Die einfache Thaiküche - Solweig Nothing - E-Book

Die einfache Thaiküche E-Book

Solweig Nothing

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Beschreibung

Von einem mehrjährigen Aufenthalt in Thailand hat die Autorin Rezepte der einfachen Thaiküche mitgebracht. Sie besuchte einheimische Bekannte, schaute in deren Kochtöpfe, lernte von den eigenen Hausangestellten und begab sich in die Küchen der Restaurants, um die Zubereitungsweise des schmackhaften Thaiessens zu erlernen. In diesem Buch werden Rezepte verwendet, die hauptsächlich von der einfachen Bevölkerung gekocht werden und auf komplizierte Vorbereitungen verzichten. Neben den Originalzutaten hat die Autorin versucht, da wo es möglich war, auf einheimische, deutsche Produkte zurückzugreifen. Alle Gerichte wurden von ihr persönlich ausprobiert. Die Kochanweisungen sind einfach und verständlich gehalten, sowie mit entsprechenden Abbildungen unterlegt.

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Seitenzahl: 58

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Gesammelt und aufgeschrieben sowie ausprobiert (auch mit europäischen Gemüsearten und Kräutern)

von Solweig Nothing

(mit Angabe von Geschmacksrichtungen und -einschätzungen)

In eigener Sache

Vor vielen Jahren, in meiner Kindheit, hatte meine Mutter in geduldiger Weise in mir die Liebe zum Essen und das Interesse für das Kochen geweckt. Ohne diese Grundlage wäre dieses Buch nie entstanden. Dann wäre ich wahrscheinlich nur ein Besucher dieses wundervollen ostasiatischen Landes gewesen, der ausschließlich auf kulinarischer Ebene genossen hätte, jedoch niemals bereit gewesen wäre zu lernen.

Welch ein Verlust! Die Wurzeln hatte also meine Mutter, die einstige Küchenleiterin Liesbeth Nothing, gelegt und deshalb gebührt ihr mein besonderer Dank, ebenso wie meinen beiden Kindern Marian und Sophie, die ihre Mutti für das Kochen und Schreiben freigeben mussten und die mir außerdem gute sachdienliche Hinweise geben konnten. Auch möchte ich mich bei meinen Verwandten und Freunden bedanken, die sich bereitwillig zum Verkosten, der hier beschriebenen Gerichte zur Verfügung gestellt haben und mir mit Ratschlägen zur Seite standen. Einen nicht unwesentlichen Anteil an diesem Buch hatte auch meine Freundin Ines Albrecht, die mich mit Fotos aus ihrer privaten Sammlung unterstützte.

Allen hier an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön.

Solweig Nothing

Vorwort

Als ich 1996 das erste Mal in meinem Leben nach Thailand, dem Land des Lächelns kam, wusste ich noch nicht, dass mich neben vielem anderen vor allem die dortige Küche gefangen nehmen sollte.

Ich lebte mehrere Jahre in einer Kleinstadt im Norden des Landes mit meiner Familie.

Anfangs stand ich der ungewohnten Vielfalt von exotischen Früchten, Kräutern und Fleischangeboten, die einem da auf den Märkten entgegenprangten, sehr befremdlich gegenüber. Es dauerte ungefähr ein halbes Jahr, ehe ich Gefallen an diesem für uns Europäer ungewöhnlichem Essen fand und begann, genauer in die Kochtöpfe der Einheimischen zu schauen. Ich fing an, mich bei Nachbarn, einheimischen Arbeitskollegen, unseren Hausangestellten und in den Küchen der Restaurants nach den Rezepten zu erkundigen und zu lernen. Es dauerte nicht lange und ich versuchte mich selbst in der thailändischen Kochkunst. Im Laufe der Jahre wurden meine Kochfertigkeiten immer besser. Heute nimmt die Thaiküche einen nicht mehr wegzudenkenden Platz in unserem Speiseplan ein.

Die Thaiküche unterscheidet sich von unserer Deutschen insofern, dass sie hauptsächlich Gemüse und Kräuter sowie Fisch einbezieht und Fleisch hierbei eher eine untergeordnete Rolle spielt. Dadurch ist sie leichter bekömmlich und zudem noch gesünder.

In Thailand lässt man Gemüse nur kurz dünsten oder brät es an, so werden wertvolle Vitamine nicht schon in der Pfanne zerstört.

Alle Menschen, die schon einmal Gerichte der asiatischen Küche probiert haben, werden bestätigen können, dass diese zwar satt machen aber dafür nicht so schwer im Magen liegen und drücken, wie es die Mahlzeiten unserer einheimischen deutschen Küche tun.

Schon das allein ist ein Grund, weshalb sich unsere Familie heute mehr den Gerichten der Thaiküche zugewandt hat.

Ich habe in diesem Buch Rezepte verwandt, die hauptsächlich von der einfachen Bevölkerung gekocht werden und auf komplizierte Vorbereitungen verzichten. Diese Rezepte sind deshalb auch schnell zubereitet und mit einfachen Mitteln dekorativ servierfertig. Neben den Originalzutaten habe ich versucht, da wo es möglich war, auf einheimische Produkte zurückzugreifen. Da ja nicht in jedem Ort ein Asialaden mit seinem Angebot zur Verfügung steht.

Dieses Buch erhebt keinerlei Anspruch auf eine vollzählige Wiedergabe all der thailändischen Kochrezepte. Das würde ohnehin den zur Verfügung stehenden Platz sprengen. Auch ist es gut möglich, dass man in anderen Gegenden Thailands das gleiche Gericht unter anderem Namen kennt.

Ich hoffe aber, mit diesem Buch einige Anregungen für die Mahlzeiten anderer Haushalte geben zu können. Es ist in erster Linie für Personen gedacht, die auch mal etwas anderes als das übliche deutsche Essen auf dem Tisch haben wollen und sich nicht scheuen, exotische Gerichte auszuprobieren.

Für alle die sich trauen, wünsche ich schon jetzt Gutes Gelingen und einen Guten Appetit!

Solweig Nothing

Inhaltsverzeichnis

Land und Leute

Essgewohnheiten

Kochgerätschaften

3.1. Für die Hauptgerichte

3.2. Für den Reis

3.3. Für das Servieren der Speisen

Originalgewürze die unbedingt erforderlich sind

4.1. Typische hier verwendete thailändische Gewürze, Kräuter, Gemüse- und Nudelsorten

4.1.1. Gewürze

4.1.2. Kräuter

4.1.3. Gemüsesorten

4.1.4. Nudelsorten

Soßen, Dippsoßen und Würzen

Vorspeisen

Hauptgänge

7.1. Reis

7.2. Suppen

7.3. Salate

7.4. Gemüsegericht

7.5. Eierspeisen

7.6. Fischgerichte

7.7. Fleisch- und Geflügelgerichte

7.7.1. Geflügelgerichte

7.7.2. Fleischgerichte

Desserts

8.1. Obst

8.2. Kanom (Süßes)

Tipps und Tricks

Rezeptregister

Quellen- und Fotonachweis

I. Land und Leute

Manche Länder verfügen nur über einen Namen. Dem Königreich Thailand hat man gleich zwei Beinamen gegeben. Zum einen als „Land der Freien“ bekannt, zum anderen mit dem Namen „Land des Lächelns“ bedacht. Beide Namen haben ihre Berechtigung. Thailand hat sich niemals einem anderen Land unterworfen. Es war nie Kolonie und hat sich daher seine Eigenständigkeit bewahrt, was in der Kultur und nicht zuletzt in der aufrechten Würde der Menschen zum Ausdruck kommt. Den Beinamen „Land des Lächelns“ trägt Thailand seit der Entdeckung durch die Europäer im 16. Jahrhundert. Die Bevölkerung dieses als Inbegriff fernöstlicher Schönheit geltenden Landes ist ausgesprochen gastfreundlich und immer zu einem Lächeln aufgelegt, daher auch dieser Name.

Die Entstehungsgeschichte Thailands reicht bis in das Jahr 600 v. Chr. zurück. Da nämlich gründeten Thaivölker in Südchina ihr erstes Reich. Auf dem Gebiet des heutigen Thailands siedelten zunächst Khmer und Burmesen. Im Jahre 1257 wurde dann das erste souveräne Königreich Siam ausgerufen. In diese Zeit fiel auch die Regentschaft von König Ramkhamhaeng, der dem Land seine erste kulturelle Blüte brachte. Unter anderem führte er das heute noch gültige Thai-Alphabet ein. Als Hauptstadt fungierte Sukhothai. Im Laufe der Geschichte wechselten die Herrscher. Immer wieder kam es zu Überfällen durch die benachbarten Burmesen bis 1767 der ehemalige Befehlshaber Taksin mit seinem Heer diese endgültig aus Siam vertrieb. Im Anschluss daran krönte er sich selbst zum König und regierte bis 1782. Nach seinem Tod bestieg der 1. Vertreter der noch heute regierenden Chakri-Dynastie, als Rama I den Thron.

Heute spricht man in Thailand von einer konstitutionellen Monarchie mit parlamentarischem Charakter. Thailand, in dem sich rund 92% der Bevölkerung zum Buddhismus bekennen, hat sich inzwischen zu einem Agrar-Industrieland entwickelt, das großen wirtschaftlichen und politischen Einfluss in der Region hat.

Die Thais besitzen wie kein zweites Volk die Gabe, das Leben nach schönen Dingen auszurichten. Alles bildet eine ästhetische Einheit, was sich nicht zuletzt auch im Essen wiederspiegelt.

II. Essgewohnheiten

Die thailändische Küche ist ein Gemisch der feinsten, asiatischen Kochtraditionen. Sie verbindet indische, chinesische, malaysische und indonesische Einflüsse miteinander. Die Thais lieben ihre Küche und betrachten das Essen schlichtweg als eines der größten Vergnügen im Leben.

Thailänder essen für gewöhnlich sechs- oder siebenmal am Tag, dafür aber nur kleinere Portionen. Die Hauptmahlzeit wird am Abend eingenommen. In besser gestellten Familien ist der Mittagstisch auch schon mal reichlicher gedeckt.1