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Chakren sind feinstoffliche Energiesammelpunkte, welche Auswirkungen auf unsere physikalische, emotionale und energetische Ebenen haben. Ein energetischer Mangel bei einem Chakra, kann sich in Problemen die zu den jeweiligen Themenbereichen der Chakren gehören manifestieren. Sind unsere Chakren balanciert, sind auch wir ausgeglichen. In diesem Buch werden neben den sieben bekannten Haupt-Chakren auch verschiedene Neben-Chakren und weitere Energiesammelpunkte besprochen. Zu jeden Bereich gibt es verschiedene Übungen und Meditationen zur Energetisierung und Balancierung, sowie weitere Anwendungsmöglichkeiten.
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Seitenzahl: 139
Veröffentlichungsjahr: 2026
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HINWEIS: Dieses Buch dient nur der Information und kann keine ärztliche-oder therapeutische Behandlung ersetzen.
Wichtiger Hinweis
Die Unsichtbare Welt und das Spiel der Energie
Das Chakra als feinstoffliche Energiezentrale
Die Erdung
Emotionen und Kreativität
Wille und Autorität
Liebe und Mitgefühl
Chi-Fluss in Handgelenke, Ellenbogen und Hände
Chakren als Tore zur Umwelt
Ausdruckskraft und die Wirkung des Wortes
Vision und Intuition
Tore zum Unendlichen
Chakren als Hilfe zur Wunscherfüllung
Chakren als Hilfe zur Trauma-Lösung
Themen und Botschaften der sieben Chakren
Schlusswort
Aktivierte und gut funktionierende Chakren können zu erweiterter spiritueller Entwicklung und körperlichem Wohlbefinden, sowie auch der Linderung bestimmter Beschwerden beitragen, aber Chakra-Übungen sind kein Ersatz für eine medizinische Therapie. Alle Übungen stammen aus meinem eigenen Übungsprogramm, aber jeder Mensch reagiert anders auf feinstoffliche Energien. Daher muss bei Erkrankungen und ernsten Beschwerden immer zuerst ein Arzt oder zugelassener Therapeut um Rat gefragt werden. Auch dürfen medizinische Behandlungen nicht unterbrochen und durch ein Chakra-Training ersetzt werden. Es ist möglich, dass sich in einigen Fällen auch Krankheits-Symptome durch spirituelle Techniken verschlimmern können. Wenn man unter psychischen oder nervösen Beschwerden leidet, muss der Arzt oder Therapeut entscheiden, ob man die Übungen durchführen darf.
Grammatikalisches Geschlecht: In diesem Buch verwende ich das grammatikalische Geschlecht. Wird von „er“ gesprochen, dann ist nicht ein Mann gemeint, sondern der Mensch, unabhängig von einer bestimmten Geschlechtszuordnung.
Es gibt vieles, was unbegreiflich erscheint. Wir sehen einen Gegenstand und glauben, dass dieser aus dichter und stabiler Materie besteht. Auf einer feinstofflicheren Ebene würden wir ihn aber nicht so wahrnehmen. Dort erschiene uns dieses Objekt als die Summe ineinander verhakter Energiepartikel oder sogar als Energiewellen. Je feiner und höher die Ebene, desto schneller schwingen diese Teile. In einer solchen Ebene wäre es leicht, die Hand durch das „Ding“ zu strecken. Es gibt tatsächlich Menschen, die die Schwingungsrate von Gegenständen schon auf der materiellen Ebene erhöhen können, so dass diese Gegenstände in eine feinstofflichere Form übertragen werden. Aus dem energetischen Zustand werden die Gegenstände dann wieder an einen anderen Ort gebracht, also erneut materialisiert. So unbegreiflich es erscheint, genauso mystisch wäre ein Radio oder ein Flugzeug für einen Menschen aus dem Mittelalter. Der moderne Mensch ist mittlerweile viel eher geneigt, derartige Phänomene in Betracht zu ziehen, denn durch die Quantenphysik ist man doch schon um einiges offener geworden.
Aber die Welt ist im Wandel. Man nimmt die Fähigkeiten des Geistes und viele unerklärliche Phänomene etwas ernster, ist eher bereit dem Unerklärlichen eine Existenz zu bestätigen. Obwohl es immer noch leichter ist, den Fortschritt, der mit Gerätschaften und Hilfsmitteln erzielt werden kann, anzuerkennen, als die Macht der Gedanken und des menschlichen Geistes. Daher betrachtet man die sogenannten Grenzwissenschaften, die sich mit Bereichen wie Telepathie, Telekinese, Materialisationsphänomen, Hellsicht, Telekinese, aber auch mit anderen parapsychologischen Fachgebieten auseinandersetzen, sehr oft kritisch. Das ist grundsätzlich verständlich und auch erst einmal erwünscht. Leichtgläubigkeit hat schließlich schon zu vielen Enttäuschungen geführt. Man bleibt verständlicherweise oft skeptisch, weil streng wissenschaftliche und immer belegbare und vor allem reproduzierbare Beweise schwer zu erbringen sind. Der Mensch ist, anders als eine Maschine, sehr störanfällig. Eine gleichbleibende Leistung unter den verschiedensten Bedingungen kann hier nicht garantiert werden. Nimmt man als Beispiel einmal die Tests, die vor einigen Jahrzehnten mit Rutengängern gemacht worden sind, wird das deutlich. Der durchschnittliche Rutengänger produziert natürlich nicht immer ein hundertprozentig stimmiges Ergebnis. Menschen haben Biorhythmen, die leicht durch Wetter, Gesundheitszustand, oder astrologische Beeinflussung, durcheinandergeraten können. Fühlt man sich an einem Tag schlecht, weil man sich vielleicht eine Erkältung geholt hat, fällt das Ergebnis eventuell schlechter aus. Die Trefferquote sinkt. Das kann auch durch Übermüdung, Alkoholgenuss am Vortag, oder sogar durch ein unruhiges Umfeld ausgelöst werden. Der an sich schon störanfällige Mensch, muss nun sein Können vor vielen prüfenden Augen und dann vielleicht auch noch im elektrischen Feld von Fernsehkabeln und Kameras beweisen. Mit ein wenig gesundem Menschenverstand wird klar, dass es bei vielen Probanden nicht so gelingt, wie erwünscht. Aber wir Menschen wollen nun einmal alles bewiesen haben. Die Bestätigung von geheilten Personen, die nach einer rutentechnischen Untersuchung ihren Schlafplatz saniert haben, zählt da nicht. Man will andere Beweise. Diese unsichtbare Welt und die feinstofflichen Schwingungen, die wir nur über ganz besondere Sinne wahrnehmen können, steht aber auch mit den Energiezentren in unserem Körper, den Chakren, in Verbindung. Auch unsere Energiezentren sind störanfällig und geraten hin und wieder aus dem Gleichgewicht. Gut ausbalancierte Chakren lassen uns Schwierigkeiten leichter meistern. Umgekehrt können aber bestimmte äußere Einflüsse unser Energiegefüge schnell stören. Im vorher erwähnten Beispiel der Rutenversuche sind gut arbeitende Chakren ebenfalls wichtig. Bei allen Beschäftigungen im energetischen Bereich spielen ausbalancierte Chakren eine wichtige Rolle.
Unser Körper ist ein Wunderwerk. Selbst auf der materiellen Ebene ist der „Bauplan“ unseres Körpers ein absolutes Meisterwerk. Auf einer feineren Ebene sind alle Organe und Drüsen durch feine energetische Leitbahnen, den Meridianen, verbunden. Diese Meridiane versorgen jeden Teil unseres Körpers mit Energie. Ist der Fluss dieser Energie gestört, dann entsteht ein Ungleichgewicht. Durch eine Stauung in einem Bereich entsteht dort eine Überfülle, an anderer Stelle wird durch diese Störung aber ein Mangel erzeugt. Energetische Medizin, wie Akupunktur oder Homöopathie, stellt einfach die Balance wieder her. Die Energie fließt und der Körper heilt. Wie kommt die Energie aber in unseren Körper? Natürlich nehmen wir Energie durch die Nahrung auf. Das sorgfältig abgestimmte Zusammenspiel unserer Organe sorgt dafür, dass die aus der Nahrungsaufnahme gewonnene Energie, auch dorthin transportiert wird, wo sie gebraucht wird. Und wir nehmen feinstoffliche Energien durch die Atemluft auf. Jeder einzelne Atemzug bringt uns nicht nur die perfekte Mischung an Sauerstoff, Stickstoff, Kohlendioxid und anderen Gasen, sondern er bringt uns auch noch eine viel feinere Energie. Diese Energie ist unter anderem als Prana oder Qi bekannt. Aber dies sind bei weitem noch nicht alle Energiequellen, die uns zu Verfügung stehen. Energie kann auch schon durch die bloße Vorstellungskraft in unseren Kreislauf gelangen. Gedanken wirken auf einer feinstofflichen Ebene und können daher feinstoffliche Energien zur Aufnahme bringen, sie können aber genauso feinstoffliche Energien durch falsches und fehlgeleitetes Denken vergeuden. Daher ist es tatsächlich wichtig, eine gewisse Gedankenkontrolle zu üben.
Energie muss im Körper verteilt werden, damit sie jedem Bereich und jedem Organ zur Verfügung steht. Für die Verteilung der Energie, aber auch zu einem großen Teil für die Aufnahme von Energie, sind die Chakren zuständig.
Wie viele solcher Chakren es in unserem Körper gibt, darüber gehen die Meinungen etwas auseinander. Das klassische Yoga kennt sieben Chakren, aber auch viele Neben-Chakren. Auch die westliche Mystik der Vergangenheit arbeitete mit sieben Chakren, allerdings waren diese oft nicht identisch mit dem indischen System. Das Milz-Chakra, welchem man Bedeutung in der magischen Praxis nachsagte, ersetzte das Sexual-Chakra der indischen Lehre. Im Yoga spielte das Milz-Chakra hingegen in den meisten Lehrmeinungen keine besondere Rolle. Magischen Phänomenen, den sogenannten Sidhi, stand man generell ablehnend gegenüber, da die Erweckung übersinnlicher Fähigkeiten vom eigentlichen Ziel ablenken würde. Heute wird bereits mit mehr Chakren gearbeitet, die nicht mehr als unwichtige Neben-Chakren angesehen werden, sondern einen besonderen Stellenwert haben. Manchmal werden zwölf Haupt-Chakren angenommen. Dazu kommen die zahlreichen Neben-Chakren. In taoistischen Systemen misst man oft auch diesen Neben-Chakren als Energiesammelpunkte eine große Bedeutung zu.
Die sieben klassischen Chakren
In diesem Buch geht es in erster Linie um die praktische Arbeit mit den Chakren, also allein um den angewandten Nutzen. Über Bezeichnung und Wirkung der einzelnen Chakren gehen die Meinungen schon einmal auseinander. Wer sich mit dem Thema intensiv beschäftigt, der merkt schnell, dass jeder Lehrer ein wenig abweichende Modelle verwendet. Nach dem ich verschiedene Modelle ausprobiert habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es letztendlich auf den Erfolg ankommt, den man persönlich damit erzielt. Das ist ganz im Sinn von „Prüfet alles und das Beste behaltet“ oder „Die Wirkung bestimmt was gut ist“. Der Leser sollte daher seine eigenen Vorlieben für die Bezeichnungen der Chakren und bezüglich der Einstufung als Haupt-Chakra oder Nebenzentrum behalten. Die Wirkung der Übungen wird davon nicht betroffen. Bücher dürfen gerne auch als Inspiration und Grundlage für eigene Experimente angesehen werden.
Der Gebrauch eines Chakras kann, abgesehen von spirituellen Vorteilen, mehr Energie in den physikalischen Körper bringen. Durch aktivierte Chakren können aufgenommene Energiemengen besser und leichter verteilt werden und an die richtigen Stellen geleitet werden. Ein gut funktionierendes Chakra hält die dazugehörigen Meridiane und die damit verbundenen Organe gesund und jung. Ausgeglichene Chakren können natürlich auch bestimmte Fähigkeiten erleichtern und manchmal sogar Krankheiten bessern.
Chakra-Training ist kein Ersatz für medizinische Therapie und den Arztbesuch. Deswegen bitte ich, den Hinweis am Anfang des Buches ernst zu nehmen.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass ein schrittweises Erhöhen des Übungspensums besser geeignet ist, um sich an die veränderten energetischen Zustände zu gewöhnen, falls man noch nicht mit dem Thema vertraut ist. Man kann nämlich durchaus eine Art von energetischem „Muskelkater“ entwickeln und sich durch die Übungen sogar unwohler fühlen, wenn man es übertreibt. Alles im Leben sollte mit Maß und vorsichtig erfolgen. Dann kann man den größten Nutzen daraus ziehen. Sollten sich ungewöhnliche oder unangenehme Begleitsymptome zeigen, was selten vorkommt, aber durchaus möglich ist, sollte für ein paar Tage pausiert werden. Gesunde Menschen haben in der Regel aber keine Probleme damit.
Durch die Arbeit mit allen Chakren kann eine optimale Energieverteilung, auch in den feinstofflichen Körpern, erreicht werden. Der Mensch ist ein Energiewesen. Ohne ausreichende Zufuhr hochwertiger Energie können wir nicht voll funktionsfähig und gesund sein. Es ist zwar möglich, sozusagen am Energieminimum zu existieren, aber das ist natürlich keinesfalls wünschenswert.
Viele Farbübungen in diesem Buch benutzen die klassischen Farben nach Charles Leadbeater. Diese wirken aufgrund ihrer Schwingungsrate sehr gut auf die Chakren und sind einfach anzuwenden. Diese Farbzuordnungen begegnen uns in vielen Publikationen und werden in den meisten offiziellen Lehrkursen verwendet. Gelegentlich habe ich auch andere Farben in den Übungen erwähnt. Wer eigene Vorlieben hat, die bei Übungen gute Wirkung zeigen, kann gerne die Übungen jederzeit entsprechend abändern. Durch Ausprobieren stellt sich schnell heraus, welche Farbe die angenehmste Schwingung für den Übenden darstellt. Hellsichtige Personen sehen die Chakren oft auch mehrfarbig und etwas komplexer. Es spricht nichts dagegen, wenn man die Erscheinung des Chakras kennt, oder auch wahrnehmen kann, oder durch Publikationen Zugang zu Darstellungen hat, mit diesen Chakra-Modellen zu meditieren. Es gibt spezielle Chakra-Bilder oder Karten im Handel, die dazu verwendet werden können.
Ob man die Bewegung eines Chakras eher als Drehbewegung oder als Pulsieren wahrnimmt, ist individuell verschieden. Das Pulsieren ist eine polaritätsneutrale Methode, die das Chakra bewegt, ohne eine bestimmte Richtung zu beeinflussen. Es gibt tatsächlich verschiedene Meinungen zur Drehrichtung. Sehr populär ist auch die Ansicht, dass das Sexual-Chakra bei Männern rechts dreht, bei Frauen links. Alle anderen Chakren bewegen sich dann in abwechselnder Folge, so dass das Kronenchakra des Mannes rechts dreht und das der Frau links. Dann kommt noch die Frage auf, ob Männer, die sehr starke Yin Qualitäten haben, vielleicht wie Frauen schwingen und Frauen, die starke Yang Qualitäten aufweisen, wie Männer schwingen. Manchmal wird auch die generelle Rechtsdrehung gelehrt. Dies muss hellsichtig genauer betrachtet werden. Tatsächlich wird bei bestimmten Exerzitien ein gezieltes Drehen nach links oder rechts erzeugt, um Energie verstärkt abzugeben oder aufzunehmen. Beim Pulsieren kann sowohl Energie eingesaugt, als auch abgeleitet werden. Die individuell vorhandenen Drehrichtungen der Chakren sind meiner Meinung nach bei jedem Menschen entsprechend der Tagesform unterschiedlich. Kann man sich nicht so gut in die Richtung einfühlen, kann man mit einem Pendel die vorhandene Drehrichtung ermitteln. So haben wir eine Möglichkeit, auch ohne hellsichtig zu sein, die eigene Drehrichtung, oder die von Übungspartnern zu ermitteln. Welche Drehrichtung angenehmer empfunden wird, hängt wahrscheinlich auch vom Energiestatus ab. Früher wurde auch gerne in Pendelkursen auf die unterschiedliche Polarität der Hand bei Männern und Frauen eingegangen. Frauen wurde oft empfohlen, mit der linken Hand zu pendeln, da diese Hand als die weiblich aktive Seite angesehen wurde. Ich kann das für mich nicht bestätigen. Es mag Personen geben, bei denen dies so ist, aber die meisten Pendel-Kolleginnen nutzen auch lieber die rechte Hand, außer sie sind Linkshänderinnen. Deshalb denke ich, dies sollte individuell entschieden und nicht zu einer unumstößlichen Regel gemacht werden.
Im Idealfall sollte vor der Chakra-Arbeit die Energiebilanz im positiven Bereich sein. Fühlt man sich energetisch unterversorgt, ist das vorrangige Thema das körperliche Wohlbefinden. Durch gesunde und ausgeglichene Ernährung und eine gesunde Lebensweise kann man viel zur Erholung und Gesundung des physikalischen Körpers beitragen und die geeignete Vorbereitung für spirituelles Wachstum schaffen. Deshalb gehe ich hier noch einmal ganz kurz auf die wichtigsten energetischen Maßnahmen auf der körperlichen Ebene ein.
Die Ernährung ist die Grundlage. Es ist nicht notwendig, sich in einer bestimmten, festgelegten Weise zu ernähren. Das heißt, man muss nicht vegan, vegetarisch oder etwa als Rohköstler leben, um sich gut zu ernähren. Diese Ernährungsformen können zwar bei bestimmten Konstitutionen nützlich sein, haben aber grundsätzlich nichts mit einem Chakra-Training zu tun. Zu beachten sind ernährungsmäßig lediglich folgende Punkte:
Pflanzliche Ernährung sollte immer das Übermaß haben. Dazu gehören an erster Stelle Gemüse, gefolgt von Getreide und Früchten. Obst enthält neben vielen wertvollen Inhaltsstoffen leider auch viel Fruchtzucker. Auch, wenn man kein Diabetiker ist, sollte man hier etwas Maß halten und die vernünftige Menge nicht überschreiten. Ein Übermaß an Fruchtzucker kann beispielsweise die Leber schädigen.
Wichtig ist das Gespür für das eigene Wohlbefinden und die individuell zuträgliche Menge.
Man sollte darauf achten, auch genügend rohe und nicht weiterverarbeitete Gemüse zu essen. Rohkost ist reich an Ballaststoffen, putzt den Darm und liefert Vitalstoffe in großer Menge. Ausnahme hiervon ist eine Störung des Verdauungstraktes. Wenn es Probleme mit der Verdauung von Rohkost gibt oder ein Arzt diese Ernährungsform als kritisch für die betreffende Person sieht, sollte Rohkost durch gedünstete oder anders zubereitete Pflanzenkost ersetzt werden.
Wenn möglich sollte auch Vollkorn statt ausgemahlenen Getreideerzeugnissen gewählt werden. Das ganze Korn oder die Verwendung von Schrot und anderen Vollkornvarianten bringt mehr Ballaststoffe und mehr Vitalstoffe. Bei Darmbeschwerden, wie beispielsweise Divertikelbildung oder extremen Reizdarm-Beschwerden, kann Vollkorn-Nahrung jedoch kontraindiziert sein.
Tierische Nahrung kann man maßvoll konsumieren. Fleischerzeugnisse sollten möglichst selten und hauptsächlich als Bio-Erzeugnis verzehrt werden. Auch bei Milchprodukten sollte Maß gehalten werden. Niemand muss unbedingt vegan leben. Das Maß macht alles. Aber viele Erkrankungen sind auf übermäßigen Milchverzehr zurückzuführen. Milchkonsum schützt leider nicht vor Osteoporose und anderen Krankheiten, sondern kann den Boden für viele Beschwerden in einigen Fällen sogar vorbereiten. Daher sollte man diese Lebensmittel mit Bedacht und in zurückhaltenden Mengen zu sich nehmen. In kleinen Mengen können Milchprodukte und Eier durchaus gesundheitsfördernd sein. Gibt es Erkrankungen durch erhöhte Säurebildung, wie Gicht oder Arthrose oder Störungen des Cholesterinstoffwechsels, dann sollte der Arzt um Rat gefragt werden.
Zucker ist als Gewürz zu sehen. Genau wie Salz sollte auch Zucker sparsam und bedächtig eingesetzt werden. Gesunde Menschen dürfen gerne Süßigkeiten und gesüßte Speisen in vernünftigen Mengen zu sich nehmen. Zucker-Austauschstoffe sind leider nicht uneingeschränkt unbedenklich. Manchmal ist der herkömmliche Zucker sogar besser. Bei Diabetes, Leberschäden und anderen Erkrankungen empfiehlt sich das genaue Beobachten der täglichen Aufnahmemenge und im Zweifelsfall bitte den Rat des Arztes oder Ernährungsberaters einholen.
Kaffee, Schwarztee und andere koffeinhaltige Getränke sind kein Ersatz für Wasser, sondern Genussmittel. Bei Erkrankungen der Herzklappen, starker Nervosität oder Bluthochdruck empfiehlt sich auch hier vorsichtiger Konsum. Generell ist nichts verboten. Die Menge macht es. In einigen Fällen wird der Arzt aber vielleicht sogar ganz abraten. Ärztlicher Rat ist diesbezüglich unbedingt zu beachten.
Alkohol und Zigaretten sind schon an der Grenze zu den Drogen. Alles ist aber erlaubt, solange keine gesundheitlichen Bedenken bestehen oder eine Abhängigkeit bereits im Entstehen ist. Es ist wichtig, sich selbst gegenüber ehrlich zu sein! Kann man auf den Cognac nach dem Essen nicht verzichten? Oder braucht man dringend eine Rauchpause? Dann ist man schon in geringem Maß abhängig und man sollte seine Gewohnheiten genauer überprüfen.
Nach der Ernährung gibt es noch ein paar Dinge, die wichtig sind für die körperliche Fitness und Gesundheit. Dazu gehört ausreichend Schlaf. Ab und zu mal die Nacht zum Tag machen ist in Ordnung. Aber es ist immer darauf zu achten, dass es kein Dauerzustand wird. Es muss die Ausnahme bleiben. Ideal ist nicht nur genügend Schlaf, sondern auch, dass man erholsam schläft. Dazu gehört ein sauberes, gelüftetes Schlafzimmer, ein bequemes Bett ohne technische und elektrische Gerätschaften im Raum, saubere Bettwäsche, nach Möglichkeit ein Bett, welches auf einem strahlungsfreien Platz steht (kein Elektrosmog, keine Untergrund-Strahlungen, keine Funkstrahlung).
Einschlafprobleme kann es geben, wenn man kurz vor dem Schlafen noch Computerarbeiten erledigt oder das Mobiltelefon benutzt hat. Auch Fernsehen unmittelbar vor dem Zubettgehen kann unter Umständen Probleme bereiten. Ein schöner Spaziergang, ein kleines Einschlafritual, wie beispielsweise das Trinken eines Bechers warmer Pflanzenmilch oder Kräutertee, entspannende Musik oder auch Entspannungsübungen, können hier helfen.
