Die Cholesterin-Lüge - Walter Hartenbach - E-Book

Die Cholesterin-Lüge E-Book

Walter Hartenbach

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Beschreibung

Die Cholesterinsenkung ist für Pharmafirmen, Ärzte und Margarineindustrie ein Milliardengeschäft - aber nach Erkenntnis von Professor Hartenbach und einigen führenden Wissenschaftlern völlig unnötig, schädlich und in vielen Fällen sogar lebensgefährlich. Die durch das Cholesterin senkende Medikament Lipobay verursachten Todesfälle haben die Öffentlichkeit aufgeschreckt - wie groß die Irreführung der Bevölkerung in Bezug auf Cholesterin aber tatsächlich ist, ist wenigen bekannt. In seinem allgemein verständlich geschriebenen Ratgeber räumt Professor Hartenbach mit den größten Irrtümern auf und erklärt die große Bedeutung und die positiven Auswirkungen des Cholesterins auf den menschlichen Organismus. Er führt den Beweis, warum die gefürchteten Volkskrankheiten Arteriosklerose und Herzinfarkt nichts mit hohen Cholesterinwerten zu tun haben und zeigt, wie man diese Krankheiten vermeiden kann. Das größte Anliegen des Autors: die Bevölkerung vom Psychoterror der "Cholesterin-Gegner" zu befreien und damit unnötige Ängste und zum Teil massive Gesundheitsschäden bis hin zu gehäuften Krebserkrankungen und Todesfällen zu verhindern.

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INHALT

VORWORTKAPITEL 1Die Anti-Cholesterin-Kampagne – eine gefährliche IrreführungDie Irreführung durch die MedienDie industriell gesteuerte IrreführungEine bezahlte Anti-Cholesterin-TagungOpfer der Irreführung. Kleiner ExkursKAPITEL 2Die Wertung des CholesterinsGrundsätzlichesSpezielle Wertunga) Cortisolb) Weibliche und männliche Sexualhormonec) Das Mineralcorticoid Aldosterond) Die Gallensäurene) Die Vitamine C und Df) Cholesterin, Grundsubstanz der ZellenZusammenfassungKAPITEL 3Cholesterin, Formen und BlutwerteFormen des CholesterinsBlutwerte des CholesterinsKAPITEL 4Die Schwankungen des CholesterinspiegelsKAPITEL 5Cholesterin und die irreführenden StatistikenDie Fehldarstellung durch StatistikenAussagen von Wissenschaftlern zu Wertung und Darstellung der StatistikenKAPITEL 6Die Arteriosklerose und ihre UrsachenVererbte VeranlagungNikotinAdipositas (Fettsucht)GichtDiabetes (Zuckerkrankheit)BluthochdruckChronischer StressKAPITEL 7Die Nährstoffgruppen und ihre Beziehungen zu CholesterinEiweißKohlenhydrateVitamineVitamin AVitamin-B-Komplex (B1, B2, Niacin, B6, Panthotensäure, Biotin, B12, Folsäure)Vitamin C (Ascorbinsäure)Vitamin DMineralstoffe (Elektrolyte)Kalium (K)Natrium (Na)Calcium (Ca)Phosphor (P)Magnesium (Mg)KAPITEL 8Die Cholesterinsenkung ist lebensgefährlichKAPITEL 9Der Anti-Cholesterin-Terror der ÄrzteGeschädigte melden sich zu WortZusammenfassung des Inhalts der LeserbriefeSCHLUSSWORTAnhangÜbersicht der Weltliteratur über die Wertigkeit des Cholesterins. Eine Zusammenfassung Literaturverzeichnis

Vorwort

Dieses Buch richtet sich gegen die weltgrößte und umfangreichste Irreführung im medizinischen Bereich, die aus einer Flut industriell gesteuerter Falschaussagen über Cholesterin besteht, und argumentiert mit wissenschaftlichen Fakten dagegen.

Cholesterin ist ohne Einfluss auf Arteriosklerose und Herzinfarkt.

Anschaulich wird dargestellt, mit welchen Maßnahmen und in welchem Umfang die Cholesterin senkende Medikamente erzeugende Pharmaindustrie versucht, Ärzte zur Verschreibung ihrer Medikamente zu gewinnen. Manipulierte Broschüren mit der unwahren Behauptung, »Cholesterin sei die Hauptursache für Herzinfarkt und Arteriosklerose«, spielen hier neben Bestechungsgeldern (siehe auch »Der Spiegel« Heft 14 und Heft 33 aus dem Jahre 2003) die Hauptrolle.

Über 100 Millionen Menschen werden durch dieses Täuschungsmanöver veranlasst, die völlig nutzlosen, dazu gesundheitsgefährdenden, sogar bisweilen tödlich wirkenden Medikamente zu nehmen. Der Umsatz der zehn größten Pharmaindustrien mit diesen Medikamenten betrug, wie »Der Spiegel« in Heft 14 des Jahres 2003 berichtete, 400 Milliarden Dollar, davon in Amerika 50 Milliarden jährlich und in Deutschland ca. fünf Milliarden Euro. Das anticholesterinfanatische Verhalten der Ärzteschaft ist umso unverständlicher, als sämtliche wissenschaftlichen Publikationen, die in Kapitel 5 angeführt werden, vor Cholesterin senkenden Medikamenten warnen und mit ihren Untersuchungen klar darlegen, dass Cholesterin nicht in Zusammenhang mit der Entwicklung der Arteriosklerose, des Herzinfarkts oder Schlaganfalls gebracht werden kann. Hier Klarheit zu schaffen ist die Aufgabe dieses Buches.

In sämtlichen wissenschaftlichen Publikationen wird vor Cholesterin senkenden Medikamenten gewarnt.

Der Ansturm der Korrespondenz in den vergangenen Jahren, als sich die »Cholesterin-Lüge« zum Bestseller entwickelt hatte, bot eine Vielzahl interessanter Fragen und Erfahrungen der Leser, die eine ausführliche Antwort zur Pflicht machte.

Diese Erfahrungen meiner häufig von Cholesterin senkenden Medikamenten geschädigten Leser möchte ich Ihnen nicht vorenthalten – sie belegen die Fehlinformation und das Fehlverhalten vieler Ärzte und (medizinischen) Institutionen und machen Mut, sich gegen diese Irreführung zu wehren und die für die eigene Gesundheit notwendigen Schritte zu unternehmen.

Um mit wissenschaftlichen Fakten gegen die Flut von Falschaussagen über Cholesterin argumentieren zu können, bringt dieses Buch eine Zusammenfassung der Arbeiten international bekannter europäischer und amerikanischer Cholesterin-Fachwissenschaftler und das Ergebnis von über 6000 Untersuchungen des Autors auf diesem Gebiet.

Viele Aussagen über das Cholesterin sind falsch.

Von einer namentlich aufgeführten Industrie werden für ihre Zwecke – die Verteufelung des Cholesterins – fragwürdige Persönlichkeiten der medizinischen Fakultät und pseudomedizinische Institutionen bezahlt, deren laienhafte, oft völlig unsinnige Aussagen über Cholesterin voll im Sinne der Sponsoren erfolgen.

Negative Auswirkungen der Cholesterinsenkung werden verschwiegen.

Besonders verhängnisvoll sind die von dieser Industrie weltweit betriebenen manipulierten Statistiken, die anscheinend von einer großen Zahl der Ärzteschaft kritiklos aufgenommen werden, zumal die falschen Angaben über Cholesterinwerte dem Arzt die Möglichkeit eröffnen, jeden Patienten zu einem Dauerpatienten fürs Leben zu machen. Nach dem Motto: »Wiedersehen macht Freude« – und vor allem um an die Krankenkassen Honorarforderungen stellen zu können. Für diese propagandistische, kommerziell ausgerichtete Fehldarstellung des Cholesterins zahlt die Margarine- und vor allem die Pharmaindustrie, die Cholesterin senkende Medikamente produziert – 50 bis 75 Millionen Euro pro Statistik. Das ist ihnen die Sache wert, um alle negativen Ergebnisse der Cholesterinsenkung in den Statistiken zu verschleiern und den Einfluss des Cholesterins auf den Herzinfarkt zu betonen, der in keiner Statistik belegt werden kann. Man versucht mit der großen Anzahl an den Studien beteiligter Menschen die Ärzteschaft zu bluffen. So verkündet man, in der Framingham-Studie 5450 Personen, in der Simvastatin-Studie (4-S-Studie) 4444 Personen, in der Finnischen multifaktoriellen Studie 2000 Personen überprüft zu haben. Ein amerikanisches Institut (das National Heart, Lung and Blood Institute) spricht von 650000 Menschen, die es »überwacht und auf die Dauer von zehn, sogar 50 Jahren!!! kontrolliert hätte«.

Die meisten Studien halten wissenschaftlicher Überprüfung nicht stand.

Diese Statistiken, auch »Studien« genannt, wurden von den im Kapitel 5 vorgestellten kritischen Wissenschaftlern einer genauen Überprüfung unterzogen, und da diese Statistiken immer wieder von Ärzten und Arztzeitschriften außerhalb des wissenschaftlichen Bereichs als Beweis für Cholesterin als dem auslösenden Faktor für Herzinfarkt – den Tatsachen entgegengesetzt – zitiert werden, sollen die wichtigsten Statistiken und ihr Aussagewert kurz angeführt werden:

1) In der berühmt-berüchtigten Simvastatin-(4-S-)Studie wurden 4444 Personen überprüft. Das Ergebnis lautete: »Ein erhöhter Cholesterinspiegel hat keinen Einfluss auf die Entwicklung einer Arteriosklerose oder den Herzinfarkt. Eine Cholesterinsenkung ergibt keinen Sinn und ist daher nicht indiziert.«

Das Herzinfarkt und Krebsrisiko scheint durch Cholesterin senkende Medikamente zu steigen.

2) Die Finnische multifaktorielle Studie mit der Überprüfung des Cholesterinwertes an über 2000 Personen zeigte bei den mit Cholesterin senkenden Medikamenten behandelten Personen eine dreimal höhere Herzinfarktrate und ein Drittel mehr Todesfälle als bei der unbehandelten Gruppe.

3) Bei der Helsinki-Herz-Studie I (1987) mit 700 überprüften Personen betrug die Zunahme an tödlichen Nebenwirkungen durch Cholesterinsenkung 40 Prozent gegenüber der Kontrollgruppe, bei der Helsinki-Studie II (1993), fünf Jahre später, sogar 50 Prozent. Signifikant war auch die Zunahme an Krebstodesfällen durch Cholesterinsenkung, die bei der Helsinki-StudieII 43 Prozent betrug.

Die Pharmaindustrie biegt die Statistiken zurecht.

4) Mit der Framingham-Studie versuchte man bei rund 4500 Personen einen Beweis für den Nutzen Cholesterin senkender Medikamente zu liefern, jedoch ohne Erfolg und bei einer erheblichen Steigerung an Krebstodesfällen durch Cholesterinsenkung. Skrabanek schilderte die Bemühungen der zahlenden Pharmaindustrie wie folgt: »Es ist kaum etwas in der Medizin so gut bewiesen worden wie die Erfolglosigkeit dieser Interventionen (Statistiken), das Cholesterin für die Entwicklung einer koronaren Herzkrankheit verantwortlich zu machen.«!!! Skrabanek fügt noch hinzu: »Die Pharmaindustrie versuchte die Statistiken so lange zu ›biegen‹, bis sie den Wunschvorstellungen entsprachen, denn sie kosteten 150 Millionen Dollar und sollten nicht ohne Nutzen für die zahlende Industrie sein.«

Hoher Cholesterinwert – niedriges Krebsrisiko

5) Die Clofibrat-Studie überprüfte die Wirkung des Cholesterin senkenden Medikamentes gleichen Namens an über 1000 Personen. Eine erschreckende Steigerung an Krebstodesfällen führte zum Verbot und Abbruch der Studie. Das National Heart, Lung and Blood Institute der USA machte eine über viele Jahre gehende Untersuchung der Wirksamkeit des Cholesterins an 650000 Menschen. Ein Einfluss auf die Entwicklung einer Arteriosklerose oder eines Herzinfarkts konnte nicht gefunden werden. Je höher der Cholesterinwert, umso weniger Krebshäufigkeit und auch weniger durch andere Krankheiten bedingte Todesfälle wurden registriert.

Diese fünf wesentlichen Beispiele statistischer Kontrollen über den Nutzen der Cholesterinsenkung ergaben übereinstimmend:

1) Cholesterin hat keinen Einfluss auf die Entwicklung einer Arteriosklerose oder eines Herzinfarkts.

2) Hohe Cholesterinwerte sind verbunden mit hoher Lebenserwartung und geringer Krebshäufigkeit.

3) Eine Senkung des Cholesterinspiegels ist verbunden mit zahlreichen Todesfällen und vermehrtem Auftreten von Krebsentwicklungen.

Auf die Überprüfung der mit dem Cholesterin zusammenhängenden Faktoren wird gern verzichtet.

Keine einzige Statistik ist gemäß sauberen wissenschaftlichen Kriterien erstellt. Denn zu jeder Überprüfung des Wertes von Cholesterin gehört die Überprüfung der von ihm entwickelten Substanzen – wie die Steroidhormone – und der sich daraus ergebenden Veränderungen im Eiweiß-, Mineral- und Vitaminhaushalt. Nicht eine einzige dieser Überprüfungen wurde vorgenommen, nicht einmal die ausreichende Überprüfung der Cholesterinwerte. Sicher ist nur, dass jede Cholesterinsenkung nutzlos, gesundheitsgefährdend und oft tödlich ist.

Vielen Ärzten fehlt das Wissen über den Cholesterin-Stoffwechsel.

Trotz der klaren Ergebnisse und der daraus resultierenden Warnung vor jeder Cholesterinsenkung zeigt sich ein Großteil der Ärzteschaft unbeeinflusst; meiner Erfahrung nach hängt das auch damit zusammen, dass das Wissen der Ärzte um die medizinischen Fakten, so auch um die wichtigsten Stoffwechselvorgänge der sich aus Cholesterin bildenden Substanzen und der daraus sich entwickelnden Veränderungen im Eiweiß-, Hormon-, Mineral- und Vitaminhaushalt völlig fehlt. Der Arztberuf wird in zunehmendem Maße vor allem ein Geschäft mit der Gesundheit der Bevölkerung. Ich würde jedem Arzt, der sich kritisch über meinen Cholesterinspiegel äußert, sogar jedem Arzt, der beginnen will, meinen Cholesterinspiegel zu messen, das Vertrauen entziehen. Suchen Sie im Zweifelsfall eine große Klinik auf, gleichgültig ob es sich um eine städtische oder um eine Universitätsklinik handelt. Diese sind weitgehend Garanten für gut ausgebildete und kritische Ärzte.

Der Lipobay®-Skandal wurde schnell vergessen.

Hätte man nicht annehmen können, dass die Todesfälle durch das Medikament Lipobay® der Firma Bayer endlich die Bevölkerung aufhorchen lässt? Die beunruhigte Aufmerksamkeit war aber leider nur von kurzer Dauer, denn schnell verstand es die »Anti-Cholesterin-Mafia« der entsprechenden Industrie, die öffentliche Diskussion zum Schweigen zu bringen.

Man muss sich fragen: »Was an Schrecken muss die Cholesterinsenkung noch bieten, um die gefährliche propagandistische Irreführung zum Verstummen zu bringen? Solange die öffentlichen Medien mit ihrer unsinnigen, völlig kenntnislosen Darstellung der Bedeutung des Cholesterins die Bevölkerung irreführen und »pseudowissenschaftliche Quasseltanten« im Fernsehen, wie auf → Seite beschrieben, das Wort führen, wird dieses schmutzige Geschäft weiter Triumphe feiern.

Kapitel 1

Die Anti-Cholesterin-Kampagne – eine gefährliche Irreführung

Die Irreführung durch die Medien

Die Medien verbreiten die Falschinformationen der Industrie weiter.

Presse, Fernsehen und Rundfunk sind in ihren Berichten über Cholesterin offensichtlich voll in den Fängen der »Anti-Cholesterin-Mafia«, die im Wesentlichen von der Margarineindustrie und der Cholesterin senkende Medikamente produzierenden Pharmaindustrie gesteuert wird. Führend ist hierbei die amerikanische Firma Merck Sharp & Dohme GmbH, die mit ihren manipulierten Statistiken von Amerika aus Europa überflutet und für ihre kommerzielle Irreführung medizinische Zentralstellen eingerichtet hat. Eine nicht gering zu schätzende Mitwirkung an diesem unsauberen Geschäft hat u. a. auch die Boehringer Mannheim GmbH und das Margarine-Institut für gesunde Ernährung in Hamburg als Kuratorium für die Verleihung des von ihr gestifteten Heinrich-Wieland-Preises, durch den sie ihrem unseriösen Geschäftsgebaren einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben versucht. Die genannte Industrie sponsert für ihre Zwecke eine irreführende Pseudowissenschaft, an der sich leider führend im deutschen Bereich Professor Dr. Schwandt, Leiter der Medizinischen Klinik II im Klinikum Großhadern der LMU München und das von Professor Seidel und Mitarbeitern geleitete Institut für Klinische Chemie, gleichfalls im Klinikum Großhadern, beteiligen. Ihre wissenschaftlichen Arbeiten, von vorgenannter Industrie gesteuert (s. → Seite), sind fast ausschließlich auf eine bedenkliche irreführende Anti-Cholesterin-Kampagne ausgerichtet.

Wissenschaftliche Institute werden von der Pharmaindustrie gesponsert.

Die genannte Margarine- und Pharmaindustrie sponsert weiterhin mit hohen Summen pseudomedizinische Institutionen, wie zum Beispiel die »Lipid-Liga« und die »Arteriosklerosegesellschaften«, denen kein einziger Mediziner angehört und deren laienhafte, unsinnige Aussagen über Cholesterin eine primitive, aber leider erfolgreiche Irreführung der Öffentlichkeit darstellen. Diese abseits jeglicher wissenschaftlicher Grundlagen tätige Industrie mit den von ihr gesponserten Gesinnungsgenossen wird von Presse, Fernsehen und Rundfunk kritiklos und lautstark unterstützt. Dabei kommen in deren Sendungen und Berichten ausnahmslos nur die erwähnten, von der Industrie geförderten Mediziner zur Sprache und das Auftreten fachkundiger Wissenschaftler wird mit allen Mitteln und einer kaum zu überbietenden Dreistigkeit verhindert, wie ich es selbst im Gesundheitsforum der Süddeutschen Zeitung im Mai 1999 und in Gesundheitssendungen des Bayerischen Fernsehens im Februar 2000 und im Juni 2001 erlebt habe.

Falsche Informationen aus dem Fernsehen

Die Irreführung der Bevölkerung durch eine falsche, völlig unwissenschaftliche Darstellung des Cholesterins in der »Sprechstunde« von der meines Erachtens nach unkritischen und recht uninformierten Frau Dr. Antje-Katrin Kühnemann im Bayerischen Fernsehen haben mich zu nachfolgendem Schreiben an den leitenden Redakteur, Herrn Dr. Fuchs, veranlasst, das als Rundschreiben an über 100 medizinische Institutionen der Universitäten, an politische Gremien und öffentliche Medien verschickt wurde.

Professor Dr. W. Hartenbach

den 30.07.2001

Rundschreiben an das Bayerische Fernsehen,

zu Hdn. des leitenden Redakteur Herrn Dr. Fuchs

Sehr verehrter Herr Dr. Fuchs,

Frau Dr. Antje-Katrin Kühnemann ist in ihrer »Sprechstunde« im Bayerischen Fernsehen voll tätig für das größte medizinische Täuschungsmanöver des Jahrhunderts.

Die Zuschauer werden bewusst irregeführt.

Eine Flut industriell gesteuerter Falschaussagen über Cholesterin überschwemmt zunehmend seit über 50 Jahren weltweit die Bevölkerung. An dieser bewussten Irreführung (s. Borgers: »Cholesterin, das Scheitern eines Dogmas«) beteiligt sich in unverantwortlicher Weise Frau Dr. Antje-Katrin Kühnemann in ihrer »Sprechstunde« im Bayerischen Fernsehen. Im Februar 2000 und Juni 2001 trug Frau Dr. K. in ihrer »Sprechstunde« gemeinsam mit ihren Gesprächspartnern, Herrn Prof. Dr. Joachim Thiery und Frau Prof. Dr. Elisabeth Steinhausen-Thiessen, die beide weder klinische Erfahrung noch wissenschaftliche Arbeiten auf diesem Gebiet nachweisen können, eine fantasievolle, völlig irreale Wertung des Cholesterins vor, ganz im Sinne der pharmazeutischen amerikanischen Firma Merck Sharp & Dohme, die in diesem Geschehen durch die von ihr mit Millionenbeträgen erstellten, manipulierten Statistiken eine bedenkliche Rolle spielt.

Seriöse Wissenschaftler kommen nicht zu Wort.

Empörend war auch das Verhalten von Frau Dr. K. Fachwissenschaftlern gegenüber. Sie verstand es, diese trickreich auszuschalten, indem sie ein Scheininterview inszenierte, das Erscheinen der Fachwissenschaftler zu ihrer Sendung aber verhinderte.

Frau Dr. K. sind die an der obigen »Anti-Cholesterin-Mafia« beteiligten Institutionen offensichtlich nicht bekannt, sonst würde sie wohl nicht ausgerechnet deren Namen zur Beweisführung ihrer abwegigen Behauptung anführen. In der industriell-geschäftsorientierten Irreführung der Bevölkerung spielen die Margarineindustrie und die Cholesterin senkende Medikamente produzierende Pharmaunternehmen wie Merck Sharp & Dohme GmbH, Boehringer Mannheim GmbH, Abbott GmbH und das Margarine-Institut für gesunde Ernährung (als Kuratorium für die Verleihung des von ihr gestifteten »Heinrich-Wieland-Preises«) eine führende Rolle.

Die Industrie lässt sich ihre Statistiken etwas kosten.

Für die propagandistische, unsinnige Fehldarstellung des Cholesterins lässt die genannte, vorwiegend amerikanische Industrie hoch bezahlte, entsprechend aufbereitete Statistiken erstellen (100 bis 150 Millionen Dollar pro Statistik). Unter diesen als »größtes Täuschungsmanöver des Jahrhunderts« bezeichneten Statistiken sind besonders erwähnenswert:

Die WOS-Studie, die 4-S-Studie, die U.D.-Framingham-Studie, die Helsinki-Studie I und II, die Studie des amerikanischen National Heart, Lung and Blood Institute und die Clofibrat-Studie.

Diese so genannten Studien wurden von allen namhaften Wissenschaftlern, wie M. Apfelbaum, M. Berger, D.Borgers, G. Glaeske, J. Holtmeier, H. Immich, M.Kaltenbach, T.B. Newman, P. Skrabanek, N. Worm, W.E. Stehbens u. a. empört zurückgewiesen und wie folgt charakterisiert:

»Manipuliert – fantasievoll – ohne wissenschaftliche Basis – untauglich – nutzlos – oberflächlich – gebogen – trickreich – unsinnig – Blendwerk – nicht verwertbar – irreführend«, um nur einige Äußerungen der Kritik herauszugreifen. Skrabanek fügte noch hinzu:

Cholesterin ist nicht Schuld an der koronaren Herzkrankheit.

»Es ist kaum etwas in der Medizin so gut bewiesen worden wie die Erfolglosigkeit dieser multiplen Intervention, das Cholesterin für die Entwicklung der koronaren Herzerkrankung verantwortlich zu machen.«

Leider fanden diese Statistiken mit der pseudowissenschaftlichen Bezeichnung »Präventions-Studie« bei den Medien und einem Großteil der Ärzteschaft leichtgläubige Unterstützung. Es erhebt sich hierbei die Frage (so schreibt Borgers in seinem Buch), »wie es kommt, dass der dürftige Wissensstand zur Cholesterin-Hypothese in den USA als hinreichende Basis angesehen wird« (so auch in der Sendung von Frau Dr. K.), »während wissenschaftlich fundierte Interventionen keinen Zugang auf die präventionspolitische Agenda finden.«

Viele Ärzte freuen sich über Dauerpatienten.

Bei vielen Ärzten spielt auch die Vorstellung eine Rolle, jeden mit Cholesterin senkenden Medikamenten behandelten Patienten zum Dauerpatient auf Lebenszeit machen zu können, denn der Cholesterinspiegel lässt sich weder durch Ernährung noch durch Medikamente auf Dauer senken, sondern kehrt stets auf seinen Ausgangswert zurück. Mit den Cholesterin senkenden Medikamenten entwickelte die Pharmaindustrie ein Milliardengeschäft (40 Milliarden Dollar jährlich in Amerika und schätzungsweise zurzeit 2,5 Milliarden Euro in Deutschland).

Machtmissbrauch der Pharmakonzerne

Ihre finanzielle Macht missbraucht die Industrie, um medizinische Zentralstellen mit pseudowissenschaftlichen Aussagen für sich einzurichten, zum Beispiel das Institut für Klinische Chemie, Klinikum Großhadern der LMU München (s. a. → Seite) und die von ihnen geförderten Institutionen, die Lipid-Liga, die Arteriosklerosegesellschaften und andere. Von diesen werden alle wissenschaftlichen Erkenntnisse und entsprechende Diskussionen unterdrückt, wie auch Borgers es in seinem Buch beschreibt und ich es selbst auf den gesponserten Tagungen erlebt habe. Dieser unseriösen Zentralstellen in Deutschland und Amerika bedient sich kritiklos Frau Dr. K.

Cholesterin-Durchschnittswert für Erwachsene: 250 mg/dl

So sind auch die von Frau Dr. K. angeführten Orientierungstabellen über die Wertgrößen des Cholesterins entsprechend den Wünschen dieser Industrie, also falsch und daher gefährlich. Denn willkürlich senkt die genannte und von Frau Dr. K. unterstützte Industrie den Normalwert des Cholesterins viel zu tief auf 200mg/dl und darunter. Der Durchschnittswert für Erwachsene beträgt aber weltweit 250 mg/dl, schwankend je nach Belastung, und liegt bei 20 Prozent der Bevölkerung bei 300 mg/dl bis 350 mg/dl, stets ein günstiges Zeichen gesteigerter Vitalität.

Stress erhöht die Cholesterinwerte.

Mit den falschen, von Frau Dr. K. angegebenen Werten wird fast die gesamte erwachsene Bevölkerung für krank und behandlungsbedürftig erklärt, mit der Gefahr, einer Cholesterin senkenden medikamentösen Behandlung ausgesetzt zu werden. Bei jeder Anwendung Cholesterin senkender Medikamente ist zu bedenken, dass Cholesterin die Grundsubstanz für die Steroidhormone, so auch für das dominierende Stresshormon Cortisol darstellt und daher jede Senkung zu einer Minderung der Hormonproduktion und damit der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit führt, was Frau Dr. K. offensichtlich völlig unbekannt ist. Dementsprechend unsinnig und kenntnislos sind ihre Äußerungen über Stress. Auch ihre Behauptung, dass zwischen Stress und erhöhten Cholesterinwerten kein Zusammenhang nachgewiesen werden konnte, zeigt die Insuffizienz ihres Wissens. Es gehört zu den Grundkenntnissen, dass alle Belastungen geistiger und körperlicher Art, insbesondere Sport, Krankheiten, Unfallschäden und Operationen zu einer Erhöhung des Stresshormons Cortisol und damit auch seiner Grundsubstanz Cholesterin führen, um die energetische Substanz Glukose aus den Eiweißdepots bedarfsgerecht zu aktivieren, was auch ich an über 6000 Patienten nachweisen konnte.

Mit dem Cholesterin sinkt auch die Leistungsfähigkeit.

Dieselben Überlegungen gelten auch für die übrigen Steroidhormone, deren Grundsubstanz das Cholesterin ist. Der unsinnigen industriell gesteuerten Forderung einer Senkung des Cholesterinspiegels, dazu in einem lebensbedrohlichen Ausmaß von 100 mg/dl und mehr, muss entgegengehalten werden, dass es keine einzige Indikation für eine Senkung gibt und zudem jede medikamentöse Senkung des Cholesterinspiegels nicht nur eine erhebliche Minderung der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit, sondern auch eine Schwächung der Vitalität des Mannes bis zur Impotenz, der Fruchtbarkeit der Frau, eine Störung im Aufbau der Muskulatur und des Skelettsystems und eine gefahrvolle Verschiebung des Elektrolythaushalts mit tödlichen Herz- und Kreislaufstörungen, insbesondere durch Absinken der Glukose und durch Kaliummangel, zur Folge hat.

Es gibt kein gutes oder schlechtes Cholesterin!

Ebenso unsinnig, geradezu borniert sind die Behauptungen des »wissenschaftlichen« Gesprächspartners von Frau Dr. K. Frau Professor Dr. Elisabeth Steinhausen-Thiessen, es gäbe ein gutes, nämlich HDL-Cholesterin, und ein schlechtes, nämlich LDL-Cholesterin. HDL und LDL sind aber keine Cholesterine, sondern aus Eiweiß bestehende Transportsubstanzen, also Proteine. Sie haben die Fähigkeit Fettkörper (Lipide) aufzunehmen, so auch das Lipid Cholesterin, um es transportfähig zu machen. Wir sprechen daher von einem HDL-Lipoprotein-Cholesterin-Komplex und einem LDL-Lipoprotein-Cholesterin-Komplex.

Arteriosklerotische Plaques bestehen zu höchstens einem Prozent aus Cholesterin.