Die Darmverschwörung - Sybille Freund - E-Book

Die Darmverschwörung E-Book

Sybille Freund

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Beschreibung

Immer mehr Menschen leiden heutzutage an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit. Gleichzeitig kommen ständig neue Produkte auf den Markt, die scheinbar die Antwort auf diese gesundheitliche Entwicklung liefern. Viele Betroffene stellen ihre Ernährung komplett um. Jedoch können sich Nahrungsmittelunverträglichkeiten weiterentwickeln. Wie können diese also nachhaltig behandelt werden? Eine von vielen möglichen Ursachen ist die Stoffwechselschwäche HPU, die als Entgiftungsstörung eine Intoleranz gegenüber Nahrungsmitteln hervorrufen kann. Dr. med. Sybille Freund zeigt, was es mit der Entgiftung wirklich auf sich hat, welche Folgen eine Störung auf den Darm haben kann und wie sich daraus Nahrungsmittelunverträglichkeiten entfalten können.

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Seitenzahl: 88

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Dr. med. Sybille Freund

Die Darmverschwörung

HPU als mögliche Ursache fürNahrungsmittelunverträglichkeiten

Der Verlag weist ausdrücklich darauf hin, dass im Text enthaltene externe Links vom Verlag nur bis zum Zeitpunkt der Buchveröffentlichung eingesehen werden konnten. Auf spätere Veränderungen hat der Verlag keinerlei Einfluss. Eine Haftung des Verlags ist daher ausgeschlossen.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

1. Auflage

© 2023 Mentoren-Media-Verlag,

Königsberger Str. 16, 55218 Ingelheim am Rhein

Lektorat & Korrektorat: Deniz S. Özdemir, Sarah Küper, Mainz

Umschlaggestaltung: Nadine Nagel, Mainz

Satz und Layout: Deniz S. Özdemir, Mainz

Autorenfoto: Sybille Freund, Nierstein

Druck und Bindung: MCP, Marki, Polen

eISBN: 978-3-98641-070-4

Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Sämtliche Inhalte in diesem Buch entsprechen nicht automatisch der Meinung und Ansicht des Mentoren-Media-Verlages.

www.mentoren-verlag.de

Inhaltsverzeichnis

VORWORT

KAPITEL 1: DIE GESUNDE VERDAUUNG UND DER GESUNDE DARM – EIN KURZER ÜBERBLICK

KAPITEL 2: NAHRUNGSMITTELUNVERTRÄGLICHKEITEN

WIE KOMMT ES ZU EINER NAHRUNGSMITTELINTOLERANZ UND WESHALB SIND MANCHE MENSCHEN EHER DAVON BETROFFEN UND MANCHE NICHT?

URSACHEN ERKENNEN IST BESSER ALS SYMPTOME BEHANDELN

KAPITEL 3: HÄMOPYRROLLAKTAMURIE – DIE STOFFWECHSELSCHWÄCHE ALS MÖGLICHE URSACHE VON NAHRUNGSMITTELUNVERTRÄGLICHKEITEN

DIE SYMPTOME DER STOFFWECHSELSCHWÄCHE HPU

AUSWIRKUNGEN DER HPU AUF KÖRPER UND PSYCHE – WODURCH ENTSTEHEN DIE SYMPTOME?

SO KANN MAN DIE HPU DIAGNOSTIZIEREN

KAPITEL 4: HPU ALS ENTGIFTUNGSSTÖRUNG

WIE DIE ENTGIFTUNG IM KÖRPER FUNKTIONIERT

AN WELCHEN PUNKTEN EINE HPU DIE ENTGIFTUNG STÖREN KANN

WELCHE FOLGEN EINE GESTÖRTE ENTGIFTUNG HABEN KANN

KAPITEL 5: AUSWIRKUNGEN EINER GESTÖRTEN ENTGIFTUNG SPEZIELL AUF DEN DARM UND DIE AUSBILDUNG VON NAHRUNGSMITTELUNVERTRÄGLICHKEITEN

KAPITEL 6: WEITERE STÖRUNGEN DER VERDAUUNG DURCH DIE HPU

KAPITEL 7: DIE THERAPIE – WIE ICH AUS DEM TEUFELSKREIS HERAUSKOMME

DARMUNTERSTÜTZUNG

MIKRONÄHRSTOFFE

ERNÄHRUNGSUMSTELLUNG

THERAPIE VON INFEKTIONEN

HILFREICHE LEBENSVERÄNDERUNGEN

ABSCHLIEßENDER ÜBERBLICK

REZEPTE

KONTAKT

Vorwort

Weizen, Milchprodukte, Eier, Fruchtzucker, Milchzucker, Gluten … Die Auflistung ist unendlich lang. Immer mehr Leute scheinen unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu leiden. Wir sehen es sogar schon, wenn wir einkaufen gehen. Es kommen ständig neue Produkte auf den Markt, die allen möglichen Nahrungsmittelunverträglichkeiten entgegenkommen. Die erste Reaktion auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten besteht schließlich darin, die Nahrungsmittel zu meiden und die Ernährung komplett umzustellen. Leider ist das nicht unbedingt DIE Lösung, da sich Nahrungsmittelunverträglichkeiten auch verändern können. Plötzlich sind Nahrungsmittel unverträglich, die vorher verträglich waren. Andere wiederum, die man vorher überhaupt nicht essen konnte, sind auf einmal wieder verträglich. Wenn aber die jeweilige Reaktion immer nur eine Ernährungsumstellung ist, ist im Endeffekt nicht viel gewonnen. Stattdessen ist es wichtig herauszufinden, weshalb man die Nahrungsmittelunverträglichkeiten entwickelt hat.

Eine von mehreren möglichen Ursachen ist eine Stoffwechselschwäche, die immer häufiger aufzutreten scheint: die Hämopyrrollaktamurie, kurz HPU. Die HPU führt in erster Linie zu Mikronährstoffmangel, wie z.B. zum Fehlen von Zink und Vitamin B6. Ursächlich dafür, dass die Symptome der HPU immer häufiger gesehen werden, ist wahrscheinlich, dass unser Essen immer weniger Mikronährstoffe enthält.

Die Verbindung zwischen der Stoffwechselschwäche HPU und den resultierenden Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist hauptsächlich eine Entgiftungsstörung, die durch die HPU hervorgerufen wird.

Was es mit der Entgiftung grundsätzlich auf sich hat, wie eine Störung der Entgiftung den Darm in Mitleidenschaft zieht und weshalb es dann zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten kommen kann, wird in diesem kleinen Buch erklärt.

Außerdem werden Lösungsansätze und Auswege für Nahrungsmittelunverträglichkeiten dargestellt, die auf dieser häufigen Stoffwechselschwäche basieren.

Hinweis:

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde in diesem Buch bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern die männliche Form (das generische Maskulinum) verwendet. Sämtliche Angaben beziehen sich jedoch selbstverständlich auf Angehörige aller Geschlechter.

Übersicht zu diesem Kapitel:

Die Verdauung fängt im Kopf an!

Können Bakterien unseren Körper unterstützen?

Die Aufgaben des Dünndarms und Dickdarms

Was ist ein normaler Stuhlgang?

Erfahrungsbericht

Kapitel 1Die gesunde Verdauung und der gesunde Darm – ein kurzer Überblick

Die Verdauung fängt im Kopf an! Das klingt vielleicht erst einmal komisch, aber wenn wir im Begriff sind etwas zu essen, stellen wir uns zunächst darauf ein, dass wir im nächsten Moment Nahrung zu uns nehmen werden. Wir riechen das Essen. Wir sehen das Essen. Wir freuen uns auf das Essen. Und wir sollten zum Essen auf jeden Fall Ruhe haben, damit sich das Gehirn darauf einstellen kann, alle Maßnahmen zu ergreifen, die nötig sind, um das Essen gut verdauen und möglichst alle Nährstoffe verwerten zu können.

So spielt auch die Nase eine sehr große Rolle bei der Verdauung. Sobald wir leckeres Essen riechen, bereitet sich der Verdauungstrakt darauf vor, dass in absehbarer Zeit etwas gegessen wird. Wir merken das z.B. daran, dass uns das »Wasser im Mund zusammenläuft«. Und interessanterweise erkennen wir, so die neuesten Forschungsergebnisse, die Duftstoffe nicht etwa mittels ihres molekularen Aufbaus, sondern anhand ihrer Frequenz. Um das kurz zu erläutern: Wenn wir ein kleines Molekül auf der Riechschleimhaut der Nase wahrnehmen, dann geht es nicht darum, wie das Molekül geformt ist, sondern wie es vibriert bzw. welche Frequenz es hat. Versuche, bei denen man eine Molekülart auf die Riechschleimhaut aufgebracht und anschließend ihr Gewicht verändert hat, das Molekül also schwerer gemacht hat, belegen diese Theorie. Die Moleküle waren im Prinzip identisch, jedoch schwergewichtiger. Dadurch hatten sie eine andere Frequenz – und erzeugten für den Menschen einen anderen Geruch. Interessanterweise rochen diese Moleküle also nicht anders, weil sie sich in ihrer Struktur unterschieden, sondern weil sie unterschiedlich schwer waren und anders vibrierten. Somit kann man aus diesen Untersuchungen den Rückschluss ziehen, dass der Geruchssinn nicht wirklich durch die Moleküle selbst ausgelöst wird, sondern vielmehr durch ihre Frequenzen.1

Ein anderer Aspekt, der vielen Menschen nicht bekannt ist, ist, dass die Nase den größten Teil der Geschmackswahrnehmung übernimmt. Die Zunge hat daran nur einen geringen Anteil. Mit der Zunge stellen wir fest, ob etwas süß, bitter, sauer oder salzig ist. Die Zungenspitze ist für die süße Wahrnehmung zuständig. An den vorderen Zungenseiten schmecken wir salzige, an den hinteren Zungenseiten saure und hinten auf der Zunge bittere Komponenten.

Wenn wir durch eine Viruserkrankung oder durch Schnupfen einmal nichts riechen oder schmecken können, dann hat das damit zu tun, dass die Nase – genauer gesagt der Geruchsnerv – nicht mehr richtig funktioniert. Im Normalfall also erfolgt ein Großteil der Geschmackswahrnehmung über den Geruchsnerv.

Sobald wir das Essen in den Mund nehmen und kauen, beginnt ein sehr wichtiger Vorgang, der vielen Menschen leider nicht hinreichend bekannt ist. Er ist aber ein Grund dafür, weshalb langsam gegessen werden sollte: Mit dem Speichel wird ein Enzym (Enzyme sind Stoffe, die andere Stoffe umwandeln und als Katalysator spezifische chemische Reaktionen beschleunigen können) ausgeschüttet, das sich Amylase nennt. Zusammen mit ordentlichem Kauen setzt die Amylase bereits im Mund Verdauungsvorgänge in Gang, die für die weitere Verdauung grundlegend sind.

Wenn die Nahrung dann ordentlich zerkaut und schön eingespeichelt ist, schlucken wir sie herunter und sie gelangt durch die Speiseröhre in den Magen. Im Magen vermischt sich dieser Speisebrei allmählich mit Salzsäure und verschiedenen Verdauungsenzymen. Das Milieu im Magen ist extrem sauer und soll ermöglichen, dass nur wenige Erreger durch ihn hindurch in den Darm gelangen.

An diesem Punkt finde ich es sehr spannend, dass wir in der Medizin häufig Bakterien für den Darm einsetzen, die oral (also über den Mund) eingenommen werden und unversehrt im Darm ankommen, sprich die Säure im Magen überleben. Bakterien dieser Art gibt es sogar in Form von Tropfen oder aufgelöstem Pulver, also ohne säurefeste Ummantelung, wie etwa bei Kapseln. Diese Darmbakterien, die man in Form von Tropfen oder Pulver aufnimmt, wandern durch den Magen hindurch bis hinunter in den Darm, um an der richtigen Stelle anzukommen und den Darm zu unterstützen. Interessanterweise gehen die Darmbakterien nicht im Magen kaputt – trotz der starken Säure dort. Weshalb das so ist, ist unklar.

Ganz im Gegenteil: Wir Menschen haben sogar Bakterien, die im Magen leben und auch dort hingehören – selbst, wenn man lange Zeit dachte, der Magen sei aufgrund der Säure keimfrei.2 Gleichermaßen haben wir Bakterien im ganzen Körper, sei es im Darm, auf der Haut, in der Lunge, in der Nase oder im Mund, die dort üblicherweise vorkommen. Überall im Körper befinden sich also Bakterien, die uns wohlgesonnen sein können und wichtige Funktionen übernehmen. An diesen Gedanken sollten wir uns gewöhnen. Keimfreiheit ist für den Körper nicht normal.

Andererseits können in jedem Körperbereich Erreger überhandnehmen. Dann entstehen möglicherweise Beschwerden, die man therapieren muss.

Wenn das Essen schließlich im Magen angekommen ist, verbleibt es dort einige Zeit. Es wird immer wieder durchgeknetet und mit Verdauungssäften versetzt. Irgendwann öffnet sich der Magenpförtner und lässt den Speisebrei in den Zwölffingerdarm, durch den er danach in den Dünndarm fließt. Auf dem Weg zum Dünndarm wird von der Gallenblase Gallenflüssigkeit zum Speisebrei hinzugegeben. Diese Gallenflüssigkeit hat nicht nur die Aufgabe, die Verdauung von Fetten zu verbessern, sondern auch die, den Dünndarm von unerwünschten Erregern zu säubern.

Der Dünndarm hat eine extrem große Oberfläche von geschätzten 100 bis 200 Quadratmetern. Dadurch, dass er viele kleine Faltungen aufweist, ist seine entfaltete Oberfläche erst so riesig. Aus diesem Grund können wir eine unglaubliche Vielzahl an Nährstoffen aufnehmen.

Eine wichtige Aufgabe des Dünndarms besteht darin, Giftstoffe erst gar nicht in den Körper hineinzulassen. Bei genauer Betrachtung des Körpers ist unser Darm nämlich gar nicht »innen«, sondern »außen«! Wenn man sich vorstellt, man würde einen Menschen von der Seite betrachtet in der Hälfte durchsägen, dann gehört der Mund schon mal zum äußeren Bereich des Körpers. Und dieser ganze Schlauch, der vom Mund bis runter zum After durch uns durchgeht, ist ebenfalls Außenfläche. Diese Außenfläche schützt den Körper davor, unerwünschte Komponenten ins Innere des Körpers aufzunehmen. Über sie können nicht nur Nährstoffe, sondern im schlechtesten Fall auch Gifte aufgenommen werden. Der Darm ist im Normalfall jedoch dicht genug, damit solche Gifte nicht in den Körper hineinkommen können.

Eine weitere Aufgabe des Darms ist es, sämtliche verfügbaren Nährstoffe aufzunehmen: Mineralien, Vitamine, Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette. In manchen Fällen gibt es dafür bestimmte Transporter, also kleine »Busse« (Transportmoleküle), die die Nährstoffe in die Darmzelle »hineinfahren«. Denn die Nährstoffe sollen nicht zwischen den Zellen hindurch ins Blut gelangen. Das kann im krankhaften Fall tatsächlich passieren. Im Normalfall sollten die Nährstoffe mit den »Bussen« dagegen in die Zellen »hineingefahren« und dann auf der anderen Seite der Zellen wieder »herausgefahren« werden. Anschließend gelangen sie ins Blut und mithilfe des Bluts in die Leber.