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Endlich gute Blutdruck-Werte!
Ihre Blutdruckwerte sind in der letzten Zeit nicht in Ordnung gewesen? Damit sind Sie nicht allein, Bluthochdruck gilt inzwischen als Volkskrankheit Nummer 1. Der Arzt empfiehlt Medikamente - manchmal zu früh. Denn erhöhte Blutdruckwerte können auch auf natürlichem Weg behandelt werden. Es genügen schon kleine Änderungen im Alltag, um Ihre Blutdruckwerte zu senken: gezielte Ernährung, Bewegung und Entspannung.
Und das geht ganz nebenbei! Hier finden Sie 50 Tipps, die sich problemlos in Ihren Alltag integrieren lassen. So können Sie Ihren Blutdruck nachhaltig normalisieren und Folgeerkrankungen aktiv entgegenwirken.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 75
Veröffentlichungsjahr: 2018
Die 50 besten Bluthochdruck-Killer
Dr. med. Gabi Hoffbauer
3. Auflage 2018
3 Abbildungen
Bluthochdruck – arterielle Hypertonie – ist vor allem in den reicheren Nationen der westlichen Welt eine weitverbreitete Krankheit. Einen normalen Blutdruck unter 130/85 mmHg haben in Deutschland nur zirka 40 Prozent aller erwachsenen Männer und etwa 60 Prozent der Frauen zwischen 25 und 74 Jahren. In dieser Altersklasse ist also – nach dieser Definition – nahezu jeder zweite Hypertoniker!
Die Gefahr von Bluthochdruck liegt darin, dass man ihn in den Anfangsphasen kaum bemerkt. Probleme zeigen sich erst dann, wenn die arteriellen Blutgefäße im Körper durch den erhöhten Blutdruck krankhaft verändert sind. Diese durch Bluthochdruck – und andere Risikofaktoren – verursachte Arteriosklerose wiederum führt dann eventuell zu Herzinfarkt, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen der Beine und vielen anderen Erkrankungen.
Bei der Mehrheit der Bluthochdruckfälle handelt es sich um eine klassische Wohlstandskrankheit: Der Blutdruck steigt weniger mit dem Alter, sondern in erster Linie mit dem Körpergewicht. Hier sollten Sie so früh wie möglich gegensteuern. Mit einem normalen Gewicht, viel Bewegung und einem ausbalancierten Lebensstil können Sie einen erhöhten Blutdruck in vielen Fällen auch ohne Medikamente in den normalen Bereich senken. Das Gute dabei: Durch ein so verändertes gesundes Leben bekommen Sie meist auch die anderen Risikofaktoren wie Fett- und Zuckerstoffwechselstörungen wieder in den Griff.
Wenn sich nach mehreren Messungen erwiesen hat, dass Ihr Blutdruck über 140/85 mmHg liegt, oder auch nur 130/85 mmHg übersteigt, dann sollten Sie alle Maßnahmen ergreifen, um ihn mit natürlichen Mitteln zu normalisieren. Selbst wenn sogar Ihr Arzt meint, das »bisschen Bluthochdruck« könne Ihnen doch nichts anhaben: Es verhält sich genau umgekehrt. Die meisten Menschen mit einem Herzinfarkt hatten zuvor auch nur einen »leicht« erhöhten Blutdruck, einen »etwas« angestiegenen Cholesterinspiegel und einen vielleicht »nur gering« über der Norm liegenden Blutzuckerwert.
Dass ein gesunder Lebenstil gar nicht so schwer ist, wie Sie vielleicht meinen, werden Sie sehen, wenn Sie die Tipps in diesem Buch lesen. Fangen Sie einfach mit dem an, was Ihnen am leichtesten fällt. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Spaß bei der Umsetzung – und genießen Sie Ihr neues Wohlbefinden!
Ihre Dr. med. Gabi Hoffbauer
Liebe Leserinnen und Leser,
Teil I Hoher Blutdruck – was ist das?
1 Definition Bluthochdruck
1.1 Was bedeuten »systolisch« und »diastolisch«?
1.2 Beschwerden durch Bluthochdruck
1.3 Den Blutdruck richtig messen
1.3.1 Fehldiagnosen vermeiden durch 24-Stunden-Blutdruckmessung
1.3.2 Den Blutdruck selbst ermitteln
1.4 Ursachen und Risikofaktoren
1.4.1 Durch Krankheit zum Bluthochdruck?
1.4.2 Medikamente als Blutdrucktreiber
1.5 Die Gefahren des Bluthochdrucks
2 Baustein 1: Ernährung
2.1 Werfen Sie Ihre negativen Einstellungen über Bord
2.2 Essauslöser finden und regulieren
2.3 Essen Sie bewusster
2.4 Mehr Zeit zum Essen!
2.5 Essen Sie mit mehr Genuss
2.6 Verkleinern Sie die Portionen
2.7 Verringern Sie die Energiezufuhr
2.8 Essen Sie, sooft Sie wollen
2.9 Frisch zubereiten
2.10 Viel Geschmack mit wenig Fett
2.11 Vielfalt statt Eintönigkeit
2.12 Verwenden Sie gutes Obst und Gemüse
2.13 Süßes naschen – nicht futtern
2.14 Durst mit Wasser löschen
2.15 Salz sparen
2.16 Kaffee, Schwarztee und Cola nur in Maßen
2.17 Genießen Sie wenig Alkohol
2.18 Hören Sie auf zu rauchen
3 Baustein 2: Bewegung
3.1 Gehen Sie öfter zu Fuß
3.2 Tricksen Sie Bequemlichkeiten aus
3.3 Bewegen Sie sich auch beim Stehen
3.4 Machen Sie etwas ungewöhnlich »Bewegtes«
3.5 Machen Sie Negativargumenten den Garaus
3.5.1 Was Sie sich vorstellen können, können Sie auch tun
3.6 Suchen Sie sich eine Sportart, die Ihnen Freude bereitet
3.7 Verzichten Sie auf Ehrgeiz und meiden Sie Aufregungen
3.8 Trainieren Sie mit der optimalen Intensität
3.9 Trainieren Sie vor allem Ihre Ausdauer
3.10 Kräftigen Sie Ihre Muskeln – aber sanft
3.10.1 Langsam steigern, an alle Muskelpartien denken
3.11 Meiden Sie Pressatmung
3.12 Lernen Sie die Sprache Ihres Körpers
3.13 Steigern Sie sich langsam
3.14 Überwinden Sie Durchhänger
3.15 Bleiben Sie Ihr Leben lang sportlich
3.16 Erweitern Sie ständig Ihr sportliches Bewusstsein
4 Baustein 3: Entspannung
4.1 Planen Sie Ihren Tag
4.1.1 Kleine und große Pausen fest einplanen
4.2 Merzen Sie selbst gemachten Stress aus
4.3 Stoppen Sie überhöhte Ansprüche
4.4 Pflegen Sie einen gesunden Egoismus
4.5 Lernen Sie zu delegieren
4.6 Vermeiden Sie negative Bewertungen
4.7 Bleiben Sie locker bei Neuem und Ungewohntem
4.8 Lernen Sie Entspannungstechniken
4.9 Schlafen Sie genug
4.10 Suchen Sie im Urlaub Anregung statt Aufregung
4.11 Genießen Sie Wärme
4.12 Lernen Sie, öfter einmal Nein zu sagen
4.13 Unterbrechen Sie den Stress mit kleinen Übungen
4.14 Lachen Sie öfter aus vollem Herzen
4.15 Bereiten Sie Freude
4.16 Genießen Sie Ihr Glück und sagen Sie häufiger Danke
Autorenvorstellung
Impressum
1 Definition Bluthochdruck
2 Baustein 1: Ernährung
3 Baustein 2: Bewegung
4 Baustein 3: Entspannung
Ab wann spricht man von einem hohen Blutdruck und welche Konsequenzen hat eine Erhöhung für den Menschen?
Experten haben die Definition für Bluthochdruck genau festgelegt, indem sie zahlreiche große wissenschaftliche Untersuchungen auswerteten. Dabei haben sie die Grenze genau dort gezogen, wo ein erhöhter Blutdruck offensichtlich zu anderen, teilweise bedrohlichen Erkrankungen führt.
Da die Wissenschaft stetig im Fluss ist, haben sich die Definitionen von hohem Blutdruck im Laufe der Jahre immer wieder geändert. In letzter Zeit sanken die Grenzen weit nach unten. Der Grund dafür ist, dass die Empfehlungen der Experten Ihnen die größtmögliche Sicherheit geben wollen, dass Ihr Blutdruck keinerlei Risiko für einen späteren Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder andere Komplikationen darstellt.
Vielfach wird kritisiert, dass die niedrigen Grenzen für einen normalen Blutdruck vor allem den Herstellern von blutdrucksenkenden Medikamenten nützen, um ihre Produkte nahezu an jedermann zu verkaufen. Doch dieser Kritik kann man entgegnen, dass jeder einem hohen Blutdruck durch einen gesunden Lebensstil weitgehend vorbeugen und diesen in vielen Fällen auch behandeln kann – ohne dass er auf blutdrucksenkende Medikamente zurückgreifen muss.
In den USA haben die Kardiologen 2017 die Grenzen für einen zu hohen behandlungsbedürftigen Blutdruck gesenkt. In ihren Leitlinien bewerten sie von nun an einen Blutdruck über 130/80 mmHg als hoch. Grundlage dafür sind Untersuchungen, die gezeigt haben, dass bereits bei systolischen Blutdruckwerten von 130–139 mmHg Herz-Kreislauf-Erkrankungen erheblich ansteigen. Um dies zu verhindern, sollen die Blutdruckwerte auf unter 130/80 mmHg gesenkt werden. In Deutschland gelten weiterhin die in der Tabelle angegebenen Definitionen. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass sich eines Tages auch die deutschen Fachgesellschaften den amerikanischen Empfehlungen anschließen.
Definition und Klassifikation von Blutdruckbereichen*
Blutdruck (in mmHg)
Systolisch
Diastolisch
optimal
< 120
< 80
normal
120–129
80–84
hoch normal
130–139
85–89
Bluthochdruck
≥ 140
≥ 90
Stadium I (leichte Hypertonie)
140–159
90–99
Stadium II (mittelschwere Hypertonie)
160–179
100–109
Stadium III (schwere Hypertonie)
≥ 180
≥ 110
isolierte systolische Hypertonie
≥ 140
< 90
Fallen Ihr systolischer und Ihr diastolischer Wert in verschiedene Klassen, dann wird die höhere Klasse gewählt.
* Nach den Leitlinien der European Society of Hypertension und der European Society of Cardiology 2013
Um das Kreislaufsystem in Gang zu halten und das Blut ständig durch den gesamten Körper mit all seinen Organen und Geweben fließen zu lassen, ist Druck notwendig: der »Blutdruck«. Physikalisch gesehen ist der Blutdruck das Produkt aus der Menge an Blut, die das Herz in einer Minute in den Kreislauf pumpt, und dem Widerstand, den die Gefäße ihm dabei entgegensetzen. Der Blutdruck, den der Arzt, seine Helferin oder auch Sie selbst am Oberarm messen, entspricht weitgehend dem Druck in den großen Schlagadern (Arterien), die vom Herzen in den Körper führen. Hier werden immer zwei Werte festgestellt: der obere systolische und der untere diastolische Wert.
Der systolische Blutdruckwert entsteht, wenn das Herz schlägt, es sich also zusammenzieht und Blut in den Körper pumpt. Da dieser Vorgang am Herzen Systole (griechisch für Zusammenziehen) heißt, nennt man den dabei gemessenen Wert den systolischen Blutdruck. Im Anschluss daran entspannt sich der Herzmuskel und füllt sich erneut mit Blut. In dieser Zeit sinkt der Druck in den Schlagadern kontinuierlich ab, bis das Herz erneut schlägt. Diese Entspannungsphase heißt Diastole (griechisch für Ausdehnung) – entsprechend wird der minimal messbare Druck vor einem neuen Herzschlag diastolischer Blutdruck genannt.
Die meisten Menschen merken gar nicht, dass ihr Blutdruck erhöht ist, da ein erhöhter Blutdruck oft keine oder nur uncharakteristische Symptome hervorruft. Ein Hinweis auf zu hohe Blutdruckwerte können Kopfschmerzen sein, insbesondere morgendliche Schmerzen im Hinterkopf. Auch wenn Sie gelegentlich den Puls spüren oder ihn im Ohr hören, könnte die Ursache Bluthochdruck sein. Weitere mögliche Symptome eines erhöhten Blutdrucks können Schwindel und Ohrensausen sein, darüber hinaus Nasenbluten, Nervosität, Schlafstörungen, Abgeschlagenheit, Atemnot, Schmerzen oder ein Druckgefühl auf der Brust.
Weil Bluthochdruck kaum zu bemerken ist, ist es wichtig, dass Sie gelegentlich, am besten einmal pro Jahr, den Blutdruck messen lassen, z. B. anlässlich eines Arztbesuches aus anderen Gründen. Auch in der Apotheke können Sie um diese Messung bitten.
Um festzustellen, ob Sie einen hohen Blutdruck haben, sollten Sie ihn einige Male in der Arztpraxis messen lassen. Ruhen Sie vor der Messung mindestens fünf Minuten aus, rauchen Sie vorher nicht und trinken Sie keinen Alkohol. Sagen Sie es Ihrem Arzt, falls Sie seelisch angespannt sind oder sich körperlich angestrengt haben. All dies beeinflusst das Messergebnis.
