzweck zu erfüllen hat.

Die Konfrontation mit dem Leben ist sekundär. Hier erst können Rätsel auftreten, hier wird die Existenz vorderrangig. Die Fragwürdigkeit der Existenz stellt sich erst bei Widerständen aus sich selbst oder der Umwelt. Wenn wir in diese Welt hineingelassen wurden, dann ist das nicht grundsätzlich beklagenswert, denn wir haben die Chance, mit Geist und Schönheit in millionenfacher Form konfrontiert zu werden. Selbst unser Untergang ist begleitet mit dem Empfinden der Schönheit, des Geistes aus sich selbst und um uns selbst. Der Körper lebt mit der Seele, beide bilden eine Einheit, wenn das eine krank ist, leidet das andere mit. Wichtiger ist die Seele, sie hat stärkere motorische Kraft und vermag daher mehr, das jedoch gilt nur für die Kraft. Beide bedingen einander und sind für alle Zeiten nicht in Trennung voll lebensfähig. Mag auch die Seele als Geist leben können, die Schönheit hat sie nicht mehr.

Gedankenverloren, ins Abseits gestellt, die Zeit ist vorbei. Betriebsamkeit erreichte das Dorf, brach Schweigen auf, veränderte Strukturen. Noch lebt man hier in ländlicher Idylle, aber die Verwundbarkeit wird bewußt, die Grenzen sind gesetzt, Leben und Lust will geschützt werden. Heimat – ein Ruf in die ewige Zeit. Wohlfühlen im Dorf – Ausgangspunkt eigenen Erlebens.

Das Böse ist die bewußte gegen das Leben gerichtete Nutzung des Geistes zur Verfälschung des Schönen. Das Gute ist die Nutzung des Geistes zur Wahrung des Schönen. Das Schöne ist das Gute in feiner Verpackung, ist das nicht bewußt gegen das Leben gesetzte Tun, ist vielmehr Bejahung.

Das Leben ist das Prinzip schlechthin. Leben ist symptomatisch für alles Bewegende. Da wo Leben ist, ist Bewegung. Das Leben stellt sich aber dar im Geistigen und Körperlichen, einer unzertrennlichen Einheit in dem Ziel des Schönen. Das Schöne ist Endzweck. Die höchste Lebensstufe ist Schönheit, gepaart mit Geist in Harmonie.

Der Weg zu dieser Lebensstufe ist millionenfach denkbar. Geist und Schönheit in Harmonie absolut gesetzt, ist Gott. Von ihm geht das Leben aus; er ist das Muster. Ansonsten liegt es an den Menschen, an den Dingen, welchen Geist-Schönheitsgrad jemand erreicht. So ist es denkbar, dass ein ganz einfacher Mensch in der Einfachheit seines Geistes einen großen Grad des Geistes in dieser Einfachheit erfasst hat und durch sein Handeln einen Schönheitsgrad erreicht hat, der schon menschliche Traumgrenze ist.

Auch das Leid hat es in sich, in der grausamsten Form, aber es rührt nicht von Gott her, es ist vielmehr der bewusste Affront gegen das Leben als Geist-Schönheit. Es ist der Kampf gegen das Streben der Welt dahin, die Vernichtung nicht nur des eigenen Ichs. Doch nicht jeder, der durch diesen Kampf sein Planziel verfehlt, ist verloren, sondern der, der sich selbst und andere vernichten will. Darin liegt die Abkehr von Gott.

Kommen und Gehen – ein ewiger Kreislauf – Wirbel der Bewegung, endloses Bildband, tausend Gesichter, wandelbare Gestalten.